Donnerstag, 26.09.2019
um 20:00 Uhr

HAU1
Stresemannstraße 29
10963 Berlin




Advice for English surtitles
In order to have a good view on both stage and surtitles we advise you to buy tickets in the balcony or in the rows 3-8. The staff of HAU visitor´s service is happy to help you.

Die Wohnungsfrage ist die soziale Frage unserer Zeit, ganz besonders in Berlin. Auf der Straße, in Bars und Büros – wo man hinhört, Mieter*innensorgen: Angst vor Modernisierung und Mietsteigerung, vor Verdrängung, Umwandlung und Wohnungsnot. Auch in anderen Kreisen spricht man über das Wohnen, aber nicht über das Wohnen als Zuhause, sondern als Kapitalanlage. Berlin ist eine Stadt unter Einfluss, unter schlechtem Einfluss. Aber die Berliner*innen haben angefangen sich zu wehren: 40.000 Menschen gingen für die “Mietenwahnsinn”-Demo im Mai auf die Straße. Etwa zur gleichen Zeit hat Christiane Rösinger im Auftrag des HAU ein Musical zur Mieter*innenbewegung erarbeitet. Die Musikerin und Autorin, die seit 30 Jahren mit ihren Bands Lassie Singers, Britta und auch solo über Berlin singt und schreibt, bringt die Wohnungsfrage mit acht Musiker*innen und einem Chor aus Kreuzberger und Neuköllner Mietaktivist*innen auf die Bühne. Als Spezialist*innen in Sachen Verdrängung und Mietersorgen singen und tanzen sie ihre eigenen Geschichten. Am Ende wird natürlich alles gut – es ist schließlich ein Musical!
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The housing question is the social question of our time, particularly in Berlin. On the street, in bars and offices – wherever you listen tenants are worried: fear of modernization and rising rents, of displacement, conversion and housing shortages. In other circles as well people are talking about housing, but not as a home, as capital investment. Berlin is a city under the influence, under a bad influence. But Berliners have started fighting back: 40,000 people took to the streets in May for the “Mietenwahnsinn” demo. At about the same time HAU commissioned Christiane Rösinger to make a musical about the tenants movement. The musician and writer, who has been singing and writing about Berlin for 30 years with her bands Lassie Singers, Britta and also solo, brings the housing question to the stage with eight musicians and a chorus made up of Kreuzberg and Neukölln tenant activists. As specialists in the issues of displacement and tenant problems, they sing and dance their own stories. In the end of course everything will be fine – after all, it’s a musical!

Restkarten ggf. an der Abendkasse

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

weitere Termine

Karel van Laere “The Non-present Performer” - (Choreografie: Amos Ben- Tal)
CTM 2020 – Liminal
Festival for Adventurous Music and Art

Mit Animals of Distinction, Fly Pan Am & United Visual Artists, Dorine Mokha & Elia Rediger, Dani Gal & Ghazi Barakat, Num, Frederic Gies, Karel van Laere und vielen weiteren.

Das CTM Festival lotet alljährlich die Möglichkeiten und Grenzen von Musik aus. Dabei stellt es musikalische Praxis in erhellenden Zusammenhang mit gesellschaftlichen Wandlungsprozessen. Unter dem Titel “Liminal” wirft sich CTM 2020 in den Limbo von Grenzphänomenen. Liminale Phänomene und liminoide Zustände sind Übergangsphasen, in denen eine vertraute Ordnung destabilisiert, außer Kraft gesetzt oder in ihr Gegenteil verkehrt wird. Sie versetzen uns in Grauzonen, ins Zwischen einer nicht mehr gültigen Vergangenheit und einer im Kommen bleibenden Zukunft. In den Auseinandersetzungen um Klimawandel, Postdemokratie, soziale Gerechtigkeit, Globalisierung, Migration, Hybridisierung oder Digitalisierung zeigt sich die liminale Natur unserer Gegenwart – das Alte ist nicht mehr brauchbar, doch Lösungen für eine ermutigende Zukunft bleiben vielfach außer Sicht. Immer jedoch geht es um Grenzen und Grenzauflösungen. Gerade in der Musik werden Schwellenerfahrungen und Akte der Überschreitung immer schon verhandelt. Sie spiegeln nicht nur die Übergangszustände unserer verunsicherten Gegenwart, sondern öffnen zugleich Experimentierräume für kommende Zukünfte. Das Liminale ist auch eine Kontaktzone mit dem “Anderen”, dem Unbewussten und veränderter Formen des Selbst. Können wir dort alternative Denkweisen produzieren, neue Vergemeinschaftungen erproben und Handlungsspielräume entdecken? Wann werden Machtkonstellationen lediglich aktualisiert und wann lassen sich tatsächlich kulturelle Freiheits- und Durchlässigkeitsgewinne erreichen? CTM 2020 erkundet Schwellenzustände und Grenzphänomene in und mittels Musik und Sound, um nach den Potenzialen einer experimentellen Politik im liminalen Raum zu fragen, die bis auf weiteres ohne greifbare Utopien auskommen muss.

http://www.ctm-festival.de

CTM 2020 – Liminal
Festival for Adventurous Music and Art

With Animals of Distinction, Fly Pan Am & United Visual Artists, Dorine Mokha & Elia Rediger, Dani Gal & Ghazi Barakat, Num, Frederic Gies, Karel van Laere, and many more.

CTM Festival pairs daring artistic content with with critical discussions, framing today’s sounds and music cultures within a shifting, hybrid global society. With “Liminal,” CTM 2020 focuses on transitional phases in which a familiar order is destabilized. Liminal phenomena and states place us in grey zones, between a past that is no longer valid and a future yet to come. The ambivalence encircling us in endless and uneasy transitions is everywhere. Be it climate change, post-democracy, social justice, renationalization and globalization, migration, hybridization, digitalization—all currently urgent disputes involve a negotiation or borders and thereby highlight the liminal nature of our present. In music, boundary-disturbing experiences and acts of transgression are perpetually re-negotiated. Yet they should not be blindly celebrated—rather, praise should be supplemented with critical evaluation. How do such experiences and practices affect political and cultural structures? Can transformative potential and the emergence of new ideas arise through liminal experiences? When do they merely serve to reinforce known hierarchies? Is it enough to practice forms of experimental politics in a liminal space that has to make do without tangible utopias? With Liminal, CTM 2020 throws itself into limbo in hopes of stimulating a critical discussion of our present and possible futures.

http://www.ctm-festival.de

Berlin

27.01.2020
19:30 Uhr
Tickets
ab 16,50 €
DON QUIJOTE / DONKEY SHOT / DONE QUICHE HOT - DON CONQUISTA / DON E. COYOTE
In ihrer neuen Arbeit umkreisen Showcase Beat Le Mot Miguel de Cervantes’ berühmte Geschichte vom “Ritter von der traurigen Gestalt“: “Als sie ihre Rüstung fertig gestellt und mit allen möglichen Hilfsmitteln, die ihnen gerade zur Hand waren, notdürftig an ihrem Leib befestigt hatten, bestiegen sie mit Mühe ihr Pferd und ritten in die Mittagshitze hinaus. Sie zogen den ganzen Tag herum, ohne dass sie auf etwas stießen, das der Erzählung würdig war, worüber sie fast verzweifelten, denn sie wünschten nur Gelegenheit, um sogleich an irgendwem die Tapferkeit ihres starken Armes erproben zu können. Aber alles, was hierin erforscht werden konnte und was in den Jahrbüchern von La Mancha geschrieben steht, ist, dass sie den ganzen Tag herumirrten, ohne auch nur ein einziges Abenteuer zu finden, und dass am Abend ihr Pferd und sie vor Hunger beinah gestorben waren.”

The new work by Showcase Beat Le Mot revolves around Miguel de Cervantes’s famous story of the “Knight of the Woeful Countenance”: “Accordingly their armour being secured and attached to their bodies with any and all aids that happened to be at hand, they climbed onto their horse and rode out into the midday heat. That whole day did they travel, without encountering anything worth mentioning: a circumstance that grieved him sorely, for he had expected to find some object on which he could try the prowess of his valiant arm. But all that can be averred of the matter, in consequence of what was found recorded in the annals of La Mancha, is, that having travelled the whole day without coming across a single adventure, his horse and he, about twilight, found themselves excessively wearied and half dead with hunger.”

Restkarten ggf. an der Abendkasse
Karel van Laere “The Non-present Performer” - (Choreografie: Amos Ben- Tal)
CTM 2020 – Liminal
Festival for Adventurous Music and Art

Mit Animals of Distinction, Fly Pan Am & United Visual Artists, Dorine Mokha & Elia Rediger, Dani Gal & Ghazi Barakat, Num, Frederic Gies, Karel van Laere und vielen weiteren.

Das CTM Festival lotet alljährlich die Möglichkeiten und Grenzen von Musik aus. Dabei stellt es musikalische Praxis in erhellenden Zusammenhang mit gesellschaftlichen Wandlungsprozessen. Unter dem Titel “Liminal” wirft sich CTM 2020 in den Limbo von Grenzphänomenen. Liminale Phänomene und liminoide Zustände sind Übergangsphasen, in denen eine vertraute Ordnung destabilisiert, außer Kraft gesetzt oder in ihr Gegenteil verkehrt wird. Sie versetzen uns in Grauzonen, ins Zwischen einer nicht mehr gültigen Vergangenheit und einer im Kommen bleibenden Zukunft. In den Auseinandersetzungen um Klimawandel, Postdemokratie, soziale Gerechtigkeit, Globalisierung, Migration, Hybridisierung oder Digitalisierung zeigt sich die liminale Natur unserer Gegenwart – das Alte ist nicht mehr brauchbar, doch Lösungen für eine ermutigende Zukunft bleiben vielfach außer Sicht. Immer jedoch geht es um Grenzen und Grenzauflösungen. Gerade in der Musik werden Schwellenerfahrungen und Akte der Überschreitung immer schon verhandelt. Sie spiegeln nicht nur die Übergangszustände unserer verunsicherten Gegenwart, sondern öffnen zugleich Experimentierräume für kommende Zukünfte. Das Liminale ist auch eine Kontaktzone mit dem “Anderen”, dem Unbewussten und veränderter Formen des Selbst. Können wir dort alternative Denkweisen produzieren, neue Vergemeinschaftungen erproben und Handlungsspielräume entdecken? Wann werden Machtkonstellationen lediglich aktualisiert und wann lassen sich tatsächlich kulturelle Freiheits- und Durchlässigkeitsgewinne erreichen? CTM 2020 erkundet Schwellenzustände und Grenzphänomene in und mittels Musik und Sound, um nach den Potenzialen einer experimentellen Politik im liminalen Raum zu fragen, die bis auf weiteres ohne greifbare Utopien auskommen muss.

