Montag, 14.10.2019
um 11:30 Uhr







A professional guide takes you on a 60- to 75-minute tour of the stadium, to areas not otherwise open to the public. Visit the venue of the 2006 FIFA World Cuptm , the 12th World Championships in Athletics berlin 2009TM and the 6th FIFA Women's World Cup 2011TM , the VIP areas, changing rooms, and the underground warm-up training hall. Enjoy the impressive perspective of a state of the art stadium from the edge of the blue tartan track while your guide tells you all about the history and architecture of the Olympiastadion Berlin

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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Zwischen Revolution und Wirtschaftswunder

Dauerausstellung Stadtgeschichte





Die stadtgeschichtliche Ausstellung zeigt den politischen und wirtschaftlichen Weg Offenburgs  von der Revolution 1848 bis zum Wirtschaftswunder in den 1950er und 60er Jahren.



Mit Beginn der Revolution 1848 startet auch die stathistorische Ausstellung und nimmt den Besucher mit durch die Zeiten des Auf- und Umbruchs in Offenburg und der Region.



Offenburg ist zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein beschauliches Städtchen mit knapp 2400 Einwohnern. 170 Jahre später zählt man bereits 33 000 Bürger. Die Stadt erlebt in diesem Zeitraum die Industrialisierung, zwei Revolutionen, drei Kriege, zwei Inflationen, Aus- und Einwanderungen, Diktatur und demokratischen Neuanfang.

Vier Hauptthemen werden fokussiert:



• Demokratiegeschichte



• Migration



• Mobilität



• Wirtschaftsgeschichte





Die Ausstellung zeigt den politischen und wirtschaftlichen Weg Offenburgs in die Moderne, von der Revolution 1848 bis zum Wirtschaftswunder in den 1950er und 60er Jahren. Sie kombiniert Schätze aus den Depots mit modernen Medien und spielerischen Elementen, wie z.B. einer Animation zur Auswanderung nach Nordamerika, Audiostationen und Filmsequenzen.



Foto: Karl Schlessmann


Mo geschlossen
Di-So 10-17 Uhr

Offenburg

22.11.2019
Wald - Land - Fluss

Dauerausstellung Naturkunde und Geologie



Die sinnliche, bunte, spannende und informative Familienausstellung weckt das Interesse für die Natur in unserer Umgebung und ist ein Erlebnisraum für große und kleine Besucher.



 



Naturkunde

In der naturkundlichen Abteilung heisst es: "Ist das Reh die Frau vom Hirsch?", "Warum haben Vögel Schnäbel?" oder "Kriegen Enten kalte Füße?" Diese und andere Kinderfragen werden anschaulich und im Detail beantwortet. In dem großen stimmungsvollen Dachgeschoss empfängt die Ausstellung ihre Besucher mit offen gestalteten Landschaftsszenarien zu den Themen Wald, Land und Fluss.



Ein riesiger Ahornbaum in herbstlichen Farben scheint aus der Wand zu wachsen und überragt die detailliert gestaltete Waldlandschaft. Hier sind z.B. der Dachs, das Reh, die scheue Wildkatze und eine Vielzahl von Waldvögeln zu finden.

Die Wiese bietet auch zahlreiche Entdeckungen: der Habicht schaut zwischen den Grashalmen hindurch, unter dem Stein entdeckt man kriechende Bewohner und auch der Maulwurf hat sein Plätzchen gefunden.

Die Flusslandschaft wird von heimischen Fischen, Muscheln und Krebsen bevölkert, Enten und andere Vögel haben es sich am Ufer bequem gemacht.



Eine große Zahl von Hands-on-Stationen, Spielen und Experimenten laden zum Mitmachen ein: man kann z.B. Vogelstimmen hören, Felle ertasten oder Schneckenhäuser unter die Lupe nehmen. Und wer wissen will, wie die ausgestopften Tiere gemacht werden, erfährt das am Arbeitstisch des Präparators. Im kuschligen Moosbett kann man zu verschiedenen Klängen des Waldes in einer bunten Auswahl an Kinderbüchern stöbern oder einfach nur entspannen.



 



Geologie

In der geologischen Abteilung ganz oben unter dem Museumsdach heisst es: "Können Steine leuchten“, „Ist der Bleistift aus Blei?“ oder „Gibt es im Schwarzwald einen Silberschatz?“ Auch hier werden diese und andere Kinderfragen anschaulich und im Detail beantwortet.



Kann man denn überhaupt durch die Zeit reisen? Bei uns schon! Mit der Zeitmaschine kann man sich in die verschiedenen Erdzeitalter begeben. Man geht hinein, wählt ein Erdzeitalter aus und saust hin, z.B. ins Karbon. Gleich nach der Ankunft erfährt man, wie es damals bei uns aussah, wie das Klima beschaffen war und welche Tiere und Pflanzen es gab.

Weiter geht’s in den nachgebauten Stollen: hier erfährt man, dass früher in der Nähe von Offenburg Kohle, aber auch Eisenerz und sogar Silber in zahlreichen Gruben abgebaut wurde.

