Montag, 17.02.2020
um 20:00 Uhr

HAU2
Hallesches Ufer 32
10963 Berlin




“The practice of love is the practice of magic.”

Das multidisziplinäre Projekt “The Practice of Love” der norwegischen Musikerin, Komponistin und Autorin Jenny Hval erschafft eine betörende Einheit aus Musik, Literatur und Bewegung. Es verfolgt klangliche, visuelle und choreografische Ideen, indem es Stimmen, Klänge und sogar Körper in Texte verwandelt – in einem Prozess, den Hval als eine Form der Magie bezeichnet. Mit einem multinationalen Ensemble aus experimentellen Musiker*innen, Sänger*innen, Tänzer*innen und Videokünstler*innen weitet Hval ihr Schaffen in neue und noch gewagtere Sphären aus.

Das Stück erkundet die Beziehung von Leben und Kunst auf einzigartige Weise durch eine Nabelschnurmagie, die die Möglichkeit, Kunst zu schaffen, damit zusammenbringt, Leben zu erschaffen und sich auf andere Menschen zu beziehen; es sucht nach Empathie und einer gemeinsamen Sprache, indem miteinander gesprochen, gesungen und geschrieben wird. Darüber hinaus widmet das Stück sich dem Verhältnis von Stimme/Präsenz/Leben zu geschriebenem Wort/Absenz/Tod: Die Stimme ist das Produkt eines lebenden Körpers, sie stellt unsere erste Beziehung zu einem anderen Menschen dar, wenn wir die Stimme unserer Mutter vernehmen und auf sie reagieren… Als Tote können wir indes nicht länger “Ich” sagen, und die geschriebenen Worte sind das, was von uns eingemeißelt in einen Grabstein bleibt. Verbirgt sich hinter der Liebe zu Worten der Todestrieb?

Mit Klängen, Texten und manipulierten Bildern ist “The Practice of Love” zugleich magische Séance und Erkundung des Wesens der Kreativität.

“The practice of love is the practice of magic.”

“The Practice of Love” is a multidisciplinary immersion in music, literature and movement by Norwegian musician, composer and writer Jenny Hval. It explores sonic, visual and choreographic ideas while transforming voices, sounds and even bodies into texts, in a process that Hval herself describes as a form of magic. With a multinational ensemble including experimental musicians, vocalists, dancers and video artists, this new project extends Hval’s work into new and even more challenging territory.


The piece investigates the connection between life and art in a specific way – an umbilical magic, which brings together the possibility of creating art, creating life, and relating to other people, looking for empathy and a common language through speaking, singing, writing together. It also looks at the relationship between voice / presence / life and written word / absence / death: The voice comes from a living body, it is how we first relate to other humans, hearing our mothers´ voice and responding to it ... Whereas the dead body can no longer say “I”, and the written words are the remains that are chiseled into our tombstones. Is being drawn to words a death drive?


Using sound, text and image manipulation, “The Practice of Love” is both a magical séance and an inquiry into the nature of creativity.

Restkarten ggf. an der Abendkasse

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

weitere Termine

Western Society
“In the beginning, the gods gave us liberty. In the end, we discovered cheating...”

(Sheila Heti)



“Western Society” ist ein Gesellschaftsportrait des 21. Jahrhunderts – ein Rahmen, durch den wir in das Wohnzimmer einer fremden Familie blicken und uns selbst erkennen.

Auf ihrer steten Suche nach Schönheit im Alltäglichen und entfremdeten Formen der Intimität haben Gob Squad in den Weiten des Internets ein unbeachtetes Video entdeckt: ein Abfallprodukt unserer Zivilisation. Bilder aus einem privaten Wohnzimmer. Eine Familienfeier irgendwo am westlichen Rand der westlichen Welt. Eine unspektakuläre Party. Ein Raum voller Menschen verschiedener Generationen: Familie, Freunde oder Fremde, vereint vor einer Karaokemaschine, zusammen allein.

Gob Squad – ganz in Gold getaucht – versuchen diesen kleinen Moment konservierter Geschichte mit Hilfe des Publikums wieder zum Leben zu erwecken und machen das rekonstruierte Bild zum Ausgangspunkt ihrer Performance und der Fortschreibung persönlicher Geschichten. Der Versuch der Umdeutung, des Anhaltens und Eingreifens der Performer*innen wird zum Prozess des Ab-arbeitens an einem Gesellschaftsbild, während die endlos scheinende Party um sie herum einfach weitergeht. Sie stellen sich gegenseitig auf die Probe und vor Alternativen, die keine sind. Und stellen sich immer wieder die gleiche Frage: Was zum Teufel machen wir hier?

“Western Society”ist einladend und isolierend, Albtraum und soziale Utopie, Himmel und Hölle: zu echt, zu künstlich, zu vertraut und zu fremd zugleich. Eine Maschine, die am Laufen gehalten wird – mit oder ohne uns.

Und unterdessen geht die Party immer irgendwo weiter. Und alle sind da: jung und alt und die dazwischen. Und wenn Du Glück hast, bist auch Du dabei...

“In the beginning, the gods gave us liberty. In the end, we discovered cheating...”

(Sheila Heti)

“Western Society” is a portrait of civilisation in the 21st century, like a frame through which we can peep into the living room of an unknown family, and recognize ourselves. In a far corner of the internet, Gob Squad have found a fairly unspectacular home video, of a family gathering somewhere at the edge of the western world, a waste product of our civilisation. There’s a party going on. A room full of people. Family, friends and strangers are gathered around a karaoke machine, alone together and together alone.

Gob Squad, dressed head to toe in gold, want to bring this little moment of lived reality back to life and they want to get the image just right. As the reconstruction gets underway, they search for answers, ponder the nature of true happiness, show their best sides and spill their stories, projecting themselves into this tiny piece of history.

“Western Society” is inviting and isolating. It’s heaven and hell. For some, the splendid decadenceis a nightmare, for others a place they wished they could be. It’s an endless party and everybody’s there: young, old and everyone in between, and with a bit of luck, you could be there too.

