Sonntag, 23.08.2020
um 18:30 Uhr

KKL Luzern, Konzertsaal
Europaplatz 1
CH-6002 Luzern






City of Birmingham Symphony Orchestra  
Mirga Gražinytė-Tyla - Dirigentin
Gautier Capuçon - Violoncello

Jean Sibelius (1865–1957)
Lemminkäinen-Suite op. 22
Camille Saint-Saëns (1835–1921)
Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 a-Moll op. 33
Claude Debussy (1862–1918)
La Mer

Mit Mirga Gražinytė-Tyla übernimmt erstmals eine Dirigentin den Part der «artiste étoile» bei LUCERNE FESTIVAL, und es ist kein Zufall, dass die Wahl auf sie gefallen ist. Denn die 1986 geborene Litauerin trägt wesentlichen Anteil daran, dass die Frauen endlich eine der letzten Männerbastionen erobert haben: die Position am Pult. Seit 2016 steht sie an der Spitze des City of Birmingham Symphony Orchestra, in der Nachfolge von Sir Simon Rattle und Andris Nelsons. Obwohl sie ihre Musikerhundertschaft jederzeit im Griff behält, hat Mirga Gražinytė-Tyla es nicht nötig, mit autoritärer Attitüde aufzutrumpfen: Sie geht mit bezwingender Natürlichkeit zu Werk, paart Poesie mit Power – ihre fliessenden Bewegungen wirken selbst fast wie Musik. Und welchen Klangzauber sie ihrem Orchester dabei entlockt! Noble Melancholie verströmt der Schwan von Tuonela aus Sibelius’ Lemminkäinen-Legenden, schwerelose Eleganz das Erste Cellokonzert von Saint-Saëns, das der phänomenale französische Virtuose Gautier Capuçon spielt, ehe zum Schluss die Klangwogen aus Debussys La Mer so richtig aufrauschen.
 
 


Eventdaten bereitgestellt von: Kulturkurier

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City of Birmingham Symphony Orchestra | CBSO Youth Chorus | Mirga Gražinytė-Tyla | Piotr Anderszewski

City of Birmingham Symphony Orchestra  
CBSO Youth Chorus  
Mirga Gražinytė-Tyla - Dirigentin
Piotr Anderszewski - Klavier

Samuel Barber (1910–1981)
Adagio for Strings
Béla Bartók (1881–1945)
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 Sz 119
Gustav Holst (1874–1934)
The Planets op. 32

«Das kenn’ ich doch!», werden sich viele denken, wenn Mirga Gražinytė-Tyla und das City of Birmingham Symphony Orchestra The Planets anstimmen. Und tatsächlich: Kaum ein anderes Werk ist so sehr ausgeschlachtet worden wie diese grosse «extraterrestrische» Orchestersuite des britischen Komponisten Gustav Holst. Soundtracks von Filmen wie Star Wars oder Batman haben sich an Holsts Hit orientiert; Musiker anderer Sparten wie Frank Zappa, Sarah Brightman und Manfred Mann haben seine Melodien adaptiert. Aber wer hat das komplette Original schon einmal live gehört, mit seiner riesigen Besetzung samt Frauenchor? Gražinytė-Tyla hat The Planets passend zum Sommerthema «Freude» ausgewählt, denn der vierte Satz, «Jupiter, the Bringer of Jollity», zündet ein Feuerwerk an überbordender Fröhlichkeit. Die umso stärker wirken wird, weil der Abend in tiefer Traurigkeit anhebt: mit Barbers wehmütigem Adagio for Strings und Bartóks berührendem Dritten Klavierkonzert. Der polnische Tastenpoet Piotr Anderszewski wird es spielen: einen Abgesang auf die Schönheit dieser Welt, den Bartók kurz vor seinem Tod schuf.