Freitag, 24.04.2020
um 19:00 Uhr





Er ist ein weirder Zeitgenosse dieser Jason Bartsch. Manchmal spielt er als One-Man-Band wilde Songs, die hochwertige Poesie in sinnlosen Klamauk verwandeln. Und im nächsten Moment kombiniert er tiefe Melodramatik mit politischen Themen, nur um kurz darauf twerkend einen Rap-Song zum Besten zu geben. Dieser Poetry-Slammer, Autor und Musiker steckt voller Überraschungen und Kreativität und ist niemals berechenbar.

Seine Bühnenkarriere begann auf einem Poetry Slam, auf dem er 2013 ins Finale einzog. Es folgten viele weitere Slams und Preise, die den Namen Jason Bartsch schnell deutschlandweit berühmt machten. Zudem beteiligte er sich an immer mehr Projekten in diesem Bereich. Das alles gipfelte 2017 in seiner ersten Tour, auf der er sein Programm "Heiterkeit als Recht auf Freizeit" vorstellte. Das, was Jason Bartsch auszeichnet und ihn aus der Masse hervorhebt, ist seine unglaubliche Musikalität und natürlich seine Vielseitigkeit. Er bringt sein Publikum zum Lachen, zum Nachdenken und zum Trauern – und das oftmals in nur einem Song.

Überzeugen Sie sich selbst von der unglaublichen Lyrik, die der junge Poet auf der Bühne an den Tag legt. Erleben Sie die wohl spektakulärste Kombination aus Tiefsinn und Schwachsinn und sichern Sie sich Tickets für diesen besonderen Künstler.

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JASON BARTSCH & BAND - "Eine Idee für das Klappen aller Dinge - Tour" präsentiert von a.s.s. concerts & promotion GmbH
Jason Bartsch ist irgendwie .. speziell. Seit 2016 tourt Jason Bartsch mit Songs über Fahrräder, seine Heimatstadt und einzige Liebe Bochum oder über Tiere durch die Republik, von Haldern Pop bis Open Flair, von Elbphilharmonie bis Kellerklub. Ob als Vorband des Lumpenpack oder solo vor ausverkauften Häusern in ganz Deutschland, seine Musik ist schräg wie seine Texte, die manchmal und plötzlich zutiefst ehrlich und ungemein emotional daherkommen. Zwischen dem lachenden und dem weinenden Auge liegen bei seinen Shows oft nur zwei Songs. Gefördert von der Initiative Musik erscheint 2020 ein neues Album, gefolgt von einer Tour mit Begleitband. Mit dabei: Eine Idee dafür, wie alles irgendwie funktionieren kann.
Der 1994 in Solingen geborene Wahlbochumer vereint dabei einiges: Eine klare politische Haltung, unkonventionellen Humor und eine literarische Tiefe, alles mit dem Ziel, die bestehenden Grenzlinien zwischen Popmusik, Unterhaltung und politischem Engagement aufzubrechen. In Zeiten der digitalen Entfremdung, zunehmender politischer Spannungen und totaler Intertextualität versucht Jason Bartsch all das in einer Person zu kombinieren: Er ist Popkultur, Comedy, Indierock und Aktivist, manchmal unbequem, manchmal grandios bescheuert, immer mit Rückgrat - aber ganz bestimmt nicht der vorhersehbare Musikact, der über Sehnsucht in Selbstmitleid verfällt. Bartschs Karriere begann in der Literatur. Der mehrfach zum Treffen Junger Autoren eingeladene und mit dem Nachwuchsförderpreis des Landes NRW ausgezeichnete Lyriker ist außerdem mehrfach Finalist deutschsprachiger Poetry Slam-Meisterschaften. Auch hier schon zeigte sich das politische Engagement, das ihn schon zu seinen Schulzeiten umtrieb. Von der Gewerkschaft verdi prämiert, skizzierte er damals den Weg eines Solinger NSDAP-Funktionärs nach, heute steht er aktiv und immer wieder dezidiert für die Bekämpfung des strukturell geleugneten Antisemitismus und des internalisierten Rechtsextremismus auf. Online, wie auf der Straße und auf den Bühnen der Demonstrationen unterstützt er die Fridays For Future-Bewegung und macht auch in seinen Songs auf die wirklich wichtigen politischen Themen der Gesellschaft aufmerksam. Dass Nazis schlecht sind, geht ihm nicht weit genug - er möchte tiefschürfend auf Jens Spahns Gesundheitspolitik aufmerksam machen, wenn er über Depressionen singt und Horst Seehofer einen Gegenentwurf zu seinem exkludierenden Heimatnarrativ bieten, wenn er über Deutschland spricht. In seinem Podcast „Die Integrationale“ versucht er aktuelle Themen soziologisch einzubetten und satirisch zu kommentieren.
Seine eigene Verantwortung nimmt er dabei besonders ernst. Jason Bartsch ist auf den Bühnen dieses Landes unterwegs und glaubt, mit seiner Stimme Menschen erreichen zu können. Formell ist er dabei ganz ein Kind seiner Zeit: Schnell, pointiert und mit schlagfertiger Verweisrhetorik entspricht er dem Format Instagram, wie wohl kaum ein zweiter Indie-Musiker. Es kommt also nicht von ungefähr, dass man Bartsch nicht nur immer wieder Veranstaltungen moderieren lässt, sondern auch häufig auf eine mögliche Comedy-Karriere hingewiesen hat. Doch er will an anderer Stelle unterhalten: Da, wo das Internet lebt. Da, wo Musik einen Gestus der Gemeinsamkeiten schaffen kann. Und da, wo man etwas neues denken kann, dass über den klassischen Musiker, Stand-Up-Comedian und Poetry-Slammer mit politischem Bewusstsein hinausgeht. Nämlich dort, wo man alles auf einmal sein kann.