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Festival for Adventurous Music and Art

With Animals of Distinction, Fly Pan Am & United Visual Artists, Dorine Mokha & Elia Rediger, Dani Gal & Ghazi Barakat, Num, Frederic Gies, Karel van Laere, and many more.

CTM Festival pairs daring artistic content with with critical discussions, framing today’s sounds and music cultures within a shifting, hybrid global society. With “Liminal,” CTM 2020 focuses on transitional phases in which a familiar order is destabilized. Liminal phenomena and states place us in grey zones, between a past that is no longer valid and a future yet to come. The ambivalence encircling us in endless and uneasy transitions is everywhere. Be it climate change, post-democracy, social justice, renationalization and globalization, migration, hybridization, digitalization—all currently urgent disputes involve a negotiation or borders and thereby highlight the liminal nature of our present. In music, boundary-disturbing experiences and acts of transgression are perpetually re-negotiated. Yet they should not be blindly celebrated—rather, praise should be supplemented with critical evaluation. How do such experiences and practices affect political and cultural structures? Can transformative potential and the emergence of new ideas arise through liminal experiences? When do they merely serve to reinforce known hierarchies? Is it enough to practice forms of experimental politics in a liminal space that has to make do without tangible utopias? With Liminal, CTM 2020 throws itself into limbo in hopes of stimulating a critical discussion of our present and possible futures.

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Berlin

28.01.2020
19:30 Uhr
Tickets
ab 16,50 €
DON QUIJOTE / DONKEY SHOT / DONE QUICHE HOT - DON CONQUISTA / DON E. COYOTE
In ihrer neuen Arbeit umkreisen Showcase Beat Le Mot Miguel de Cervantes’ berühmte Geschichte vom “Ritter von der traurigen Gestalt“: “Als sie ihre Rüstung fertig gestellt und mit allen möglichen Hilfsmitteln, die ihnen gerade zur Hand waren, notdürftig an ihrem Leib befestigt hatten, bestiegen sie mit Mühe ihr Pferd und ritten in die Mittagshitze hinaus. Sie zogen den ganzen Tag herum, ohne dass sie auf etwas stießen, das der Erzählung würdig war, worüber sie fast verzweifelten, denn sie wünschten nur Gelegenheit, um sogleich an irgendwem die Tapferkeit ihres starken Armes erproben zu können. Aber alles, was hierin erforscht werden konnte und was in den Jahrbüchern von La Mancha geschrieben steht, ist, dass sie den ganzen Tag herumirrten, ohne auch nur ein einziges Abenteuer zu finden, und dass am Abend ihr Pferd und sie vor Hunger beinah gestorben waren.”

The new work by Showcase Beat Le Mot revolves around Miguel de Cervantes’s famous story of the “Knight of the Woeful Countenance”: “Accordingly their armour being secured and attached to their bodies with any and all aids that happened to be at hand, they climbed onto their horse and rode out into the midday heat. That whole day did they travel, without encountering anything worth mentioning: a circumstance that grieved him sorely, for he had expected to find some object on which he could try the prowess of his valiant arm. But all that can be averred of the matter, in consequence of what was found recorded in the annals of La Mancha, is, that having travelled the whole day without coming across a single adventure, his horse and he, about twilight, found themselves excessively wearied and half dead with hunger.”

Start: HAU2, Hallesches Ufer 32, 10963 Berlin
Frederic Gies “Technosomatics” - Workshop
CTM 2020 – Liminal
Festival for Adventurous Music and Art

Mit Animals of Distinction, Fly Pan Am & United Visual Artists, Dorine Mokha & Elia Rediger, Dani Gal & Ghazi Barakat, Num, Frederic Gies, Karel van Laere und vielen weiteren.

Das CTM Festival lotet alljährlich die Möglichkeiten und Grenzen von Musik aus. Dabei stellt es musikalische Praxis in erhellenden Zusammenhang mit gesellschaftlichen Wandlungsprozessen. Unter dem Titel “Liminal” wirft sich CTM 2020 in den Limbo von Grenzphänomenen. Liminale Phänomene und liminoide Zustände sind Übergangsphasen, in denen eine vertraute Ordnung destabilisiert, außer Kraft gesetzt oder in ihr Gegenteil verkehrt wird. Sie versetzen uns in Grauzonen, ins Zwischen einer nicht mehr gültigen Vergangenheit und einer im Kommen bleibenden Zukunft. In den Auseinandersetzungen um Klimawandel, Postdemokratie, soziale Gerechtigkeit, Globalisierung, Migration, Hybridisierung oder Digitalisierung zeigt sich die liminale Natur unserer Gegenwart – das Alte ist nicht mehr brauchbar, doch Lösungen für eine ermutigende Zukunft bleiben vielfach außer Sicht. Immer jedoch geht es um Grenzen und Grenzauflösungen. Gerade in der Musik werden Schwellenerfahrungen und Akte der Überschreitung immer schon verhandelt. Sie spiegeln nicht nur die Übergangszustände unserer verunsicherten Gegenwart, sondern öffnen zugleich Experimentierräume für kommende Zukünfte. Das Liminale ist auch eine Kontaktzone mit dem “Anderen”, dem Unbewussten und veränderter Formen des Selbst. Können wir dort alternative Denkweisen produzieren, neue Vergemeinschaftungen erproben und Handlungsspielräume entdecken? Wann werden Machtkonstellationen lediglich aktualisiert und wann lassen sich tatsächlich kulturelle Freiheits- und Durchlässigkeitsgewinne erreichen? CTM 2020 erkundet Schwellenzustände und Grenzphänomene in und mittels Musik und Sound, um nach den Potenzialen einer experimentellen Politik im liminalen Raum zu fragen, die bis auf weiteres ohne greifbare Utopien auskommen muss.

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With Animals of Distinction, Fly Pan Am & United Visual Artists, Dorine Mokha & Elia Rediger, Dani Gal & Ghazi Barakat, Num, Frederic Gies, Karel van Laere, and many more.

CTM Festival pairs daring artistic content with with critical discussions, framing today’s sounds and music cultures within a shifting, hybrid global society. With “Liminal,” CTM 2020 focuses on transitional phases in which a familiar order is destabilized. Liminal phenomena and states place us in grey zones, between a past that is no longer valid and a future yet to come. The ambivalence encircling us in endless and uneasy transitions is everywhere. Be it climate change, post-democracy, social justice, renationalization and globalization, migration, hybridization, digitalization—all currently urgent disputes involve a negotiation or borders and thereby highlight the liminal nature of our present. In music, boundary-disturbing experiences and acts of transgression are perpetually re-negotiated. Yet they should not be blindly celebrated—rather, praise should be supplemented with critical evaluation. How do such experiences and practices affect political and cultural structures? Can transformative potential and the emergence of new ideas arise through liminal experiences? When do they merely serve to reinforce known hierarchies? Is it enough to practice forms of experimental politics in a liminal space that has to make do without tangible utopias? With Liminal, CTM 2020 throws itself into limbo in hopes of stimulating a critical discussion of our present and possible futures.

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Berlin

29.01.2020
14:00 Uhr
Tickets
ab 16,50 €
DON QUIJOTE / DONKEY SHOT / DONE QUICHE HOT - DON CONQUISTA / DON E. COYOTE
In ihrer neuen Arbeit umkreisen Showcase Beat Le Mot Miguel de Cervantes’ berühmte Geschichte vom “Ritter von der traurigen Gestalt“: “Als sie ihre Rüstung fertig gestellt und mit allen möglichen Hilfsmitteln, die ihnen gerade zur Hand waren, notdürftig an ihrem Leib befestigt hatten, bestiegen sie mit Mühe ihr Pferd und ritten in die Mittagshitze hinaus. Sie zogen den ganzen Tag herum, ohne dass sie auf etwas stießen, das der Erzählung würdig war, worüber sie fast verzweifelten, denn sie wünschten nur Gelegenheit, um sogleich an irgendwem die Tapferkeit ihres starken Armes erproben zu können. Aber alles, was hierin erforscht werden konnte und was in den Jahrbüchern von La Mancha geschrieben steht, ist, dass sie den ganzen Tag herumirrten, ohne auch nur ein einziges Abenteuer zu finden, und dass am Abend ihr Pferd und sie vor Hunger beinah gestorben waren.”

The new work by Showcase Beat Le Mot revolves around Miguel de Cervantes’s famous story of the “Knight of the Woeful Countenance”: “Accordingly their armour being secured and attached to their bodies with any and all aids that happened to be at hand, they climbed onto their horse and rode out into the midday heat. That whole day did they travel, without encountering anything worth mentioning: a circumstance that grieved him sorely, for he had expected to find some object on which he could try the prowess of his valiant arm. But all that can be averred of the matter, in consequence of what was found recorded in the annals of La Mancha, is, that having travelled the whole day without coming across a single adventure, his horse and he, about twilight, found themselves excessively wearied and half dead with hunger.”
Dani Gal & Ghazi Barakat “Altered State Solution” Num - CTM Radio Lab
CTM 2020 – Liminal
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Das CTM Festival lotet alljährlich die Möglichkeiten und Grenzen von Musik aus. Dabei stellt es musikalische Praxis in erhellenden Zusammenhang mit gesellschaftlichen Wandlungsprozessen. Unter dem Titel “Liminal” wirft sich CTM 2020 in den Limbo von Grenzphänomenen. Liminale Phänomene und liminoide Zustände sind Übergangsphasen, in denen eine vertraute Ordnung destabilisiert, außer Kraft gesetzt oder in ihr Gegenteil verkehrt wird. Sie versetzen uns in Grauzonen, ins Zwischen einer nicht mehr gültigen Vergangenheit und einer im Kommen bleibenden Zukunft. In den Auseinandersetzungen um Klimawandel, Postdemokratie, soziale Gerechtigkeit, Globalisierung, Migration, Hybridisierung oder Digitalisierung zeigt sich die liminale Natur unserer Gegenwart – das Alte ist nicht mehr brauchbar, doch Lösungen für eine ermutigende Zukunft bleiben vielfach außer Sicht. Immer jedoch geht es um Grenzen und Grenzauflösungen. Gerade in der Musik werden Schwellenerfahrungen und Akte der Überschreitung immer schon verhandelt. Sie spiegeln nicht nur die Übergangszustände unserer verunsicherten Gegenwart, sondern öffnen zugleich Experimentierräume für kommende Zukünfte. Das Liminale ist auch eine Kontaktzone mit dem “Anderen”, dem Unbewussten und veränderter Formen des Selbst. Können wir dort alternative Denkweisen produzieren, neue Vergemeinschaftungen erproben und Handlungsspielräume entdecken? Wann werden Machtkonstellationen lediglich aktualisiert und wann lassen sich tatsächlich kulturelle Freiheits- und Durchlässigkeitsgewinne erreichen? CTM 2020 erkundet Schwellenzustände und Grenzphänomene in und mittels Musik und Sound, um nach den Potenzialen einer experimentellen Politik im liminalen Raum zu fragen, die bis auf weiteres ohne greifbare Utopien auskommen muss.

