Sonntag, 29.12.2019
um 13:00 Uhr

Galerie Fenster
Brandenburger Allee 19
16227 Eberswalde






Eberswalde bekommt eine neue Galerie. Sie zieht im Brandenburgischen Viertel in zwei leerstehende und nunmehr zusammengelegte Wohnungen und will zukünftig zweimonatlich mit einer neuen Ausstellung überraschen. 

 

3. Ausstellung

Sebastian Wells „Anhänger“

24. Oktober - 29. Dezember 2019

Sebastian Wells, jüngstes Mitglied der OSTKREUZ Fotoagentur, hat erstmals für eine Ausstellung seine Fotos von Fußballfans zusammengestellt. 1996 in Königs Wusterhausen geboren, lebt er in Berlin und ist fast überall zu Hause. Seine Bilder entstehen frei und im Auftrag.

 

Do 24. Oktober 2019, 18 Uhr

Vernissage in Anwesenheit von Sebastian Wells. Musik: KRISPIN (Roland Krispin / Christoph Thiel). Bier + Brezeln.

 

Do 7. November 2019 19 Uhr

Kino: Lärm & Wut (F 1987, ab 16 Jahren). Einführung: Florian Beyer

 

So 17. November 2019, 11 Uhr

Kino: Fimpen der Knirps (S 1974, ab 6 Jahren)

 

Do 21. November 2019, 19 Uhr

„Fans“. Ein Gespräch mit Sebastian Wells und weiteren Gästen. / Veröffentlichung des 1. Kataloges der Galerie Fenster!

 

Do 12. Dezember 2019, 19 Uhr

Eberswalde Premiere! SHARED READING - MIT - LESEN - TEILEN. Wir unterhalten uns über Literatur. Mit Carsten Sommerfeldt von der Shared Reading gGmbH i.G.

 

Do 19. Dezember 2019, 19 Uhr

Kino: Fever Pitch - Ballfieber (GB 1997)

 

So 29. Dezember 2019, 15 Uhr

Zielgerade. Abschlußfest zur 3. Ausstellung! Mit Live-Musike!

 

 

Öffnungszeiten: immer sonntags von 13 bis 17 Uhr, zu den Veranstaltungen und nach Vereinbarung / Kontakt: Udo.Muszynski@t-online.de oder janice.fischer@1893-wohnen.de

 

Brandenburger Allee 19, 16227 Eberswalde / Eintritt frei

 

Veranstalter: Wohnungsgenossenschaft Eberswalde 1893 eG

Programm + Organisation: Udo Muszynski Konzerte + Veranstaltungen

 


Eventdaten bereitgestellt von: Kulturkurier

Das könnte auch interessant sein

"Unabhängigkeit - Toleranz - Humor"

Die Dauerausstellung zu Leben und Werk Erich Maria Remarques bietet an Hand von zahlreichen Photographien, Dokumenten und Handschriften einen detaillierten Blick in das Leben, das Werk und das Denken des berühmten Schriftstellers. Die Ausstellung ist durchgängig deutsch/englisch gehalten.



In sieben Abschnitten zur Jugend in Osnabrück (1898–1921), den Hannoveraner und Berliner Jahren (1922–1928), zur Diskussion um Im Westen nichts Neues (1928–1930), dem Exil in Europa (1931–1939) und den USA (1939–1948), dem politischen Werk der 50er Jahre sowie zu den 60er Jahren bis zum Tod am 25. September 1970 in Locarno versucht die Ausstellung, die Brüche, Widersprüche und Kontroversen im Leben Remarques zu verdeutlichen und ihre Produktivität für das Werk hervorzuheben. Die zahlreichen auch psychischen Konflikte Remarques werden veranschaulicht und so versucht, den scheinbaren Widerspruch zwischen dem »Lebemann« und dem »militanten Pazifisten« aufzulösen sowie einen Einblick in seine Bekanntschaften, Freundschaften und Ehen zu geben. Zahlreiche Originale wie die Totenmaske oder der Originalschreibtisch Remarques ergänzen die Präsentation.



Einen weiteren Schwerpunkt der Ausstellung bildet die weltweite, zumeist sehr kontroverse Rezeption der Werke Remarques, die in mindestens 60 Sprachen übersetzt wurden und bis heute weltweit ein Millionenpublikum finden.



Über einen Informationsterminal wird den Besucherinnen und Besuchern die Gelegenheit gegeben, sich vertiefend über einzelne Fragestellungen zu Leben und Werk zu informieren. Ein weiterer Terminal bietet den Zugriff auf mehr als 2.000 Photographien zu allen Lebensabschnitten Remarques, zu den Lebensorten und Kontaktpersonen sowie zu den Verfilmungen seiner Werke.



Die Ausstellung kann dienstags bis freitags von 10 – 13 Uhr und von 15 – 17 Uhr, samstags und sonntags von 11 – 17 Uhr kostenlos besucht werden. Führungen für Schulklassen und sonstige Interessengruppen werden auf Wunsch auch außerhalb der allgemeinen Öffnungszeitungen durchgeführt. Führungen können bei Herrn Martin Siemsen (siemsen.m@osnabrueck.de) unter Telefon 0541/323-2109 oder Fax 0541/323-4355 angemeldet werden.



In einem Shop stehen Materialien zu Remarques Leben und Werk zum Verkauf.


Di-Fr 10-17 Uhr Sa+So 11-17 Uhr

Osnabrück

22.01.2020
Suche nach Herkunft:

Seit März 2016 erforscht das Bomann-Museum mit Unterstützung des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste die Herkunft seiner Sammlungszugänge aus der NS-Zeit. Provenienzforschung war schon immer Teil der musealen Arbeit, wird aber seit 1998 besonders für alle Objekte durchgeführt, die zwischen 1933 und 1945 ihren Besitzer wechselten. Hintergrund ist die Washingtoner Erklärung von 1998, in der 44 Staaten die Absicht bekräftigten, Maßnahmen zur Auffindung unrechtmäßig entzogener Kulturgüter zu unternehmen und faire Lösungen mit den zumeist jüdischen Opfern oder ihren Nachkommen zu finden.

Entsprechend der Vielseitigkeit der Celler Sammlung sind sehr unterschiedliche Objektgruppen zu untersuchen. Dabei ist detektivischer Spürsinn gefragt, um die Herkunft so weit wie möglich zu klären. Dies kann sehr zeitintensiv sein und nicht immer gelingt unmittelbar eine lückenlose Rekonstruktion der Objektbiografie. Zahlreiche Quellen sind dabei zu sichten: angefangen von den Spuren auf dem jeweiligen Objekt über die Dokumentation im eigenen Haus bis hin zu Unterlagen in Archiven im In- und Ausland.

Die Ausstellung vermittelt einen Überblick über Ergebnisse aus drei Jahren Forschungsarbeit. Sie beleuchtet sowohl die Zugänge aus lokalem, jüdischen Besitz nach 1933 als auch Erwerbungen aus dem Kunsthandel. Darunter konnten bisher mehrere Objekte identifiziert werden, die infolge des systematischen NS-Kunstraubs in Europa enteignet wurden, unter anderem in den Niederlanden und Frankreich. Zwei 1943 erworbene Gemälde gehörten zuvor zur Sammlung des Hitler-Fotografen Heinrich Hoffmann. Diese und weitere Fälle sowie die spannenden Recherchewege können in der Ausstellung nachvollzogen werden.

Di bis So 11.00 bis 17.00 Uhr, montags geschlossen.

Celle

22.01.2020
Alexander Kluge - Die Macht der Musik

„Ohne Musik wäre alles Leben ein Irrtum.“ Alexander Kluge (*1932 in Halberstadt) – Jurist, literarischer Autor, Filmemacher und einer der einflussreichsten Vertreter des Neuen Deutschen Films – wählte dieses Zitat von Friedrich Nietzsche als Slogan seines mehrteiligen Ausstellungsprojektes, in dem sich alles um DIE MACHT DER MUSIK dreht.

In der kunsthalle weishaupt und im Museum Ulm inszeniert er mit neuesten Filmarbeiten, Textpassagen, Bildwerken und künstlerischen Interventionen ein lustvolles Feuerwerk der Eindrücke. In ihnen verdichtet sich DIE OPER, diese historische Bühne der Ernsthaftigkeit, mit all ihrem Drama, ihrer Poesie und Innerlichkeit, mit ihren fantastischen Übertreibungen und traumwandlerischen Erzählungen zwischen Sehnsuchtsort und Moloch zu einer berauschenden Chronik der Gefühle.

