Freitag, 22.11.2019 bis Samstag, 11.01.2020

Städtische Galerie Dresden
Wilsdruffer Straße 2 (Eingang Landhausstraße)
01067 Dresden






Dresden war der Austragungsort für die großen Kunstausstellungen der DDR. Die letzte Ausstellung dieser Art – die X. Kunstausstellung der DDR – fand vom 3. Oktober 1987 bis zum 3. April 1988 statt, als vom Ende der DDR noch nichts zu ahnen war. Über eine Million Besucher besichtigten diese Schau.

Die Debatten über die vermisste Präsenz der Kunst der DDR in den letzten Jahren in Dresden legen die Vermutung nahe, dass einige Kunstwerke dieser großen Ausstellungen Eingang in ein imaginäres Bildgedächtnis vieler Bürgerinnen und Bürger der DDR und vor allem vieler Dresdnerinnen und Dresdner gefunden haben und dort mit den Gefühlen von Heimat, Verlust und Zugehörigkeit verbunden sind.

30 Jahre nach der politischen Wende unternimmt die Städtische Galerie Dresden das Experiment, anhand einer kleinen Auswahl von Gemälden erneut Einblicke in diesen Bilderkosmos zu geben. Durch die Möglichkeit der Re-Vision dieser Kunstwerke möchten wir mit unseren Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch kommen – sowohl
über die Motive der präsentieren Kunstwerke, die künstlerischen Mittel als auch über die Frage, ob und wenn ja in welchem Umfang verschiedene Botschaften und Deutungen der Kunstwerke ihre Aktualität bis heute erhalten haben.

Folgende Künstlerinnen und Künstler sind in der Ausstellung mit Werken vertreten:
Lothar Böhme, Gudrun Brüne, Hartwig Ebersbach, Steffen Fischer, Dieter Gantz, Sighard Gille, Eberhard Göschel, Christl Maria Göthner, Peter Graf, Clemens Gröszer, Ulrich Hachulla, Angela Hampel, Heidrun Hegewald, Johannes Heisig, Werner Juza, Wolfgang Mattheuer, Harald Metzkes, Gerhard Kurt Müller, Wolfgang Peuker, Uwe Pfeifer, Stefan Plenkers, Neo Rauch, Arno Rink, Gerhard Schwarz, Willi Sitte, Hans-Peter Szyszka, Andreas Thieme, Joachim Völkner, Frank Voigt, Andreas Wachter, Trak Wendisch, Jürgen Wenzel, Doris Ziegler und Rainer Zille.

Di – So, Feiertage: 10 – 18 Uhr Fr: 10 – 19 Uhr Mo: geschlossen


Eventdaten bereitgestellt von: Kulturkurier

Das könnte auch interessant sein

Das Ende der Eindeutigkeit. Malerei aus der X. Kunstausstellung der DDR

Führung durch die Sonderausstellung Das Ende der Eindeutigkeit. Malerei aus der X. Kunstausstellung der DDR und die ständige Ausstellung Malerei und Plastik von 1900 bis zur Gegenwart

Führung kostenfrei zzgl. Museumseintritt

Dresden

08.12.2019
11:00 Uhr
Das Ende der Eindeutigkeit. Malerei aus der X. Kunstausstellung der DDR

Führung durch die Sonderausstellung Das Ende der Eindeutigkeit. Malerei aus der X. Kunstausstellung der DDR und die ständige Ausstellung Malerei und Plastik von 1900 bis zur Gegenwart