Diese Veranstaltung wurde abgesagt
MONUMENT 0.6: HETEROCHRONIE / Palermo 1599–1920
In der Fortsetzung ihrer “MONUMENT”-Serie schafft die Choreografin Eszter Salamon zusammen mit neun Performer*innen Verknüpfungen zwischen den Spuren sizilianischer Musikarchive, Mumifizierungsritualen in den Kapuziner-Katakomben von Palermo sowie historischen Bezügen zur sizilianischen Revolution von 1848. “HETEROCHRONIE / Palermo 1599–1920” – eine HAU-Koproduktion – imaginiert ein Kontinuum zwischen Leben und Tod, ein Zusammensein der Lebenden mit den Toten, und erschafft daraus einen eigenen utopischen Körper als tanzende, akustische Gestalt. Durch das Übereinanderlegen verschiedener historischer Zeitstränge, Praktiken und Memoiren ruft die Arbeit Erinnerungen an vergangene kollektive Kämpfe wach und fragt, welche Formen von Widerstand oder Transformationswünschen uns heute inspirieren. Aus der “MONUMENT”-Serie waren bereits “MONUMENT 0: Haunted by Wars (1913–2013)”, “MONUMENT 0.4: LORES & PRAXES (rituals of transformation)”, “MONUMENT 0.5: The Valeska Gert Monument” und zuletzt “MONUMENT 0.7: M/OTHERS” im Rahmen von Tanz im August u.a. am HAU Hebbel am Ufer zu sehen.

In a continuation of the “MONUMENT” series, the choreographer Eszter Salamon, together with 9 performers, connects traces of Sicilian musical archives, mummification rituals of the Capuchin Catacombs in Palermo and historical references to the Sicilian revolution of 1848. “HETEROCHRONY / Palermo 1599–1920” – a HAU co-production – imagines a continuum between life and death, the cohabitation of the living and the dead, and creates its own utopian figure: a dancing, acoustic body. By juxtaposing different historical times, practices and memories, “Heterochrony” also reminds us of past collective struggles and questions what forms of resistance or desire for transformation inspire us today. From the “MONUMENT” series, “MONUMENT 0.7: M/OTHERS” was presented during Tanz im August 2019.

Diese Veranstaltung wurde abgesagt
MONUMENT 0.6: HETEROCHRONIE / Palermo 1599–1920
In der Fortsetzung ihrer “MONUMENT”-Serie schafft die Choreografin Eszter Salamon zusammen mit neun Performer*innen Verknüpfungen zwischen den Spuren sizilianischer Musikarchive, Mumifizierungsritualen in den Kapuziner-Katakomben von Palermo sowie historischen Bezügen zur sizilianischen Revolution von 1848. “HETEROCHRONIE / Palermo 1599–1920” – eine HAU-Koproduktion – imaginiert ein Kontinuum zwischen Leben und Tod, ein Zusammensein der Lebenden mit den Toten, und erschafft daraus einen eigenen utopischen Körper als tanzende, akustische Gestalt. Durch das Übereinanderlegen verschiedener historischer Zeitstränge, Praktiken und Memoiren ruft die Arbeit Erinnerungen an vergangene kollektive Kämpfe wach und fragt, welche Formen von Widerstand oder Transformationswünschen uns heute inspirieren. Aus der “MONUMENT”-Serie waren bereits “MONUMENT 0: Haunted by Wars (1913–2013)”, “MONUMENT 0.4: LORES & PRAXES (rituals of transformation)”, “MONUMENT 0.5: The Valeska Gert Monument” und zuletzt “MONUMENT 0.7: M/OTHERS” im Rahmen von Tanz im August u.a. am HAU Hebbel am Ufer zu sehen.

In a continuation of the “MONUMENT” series, the choreographer Eszter Salamon, together with 9 performers, connects traces of Sicilian musical archives, mummification rituals of the Capuchin Catacombs in Palermo and historical references to the Sicilian revolution of 1848. “HETEROCHRONY / Palermo 1599–1920” – a HAU co-production – imagines a continuum between life and death, the cohabitation of the living and the dead, and creates its own utopian figure: a dancing, acoustic body. By juxtaposing different historical times, practices and memories, “Heterochrony” also reminds us of past collective struggles and questions what forms of resistance or desire for transformation inspire us today. From the “MONUMENT” series, “MONUMENT 0.7: M/OTHERS” was presented during Tanz im August 2019.

Diese Veranstaltung wurde abgesagt
Wir treiben die Liebe auf die Weide
Konzerthappening über das musikalische Erbe der DDR jenseits geschichtsvergessender Ostalgie

2019 ist 30 Jahre Mauerfall. Anlass für Carsten “Erobique” Meyer, bekannt und geliebt für seine Ein-Mann-Live-Disco-Ekstasen und Filmmusik (u.a. “Tatortreiniger”), Trümmer-Dandy Paul Pötsch und Regisseurin Lea Connert, sich mit einem blinden Fleck der deutschen Kulturgeschichte zu beschäftigen: dem musikalischen DDR-Erbe der 60er- und 70er-Jahre. Damals entstanden Songs mit einem Bekenntnis zu Jazz, Afrobeat, Schlager, Soul, Tropicália und Funk, die so rein gar nichts mit dem grauen Klischee-Bild der DDR zu tun haben. Diese Kompositionen und Texte aus dem Sozialismus flogen so haarscharf an der Zensur vorbei, dass sie gerade noch als Poesie durchgingen, und grooven so unverschämt hart, dass man damit locker jede Disco zwischen Wismar und Konstanz in ihre Einzelteile zerlegen kann. In “Wir treiben die Liebe auf die Weide” re-interpretiert eine Showband um Meyer und Pötsch mit Polly Lapkovskaja, Marcel Römer, Pola Lia Schulten und Gästen Stücke von wichtigen Musiker*innen wie Uschi Brüning, Veronika Fischer, Nina Hagen und Manfred Krug. Angereichert mit dokumentarischem Material und Texten entsteht ein intensives Konzerthappening, das die besondere Bedeutung der Musik, ihre versteckte Widerständigkeit und softe Subversivität feiert.