Schließlich geht es in die Schatzkammer der Ausstellung, das Mineralienkabinett. Hier sind wunderschöne Mineralien mit wohlklingenden Namen wie Achat, Limonit oder Psilomelan zu bewundern, die in allen Farben schimmern und in bizarren Formen vorkommen. Einige dieser Mineralien leuchten sogar, wenn sie mit Schwarzlicht angestrahlt werden.



Die Dauerausstellung Wald - Land - Fluss regt dazu an, interessante Zusammenhänge selbst herauszufinden und neue Fragen zu stellen. Sinnlich, bunt, spannend und informativ bietet die Präsentation ein geeignetes Forum für den jugendlichen Forschergeist und schafft einen anregenden und kindgerechten Erlebnisraum, der auch Erwachsene erfreuen dürfte. Alle Fragen beantwortet die Ausstellung anschaulich und mit lebendigen Texten, viele davon kann man im Audioguide hören, der an der Infotheke kostenlos erhältlich ist.



Die Ausstellung ist zweisprachig in Deutsch und Französisch.



 


Mo geschlossen
Di-So 10 - 17 Uhr

Offenburg

22.11.2019
Verdammt lang her!

Mit der Neugestaltung der archäologischen Abteilung ist der dritte Teil der Neukonzeption des Museums abgeschlossen. Die Ausstellung „Verdammt lang her!“ zeigt die Archäologie der Region von der Steinzeit bis in die Zeit der Alamannen und berücksichtigt dabei  die aktuellsten Forschungsaspekte.



Rund 100 neue Leihgaben aus dem Archäologischen Fundarchiv Baden- Württemberg bereichern die Ausstellung und veranschaulichen wichtige Einzelthemen. So wird der 2011 bei Bühl gefundene Grabstein eines Suebenfürsten erstmals gezeigt. Der Stein trägt die bislang einzige in Baden-Württemberg entdeckte Inschrift, die Aussagen über die frühe römische Verwaltung zulässt. Wichtige Funde aus Offenburg und Umgebung – Bronzen, Keramiken, Schmuck – dokumentieren die Grabungstätigkeit der vergangenen Jahrzehnte. Aber auch Forschungslücken werden thematisiert.



Die neue Präsentation rückt die archäologische Arbeit in den Focus: Wie arbeiten Archäologen, woher weiß man, wie alt etwas ist und seit wann sind archäologische Funde für Museen von Interesse?

Hands-On-Stationen, anschauliche Lebensbilder und eine Medienstation greifen verschiedene Aspekte der Ausstellung auf und laden zum Mitmachen und Ausprobieren ein.


Mo geschlossen
Di-So 10 - 17 Uhr

Offenburg

22.11.2019
Ein Fenster zur Welt.

Neue kolonialgeschichtliche Dauerausstellung



Exotische Exponate aus den ehemaligen deutschen Kolonien in Afrika, China und der Südsee entführen die Besucher in die Zeit von 1885 bis 1914.



Die Geschichte der deutschen Kolonien in Afrika, China und der Südsee wird in der neuen Dauerausstellung detailreich dargestellt und kritisch beleuchtet. Dabei schöpft das Museum aus seinem großen ethnografischen Bestand, den Museumsgründer Carl Frowin Mayer zwischen 1894 und 1917 anlegte.



Wie wurde das Thema „Kolonien“ in Offenburg diskutiert und welche Verbindungen zu den fernen Besitzungen gab es? Wer schenkte dem Museum Objekte aus den deutschen „Schutzgebieten“ und wie kam es dazu? Welches Bild der Kolonien und vor allem der Menschen in den Kolonien wurde im Offenburger Museum gezeichnet? Dass die Folgen der Kolonialzeit bis heute unübersehbar sind, zeigen Sammlungen von Großwildjägern, Missionaren, Entwicklungshelfern und Reisenden aus Offenburg und Umgebung aus der Zeit von 1918 bis heute.



Auch die Sammlung Cron mit ihren Großwild-Präparaten aus Afrika und Asien wird im kolonialgeschichtlichen Zusammenhang neu präsentiert. Das berühmte „hornlose Nashorn“ hängt wieder am ursprünglichen Ort und verweist auf aktuelle Entwicklungen, die sowohl mit der Kolonialgeschichte als auch mit der Globalisierung in Zusammenhang stehen. Neben kolonialgeschichtlichen Fragestellungen werden auch aktuelle Probleme wie Großwildjagd, wirtschaftliche Abhängigkeiten und Rassismus angesprochen. 



Die Künstlerin Angelika Nain hat mit ihrer Druck-Serie "Immer noch..."  (die Originale sind in einem separaten Raum zu sehen) einen ganz persönlichen Zugang zum Thema geschaffen. Sie setzt die Schattenseiten unseres Weltwirtschaftssystems ins Bild und zeigt die Folgen des Exports von Abfällen und Waffen in Entwicklungsländer: Zerstörung und Flucht.


Di - So 10-17 Uhr

Offenburg

22.11.2019
Daaj - Zwischen Licht und Finsternis

Dualismen von Männlich und Weiblich, Schwarz und Weiß, Licht und Finsternis: das sind Stilmittel der zeitgenössischen Kunst Irans. In den Fotografien der Künstlerin Nooshin Shafiee positioniert sich das Dasein in seinen poetischen Nuancen zwischen Tag und Nacht – betitelt mit der persischen Metapher für die vergehende Finsternis: Daaj.


