Donnerstag, 21.05.2020
um 11:00 Uhr

Schloss Schwetzingen
Schloss-Straße 2
68723 Schwetzingen






Distanzen erscheinen deutlicher, wenn man sie von einem dritten Punkt aus betrachtet. Als Beethoven seine ersten Streichquartette veröffentlichte, zeigte er, dass er nach Mozart und neben Haydn Eigenes zu sagen hatte. Mit seinem Opus 59 ging es ihm dann um einen neuen Anspruch, neue Ideale – ästhetische wie humane. Bartóks drittes Quartett eignet sich als trigonometrischer Punkt zur Beethovenbetrachtung. Denn der ungarische Komponist hatte sich 1927, 100 Jahre nach Beethovens Tod, mit osteuropäischer Folklore einerseits, mit dem Neoklassizismus andererseits beschäftigt. Die Resultate aus beidem brachten ihn zu einer neuen Klang­ und Formensprache. Von ihr aus gesehen erscheint Beethovens Sprung von Opus 18 nach Opus 59 wie eine Aufforderung, musikalisch Neues zu denken. In 36 Jahren kontinuierlichen Zusammenspiels sammelte das Mandelring Quartett Erfahrungen, die eine solch differenzierte ästhetische Sicht ermöglichen.

Einlass 10:45 Uhr

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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