Concert happening about the musical legacy of the GDR that goes beyond ahistorical Ostalgia

2019 marked 30 years since the fall of the Wall. And the occasion for Carsten “Erobique” Meyer, known and loved for his one-man live-disco ecstasies and film music (including for “Crime Scene Cleaner”), debris-dandy Paul Pötsch and director Lea Connert to explore a blind spot in German cultural history: the musical legacy of the GDR from the ‘60s and ‘70s. Songs were created at the time with a commitment to jazz, Afrobeat, Schlager pop, soul, tropicália, and funk, with next to nothing to do with the clichéd image of grey East Germany. These compositions and texts from socialism were so good at escaping censorship that they got through just as poetry, and they grooved so outrageously hard that they could easily tear apart every disco between Wismar and Konstanz. “Wir treiben die Liebe auf die Weide” features a showband around Meyer and Pötsch, including Polly Lapkovskaja, Marcel Römer, Pola Lia Schulten and other guests, re-interpreting songs by important musicians such as Uschi Brüning, Veronika Fischer, Nina Hagen and Manfred Krug. Add some documentary material and texts and you get an intense concert-happening that celebrates the special significance of music, its hidden qualities of resistance, and its soft subversiveness.

Diese Veranstaltung wurde abgesagt.
Wir treiben die Liebe auf die Weide
Konzerthappening über das musikalische Erbe der DDR jenseits geschichtsvergessender Ostalgie

2019 ist 30 Jahre Mauerfall. Anlass für Carsten “Erobique” Meyer, bekannt und geliebt für seine Ein-Mann-Live-Disco-Ekstasen und Filmmusik (u.a. “Tatortreiniger”), Trümmer-Dandy Paul Pötsch und Regisseurin Lea Connert, sich mit einem blinden Fleck der deutschen Kulturgeschichte zu beschäftigen: dem musikalischen DDR-Erbe der 60er- und 70er-Jahre. Damals entstanden Songs mit einem Bekenntnis zu Jazz, Afrobeat, Schlager, Soul, Tropicália und Funk, die so rein gar nichts mit dem grauen Klischee-Bild der DDR zu tun haben. Diese Kompositionen und Texte aus dem Sozialismus flogen so haarscharf an der Zensur vorbei, dass sie gerade noch als Poesie durchgingen, und grooven so unverschämt hart, dass man damit locker jede Disco zwischen Wismar und Konstanz in ihre Einzelteile zerlegen kann. In “Wir treiben die Liebe auf die Weide” re-interpretiert eine Showband um Meyer und Pötsch mit Polly Lapkovskaja, Marcel Römer, Pola Lia Schulten und Gästen Stücke von wichtigen Musiker*innen wie Uschi Brüning, Veronika Fischer, Nina Hagen und Manfred Krug. Angereichert mit dokumentarischem Material und Texten entsteht ein intensives Konzerthappening, das die besondere Bedeutung der Musik, ihre versteckte Widerständigkeit und softe Subversivität feiert.

Concert happening about the musical legacy of the GDR that goes beyond ahistorical Ostalgia

2019 marked 30 years since the fall of the Wall. And the occasion for Carsten “Erobique” Meyer, known and loved for his one-man live-disco ecstasies and film music (including for “Crime Scene Cleaner”), debris-dandy Paul Pötsch and director Lea Connert to explore a blind spot in German cultural history: the musical legacy of the GDR from the ‘60s and ‘70s. Songs were created at the time with a commitment to jazz, Afrobeat, Schlager pop, soul, tropicália, and funk, with next to nothing to do with the clichéd image of grey East Germany. These compositions and texts from socialism were so good at escaping censorship that they got through just as poetry, and they grooved so outrageously hard that they could easily tear apart every disco between Wismar and Konstanz. “Wir treiben die Liebe auf die Weide” features a showband around Meyer and Pötsch, including Polly Lapkovskaja, Marcel Römer, Pola Lia Schulten and other guests, re-interpreting songs by important musicians such as Uschi Brüning, Veronika Fischer, Nina Hagen and Manfred Krug. Add some documentary material and texts and you get an intense concert-happening that celebrates the special significance of music, its hidden qualities of resistance, and its soft subversiveness.

Diese Veranstaltung wurde abgesagt.
A Melancholic Melody / A Will To An End
Ligia Lewis arbeitet als Choreografin und Performerin. Ihre emotional aufgeladenen Choreografien sind explizit, energiegeladen und poetisch und bewegen sich in den Bereichen Tanz, Theater und bildende Kunst. Indem sie die Bühne und den Körper als Orte stabiler Repräsentation hinterfragt, lädt Lewis Reibungen und Brüche in ihren kreativen Prozess ein. Die daraus resultierenden erfahrungsreichen Werke nutzen wechselseitige Abhängigkeit, Unordnung und Spiel. Lewis’ jüngste Performance-Trilogie, die das HAU Hebbel am Ufer zum ersten Mal en bloc präsentiert, umfasst “Sorrow Swag” (2014), das in einem satten Blau erscheint, “minor matter” (2016), das rot beleuchtet wird, und “Water Will (in Melody)” (2018), eine in schwarz-weiß gehaltene gotische Geschichte. Über diese Werke hinaus beinhaltet die Werkschau auch die Durational Performance “Sensation 1/This Interior”, ein Projekt, das für den Kunstraum High Line in New York entstand und nun im obersten Stockwerk des ehemaligen Postbank-Gebäudes einmalig gezeigt wird – bei Sonnenuntergang und mit Blick über Berlin. Zudem gehören zum Programm auch ein Gespräch mit der bildenden Künstlerin Wu Tsang, ein Konzert von Twin Shadow und eine neue performative Lesung der Künstler*in und Theoretiker*in Jota Mombaça u.a.