Führung kostenfrei zzgl. Museumseintritt

Dresden

22.12.2019
11:00 Uhr
Anka Zink - Das Ende der Bescheidenheit
Das Ende der Bescheidenheit. Ein Halleluja auf das Protzen – für alle, die noch immer klotzen. Comedy mit Arroganz. Von und mit einer erfolgreich- und gutaussehenden Anka Zink. Haben Sie auch so viele Talente, die Sie der Welt zeigen könnten, wenn die Welt dann mal endlich zu Ihnen hingucken würde? Eigentlich weiß es jeder von uns längst: Jetzt bin ich dran! Für Bescheidenheit und Zurückhaltung ist in Zeiten der Selbstinszenierung keine Zeit mehr. Es wird immer wichtiger wichtig zu sein, sonst kommt man unter die Räder. Überall locken Supermodels, Supertalents, Superfood, Superserien, Supereinschaltquoten, Superschnäppchen, Super Bowl, Supervisoren, Superklima und Supersex. Alle sind super fit, super talentiert, super schön, super jung, super geil, super laut... zumindest auf ihren Selfies. Nur die Normalos sind weg – aus unserem Viertel, unserer WhatsApp Gruppe und auf Instagram. Jeder längst für sich ein Unikat und in seiner Welt berühmt. Aber wer ist noch übrig, um uns zu bewundern? Und vor allem wofür? In einer Zeit, in der Markttauglichkeits-Hochbegabung die Königsdisziplin ist und „Wer hat das gesagt?“ wichtiger ist als „Worum geht es eigentlich?“, liefert Anka Zink mit: „Das Ende der Bescheidenheit“ eine brand-aktuelle und pupen-neue Aufklärungs-Offensive. Sie haut mit tadellosen Provokationen kräftig auf den Putz, ehe wir unsere Lieblings-Influencer als „Alltagsbegleiter“ bei unserer Pflegekasse anmelden müssen, ehe uns die Digitalisierung restlos in die Überflüssigkeit entlässt und die Bescheidenen unter uns nervös werden, weil niemand mehr Bescheid weiß. Anka Zink hat mit ihrer Wichtig-Tuer-Entlarv-Liste und dem ultimativen Narzissten-Selbsttest zwei moderne Apps zur Rettung des gesunden Menschenverstandes erfunden. Ein Programm mit praktischen Beispielen und tollen Übungen für alle Bescheidenen, die Unbescheidenheit verdient haben! Das wird ein höllischer Spaß für alle, die böses Kabarett mögen, Vorurteile lieben und Ungerechtigkeit hassen. Toll, dass Sie dabei sind!
Michael Wigge: "Ohne Geld bis ans Ende der Welt" - Multimediashow - Das Live Programm
Ohne Geld bis ans Ende der Welt – Das Live Programm
MICHAEL WIGGE
Michael Wigge ist Reporter, Selbstfilmer und Autor. Seine Arbeiten zeichnen sich durch eine
Mischung aus Journalismus und Unterhaltung aus. Sein Spezialgebiet sind Kulturthemen, die er
unterhaltsam beleuchtet.
Dafür wurde Michael Wigge mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Im Sommer 2010 macht Wigge den unglaublichen Selbstversuch innerhalb von 150 Tagen von Berlin
an das Ende der Welt, also zur Antarktis zu reisen, ohne einen Pfennig Geld mit zu nehmen. Dieser
spannende und teilweise dramatische Selbstversuch führt Wigge zu Freeganern, Obdachlosen,
Zuhältern, Aussteigern, Amish Bauern und vielen weiteren Subkulturen. Auf der Reise lernt und zeigt
Wigge wie jeder Tag damit gefüllt ist Nahrung, Weiterreise und Unterkunft kostenlos zu bekommen. Er
schläft in Scheunen und an Stränden, reist per Anhalter oder als Blinder Passagier im Zug und erfragt
sich seine Nahrung meistens in Geschäften, Cafés oder bekommt sie einfach aus Mülltonnen.
Neben Höhepunkten wie seines Hawaiiaufenthaltes und seiner dortigen Ernährung durch Blumen oder
sein Job als Butler beim deutschen Botschafter in Panama, gibt es aber auch dramatische Tiefen:
In Peru brennt das Haus seines Gastgebers ab. Kurz darauf bekommt Wigge in Bolivien nichts mehr zu
Essen und muss durch ein erbetteltes Busticket zurück nach Peru, wo er erst nach zwei Tagen die erste
Nahrung wieder zu sich nimmt. Die Reise steht kurz vor dem Abbruch. Doch durch seine Kreativität und
stetigen Willen das Projekt zu schaffen, findet er hier einen allerletzten Ausweg. Die Reise endet in der
Antarktis, die Wigge als Mitglied einer chilenischen Expedition erreicht.
Insgesamt reist Wigge 35 000 Kilometer durch vier Kontinente, elf Länder, schläft bei 40 verschiedenen
Leuten, fragt in 500 Geschäften nach kostenloser Nahrung und trifft über 100 hilfsbereite und
mitfühlende Menschen, die sich von seiner Idee anstecken lassen und ihm helfen. Die Reportage zeigt
neben einer spannenden, persönlichen Überlebensgeschichte einen trotzdem humorvollen
Protagonisten. Zusätzlich bringen fundierte Interviews von Menschen am Wegesrand, tolle Landschafts-
und Portraitbilder und filmische Einspieler, Fakten über Land und Leute und ein Ratgeber, wie
man ohne Geld reist, einen dokumentarischen Anspruch. Vor allem gibt die Reportage aber einen
Einblick in eine Lebenssituation, die für unsere Wohlstandsgesellschaft nicht mehr vorstellbar ist.
Die Videoserie wurde mehrfach im deutschen Fernsehen auf ZDFneo und auf PBS in den USA
ausgestrahlt, mit dem Grimme Preis nominiert und als Buch erfolgreich mehr als 50 000 Mal in
Deutschland, Südkorea und den USA verkauft.
Michael Wigge lebt in Berlin und auf Hawaii. Weiter Informationen über ihn und seine Projekte finden Sie unter:
http://www.michaelwigge.de
Michael Wigge: info@michaelwigge.com
Telefonisch 0163 284 7222
http://www.michaelwigge.de

