Die Bühne der neuen Kreation des kanadischen Tänzers und Akrobaten Emile Pineault ist einladend, weich und kuschelig: ein ovaler Bühnenraum aus rosa Stoff, Mikrofone, zwei Menschen, 20 weiche Skulpturen und ein Synthesizer. In diesem utopischen Raum, in dem Figuren, Formen und Texturen verschmelzen, beobachtet das Publikum, wie sich diese Körper treffen, falten, entfalten, verbinden und verschränken. Emile Pineault und Claudel Doucet wenden in More-than-Things ihre akrobatischen Praktiken und enthüllen so die Materialität des Körpers. Sie werden zu Spielzeugen, Objekten, Werkzeugen und selbst zu Haufen oder einer biegsamen Masse. Daraus entsteht ein bewegliches Vokabular, das sensible Geometrie, Konsens, Passivität und radikale Weichheit verbindet. Die Machtverhältnisse zwischen Mensch und Umwelt werden hinterfragt, die Normen von Identifikation, Orientierung und Begehren neu erfunden. Dabei entsteht ein Sinnesraum, heterogen und ekstatisch – ein Stück in rosa-rot, körperlich und sinnlich.

Diese Aufführung von More-Than-Things wird als Work-in-progress zum Abschluss der Residenz Studio Québec in der fabrik Potsdam präsentiert.

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

weitere Termine

Tagesticket
Let Us Stay (19:30 T-Werk)

Wie beeinflusst Akzeptanz und Ablehnung, Vertrauen und Zweifel eine Beziehung? Was heißt in diesem Kontext Aufmerksamkeit, Verständnis und Selbstlosigkeit? Das neue Stück Let Us Stay von Anita Twarowska und Murillo Basso ist der zweite Teil nach For The Two of Us. For Us All (Uraufführung 2018 in der fabrik Potsdam) einer Tanztrilogie. Die Performer bleiben dem Thema der zwischenmenschlichen Begegnung treu und gehen einen Schritt weiter, indem sie die Beweggründe erforschen, eine Verbindung aufrecht zu erhalten. Wie weit geht man, um zu bleiben? Und wie groß ist die Bereitschaft, den anderen Menschen so zu sehen und anzunehmen, wie er ist? Körper, Sprache und Musik verbinden sich zu einer Choreografie, die Freiräume für Emotionen lässt. In einem intimen Rahmen mit dem Publikum werden die sensiblen und verletzlichen Momente erforscht, wodurch ein tiefes und ehrliches Zusammenspiel entsteht.


More-Than-Things (21:00 fabrik)

Die Bühne der neuen Kreation des kanadischen Tänzers und Akrobaten Emile Pineault ist einladend, weich und kuschelig: ein ovaler Bühnenraum aus rosa Stoff, Mikrofone, zwei Menschen, 20 weiche Skulpturen und ein Synthesizer. In diesem utopischen Raum, in dem Figuren, Formen und Texturen verschmelzen, beobachtet das Publikum, wie sich diese Körper treffen, falten, entfalten, verbinden und verschränken. Emile Pineault und Claudel Doucet wenden in More-than-Things ihre akrobatischen Praktiken und enthüllen so die Materialität des Körpers. Sie werden zu Spielzeugen, Objekten, Werkzeugen und selbst zu Haufen oder einer biegsamen Masse. Daraus entsteht ein bewegliches Vokabular, das sensible Geometrie, Konsens, Passivität und radikale Weichheit verbindet. Die Machtverhältnisse zwischen Mensch und Umwelt werden hinterfragt, die Normen von Identifikation, Orientierung und Begehren neu erfunden. Dabei entsteht ein Sinnesraum, heterogen und ekstatisch – ein Stück in rosa-rot, körperlich und sinnlich.
Tagesticket
ONONON (19:00 Kunstraum)

Zipp, Krap, Bang, Tschhhh... Eine riesige Holzkiste! Drumherum, drinnen und darauf entfaltet sich eine rhythmische und klangvolle Geschichte. Da entdeckt man eine Hand, hier sieht man einen Kopf. Ist er schon wieder verschwunden? Was verbirgt sich in der Kiste? Und was genau entfaltet sich daraus? Bewegungen, Geräusche und Objekte erscheinen, bauen aufeinander auf und verschwinden wieder. Und doch, bevor man es bemerkt, hat uns der Rhythmus in eine andere Schleife mitgenommen. Clément Layes entwickelte gemeinsam mit Kindern der Freien Schule Potsdam das erste Pop-Up im Rahmen von explore dance - Netzwerk Tanz für junges Publikum. Das Pop-Up versteht sich als mobiles Stück, das außerhalb des Theaterraums gezeigt werden kann. Ein Stück geeignet für alle ab 6 Jahren.
explore dance wurde mit dem Perspektivpreis DER FAUST 2019 ausgezeichnet.