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Festival for Adventurous Music and Art

With Animals of Distinction, Fly Pan Am & United Visual Artists, Dorine Mokha & Elia Rediger, Dani Gal & Ghazi Barakat, Num, Frederic Gies, Karel van Laere, and many more.

CTM Festival pairs daring artistic content with with critical discussions, framing today’s sounds and music cultures within a shifting, hybrid global society. With “Liminal,” CTM 2020 focuses on transitional phases in which a familiar order is destabilized. Liminal phenomena and states place us in grey zones, between a past that is no longer valid and a future yet to come. The ambivalence encircling us in endless and uneasy transitions is everywhere. Be it climate change, post-democracy, social justice, renationalization and globalization, migration, hybridization, digitalization—all currently urgent disputes involve a negotiation or borders and thereby highlight the liminal nature of our present. In music, boundary-disturbing experiences and acts of transgression are perpetually re-negotiated. Yet they should not be blindly celebrated—rather, praise should be supplemented with critical evaluation. How do such experiences and practices affect political and cultural structures? Can transformative potential and the emergence of new ideas arise through liminal experiences? When do they merely serve to reinforce known hierarchies? Is it enough to practice forms of experimental politics in a liminal space that has to make do without tangible utopias? With Liminal, CTM 2020 throws itself into limbo in hopes of stimulating a critical discussion of our present and possible futures.

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Berlin

30.01.2020
19:30 Uhr
Tickets
ab 16,50 €
“Sonic Rights: Music of Escape, Music of Belonging” - Josh Kun, Milad Khawam & Rasha Hilwi
CTM 2020 – Liminal
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CTM 2020 – Liminal
Festival for Adventurous Music and Art

With Animals of Distinction, Fly Pan Am & United Visual Artists, Dorine Mokha & Elia Rediger, Dani Gal & Ghazi Barakat, Num, Frederic Gies, Karel van Laere, and many more.

CTM Festival pairs daring artistic content with with critical discussions, framing today’s sounds and music cultures within a shifting, hybrid global society. With “Liminal,” CTM 2020 focuses on transitional phases in which a familiar order is destabilized. Liminal phenomena and states place us in grey zones, between a past that is no longer valid and a future yet to come. The ambivalence encircling us in endless and uneasy transitions is everywhere. Be it climate change, post-democracy, social justice, renationalization and globalization, migration, hybridization, digitalization—all currently urgent disputes involve a negotiation or borders and thereby highlight the liminal nature of our present. In music, boundary-disturbing experiences and acts of transgression are perpetually re-negotiated. Yet they should not be blindly celebrated—rather, praise should be supplemented with critical evaluation. How do such experiences and practices affect political and cultural structures? Can transformative potential and the emergence of new ideas arise through liminal experiences? When do they merely serve to reinforce known hierarchies? Is it enough to practice forms of experimental politics in a liminal space that has to make do without tangible utopias? With Liminal, CTM 2020 throws itself into limbo in hopes of stimulating a critical discussion of our present and possible futures.

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Berlin

31.01.2020
19:30 Uhr
Tickets
ab 16,50 €
DON QUIJOTE / DONKEY SHOT / DONE QUICHE HOT - DON CONQUISTA / DON E. COYOTE
In ihrer neuen Arbeit umkreisen Showcase Beat Le Mot Miguel de Cervantes’ berühmte Geschichte vom “Ritter von der traurigen Gestalt“: “Als sie ihre Rüstung fertig gestellt und mit allen möglichen Hilfsmitteln, die ihnen gerade zur Hand waren, notdürftig an ihrem Leib befestigt hatten, bestiegen sie mit Mühe ihr Pferd und ritten in die Mittagshitze hinaus. Sie zogen den ganzen Tag herum, ohne dass sie auf etwas stießen, das der Erzählung würdig war, worüber sie fast verzweifelten, denn sie wünschten nur Gelegenheit, um sogleich an irgendwem die Tapferkeit ihres starken Armes erproben zu können. Aber alles, was hierin erforscht werden konnte und was in den Jahrbüchern von La Mancha geschrieben steht, ist, dass sie den ganzen Tag herumirrten, ohne auch nur ein einziges Abenteuer zu finden, und dass am Abend ihr Pferd und sie vor Hunger beinah gestorben waren.”

The new work by Showcase Beat Le Mot revolves around Miguel de Cervantes’s famous story of the “Knight of the Woeful Countenance”: “Accordingly their armour being secured and attached to their bodies with any and all aids that happened to be at hand, they climbed onto their horse and rode out into the midday heat. That whole day did they travel, without encountering anything worth mentioning: a circumstance that grieved him sorely, for he had expected to find some object on which he could try the prowess of his valiant arm. But all that can be averred of the matter, in consequence of what was found recorded in the annals of La Mancha, is, that having travelled the whole day without coming across a single adventure, his horse and he, about twilight, found themselves excessively wearied and half dead with hunger.”
Die Kränkungen der Menschheit
Wer ist denn überhaupt die Menschheit?, fragt Anta Helena Recke mit ihrer neuen Arbeit, einer Koproduktion mit dem HAU. Ausgehend von Sigmund Freuds Text “Eine Schwierigkeit der Psychoanalyse” werden die von ihm diagnostizierten drei Kränkungen der Menschheit – die Erkenntnis, dass der Mensch nicht der Mittelpunkt des Universums ist, dass er vom Affen abstammt und dass er ein Unterbewusstsein hat, das er nicht steuern kann – um eine vierte Kränkung erweitert. Die Tatsache, dass die größte Illusion darin besteht, von einer Menschheit auszugehen, wird hartnäckig übersehen. Vielleicht, weil das eine der tiefgreifendsten Kränkungen des “menschlichen Egos” darstellen würde. Gerade das gegenwärtig zu beobachtende globale Wiedererstarken faschistischer Kräfte, Phänomene wie “Men’s Right Activism” und das selbstbewusste Auftreten von White-Supremacy-Gruppierungen zeigen, wie tiefgreifend die Illusion einer weißen männlichen Menschheit im weißen Körper verankert ist.
In Reckes “Die Kränkungen der Menschheit” legt sich ein Bild über das andere und lässt einen hybriden Raum zwischen Museum, Zoologischem Garten und Labor entstehen: eine Horde Affen, die die Bühne bevölkert; eine kleine Museumsgruppe auf einem Streifzug; eine große Gruppe von Menschen, die Muster in den Raum zeichnet. Der Abend führt uns an jene fragilen Momente, an denen eine Vorstellung von Welt durch eine andere abgelöst wird. Dabei geht es um das Zeigen, das Ordnen und den Wunsch zu verstehen. Es ist ein Stück über eine Gesellschaft, die von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt wird.

Who is, in fact, mankind?, Anta Helena Recke asks in her new piece, a HAU co-production. Based on Sigmund Freud’s text “A Difficulty of Psychoanalysis”, the three “insults to humanity” which he pinpointed – the realisation that we are not the centre of the universe, that we are descended from apes, and that we have a subconscious that we cannot control – are extended by a fourth insult: the fact that we doggedly overlook the greatest illusion, the assumption there is only one humanity. Perhaps because this would be one of the most profound insults to the human ego. The current global resurgence of fascist forces in phenomena such as “Men’s Rights Activism” and the self-confident appearance of white supremacy groups show just how deeply the illusion of white male humanity is anchored in the white body.
In Recke’s “Die Kränkungen der Menschheit,” images overlap one another in succession, creating a hybrid space between museum, zoo and laboratory: a horde of monkeys populates the stage, ultimately gathering together around a strange man in a white lab coat; a small museum group takes a walk; a large group of people draws patterns in the room. The evening takes us to those fragile moments when one idea of the world is replaced by another. “Die Kränkungen der Menschheit” is about the desire for showing, organizing and understanding. It’s a piece about a society overtaken by its own past.
Club27 - Englisch
Der “Club 27” ist ein gleichermaßen furchteinflößendes wie faszinierendes Phänomen: Seine “Mitglieder“ – Künstler*innen wie Jimi Hendrix, Janis Joplin, Kurt Cobain oder Amy Winehouse – starben alle im Alter von 27 Jahren. In seiner ersten HAU-Koproduktion nimmt der Choreograf Enis Turan das Motiv der durch einen frühen Tod unsterblich gewordenen Idole auf und bezieht es auf die Konzepte von Vergänglichkeit in den Künsten. Werke der bildenden Kunst sind für die Ewigkeit gemacht, wie verhält es sich aber im Tanz? Als ein weiterführender Gedanke von vanitas und memento mori mit der hypothetischen Deklaration, das Leben und den Tanz nicht als vergänglich, sondern als bereits vergangen zu begreifen, öffnet sich ein Möglichkeitsraum der Zeitlosigkeit, in dem der Tod sein “tragisches” Gewicht und seine Relevanz verliert. Wie sieht dann der Tanz nach seinem Tod aus?

“Club 27” is a phenomenon that is as haunting as it is fascinating: Its “members” – artists like Jimi Hendrix, Janis Joplin, Kurt Cobain, or Amy Winehouse – all died at the age of 27. In his first HAU co-production the choreographer Enis Turan takes up the motif of those whose early deaths turned them into immortal idols, relating it to concepts of transience in the arts. Works of visual art are made for eternity, but how does this relate to dance? By thinking further about vanitas and memento mori, along with the hypothetical declaration to understand life and dance not as transient but as already past, it might be possible to open up a space for the possibility of timelessness, in which death loses its “tragic” weight and its relevance. What does dance look like then, after its own death?
Club27 - Englisch
Der “Club 27” ist ein gleichermaßen furchteinflößendes wie faszinierendes Phänomen: Seine “Mitglieder“ – Künstler*innen wie Jimi Hendrix, Janis Joplin, Kurt Cobain oder Amy Winehouse – starben alle im Alter von 27 Jahren. In seiner ersten HAU-Koproduktion nimmt der Choreograf Enis Turan das Motiv der durch einen frühen Tod unsterblich gewordenen Idole auf und bezieht es auf die Konzepte von Vergänglichkeit in den Künsten. Werke der bildenden Kunst sind für die Ewigkeit gemacht, wie verhält es sich aber im Tanz? Als ein weiterführender Gedanke von vanitas und memento mori mit der hypothetischen Deklaration, das Leben und den Tanz nicht als vergänglich, sondern als bereits vergangen zu begreifen, öffnet sich ein Möglichkeitsraum der Zeitlosigkeit, in dem der Tod sein “tragisches” Gewicht und seine Relevanz verliert. Wie sieht dann der Tanz nach seinem Tod aus?