Die Ausstellung Alexander Kluges, der zusammen mit Edgar Reitz im Jahre 1961 das Institut für Filmgestaltung an der Hochschule für Gestaltung (HfG) in Ulm gegründet hat, wagt eine erkenntnisreiche Verbindung von Musik und Sachlichkeit. Sie findet ihren Widerhall in der klaren und strengen Architektur der kunsthalle weishaupt. Der Ausstellungsteil im Museum Ulm rückt das Theater Ulm, mit dem Alexander Kluge eine lange und intensive Zusammenarbeit verbindet, selbst in den Mittelpunkt des Geschehens

Im unmittelbaren Dialog mit bildnerischen Arbeiten von zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern wie Georg Baselitz, Thomas Demand, Katharina Grosse, Anselm Kiefer, Sarah Morris oder Anna Viebrock und ausgewählten Werken aus der Sammlung Siegfried und Jutta Weishaupt und des Museums Ulm beginnen die diversen Zutaten dieser Ausstellung wie in einer künstlerischen Alchemistenküche erkenntnisreich zu brodeln.

Di bis So 11-17 Uhr Do 11- 20 Uhr

Ulm

22.01.2020
Kalter Krieg und heißer Beat –

Flower Power, 68er-Bewegung, Beatles, Woodstock, Farbfernsehen und Mondlandung – das verbindet man gemeinhin in den alten Bundesländern bzw. der damaligen Bundesrepublik mit den 1960er Jahren. Bilder von Aufbruch und Protest der Jugend, besonders der Studenten in den Großstädten, haben sich tief in das kollektive Gedächtnis eingegraben.

Die Ausstellung nimmt den langen Zeitraum von 1958 bis 1973 ins Visier. Das Haupt-augenmerk liegt dabei auf dem privaten Bereich, speziell auf den Veränderungen, die es für Frauen und Kinder, für die Familien und natürlich für jeden Einzelnen gibt und die sich vor dem Hintergrund der großen Umwälzungen als folgenreich erweisen, auch in Celle. Der Protest gegen traditionelle Strukturen verändert langfristig Familien und Beziehungen, das Berufsleben, Geschlechterrollen und Moralvorstellungen und damit die Gesellschaft. Dabei ist das Nebeneinander von Tradition und Moderne im Alltag allerdings oft konfliktträchtig oder widersprüchlich. Letztlich geht es um mehr Dialog und um mehr Teilhabe.

Ein neues Leitbild entsteht – Jugendlichkeit –, das immer noch aktuell ist und dessen Folgen auch heute sichtbar sind. Nach einer Einführung in den politischen Gesamtzusammenhang widmet sich die Schau den folgenden Themen: Modekultur, Wohnkultur, Konsum- und Freizeitkultur, Kinder- und Jugendkultur. Auch die Musik der Zeit kann gehört werden: eine besondere Sequenz gilt den Barking Bats, einer zuerst als Schülerband spielenden und bis heute in der originalen Besetzung auftretenden Band.

Die Ausstellung räumt mit einigen Mythen der „68er“ auf und bietet viele Anbindungen an die Gegenwart. Mitmachstationen laden zum aktiven Erleben der Ausstellung und zum Musik-hören ein und sollen auch Familien und Kinder ansprechen.

Di bis So 11 - 17 Uhr, montags geschlossen

Celle

22.01.2020
bleeptrack: code/kunst

Die Preisträgerin Junge Ulmer Kunst Bleeptrack alias Sabine Wieluch (*1992 Weißenhorn) ist studierte Informatikerin und hat sich durch ihr großes Interessenfeld ein breites Wissensspektrum angeeignet.

In ihrem künstlerischen Schaffen arbeitet sie mit besonderer Leidenschaft an interdisziplinären Projekten und der Fusion von Kunst und Code. Mathematische Beschreibungen und Algorithmen dienen hier als Ausgangspunkt für Generative Kunst und interaktive Installationen. Nicht das Kunstwerk als Endprodukt, sondern die prozessuale Erfindung und der von der Künstlerin geschaffene Regelsatz, das Programm, der Binärcode als zugrunde liegende Idee stehen hier im Vordergrund des Interesses.

Was sich zunächst im digitalen Raum entfaltet, wird in Form eines relativ autonomen Prozesses und mit Hilfe einer selbst gebauten CNC-Maschine, eines Lasercutters oder einer Nähmaschine zum generativ erzeugten Objekten. Besonders gern arbeitet bleeptrack mit Stiftplottern, jenen Vorgängern unserer heutigen Drucker, deren geplottete Werke die Haptik einer Handzeichnung mit der Präzision eines computergesteuerten Gerätes verbinden.

Di bis So 11 bis 17 Uhr Do 11 bis 20 Uhr

Ulm

22.01.2020
Brueghel

Vom 7. November 2019 bis 17. Mai 2020 zeigt das Herzog Anton Ulrich-Museum die Sonderausstellung "Brueghel. Ein Meisterwerk restauriert".

Ein Wimmelbild erster Güte schlummerte über Jahrhunderte im Depot des Museums: eine „Kreuztragung“ von keinem Geringeren als Pieter Brueghel d. J., dem Sohn des berühmten Malers Pieter Bruegel d. Ä.! Doch aufgrund schwerer Schäden konnte das Gemälde nie ausgestellt werden. Von 2017 bis 2019 wurde das Werk dank der großzügigen Förderung der Ernst von Siemens-Kunststiftung und dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur nun aufwändig restauriert. In der Sonderausstellung wird die Restaurierung anhand zahlreicher Fotostrecken, Videos und Materialien präsentiert. So kann der Besucher dem Restaurator über die Schulter blicken. 

Daneben wird der Besucher auch in die spannenden inhaltlichen Aspekte eingeführt: Bauern tummeln sich in einer flämischen Landschaft und folgen einem großen Zug von habsburgischen Soldaten, in deren Mitte Christus sein schweres Kreuz zu seiner Richtstätte trägt. Die Heilige Veronika beugt sich sorgvoll zu ihm, die Marien trauern am Wegrand. 

Auf den zweiten Blick lässt sich die biblische Szene als politische Botschaft lesen, als Aufruf zum Widerstand gegen die damalige Obrigkeit, die Habsburger. Diese übten in Flandern um 1600 eine grausame und blutige Herrschaft aus.  

Laufzeit
7. November 2019 bis 17. Mai 2020

Öffnungszeiten
Di - So von 11 bis 18 Uhr

Eintritt
Erwachsene 9 €, ermäßigt 7 €
Kinder (6-17 Jahre) 2 €
Familienkarte I (1 Erw. + max 3 Kinder)  11 €
Familienkarte II (2 Erw. + max 3 Kinder) 18 €

Di-So 11 bis 18 Uhr

Braunschweig

22.01.2020
Sonja Alhäuser zu Gast im Café Kleinschmidt

Das wilde Großstadtleben im Berlin der 1920er Jahre mit seinen Kaffeehäusern und Bars lieferte Paul Kleinschmidt (1883-1949) die Motivik seiner Bilderwelt. Selten gezeigt sind die verführerischen Gebäckstillleben und Kaffeehausstücke dieses Malers, der die Farbe mit der Virtuosität eines Konditors behandelte. Zum 70. Todestag widmet das Museum Ulm diesem von den Nationalsozialisten als entartet diffamierten und ins Exils getriebenen Ausnahmekünstler eine Ausstellung, in der sich alles um Kaffee und Kuchen dreht.

Zu Gast im Café Kleinschmidt ist die Berliner Künstlerin Sonja Alhäuser (*1969). Ihre Kunst bietet Genuss nicht nur im übertragenen Sinne, sondern stimuliert ganz unmittelbar lustvoll die Geschmacksnerven. Der ephemere Charakter in ihren Werken und Installationen weist nicht nur auf die Faszination der Vergänglichkeit alles Irdischen hin, sondern leistet auch einen Beitrag zur Diskussion über die Ethik des Genießens.

Di bis So von 11:00 bis 17 Uhr, Do 11:00 bis 20:00 Uhr

Ulm

22.01.2020
Vernetzung der Welt.

1919 wurde der Atlantik erstmals – und zwar fast gleichzeitig von einem Flugzeug und einem Luftschiff – ohne Zwischenstopp überquert. Den Wettkampf der Systeme gewann die Vickers Vimy mit John Alcock und Arthur Whitten Brown knapp vor dem Luftschiff R 34. Nur wenige Tage lagen zwischen den beiden Erstfahrten.

Mit technischen und witterungsbedingten Problemen, einem blinden Passagier und einer Katze an Bord, gekrönt von einem triumphalen Empfang in New York bietet die Fahrt an dramatischem Potenzial alles, was eine spektakuläre Erstfahrt braucht. Anhand eines interaktiven, eigens für diesen Anlass gebauten, drei Meter langen Schnittmodells, wird die Fahrt entlang der Logbuchaufzeichnungen des Commanders Edward Maitland wie in einem Diorama erzählt. Mediale Einspielungen ergänzen die Inszenierung.

Ein Highlight der Ausstellung ist die älteste vollständig erhaltene Gondel eines Zeppelin-Luftschiffs, des Marineluftschiffs L 30, das praktisch baugleich zu R 34 war. L 30 wurde nach dem Ersten Weltkrieg Belgien als Reparationsleistung zugesprochen und hat sich bis heute erhalten. Die Gondel wird erstmals überhaupt das Royal Museum of the Armed Forces and Military History in Brüssel verlassen und an ein Museum ausgeliehen.

Mit diesen und anderen Pionierflügen entwickelte sich die Luftfahrt, bis dahin überwiegend für militärische Zwecke genutzt, hin zur zivilen und verkehrstechnischen. Im Jahrzehnt nach dem Ersten Weltkrieg, so schwierig diese Zeit politisch und wirtschaftlich war, setzten im Bereich des völlig neuartigen Luftverkehrs bahnbrechende Entwicklungen ein.

LZ 127 Graf Zeppelin wurde 1929 berühmt für seine Fahrt um die ganze Welt, ab 1931 etablierte sich der routinemäßige Liniendienst mit Passagieren, Post und Fracht nach Rio de Janeiro. LZ 129 Hindenburg setzte 1936 Maßstäbe in Geschwindigkeit und Komfort auf der Nordatlantikroute nach New York. Brauchte einer der schnellsten Passagierdampfer um 1930 etwa fünf Tage von Europa nach New York, schaffte das Luftschiff die Strecke in 60 Stunden.

Die Ausstellung konzentriert sich aber keineswegs nur auf die Zeppelin-Luftschifffahrt. Sowohl die Erstleistungen und Entwicklungen des Konkurrenzsystems Flugzeug werden in den Blick genommen, als auch die ambitionierten und technisch faszinierenden Großluftschiffprojekte in Großbritannien, R 100 und R 101 um 1930, die im weltumspannenden Verkehr innerhalb des britischen Empires eine wichtige Rolle spielen sollten, diese jedoch nie erreichten.

Die Geschichte der Atlantiküberquerung durch die Luft ist die Geschichte der Beschleunigung des Verkehrs, der Vernetzung, der Kommunikation und des kulturellen und wirtschaftlichen Austauschs, der Erschließung und Verteidigung politischer Einflusszonen und merkantiler Absatzmärkte.

Das Flugzeug hat den Systemkampf für sich entschieden und ist in seiner Schnelligkeit unübertroffen. Die Ausstellung zeigt die weitere Entwicklung des Transatlantikverkehrs, wie wir ihn heute kennen: routinemäßig, schnell und vergleichsweise günstig. Doch das Fliegen ist auch energetisch höchst aufwendig und stellt zunehmend eine Belastung für die Umwelt dar.

Zur Ausstellung erscheint ein Booklet und ein umfangreiches Begleitprogramm.

10-17 Uhr

Überblicksführung: Vernetzung der Welt

Anlässlich des hundertjährigen Jubiläums der ersten Überquerung des Nordatlantiks durch ein britisches Luftschiff zeigt die Ausstellung, wie technische Innovationen den Verkehr, das Reisen und die Verbindung zwischen den Kontinenten nachhaltig veränderten.
 
Die Zeppeline aus Friedrichshafen gehörten im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts zu Wegbereitern des interkontinentalen Luftverkehrs. In einem multiperspektivischen Panorama mit Originalexponaten, interaktiven Modellen und spannenden Passagierberichten erzählt die Ausstellung von einer Epoche, deren Dynamik und tiefgreifende Veränderungen unsere Gegenwart prägen.

Kosten (zzgl. Eintritt): 1 Euro pro Person

Friedrichshafen

22.01.2020
11:00 Uhr
MADNESS.

Bildnisse internationaler Künstler*innen über den Wahnsinn
Künstler*innen: Christian Fogarolli, Teodora Axente, Simone Haack, Richard Wathen, Per Morten Abrahamsen, Karina Wisniewska, Sergiu Toma; Kurator: Uwe Goldenstein (Galerie Selected Artists)

Eintritt 4€ / 2€

 

Mi bis So von 11:00 bis 18 Uhr, Mo und Di geschlossen

Bremen

22.01.2020
Zum Gedenken an Rainer Bach

Am 31. Dezember 2019 verstarb der Chemnitzer Karikaturist Rainer Bach. Der Künstler wurde 1946 in Freital geboren und zeichnete bereits 1952 erste Karikaturen in seine Schulhefte. Nach seiner Berufsausbildung zum Plakatmaler absolvierte er von 1969 bis 1971 ein Abendstudium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Später arbeitete er als Kinomaler und Werbegrafiker bei der HO (Handelsorganisation). 1978 veröffentlichte er erstmals Cartoons und Karikaturen im Eulenspiegel und im Jazz Forum. Zwei Jahre später arbeitete er freiberuflich als  Cartoonist und Gebrauchsgrafiker.

Rainer Bach war an vielen Ausstellungen im Greizer Sommerpalais beteiligt. Er übergab dem Satricum im Jahr  2006 eine umfangreiche Schenkung seiner Werke von ca. 1200 Blättern sowie 2015 die Blätter der Ausstellung Heiter bis froschtig.

Ab Dienstag, den 7. Januar 2020, wird in der Beletage des Sommerpalais Greiz eine Ausstellung „Zum Gedenken an Rainer Bach“ präsentiert.

In dieser Gedenkausstellung wird ein Querschnitt durch das jahrzehntelange Schaffen Rainer Bachs gezeigt. Mit seinen stilistisch unverkennbaren und eigenwilligen Werken hat Rainer Bach vielfach Anerkennung und Preise auf den Cartoonfestivals in aller Welt gefunden. Seine besondere Spezialität sind Arbeiten, die sich dem skurrilen und poetischen Nonsens oder auf recht pikante bis handfeste Weise der erotischen Satire widmen. Dabei spielen vielfach Tiere, hauptsächlich die vom Künstler bevorzugten Frösche, eine besondere Rolle.

Die Ausstellung wird bis zum 24. Mai 2020 zu sehen sein.

Januar bis März: 10 bis 16 Uhr April und Mai: 10 bis 17 Uhr Ostermontag geöffnet

Greiz

22.01.2020
DF 11/12: Dokumentarfotografie

Mit Arbeiten von Susanne Hefti, Christian Kasners, Jiwon Kim, Jens Klein, Alina Schmuch & Franca Scholz, Joscha Steffens, Andrzej Steinbach, Malte Wandel

Die Ausstellung vereint methodisch vielfältige Arbeiten einer jungen Generation von Fotograf/innen, die sich mit der politischen und sozialen Verfasstheit unserer Welt auseinandersetzen und mit zeitgenössischen Mitteln den Abbildungscharakter der Fotografie reflektieren.

Di bis So 11:00 bis 18:00

Berlin

22.01.2020
Rituals of Care. Performancereihe

Zu Beginn des Programms 2020 zeigt der Gropius Bau eine Performancereihe, die sich mit Themen besonderer aktueller Dringlichkeit, wie Land und dem Anthropozän, Gewalt und Reparatur auseinandersetzt. Die Reihe Rituals of Care knüpft an die Geschichte des Ausstellungshauses, den Ort und die physischen Eigenschaften des Gebäudes an, das noch heute durch sichtbare Reparaturen ganz bewusst die Spuren der Kriegsschäden zeigt.

Mit Jelili Atiku, boychild mit Josh Johnson und Total Freedom, Pan Daijing, Cevdet Erek, Marcelo Evelin, Bill Fontana, Maria Hassabi, Mette Ingvartsen mit Will Guthrie, Baba Murah und Candomblé Berlin, Antonija Livingstone und Nadia Lauro mit Mich Cota, Kennis Hawkins, Stephen Thompson und anderen

Die Performancereihe vereint experimentelle Choreografie, Heilungspraktiken, Klanginstallationen und gemeinschaftliches Zusammenkommen. Die interdisziplinären Arbeiten beschäftigen sich mit den grundlegenden Bedingungen, wie wir gemeinsam handeln und mit unserer Umwelt, der physischen wie auch spirituellen Welt und anderen Lebewesen umgehen können. Mit einer Reihe von körperlichen Techniken, queeren Re-Interpretationen und indigenen Perspektiven zeigen die Performances radikale Maßnahmen der Fürsorge und Reparatur.

Kuratiert von Stephanie Rosenthal und Noémie Solomon

CONNECT, BTS ist eine internationale Initiative, die in Zusammenarbeit mit Kurator*innen aus fünf Metropolen entwickelt wurde – London, Berlin, Buenos Aires, Seoul und New York. Ziel des Projekts ist es, Menschen auf der ganzen Welt miteinander zu verbinden, die ihre gegenwärtige Situation, ihre Einstellungen und Möglichkeiten neu bewerten. Zentrale Motive von CONNECT, BTS beziehen sich teilweise auf die Philosophie von BTS, die sich unter anderem um Diversität, Liebe und Fürsorge für die Peripherie dreht. Durch die Zusammenarbeit mit 22 zeitgenössischen Künstler*innen schafft BTS die Möglichkeit für eine fruchtbare und gleichberechtigte Begegnung zwischen den Welten der bildenden Kunst und der Popmusik. Dieses Projekt unterstützt die zeitgenössische Kunst in ihrer Praxis und möchte eine Grundlage für neue Synergien schaffen.

