Sonntag, 15.03.2020
um 18:00 Uhr

Opernloft im Alten Fährterminal Altona
Van-der-Smissen-Straße 4
22767 Hamburg




Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst, die Ausbreitung des Coronavirus mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln auszubremsen - dazu gehört auch, dass wir ab sofort und mit Beschluss des Senats den Spielbetrieb im Opernloft vollständig einstellen werden.

Anders als für die staatlichen Theater ist dieser Schritt für uns sowie alle anderen privaten Theater Hamburgs, existenzbedrohend. Eine mehrwöchige Betriebspause wird zu Einnahmeausfällen führen, die wir nicht alleine kompensieren können.

Wir fordern daher die Stadt Hamburg auf, die kleinen Theater in dieser Zeit der Krise auch finanziell zu unterstützen!

Um unseren, zumeist freischaffenden, Künstler*innen auch in der Zeit ohne Vorstellungsbetrieb unter die Arme greifen zu können, appellieren wir an all unsere Besucher*innen, die bereits gekauften Karten nicht zurückzugeben, sondern für spätere Veranstaltungen umzutauschen oder als Spende an den Träger des Opernlofts, Junges Musiktheater Hamburg e.V., zu richten.

Nur mit Ihrer Unterstützung können wir unsere freischaffenden Künstler*innen Ausfallhonorare zahlen.

Alle bereits gekauften Karten behalten ihre Gültigkeit und können für spätere Veranstaltungen umgetauscht werden.

Wir arbeiten derzeit unter Hochdruck an neuen Vorstellungsterminen für all unsere Produktionen ab Mai und im kommenden Herbst.


Dem Typus Don Giovanni, dem Frauenhelden oder auch dem „Wüstling“, geht es erst recht seit „#MeToo“ und den endlich auch im Mainstream angekommenen Feminismus-Debatten an den Kragen.

Wie modern ist unsere Gesellschaft wirklich? Treffen wir unsere Entscheidungen frei nach unserem eigenen Willen oder sind wir nach wie vor abhängig von gesellschaftlichen Erwartungen und Konventionen? Stecken unsere Beziehungsansichten nicht immer noch in veralteten Denkmustern? Und wie wollen wir miteinander umgehen?
Vier junge Menschen begeben sich in Don Giovanni auf die Suche nach Antworten, Leidenschaft und Liebe. Gemeinsam und allein probieren sie sich aus, schlüpfen in verschiedene Rollen und legen diese wieder ab, verkleiden sich und täuschen vor. Sie spielen mit den gesellschaftlichen Erwartungen, die vielleicht doch auch ihre eigenen sind.

Auch in Mozarts Musik erklingt das Wechselspiel der Gefühle: Hass und Liebe, Schmerz und Freude, Wut und Trauer. Und auch dort gehören die leidenschaftlichen Momente nicht Don Giovanni allein. Sie gehören auch den anderen Figuren, sie gehören uns allen. Wir laden ein, den “Wüstling” in uns selbst zu suchen!

In dieser Produktion holen wir das Geschehen in die Mitte des Saals, direkt zwischen die Zuschauer*innen. Das Publikum sitzt um die Bühne herum.

Die Veranstaltung wurde abgesagt.

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix