Samstag, 30.05.2020 um 20:00 Uhr
bis Samstag, 06.06.2020 um 20:00 Uhr

Dreikönigskirche
Hauptstraße 23
01097 Dresden




KOMBI TICKET für zwei Konzerte.

1. KONZERT
Fr. | 15.05. | 20.00 Uhr | Dreikönigskirche Dresden

»Jahresringe«
Eine musikalische Wiederkehr.
KATJA WERKER

Im März 2018 gastierte Katja Werker letztmalig innerhalb dieser Konzertreihe in der Dreikönigskirche, einige
Wochen später erklärte sie ihren Rückzug aus dem Musikbusiness.
Zu viele negative Erfahrungen hatten sich angestaut, dazu die immerwährende Diskrepanz zwischen
dem eigenen Anspruch, Musik und Texte mit Inhalt, mit Tiefgang, ehrlich und persönlich zu erschaffen, Musik also als wirkliche Kunst- und Ausdrucksform zu begreifen, und dem Zwang, Musik auch als Business zu verstehen, als Arbeit, als Geschäft und nötigen Gelderwerb, und all das ohne große Plattenfirma und Künstleragentur.
Ich hab die Begründung für den Rückzug gut verstanden, zugleich aber auch sehr bedauert, da ich Katja Werker seit vielen Jahren schon als ganz besondere, wirklich einzigartige Künstlerin kenne und schätze, die es wie nur wenige andere vermag, mit scheinbar einfachen Worten das Richtige zu sagen, Gefühle ehrlich und persönlich auszudrücken und sie in Musik zu kleiden, die immer eher zurückhaltend und unaufdringlich erklingt, dafür aber eben wirklich und nachdrücklich zu Herzen geht.
Und nun? Kommt sie wieder!
Warum der Wandel? Das erklärt sie selbst:

"Für mich persönlich ging es in den vergangen Monaten hauptsächlich darum, dass ich mich selbst wieder
im Spiegel erkenne. Das ich sagen kann: Ja, das ist mein Leben, meine Entscheidung, meine Zeit, mein Weg. Und diesem Leben öffne ich mich jetzt. Denn ich habe nur das eine."

Katja nutzte ihre Zeit, um für sich selbst eine neue Mitte zu finden, vieles auszuprobieren, Standpunkte zu überdenken und, wenn nötig, Konsequenzen zu ziehen. Anderthalb Jahre war sie unterwegs auf einer Reise
zu sich selbst, nur begleitet von ihrem kleinen Hund, ihrer Gitarre und einer Tasche voller Habseligkeiten.
Am Ende dieser Reise hatte Katja neue Songs komponiert und ist 600 km entfernt von ihrem bisherigen
Wohnort ans andere Ende der Republik gezogen:
"Es ist so, daß ich als Künstlerin am produktivsten bin, wenn ich mich in für mich stürmischen Zeiten befinde. Dann kommt diese konzentrierte Essenz heraus, die man mit keiner Routine und Bequemlichkeit erreicht."

Im Mai wird Katja Werker 50 Jahre alt und veröffentlicht aus diesem Anlaß ihre neue EP »Jahresringe« - und im Oktober jährt sich zum 20. Mal das Erscheinen ihres damals vielbeachteten Debütalbums »Contact myself«. Diesen Geburtstag würdigt sie gemeinsam mit Günter Pauler und seinem weltweit renommierten audiophilen Studio und Plattenlabel »Stockfisch Records«, in dem sie die schönsten Songs dieses Albums im High-End-Studio-Ambiente noch einmal neu aufnimmt. Life im Studio.
Das fertige Album wird im Oktober 2020 erscheinen.
"Ich hätte nie gedacht, dass mein Schaffen noch einmal solche Fahrt aufnimmt. Ich bin sehr froh darüber und
unendlich dankbar, dass mir jetzt so viele Leute die Türen öffnen. Konzertveranstalter, Plattenlabel ... Es ist ein Wunder für mich und ich weiß das wirklich zu schätzen.
Noch vor 2 Jahren schienen mir fast alle Türen verschlossen. Das hat sich nun geändert ..."