Genaue Zeiten bitte gropiusbau.de entnehmen.

Berlin

22.01.2020
Demokratie im Fokus

"Was ist Demokratie?" Mit dieser Frage haben sich 11 Fotografinnen und Fotografen des Foto-Treff Bielefeld e.V. auseinandergesetzt. Denn das Jahr 2019 ist ein Jubiläumsjahr - das Jahr der Demokratie. Vor 100 Jahren wurde die erste demokratische Verfassung Deutschlands von der Nationalversammlung verabschiedet. Heute stellt die Demokratie das Fundament unserer freien und offenen Gesellschaft dar.

Formell ist Demokratie ein tragendes Verfassungsprinzip. Aber wie kann man Demokratie erlebbar und sichtbar machen? Wie kann man Demokratie fotografieren? Die Fotografinnen und Fotografen des Foto-Treff Bielefeld haben sich intensiv damit beschäftigt, Demokratie im Bild festzuhalten, das politische Konstrukt sichtbar zu machen. Ihre entstandenen Bilder haben sie in einer vielfältigen und abwechslungsreichen Ausstellung zusammengestellt.

Die Vernissage beginnt am 14.01.2020 um 19 Uhr.

Mo bis Fr von 8:00 - 1:00, Sa und So von 9:00 - 22:00

Bielefeld

22.01.2020
WEITERHIN (Internationalising!)

Zehn Künstler*innen aus sieben Ländern haben im Rahmen des Kunstprojekts Internationalising! entschieden, sich gemeinsam den Themen Liebe, Flucht und Grenzüberschreitung zu widmen. Für die zweite Ausstellung des Projekts werden die Kunstschaffenden nicht nur Einzelbeiträge mit eigenständigen im Prozess entstandenen Positionen oder gemeinsam erarbeiteten Synergien, von Performance über Installation, Malerei zu Plastik, Video und Text zeigen, sondern gemeinsam das partizipative Turmbauprojekt „polyphonia“ entwickeln. Bei „ployphonia“ arbeiten die Künstler*innen sowie die Besucher*innen an dem gemeinsamen Ziel, einen Turm bis zum Himmel zu bauen. Beim spielerischen Versuch, das Unmögliche in die Realität zu überführen, soll Raum für die Überwindung der Grenzen des eigenen Handelns geschaffen werden.

Die zweiteilige Ausstellungsserie wird von der Initiatorin des Projekts Marie Lienhard kuratiert.

Für das grafische Gesamtkonzept sowie die fotografische Dokumentation konnte der Stuttgarter Fotograf und Grafiker Sven Weber gewonnen werden. Zur Ausstellung erscheint ein Online-Katalog.

Vernissage WEITERHIN
Fr 17.01.2020 – 19:00 Uhr
Ausstellungsdauer: 18.01.2020–13.03.2019

Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung kann nach Anmeldung unter 0711 56 30 34 Mo–Fr von 10:00–17:00 Uhr besucht werden, sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn bei regulären Veranstaltungen.

Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Stuttgart.

Mo bis Fr von 10:00 bis 17 Uhr, sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn bei regulären Veranstaltungen.

Jean-Philippe Kindler

Jean-Philippe Kindler


„Mensch ärgere Dich“


Die Mutter von Jean-Philippe Kindler beschloss im Sommer 1996, ihren Sohn mitten in
die Duisburger Realität hinein zu gebären - wozu solch zweifelhafte Entscheidungen
führen?
Zuerst einmal zu einem Aufwachsen in Düsseldorf, einem Studieren in Tübingen und
schließlich zu einem Wohnhaft-Sein im Paris des Ruhrgebiets: in Bochum. Zugegeben,
der geographische Werdegang Kindlers ist die scheiternde Geschichte auf dem Stapel der
abgelehnten Romanmanuskripte.
Sein künstlerischer Werdegang hingegen überzeugt in allem: Kindler ist NRW-Landesmeister
im Poetry-Slam, Finalist der deutschsprachigen Meisterschaften und Nominierter für den
Nachwuchsmoderatorpreis. Er ist einer der wenigen Künstler_innen, die das Politische
humorvoll, präzise und ungemein berührend darstellen können.

Das Video zu seinem Text „Mindesthohn“ wurde im Internet über 500.000 mal geklickt
und bezeugt eine Energie im Wort, die bereits verloren geglaubt schien.
Mit seinem neuen abendfüllenden Programm „Mensch ärgere Dich“ erhebt er auf
irrwitzige und poetische Art und Weise die Stimme für jene Geschichten, die zu selten
gehört werden. So geht es mal um soziale Ungerechtigkeit, und mal um seine Eltern, die
gerne „Läuft bei dir“ sagen. Die Zuschauer_innen erwartet eine Mischung aus präziser
Slam-Poetry, Sprechgesang, Comedy-Elementen und Kabarett. Der Titel des Programms
verrät es bereits: Kindler denkt Gesellschaft spielerisch, seine eigene Verantwortung
betonend, dass wir die Politik so gestalten müssen, dass sie Glück für alle ermöglicht.

„Ein Slammer wie aus dem Bilderbuch“
sagt der WDR – schließt Euch an!

 

 

 

Videos
Youtube: Text "Mindesthohn"
Youtube: Text "Wie es begann"
Youtube: Text "Das erste Date"
Youtube: Text "Ich bin clean"

Links
www.wikipedia.org
www.facebook.com/jeanphilippekindler

Bücher
Ein Stück Quiche in Krefeld-Fischeln (Lektora, 2018)

 

 

 

Vorverkauf (evtl. zzgl. Gebühren): 10,- €
Abendkasse ermäßigt: 10,- €
Abendkasse normal: 13 ,- €

Die Veranstaltung ist bestuhlt; es besteht freie Sitzplatzwahl.

INTERNATIONALE TANZWOCHEN

Malandain wählt für “Noé” den Mythos der Sintflut und Noahs, der mit der Arche einen Regenerationsprozess der Menschen und der Natur anstößt. Im Element des Wassers, gleichermaßen zerstörerisch und konstitutiv für das Leben, entscheidet sich die Zukunft auch unserer Zeit. Thierry Malandain hat auf Grundlage der opernhaften, aber tief empfundenen „Messa di Gloria“ von Rossini eine brillante und berührende Choreographie geschaffen, in der die Hoffnung auf einen Neubeginn lange nachklingt.

Neuss

22.01.2020
20:00 Uhr
Resumé mit Seepapagei

Lesung & Gespräch mit Sonja vom Brocke Dichterin, Berlin | Nancy Hünger Dichterin, Erfurt | Katja Lange-Müller Autorin, Berlin | Peter Wawerzinek Autor, Berlin | Moderation Thorsten Ahrend langjähriger Lektor von Adolf Endler, Leipzig

„Bis heute kein einziger Seepapagei in meinen vielen Gedichten“, schreibt Adolf Endler im Gedicht Resumé. Dieser Vers umreißt die Größe und das Anarchische seines Dichtens. Das Bittere wird bittersüß, das Traurige absurkomisch, und das Komische ist von der klarsichtigen Trauer nicht zu trennen. Nun liegt dieses dichterische Werk, vor dessen Wortschöpfungen Rechtschreibprogramme seufzend kapitulieren, in einem Band gebündelt vor. Dem Wallstein Verlag und den HerausgeberInnen Robert Gillett und Astrid Köhler (Mitarbeit Brigitte Schreier-Endler) wird es mit dem 1. Platz auf der SWR Bestenliste im Oktober 2019 gedankt.

Wer war dieser Dichter, der von 1930 bis 2009 lebte, als Kommunist aus Westdeutschland 1955 in die DDR übersiedelte und später nicht nur den Begriff der sächsischen Dichterschule, sondern auch den der Prenzlauer Berg Connection erfand, eine Connection, die er maßgeblich prägte. Wolfgang Hilbig schrieb ihm eine Liebeserklärung: „Jedes Mal, wenn man etwas von Dir liest, glaubt man, man müsse sich augenblicklich totlachen. Doch dann merkt man plötzlich, daß man schon tot war, und daß man sich wieder lebendig gelacht hat.“

An diesem Abend zeichnen Freunde und Kolleginnen das Werk nach, lesen seine Texte und sprechen über „eine der verwachsensten Gurken der neueren Poesie“, so Endler über Endler.