What Will Come (20:00, fabrik Potsdam)

In einer aseptischen Welt werden zwei Körper aus Kuben geboren: Fleisch trifft auf Kanten, Wärme auf Kälte, Beweglichkeit auf Stille. Vorsichtig und ungeschickt entdecken sie ihre neue Umgebung – ein Universum, das sie überfordert, aber dessen Gesetze sie zu verstehen versuchen. Allmählich übernehmen Zufall und Unvorhersehbarkeit, Unfälle vermehren sich und die beiden Protagonisten kämpfen darum, ihre Welt unter Kontrolle zu halten. What Will Come hinterfragt die Besessenheit der Menschen für Kategorisierung in einer Umgebung, die sich unter dem Gesetz der Natur allmählich dem Chaos zuwendet. Wie übersetzen sich Kategorien, Ordnung und Abschottung in unsere Körper und Lebensräume? Julia B. Laperrière und Sébastien Provencher sind Forscher des Absurden, der Kraft der Zerlegung und der Neuentstehung.

Let Us Stay (21:00 T-Werk)

Wie beeinflusst Akzeptanz und Ablehnung, Vertrauen und Zweifel eine Beziehung? Was heißt in diesem Kontext Aufmerksamkeit, Verständnis und Selbstlosigkeit? Das neue Stück Let Us Stay von Anita Twarowska und Murillo Basso ist der zweite Teil nach For The Two of Us. For Us All (Uraufführung 2018 in der fabrik Potsdam) einer Tanztrilogie. Die Performer bleiben dem Thema der zwischenmenschlichen Begegnung treu und gehen einen Schritt weiter, indem sie die Beweggründe erforschen, eine Verbindung aufrecht zu erhalten. Wie weit geht man, um zu bleiben? Und wie groß ist die Bereitschaft, den anderen Menschen so zu sehen und anzunehmen, wie er ist? Körper, Sprache und Musik verbinden sich zu einer Choreografie, die Freiräume für Emotionen lässt. In einem intimen Rahmen mit dem Publikum werden die sensiblen und verletzlichen Momente erforscht, wodurch ein tiefes und ehrliches Zusammenspiel entsteht.

Die Platznummerierung bezieht sich auf die fabrik Potsdam. Im Kunstraum und im T-Werk gilt freie Platzwahl.
Tagesticket
Der Stechlin. Ein getanztes Naturdrama (19:30 Kunstraum)

Mit Blasebalg und Flöten, Schläuchen und Pelzjacke ähnelt die Künstlerin Maren Strack einer witzigen Science-Fiction Figur, die durch ihre Bewegung die Luft zirkulieren, tönen und strömen lässt. In dieser Performance bezieht sie sich auf Fontanes Roman „Der Stechlin“, der eine Gesellschaft im Umbruch porträtiert. Sie widmet sich dabei dem Material Luft, das sie in einer Ventilatoren-Atem-Komposition austestet und ausstellt. Der Brandenburger Wind, ohne den der Stechlinsee sein magisches Wasserspiel nicht entfalten könnte, wird zum Agenten einer Welt, die sich in einem dauerhaft katastrophalen Zustand befindet. Lang gehegter Konservatismus eines Brandenburger Adelsgeschlechts weicht den sozialdemokratischen und kosmopolitischen Idealen der folgenden Generation. Die Lebenskonstante der Figuren bleibt bei aller Veränderung der Stechlinsee. Geschieht etwas wirklich Katastrophales, steigt der Legende nach ein roter Hahn aus dem See und kräht ins Land.

What Will Come (21:00 fabrik Potsdam)

In einer aseptischen Welt werden zwei Körper aus Kuben geboren: Fleisch trifft auf Kanten, Wärme auf Kälte, Beweglichkeit auf Stille. Vorsichtig und ungeschickt entdecken sie ihre neue Umgebung – ein Universum, das sie überfordert, aber dessen Gesetze sie zu verstehen versuchen. Allmählich übernehmen Zufall und Unvorhersehbarkeit, Unfälle vermehren sich und die beiden Protagonisten kämpfen darum, ihre Welt unter Kontrolle zu halten. What Will Come hinterfragt die Besessenheit der Menschen für Kategorisierung in einer Umgebung, die sich unter dem Gesetz der Natur allmählich dem Chaos zuwendet. Wie übersetzen sich Kategorien, Ordnung und Abschottung in unsere Körper und Lebensräume? Julia B. Laperrière und Sébastien Provencher sind Forscher des Absurden, der Kraft der Zerlegung und der Neuentstehung.

Die Platznummerierung bezieht sich auf die fabrik Potsdam. Im Kunstraum gilt freie Platzwahl.