Samstag, 04.04.2020
um 15:00 Uhr

Burgberghalle
Marburger Str. 3-7
35088 Battenberg (Eder)






Die Grafen von Battenberg residierten einst in Battenberg im Norden Hessens. Nachdem das Geschlecht 1310 ausgestorben war, wurde der Titel rund 500 Jahre später wieder zu neuem Leben erweckt: Großherzog Ludwig III. von Hessen-Darmstadt, zu dessen Territorium Battenberg Jahrhunderte lang gehörte, vergab den Titel 1865 an die Frau seines Bruders Alexander, der die Standeserhöhung seiner rangniedrigeren Gefährtin erbeten hatte.

Aus dieser Seitenlinie des Hauses Hessen entsprossen berühmte Nachfahren, die enge Verbindungen zu europäischen Königshäusern herstellten und eine wichtige Rolle im dynastischen Netzwerk Europas spielten. Unter ihnen ist Prinz Philipp, der Gemahl der britischen Königin Elizabeth. Der Historiker Rainer von Hessen, selbst ein Neffe von Prinz Philipp, erzählt ein Stück Familiengeschichte, das immer auch europäische Geschichte war und ist. Beispielsweise waren die Battenbergs auch mit den russischen Zaren versippt...

Lesung und Gespräch, Moderation: Klaus Brill

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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Literarischer Frühling 2020 - "Komm, ins Offene, Freund!"
Er war die meiste Zeit seines Lebens ein Einzelgänger, rätselhaft, verschlossen, im Selbstgespräch befangen. Zugleich empfing er in seinem legendären Turmzimmer am Neckar in Tübingen, wo er vom 4. Mai 1807 bis zu seinem Tod am 7. Juni 1843 in der Obhut des Tischlermeisters Ernst Zimmer und dessen Familie lebte, auch gerne seine literarischen Verehrer. Für die Vermutung, dass Genie und Wahnsinn nahe bei einander wohnen, gibt das Leben von Friedrich Hölderlin manchen Anhaltspunkt.

Unumstritten aber ist die Bedeutung des schwäbischen Dichters für die Literatur: Wie Goethe oder Schiller ist er ein deutscher Klassiker – und „ein Priester der Poesie“, wie Rüdiger Safranski, der Meisterbiograph der deutschen Klassiker, in seinem neuen Buch schreibt. Safranski spürt im Werk und Leben Hölderlins dem nach, was dieser selber das „göttliche Feuer“ genannt hat. Er folgt ihm vom Gymnasium zu den Hofmeisterstellen und Liebesaffären, setzt griechische Antike und aktuelle Gärung im Feuerschein der französischen Revolution in Bezug und zeigt Hölderlin als Poeten wie als politischen Kopf, der zeitweise mit den Jakobinern sympathisiert und auf einer gefährlichen Fußreise nach Bordeaux aus dem Tritt gerät. Am 20. März 2020 jährt sich der Geburtstag des deutschen Poeten, Grüblers und Hauslehrers zum 250. Mal.

Lesung mit Gespräch; Moderation: Anne-Dore Krohn

Einlass: 18:00 Uhr
Literarischer Frühling 2020 - "Vorwiegend fest kochend"
Der Mensch ist, was er isst – diese alte Weisheit gilt nicht nur für Individuen, sondern auch für Völker, beispielsweise das deutsche. „Was den Deutschen schmeckt, wie sie kochen, übers Essen reden und schreiben, ist Ausdruck ihrer Kultur, ja, ihrer Seele“, sagt Wolfgang Herles in seinem neuen Buch. Dessen Titel lautet nicht von ungefähr: „Vorwiegend festkochend“. Genau so nämlich mögen es die Germans: sie wollen „etwas Ordentliches, Strammes auf dem Teller. Ohne viel Schnickschnack.“ Freilich haben französisches Raffinement und andere auswärtige Kochtugenden auch hierzulande längst Einzug gehalten. Ein weites Feld ist also abzuschreiten, will man die Essgewohnheiten der Deutschen ergründen. Der langjährige ZDF-Moderator und einstige Chef des Kulturmagazins „Aspekte“ Wolfgang Herles schöpft aus persönlichen Erlebnissen, gründlichen Recherchen und ausgiebigen kulturhistorischen Studien. Warum lieben die Deutschen die Kartoffeln? Wie wurden sie Weltmeister im Wurstmachen und Brotbacken? Wieso sind sie im Supermarkt so knauserig, wenn Qualität etwas kostet? Deutsches Essen, deutsche Seele - ein unerschöpfliches Thema, das selbstverständlich kulinarischer Begleitung bedarf.

Lese-Dinner, Lesung und Gespräch, dazu wird ein Vier-Gang-Menü aus deutschen Landen serviert. Moderation: Klaus Brill

Einlass: 19:00 Uhr

Eventuell sind noch Karten an den örtlichen Vorverkaufstellen oder der Abendkasse erhältlich.
Literarischer Frühling 2020 - "Andere machen das beruflich"
Die Familie, das wusste schon Kurt Tucholsky, „kommt in Mitteleuropa wild vor und verharrt gewöhnlich in diesem Zustande.“ In den Büchern von Andrea Sawatzki über die Berliner Familie Bundschuh kann man dies anschaulich nacherleben. Vater Gerald ist Finanzbeamter und mault herum, Sohn Rolfi studiert in Amerika, Tochter Ricki und Matz, der Jüngste, quengeln sich durch ihre Gymnasialjahre, und Gundula, die Mutter und Hausfrau, nimmt das schöpferische Chaos in den Griff, natürlich nicht immer erfolgreich. Die „leichte Hysterie und ständige Angespanntheit“, die die Heldin dabei empfindet, teilt sie durchaus mit der Autorin Andrea Sawatzki, wie diese selber sagt – und mit Millionen anderer Frauen. Das ist wohl einer der Gründe, warum nicht nur die bislang vier Bundschuh-Bücher beim Publikum so großen Erfolg haben, sondern auch die daraus destillierten Fernsehfilme. Sawatzki, eine der beliebtesten und bekanntesten Schauspielerinnen in Deutschland, spielt darin natürlich selber die Hauptrolle. Als ihr Gatte figuriert indes nicht wie im wahren Leben ihr Schauspielkollege Christian Berkel, sondern der nicht minder prominente Axel Milberg. Beim „Literarischen Frühling“ liest Andrea Sawatzki aus der neuesten Folge „Andere machen das beruflich“.

Ein großer Bühnenabend der Schauspielerin und Autorin, Moderation: Christiane Kohl

Einlass: 18:30

Eventuell sind noch Karten an den örtlichen Vorverkaufstellen oder der Abendkasse erhältlich.