Montag, 20.01.2020
um 20:00 Uhr

Urania Berlin
An der Urania 17
10787 Berlin




Seit 30 Jahren bereist der Profi-Fotograf Peter Gebhard (u.a. GEO, stern, VIEW) die faszinierende Insel am Polarkreis. Für seine letzte, 10.000 km langen Tour war er sechs Monate lang mit seinem T1-Bulli "Erwin" zwischen Gletschern und Geysiren, Wüsten und Vulkane unterwegs! Mit 44 PS entschleunigt, lernte er die Nordmeerinsel und seine Bewohner gänzlich neu kennen. Ob bei heißen Quellen inmitten einer Eishöhle, im Schneesturm auf einer Passhöhe in den Ostfjorden, auf 500 Meter hohen Vogelklippen im Mittsommernachtslicht oder unter Polarlichtgeflacker inmitten bizarrer Lavalandschaften – immer befand er sich mit seinem Oldtimer ganz dicht am Puls der Erde! Doch es gab auch Pleiten, Pech und Pannen auf dem Abenteuer-Trip: In den Westfjorden brach nach einer Woche der Schalthebel ab, mitten im Hochland riss der Gaszug... In der Not war Improvisation Trumpf! Abseits der Touristenrouten lernte Peter Gebhard mit seinem Bulli ganz besondere Nachkommen der Wikinger kennen: Eymundur, der eine Million Bäume pflanzte, aus Brachland ein Paradies mit Bio-Produkten schuf – Heida, die bereits als Model in New York arbeitete und dann Farmerin wurde – Elin, die gegen ein Staudammprojekt kämpft – und Torfi, der nach 30 Jahren in Deutschland wieder in seine alte Heimat zurückkehrte – ohne seine Frau, dafür aber mit seinem T2-Oldtimer! Viele wunderschöne kleine Geschichten, spektakuläre Luftaufnahmen und Videoszenen der traumhaften Landschaften und mittendrin immer wieder der kleine rot-weiße Oldtimer.

Peter Gebhard, Dipl. Designer Fotografie, Autor, Paderborn

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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100.000 Kilometer Südamerika - Menschen - Augenblicke - Abenteuer
“Träume sind zum Leben da - man darf Sie nur nicht vergessen!“ Keine Auszeit auf Zeit, nein, 100 % unbegrenzte Freiheit und pures Leben. Eine große Reise ohne zeitlichen Horizont und ohne festes Ziel, das war die Motivation für den Fotografen Martin Leonhardt, im Oktober 2013 seine fränkische Heimat zu verlassen. Er kündigte seinen Job, verkaufte all sein Hab und Gut und verabschiedete sich von Familie und Freunden. Er lässt nichts zurück und startet mit seinem Motorrad alias Katze einen neuen Lebensabschnitt.

Bildgewaltig, spannend, äußerst kurzweilig und emotional - so erzählt der Globetrotter seine Geschichten vom schönsten Kontinent unseres Planeten. Seine Fahrt durch Südamerika ist geprägt von spannenden Abenteuern, hunderten Nächten in freier Natur, zufälligen Begegnungen und der stetigen Neugier, fremde Länder und seine Menschen zu verstehen. Angetrieben von Spontanität führt ihn seine Reise durch spektakuläre Landschaften. Er durchquert die traumhaften Wüsten der Atacama, das schwindelerregende Altiplano Boliviens, das weite Patagonien, den feuchten Pantanal und das hitzige Amazonasbecken. Die endlose Gran Sabana in Venezuela und der trockene Nordosten Brasiliens bringen Martin an seine Grenzen.
Vom Atlantik zum Pazifik, von 0 auf 6000 Meter, von eiskalt bis tropisch heiß. Im verrückten Zickzackkurs verstreichen die Jahre. Kurz vor dem Ziel, Südamerika zu verlassen, zwingen ihn verschlossene Grenzen auf einen 10 000 Kilometer langen Umweg durch die grüne Hölle. Die hohen Berge Perus, die Vulkane Ecuadors und die Vielfalt Kolumbiens heißen Martin auf ein Neues willkommen. Der Abenteurer sucht stetig engen Kontakt zu den Menschen, er besucht ärmste Dörfer, Schulen und durchstreift die unbekanntesten Städte. Er nimmt am Leben teil, um auf schier unglaubliche, bewegende Geschichten zu stoßen. Mit dem Segelschiff führt die Reise weiter nach Kuba und schlussendlich nach Mittelamerika. Trauer und Freude – im Wechselkurs der Emotionen stellt sich Martin auch vielen persönlichen Herausforderungen. Und das alles nur, um nach 100 000 Kilometern und 3,5 Jahren festzustellen, dass die große Reise eigentlich erst begonnen hat.

