Sonntag, 31.05.2020
um 19:30 Uhr

Schloss Schwetzingen
Schloss-Straße 2
68723 Schwetzingen






Ein guter Schluss, ein schöner Ausblick. Hier wird die Differenz Beethovens zu seinen Vorbildern besonders deutlich. Die Titel, mit denen der Biberacher Johann Heinrich Knecht die fünf Sätze seines sinfonischen Naturporträts überschrieb, ähneln denjenigen von Beethovens Pastorale frappierend. Doch beide beziehen eine grundverschiedene Perspektive: Knecht will schildern, einen Film in Tönen entwerfen. Beethoven aber erstrebt »mehr Ausdruck der Empfindung als Malerei«: Der Mensch steht im Zentrum seiner Sinfonie. Wenn zu Beginn des Finales ein Signal ertönt, so gibt dies nicht nur Entwarnung nach dem Sturm, sondern entfacht einen Dialog wie zwischen zwei Alphornbläsern in den Bergen. Es ist ein Dialog in und mit der Natur, Sinnbild eines Ideals, einer Utopie: der Versöhnung mit der Natur.

Einlass 19:15 Uhr

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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