Ligia Lewis works as a choreographer and performer. Troubling the stage and the body as places of stable representation, she invites frictions and ruptures into her creative process. Lewis’ recent performance trilogy that HAU presents for the first time together includes “Sorrow Swag,” performed in a saturated blue, “minor matter,” a poetic work illuminated in red, and “Water Will (in Melody),” a gothic tale set in black and white. Beyond these works, HAU will also present the durational work “Sensation 1/This Interior,” a project that was created for the visual space High Line in New York, and will now be shown on the top floor of the former Postbank tower during sun set and with a view above Berlin. The programme also includes a talk with the visual artist Wu Tsang, a concert by Twin Shadow and a new performative reading by the artist and theoretician Jota Mombaça amongst others.
A Melancholic Melody / A Will To An End
Ligia Lewis arbeitet als Choreografin und Performerin. Ihre emotional aufgeladenen Choreografien sind explizit, energiegeladen und poetisch und bewegen sich in den Bereichen Tanz, Theater und bildende Kunst. Indem sie die Bühne und den Körper als Orte stabiler Repräsentation hinterfragt, lädt Lewis Reibungen und Brüche in ihren kreativen Prozess ein. Die daraus resultierenden erfahrungsreichen Werke nutzen wechselseitige Abhängigkeit, Unordnung und Spiel. Lewis’ jüngste Performance-Trilogie, die das HAU Hebbel am Ufer zum ersten Mal en bloc präsentiert, umfasst “Sorrow Swag” (2014), das in einem satten Blau erscheint, “minor matter” (2016), das rot beleuchtet wird, und “Water Will (in Melody)” (2018), eine in schwarz-weiß gehaltene gotische Geschichte. Über diese Werke hinaus beinhaltet die Werkschau auch die Durational Performance “Sensation 1/This Interior”, ein Projekt, das für den Kunstraum High Line in New York entstand und nun im obersten Stockwerk des ehemaligen Postbank-Gebäudes einmalig gezeigt wird – bei Sonnenuntergang und mit Blick über Berlin. Zudem gehören zum Programm auch ein Gespräch mit der bildenden Künstlerin Wu Tsang, ein Konzert von Twin Shadow und eine neue performative Lesung der Künstler*in und Theoretiker*in Jota Mombaça u.a.

Ligia Lewis works as a choreographer and performer. Troubling the stage and the body as places of stable representation, she invites frictions and ruptures into her creative process. Lewis’ recent performance trilogy that HAU presents for the first time together includes “Sorrow Swag,” performed in a saturated blue, “minor matter,” a poetic work illuminated in red, and “Water Will (in Melody),” a gothic tale set in black and white. Beyond these works, HAU will also present the durational work “Sensation 1/This Interior,” a project that was created for the visual space High Line in New York, and will now be shown on the top floor of the former Postbank tower during sun set and with a view above Berlin. The programme also includes a talk with the visual artist Wu Tsang, a concert by Twin Shadow and a new performative reading by the artist and theoretician Jota Mombaça amongst others.
A Melancholic Melody / A Will To An End
Ligia Lewis arbeitet als Choreografin und Performerin. Ihre emotional aufgeladenen Choreografien sind explizit, energiegeladen und poetisch und bewegen sich in den Bereichen Tanz, Theater und bildende Kunst. Indem sie die Bühne und den Körper als Orte stabiler Repräsentation hinterfragt, lädt Lewis Reibungen und Brüche in ihren kreativen Prozess ein. Die daraus resultierenden erfahrungsreichen Werke nutzen wechselseitige Abhängigkeit, Unordnung und Spiel. Lewis’ jüngste Performance-Trilogie, die das HAU Hebbel am Ufer zum ersten Mal en bloc präsentiert, umfasst “Sorrow Swag” (2014), das in einem satten Blau erscheint, “minor matter” (2016), das rot beleuchtet wird, und “Water Will (in Melody)” (2018), eine in schwarz-weiß gehaltene gotische Geschichte. Über diese Werke hinaus beinhaltet die Werkschau auch die Durational Performance “Sensation 1/This Interior”, ein Projekt, das für den Kunstraum High Line in New York entstand und nun im obersten Stockwerk des ehemaligen Postbank-Gebäudes einmalig gezeigt wird – bei Sonnenuntergang und mit Blick über Berlin. Zudem gehören zum Programm auch ein Gespräch mit der bildenden Künstlerin Wu Tsang, ein Konzert von Twin Shadow und eine neue performative Lesung der Künstler*in und Theoretiker*in Jota Mombaça u.a.

Ligia Lewis works as a choreographer and performer. Troubling the stage and the body as places of stable representation, she invites frictions and ruptures into her creative process. Lewis’ recent performance trilogy that HAU presents for the first time together includes “Sorrow Swag,” performed in a saturated blue, “minor matter,” a poetic work illuminated in red, and “Water Will (in Melody),” a gothic tale set in black and white. Beyond these works, HAU will also present the durational work “Sensation 1/This Interior,” a project that was created for the visual space High Line in New York, and will now be shown on the top floor of the former Postbank tower during sun set and with a view above Berlin. The programme also includes a talk with the visual artist Wu Tsang, a concert by Twin Shadow and a new performative reading by the artist and theoretician Jota Mombaça amongst others.
A Melancholic Melody / A Will To An End
Ligia Lewis arbeitet als Choreografin und Performerin. Ihre emotional aufgeladenen Choreografien sind explizit, energiegeladen und poetisch und bewegen sich in den Bereichen Tanz, Theater und bildende Kunst. Indem sie die Bühne und den Körper als Orte stabiler Repräsentation hinterfragt, lädt Lewis Reibungen und Brüche in ihren kreativen Prozess ein. Die daraus resultierenden erfahrungsreichen Werke nutzen wechselseitige Abhängigkeit, Unordnung und Spiel. Lewis’ jüngste Performance-Trilogie, die das HAU Hebbel am Ufer zum ersten Mal en bloc präsentiert, umfasst “Sorrow Swag” (2014), das in einem satten Blau erscheint, “minor matter” (2016), das rot beleuchtet wird, und “Water Will (in Melody)” (2018), eine in schwarz-weiß gehaltene gotische Geschichte. Über diese Werke hinaus beinhaltet die Werkschau auch die Durational Performance “Sensation 1/This Interior”, ein Projekt, das für den Kunstraum High Line in New York entstand und nun im obersten Stockwerk des ehemaligen Postbank-Gebäudes einmalig gezeigt wird – bei Sonnenuntergang und mit Blick über Berlin. Zudem gehören zum Programm auch ein Gespräch mit der bildenden Künstlerin Wu Tsang, ein Konzert von Twin Shadow und eine neue performative Lesung der Künstler*in und Theoretiker*in Jota Mombaça u.a.