Di-Do 10-17 Uhr, Fr-So 10-18 Uhr

Karlsruhe

22.11.2019
Adele Elsbach (1908-1944)

2. Juni bis 24. November 2019



Das Stadtmuseum Simeonstift hat im Kunsthandel eine Mappe von Entwurfsarbeiten einer jungen Trierer Künstlerin aus den 1920er-Jahren erworben. Ihre Urheberin, die jüdische Kunstgewerblerin Adele Elsbach, wurde 1944 in Auschwitz ermordet.



Futuristisch anmutende Menschen an Maschinen, geometrische Figurenstudien, klassische Landschaften - als junge Studentin an der Werkkunstschule Trier bearbeitete Adele Elsbach eine breite Palette an Motiven und Formensprachen. Zur Blüte gelangte diese vielversprechend begonnene Künstlerkarriere jedoch nie: 1944 wurde Elsbach aus ihrer Wohnung in der Speestraße nach Auschwitz deportiert, wo sie im selben Jahr ermordet wurde. Die jüdische Kennkarte von Adele Elsbach befindet sich heute im Trierer Stadtarchiv und ist im Stadtmuseum Simeonstift als Reproduktion zu besichtigen. Dort ist als Berufsbezeichnung „Kunstgewerblerin“ angegeben, weitere Spuren zum Leben und künstlerischen Wirken der 1908 geborenen Elsbach sind bislang nicht bekannt.


Dienstag bis Sonntag, 10-18 Uhr
Erster So im Monat nur 1 Euro Eintritt!

Trier

22.11.2019
Alles mit der Zeit

Wann ist endlich die Schule aus, wie lange dauert es noch bis zum nächsten Geburtstag und warum sind die Ferien immer so schnell vorbei? Mal dehnt sich die Zeit wie ein Kaugummi, mal zerrinnt sie zwischen den Fingern. Doch was ist eigentlich Zeit? In der Mitmach-Ausstellung „Alles mit der Zeit“  gehen Kinder nach Lust und Laune aktiv dieser grundlegenden Frage nach. Dabei entdecken sie, dass die Zeit so vielseitig wie das Leben selbst ist und voller spannender Abenteuer steckt.





Im kleinen Städtchen Jederzeit lernen Kinder von 4 bis 7 Jahren das Thema „Zeit“ spielerisch kennen. Anhand von Berufen, in denen die Zeit eine wichtige Rolle spielt, bewältigen sie vielfältige und spaßige Aufgaben: So gilt es, schnell zu sein wie die Feuerwehr, den Bäcker früh zu wecken, durch die Jahreszeiten zu gärtnern oder als Dirigent den Takt vorzugeben.



Kinder ab 8 Jahren begegnen den abwechslungsreichen Zeitthemen innerhalb der außergewöhnlichen Expedition ZEIT. Die  Entdeckungstour führt sie von den Tiefen des Urwaldes über den Trubel der Stadt mit Uhrmacherwerkstatt und Zeitmaschine bis in die Weiten des Weltalls. Sie erforschen Zeitgeist und Körper,  springen von der Vergangenheit in die Zukunft und erkunden Urknall und Lichtgeschwindigkeit. Durch Ausprobieren und Mitmachen gelingt es, dem Geheimnis der Zeit auf die Schliche zu kommen.



Eine Ausstellung des Grazer Kindermuseums Frida & freD und der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim ermöglicht durch die Klaus-Tschira-Stiftung





Di – So, 11 – 18 Uhr,



auch an Feiertagen geöffnet,



außer 24. und 31.12.



Informationen: Tel 0621 – 293 31 50



www.rem-mannheim.de 



 



Credits: © rem


Mannheim

22.11.2019
11:00 Uhr
Oderbruch: Räume

Schloss Neuhardenberg versteht sich seit vielen Jahren auch als Ort der Förderung des künstlerischen Nachwuchses – davon zeugen etwa die Programme mit jungen Musikerinnen und Musikern, aber auch einzelne Ausstellungen, die sich gezielt jungen Talenten widmen. Im Herbst 2019 zeigt die Stiftung Schloss Neuhardenberg Arbeiten von Schülerinnen und Schülern der fotografischen Ausbildung am renommierten Lette Verein in Berlin, die im Rahmen einer Exkursion in das Oderbruch entstanden sind. Praktische Module wie die Exkursion zum Thema „Raum“ sind Teil der dreijährigen Ausbildung am Lette Verein. Von den vielfältigen Reizen des Oderbruchs zeigen sich die jungen Fotografinnen und Fotografen unterschiedlich inspiriert – Feldstudien, Landschaftspanoramen bis hin zu inszenierter Modefotografie vor improvisierten Kulissen sind Ergebnisse ihrer Auseinandersetzung mit der Landschaft des östlichen Brandenburg.



Vom hektischen Stadtleben in die entschleunigte Provinz katapultiert, vollziehen die angehenden Fotografinnen und Fotografen einen radikalen Perspektivwechsel. Wie sie mit dieser Herausforderung umgehen, sowohl kreativ als auch dokumentarisch, reflektieren die Bilder der Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit den Lehrern Silke Spiegel und Rainer Schwesig entstanden sind.



