Donnerstag, 05.03.2020
um 20:00 Uhr

E-Werk Kulturzentrum
Fuchsenwiese 1
91054 Erlangen






Mit „Permanent Way“ veröffentlicht der Brite einen mehr als würdigen Nachfolger seines
Debütalbums „Lines“. Dabei lacht er dem berüchtigten „Schwieriges-Zweites-Album“-Syndrom unverhohlen ins Gesicht, während er das Stereotyp vom „Akustik-Singer/Songwriter“ mehr noch als auf seinen ersten Veröffentlichungen gleichzeitig um ungeahnte Farben und Dynamiken bereichert.

Nichts wirkt gekünstelt oder verspielt. Hier spricht einer, der auf dem Boden geblieben ist und hinter die Fassade blickt. Seine warme Stimme und sein absolut individuelles, vom spanischen Flamenco beeinflusstes, virtuoses Akustikgitarrenspiel ergeben darüber hinaus ein wunderbares musikalisches Ensemble. „Permanent Way“ dokumentiert die Ungewissheit im Leben, das Verlangen nach Intimität und Liebe, aber auch Unabhängigkeit und Abstand. „Neben meinen Auftritten bin ich ein sehr zurückgezogener Mensch“, bekennt Charlie. „In den Texten findet sich auch immer wieder etwas Autobiographisches. Im Allgemeinen geht es aber um die Menschen und ihren gegenseitigen Umgang miteinander.“

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CHARLIE CUNNINGHAM - Permanent Way
„Es ist sehr intime, persönliche Musik.“ Sagt Charlie Cunningham über das, was er macht: „Es geht mir einfach um eine bestimmte Atmosphäre, die ich versuche herzustellen.“

Die er schafft herzustellen, seine Welt erscheint, als sehe man durch einen warm verregneten Schleier hindurch. Er ist Brite, ja, aber das ist so gar keine Erklärung, die Wärme seiner Songs kommt aus dem Herzen. „Ich meine“, sagt er im Interview mit dem Fastforward-Magazin, "sie ist melancholisch, meine Musik, aber die Songs haben auch immer einen Funken Optimismus. Ich versuche dafür zu sorgen, dass die Dinge sich auflösen. Und wenn nicht, dass man das Gefühl hat, es ist trotzdem okay. Es ist wie es ist. Wir leben in einer seltsamen Welt. Es gibt Höhen und Tiefen, und ich versuche all das in meiner Musik zu reflektieren, die positiven wie die negativen Momente.“

Wenn man ihn mit wem vergleichen will, dann ist sein Gitarrenspiel unvergleichlich (er hat 2 1/2 Jahre in Sevilla gelebt und gelernt) und er selber … ist in etwa so optimistisch wie CIGARETTES AFTER SEX es sind, ist so melancholisch wie NICK DRAKE es war und so poetisch wie, nunja, wie GREG GRAFFIN es geworden ist, Kopf von Bad Religion. Jenen Punk-Ikonen, von denen der so gefühlvolle und verletzliche Charlie sagt:

„Ich bin ein großer Bad Religion Fan. Ich wäre wahnsinnig gerne Mitglied von Bad Religion. Das wäre großartig! (lacht) Aber mal wirklich, vor allem geht es bei Musik um Ehrlichkeit. In welcher Form sie daher kommt ist am Ende unwesentlich.“

Und dann verdichtet er, was er meint mit seiner Musik, in einem Wort: „Hingabe“.

Sich hingeben an Ehrlichkeit: höher kann man den Anspruch, den einer an sich stellt, nicht schrauben. Und Charlie Cunningham hat wieder und wieder Momente in seinen Songs, in denen er diesen Anspruch einlöst. Momente, in denen man sitzt und hört und weiß, diese Musik, sie meint mich.