Ligia Lewis works as a choreographer and performer. Troubling the stage and the body as places of stable representation, she invites frictions and ruptures into her creative process. Lewis’ recent performance trilogy that HAU presents for the first time together includes “Sorrow Swag,” performed in a saturated blue, “minor matter,” a poetic work illuminated in red, and “Water Will (in Melody),” a gothic tale set in black and white. Beyond these works, HAU will also present the durational work “Sensation 1/This Interior,” a project that was created for the visual space High Line in New York, and will now be shown on the top floor of the former Postbank tower during sun set and with a view above Berlin. The programme also includes a talk with the visual artist Wu Tsang, a concert by Twin Shadow and a new performative reading by the artist and theoretician Jota Mombaça amongst others.
minor matter / Englisch (Sprache kein Problem) - Eine Werkschau von Ligia Lewis
“minor matter” ist der zweite Teil einer von drei Tänzer*innen performten Trilogie (BLUE, RED, WHITE), die mit zwei diskursiven Apparaten spielt – mit blackness und der Blackbox. In ihrem Stück nutzt Ligia Lewis die Farbe Rot, um Gedanken, die sich zwischen Liebe und Wut bewegen, eine Gestalt zu geben.

Das sich in verschiedene Richtungen entfaltende Stück schafft eine Poetik der Dissonanz, die zum Ausgangspunkt wird für Fragen von Repräsentation und Darstellung, von Abstraktion und den Grenzen der Signifikation. Im Laufe der Choreographie schieben sich die Körper der Tänzer*innen gegen die Grenzen der Bühne, während ihre Bewegungen eine fast demütige Beziehung zwischen dem Körper und den ihn umschließenden Raum darstellen. Die Tänzer*innen verausgaben sich: ihre Körper entziehen der Bühne alles Geheimnisvolle und erforschen sie als pure Materie – als Schwärze. In „minor matter“ bewegen sich Klänge durch musikalische Epochen, um schließlich eine Poetik intimer Gegenwärtigkeit zu erreichen. Auf die Logik der gegenseitigen Abhängigkeit aufbauend verschränken sich hier essentielle Aspekte des Theaters – Licht, Klang, Bild und Architektur – mit den drei Tänzer*innen. Gemeinsam bilden sie einen lebendigen sozialen und poetischen Raum.

“minor matter” is the second part of the trilogy (BLUE, RED, WHITE) performed by three dancers. Two discursive apparatuses are at play—blackness and the black box. In this work, Ligia Lewis turns to the color red to materialize thoughts between love and rage.

The work unfolds multi-directionally creating a poetics of dissonance from which questions of re-presentation, presentation, abstraction, and the limits of signification emerge. Throughout the choreography the performers push their bodies against the boundaries of the stage while simultaneously illustrating a humble relationship between their bodies and the space that encapsulates it. The performers get exhausted as their bodies strip the stage of its formal mystique to approach its matter — black. In “minor matter”, sound travels across musical epochs to arrive at the poetics of the intimate present. Built on the logic of interdependence, the theater’s parts — light, sound, image, and architecture — become entangled with the three performers, giving life to a vibrant social and poetic space.
The End As Interlude - Mit Jota Mombaca u.a. / Englisch
Auch 2020 erwarten euch in den drei Spielstätten des HAU wieder innovative Produktionen der freien Theater- und Tanzszene Berlins. Jetzt für das Hebbel am Ufer Karten besorgen und selbst Teil des Theaterapparats werden!

Das Hebbel am Ufer in Berlin ist aus der europäischen Kulturlandschaft kaum wegzudenken. Geboten werden erstklassige Gastspiele und Koproduktionen aus Tanz, Performance und Theater aus aller Welt.

Das Hebbel am Ufer ist ein Berliner Theaterzusammenschluss. Seit 2003/2004 bilden das HAU1, HAU2 und HAU3 gemeinsam die Institution HAU. Ohne eigenes Ensemble fungieren die drei Bühnen als Spielstätten für unterschiedliche Gastspiele und Veranstaltungen aus Theater, Musik und Kunst. So ist es dem Theater möglich, dauerhaft anspruchsvolle und vielseitige Produktionen auf höchstem Niveau zu präsentieren. Darüber hinaus gehört das HAU zum Bündnis internationaler Produktionshäuser, einem Zusammenschluss der sieben wichtigsten deutschen Produktionshäuser darstellender Künste. Renommierte Kunstschaffende aus aller Welt geben sich hier zur Aufführung ihrer Produktionen die Klinke in die Hand. Diese internationale Ausrichtung ist ebenso prägend für das HAU, wie das Augenmerk auf gesellschaftliche und politische globale Verhältnisse. Auch findet das "Tanz im August" Festival für zeitgenössische Bewegungskunst einmal jährlich statt, welches mittlerweile zu einem der bekanntesten Tanzevents Europas zählt. Im Jahre 2012 übernahm Annemie Vanackere die Intendanz des Hauses, was Innovation und frischen Wind brachte. 

Sichert euch jetzt Tickets für die Inszenierungen im Hebbel am Ufer und verpasst keine der großartigen Produktionen, die aus Holzdielen und Tanzboden erst die eigentliche Bühne schaffen.
Water Will (in Melody) - Eine Werkschau von Ligia Lewis/Deutsch und Englisch
“Water Will (in Melody)” ist eine fein gesponnene choreografische Aufführung für vier Tänzer*innen, die das Melodrama zum Ausgangpunkt nimmt. Mit der Sprache und dem Konzept des “Willens” ringend, schafft diese dystopische Fantasie einen Raum, in dem Verlangen, Imagination und das Gefühl eines nahenden Endes ausgehandelt werden. Hier entfaltet sich mit spielerischem Einfallsreichtum eine nasse und löchrige Landschaft: Sie wird zum Schauplatz für eine fiktive Ge­schichte, die von Instabilität, Neuschaffung und Katastrophen ge­zeichnet ist. Lewis eröffnet eine Welt, in der Stimmen und Gesten, Berührungen und Bewegungen wie Wellen fließen – sanft und stürmisch zugleich. Durch die Sprache der Mimesis beschäftigen sich Ligia Lewis und die Tänzer*innen mit der Durchlässigkeit des Theaters: Sie schaffen eine fantastisch anmutende Materialität, die von jeglichem metaphorischen oder symbolischen Gewicht befreit ist. Sich den Möglichkeiten des Haptischen hingebend, werden die Sinne aufgelöst, nur um wieder Form anzunehmen. Durch Prozesse der Entfremdung, der Veräußerung und der Verwirklichung lotet dieses Melodrama die Grenzen seiner eigenen Beschaffenheit aus. So erweckt es sowohl die emotionale Konstitution seiner Prota­go­nist*innen zum Leben als auch das Theater an sich.

"Water Will (in Melody)” is a devised choreographic work for four performers using melodrama as a point of departure. Wrestling with language and notions of "the will", this dystopic fantasy becomes a space for negotiating desire, imagination, and feelings of an encroaching end. Unfolding with playful inventiveness, a wet and cavernous landscape becomes host to a fiction that invites instability, recreation, and catastrophe. Lewis initiates this world in which voice, gesture, touch and movement, flow like waves – both gentle and turbulent. Through the language of mimesis, Lewis and her performers engage with the porousness of the theater by producing a fantastical-like materiality relieved of metaphoric and symbolic weight. Surrendering to the possibilities of the haptic, sense gets un-done to get re-done, paving way for an “othered” organization of sight and touch. Through this process of alienation, exteriorization, and materialization, this melodrama touches the borders of its own making giving life to both the emotional landscape of its protagonists as well as to the theater itself.
Entanglements - A talk between Ligia Lewis and Wu Tsang/Englisch
Auch 2020 erwarten euch in den drei Spielstätten des HAU wieder innovative Produktionen der freien Theater- und Tanzszene Berlins. Jetzt für das Hebbel am Ufer Karten besorgen und selbst Teil des Theaterapparats werden!

Das Hebbel am Ufer in Berlin ist aus der europäischen Kulturlandschaft kaum wegzudenken. Geboten werden erstklassige Gastspiele und Koproduktionen aus Tanz, Performance und Theater aus aller Welt.

Das Hebbel am Ufer ist ein Berliner Theaterzusammenschluss. Seit 2003/2004 bilden das HAU1, HAU2 und HAU3 gemeinsam die Institution HAU. Ohne eigenes Ensemble fungieren die drei Bühnen als Spielstätten für unterschiedliche Gastspiele und Veranstaltungen aus Theater, Musik und Kunst. So ist es dem Theater möglich, dauerhaft anspruchsvolle und vielseitige Produktionen auf höchstem Niveau zu präsentieren. Darüber hinaus gehört das HAU zum Bündnis internationaler Produktionshäuser, einem Zusammenschluss der sieben wichtigsten deutschen Produktionshäuser darstellender Künste. Renommierte Kunstschaffende aus aller Welt geben sich hier zur Aufführung ihrer Produktionen die Klinke in die Hand. Diese internationale Ausrichtung ist ebenso prägend für das HAU, wie das Augenmerk auf gesellschaftliche und politische globale Verhältnisse. Auch findet das "Tanz im August" Festival für zeitgenössische Bewegungskunst einmal jährlich statt, welches mittlerweile zu einem der bekanntesten Tanzevents Europas zählt. Im Jahre 2012 übernahm Annemie Vanackere die Intendanz des Hauses, was Innovation und frischen Wind brachte. 

Sichert euch jetzt Tickets für die Inszenierungen im Hebbel am Ufer und verpasst keine der großartigen Produktionen, die aus Holzdielen und Tanzboden erst die eigentliche Bühne schaffen.
Ligia Lewis / Sensation 1/This Interior - 18h - 22h: Ein- und Auslass jederzeit möglich
Ligia Lewis arbeitet als Choreografin und Performerin. Ihre emotional aufgeladenen Choreografien sind explizit, energiegeladen und poetisch und bewegen sich in den Bereichen Tanz, Theater und bildende Kunst. Indem sie die Bühne und den Körper als Orte stabiler Repräsentation hinterfragt, lädt Lewis Reibungen und Brüche in ihren kreativen Prozess ein. Die daraus resultierenden erfahrungsreichen Werke nutzen wechselseitige Abhängigkeit, Unordnung und Spiel. Lewis’ jüngste Performance-Trilogie, die das HAU Hebbel am Ufer zum ersten Mal en bloc präsentiert, umfasst “Sorrow Swag” (2014), das in einem satten Blau erscheint, “minor matter” (2016), das rot beleuchtet wird, und “Water Will (in Melody)” (2018), eine in schwarz-weiß gehaltene gotische Geschichte. Über diese Werke hinaus beinhaltet die Werkschau auch die Durational Performance “Sensation 1/This Interior”, ein Projekt, das für den Kunstraum High Line in New York entstand und nun im obersten Stockwerk des ehemaligen Postbank-Gebäudes einmalig gezeigt wird – bei Sonnenuntergang und mit Blick über Berlin. Zudem gehören zum Programm auch ein Gespräch mit der bildenden Künstlerin Wu Tsang, ein Konzert von Twin Shadow und eine neue performative Lesung der Künstler*in und Theoretiker*in Jota Mombaça u.a.
Termine

Ligia Lewis works as a choreographer and performer. Troubling the stage and the body as places of stable representation, she invites frictions and ruptures into her creative process. Lewis’ recent performance trilogy that HAU presents for the first time together includes “Sorrow Swag,” performed in a saturated blue, “minor matter,” a poetic work illuminated in red, and “Water Will (in Melody),” a gothic tale set in black and white. Beyond these works, HAU will also present the durational work “Sensation 1/This Interior,” a project that was created for the visual space High Line in New York, and will now be shown on the top floor of the former Postbank tower during sun set and with a view above Berlin. The programme also includes a talk with the visual artist Wu Tsang, a concert by Twin Shadow and a new performative reading by the artist and theoretician Jota Mombaça amongst others.
Water Will (in Melody) - Eine Werkschau von Ligia Lewis/Deutsch und Englisch
“Water Will (in Melody)” ist eine fein gesponnene choreografische Aufführung für vier Tänzer*innen, die das Melodrama zum Ausgangpunkt nimmt. Mit der Sprache und dem Konzept des “Willens” ringend, schafft diese dystopische Fantasie einen Raum, in dem Verlangen, Imagination und das Gefühl eines nahenden Endes ausgehandelt werden. Hier entfaltet sich mit spielerischem Einfallsreichtum eine nasse und löchrige Landschaft: Sie wird zum Schauplatz für eine fiktive Ge­schichte, die von Instabilität, Neuschaffung und Katastrophen ge­zeichnet ist. Lewis eröffnet eine Welt, in der Stimmen und Gesten, Berührungen und Bewegungen wie Wellen fließen – sanft und stürmisch zugleich. Durch die Sprache der Mimesis beschäftigen sich Ligia Lewis und die Tänzer*innen mit der Durchlässigkeit des Theaters: Sie schaffen eine fantastisch anmutende Materialität, die von jeglichem metaphorischen oder symbolischen Gewicht befreit ist. Sich den Möglichkeiten des Haptischen hingebend, werden die Sinne aufgelöst, nur um wieder Form anzunehmen. Durch Prozesse der Entfremdung, der Veräußerung und der Verwirklichung lotet dieses Melodrama die Grenzen seiner eigenen Beschaffenheit aus. So erweckt es sowohl die emotionale Konstitution seiner Prota­go­nist*innen zum Leben als auch das Theater an sich.

"Water Will (in Melody)” is a devised choreographic work for four performers using melodrama as a point of departure. Wrestling with language and notions of "the will", this dystopic fantasy becomes a space for negotiating desire, imagination, and feelings of an encroaching end. Unfolding with playful inventiveness, a wet and cavernous landscape becomes host to a fiction that invites instability, recreation, and catastrophe. Lewis initiates this world in which voice, gesture, touch and movement, flow like waves – both gentle and turbulent. Through the language of mimesis, Lewis and her performers engage with the porousness of the theater by producing a fantastical-like materiality relieved of metaphoric and symbolic weight. Surrendering to the possibilities of the haptic, sense gets un-done to get re-done, paving way for an “othered” organization of sight and touch. Through this process of alienation, exteriorization, and materialization, this melodrama touches the borders of its own making giving life to both the emotional landscape of its protagonists as well as to the theater itself.
minor matter / Englisch (Sprache kein Problem) - Eine Werkschau von Ligia Lewis
“minor matter” ist der zweite Teil einer von drei Tänzer*innen performten Trilogie (BLUE, RED, WHITE), die mit zwei diskursiven Apparaten spielt – mit blackness und der Blackbox. In ihrem Stück nutzt Ligia Lewis die Farbe Rot, um Gedanken, die sich zwischen Liebe und Wut bewegen, eine Gestalt zu geben.

Das sich in verschiedene Richtungen entfaltende Stück schafft eine Poetik der Dissonanz, die zum Ausgangspunkt wird für Fragen von Repräsentation und Darstellung, von Abstraktion und den Grenzen der Signifikation. Im Laufe der Choreographie schieben sich die Körper der Tänzer*innen gegen die Grenzen der Bühne, während ihre Bewegungen eine fast demütige Beziehung zwischen dem Körper und den ihn umschließenden Raum darstellen. Die Tänzer*innen verausgaben sich: ihre Körper entziehen der Bühne alles Geheimnisvolle und erforschen sie als pure Materie – als Schwärze. In „minor matter“ bewegen sich Klänge durch musikalische Epochen, um schließlich eine Poetik intimer Gegenwärtigkeit zu erreichen. Auf die Logik der gegenseitigen Abhängigkeit aufbauend verschränken sich hier essentielle Aspekte des Theaters – Licht, Klang, Bild und Architektur – mit den drei Tänzer*innen. Gemeinsam bilden sie einen lebendigen sozialen und poetischen Raum.

“minor matter” is the second part of the trilogy (BLUE, RED, WHITE) performed by three dancers. Two discursive apparatuses are at play—blackness and the black box. In this work, Ligia Lewis turns to the color red to materialize thoughts between love and rage.

The work unfolds multi-directionally creating a poetics of dissonance from which questions of re-presentation, presentation, abstraction, and the limits of signification emerge. Throughout the choreography the performers push their bodies against the boundaries of the stage while simultaneously illustrating a humble relationship between their bodies and the space that encapsulates it. The performers get exhausted as their bodies strip the stage of its formal mystique to approach its matter — black. In “minor matter”, sound travels across musical epochs to arrive at the poetics of the intimate present. Built on the logic of interdependence, the theater’s parts — light, sound, image, and architecture — become entangled with the three performers, giving life to a vibrant social and poetic space.
#KeinHausweniger - Moderation: Margarita Tsomou
Im Anschluss an die “Werkstatt zur Enteignung und Vergesellschaftung des Wohnens” im Rahmen des Festivals “Berlin bleibt!” und begleitend zur Wiederaufnahme des Musicals “Stadt unter Einfluss” von Christiane Rösinger / HAU gibt es nun die zweite Edition des Formats – dieses Mal mit dem Fokus auf aktuell bedrohte Haus- und Kulturprojekte in Berlin. Zentrale Initiativen aus der Kampagne #KeinHausweniger und darüber hinaus sprechen über die Bedeutung von solidarischen und selbstverwalteten Orten für bezahlbaren Wohn- und Arbeitsraum, preiswerte Kultur, Schutz vor Diskriminierung und nachbarschaftliche Strukturen. Was wären Zukunftsmodelle, um diese Orte und ein selbstbestimmtes Leben in einer Stadt nachhaltig möglich zu machen? Mit dabei sind: die Initiative Bucht für Alle, die einen alternativen Planungsentwurf für die Rummelsburger Bucht entwickelt hat; die (Jugend)Zentren Potse und Drugstore, die seit über 20 Jahren selbstverwaltet existieren; die Liebig34, ein anarcha-queer-feministisches Hausprojekt, gegen die – wie auch gegen die Potse – aktuell eine Räumungsklage läuft; Lause bleibt!, ein Wohn-und Arbeitsort für kulturelle und politische Projekte, deren Mieter*innen gemeinsam für den Erhalt kämpfen; das Moviemento, das älteste Kino Deutschlands, dessen Team selbst kaufen möchte, um die Räume zu erhalten.

