Dienstag, 22.10.2019
um 20:00 Uhr







Gespräch: Meike Zwingenberger

Jill Lepore, preisgekrönte US-amerikanische Autorin und brillante Historikerin, erzählt die Geschichte der USA von ihren Anfängen bis zur heutigen Weltmacht in der Krise. Sie hinterfragt die fundamentalen »Wahrheiten« (Thomas Jefferson), auf denen die amerikanische Gesellschaft aufgebaut ist – politische Gleichheit, natürliche Rechte, Volkssouveränität – und verknüpft die Historie der amerikanischen Politik, des Rechts, des Journalismus und der Technologien von den ersten kolonialen Versammlungen bis zu den Internet-Polls der Gegenwart, von der Magna Carta bis zum Patriot Act, von den ersten Druckerpressen bis zu Facebook. Eine faszinierende Reise durch die USA und die Jahrhunderte.

VERANSTALTUNG IN ENGLISCHER & DEUTSCHER SPRACHE
Büchertisch: Krammel & Meier
Veranstalter: Stiftung Literaturhaus / Stiftung Bayerisches Amerikahaus / Verlag C.H.Beck in der Historischen Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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Im Westen nichts Neues? - Fragen an München nach 1989
Moderation: Ingo Schulze & Volker Isfort (Abendzeitung)

Das Finale des forum:autoren mit Menschen aus München: Vier Autor_innen und vier Leser_innen präsentieren kurze Texte und sprechen mit Ingo Schulze und Volker Isfort über ihre Wahrnehmung des Wandels.

Für ihn habe sich mit 1989 alles verändert, sagt Ingo Schulze. Im Westen Deutschlands bekäme er hingegen oft zu hören: »Das betraf nur den Osten. Bei uns hat sich doch nichts verändert.« Nun wird genauer nachgefragt! Münchner*innen, die einem Aufruf der Abendzeitung folgten, sowie von Schulze eingeladene Autor*innen erzählen, wie sich 1989 in unsere Stadt eingeschrieben hat.

Katja Huber (*1971) studierte in München Slawische Philologie und Politik. Seit den 1990er-Jahren, die sie teils in Russland verbrachte, arbeitet sie als Prosa- und Hörfunkautorin. Auf jüngste gesellschaftspolitische Veränderungen reagierte sie prompt: als Mitbegründerin der Initiative Meet your neighbours, die Veranstaltungen mit geflüchteten Künstler*innen organisiert.

Zu den Gründern zählt auch Fridolin Schley (*1976). Er studierte an der Münchner HFF sowie Germanistik, Philosophie und Politik in München und Berlin und promovierte über W. G. Sebald. Für seine Romane vielfach ausgezeichnet, arbeitet Schley zudem als Lektor und Publizist. So gab er 2015 mit »Fremd« eine Anthologie Münchner Autor*innen gegen Fremdenfeindlichkeit heraus.

Als Kuratorin des forum:autoren 2013 setzte sich Dagmar Leupold (*1955) unter dem Motto »Stadt Land Fluss« mit Geschichten von der Gegenwart auseinander. Geboren in Rheinland-Pfalz ist sie keine Urmünchnerin – erlebte die Stadt aber in den 1990er-Jahren: Nach ihrer Promotion in Vergleichender Literaturwissenschaft in New York führte sie ein Lehrauftrag an die Ludwig-MaximiliansUniversität.

Ein Zugroaster ist auch Tilman Spengler (*1947): Der gebürtige Nordrhein-Westfale studierte Sinologie, Politik, Neuere Geschichte und promovierte 1972 in München, vor dessen Toren er heute lebt. Er war langjähriger Mitherausgeber des »Kursbuch« und begleitete des Öfteren Politiker auf Reisen nach China. Für sein Buch »Glücksfälle der Weltliteratur« spazierte Spengler durch zweieinhalb Jahrtausende Literaturgeschichte und fürs forum:autoren durch ein halbes Jahrhundert München!

Veranstalter: Literaturfest München – forum:autoren