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2. KONZERT
Sonntag | 24.05. | 20.00 Uhr | Dreikönigskirche Dresden

»Von ganz allein«
Solo. Aber nicht allein.
Lieder und balladen zum Zuhören.
JON FLEMMING OLSEN

»Der Singer/Songwriter verzaubert seine Zuhörer mit leiser Nachdenklichkeit und träumerischen Bildern, eingehüllt in sanfte Harmonien und zarte Melodien. Olsens Stärke liegt in der Ruhe.«
Wolfenbütteler Zeitung

»Ein grandioser Musiker, der einen feinfühligen Mix aus eingehenden Melodien, tiefgründigen Texten und unaufdringlicher Unterhaltung bot.«
Gifhorner Rundschau

Ich bin mir sicher: Der Mann ist eine Entdeckung!
Dabei kennt ihn fast jeder, oder besser: glaubt ihn zu kennen, meint damit aber nur seine Kunstfigur, den "Ingo" aus der Kultserie »Dittsche - Das wirklich wahre Leben«.
Aber so, wie man seinen Freund und Serienpartner Olli Dittrich nicht mit Dittsche verwechseln darf, so auch nicht Jon Flemming Olsen mit dem Wirt Ingo.

Jon Flemming Olsen kann vieles. Bei Wikipedia kann man lesen, dass er Musiker ist, Grafikdesigner, Schauspieler, Autor, Fernsehmoderator. Er gründete die Countryband »Texas Lightning«, bei der auch Olli Dittrich dabei war und spielte mit ihr 2006 beim »Eurovision Song Contest«.
Er gestaltete Plattencover für Udo Lindenberg, Phillip Boa, Stefan Gwildis, Seelig, Max Raabe, Annett Louisan und andere, für einige dieser grafischer Arbeiten wurde er mit Gold- und Platinauszeichnungen geehrt.
Und er schreibt wunderbare Songs, die bisher eher unter dem Radar einer breiten Öffentlichkeit verblieben sind. Was meiner Meinung nach eher für sie (und für ihn) spricht.

Aber lassen wir ihn lieber selbst zu Wort kommen, auf seine homepage schreibt Jon Flemming Olsen über sich:
"Er ist ein Slowstarter, Frau Olsen, sagte die Hebamme zu meiner Mutter, als ich nach sechs Stunden immer noch nicht heraus kommen wollte. Zu dieser eher nachdenklich stimmenden Einschätzung setzte die Fachkraft dann nach meiner Geburt allerdings noch ein hoffnungsvolles Gegengewicht: Er ist eine richtige kleine Persönlichkeit.
In meiner Kindheit fiel ich durch Hang zum Klassenclowntum, starke musische aber nur mäßige mathematische Begabung auf. Mit zehn Jahren entdeckte ich im Plattenschrank meiner Eltern eine LP, die meinem Leben die entscheidende Richtung gab: »Revolver« von den Beatles.
Wann immer es ging, legte ich fortan den Longplayer auf, hielt ein Ohr an den Lautsprecher und studierte
dabei jedes Detail des Covers. Wer diese Platte kennt, weiß, dass es sich um ein sowohl akustisches als
auch ein optisches Meisterwerk handelt. Ich bin daher bis heute dankbar, dass mir an Stelle dieses Tonträgers nicht zum Beispiel »The Singing Postman« von Allan Smethurst in die Hände gefallen ist ..."

Über seine Arbeitsweise als Liedermacher schreibt er:
"Im März dieses Jahres fuhr ich für ein paar Tage nach Amsterdam. In meiner kleinen AirBnB-Klause
angekommen schaute ich auf Schneematsch, die dunkelgraue Amstel und sich leise wiegende Hausboote.
Ich blieb den ganzen Tag am Fenster sitzen und am Abend war das erste Lied fertig. Die orangenen Lichter
der Hafenindustrie leuchteten zu mir herüber und sagten: "Das ist gut. Mach mal weiter ..."
So blieb ich die nächsten neun Tagen sitzen, zerkaute diverse Bleistifte, kritzelte zwei Notizblöcke voll und
fuhr am Ende mit sechs neuen Liedern nach Hause ..."

Wie es weitergeht kann man auf seiner homepage lesen.
Wie klug, warm und vertraut es klingt, wenn Jon Flemming Olsen seine Lieder singt und spielt, das können Sie heute abend sehen und hören. Solo und von ganz allein.

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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