“Club 27” is a phenomenon that is as haunting as it is fascinating: Its “members” – artists like Jimi Hendrix, Janis Joplin, Kurt Cobain, or Amy Winehouse – all died at the age of 27. In his first HAU co-production the choreographer Enis Turan takes up the motif of those whose early deaths turned them into immortal idols, relating it to concepts of transience in the arts. Works of visual art are made for eternity, but how does this relate to dance? By thinking further about vanitas and memento mori, along with the hypothetical declaration to understand life and dance not as transient but as already past, it might be possible to open up a space for the possibility of timelessness, in which death loses its “tragic” weight and its relevance. What does dance look like then, after its own death?
Die Kränkungen der Menschheit
Wer ist denn überhaupt die Menschheit?, fragt Anta Helena Recke mit ihrer neuen Arbeit, einer Koproduktion mit dem HAU. Ausgehend von Sigmund Freuds Text “Eine Schwierigkeit der Psychoanalyse” werden die von ihm diagnostizierten drei Kränkungen der Menschheit – die Erkenntnis, dass der Mensch nicht der Mittelpunkt des Universums ist, dass er vom Affen abstammt und dass er ein Unterbewusstsein hat, das er nicht steuern kann – um eine vierte Kränkung erweitert. Die Tatsache, dass die größte Illusion darin besteht, von einer Menschheit auszugehen, wird hartnäckig übersehen. Vielleicht, weil das eine der tiefgreifendsten Kränkungen des “menschlichen Egos” darstellen würde. Gerade das gegenwärtig zu beobachtende globale Wiedererstarken faschistischer Kräfte, Phänomene wie “Men’s Right Activism” und das selbstbewusste Auftreten von White-Supremacy-Gruppierungen zeigen, wie tiefgreifend die Illusion einer weißen männlichen Menschheit im weißen Körper verankert ist.
In Reckes “Die Kränkungen der Menschheit” legt sich ein Bild über das andere und lässt einen hybriden Raum zwischen Museum, Zoologischem Garten und Labor entstehen: eine Horde Affen, die die Bühne bevölkert; eine kleine Museumsgruppe auf einem Streifzug; eine große Gruppe von Menschen, die Muster in den Raum zeichnet. Der Abend führt uns an jene fragilen Momente, an denen eine Vorstellung von Welt durch eine andere abgelöst wird. Dabei geht es um das Zeigen, das Ordnen und den Wunsch zu verstehen. Es ist ein Stück über eine Gesellschaft, die von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt wird.

Who is, in fact, mankind?, Anta Helena Recke asks in her new piece, a HAU co-production. Based on Sigmund Freud’s text “A Difficulty of Psychoanalysis”, the three “insults to humanity” which he pinpointed – the realisation that we are not the centre of the universe, that we are descended from apes, and that we have a subconscious that we cannot control – are extended by a fourth insult: the fact that we doggedly overlook the greatest illusion, the assumption there is only one humanity. Perhaps because this would be one of the most profound insults to the human ego. The current global resurgence of fascist forces in phenomena such as “Men’s Rights Activism” and the self-confident appearance of white supremacy groups show just how deeply the illusion of white male humanity is anchored in the white body.
In Recke’s “Die Kränkungen der Menschheit,” images overlap one another in succession, creating a hybrid space between museum, zoo and laboratory: a horde of monkeys populates the stage, ultimately gathering together around a strange man in a white lab coat; a small museum group takes a walk; a large group of people draws patterns in the room. The evening takes us to those fragile moments when one idea of the world is replaced by another. “Die Kränkungen der Menschheit” is about the desire for showing, organizing and understanding. It’s a piece about a society overtaken by its own past.
Club27 - Englisch
Der “Club 27” ist ein gleichermaßen furchteinflößendes wie faszinierendes Phänomen: Seine “Mitglieder“ – Künstler*innen wie Jimi Hendrix, Janis Joplin, Kurt Cobain oder Amy Winehouse – starben alle im Alter von 27 Jahren. In seiner ersten HAU-Koproduktion nimmt der Choreograf Enis Turan das Motiv der durch einen frühen Tod unsterblich gewordenen Idole auf und bezieht es auf die Konzepte von Vergänglichkeit in den Künsten. Werke der bildenden Kunst sind für die Ewigkeit gemacht, wie verhält es sich aber im Tanz? Als ein weiterführender Gedanke von vanitas und memento mori mit der hypothetischen Deklaration, das Leben und den Tanz nicht als vergänglich, sondern als bereits vergangen zu begreifen, öffnet sich ein Möglichkeitsraum der Zeitlosigkeit, in dem der Tod sein “tragisches” Gewicht und seine Relevanz verliert. Wie sieht dann der Tanz nach seinem Tod aus?

“Club 27” is a phenomenon that is as haunting as it is fascinating: Its “members” – artists like Jimi Hendrix, Janis Joplin, Kurt Cobain, or Amy Winehouse – all died at the age of 27. In his first HAU co-production the choreographer Enis Turan takes up the motif of those whose early deaths turned them into immortal idols, relating it to concepts of transience in the arts. Works of visual art are made for eternity, but how does this relate to dance? By thinking further about vanitas and memento mori, along with the hypothetical declaration to understand life and dance not as transient but as already past, it might be possible to open up a space for the possibility of timelessness, in which death loses its “tragic” weight and its relevance. What does dance look like then, after its own death?
Die Kränkungen der Menschheit
Wer ist denn überhaupt die Menschheit?, fragt Anta Helena Recke mit ihrer neuen Arbeit, einer Koproduktion mit dem HAU. Ausgehend von Sigmund Freuds Text “Eine Schwierigkeit der Psychoanalyse” werden die von ihm diagnostizierten drei Kränkungen der Menschheit – die Erkenntnis, dass der Mensch nicht der Mittelpunkt des Universums ist, dass er vom Affen abstammt und dass er ein Unterbewusstsein hat, das er nicht steuern kann – um eine vierte Kränkung erweitert. Die Tatsache, dass die größte Illusion darin besteht, von einer Menschheit auszugehen, wird hartnäckig übersehen. Vielleicht, weil das eine der tiefgreifendsten Kränkungen des “menschlichen Egos” darstellen würde. Gerade das gegenwärtig zu beobachtende globale Wiedererstarken faschistischer Kräfte, Phänomene wie “Men’s Right Activism” und das selbstbewusste Auftreten von White-Supremacy-Gruppierungen zeigen, wie tiefgreifend die Illusion einer weißen männlichen Menschheit im weißen Körper verankert ist.
In Reckes “Die Kränkungen der Menschheit” legt sich ein Bild über das andere und lässt einen hybriden Raum zwischen Museum, Zoologischem Garten und Labor entstehen: eine Horde Affen, die die Bühne bevölkert; eine kleine Museumsgruppe auf einem Streifzug; eine große Gruppe von Menschen, die Muster in den Raum zeichnet. Der Abend führt uns an jene fragilen Momente, an denen eine Vorstellung von Welt durch eine andere abgelöst wird. Dabei geht es um das Zeigen, das Ordnen und den Wunsch zu verstehen. Es ist ein Stück über eine Gesellschaft, die von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt wird.

Who is, in fact, mankind?, Anta Helena Recke asks in her new piece, a HAU co-production. Based on Sigmund Freud’s text “A Difficulty of Psychoanalysis”, the three “insults to humanity” which he pinpointed – the realisation that we are not the centre of the universe, that we are descended from apes, and that we have a subconscious that we cannot control – are extended by a fourth insult: the fact that we doggedly overlook the greatest illusion, the assumption there is only one humanity. Perhaps because this would be one of the most profound insults to the human ego. The current global resurgence of fascist forces in phenomena such as “Men’s Rights Activism” and the self-confident appearance of white supremacy groups show just how deeply the illusion of white male humanity is anchored in the white body.
In Recke’s “Die Kränkungen der Menschheit,” images overlap one another in succession, creating a hybrid space between museum, zoo and laboratory: a horde of monkeys populates the stage, ultimately gathering together around a strange man in a white lab coat; a small museum group takes a walk; a large group of people draws patterns in the room. The evening takes us to those fragile moments when one idea of the world is replaced by another. “Die Kränkungen der Menschheit” is about the desire for showing, organizing and understanding. It’s a piece about a society overtaken by its own past.
Creation (Pictures for Dorian) / Englisch und Deutsch
„Den Zuschauer, nicht das Leben, zeigt die Kunst im Spiegelbilde.“
Das Bildnis des Dorian Gray – Oscar Wilde

„Creation“ oder Schöpfung ist das Reich von Göttern und Künstler*innen, die durch eigenen Willen und mit bloßen Händen Schönheit (er)schaffen. Aber wer bestimmt, was schön ist? Und welche verborgenen Machtmechanismen wirken in der Dreiecksbeziehung zwischen Künstler*in, Kunstwerk und Betrachter*in?

Die Künstler*innen des Gob Squad Arts Collective, die seit nunmehr 25 Jahren die Theater der Welt bespielen, sind in einem Alter angekommen, das sie getrost als „middle aged“ bezeichnen, und noch besteht kein Verlangen danach, die Bühne zu verlassen. In Creation (Pictures for Dorian) treffen sie auf eine Gruppe lokaler Performer*innen der jeweils älteren und jüngeren Generation. Ihr Ziel? In und hinter den Spiegel der Eitelkeiten zu blicken und gemeinsam nach Antworten auf Fragen von Schönheit, Moral, Altern und Macht zu suchen – und spielerisch zu hinterfragen, warum sie alle so sehr den Blick der Öffentlichkeit begehren.

Das Projekt ist inspiriert von Oscar Wildes Romanfigur Dorian Gray, der in den Bereich des Göttlichen eingreift: Ein verwunschenes Porträt altert anstelle seiner selbst und zeigt die Spuren moralischer Fehltritte. Dorian dagegen bleibt ewig jung, schön und makellos – zahlt dafür jedoch mit seiner Seele. Gob Squad vermuten, dass ein Teil von Dorian in uns allen steckt. Was wird also passieren, wenn uns der Schein des Rampenlichts für immer verwehrt bleibt?

