Sonntag, 10.05.2020
um 18:00 Uhr

Neues Schloss Tettnang
Montfortplatz 1
88069 Tettnang






Carolina Eyck & Bertram Burkert
Konzert mit Theremin und Gitarre

Das Theremin ist ein elektronisches Instrument, das der russische Physiker Leon Theremin 1919 erfand. Es wird berührungslos allein durch den Abstand der Hände zu zwei Antennen gespielt, die die Tonhöhe und die Lautstärke regeln. Die deutsch-sorbische Musikerin und Komponistin Carolina Eyck zählt zu den weltweit gefragtesten Interpreten auf dem Theremin. Bereits im Alter von sieben Jahren begann sie damit, das Theremin zu spielen. Ihr Repertoire besteht aus Klassik und Jazz sowie aus zeitgenössischen Stücken. Als Solistin und Ensemblemusikerin gab Carolina Eyck Konzerte in über 30 Ländern und musizierte dabei zusammen mit zahlreichen renommierten Solist/-innen und Orchestern.
Beim Konzert mit Carolina Eyck und Bertram Burkert, der klassische Gitarre und Jazzgitarre studiert hat, stehen sowohl klassische Stücke von Debussy, Ravel oder Fauré auf dem Programm als auch spanische Klänge von Albéniz, de Falla oder Villa-Lobos. Dabei durchbrechen sie auch die Grenzen unserer Hörgewohnheiten und eröffnen uns dadurch neue Klangwelten.
In der Einführung zum Konzert wird das Theremin kurz vorgestellt. Das Elektronikmuseum Tettnang stellt zudem das Theremin aus dem Museumsbestand für das Konzert zur Verfügung, auf dem die Besucher/-innen das Instrument ausprobieren können.

Carolina Eyck, Theremin
Bertram Burkert, Gitarre

Vorverkauf: 22 Euro, ermäßigt 11 Euro
Abendlasse: 24 Euro, ermäßigt 12 Euro

Hauptsponsor: ifm electronic Tettnang

Fotos: Carolina Eyck, Ananda Costa ; Bertram Burkert, Dovile Sermokas

Ticket vom Umtausch ausgeschlossen

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

weitere Termine

Literatur in der Villa Lindenhof - Judengold (Kriminalroman von Erich Schütz) - Im Rahmen vom Bodenseefestival und dem allgäuer literatur festival
Das Bodenseefestival mit dem Titel „Über Grenzen“ widmet sich 2020 der Vierländerregion Bodensee. Um Grenzen geht es auch in dem Kriminalroman von Erich Schütz, aus dem der in Lindau bekannte und beliebte Schauspieler Mike Maas lesen wird.

Leon Dold ist Journalist. Als er am Bodensee für einen Dokumentarfilm recherchiert, stößt er auf einen Fall von Goldschmuggel und eine Geschichte, die schon im Dritten Reich begann: Jüdisches Kapital wurde damals in die Schweiz verschoben. Jetzt soll es gewaschen nach Deutschland zurückgebracht werden.

Erich Schütz, Jahrgang 1956, ist freier Journalist, Autor verschiedener Fernsehdokumentationen und Reiseberichte, zudem Herausgeber mehrerer Restaurantführer. Aufgewachsen im Südbadischen, lange in Berlin und Stuttgart zu Hause, erfüllte er sich vor über zehn Jahren seinen Traum und zog an den Bodensee. Die verführerische, spannende Grenzregion übt auf den Gourmet und Autor einen besonderen Reiz aus, der sich in seinen Büchern niederschlägt.

Mike Maas, Jahrgang 1969, wuchs in der südbadischen Rheinebene auf. Nach der Schauspielausbildung in Berlin Anfang der 90er Jahre, zog es ihn an verschiedene Theaterhäuser bevor er als freier Schauspieler zunehmend für Film und Fernsehen vor der Kamera stand. Neben verschiedenen Episodenhauptrollen bekannter Vorabendserien, Rollen in Spielfilmen und internationalen Produktionen begab er sich auf Abenteuerreise mit “Wickie und den starken Männern” in der Rolle des entzückten Gorms. Der Wunsch als Schauspieler Freude zu geben, setzt sich nun mit der Arbeit als Sprecher in Hörbüchern im Eigenverlag Ohrenschmauss fort. Auch Erich Schütz‘ „Judengold“ ist dort erschienen.
Bodenseefestival 2020 - Konzert zur grenzüberschreitenden Partnerschaft von Radolfzell und Amriswil
Das dramaturgische Thema des Bodenseefestivals 2020 lautet „Über Grenzen“. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Konzertreihe „Grenzgeschichten“, in der von geografischen, kulturellen und persönlichen Grenzüberwindungen ezählt wird.