Ausstellung

14. 9. bis 8. 12.

dienstags bis sonntags sowie an Feiertagen 10–18 Uhr

(an Tagen mit Veranstaltung bis zu deren Beginn)

Foyer Großer Saal



Eröffnung: Sa, 14. 9., 15 Uhr



Eintritt frei



Foto: Oskana Meister


10-18 Uhr
ab 1.11.2019: Mi-So 10-16 Uhr

Neuhardenberg

22.11.2019
15:00 Uhr
F. – Jahrhundertwanderungen

Eine Ausstellung der GEDOK Brandenburg in Kooperation mit der Stiftung Schloss Neuhardenberg

unter der Schirmherrschaft der Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

gefördert durch den Sparkassen-Kulturfonds



Fontane hat Spuren hinterlassen, und die Themen seiner Werke sind bis heute aktuell: Identitätsprägende Landschafts- und Menschenbetrachtungen, Geschichten von sozialem Auf- und Abstieg, von Moral und Leidenschaft, von Aufbruch und Unabhängigkeit, von Fremdsein und Ausgrenzung, vom Aufeinanderprallen der Kulturen, von Macht und Karrierestreben, von Liebe und Lebensglück, die an gesellschaftlichen Konventionen zerbrechen.



Eine Auseinandersetzung mit diesen Themen wollen die GEDOK Brandenburg, die Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstfördernden in Brandenburg, und die Stiftung Schloss Neuhardenberg anregen, wenn sie aus Anlass des 25. Gründungsjubiläums der GEDOK Brandenburg und des 200. Geburtstages von Theodor Fontane das gemeinsame Ausstellungsprojekt F. – Jahrhundertwanderungen zeigen. Rund 25 zum bundesweiten Netzwerk der GEDOK gehörende und über ein Juryverfahren ermittelte Künstlerinnen präsentieren in Neuhardenberg ausgewählte Werke. In ihren Arbeiten loten sie aus, was das Schaffen zeitgenössischer Künstlerinnen mit Fontane zu tun hat, wo es Anknüpfungspunkte und Schnittmengen für eine aktuelle künstlerische Auseinandersetzung – und zwar aus weiblicher Sicht – gibt. Gerade diese individuelle, zuweilen provozierende Perspektive von Künstlerinnen ist es, aus der sich neue, über vertraute Deutungsmuster hinausgehende Zugänge eröffnen und die die tradierten Sichtweisen in Frage stellt. Fontanes Themen und Frauenfiguren mit ihren vielschichtigen, beinahe zeitlosen Konflikten erweisen sich dabei als reicher Quell für einen lebendigen bildkünstlerischen Diskurs.



Ausstellung

14. 9. bis 8. 12.

dienstags bis sonntags sowie an Feiertagen 10–18 Uhr

ab 1. November mittwochs bis sonntags 11–16 Uhr

(an Tagen mit Veranstaltung bis zu deren Beginn)

Ausstellungshalle



Eröffnung: Sa, 14. 9., 16 Uhr



Eintritt: € 5,- / ermäßigt € 3,-



präsentiert von kulturradio (rbb), Tagesspiegel und tip Berlin



Foto: Maren Strack


10-18 Uhr
ab 1.11.2019: Mi-So 10-16 Uhr

Neuhardenberg

22.11.2019
16:00 Uhr
Faszination Libellen

Sie heißen Plattbauch, Azurjungfer, Granatauge und Blaupfeil. Libellen sind Tiere, die wohl jeder kennt, die viele aber trotzdem kaum wahrnehmen. In Deutschland gibt es immerhin 81 Arten – von denen jedoch leider die Hälfte auf der Roten Liste (2015) der bedrohten Tiere steht.

Die Ausstellung zeigt Libellenfotos aus dem Bielefelder Raum – Arten, die mit etwas Glück auch am Gartenteich beobachtet werden können. Fotografin und Biologin Wiebke Susanne Homann begibt sich seit Jahren auf die Spur dieser eleganten Insekten, um ihre Ästhetik und Schönheit fotografisch einzufangen. Die Ausstellung ist eine Liebeserklärung an diese einzigartigen Insekten.

Wo: Universitätsbibliothek Bielefeld, Informationszentrum
Universitätshauptgebäude, Bauteil U0
Zugang über den Bibliothekseingang U1 auf der Galerie in der ersten Etage