Zum Hören: Adolf Endler ist auf  lyrikline.org

Mit freundlicher Unterstützung des Wallstein Verlages

Eintritt: 6/4 €

Ich bin ein guter Vater

von Jörg Menke-Peitzmeyer

mit Jörg Schur;  Regie: Sebastian Seidel

Rechte: Theaterverlag Hofmann-Paul, Berlin

Ein Vater kommt in ein Klassenzimmer, um seinem Sohn die vergessene Sporttasche zu bringen. Doch sein Sohn Alexander ist nicht zu finden. Versteckt er sich? Decken ihn seine Mitschüler? Der Vater bietet ihnen Geld an, er brüllt herum, er versucht es auf die Mitleidstour. Doch Alexander bleibt verschwunden. Vielleicht ist er selbst daran schuld? Weil er zu wenig Zeit für seinen Sohn hat? Weil sein neuer Job ihn zu einem Wochenendvater macht? Auf der Suche nach Antworten offenbart sich der Vater mehr und mehr als ein überfordertes, von schlechtem Gewissen wie von beinahe gewalttätigen Ausbrüchen gezeichnetes Nervenbündel.

Ein Klassenzimmerstück der zweiten Generation. Es wurde gefördert mit einem Stipendium des deutschen Kinder- und Jugendtheaterpreises 2008.

Augsburg

22.01.2020
19:30 Uhr
Die staatlichen Krankenmorde in Grafeneck im Familiengedächtnis

im "Hotel Silber"

10.654 Frauen, Kinder und Männer wurden in Grafeneck ermordet. Zum 80. Jahrestag der »Euthanasie«- Verbrechen führt der Leiter der Gedenkstätte Grafeneck, Thomas Stöckle, in das Thema ein, bevor ein neuer Film aus der Reihe FRAGE-ZEICHEN erstmals gezeigt wird. Es folgt ein Gespräch mit Goswinde Köhler-Hertweck, deren Onkel in Grafeneck ermordet wurde.

Kooperationspartner: Gedenkstätte Grafeneck, Stadtjugendring Stuttgart e.V. und Initiative Lernund Gedenkort Hotel Silber e.V.

"Hotel Silber", Eintritt frei
Anmeldung unter veranstaltungen-hs@hdgbw.de

Stuttgart

22.01.2020
19:00 Uhr
Was können wir für Klimaschutz tun?

Was können wir für Klimaschutz tun? Ansichten aus Deutschland, Frankreich und Polen

Podiumsdiskussion moderiert von SchülerInnen des Friedrich-Ebert-Gymnasiums Bonn

Die weltweite Mobilisierung junger Menschen für den Umweltschutz zeigt, dass sie nicht gleichgültig gegenüber Themen von globaler Bedeutung sind. Sie fordern von der Politik, sich mehr für die Eindämmung des Klimawandels und seiner negativen Folgen einzusetzen. Was ist aber konkret zu tun? Was können unsere Gesellschaften, Politik und Wirtschaft noch machen? Können nur Verbote und Auflagen helfen oder sollten wir auf Marktmechanismen vertrauen? Wie kann die Frage nach Gerechtigkeit berücksichtigt werden, denn Klimaschutz kostet? Können westeuropäische Länder, die ihre hohe Entwicklung den konventionellen Energiequellen verdanken, andere Länder verstehen? Eine zentrale Fragestellung der Diskussion wird sein, was Polen, Deutschland und Frankreich voneinander lernen und wie sie gemeinsam agieren können.

Podiumsgäste:
Marta Rosłaniec, Staatliches Institut für Umweltschutz und Forschung aus Warschau. Spezialistin in der Umweltdienstleistungsbranche und der Regierungsverwaltung (Wirtschaftsministerium, Energieministerium). Expertin für Strategie, Analyse und Auktion beim Nationalen Zentrum für Bilanzierung und Emissionsmanagement.

Derzeit an der Umsetzung des Projekts LIFE Climate CAKE PL beteiligt, das darauf abzielt, Instrumente und Analysen bereitzustellen, um den Rahmen für die Energie- und Klimapolitik zu schaffen. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter: http://www.climatecake.pl

Erfahrene Spezialistin mit nachgewiesener Berufserfahrung in der Umweltdienstleistungs-branche (Ecofys) und der Regierungsverwaltung (Wirtschaftsministerium, Energieministerium). Derzeit Expertin für Strategie, Analyse und Auktion beim Nationalen Zentrum für Bilanzierung und Emissionsmanagement (KOBiZE, IOŚ-PiB). Kenntnisse in der Projektunterstützung, auch mit Fremdmitteln. Fachkenntnisse in den Bereichen Emissionshandel, Politikanalyse, Energie, Klimawandel und nachhaltige Entwicklung. Absolventin des Interfakultären Studiengangs Umweltschutz an der Universität Warschau. Wissenschaftliches Stipendium an der VU Amsterdam in den Niederlanden. Praktikum am Institut für Umweltstudien in Amsterdam. 

Dr. Jens Althoff, Leiter des Pariser Büros der Heinrich-Böll-Stiftung, Pressesprecher und Leiter der Pressestelle des Bundesvorstandes von Bündnis 90/ Die Grünen im Europaparlament in Brüssel.
Studium der Politikwissenschaft, Öffentliches Recht und Allgemeine Rhetorik. Promotion im Bereich Politische Kommunikation.
Pressesprecher und Leiter der Pressestelle des Bundesvorstandes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Europaparlament in Brüssel.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent am Journalisten-Kolleg der Freien Universität Berlin.

Audrey Mathieu, Kommissarische Teamleiterin Deutsche und Europäische Klimapolitik bei der NGO Germanwatch.
Studium deutsch-französischer Geschichte, Geschichte und BWL, Berufserfahrung im Bereich erneuerbare Energien u.a. im Deutsch-Französischen Büro für die Energiewende.
März 2018 Expertin bei Germanwatch e.V. für französische und EU-Klimapolitik.
Aktuell Kommissarische Teamleiterin Deutsche und Europäische Klimapolitik.

Veranstalter: Institut français Bonn, Heinrich-Böll-Stiftung, Polnisches Institut Düsseldorf mit Unterstützung des Deutsch-Französischen Jugendwerks DFJW/OFAJ.

Bonn

22.01.2020
18:00 Uhr
Die Mumien von Qilakitsoq

Im Jahr 1972 fanden zwei Brüder während der Jagd auf der Nuussuaq Halbinsel (Westgrönland) Gräber mit acht vollständig bekleideten, stark mumifizierten Leichnamen. Nachdem die „Mumien von Qilakitsoq“ 1978 geborgen und ausgiebig untersucht worden waren, werden einige von ihnen heute im grönländischen Nationalmuseum in einem abgedunkelten Raum gezeigt.

Die Besiedlung Grönlands bis zur Einwanderung der Thule-Kultur ab ca. 1100 nach Christus verlief in Wellen. Welche Aufschlüsse über die Lebensweise der Menschen in Grönland – noch unbeeinflusst von der dänischen Kultur – ermöglichen die ins späte 15. Jahrhundert datierten Mumien?

Dr. Gudrun Bucher ist Ethnologin mit Spezialisierung auf arktische Regionen. Sie arbeitet derzeit an der Universität Göttingen in dem von der VolkswagenStiftung geförderten Projekt „Sammeln Erforschen“.

Dr. Gudrun Bucher
Universität Göttingen

Frankfurt

22.01.2020
18:00 Uhr
English Book Club with Hazel Vera Britton

“Swing Time tells the story of an unnamed narrator: a woman born and raised in the public-housing estates in Northwest London in the 1970s and ’80s, the child of a black mother and a white father. After being fired from her job as the personal assistant of an age-defying pop star, Aimee, "the narrator is left to reflect and, possibly, repent.... The story of self that follows is told through stories of others. Memories of four women—her mother, Aimee, and two friends, Tracey and Hawa—mark the path from her past to her present... Interpersonal tensions give rise to smart observations—about identity, dance, women’s work, and cultural appropriation, and about two themes that have long been central to Smith’s work: blackness, and the fantasy of pure and discernible roots." (The Atlantic)

The entrance is free. Please sign up T 0711 . 35 12 29 79

Esslingen

22.01.2020
18:00 Uhr
SWR Big Band & Götz Alsmann
Es bleibt dabei, besser kann das Jahr nicht starten! Nach der nahezu ausverkauften 10-jährigen Jubiläumstour geben sich Götz Alsmann und die SWR Big Band zu Beginn des Jahres 2020 wieder die Ehre und garantieren vergnügliche Unterhaltung und mitreißende Musik. Auch in der elften Saison wird es wieder spannend sein, welche Schätze der König des deutschen Jazzschlagers und die SWR Big Band wieder ins verdiente Rampenlicht bringen. Und wie schon auf dem aktuellen Live-Album „Eventuell“ werden diese Schlager mit größter Passion arrangiert und zum Dahinschmelzen präsentiert. Offen ist noch, wer als Gast dabei sein wird und sich in der Reihe der illustren Gäste einreiht, zu denen bisher Max Mutzke, Pe Werner, Bill Ramsey, Helen Schneider, Klaus Hoffmann, Placido Domingo Jr. oder auch Fola Dada, Ella Endlich und Caroline Kiesewetter gehören. Sicher dabei ist, dass dieser Abend herrlich gegen den Zeitgeist gebürstet ist – in diesem Sinne vortrefflich von der SWR Big Band serviert und vom Jazz-Echo-Preisträger und Trippel-Platin Sänger Prof. Dr. Götz Alsmann wortreich garniert.

Es war wie Liebe auf den ersten Blick bei der Begegnung zwischen dem Entertainer und der SWR Big Band. „Ich kann mir nicht helfen, da muss ich einfach immer grinsen“, sagt Alsmann. Das ist es auch, was diese Abende auszeichnet. Alle Beteiligten haben sicht- und hörbar Spaß miteinander, weshalb stehende Ovationen am Konzertende wie selbstverständlich dazugehören. Nach der umjubelten Jubiläums-Tour 2019 dürfen wir uns nun also auf ein Wiedersehen der Extraklasse mit Götz Alsmann und der SWR Big Band freuen!

Fotocredit: Lena Semmelroggen

Tickets noch an der Abendkasse erhältlich.
BEST OF HARLEM GOSPEL - LIVE 2019/2020
REV. GREGORY M. KELLY &
The BEST OF HARLEM GOSPEL
Musik und Gesang im Auftrag des Herrn
Es gibt wohl kaum jemanden, der nicht davon träumt, einmal im Leben in New York gewesen zu sein. Für all diejenigen, die diesen Traum bisher noch nicht verwirklichen konnten, bringt Veranstalter RGV EVENT GmbH einen Teil von New York einfach nach Deutschland – und zwar den wichtigsten: den Gospel aus Harlem.
Genau deshalb ist dieser Gospel-Chor mit keiner anderen Gospel-Formation vergleichbar.
Denn bei Konzerten von REV. GREGORY M. KELLY & the BEST OF HARLEM GOSPEL spielt die
Religion eine genauso wichtige Rolle wie im Leben des Großteils der Bevölkerung Harlems.
Hier ist Gospel keine reine musikalische Show-Einlage, sondern Bestandteil einer Messe, die aus vollem Herzen und mit grandiosen Stimmen gefeiert und zelebriert wird.
Aus dem Publikum wird eine zusammenhängende Gemeinde, in der jeder – ganz gleich, ob jung oder alt, katholisch oder evangelisch, konfessionslos oder noch ungläubig – willkommen ist. Denn das, was alle Gäste trotzdem miteinander verbindet, sind die Liebe zur Musik und die Bereitschaft, sich auf diese einzulassen, sie zu hören, zu spüren und mit allen Sinnen zu erleben.
Unter der Leitung von Grammy-Preisträger Reverend Gregory M. Kelly, der bereits mit Musikgrößen wie Stevie Wonder und Diana Ross zusammengearbeitet hat und bereits mit einem Grammy ausgezeichnet wurde, hat sich also ein Chor firmiert, dessen Namen der einzelnen Sänger sich wie das Who is Who der aktiven US-Gospel-Szene lesen. So gehören zu REV. GREGORY M. KELLY & the BEST OF HARLEM GOSPEL auch die weiteren Hochkaräter:
Reverend Dr. Charles R. Lyles, Timothy Riley, Steven McCaster, Dorrey Lin Lyles, Dominique
Smith, Segdrick Marsh, Briana Young und Tiffany Mosley.
Insgesamt neun Stimmen, mit denen die unbeschreibliche Atmosphäre, wie sie in jeder Gospelkirche in Harlem herrscht, im kommenden Winter endlich auch nach Deutschland transportiert wird. Denn: Harlem - das Viertel im New Yorker Stadtteil Manhattan – ist noch immer berühmt für die Blütezeit afroamerikanischer Kultur in den zwanziger Jahren, die unter dem Namen „Harlem Renaissance“ bekannt ist und Legenden wie Louis Armstrong und Duke Ellington in genau dieses Viertel zog. Und auch heute noch zeigt Harlem stolz seine afroamerikanischen Wurzeln, seine lebhafte Kultur, seinen festen Glauben und seinen
musikalischen Rhythmus.
Kein Wunder also, dass bei dem Chor pure Lebensfreude, Energie und Dynamik durch die Stuhlreihen schwappen und sowohl für ausgelassene Stimmung als auch bei den zurückhaltenderen Stücken für echte Gänsehautmomente sorgen. Denn nichts anderes ist die in Harlem gelebte Religion: Musik und Gesang im Auftrag des Herrn.
Das Repertoire der Künstler umfasst dabei sowohl traditionelle als auch zur Vorweihnachtszeit gehörende Gospels – angefangen bei den berühmten und allseits beliebten Gospelklassikern, die von “Oh happy day“ und “Amen“ über “Whole world in his hands“ bis hin zu “Go, tell it on the mountain“ reichen – wird darüber hinaus aber auch unbekanntere Stücke präsentieren.
Kurz: In seinem etwa zweistündigen Programm bietet REV. GREGORY M. KELLY & the BEST OF HARLEM GOSPEL alles, was Gospel-Musik so einzigartig, so mitreißend und so bewegend macht.
Neugierig geworden?
Dann verbringen Sie einen Abend im multikulturellen New Yorker Stadtteil Harlem und mischen Sie sich unter die Gemeinde. Werden Sie ein Teil davon und spüren Sie selbst die bewegende Wirkung von Gospel-Musik.

Einlass: 19:00 Uhr
The BEST of Black Gospel - 20 years of Gospel- Jubiläumstour
"The BEST of Black Gospel"

20 Jahre auf Tournee, über 1 Million begeisterte Konzertbesucher und weit über 1500 Konzerte in Europa, das sind Zahlen der Superlative und unterstreichen den grandiosen Erfolg dieses Chores.

Die Gospelsensation „The BEST of Black Gospel“ aus den USA kommt mit ihrer "20 years of Gospel" auch dieses Jahr wieder nach Deutschland!

The BEST of Black Gospel vereint eine Auswahl der besten Gospelsänger und Sängerinnen der USA. Das Programm der Ausnahmekünstler bietet die bekanntesten und schönsten Gospelsongs in einem zweistündigen Programm mit instrumentaler Begleitung. Im Repertoire des Chores sind überaus bekannte Titel wie: “Oh Happy Day”, “Joshua fit the Battle”, “Down by the Riverside”, “Walk in Jerusalem”, "Amazing Grace", "Go Down Moses", "Oh How I Love Jesus", "Agnus Dei", "This Little Light Of Mine".

Die Mitglieder dieses Chores entstammen dem breitgefächerten musikalischen Schmelztiegel der afroamerikanischen Gospelszene. Jeder Sänger und jede Sängerin von The BEST of Black Gospel hat die traditionellen Gospellieder bereits von Kindesbeinen an in den Gottesdiensten der “African-American churches” aufgesogen und verinnerlicht. Das musikalisch gewachseneTalent haben sie später an verschiedenen Hochschulen und Musikakademien verfeinert.


Die Sänger waren weltweit als Solisten mit Chören, wie zum Beispiel den Harlem-, Golden- oder Glory Gospel Singers auf Tournee. Einige Mitglieder von The BEST of Black Gospel haben bereits mit international erfolgreichen Künstlern wie Diana Ross, Lionel Richie und Stevie Wonder zusammengearbeitet, waren mit ihnen auf Tournee, oder haben auf deren Alben mitgewirkt. Andere Miglieder des Chores haben aufgrund ihres außergewöhnlichen Talentes in Musicals wie "Sister Act" oder im Gospelmusical "Amacing Grace" Hauptrollen übernommen können.

Seit 1999 geht der Chor für jeweils 2 Monate auf Europatournee; er avanciert seit dem zum gefragtesten Gospelchor in Deutschland und Europa. Ihr Erfolg basiert auf Ihrer künstlerischen Bodenständigkeit und der Nähe zum Publikum, welches regelmäßig in die Konzerte mit eingebunden wird!

Bei der gesanglichen Qualität und musikalischen Hingabe dieses Chores ist jedes Konzert ein Ausnahmekonzert, bei dem die "Gute Nachricht" immer im Vordergrund steht - ´Gänsehautfeeling´ ist garantiert.

THE BEST of Black Gospel ist regelmäßig in den großen Fernsehproduktionen von ARD, ZDF und Sat1 zu Gast. Hier eine kleine Auswahl:
"José Carreras Gala"
"Gottschalks großer Bibeltest"
" Deutscher Filmpreis"
"Adventsfest der Volksmusik"
"Willkommen bei Carmen Nebel"
"Ein Herz für Kinder"

Weitere Informationen zum Chor finden sie unter:
http://www.bestofblackgospel.de

Einlass ab 19:00 Uhr

Hameln

22.01.2020
19:30 Uhr
Tickets
ab 19,00 €
Urban Priol - Jahresrückblick TILT!
Die Temperaturen liegen gefühlt im zweistelligen Plusbereich, ältere Damen schlürfen im T-Shirt ihr Eis und Schnee scheint ein weit in der Zukunft liegendes Ereignis zu sein – es ist schon wieder November im sich stets erwärmenden Klima und damit Zeit, auf das vergangene Jahr zurückzublicken. Mit wem könnte das mehr Spaß machen als mit dem Urvogel des satirischen Jahresrückblicks, Urban Priol?
Lustvoll seziert er die gesellschaftspolitischen Ereignisse des vergangenen Jahres, stellt wahnwitzige Verknüpfungen her und deckt verblüffende Hintergründe auf. Da werden die Winkelzüge der Mächtigen und Reichen entlarvt und so manch doppelzüngige Scheinheiligkeit aufgedeckt. Gleichgültig ob er über die Innen- oder Außenpolitik sinniert, mit seinem Fußballclub fiebert oder sich kopfschüttelnd über die Auswüchse des Kapitalismus wundert – kaum ein relevantes Thema des vergangenen Jahres bleibt unberührt. Unterstrichen werden die rasanten sprachgewaltigen Ausführungen durch sein ausgeprägtes schauspielerisches und parodistisches Können, denn seit seiner Studienzeit frönt Urban Priol der Lust am Theaterspiel (der sorgfältig eingerichtete Ordner mit dem Arbeitstitel „Magisterarbeit“ hingegen blieb bis auf ein Register zeitlebens leer). Die Ansprüche ans Publikum sind bei diesem Programm nicht gering: auch wenn er sich den einen oder anderen Kalauer erlaubt („Ich spiele nicht fürs Föjetong!“), schadet es nicht, politisch auf dem Laufenden zu sein, um sich die oftmals subtilen Anspielungen des Spötters nicht entgehen zu lassen.
Aber auch der Kabarettist selbst, der vor grandiosen Einfällen und Pointen fast übersprudelt und auch zu aktuellen Themen stets etwas zu sagen hat, steht vor einer gewaltigen Aufgabe: So sieht sich der agile Wirbelwind in einem steten Wettlauf mit der Zeit, die ihm mit einem einzigen Abend doch arg eng bemessen vorkommt. Ein Jahr in einem Abend, ja, zefix! So verlassen die Zuschauer bestens unterhalten nach zweieinhalb Stunden sein Programm mit dem Gefühl, die Zeit sei so vergangen, wie das verblichene Jahr – viel zu schnell. Auf ein Neues!
Ionenkanäle – Ihre Entdeckung und aktuelle Bedeutung in Forschung und Medizin
Bioelektrizität war im späten 18. Jahrhundert ein obskures, aber vielbeachtetes Phänomen. Der italienische Wissenschaftler Luigi Galvani hatte gezeigt, dass man bei Reizung des Nervens mit einem elektrischen Schock Muskelkontraktionen auslösen konnte. Während die Erforschung anderer elektrischer Phänomene im 19. Jahrhundert große Fortschritte machte, blieb die Bioelektrizität rätselhaft bis die britischen Forscher Alan Hodgkin und Andrew Huxley im Jahre 1952 zeigen konnten, dass der Nervenimpuls durch Änderungen der Durchlässigkeit der Nervenmembran und daraus resultierenden Ionenströmen zustande kommt. Dies wiederum provozierte die Frage, was der molekulare Mechanismus solcher Änderungen der Durchlässigkeit ist – was macht die Nervenmembran durchlässig für bestimmte Ionen? Im Jahre 1976 gelang es Erwin Neher gemeinsam mit Bert Sakmann nachzuweisen, dass sogenannte Ionenkanäle – porenartige Membranproteine – dafür verantwortlich sind, indem sie auf bestimmte Reize hin die Poren öffnen und schließen.

Weltweite Forschungsarbeiten an Ionenkanälen haben in der Zwischenzeit gezeigt, dass diese nicht nur in sogenanntem erregbarem Gewebe – Nerv und Muskel – aktiv sind. Vielmehr vermitteln verschiedenste Arten von Ionenkanälen vielfältige physiologische Funktionen – vom Flüssigkeitstransport in der Niere bis zur Umsetzung von Licht, Schall und Temperatur in elektrische Signale in unseren Sinneszellen. Es hat sich herausgestellt, dass Ionenkanäle bevorzugte Angriffspunkte von Medikamenten sind und dass eine Vielzahl von Erbkrankheiten auf Mutationen in Ionenkanälen zurückzuführen sind.

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Erwin Neher, Nobelpreisträger für Medizin oder Physiologie, Emeritus-Direktor am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen

Moderation: Dr. Ulrich Bleyer, Direktor a.D. Urania Berlin
Gäule der Erinnerung - Michael Krüger und Matthias Bormuth
Lesung und Gespräch
Moderation: Ulrich Raulff

Michael Krüger gehört nicht nur zu den großen Verlegerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, sondern tritt auch als Lyriker und Herausgeber, als umtriebiger Vermittler und Netzwerker in Erscheinung. Und er hat einen bewegenden Nachruf auf den Lyriker, Kritiker und Autor Peter Hamm verfasst, der dem Band „Die Gäule der Erinnerung“ vorangestellt ist. Der Band zeichnet ein Gespräch zwischen dem jüngst verstorbenen Peter Hamm und Matthias Bormuth nach, druckfrisch erschienen im Ulrich Keicher Verlag Warmbronn. Beide, Michael Krüger und Peter Hamm, zeichnen sich durch die Abkehr von den Eltern, die Verarbeitung einer belasteten Kindheit aus, stehen für eine Befragung der Literatur nach 45 und dem Wunsch nach Neuorientierung, nach neuen Maßstäben, auch und vor allem in der Literatur. Sie befragen Literatur als eine künstlerische Ausdrucksform, die in dieser Zeit stärker als heute aus einer Dringlichkeit, aus einer Abkehr entstand. Für Michael Krüger war dabei die europäische Literatur eine Orientierung, so hat er den Verlag geprägt – und mit dieser Haltung ist zugleich auch sein neuer Lyrikband "Mein Europa" grundiert, der an diesem Abend vorgestellt wird. In der Moderation von Ulrich Raulff, Präsident des Instituts für Auslandsbeziehungen, kommen Michael Krüger und Matthias Bormuth, Inhaber der Heisenberg-Professur für Vergleichende Ideengeschichte an der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg und seit 2013 Leiter des Karl-Jaspers-Hauses, ins Gespräch über Suchbewegungen und Orientierungen, über Europa und die Gäule der Erinnerung.

Eintritt: 10,-/8,-/5,-
Philipp Weber - WEBER N°5: Ich liebe ihn!
Vernünftiges Trinken will gelernt sein. Millionen Deutsche schlucken heute missbräuchlich Alkohol. Im letzten Jahr mussten deshalb 23000 Rentner stationär behandelt werden. Wie heißt es so schön: „Viele ältere Menschen müssen nachts öfters raus“. Es wird aber nie gesagt wohin. Jetzt wissen wir es: Zur Ü-80-Party mit betreutem Trinken! Auch die Leistungsträger dieser Gesellschaft langen kräftig zu. Es gibt Krankenhäuser, da schwankt die Chefarztvisite als Polonaise ins Zimmer. Und im Flugzeug kann man nicht mehr sicher sein: Wer hat mehr getankt, die Maschine oder der Pilot? Droht Deutschland in seinem eigenen Durst zu ertrinken?

Die Antwort auf diese bierernsten Fragen ist erschütternd komisch: Tee macht fahruntüchtig ab 0,8 Kamille. Kakao ist Koks für Kinder. Milch ohne Fett ist keine Milch, sondern Quatsch. Für eine gute Tasse Kaffee braucht man 140 Liter Wasser. Der Mensch lebt nicht allein von Kefir. Stille Wasser sind nicht tief, sondern teuer.

Doch der eigentliche Skandal ist, was dem Menschen im Lande des Reinheitsgebotes als trinkbar vorgesetzt wird: Red Bull! Das Zeug schmeckt wie der Morgenurin eines zuckerkranken Gummibärchens. Manche glauben sogar, dass da Stierhodenextrakt drin ist. Dann wäre Red Bull kein Energydrink, sondern eine Ochsenschwanzsuppe. Oder Nektar! Ein Drittel der Deutschen halten einen Frucht-Nektar für ein besseres Getränk als einen Fruchtsaft. Dabei müssen in Nektar gerade mal 5 % Frucht enthalten sein. Der Rest ist Wasser, Zucker, Farbstoffe … Wenn Sie ein „Shampoo Kiwi-Mango“ kaufen, haben Sie mehr Obst im Korb. Lug und Betrug wohin das Auge schweift.

Wer bringt Klarheit in die trüben Gewässer der deutschen Trinkkultur? Philipp Weber. Der studierte Chemiker und Biologe ist Deutschlands radikalster Verbraucherschützer und hat sich mit Leib und Leber Ihrem Wohl verschrieben. Der Autor und Macher des Sensations-Programms FUTTER – streng verdaulich widmet sich nun den flüssigen Gaumenfreuden. „DURST – Warten auf Merlot“ ist ein furioses Meisterwerk der komischen Volksaufklärung. Denn Weber will mehr: lachende Gesichter, glückliche Menschen und eine bessere Welt. Doch vor allem: den Ministerposten für Verbraucherschutz!

Rheinfelden

22.01.2020
19:30 Uhr
Tickets
ab 13,00 €
WILDES EUROPA - 3517 Kilometer mit Kind und Kegel
André Schumacher ist ein Besessener. Auf der ganzen Welt war er unterwegs. Heimatlos. Rauschhaft. 20 Jahre lang. Süchtig nach der Ferne, nach Menschen, nach Geschichten. 2013 durchwandert er die Kanarischen Inseln von Lanzarote bis El Hierro. Auf der dritten Insel trifft er Jenni und auf der siebten ist sie schwanger, und damit ist das Reiseleben vorbei. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach einer Heimat, finanzieren über Crowdfunding einen Hof, pflanzen Bäume, wechseln Windeln. So geht es ein Jahr, dann ist das Fernweh wieder da. Nur, wie reist man mit einem Baby? Mit der Sportkarre, per Caravan oder Bahn? Reist man überhaupt? Und wohin? Zu den Großeltern! Und zwar umweltverträglich und auf schönstmöglichem Umweg! Mit einem Lastenfahrrad bricht die junge Familie in Mecklenburg auf. Ihr Weg führt sie die Elbe und Moldau hinauf in den Böhmerwald, durch Salzkammergut, Hohe Tauern und das UNESCO Weltnaturerbe der Dolomiten, entlang der Oberitalienischen Seen, durch die Genussregionen Piemont und Provence, über die Cevennen und die Pyrenäen bis ins Baskenland. Was die drei dabei erleben? Alles! Kleine und große Abenteuer, Hitzewellen und Schneestürme, Spinner und Visionäre, unbeschreibliche Strapazen und Momente größten Glücks. André Schumacher erzählt mit viel Humor und wunderbaren Bildern die Geschichte dieser außergewöhnlichen Reise. Sein Vortrag ist ein Ratgeber für Langzeitreisende und Europahungrige, eine Inspirationsquelle für Familien und ein Mutmacher für ewige Träumer.

Einlass: 19:00 Uhr
Haley Johnsen: Golden Days
Die zauberhafte und fesselnde Singer-Songwriterin Haley Johnsen veröffentlichte am 24. Mai 2019 ihre lang erwartete LP Golden Days. Wenn man Haleys Musik hört, merk man schnell, dass sie sich musikalisch in keine Schublade stecken lässt. Ihr musikalischer Grundstein basiert auf der Inspiration von Americana und Popmusik, wie zum Beispiel Brandi Carlile und Heart. In Haleys meistgestreamten Song "Weekend", der in Kollaboration mit Allen Stone entstanden ist, wird die Vielfältigkeit und Tiefe dieser Genre-trotzenden Künstlerin offensichtlich. Mit nachdenklichen Texten, die die Komik und den Kummer des menschlichen Befindens spiegeln, ist es keine Überraschung, dass man Haleys Konzerte mit einem Gefühl von emotionaler Katharsis und purer Lebensfreude verlässt.

2017-2018 eröffnete Haley als Vorband für Sawyer Fredericks und tourte als Support für The Wind and The Wave durch die gesamte USA. Ihr erste Solo-Tour durch Europa fand im Winter 2019 statt und gleich danach ging es in den Staaten weiter, diesmal als Vorband für die drei Schwestern namens Joseph. Neben ihren eigenen Projekten tourt sie derzeit als Bass-Spielerin und Backup-Sängerin mit dem elektronischen Künstler und Produzenten Big Wild. Momentan bereitet sie auch ihre zweite Europatour vor, um ihre LP Golden Days und weitere Neuerscheinungen wie ihr kommendes Album „Live From Abbey Road“, das in dem legendären Studio One aufgenommen wurde, für das Frühjahr 2020 zu promoten.
Musical Night
Wenn am Ende einer Veranstaltung fast alle Besucher sagen, “schade, dass es schon vorbei ist”, dann muss es sich um ein außergewöhnliches Erlebnis gehandelt haben. So nämlich berichtet die allgemeine Presse über die MUSICAL NIGHT.
Mit Stimmen, die unter die Haut gehen, und farbenprächtigen Kostümen präsentieren internationale Stars ein aufregendes Programm. Jahr für Jahr gelingt es der SET MUSICAL COMPANY, den Erfolg der Show zu steigern. Immer nah dran am internationalen und nationalen Musical-Geschehen, wird dem Publikum durch ein gekonnt zusammen gestelltes Programm eine aktuelle Show geboten.

Auch in diesem Jahr werden die verdienten Klassiker wie die WEST SIDE STORY, PHANTOM DER OPER, MAMMA MIA, KÖNIG DER LÖWEN und die anderen Disney-Shows wie DIE SCHÖNE UND DAS BIEST im Programm sein. Aber auch am Broadway tut sich viel. Die Künstler freuen sich auf die Präsentation der schönsten Songs aus MEAN GIRL, DEAR EVAN HANSON, SPONGEBOB und anderen Überraschungen.
Und als Superüberraschung „PARAMOUR“, die einzige Cirque De Soleil Broadway Produktion, die 2019 nach Hamburg kommt.

Dauer: ca. 2,5 Stunden inkl. Pause

SET MUSICAL COMPANY


PRESSESTIMMEN
„Am Ende bebte der Theatersaal. Musical Night bescherte ein rauschendes Fest.“ (Lingener Tagespost)


Ticket-Ermäßigungen:
• Gruppen ab 10 Vollzahlern erhalten 1 Freikarte
• Kulturkreismitglieder erhalten Sonderkonditionen
• Schwerbehinderte mit B-Schein erhalten 1 Freikarte für die Begleitperson
• nur buchbar unter info@kk-uelzen.de oder Touristinfo 0581-800 6172

Abendkasse zzgl. 2,-€ / Ticket (außer Kulturkreis-Mitglieder)
Lesekrümel

Wer kennt den kleinen Bären Krümel? Er ist ein liebenswertes Bärenkind und Bilderbuchheld und nun auch Begleiter unserer Leseförderung für die Kleinsten. Bei jedem Treffen wird zusammen ein Bilderbuch angeschaut, zum Thema gespielt oder gebastelt, werden Lieder gesungen und Fingerspiele kennengelernt. In einer festen Gruppe bekommen Kinder die Möglichkeit, die Kinderbücherei als interessanten und fröhlichen Ort zu erleben. Die Eltern erhalten wertvolle Anregungen, wie sie zu Hause spielerisch die Sprachentwicklung des Kindes fördern können.

Leseförderung für die Kleinsten | Anmeldung erforderlich unter: T 0711 . 35 12 29 77 | Eintritt frei | In Begleitung eines Erwachsenen | max. 10 Teilnehmer | Nähere Informationen: Julia Mortzfeld: julia.mortzfeld@esslingen.de | Zusammenhängende Kurse

Esslingen

22.01.2020
16:15 Uhr
Schauspieltraining

Das wöchentliche Schauspieltraining eignet sich für alle, die Lust auf Theaterspielen haben, sich auf der Bühne ausprobieren oder für die Bühne des Lebens proben wollen.
Die Dozentinnen vermitteln eine große Vielfalt an Theatertechniken und Methoden. Es freuen sich auf Sie: Daniela Nering, Helga Schuster, Sarah Hieber und Kerstin Becke

Jede Wocheneinheit ist in sich abgeschlossen. Vorkenntnisse sind nicht nötig.

Wann:
1. Block, mittwochs, 20.00-21:30 vom 02. Oktober 2019  bis 29. Januar 2020.
2. Block, mittwochs, 20.00-21.30 vom 05. Februar  2020  bis 24. Juni 2020

Kein Training in den Schulferien.

Kosten: 75,-/55,- €* pro 5er-Karte. Die 5er-Karte ist nur innerhalb eines Blockes gültig. Auf Wunsch einmaliges Schnuppertraining à 15 € möglich (keine Ermäßigung, bitte  passend mitbringen). Umtausch oder Rücknahme bereits erworbener Karten nicht möglich. Einstieg jederzeit möglich.

* Ermäßigung für Schüler, Azubis, Studierende bis 27 Jahre und für Schwerbehinderte

Infos und Anmeldung unter 0821-34 94 666 und seminar@sensemble.de

Augsburg

22.01.2020
20:00 Uhr