Creation is the realm of gods and artists, who create beauty through sheer will and their own bare hands. But who decides what is beautfiul? And what are the concealed mechanisms of power that lie within the triangular relationship of artist, object and viewer?

Gob Squad Arts Collective have travelled the world for the past 25 years and now find themselves well and truly middle-aged, with no desire to exit the stage just yet. In Creation (Pictures for Dorian), they are joined onstage by a diverse group of local performers a generation younger and a generation older than themselves. Their aim? To peep behind the vanity-mirror and search for answers to questions of beauty, morality, ageing and power, and to playfully ask why they so crave the eye of the beholder.

The project is inspired by Oscar Wilde’s character, Dorian Gray, who meddles in the domain of the gods with the aid of a magical painting. He suspends the process of ageing and remains young and beautiful forever, at a terrible cost to his soul. There’s probably a little bit of Dorian in all of us. What happens when he is denied the limelight forever?
Creation (Pictures for Dorian) / Englisch und Deutsch
„Den Zuschauer, nicht das Leben, zeigt die Kunst im Spiegelbilde.“
Das Bildnis des Dorian Gray – Oscar Wilde

„Creation“ oder Schöpfung ist das Reich von Göttern und Künstler*innen, die durch eigenen Willen und mit bloßen Händen Schönheit (er)schaffen. Aber wer bestimmt, was schön ist? Und welche verborgenen Machtmechanismen wirken in der Dreiecksbeziehung zwischen Künstler*in, Kunstwerk und Betrachter*in?

Die Künstler*innen des Gob Squad Arts Collective, die seit nunmehr 25 Jahren die Theater der Welt bespielen, sind in einem Alter angekommen, das sie getrost als „middle aged“ bezeichnen, und noch besteht kein Verlangen danach, die Bühne zu verlassen. In Creation (Pictures for Dorian) treffen sie auf eine Gruppe lokaler Performer*innen der jeweils älteren und jüngeren Generation. Ihr Ziel? In und hinter den Spiegel der Eitelkeiten zu blicken und gemeinsam nach Antworten auf Fragen von Schönheit, Moral, Altern und Macht zu suchen – und spielerisch zu hinterfragen, warum sie alle so sehr den Blick der Öffentlichkeit begehren.

Das Projekt ist inspiriert von Oscar Wildes Romanfigur Dorian Gray, der in den Bereich des Göttlichen eingreift: Ein verwunschenes Porträt altert anstelle seiner selbst und zeigt die Spuren moralischer Fehltritte. Dorian dagegen bleibt ewig jung, schön und makellos – zahlt dafür jedoch mit seiner Seele. Gob Squad vermuten, dass ein Teil von Dorian in uns allen steckt. Was wird also passieren, wenn uns der Schein des Rampenlichts für immer verwehrt bleibt?

Creation is the realm of gods and artists, who create beauty through sheer will and their own bare hands. But who decides what is beautfiul? And what are the concealed mechanisms of power that lie within the triangular relationship of artist, object and viewer?

Gob Squad Arts Collective have travelled the world for the past 25 years and now find themselves well and truly middle-aged, with no desire to exit the stage just yet. In Creation (Pictures for Dorian), they are joined onstage by a diverse group of local performers a generation younger and a generation older than themselves. Their aim? To peep behind the vanity-mirror and search for answers to questions of beauty, morality, ageing and power, and to playfully ask why they so crave the eye of the beholder.

The project is inspired by Oscar Wilde’s character, Dorian Gray, who meddles in the domain of the gods with the aid of a magical painting. He suspends the process of ageing and remains young and beautiful forever, at a terrible cost to his soul. There’s probably a little bit of Dorian in all of us. What happens when he is denied the limelight forever?
Dansöz - Deutsch, Englisch und Türkisch
Mit ihrer HAU-Koproduktion “Dansöz” versucht die Choreografin und Performerin Tümay Kilinçel, orientalische Tänze als ernstzunehmendes Tanzgenre in der westeuropäischen Kunstlandschaft zu verorten und eine künstlerische Positionierung zu entwickeln. Zentrales Motiv dieses Solostücks ist der Bauchtanz, zu dessen Geschichte sowohl orientalistische, erotisierte und exotisierte Frauenbilder als auch die Entgiftung aus feministischer Sicht gehören. Wie schafft man mit Bauchtanz einen Raum und eine Sprache der Selbstermächtigung? In “Dansöz” verweigert sich Kılınçel den stereotypen Zuschreibungen und hinterfragt Machtverhältnisse in der Kunstszene wie in der Gesellschaft. Durch eine spielerische Auseinandersetzung mit Sprache und Bild wird das Potenzial eines widerständigen, politischen Körpers untersucht.

With her HAU co-production “Dansöz” the choreographer and performer Tümay Kilinçel attempts to situate Oriental dance as a dance genre to be taken seriously in the western European art world, and to develop an artistic positioning in relation to this. A central motif of this solo piece is belly dance, the history of which includes both orientalist, eroticized and exoticized images of women as well as the dismantling of these images from a feminist viewpoint. How can a space and a language of self-empowerment be created with belly dance? In “Dansöz” Kılınçel rejects stereotypical attributions and questions the power relations in both the art world and in society at large. Playfully engaging with language and image, she investigates the potential of a resistant, political body.
Dansöz - Deutsch, Englisch und Türkisch
Mit ihrer HAU-Koproduktion “Dansöz” versucht die Choreografin und Performerin Tümay Kilinçel, orientalische Tänze als ernstzunehmendes Tanzgenre in der westeuropäischen Kunstlandschaft zu verorten und eine künstlerische Positionierung zu entwickeln. Zentrales Motiv dieses Solostücks ist der Bauchtanz, zu dessen Geschichte sowohl orientalistische, erotisierte und exotisierte Frauenbilder als auch die Entgiftung aus feministischer Sicht gehören. Wie schafft man mit Bauchtanz einen Raum und eine Sprache der Selbstermächtigung? In “Dansöz” verweigert sich Kılınçel den stereotypen Zuschreibungen und hinterfragt Machtverhältnisse in der Kunstszene wie in der Gesellschaft. Durch eine spielerische Auseinandersetzung mit Sprache und Bild wird das Potenzial eines widerständigen, politischen Körpers untersucht.

With her HAU co-production “Dansöz” the choreographer and performer Tümay Kilinçel attempts to situate Oriental dance as a dance genre to be taken seriously in the western European art world, and to develop an artistic positioning in relation to this. A central motif of this solo piece is belly dance, the history of which includes both orientalist, eroticized and exoticized images of women as well as the dismantling of these images from a feminist viewpoint. How can a space and a language of self-empowerment be created with belly dance? In “Dansöz” Kılınçel rejects stereotypical attributions and questions the power relations in both the art world and in society at large. Playfully engaging with language and image, she investigates the potential of a resistant, political body.
Dansöz - Deutsch, Englisch und Türkisch
Mit ihrer HAU-Koproduktion “Dansöz” versucht die Choreografin und Performerin Tümay Kilinçel, orientalische Tänze als ernstzunehmendes Tanzgenre in der westeuropäischen Kunstlandschaft zu verorten und eine künstlerische Positionierung zu entwickeln. Zentrales Motiv dieses Solostücks ist der Bauchtanz, zu dessen Geschichte sowohl orientalistische, erotisierte und exotisierte Frauenbilder als auch die Entgiftung aus feministischer Sicht gehören. Wie schafft man mit Bauchtanz einen Raum und eine Sprache der Selbstermächtigung? In “Dansöz” verweigert sich Kılınçel den stereotypen Zuschreibungen und hinterfragt Machtverhältnisse in der Kunstszene wie in der Gesellschaft. Durch eine spielerische Auseinandersetzung mit Sprache und Bild wird das Potenzial eines widerständigen, politischen Körpers untersucht.

With her HAU co-production “Dansöz” the choreographer and performer Tümay Kilinçel attempts to situate Oriental dance as a dance genre to be taken seriously in the western European art world, and to develop an artistic positioning in relation to this. A central motif of this solo piece is belly dance, the history of which includes both orientalist, eroticized and exoticized images of women as well as the dismantling of these images from a feminist viewpoint. How can a space and a language of self-empowerment be created with belly dance? In “Dansöz” Kılınçel rejects stereotypical attributions and questions the power relations in both the art world and in society at large. Playfully engaging with language and image, she investigates the potential of a resistant, political body.
Gob Squad’s Kitchen (You’ve Never Had It So Good) - Englisch und Deutsch
If tomorrow I find somebody who is pretty much like me and I put her here to sing, she can be Nico while I go and do something else. - Nico

Zurück. Zurück zum Ursprung. Zurück zum Anfang. Zurück zu dem Moment, in dem alles noch gut war: der Sex, die Drogen, der Rock´n´ Roll – alles gut. Und alles war noch zu entdecken... Geführt von der Zauberhand des Pop-Art Königs persönlich – Andy Warhol – gehen Gob Squad auf eine Zeitreise in die New Yorker Kunst- und Underground-Szene der 60er Jahre, zurück in eine Zeit, in der alles begann... Und geführt von der Zauberhand Gob Squads wird auch das Publikum Teil dieser Zeitreise und findet sich schließlich in einer Küche wieder, die Geschichten von damals erzählend - ohne selbst dabei gewesen zu sein.

Andy Warhols frühe Filme, in denen “Superstars” ganz normale Dinge tun, sind die Inspiration für Gob Squads interaktive Live-Film-Performance. “Gob Squad’s Kitchen” macht Warhols ersten Tonfilm “Kitchen” (1965) zum Ausgangspunkt und zur Projektionsfläche. Man sieht Menschen, die in einer Küche abhängen, viel mehr passiert nicht. Dennoch bringt er die hedonistische experimentelle Energie der aufkommenden Popkultur auf den Punkt. Wie Edie Sedgwick, Factory-Superstar, im Film bemerkt: “Auch ich lebe meine Rolle – nur dass ich nicht genau weiß, was meine Rolle in diesem Film eigentlich ist.”

Gob Squad versuchen jeden Abend aufs Neue, “Kitchen”, “Sleep”, ”Screentest” und andere frühe Warhol Filme zu rekonstruieren, allerdings unter dem Blick und mit dem Wissen von heute. Und in dem Glauben, die Essenz und den Geist dieser frühen Alltags-Kunstwerke nur damit wirklich erfassen zu können, indem man sich selbst in sie hineinbegibt.

Worüber haben die Leute 1965 geredet? Wie haben sie getanzt? Gab es schon Feminismus? Oder waren wir kurz davor? “Gob Squad’s Kitchen” ist eine Reise in die Vergangenheit und wieder zurück in die Zukunft. Eine Suche nach dem Authentischen, dem Hier und Jetzt, dem “wahren” Ich, dem “wahren” Du, eine Suche nach dem Original über die Kopie.