Wann: Mo – Fr von 8.00 – 01.00 Uhr, Sa + So von 9.00 – 22.00 Uhr

Mo – Fr von 8:00 – 01:00 Uhr, Sa + So von 9:00 – 22:00 Uhr

Bielefeld

22.11.2019
VICTOR ODER DIE KINDER AN DER MACHT

Victor, 9 Jahre alt und zwei Meter groß, feiert Geburtstag. Das bürgerliche Establishment um Victors Eltern gibt ein Fest mit Familienfreunden, Nachbarn, einem obligatorischen General - und all ihren (ungewollten) Spiegelbildern. Denn Victor, nach Aussage der Eltern „schrecklich intelligent“, möchte nicht nur herausfinden, „wo der Hammer hängt“, sondern auch wie man selbigen benutzt. Er beginnt die glänzenden Fassaden zu zerschlagen und sägt am bürgerlichen Interieur. Die Eltern greifen nach ihren Lebenslügen, wie nach ihrem letzten Strohhalm, doch das Kind ist einfach nicht mehr ruhig zu stellen.
Während Victor an allen vier Tischbeinen der Familie hobelt und ungebetene Gäste die Luft verpesten, werden Kriege vorbereitet, Affären vertuscht, Lieder geschmettert, in die Tasten gehauen und Verlorengegangenes beschworen. Die Komödie muss mit allen Mitteln am Laufen gehalten werden, die Leute schauen schließlich zu! Doch das von Victor entfachte Chaos ist unaufhaltbar und die auf Lügen und Schein gebaute Welt der Erwachsenen beginnt zu zerbröseln.

Zwischen „Fridays for Future“, der Unausweichlichkeit einer drohenden Katastrophe, Punk und DADA lässt Victor die Marionetten zum Brassbeat tanzen und dabei keine Unverschämtheit ungesagt. Das Ensemble feiert einen theatralen Abgesang auf die Welt, „wie sie immer war“. Denn Victor hat das Gefühl, die Zukunft ist schon da...

mit Rainer Haustein, Melda Hazirci, Peter Papakostidis, Verena Richter, Sarah Schuchardt, Neil Vaggers, Alexander Wagner

Regie Arno Friedrich Dramaturgie Laura Mangels Bühne & Kostüm Claudia Karpfinger, Katharina Schmidt Musik Neil Vaggers Puppenbau Tine Hagemann Licht Jo Hübner Assistenz Ilaria Grillo

Weitere Informationen zum Entstehen der Produktion unter: https://www.paspluspillepalle.de

Trees of Life - Erzählungen für einen beschädigten Planeten

Teilnehmende KünstlerInnen: Sonja Bäumel, Edgar Honetschläger, Dominique Koch, das Künstlerkollektiv Studio Drift und mit Exponaten Seckenberg

Der Frankfurter Kunstverein präsentiert in Kooperation mit dem Senckenberg Naturmuseum die Ausstellung „Trees of Life – Erzählungen für einen beschädigten Planeten“, ein interdisziplinäres Projekt, das den Blick von einem historisch gewachsenen, anthropozentrischen Weltbild auf ein systemisches Verständnis des Menschen als Teil des evolutionären Prozesses führt.
Durch die gesamte Geschichte der Menschheit zieht sich der Versuch ein Weltbild zu formulieren, welches sich durch die Beobachtungen der Wirklichkeit, dem daraus gewonnen Wissensstand und jeweiligen Überzeugungen wandelt. Immer wieder entwickeln sich neue Formen des Selbstverständnisses des Menschen und der Welt. Es sind Narrative, Bilder und Metaphern, die in der jeweiligen Zeit und Kultur entstehen und das Handeln des Menschen prägen. Heute stehen sich gegensätzliche Weltbilder gegenüber und ringen um Interessen und Zukunftsoptionen für unseren Planeten.
Die Ausstellung bringt Positionen zeitgenössischer KünstlerInnen in einen Dialog mit wissenschaftlichen Exponaten aus der Sammlung der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung.

Kuratorin: Franziska Nori
Wissenschaftliche Beratung: Philipe Havlik

Öffnungszeiten: Di-So: 11 – 19 Uhr Do: 11 – 21 Uhr Montags geschlossen

Frankfurt am Main

22.11.2019
Das Ende der Eindeutigkeit. Malerei aus der X. Kunstausstellung der DDR

Dresden war der Austragungsort für die großen Kunstausstellungen der DDR. Die letzte Ausstellung dieser Art – die X. Kunstausstellung der DDR – fand vom 3. Oktober 1987 bis zum 3. April 1988 statt, als vom Ende der DDR noch nichts zu ahnen war. Über eine Million Besucher besichtigten diese Schau.

Die Debatten über die vermisste Präsenz der Kunst der DDR in den letzten Jahren in Dresden legen die Vermutung nahe, dass einige Kunstwerke dieser großen Ausstellungen Eingang in ein imaginäres Bildgedächtnis vieler Bürgerinnen und Bürger der DDR und vor allem vieler Dresdnerinnen und Dresdner gefunden haben und dort mit den Gefühlen von Heimat, Verlust und Zugehörigkeit verbunden sind.

30 Jahre nach der politischen Wende unternimmt die Städtische Galerie Dresden das Experiment, anhand einer kleinen Auswahl von Gemälden erneut Einblicke in diesen Bilderkosmos zu geben. Durch die Möglichkeit der Re-Vision dieser Kunstwerke möchten wir mit unseren Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch kommen – sowohl
über die Motive der präsentieren Kunstwerke, die künstlerischen Mittel als auch über die Frage, ob und wenn ja in welchem Umfang verschiedene Botschaften und Deutungen der Kunstwerke ihre Aktualität bis heute erhalten haben.