Die deutsche Stadt Radolfzell und die schweizer Gemeinde Amriswil sind echte Grenzüberwinder, verbindet sie doch seit über 20 Jahren eine enge Städtepartnerschaft. In der Nachkriegszeit um 1945 wurden Nahrungsmittel und Medikamente von Amriswil ins benachbarte Radolfzell gesendet. Auch nachdem keine Hilfeleistungen mehr benötigt wurden, blieben die Gemeinden in Kontakt. Die lebendige Städtepartnerschaft wird in diesem Konzert einerseits durch Musik und Zeitzeugenzitate aus der Nachkriegszeit reflektiert. Andererseits zeigen der Radolfzeller Schlagzeuger Yu Fujiwara und das Amriswiler Estarellas Streichquartett mit dem rhythmischen Stück „Ligneous 1“ des Komponisten Andy Akiho den aktuellen grenzüberschreitenden Austausch in der Musik. Internationale Musikerinnen und Musiker, die in den vergangenen Jahren zahlreiche Preise für ihre künstlerische Arbeit erhalten haben, komplettieren das Ensemble dieses Grenzen überwindenden Konzerterlebnisses.

Mitwirkende:
Estarellas Streichquartett I Yu Fujiwara (Marimbaphon) I Magnus Boye Hansen (Violine) I
Florian Willeitner (Violine) I Steven Walter (Cello) I Mathias Halvorsen (Klavier I N.N. (Sprecher)

Programm:
Christian Sinding (1856-1941) - Violinsonate
Bent Sörensen (1958) - Phantasmagoria
Dmitri Schostakowitsch (1906 – 1975) - Streichquartett Nr. 8 c-Moll op. 110
Andy Akiho (1979) - Ligneous 1 (für Streichquartett und Marimbaphon)
Sinfonie im Innenhof / Bodenseefestival
Sinfonie im Innenhof
Reto Bieri, Klarinette

Programm:
Julian Gröner: „Zu Hause in der Fremde“ – drei Stücke für Orchester; Auftragskomposition
Fazil Say: Konzert für Klarinette und Orchester op. 36 "Khayyam"
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 2 D-Dur, op. 73

In diesem Jahr konnte der Schweizer Klarinettist und Improvisator Reto Bieri als Solist für die Sinfonie im Innenhof gewonnen werden. Er ist seit über 20 Jahren als Solist und Kammermusiker unterwegs. Von 2013 bis 2018 war Reto Bieri Intendant des „Davos Festival – young artists in concert“. Seit 2012 unterrichtet er als Professor für Kammermusik an der Hochschule für Musik in Würzburg. Dem Festival-Thema „Über Grenzen“ entsprechend wird die KBO zudem die Grenzen zwischen den Musikgenres der klassischen Musik und des modernen Hip Hop verschmelzen lassen. Hierzu hat sie bei Musikproduzent und Komponist Julian Gröner eine Komposition in Auftrag gegeben, die den Titel „Zu Hause in der Fremde“ trägt und somit gleichzeitig das Thema Heimat aufgreift. Dirigiert wird das Orchester von Marc Kissóczy, der u.a. ehemaliger Chefdirigent der Camerata Zürich ist.

Reto Bieri, Klarinette
Kammerphilharmonie Bodensee-Oberschwaben
Marc Kissóczy, Leitung


Vorverkauf: 24 Euro / 22 Euro, ermäßigt 12 Euro / 11 Euro
Abendkasse: 26 Euro / 24 Euro, ermäßigt 13 Euro / 12 Euro


Eine Veranstaltung im Festival "Lebendiges Barockschloss Tettnang" und im Internationalen Bodenseefestival


Hauptsponsor: ifm electronic Tettnang

Foto: Marco Borggreve

Ticket vom Umtausch ausgeschlossen
Ausblick in die Zeit / Bodenseefestival 2020 - Lieder und Texte des Fin de Siècle und der Jahrhundertwende
Maria Hegele Mezzosopran
Paul Willot-Förster Klavier
Augustin Groz Sprecher

Es war eher ein Lebensgefühl als eine klar definierte Epoche: das Fin de siècle, jene Dekaden um die Jahrhundertwende vom 19. ins 20. Jahrhundert. Ein Lebensgefühl, das gekennzeichnet war von Lebensüberdruss und Endzeitstimmung, von der Spannung zwischen Zukunftseuphorie und Zukunftsangst, geprägt von Genusssucht und Dekadenz. Der technische Fortschritt und die damit einhergehenden Veränderungen in Politik und Gesellschaft erzeugten bei vielen Menschen Unsicherheit und Zweifel. Zugleich bezeichnet Fin de Siècle eine Bewegung in der Kunst jener Zeit, die nicht zuletzt auch in Musik und Literatur ihren Ausdruck fand. In einem Programm, das Lieder von Debussy, Mahler, Strauss, Berg und andere Avantgardisten ihrer Zeit mit Gedichten und Texten von Charles Baudelaire, Karl Kraus, Richard Dehmel und Beiträgen aus damals maßgeblichen Zeitschriften (Die Fackel, Der Brenner, Der Sturm) vereint, entführen die Mezzosopranistin Maria Hegele begleitet von Paul Willot-Förster am Klavier und Augustin Groz als Sprecher in die Zeit der Jahrhundertwende.
Maria Hegele absolvierte ihr Bachelor-Studium mit Auszeichnung am Mozarteum Salzburg. Aktuell studiert die mehrfach mit Preisen und Stipendien ausgezeichnete Mezzosopranistin an der Opera School des Royal College of Music London.
Der Pianist, Komponist und Dirigent Paul Willot-Förster ist Solorepetitor und Kapellmeister am Landestheater Salzburg.
© Denise Tosun