Martin Leonhardt, Fotograf, Weltreisender, Abenteurer, Autor, Wittelshofen
Indien - Mystik, Menschen, Maharadschas
Im äußersten Osten von Ladakh, nahe der streng bewachten Grenze zu Tibet, beginnt die Reise des Fotojournalisten Pascal Violo durch den indischen Subkontient.
Sie führt ihn über viele Monate durch Wüsten und Urwälder, über verschneite Pässe und Teeplantagen, in Millionenstädte und abgelegene Dörfer, vor allem aber zu den Menschen dieses einzigartigen Landes.
Nach der Weite der Berglandschaft Ladakhs erlebt Violo einen Kulturschock, als er das quirlige, dicht besiedelte Varanasi erreicht. Hier schlägt das Herz des Hinduismus. Die Stadt ist einer der himmelschreiend buntesten, gnadenlos chaotischsten und ungerührt indiskretesten Orte unserer Erde. Varanasi ist einer der ältesten bewohnten Städte der Welt, das "ewige Feuer" brennt hier bereits seit über 3.500 Jahren ohne Unterbrechung. Täglich kommen Tausende Pilger um die heiligen Waschungen vorzunehmen, jeden Tag gibt es hier 300 Verbrennungen, denn wer am Ganges stirbt, kann das "Rad der Wiedergeburten" beenden, so lautet der hinduistische Glauben. Tagelang streift der Fotograf durch die engen Gassen der Stadt und begegnet Sadhus, Wahrsagern, Musikern und Mönchen, die die mystische Stimmung dieser Stadt ausmachen.
Nach einigen kontemplativen Tagen in der großen Sandwüste Thar und dem Kennenlernen des faszinierenden goldenen Tempels, dem Zentrum der Sikh Religion, erreicht Pascal Violo schließlich den Süden Indiens und damit eine völlig neue Welt.
Hier reist er gemeinsam mit seiner Familie und erlebt dadurch einen vertrauten und distanzlosen Kontakt zu den Menschen. Da Violos Frau Karin fast fließend Tamil, eine der Hauptsprachen Südindiens, beherrscht, öffnen sich der reisenden Familie viele Türen und es entstehen tiefgehende Reportagen. Wochenlang lebt die Familie in den abgeschiedenen Dörfern der Kurumba, Paniya und Kattunayakan Völker. Sie sind die eigentlichen Ureinwohner Südindiens und diese sensiblen Begegnungen bilden einen weiteren Höhepunkt dieser vielfältigen und persönlichen Reise.

Pascal Violo, Reisefotograf, Güssing, Österreich

2 Stunden inkl. Pause
Cuba - Rhythmus, Rum & Revolution
Türkisblaues Meer an über 300 Stränden, beeindruckende barocke Architektur in den zahlreichen Kolonialstädten, farbenfrohe Oldtimer, jahrelang gereifter Rum und handgedrehte Zigarren - all das ist Kuba, ein karibischer Traum in Pastell.
Der Reisefotograf Pascal Violo hat die Insel über mehrere Jahre intensiv bereist und entführt die Besucher in seiner Live-Reportage unter anderem in das lebensfrohe Havanna und in die unwirklich schöne Landschaft des Vinalestals im Westen der Insel. Doch auch der weniger bekannte Osten des Landes wird ausführlich präsentiert. Wilde Voodoo Rhythmen beim einzigartigen Karneval in Santiago, der Hauptstadt der Musik, tiefe Einblicke in die Revolutionsgeschichte des Landes in der Provinz Granma sowie beeindruckende Bilder der Naturparadiese in der Sierra Maestra - all das und einiges mehr gibt es hier zu sehen.
Im Zentrum der Live-Reportage stehen allerdings eindeutig die Menschen. Jene Kubaner, die mit ihrem Seiltanz zwischen karibischer Lebensfreude und dem täglichen Existenzkampf eine Gesellschaft geschaffen haben, wie sie frecher, lebhafter und widersprüchlicher kaum sein könnte.
Auf seinen Reisen begegnet Pascal Violo virtuosen Musikern, Tabakbauern und Voodoo Priestern aber auch Schachmeistern und Künstlern, die ihm über die staatliche Zensur erzählen.
In Trinidad staunt der Reisejournalist über das beeindruckende koloniale Flair und am 1. Mai, dem Tag der Arbeit marschiert er mit einer Million Kubaner zum Platz der Revolution.
Jede Reise ist ein weiteres Eintauchen in eine Welt des Rhythmus und der Poesie aber auch in eine des politischen Widerspruchs und der wirtschaftlichen Lethargie. Nicht ausbleiben kann dabei ein Staunen über das unerschöpfliche Improvisationstalent, das viele Kubaner zwangsläufig an den Tag legen müssen.
Und so ist Pascal Violo unterwegs auf einer Reise voller Musik, Melancholie und kultureller Vielfalt – im Rhythmus eines Landes, dass zwischen Revolution, Armut und ungebrochener Lebensfreude schwingt.

Pascal Violo, Reisefotograf, Güssing, Österreich

2 Stunden inkl. Pause