Freitag, 18.10.2019
um 20:00 Uhr

Theater Hammerschmiede
Hammerwasen 1
72108 Rottenburg am Neckar


Tickets
ab 16,00 €




Was wären Filme ohne ihre Musik, ohne eingängige Songs? Was wäre Frühstück bei Tiffany ohne Audrey Hepburns »Moon River« oder Der Zauberer von Oz ohne »Over the Rainbow«?

Musik, die in den Film eingeht oder aus dem Film heraus entsteht, trägt in hohem Maße zur Filmqualität bei. Sie dient nicht nur der Ergänzung der Bilder, sondern auch der Erklärung des Geschehens. Sie weist auf Spannung und Entspannung hin und beeinflusst eminent die Gefühlslage des Zuschauers.

Mit seinem Programm gibt das hochkarätige Quartett um den Sänger Habib Benedikt Elias (der u.a. am preisgekrönten Kino-Dokumentarfilm Rhythm is it mitwirkte) dieser Musik eine eigene Bühne und erzählt mit seinen Jazz-Interpretationen von Charlie Chaplins »Smile« bis zu »Al otro lado del rio« aus dem Film Die Reisen des jungen Che seine eigenen Versionen von Geschichten aus der Welt des Films. Eine musikalische Reise vom Cinema Française über Romantic Comedies bis zu Independent Movies.

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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Shalosh
Shalosh – hebräisch für »Drei«. Doch sagt dieser Name viel mehr aus nur »Piano-Trio«, als dass er nur auf ein Pianotrio verweist. Für die drei Israeli, den Pianisten Gadi Stern, Bassist David Michaeli und Schlagzeuger Matan Assayag ist es mehr als nur eine Band, sondern ein Lebensprojekt: »Shalosh is not just a band, it’s an idea.«

Shalosh kennt keinen Leader, die Musik wird zusammen erdacht. Vertraut sind sie sich nicht nur in der Musik, sondern auch im Leben: Stern und Assayag sind Kindheitsfreunde, und ihre gemeinsame Geschichte beginnt in Jerusalem, wo sie mit der Band Enoma Elish erstmals von sich hören machten. Als die beiden dann 2014 Shalosh gründeten und nach einem Bassisten suchten, stieß Michaeli im Teenageralter dazu. Seitdem sind die drei unzertrennlich, haben ihren Lebensmittelpunkt nach Tel Aviv verlagert, wo sie in der Nachbarschaft wohnen und sich fast täglich treffen. Shalosh ist schon fast eine Familienangelegenheit.
Diese intensive Beziehung hat Shalosh zu einer eigenen musikalischen Vision verholfen. Zu Musik, wie sie nur möglich wird, wenn drei Jungs seit ihrem 16. Lebensjahr zusammen Songs schreiben. Sie schwärmen für Nirvana, Brahms und The Bad Plus und überspringen sämtliche Stilbarrieren; sie sind Kinder der 90er und haben die Pop- und Rockmusik dieser Zeit assimiliert.

Die Lautstärke des Rock und die Tanzbarkeit elektronischer Musik treffen auf die Sensibilität und den Gestaltungswillen studierter Jazz-Musiker. Von Einflüssen aus der klassischen Musik und des Mittleren Ostens ganz zu schweigen. Shalosh macht Musik mit einer Sturm und Drang-Mentalität von Mitzwanzigern. Ihre sich ekstatisch steigernden Songs erzeugen eine spannungsgeladene Sogwirkung, wie ein wogendes, dann aufbrausendes Meer, das sich gleichwohl die Zeit nimmt, still zu stehen, um selbst in kontemplativer Schönheit zu baden. Die Musik von Shalosh ist somit ein Abbild ihrer Heimat Tel Aviv, einer bunten, toleranten aber auch ungestümen Stadt. Hier werden Grenzen neu ausgelotet, übermütig gefeiert, aber mit dem beruhigenden Meer an den Füßen. »Onwards and upwards«, die aktuelle CD des Trios, drückt dieses Lebensgefühl aus als ein Spiegelbild der Lebenswirklichkeit dreier junger Männer in Israel.