Mit weit über 100 Aufführungen und Touren quer durch Europa, Singapur, Australien und die USA gehört “Gob Squad’s Kitchen” zu den erfolgreichsten Produktionen der Gruppe, wurde drei Wochen lang im Repertoire des Public Theatre in New York gezeigt und anschließend mit dem Drama Award for UNIQUE THEATRICAL EXPERIENCE 2012 ausgezeichnet.

If tomorrow I find somebody who is pretty much like me and I put her here to sing, she can be Nico while I go and do something else. - Nico

It’s 1965 and everything is just about to happen. Pop, subculture, superstars, feminism, drugs, bright lights, and sex are about to rock the world like never before. Gob Squad take the hand of the King Of Pop Art himself, Andy Warhol, and take a trip back to the underground cinemas of New York City, back to where it all began. Gob Squad’s Kitchen takes one of Warhol’s films, Kitchen, as its starting point. Nothing much happens in the original film yet it somehow encapsulates the hedonistic experimental energy of the swinging sixties. Learning lines was considered ‘old fashioned’ so the actors just hang around. Sex, drugs and wild parties are referred to but nothing in particular takes place. As Edie Sedgwick, one of the film’s stars, says “I live my part too – only I can’t figure out what my part is in this movie.”

Gob Squad set themselves the task of reconstructing “Kitchen” and other Warhol films. How can they get it just right? How do they know if they’re going wrong? How did people dance in 1965? What did they talk about? Had feminism happened? Or was it yet to begin? “Gob Squad’s Kitchen” becomes a journey back in time and back to the future again. A quest for the original, the authentic, the here and now, the real me, the real you, the hidden depths beneath the shiny surfaces of modern life.
The Practice of Love - Einlass: 19:00
“The practice of love is the practice of magic.”

Das multidisziplinäre Projekt “The Practice of Love” der norwegischen Musikerin, Komponistin und Autorin Jenny Hval erschafft eine betörende Einheit aus Musik, Literatur und Bewegung. Es verfolgt klangliche, visuelle und choreografische Ideen, indem es Stimmen, Klänge und sogar Körper in Texte verwandelt – in einem Prozess, den Hval als eine Form der Magie bezeichnet. Mit einem multinationalen Ensemble aus experimentellen Musiker*innen, Sänger*innen, Tänzer*innen und Videokünstler*innen weitet Hval ihr Schaffen in neue und noch gewagtere Sphären aus.

Das Stück erkundet die Beziehung von Leben und Kunst auf einzigartige Weise durch eine Nabelschnurmagie, die die Möglichkeit, Kunst zu schaffen, damit zusammenbringt, Leben zu erschaffen und sich auf andere Menschen zu beziehen; es sucht nach Empathie und einer gemeinsamen Sprache, indem miteinander gesprochen, gesungen und geschrieben wird. Darüber hinaus widmet das Stück sich dem Verhältnis von Stimme/Präsenz/Leben zu geschriebenem Wort/Absenz/Tod: Die Stimme ist das Produkt eines lebenden Körpers, sie stellt unsere erste Beziehung zu einem anderen Menschen dar, wenn wir die Stimme unserer Mutter vernehmen und auf sie reagieren… Als Tote können wir indes nicht länger “Ich” sagen, und die geschriebenen Worte sind das, was von uns eingemeißelt in einen Grabstein bleibt. Verbirgt sich hinter der Liebe zu Worten der Todestrieb?

Mit Klängen, Texten und manipulierten Bildern ist “The Practice of Love” zugleich magische Séance und Erkundung des Wesens der Kreativität.

“The practice of love is the practice of magic.”

“The Practice of Love” is a multidisciplinary immersion in music, literature and movement by Norwegian musician, composer and writer Jenny Hval. It explores sonic, visual and choreographic ideas while transforming voices, sounds and even bodies into texts, in a process that Hval herself describes as a form of magic. With a multinational ensemble including experimental musicians, vocalists, dancers and video artists, this new project extends Hval’s work into new and even more challenging territory.


The piece investigates the connection between life and art in a specific way – an umbilical magic, which brings together the possibility of creating art, creating life, and relating to other people, looking for empathy and a common language through speaking, singing, writing together. It also looks at the relationship between voice / presence / life and written word / absence / death: The voice comes from a living body, it is how we first relate to other humans, hearing our mothers´ voice and responding to it ... Whereas the dead body can no longer say “I”, and the written words are the remains that are chiseled into our tombstones. Is being drawn to words a death drive?


Using sound, text and image manipulation, “The Practice of Love” is both a magical séance and an inquiry into the nature of creativity.

Restkarten ggf. an der Abendkasse
Gob Squad’s Kitchen (You’ve Never Had It So Good) - Englisch und Deutsch
If tomorrow I find somebody who is pretty much like me and I put her here to sing, she can be Nico while I go and do something else. - Nico

Zurück. Zurück zum Ursprung. Zurück zum Anfang. Zurück zu dem Moment, in dem alles noch gut war: der Sex, die Drogen, der Rock´n´ Roll – alles gut. Und alles war noch zu entdecken... Geführt von der Zauberhand des Pop-Art Königs persönlich – Andy Warhol – gehen Gob Squad auf eine Zeitreise in die New Yorker Kunst- und Underground-Szene der 60er Jahre, zurück in eine Zeit, in der alles begann... Und geführt von der Zauberhand Gob Squads wird auch das Publikum Teil dieser Zeitreise und findet sich schließlich in einer Küche wieder, die Geschichten von damals erzählend - ohne selbst dabei gewesen zu sein.

Andy Warhols frühe Filme, in denen “Superstars” ganz normale Dinge tun, sind die Inspiration für Gob Squads interaktive Live-Film-Performance. “Gob Squad’s Kitchen” macht Warhols ersten Tonfilm “Kitchen” (1965) zum Ausgangspunkt und zur Projektionsfläche. Man sieht Menschen, die in einer Küche abhängen, viel mehr passiert nicht. Dennoch bringt er die hedonistische experimentelle Energie der aufkommenden Popkultur auf den Punkt. Wie Edie Sedgwick, Factory-Superstar, im Film bemerkt: “Auch ich lebe meine Rolle – nur dass ich nicht genau weiß, was meine Rolle in diesem Film eigentlich ist.”

Gob Squad versuchen jeden Abend aufs Neue, “Kitchen”, “Sleep”, ”Screentest” und andere frühe Warhol Filme zu rekonstruieren, allerdings unter dem Blick und mit dem Wissen von heute. Und in dem Glauben, die Essenz und den Geist dieser frühen Alltags-Kunstwerke nur damit wirklich erfassen zu können, indem man sich selbst in sie hineinbegibt.

Worüber haben die Leute 1965 geredet? Wie haben sie getanzt? Gab es schon Feminismus? Oder waren wir kurz davor? “Gob Squad’s Kitchen” ist eine Reise in die Vergangenheit und wieder zurück in die Zukunft. Eine Suche nach dem Authentischen, dem Hier und Jetzt, dem “wahren” Ich, dem “wahren” Du, eine Suche nach dem Original über die Kopie.

Mit weit über 100 Aufführungen und Touren quer durch Europa, Singapur, Australien und die USA gehört “Gob Squad’s Kitchen” zu den erfolgreichsten Produktionen der Gruppe, wurde drei Wochen lang im Repertoire des Public Theatre in New York gezeigt und anschließend mit dem Drama Award for UNIQUE THEATRICAL EXPERIENCE 2012 ausgezeichnet.

If tomorrow I find somebody who is pretty much like me and I put her here to sing, she can be Nico while I go and do something else. - Nico

It’s 1965 and everything is just about to happen. Pop, subculture, superstars, feminism, drugs, bright lights, and sex are about to rock the world like never before. Gob Squad take the hand of the King Of Pop Art himself, Andy Warhol, and take a trip back to the underground cinemas of New York City, back to where it all began. Gob Squad’s Kitchen takes one of Warhol’s films, Kitchen, as its starting point. Nothing much happens in the original film yet it somehow encapsulates the hedonistic experimental energy of the swinging sixties. Learning lines was considered ‘old fashioned’ so the actors just hang around. Sex, drugs and wild parties are referred to but nothing in particular takes place. As Edie Sedgwick, one of the film’s stars, says “I live my part too – only I can’t figure out what my part is in this movie.”

Gob Squad set themselves the task of reconstructing “Kitchen” and other Warhol films. How can they get it just right? How do they know if they’re going wrong? How did people dance in 1965? What did they talk about? Had feminism happened? Or was it yet to begin? “Gob Squad’s Kitchen” becomes a journey back in time and back to the future again. A quest for the original, the authentic, the here and now, the real me, the real you, the hidden depths beneath the shiny surfaces of modern life.
The Practice of Love - Einlass: 19:00
“The practice of love is the practice of magic.”

Das multidisziplinäre Projekt “The Practice of Love” der norwegischen Musikerin, Komponistin und Autorin Jenny Hval erschafft eine betörende Einheit aus Musik, Literatur und Bewegung. Es verfolgt klangliche, visuelle und choreografische Ideen, indem es Stimmen, Klänge und sogar Körper in Texte verwandelt – in einem Prozess, den Hval als eine Form der Magie bezeichnet. Mit einem multinationalen Ensemble aus experimentellen Musiker*innen, Sänger*innen, Tänzer*innen und Videokünstler*innen weitet Hval ihr Schaffen in neue und noch gewagtere Sphären aus.

Das Stück erkundet die Beziehung von Leben und Kunst auf einzigartige Weise durch eine Nabelschnurmagie, die die Möglichkeit, Kunst zu schaffen, damit zusammenbringt, Leben zu erschaffen und sich auf andere Menschen zu beziehen; es sucht nach Empathie und einer gemeinsamen Sprache, indem miteinander gesprochen, gesungen und geschrieben wird. Darüber hinaus widmet das Stück sich dem Verhältnis von Stimme/Präsenz/Leben zu geschriebenem Wort/Absenz/Tod: Die Stimme ist das Produkt eines lebenden Körpers, sie stellt unsere erste Beziehung zu einem anderen Menschen dar, wenn wir die Stimme unserer Mutter vernehmen und auf sie reagieren… Als Tote können wir indes nicht länger “Ich” sagen, und die geschriebenen Worte sind das, was von uns eingemeißelt in einen Grabstein bleibt. Verbirgt sich hinter der Liebe zu Worten der Todestrieb?

Mit Klängen, Texten und manipulierten Bildern ist “The Practice of Love” zugleich magische Séance und Erkundung des Wesens der Kreativität.