Folgende Künstlerinnen und Künstler sind in der Ausstellung mit Werken vertreten:
Lothar Böhme, Gudrun Brüne, Hartwig Ebersbach, Steffen Fischer, Dieter Gantz, Sighard Gille, Eberhard Göschel, Christl Maria Göthner, Peter Graf, Clemens Gröszer, Ulrich Hachulla, Angela Hampel, Heidrun Hegewald, Johannes Heisig, Werner Juza, Wolfgang Mattheuer, Harald Metzkes, Gerhard Kurt Müller, Wolfgang Peuker, Uwe Pfeifer, Stefan Plenkers, Neo Rauch, Arno Rink, Gerhard Schwarz, Willi Sitte, Hans-Peter Szyszka, Andreas Thieme, Joachim Völkner, Frank Voigt, Andreas Wachter, Trak Wendisch, Jürgen Wenzel, Doris Ziegler und Rainer Zille.

Di – So, Feiertage: 10 – 18 Uhr Fr: 10 – 19 Uhr Mo: geschlossen

Dresden

22.11.2019
MADNESS.

Bildnisse internationaler Künstler*innen über den Wahnsinn
Künstler*innen: Christian Fogarolli, Teodora Axente, Simone Haack, Richard Wathen, Per Morten Abrahamsen, Karina Wisniewska, Sergiu Toma; Kurator: Uwe Goldenstein (Galerie Selected Artists)Die Arbeiten von Christian Fogarolli sind inspiriert von dem mittelalterlichen Glauben, dass Geistesstörungen von der Bildung eines kleinen Steins im Gehirn herrühren. Sein Besuch in aufgelösten
»Irrenanstalten« haben ihn mit den Ideen der italienischen Antipsychiatrie der 1980er Jahre konfrontiert.
Auch in den Porträts Richard Wathens oder in den Gemälden von Teodora Axente nimmt der Wahnsinn Gesicht und Form an, während in den Fotoarbeiten von Karina Wisniewska der Blick des »Wahnsinnigen« mit dem Objektiv der Kamera zu verschmelzen scheint. Psychiatriehistorische Zitate in Wort und Bild ergänzen die Ausstellung.

Mi bis So von 11 Uhr bis 18 Uhr, Mo und Di geschlossen

Bremen

22.11.2019
WELTENBEWEGEND

Auf der ganzen Welt sind und waren Menschen in Bewegung. Mit ihnen wandern auch Lebensstile, Sprachen, Musik, Kunst und Handwerk. Vieles, was für eine Kultur als „authentisch“ gilt, erweist sich auf den zweiten Blick als „Import“. Ausgehend von den eigenen Sammlungen greift das Weltkulturen Museum assoziativ Fragen auf, die zeigen, wie die verschiedenen Kulturen der Welt schon seit jeher im Austausch stehen: Ob historische Siedlungsbewegungen, Arbeitsmigration oder Globalisierung – Menschen und damit auch ihre unterschiedlichen Kulturen stehen in stetigem Austausch. Ist Migration wirklich nur Ursache von Problemen oder vielmehr wichtiger Motor für neue Wege des Zusammenlebens in einer sich ständig verändernden Welt?

Weltkulturen Museum, Schaumainkai 29, 60594 Frankfurt

Künstler*innen und Beteiligte:
Adams Bodomo, Behrouz Boochani and Arash Kamali Sarvestani, Artist Collective Teru, Shahram Entekhabi, Edzard Herlyn and Thomas Hoeren, Junges Schauspiel Frankfurt, Karinding Keos, Phyllis Kiehl, Ella Knorz, Mansuela, Gora Mbengue, Yasemin Niephaus, José Oliveira, participants of the workshop „stories that matter“, Rajery and 3MA, Safransirup, Nazanin Sahamizadeh, Wiparat Sukatorn, Felix Schwarz, Takayuki Tamura, Daniel Traub with Wu Yong Fu and Zeng Xian Fang, Cliff Whiting

Frankfurt am Main

22.11.2019
Gotthard Graubner

Gotthard Graubner (1930-2013) setzt sich wie kaum ein anderer Künstler in seinen Werken mit der Nuancierung und Schichtung der Farbe, dem Bildraum und Klang auseinander. Bereits in den frühen 1960er Jahren verlässt er die zweidimensionale Leinwand und entwickelt erste Farbleiber, objekthafte Kissenbilder und später seine Farbraumkörper. Neben Arbeiten dieser Werkgruppen präsentiert die Sonderausstellung auch Aquarelle und Gouachen sowie den Grafikzyklus Simulacrum des ehemaligen Hochschulprofessors, der auch Gemälde für das Schloss Bellevue und das Reichstagsgebäude schuf.

 

Mi bis Fr von 14 - 17 Uhr, Sa/So von 11-17 Uhr

Neumarkt

22.11.2019
Ebru-Kunst

Bei der Ebru-Kunst, die ihre Wurzeln in der östlichen Kultur hat, werden spezielle Farben mit einem handgemachten Pinsel auf eine Wasseroberfläche gespritzt, wodurch sich die entstehenden Muster ständig verändern lassen. Dieser besonderen Form der Kunst widmet sich der Bielefelder Künstler und Musiker Mutlu Yilmazer seit 10 Jahren und hat in dieser Zeit schon 1000 Werke kreiert. Einige dieser Kunstwerke dürfen Sie nun im Welcome Center und im Restaurant Univarza in der Universität Bielefeld bestaunen, und sich dabei von der meditativen Wirkung dieser speziellen Form der Kunst überzeugen lassen.