Einlass: 19:00 Uhr ins Haus | 19:30 Uhr in den Kleinen Saal

Böhlen

14.03.2020
20:00 Uhr
Tickets
ab 16,00 €
Thilo Sarrazin oder "Das Ende der Geschichte"
Filmausschnitte: ARD, ZDF

Im September 2009 veröffentlichte die Kulturzeitschrift Lettre International ein Gespräch mit dem Berliner Ex-Finanzsenator und Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, Thilo Sarrazin, in dem dieser sich über drei Skandale in der Stadt empörte: Die 20 % Hartz-IV- oder Sozialhilfebezieher würden »ökonomisch nicht gebraucht«, lebten aber von öffentlichen Geldern. Die massenhafte Präsenz von Türken und Arabern, »die keine produktive Funktion« hätten, aber zwei bis dreimal mehr Kinder produzierten als die Einheimischen, würde zur Eroberung Deutschlands durch die »höhere Geburtenrate« führen. Diese demographische Entwicklung bedeute eine Abnahme des „Anteils der intelligenten Leistungsträger « und habe zur Folge, dass die Berliner »von Generation zu Generation dümmer« würden. Als diese Mischung von Zynismus, Rassismus und völkischer Eugenik Proteste auslöste, machte Sarrazin aus dem Fall Berlin den Skandal
Bundesrepublik: Mit seinem Buch »Deutschland schafft sich ab« wurde er zum Propheten, der das Ende
der deutschen Geschichte verkündete.

Die Vortrags- und Filmreihe:

Der Griff Nazideutschlands zur Weltmacht endete mit der totalen Niederlage und der Bilanz von mehr als 40 Millionen Opfern – 30 Mio. Sowjetbürger, 6 Mio. Polen, 2 Mio. Jugoslawen, 500 000 Tschechoslowaken. Davon waren 5 Mio. Juden, zu denen noch 1,3 Mio. deportierter Juden und 500 000 Sinti und Roma gerechnet werden müssen. Schon 1946 lagen zwei Abhandlungen zur Schuldfrage vor: Karl Jaspers sah die politische Schuld aller Deutschen darin, 1932/33 zugelassen zu haben, »daß ein solches Regime bei uns entstanden ist«. Hannah Arendt konstatierte ab 1940/41 den Zustand einer »totalen Komplizenschaft des deutschen Volkes« und sprach von einer »›Volksgemeinschaft‹ des Verbrechens«. Aber die westdeutsche Nachkriegsgesellschaft hat diese Diagnoseangebote negiert und sich für eine Politik der Amnestie und Amnesie entschieden. Die 1949 gegründete BRD integrierte die Mehrheit der NS-Eliten in den neuen Staat und ließ alle in Nürnberg verurteilten Kriegsverbrecher frei. Die Überlebenden der »Volksgemeinschaft« sorgten dafür, dass die Geschichte der NS-Zeit abgespalten und die Schuld Anderen zuwiesen wurde – »Hitler war’s«. Mitte der fünfziger Jahre waren die Westdeutschen sogar überzeugt, dass sie durch den Krieg und dessen Folgen selber zu Opfern geworden waren. Gegen dieses Gesichtsbild konnte sich die Wahrheit nur in Form ununterbrochener Tabubrüche durchsetzen. Die Reihe wird zehn Fälle aus dieser 60jährigen Skandalgeschichte präsentieren.

Hannes Heer, Jahrgang 1941:
Nach dem Studium der Geschichte und Literatur Tätigkeit als Rundfunktautor, Theaterdramaturg, Dokumentarfilmer für ARD/ZDF und Ausstellungskurator, u. a.: »Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944« (1995-1999) und »Verstummte Stimmen. Die Vertreibung der Juden aus der Oper 1933 bis 1945« (2006-2012). Die Fallstudie zu den Bayreuther Festspielen steht auf dem Festspielhügel als Open-Air-Installation. Hannes Herr hat zahlreiche Publikationen zu Nationalsozialismus, Krieg und Nachkriegserinnerung verfasst und ist Träger der Carl-von Ossietzky-Medaille.

Eintritt frei, begrenzte Platzzahl. Bitte holen Sie sich eine Freikarte über die Urania-Homepage oder die Urania-Kasse. Online zzgl. Systemgebühr.

Gefördert durch die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ (EVZ)