“The practice of love is the practice of magic.”

“The Practice of Love” is a multidisciplinary immersion in music, literature and movement by Norwegian musician, composer and writer Jenny Hval. It explores sonic, visual and choreographic ideas while transforming voices, sounds and even bodies into texts, in a process that Hval herself describes as a form of magic. With a multinational ensemble including experimental musicians, vocalists, dancers and video artists, this new project extends Hval’s work into new and even more challenging territory.


The piece investigates the connection between life and art in a specific way – an umbilical magic, which brings together the possibility of creating art, creating life, and relating to other people, looking for empathy and a common language through speaking, singing, writing together. It also looks at the relationship between voice / presence / life and written word / absence / death: The voice comes from a living body, it is how we first relate to other humans, hearing our mothers´ voice and responding to it ... Whereas the dead body can no longer say “I”, and the written words are the remains that are chiseled into our tombstones. Is being drawn to words a death drive?


Using sound, text and image manipulation, “The Practice of Love” is both a magical séance and an inquiry into the nature of creativity.

Restkarten ggf. an der Abendkasse
The Practice of Love - Einlass: 19:00
“The practice of love is the practice of magic.”

Das multidisziplinäre Projekt “The Practice of Love” der norwegischen Musikerin, Komponistin und Autorin Jenny Hval erschafft eine betörende Einheit aus Musik, Literatur und Bewegung. Es verfolgt klangliche, visuelle und choreografische Ideen, indem es Stimmen, Klänge und sogar Körper in Texte verwandelt – in einem Prozess, den Hval als eine Form der Magie bezeichnet. Mit einem multinationalen Ensemble aus experimentellen Musiker*innen, Sänger*innen, Tänzer*innen und Videokünstler*innen weitet Hval ihr Schaffen in neue und noch gewagtere Sphären aus.

Das Stück erkundet die Beziehung von Leben und Kunst auf einzigartige Weise durch eine Nabelschnurmagie, die die Möglichkeit, Kunst zu schaffen, damit zusammenbringt, Leben zu erschaffen und sich auf andere Menschen zu beziehen; es sucht nach Empathie und einer gemeinsamen Sprache, indem miteinander gesprochen, gesungen und geschrieben wird. Darüber hinaus widmet das Stück sich dem Verhältnis von Stimme/Präsenz/Leben zu geschriebenem Wort/Absenz/Tod: Die Stimme ist das Produkt eines lebenden Körpers, sie stellt unsere erste Beziehung zu einem anderen Menschen dar, wenn wir die Stimme unserer Mutter vernehmen und auf sie reagieren… Als Tote können wir indes nicht länger “Ich” sagen, und die geschriebenen Worte sind das, was von uns eingemeißelt in einen Grabstein bleibt. Verbirgt sich hinter der Liebe zu Worten der Todestrieb?

Mit Klängen, Texten und manipulierten Bildern ist “The Practice of Love” zugleich magische Séance und Erkundung des Wesens der Kreativität.

“The practice of love is the practice of magic.”

“The Practice of Love” is a multidisciplinary immersion in music, literature and movement by Norwegian musician, composer and writer Jenny Hval. It explores sonic, visual and choreographic ideas while transforming voices, sounds and even bodies into texts, in a process that Hval herself describes as a form of magic. With a multinational ensemble including experimental musicians, vocalists, dancers and video artists, this new project extends Hval’s work into new and even more challenging territory.


The piece investigates the connection between life and art in a specific way – an umbilical magic, which brings together the possibility of creating art, creating life, and relating to other people, looking for empathy and a common language through speaking, singing, writing together. It also looks at the relationship between voice / presence / life and written word / absence / death: The voice comes from a living body, it is how we first relate to other humans, hearing our mothers´ voice and responding to it ... Whereas the dead body can no longer say “I”, and the written words are the remains that are chiseled into our tombstones. Is being drawn to words a death drive?


Using sound, text and image manipulation, “The Practice of Love” is both a magical séance and an inquiry into the nature of creativity.

Restkarten ggf. an der Abendkasse
Kanon
Gemeinsam mit ausgewählten Gästen aus der Berliner Freien Szene und den Zuschauer*innen entwerfen She She Pop einen Kanon erlebter Momente der darstellenden Künste der vergangenen 30 Jahre aus der Erinnerung. “Kanon” entsteht als Ritual, Revue und kollektive Geschichtsschreibung für jene Kunstformen, die als postdramatisches Theater beschrieben wurden oder dieses beeinflusst haben, sie schließt aber auch Beispiele aus Performance, Tanz und anderen Darstellungsformen ein. Die Peformance arbeitet mit all den Mitteln der Flüchtigkeit, die diese Kunstformen selbst hervorgebracht haben. So entfaltet sich der Kanon an jedem Abend neu und spontan aus der Gemeinschaft und bewegt sich zwischen beschwörender Nacherzählung, künstlerischen Reenactments von unschuldiger Erinnerung und akribischer technischer Rekonstruktion.

Together with selected guests from the Berlin independent scene and the audience, She She Pop propose a canon of moments experienced in the performing arts over the past 30 years from memory. “Kanon” emerges as a ritual, a revue and a collective historiography of those art forms that have been described as postdramatic theatre or that have influenced it, also including examples from performance, dance and other performing arts. The performance works with all the tools of fleetingness, which these art forms themselves produce. So the canon unfolds anew and spontaneously each evening, moving between evocative retellings, artistic re-enactments of innocent memory and meticulous technological reconstruction.
Kanon
Gemeinsam mit ausgewählten Gästen aus der Berliner Freien Szene und den Zuschauer*innen entwerfen She She Pop einen Kanon erlebter Momente der darstellenden Künste der vergangenen 30 Jahre aus der Erinnerung. “Kanon” entsteht als Ritual, Revue und kollektive Geschichtsschreibung für jene Kunstformen, die als postdramatisches Theater beschrieben wurden oder dieses beeinflusst haben, sie schließt aber auch Beispiele aus Performance, Tanz und anderen Darstellungsformen ein. Die Peformance arbeitet mit all den Mitteln der Flüchtigkeit, die diese Kunstformen selbst hervorgebracht haben. So entfaltet sich der Kanon an jedem Abend neu und spontan aus der Gemeinschaft und bewegt sich zwischen beschwörender Nacherzählung, künstlerischen Reenactments von unschuldiger Erinnerung und akribischer technischer Rekonstruktion.

Together with selected guests from the Berlin independent scene and the audience, She She Pop propose a canon of moments experienced in the performing arts over the past 30 years from memory. “Kanon” emerges as a ritual, a revue and a collective historiography of those art forms that have been described as postdramatic theatre or that have influenced it, also including examples from performance, dance and other performing arts. The performance works with all the tools of fleetingness, which these art forms themselves produce. So the canon unfolds anew and spontaneously each evening, moving between evocative retellings, artistic re-enactments of innocent memory and meticulous technological reconstruction.
Kanon
Gemeinsam mit ausgewählten Gästen aus der Berliner Freien Szene und den Zuschauer*innen entwerfen She She Pop einen Kanon erlebter Momente der darstellenden Künste der vergangenen 30 Jahre aus der Erinnerung. “Kanon” entsteht als Ritual, Revue und kollektive Geschichtsschreibung für jene Kunstformen, die als postdramatisches Theater beschrieben wurden oder dieses beeinflusst haben, sie schließt aber auch Beispiele aus Performance, Tanz und anderen Darstellungsformen ein. Die Peformance arbeitet mit all den Mitteln der Flüchtigkeit, die diese Kunstformen selbst hervorgebracht haben. So entfaltet sich der Kanon an jedem Abend neu und spontan aus der Gemeinschaft und bewegt sich zwischen beschwörender Nacherzählung, künstlerischen Reenactments von unschuldiger Erinnerung und akribischer technischer Rekonstruktion.

Together with selected guests from the Berlin independent scene and the audience, She She Pop propose a canon of moments experienced in the performing arts over the past 30 years from memory. “Kanon” emerges as a ritual, a revue and a collective historiography of those art forms that have been described as postdramatic theatre or that have influenced it, also including examples from performance, dance and other performing arts. The performance works with all the tools of fleetingness, which these art forms themselves produce. So the canon unfolds anew and spontaneously each evening, moving between evocative retellings, artistic re-enactments of innocent memory and meticulous technological reconstruction.
Wir treiben die Liebe auf die Weide
Konzerthappening über das musikalische Erbe der DDR jenseits geschichtsvergessender Ostalgie

2019 ist 30 Jahre Mauerfall. Anlass für Carsten “Erobique” Meyer, bekannt und geliebt für seine Ein-Mann-Live-Disco-Ekstasen und Filmmusik (u.a. “Tatortreiniger”), Trümmer-Dandy Paul Pötsch und Regisseurin Lea Connert, sich mit einem blinden Fleck der deutschen Kulturgeschichte zu beschäftigen: dem musikalischen DDR-Erbe der 60er- und 70er-Jahre. Damals entstanden Songs mit einem Bekenntnis zu Jazz, Afrobeat, Schlager, Soul, Tropicália und Funk, die so rein gar nichts mit dem grauen Klischee-Bild der DDR zu tun haben. Diese Kompositionen und Texte aus dem Sozialismus flogen so haarscharf an der Zensur vorbei, dass sie gerade noch als Poesie durchgingen, und grooven so unverschämt hart, dass man damit locker jede Disco zwischen Wismar und Konstanz in ihre Einzelteile zerlegen kann. In “Wir treiben die Liebe auf die Weide” re-interpretiert eine Showband um Meyer und Pötsch mit Polly Lapkovskaja, Marcel Römer, Pola Lia Schulten und Gästen Stücke von wichtigen Musiker*innen wie Uschi Brüning, Veronika Fischer, Nina Hagen und Manfred Krug. Angereichert mit dokumentarischem Material und Texten entsteht ein intensives Konzerthappening, das die besondere Bedeutung der Musik, ihre versteckte Widerständigkeit und softe Subversivität feiert.