Mo bis Fr von 10:00 bis 0:00

Bielefeld

22.11.2019
Alexander Kluge - Die Macht der Musik

„Ohne Musik wäre alles Leben ein Irrtum.“ Alexander Kluge (*1932 in Halberstadt) – Jurist, literarischer Autor, Filmemacher und einer der einflussreichsten Vertreter des Neuen Deutschen Films – wählte dieses Zitat von Friedrich Nietzsche als Slogan seines mehrteiligen Ausstellungsprojektes, in dem sich alles um DIE MACHT DER MUSIK dreht.

In der kunsthalle weishaupt und im Museum Ulm inszeniert er mit neuesten Filmarbeiten, Textpassagen, Bildwerken und künstlerischen Interventionen ein lustvolles Feuerwerk der Eindrücke. In ihnen verdichtet sich DIE OPER, diese historische Bühne der Ernsthaftigkeit, mit all ihrem Drama, ihrer Poesie und Innerlichkeit, mit ihren fantastischen Übertreibungen und traumwandlerischen Erzählungen zwischen Sehnsuchtsort und Moloch zu einer berauschenden Chronik der Gefühle.

Die Ausstellung Alexander Kluges, der zusammen mit Edgar Reitz im Jahre 1961 das Institut für Filmgestaltung an der Hochschule für Gestaltung (HfG) in Ulm gegründet hat, wagt eine erkenntnisreiche Verbindung von Musik und Sachlichkeit. Sie findet ihren Widerhall in der klaren und strengen Architektur der kunsthalle weishaupt. Der Ausstellungsteil im Museum Ulm rückt das Theater Ulm, mit dem Alexander Kluge eine lange und intensive Zusammenarbeit verbindet, selbst in den Mittelpunkt des Geschehens

Im unmittelbaren Dialog mit bildnerischen Arbeiten von zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern wie Georg Baselitz, Thomas Demand, Katharina Grosse, Anselm Kiefer, Sarah Morris oder Anna Viebrock und ausgewählten Werken aus der Sammlung Siegfried und Jutta Weishaupt und des Museums Ulm beginnen die diversen Zutaten dieser Ausstellung wie in einer künstlerischen Alchemistenküche erkenntnisreich zu brodeln.

Di bis So 11-17 Uhr Do 11- 20 Uhr

Ulm

22.11.2019
Qaschqai-Nomaden

Vom 1. November 2019 bis 12. Januar 2020 können Besucherinnen und Besucher im Rahmen des Iranjahrs im Archäologischen Museum Frankfurt, das nach dem iranischen Kalender von März 2019 bis März 2020 verläuft, ein original Qaschqai-Nomadenzelt besichtigen und begehen. Die Leihgabe der Firma Bagherpur Knüpfwerke aus Aschaffenburg wird für den genannten Zeitraum die Cafeteria des Museums im Foyer ersetzen.

Die Qaschqai sind ein turksprachiges Volk im Südwesten Irans, vor allem in der Provinz Fars. Bis heute leben sie teilweise nomadisch. In den Sommermonaten schlagen sie ihre Zelte im Zagros-Gebirge auf, im Winter ziehen sie mit ihren Herden in den Süden. Von großer Bedeutung sind vor allem ihre Teppichknüpfkunst und die Tierhaltung. Besucherinnen und Besucher des Museums können das Zelt besichtigen, sich nach einem Rundgang durch das Haus darin entspannen und an verschiedenen Veranstaltungen rund um das Zelt teilnehmen.

Di - So 10:00 - 18:00 Uhr, Mi 10:00 - 20:00 Uhr

Frankfurt am Main

22.11.2019
Elvira Bach

Vom 2. - 24. November 2019 präsentieren wir das Werk der Berliner Künstlerin im Badehaus in Bad Soden!
Vernissage: Freitag, 1.11.2019
Die Künstlerin wird zur Vernissage anwesend sein!

Die großartige Elvira Bach wird wieder einmal Gast sein in ihrer Geburtsstadt im Taunus. In der Stadtgalerie - Badehaus im Alten Kurpark in Bad Soden/Ts. organisiert die Galerie am Dom eine Schau mit Unikaten und Grafik der Künstlerin zu Ehren.

15 - 18 Uhr

Bad Soden am Taunus

22.11.2019
Die Sammlung 3:

Ob lila Kuh, Goldbären oder Überraschungseier: Schon von klein auf sind wir von Werbung umgeben. Die Sammlungsausstellung zeigt die große Bedeutung der Werbung im öffentlichen Bereich, zu Hause und sogar im Kinderzimmer. Von Emaille-Schildern und Reklame-Plakaten über Blechdosen bis hin zu Massenprodukten wie Baseballkappen, Pins und Kugelschreibern präsentiert das Museum seine umfangreichen Sammlungsbestände zu diesem Thema.