Following the “Workshop on Expropriation and Public Housing Ownership” that took place as part of the festival “Berlin bleibt!,” and to accompany the re-run of the musical “Stadt unter Einfluss” by Christiane Rösinger / HAU, the second edition of this format has a focus on housing and cultural projects in Berlin that are currently under threat. Important initiatives from the campaign #KeinHausweniger and beyond speak about the significance of solidarity self-management sites for affordable housing and work spaces, reasonably priced culture, protection from discrimination and neighbourhood structures. What could be future models for sustaining these sites and facilitating a self-determined life in a city? Taking part are: the initiative Bucht für Alle, the (youth)centres Potse and Drugstore, Liebig34, an anarcho-queer-feminist housing project, Lause bleibt!, a living and working space for cultural and political projects, and Movie­mento, Germany’s oldest cinema.
Under Bright Light - Englisch
Forced Entertainment, die “Helden des postdramatischen Theaters, bevor es den Begriff überhaupt gab” (taz), sind mit ihrer Produktion “Under Bright Light” zurück am HAU Hebbel am Ufer. Die sechs Performer*innen finden sich unter dem titelgebenden grellen Bühnenlicht wieder: gefangen in einer Abfolge von fragmentarischen Vorgängen, Interaktionen, Texten und Tanzsequenzen, die scheinbar unabhängig voneinander stehen, sich aber doch akkumulieren, verbinden und verstärken. Erfinderisch, einfallsreich und endlos unter Druck, wetteifern sie um Lösungen für unerwartete Probleme, manipulieren Objekte, stülpen sich immer neue Verkleidungen über und verkünden improvisierte Manifeste. Gleichzeitig sind die Akteur*innen aufgerufen, sich in einer kaum mehr kontrollierbaren Bühnenwelt zu orientieren. “Under Bright Light” wird zum Abbild einer unbeständigen und unnachgiebigen Welt, in der ein Gleichgewicht schwer zu finden ist. Die neue Arbeit der Sheffielder Kompanie, die unmittelbar nach der Premiere bei PACT Zollverein ans HAU kommt, verspricht ein komischer und beunruhigender Nachfolger ihrer jüngst gefeierten Arbeiten “Real Magic” und “Out of Order” zu werden.

The pioneers of European experimental theatre, Forced Entertainment return to HAU Hebbel am Ufer with their work “Under Bright Light,” which sees six performers caught in a set of fragmentary actions, interactions, texts and dances, apparently disconnected but nonetheless accumulating, linking and amplifying each other in different ways. Inventive, resourceful and endlessly under pressure they compete to find solutions to unexpected problems, balancing and manipulating objects, adopting disguises and proclaiming improvised manifestos all the while struggling in a stage world that they cannot fully control. “Under Bright Light” summons a volatile and unforgiving world in which equilibrium is hard to find. It promises to be a comical and unsettling successor to the group’s acclaimed recent works “Real Magic” and “Out of Order.”
Under Bright Light - Englisch / Im Anschluss: Artist Talk
Forced Entertainment, die “Helden des postdramatischen Theaters, bevor es den Begriff überhaupt gab” (taz), sind mit ihrer Produktion “Under Bright Light” zurück am HAU Hebbel am Ufer. Die sechs Performer*innen finden sich unter dem titelgebenden grellen Bühnenlicht wieder: gefangen in einer Abfolge von fragmentarischen Vorgängen, Interaktionen, Texten und Tanzsequenzen, die scheinbar unabhängig voneinander stehen, sich aber doch akkumulieren, verbinden und verstärken. Erfinderisch, einfallsreich und endlos unter Druck, wetteifern sie um Lösungen für unerwartete Probleme, manipulieren Objekte, stülpen sich immer neue Verkleidungen über und verkünden improvisierte Manifeste. Gleichzeitig sind die Akteur*innen aufgerufen, sich in einer kaum mehr kontrollierbaren Bühnenwelt zu orientieren. “Under Bright Light” wird zum Abbild einer unbeständigen und unnachgiebigen Welt, in der ein Gleichgewicht schwer zu finden ist. Die neue Arbeit der Sheffielder Kompanie, die unmittelbar nach der Premiere bei PACT Zollverein ans HAU kommt, verspricht ein komischer und beunruhigender Nachfolger ihrer jüngst gefeierten Arbeiten “Real Magic” und “Out of Order” zu werden.

The pioneers of European experimental theatre, Forced Entertainment return to HAU Hebbel am Ufer with their work “Under Bright Light,” which sees six performers caught in a set of fragmentary actions, interactions, texts and dances, apparently disconnected but nonetheless accumulating, linking and amplifying each other in different ways. Inventive, resourceful and endlessly under pressure they compete to find solutions to unexpected problems, balancing and manipulating objects, adopting disguises and proclaiming improvised manifestos all the while struggling in a stage world that they cannot fully control. “Under Bright Light” summons a volatile and unforgiving world in which equilibrium is hard to find. It promises to be a comical and unsettling successor to the group’s acclaimed recent works “Real Magic” and “Out of Order.”
Under Bright Light - Englisch
Forced Entertainment, die “Helden des postdramatischen Theaters, bevor es den Begriff überhaupt gab” (taz), sind mit ihrer Produktion “Under Bright Light” zurück am HAU Hebbel am Ufer. Die sechs Performer*innen finden sich unter dem titelgebenden grellen Bühnenlicht wieder: gefangen in einer Abfolge von fragmentarischen Vorgängen, Interaktionen, Texten und Tanzsequenzen, die scheinbar unabhängig voneinander stehen, sich aber doch akkumulieren, verbinden und verstärken. Erfinderisch, einfallsreich und endlos unter Druck, wetteifern sie um Lösungen für unerwartete Probleme, manipulieren Objekte, stülpen sich immer neue Verkleidungen über und verkünden improvisierte Manifeste. Gleichzeitig sind die Akteur*innen aufgerufen, sich in einer kaum mehr kontrollierbaren Bühnenwelt zu orientieren. “Under Bright Light” wird zum Abbild einer unbeständigen und unnachgiebigen Welt, in der ein Gleichgewicht schwer zu finden ist. Die neue Arbeit der Sheffielder Kompanie, die unmittelbar nach der Premiere bei PACT Zollverein ans HAU kommt, verspricht ein komischer und beunruhigender Nachfolger ihrer jüngst gefeierten Arbeiten “Real Magic” und “Out of Order” zu werden.

The pioneers of European experimental theatre, Forced Entertainment return to HAU Hebbel am Ufer with their work “Under Bright Light,” which sees six performers caught in a set of fragmentary actions, interactions, texts and dances, apparently disconnected but nonetheless accumulating, linking and amplifying each other in different ways. Inventive, resourceful and endlessly under pressure they compete to find solutions to unexpected problems, balancing and manipulating objects, adopting disguises and proclaiming improvised manifestos all the while struggling in a stage world that they cannot fully control. “Under Bright Light” summons a volatile and unforgiving world in which equilibrium is hard to find. It promises to be a comical and unsettling successor to the group’s acclaimed recent works “Real Magic” and “Out of Order.”