Concert happening about the musical legacy of the GDR that goes beyond ahistorical Ostalgia

2019 marked 30 years since the fall of the Wall. And the occasion for Carsten “Erobique” Meyer, known and loved for his one-man live-disco ecstasies and film music (including for “Crime Scene Cleaner”), debris-dandy Paul Pötsch and director Lea Connert to explore a blind spot in German cultural history: the musical legacy of the GDR from the ‘60s and ‘70s. Songs were created at the time with a commitment to jazz, Afrobeat, Schlager pop, soul, tropicália, and funk, with next to nothing to do with the clichéd image of grey East Germany. These compositions and texts from socialism were so good at escaping censorship that they got through just as poetry, and they grooved so outrageously hard that they could easily tear apart every disco between Wismar and Konstanz. “Wir treiben die Liebe auf die Weide” features a showband around Meyer and Pötsch, including Polly Lapkovskaja, Marcel Römer, Pola Lia Schulten and other guests, re-interpreting songs by important musicians such as Uschi Brüning, Veronika Fischer, Nina Hagen and Manfred Krug. Add some documentary material and texts and you get an intense concert-happening that celebrates the special significance of music, its hidden qualities of resistance, and its soft subversiveness.
Wir treiben die Liebe auf die Weide
Konzerthappening über das musikalische Erbe der DDR jenseits geschichtsvergessender Ostalgie

2019 ist 30 Jahre Mauerfall. Anlass für Carsten “Erobique” Meyer, bekannt und geliebt für seine Ein-Mann-Live-Disco-Ekstasen und Filmmusik (u.a. “Tatortreiniger”), Trümmer-Dandy Paul Pötsch und Regisseurin Lea Connert, sich mit einem blinden Fleck der deutschen Kulturgeschichte zu beschäftigen: dem musikalischen DDR-Erbe der 60er- und 70er-Jahre. Damals entstanden Songs mit einem Bekenntnis zu Jazz, Afrobeat, Schlager, Soul, Tropicália und Funk, die so rein gar nichts mit dem grauen Klischee-Bild der DDR zu tun haben. Diese Kompositionen und Texte aus dem Sozialismus flogen so haarscharf an der Zensur vorbei, dass sie gerade noch als Poesie durchgingen, und grooven so unverschämt hart, dass man damit locker jede Disco zwischen Wismar und Konstanz in ihre Einzelteile zerlegen kann. In “Wir treiben die Liebe auf die Weide” re-interpretiert eine Showband um Meyer und Pötsch mit Polly Lapkovskaja, Marcel Römer, Pola Lia Schulten und Gästen Stücke von wichtigen Musiker*innen wie Uschi Brüning, Veronika Fischer, Nina Hagen und Manfred Krug. Angereichert mit dokumentarischem Material und Texten entsteht ein intensives Konzerthappening, das die besondere Bedeutung der Musik, ihre versteckte Widerständigkeit und softe Subversivität feiert.

Concert happening about the musical legacy of the GDR that goes beyond ahistorical Ostalgia

2019 marked 30 years since the fall of the Wall. And the occasion for Carsten “Erobique” Meyer, known and loved for his one-man live-disco ecstasies and film music (including for “Crime Scene Cleaner”), debris-dandy Paul Pötsch and director Lea Connert to explore a blind spot in German cultural history: the musical legacy of the GDR from the ‘60s and ‘70s. Songs were created at the time with a commitment to jazz, Afrobeat, Schlager pop, soul, tropicália, and funk, with next to nothing to do with the clichéd image of grey East Germany. These compositions and texts from socialism were so good at escaping censorship that they got through just as poetry, and they grooved so outrageously hard that they could easily tear apart every disco between Wismar and Konstanz. “Wir treiben die Liebe auf die Weide” features a showband around Meyer and Pötsch, including Polly Lapkovskaja, Marcel Römer, Pola Lia Schulten and other guests, re-interpreting songs by important musicians such as Uschi Brüning, Veronika Fischer, Nina Hagen and Manfred Krug. Add some documentary material and texts and you get an intense concert-happening that celebrates the special significance of music, its hidden qualities of resistance, and its soft subversiveness.
Stadt unter Einfluss – das Musical zur Wohnungsfrage
Advice for English surtitles
In order to have a good view on both stage and surtitles we advise you to buy tickets in the balcony or in the rows 3-8. The staff of HAU visitor´s service is happy to help you.

Die Wohnungsfrage ist die soziale Frage unserer Zeit, ganz besonders in Berlin. Auf der Straße, in Bars und Büros – wo man hinhört, Mieter*innensorgen: Angst vor Modernisierung und Mietsteigerung, vor Verdrängung, Umwandlung und Wohnungsnot. Auch in anderen Kreisen spricht man über das Wohnen, aber nicht über das Wohnen als Zuhause, sondern als Kapitalanlage. Berlin ist eine Stadt unter Einfluss, unter schlechtem Einfluss. Aber die Berliner*innen haben angefangen sich zu wehren: 40.000 Menschen gingen für die “Mietenwahnsinn”-Demo im Mai auf die Straße. Etwa zur gleichen Zeit hat Christiane Rösinger im Auftrag des HAU ein Musical zur Mieter*innenbewegung erarbeitet. Die Musikerin und Autorin, die seit 30 Jahren mit ihren Bands Lassie Singers, Britta und auch solo über Berlin singt und schreibt, bringt die Wohnungsfrage mit acht Musiker*innen und einem Chor aus Kreuzberger und Neuköllner Mietaktivist*innen auf die Bühne. Als Spezialist*innen in Sachen Verdrängung und Mietersorgen singen und tanzen sie ihre eigenen Geschichten. Am Ende wird natürlich alles gut – es ist schließlich ein Musical!
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The housing question is the social question of our time, particularly in Berlin. On the street, in bars and offices – wherever you listen tenants are worried: fear of modernization and rising rents, of displacement, conversion and housing shortages. In other circles as well people are talking about housing, but not as a home, as capital investment. Berlin is a city under the influence, under a bad influence. But Berliners have started fighting back: 40,000 people took to the streets in May for the “Mietenwahnsinn” demo. At about the same time HAU commissioned Christiane Rösinger to make a musical about the tenants movement. The musician and writer, who has been singing and writing about Berlin for 30 years with her bands Lassie Singers, Britta and also solo, brings the housing question to the stage with eight musicians and a chorus made up of Kreuzberg and Neukölln tenant activists. As specialists in the issues of displacement and tenant problems, they sing and dance their own stories. In the end of course everything will be fine – after all, it’s a musical!
Stadt unter Einfluss – das Musical zur Wohnungsfrage
Advice for English surtitles
In order to have a good view on both stage and surtitles we advise you to buy tickets in the balcony or in the rows 3-8. The staff of HAU visitor´s service is happy to help you.

Die Wohnungsfrage ist die soziale Frage unserer Zeit, ganz besonders in Berlin. Auf der Straße, in Bars und Büros – wo man hinhört, Mieter*innensorgen: Angst vor Modernisierung und Mietsteigerung, vor Verdrängung, Umwandlung und Wohnungsnot. Auch in anderen Kreisen spricht man über das Wohnen, aber nicht über das Wohnen als Zuhause, sondern als Kapitalanlage. Berlin ist eine Stadt unter Einfluss, unter schlechtem Einfluss. Aber die Berliner*innen haben angefangen sich zu wehren: 40.000 Menschen gingen für die “Mietenwahnsinn”-Demo im Mai auf die Straße. Etwa zur gleichen Zeit hat Christiane Rösinger im Auftrag des HAU ein Musical zur Mieter*innenbewegung erarbeitet. Die Musikerin und Autorin, die seit 30 Jahren mit ihren Bands Lassie Singers, Britta und auch solo über Berlin singt und schreibt, bringt die Wohnungsfrage mit acht Musiker*innen und einem Chor aus Kreuzberger und Neuköllner Mietaktivist*innen auf die Bühne. Als Spezialist*innen in Sachen Verdrängung und Mietersorgen singen und tanzen sie ihre eigenen Geschichten. Am Ende wird natürlich alles gut – es ist schließlich ein Musical!
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The housing question is the social question of our time, particularly in Berlin. On the street, in bars and offices – wherever you listen tenants are worried: fear of modernization and rising rents, of displacement, conversion and housing shortages. In other circles as well people are talking about housing, but not as a home, as capital investment. Berlin is a city under the influence, under a bad influence. But Berliners have started fighting back: 40,000 people took to the streets in May for the “Mietenwahnsinn” demo. At about the same time HAU commissioned Christiane Rösinger to make a musical about the tenants movement. The musician and writer, who has been singing and writing about Berlin for 30 years with her bands Lassie Singers, Britta and also solo, brings the housing question to the stage with eight musicians and a chorus made up of Kreuzberg and Neukölln tenant activists. As specialists in the issues of displacement and tenant problems, they sing and dance their own stories. In the end of course everything will be fine – after all, it’s a musical!
Stadt unter Einfluss – das Musical zur Wohnungsfrage
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In order to have a good view on both stage and surtitles we advise you to buy tickets in the balcony or in the rows 3-8. The staff of HAU visitor´s service is happy to help you.

Die Wohnungsfrage ist die soziale Frage unserer Zeit, ganz besonders in Berlin. Auf der Straße, in Bars und Büros – wo man hinhört, Mieter*innensorgen: Angst vor Modernisierung und Mietsteigerung, vor Verdrängung, Umwandlung und Wohnungsnot. Auch in anderen Kreisen spricht man über das Wohnen, aber nicht über das Wohnen als Zuhause, sondern als Kapitalanlage. Berlin ist eine Stadt unter Einfluss, unter schlechtem Einfluss. Aber die Berliner*innen haben angefangen sich zu wehren: 40.000 Menschen gingen für die “Mietenwahnsinn”-Demo im Mai auf die Straße. Etwa zur gleichen Zeit hat Christiane Rösinger im Auftrag des HAU ein Musical zur Mieter*innenbewegung erarbeitet. Die Musikerin und Autorin, die seit 30 Jahren mit ihren Bands Lassie Singers, Britta und auch solo über Berlin singt und schreibt, bringt die Wohnungsfrage mit acht Musiker*innen und einem Chor aus Kreuzberger und Neuköllner Mietaktivist*innen auf die Bühne. Als Spezialist*innen in Sachen Verdrängung und Mietersorgen singen und tanzen sie ihre eigenen Geschichten. Am Ende wird natürlich alles gut – es ist schließlich ein Musical!
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The housing question is the social question of our time, particularly in Berlin. On the street, in bars and offices – wherever you listen tenants are worried: fear of modernization and rising rents, of displacement, conversion and housing shortages. In other circles as well people are talking about housing, but not as a home, as capital investment. Berlin is a city under the influence, under a bad influence. But Berliners have started fighting back: 40,000 people took to the streets in May for the “Mietenwahnsinn” demo. At about the same time HAU commissioned Christiane Rösinger to make a musical about the tenants movement. The musician and writer, who has been singing and writing about Berlin for 30 years with her bands Lassie Singers, Britta and also solo, brings the housing question to the stage with eight musicians and a chorus made up of Kreuzberg and Neukölln tenant activists. As specialists in the issues of displacement and tenant problems, they sing and dance their own stories. In the end of course everything will be fine – after all, it’s a musical!