Mittwoch, 20.01.2021
um 19:30 Uhr

Literaturhaus Hamburg
Schwanenwik 38
22087 Hamburg





Johann Scheerer
liest aus seinem neuen Roman »Unheimlich nah«

Wie kann man nach der Entführung des Vaters unabhängig werden, wenn man ständig bedroht und bewacht wird?

»Unheimlich nah« (Piper) ist ein außergewöhnlicher Coming-of-Age-Roman: Selten ist auf so selbstironische und komische Art über den Wunsch nach Freiheit und Normalität geschrieben worden. Während zu Hause nichts mehr ist wie früher, aber keiner darüber spricht, kann Johann keinen Schritt vor die Tür tun, ohne ihn vorher anzukündigen. Sobald er im Freien ist, steht er unter Beobachtung. Genau diese Überwachung muss er aber vor Freunden, in der Schule, bei Nebenjobs und Dates und auf Partys verheimlichen. Das scheint sogar zu gelingen, er findet eine Freundin, probt mit seiner Band und bekommt einen Plattenvertrag. Aber er gerät ständig in groteske und peinliche Situationen, weil er gezwungen ist, unehrlich zu sein. Die Ausreden, Halbwahrheiten und Notlügen drohen ihn zu erdrücken. Kann er diesem Lügenleben entkommen?

Johann Scheerer, geboren 1982, rief mit fünfzehn Jahren seine erste Band ins Leben und nahm 1999 mit »Score!« sein erstes Album auf. 2003 gründete er das Tonstudio »Rekordbox« und 2005 »Clouds Hill Recordings«. 2018 erschien sein erstes Buch »Wir sind dann wohl die Angehörigen«.

Moderation: Christoph Amend

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix