Freitag, 21.02.2020
um 20:00 Uhr

Capitol Bremerhaven
Hafenstr. 156
27576 Bremerhaven




Man weiß nicht, wer mehr zu bedauern ist, der Jammerlappen oder die, die er nass macht – während sich zeitgenössischer Deutschpop in der Exaltierung von Emotionen gefällt, verlegt Sebastian Krämer sich aufs Gegenteil. Die Quellen, aus denen diese etwas anderen Stimmungslieder schöpfen, sind dunkel. Dramatis personae: eine Puppe im Garten, die Kinder einer geläuterten Hexe im Linienbus, Mops und Bienenstich. Was sich in den Augen dieser Figuren spiegelt wie die Lichter vorbeihuschender Fahrzeuge bei Nacht, erreicht uns nur als dumpfe Ahnung. Mediale Katastrophen verstauben auf Wiedervorlage; Krämer macht sich seine Sorgen noch selber.

„Beißender Witz, feinsinniger Humor, Gesang- und Klavierkunst auf höchstem Niveau.“ (Allgemeine Zeitung, Mainz)

Sebastian Krämer ist fraglos einer der virtuosesten Klavier-Humoristen unseres Landes. Wortgewandt bis ins letzte Detail unserer Sprache wählt er bewusst nicht das „Kabarettfach“ sondern schenkt dem Deutschen Chanson einen ganz neuen Horizont. Mit reichlich schwarzem Humor und Satire. Sein musikalisches Vokabular reicht von Swing bis Wiener Schule. Und je burlesker die Fassade, desto filigraner die Botschaft. Das ist Klagen auf hohem Niveau.

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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Sebastian Krämer - 25 Lieder aus 25 Jahren
Wie Tom Sawyer quicklebendig der eigenen Beerdigungbeizuwohnen: solches bleibt den meisten versagt. Bühnenkünstlererfüllen sich diesen schaurigen Traum, indem sie pünktlich zumBurn out mit einem Best of-Programm die Stätten ihres früherenWirkens beehren. Aus den Tiefen der Biographie werden relativeErfolge zusammengeklaubt. Ein wenig, aber auch nicht allzu vielanders verhält es sich mit Sebastian Krämer, der bisher wirklichnicht mehr aus seinem Leben gemacht hat, als Lieder zu schreiben und zu singen ...Es läßt sich ja nicht bestreiten, daß er seit nunmehr mindestens 25 Jahren (eine grobeSchätzung) auf der Bühne steht. Und bevor ihm schon wieder etwas neues einfällt, wasdas Ausmaß des bisher angewachsenen Werkes ins endgültig Unüberschaubare treibt,ergreift er die Gelegenheit, die Magie dieser halbrunden Zahl werbetechnischauszuschlachten und ein paar Abende nur mit einer Auswahl von alten und noch älterenSongs ohne thematisch-programmatischen Bogen zu gestalten. Streng genommen ist eskein Best of, eher sind es einfach irgendwelche 25 Lieder aus irgendwelchen 25 Jahrenaus dem Schaffen von Sebastian Krämer. Ein Bühnenabschied ist bei dem Mann so baldnicht zu befürchten, aber vielleicht ein Abschied von den meisten dieser Lieder, die fortanandere singen sollen. Sebastian Krämer wurde 1975 in Ostwestfalen geboren, wo er bereits als Schüler seineBühnenkarriere startete. Heute lebt der Chansonnier in Berlin und ist lautstilbruch, demKulturmagazin des RBB Fernsehens,»der größte Kleinkünstler Deutschlands«. Er gewannin seiner fünfundzwanzigjährigen Karriere nahezu alles was es im deutschsprachigenRaum für einen Chansonnier und Wortkünstler zu holen gibt: u.a. denDeutschenKleinkunstpreis, den Deutschen Kabarettpreis und dieDeutsche Meisterschaft imPoetry Slam. 2017 folgten derDeutsch-Französische Chansonpreis,sowie derDeutsche Musikautorenpreis der GEMA. Kurt Krömer outete sich als Fan: »keinerspickt seine Chansons so mit Morbidität, Charme und vor allem mit hinterfotzigemHumor Güteklasse A.« Auch Comedian Oliver Polak konnte seine Sympathie schwerverbergen: »Der krasseste lebende Songwriter, den es gibt, und... ein Genie!«

Foyer und Bar ab 18:00 Uhr geöffnet. Einlass in den Saal ab 18:30.
Sebastian Krämer - „Im Glanz der Vergeblichkeit–Vergnügte Elegien"
SEBASTIAN KRÄMER: „Im Glanz der Vergeblichkeit – Vergnügte Elegien“ - CHANSON –

Man weiß nicht, wer mehr zu bedauern ist, der Jammerlappen oder die, die er naß macht
– während sich zeitgenössischer Deutschpop in der Exaltierung von Emotionen gefällt,
verlegt Sebastian Krämer sich aufs Gegenteil: beispielhafte Contenance als Umzäunung
beispielloser Abgründe. Vergnügte Elegien (ein Genre, das zu diesem Zweck eigens
erfunden werden mußte) führen den Beweis: Schlimmes kann durchaus bekömmlich sein
– je nachdem, wie man es anrichtet.
Die Quellen, aus denen diese etwas anderen Stimmungslieder schöpfen, sind dunkel.
Dramatis personae: eine Puppe im Garten, eine Skulptur von Barlach, die Kinder einer
geläuterten Hexe im Linienbus, Mops und Bienenstich. Was sich in den Augen dieser
Figuren spiegelt wie die Lichter vorbeihuschender Fahrzeuge bei Nacht, erreicht uns nur
als dumpfe Ahnung. Mediale Katastrophen verstauben auf Wiedervorlage; Krämer macht
sich seine Sorgen noch selber. Und wie sich das für Sorgen so gehört, ist er noch nicht
mit ihnen fertig geworden. Unter der Oberfläche beschwingter Melodien und eleganter
Erzählungen schwelen Unheil, Trauer, Verlorenes, Vergebliches. Hobbies: in Kannibalen-
Kochrezepten stöbern und alte Deutschklausuren orchestrieren.
In den Kommentaren gibt sich Krämer kapriziös, in den Liedern lieblich bis derb. Sein
musikalisches Vokabular reicht von Swing bis Wiener Schule. Und je burlesker die
Fassade, desto filigraner die Botschaft. Das ist Klagen auf hohem Niveau.
Sebastian Krämer - „Im Glanz der Vergeblichkeit–Vergnügte Elegien"
SEBASTIAN KRÄMER: „Im Glanz der Vergeblichkeit – Vergnügte Elegien“ - CHANSON –

Man weiß nicht, wer mehr zu bedauern ist, der Jammerlappen oder die, die er naß macht
– während sich zeitgenössischer Deutschpop in der Exaltierung von Emotionen gefällt,
verlegt Sebastian Krämer sich aufs Gegenteil: beispielhafte Contenance als Umzäunung
beispielloser Abgründe. Vergnügte Elegien (ein Genre, das zu diesem Zweck eigens
erfunden werden mußte) führen den Beweis: Schlimmes kann durchaus bekömmlich sein
– je nachdem, wie man es anrichtet.
Die Quellen, aus denen diese etwas anderen Stimmungslieder schöpfen, sind dunkel.
Dramatis personae: eine Puppe im Garten, eine Skulptur von Barlach, die Kinder einer
geläuterten Hexe im Linienbus, Mops und Bienenstich. Was sich in den Augen dieser
Figuren spiegelt wie die Lichter vorbeihuschender Fahrzeuge bei Nacht, erreicht uns nur
als dumpfe Ahnung. Mediale Katastrophen verstauben auf Wiedervorlage; Krämer macht
sich seine Sorgen noch selber. Und wie sich das für Sorgen so gehört, ist er noch nicht
mit ihnen fertig geworden. Unter der Oberfläche beschwingter Melodien und eleganter
Erzählungen schwelen Unheil, Trauer, Verlorenes, Vergebliches. Hobbies: in Kannibalen-
Kochrezepten stöbern und alte Deutschklausuren orchestrieren.
In den Kommentaren gibt sich Krämer kapriziös, in den Liedern lieblich bis derb. Sein
musikalisches Vokabular reicht von Swing bis Wiener Schule. Und je burlesker die
Fassade, desto filigraner die Botschaft. Das ist Klagen auf hohem Niveau.