Mannheim

22.11.2019
09:00 Uhr
Zum Gedenken an die Karikaturisten Lothar Otto, Achim Jordan und Andreas Prüstel

Drei bedeutende Karikaturisten, die dem Greizer Satiricum eng verbunden waren, verstarben im August 2019. Das Sommerpalais Greiz widmet dem jahrzehntelangen Wirken dieser Künstler vom 12. Oktober 2019 bis 2. Februar 2020 eine Gedenkausstellung.

Lothar Otto, (*1932 in Chemnitz) absolvierte von  1952 bis 1957 ein Grafikstudium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Seit 1960 war er freiberuflich als Illustrator, Graphiker, Cartoonist, Autor und Gestalter von Kinderbüchern und beim Trickfilm tätig. Zahlreich sind seine Veröffentlichungen im In-und Ausland, ebenso seine Ausstellungsbeteiligungen.  

Achim Jordan, (*1937 in Magdeburg) arbeitete nach seinem Grafik-Studium an der Fachhochschule für angewandte Kunst Leipzig von 1960 bis 1990 als Pressezeichner, Karikaturist und Sektorenleiter Gestaltung der Leipziger Volkszeitung. Ab 1990 war er freiberuflicher Grafiker und Karikaturist. Er war bei vielen Ausstellungen im In- und Ausland vertreten.

Andreas Prüstel (*1951 in Leipzig) arbeitete ab 1985 freiberuflich als Cartoonist/Collagist und Herausgeber in Berlin. Seine erste Presse-Veröffentlichung gab es 1990 im Eulenspiegel, später folgten Veröffentlichungen im In- und Ausland.


Öffnungszeiten: 10 – 16 Uhr, montags geschlossen

10:00 bis 16:00 Uhr 24., 25., 31.12 und 1.01. geschlossen

Greiz

22.11.2019
Die Ähnlichkeit in Unterschied

KUNSTAUSSTELLUNG
30 Jahre Städtepartnerschaft Warschau-Düsseldorf

DIE ÄHNLICHKEIT IM UNTERSCHIED
Aurel Dahlgrün, Alex Grein, Anna Orłowska, Witek Orski

Die KünstlerInnen sind bei der Vernissage anwesend.

Nach der Ausstellung „Der Unterschied in Ähnlichkeit“ folgt die zweite Gruppenausstellung der Warschauer und Düsseldorfer KünstlerInnen Die Ähnlichkeit im Unterschied. Auch bei dieser Präsentation treffen sich junge, zeitgenössische Positionen beider Städte, diesmal steht die Fotografie im Mittelpunkt.

Die Faszination für Wasser, die die Arbeiten von Aurel Dahlgrün (*1989) charakterisiert, bezeugt die Unbegrenztheit des Subjekts. Im Tiefdruckverfahren hergestellte Fotografien zeigen abstrakte Abschnitte von Gewässern und weisen auf das Verborgene und Unerforschte. Was eine Veränderung der Oberflächenerscheinung konzeptuell bewirken kann, erforscht auch Anna Orłowska (*1986) in ihren Paraffin-Bildern. Ob im Wachsbad liegend oder hängend, verändert sich der Pigment-Inkjetdruck je nach Wärme des umschließenden Materials.
Die Werke von Alex Grein (*1983) und Witek Orski (*1985) setzten sich erzählerisch mit der Umgebung auseinander. Grein spielt bewusst auf die der Fotografie zugesprochene dokumentarische Rolle an und hinterfragt diese. Eine Verschiebung der Deutung bewirkt Witek Orski mit seinen Lentikulardrucken. Seine atmosphärischen postfotografischen Arbeiten erinnern an surrealistische Ansätze und wirken dabei dreidimensional.

Kuratiert von Curated Affairs, Kasia Lorenc & Angelika J. Trojnarski.
curated-affairs.de
Veranstalter: Polnisches Institut Düsseldorf, Landeshauptstadt Düsseldorf und Curated Affairs. Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit.

Di + Mi 11.00 - 19.00 Uhr Do + Fr 11.00 - 16.00 Uhr

Gosho-Puppen von Koho YOSHINO

Japanische Puppen haben ihre große Zeit in der Edo-Periode (17. Jh.). Die meisten von ihnen werden noch heute hergestellt. In der langen „Ahnenreihe“ gelten die weißglänzenden Gosho-Puppen als die wichtigsten und anziehendsten.
Mit ihrer stilisierten Disproportion, dem übergroßen Kopf und den runden Gliedern am kurzen dicken Körper strahlen sie einen eigenartigen Charme aus. Ihr mattschimmerndes, weißes Inkarnat erhalten sie durch den gofun-Anstrich aus pulverisierter Austernschale. Es gehörte sich, wenn man nach Hause zurückkehrte, eine gosho-ningyo (Hofpuppe) mitzubringen.
Die Ausstellung im Würzburger Siebold-Museum zeigt vorwiegend Arbeiten von Koho YOSHINO (1946 in Tokyo geboren). Er hatte eine langjährige Ausbildung bei einem Holzschnittmeister und einem Hofpuppenmeister. Immer noch gefragt sind seine Unterrichtskurse für Puppenherstellung und seit 1982 ist er fünfter Gründernachfolger für Edo-Kimekomi-Puppen.
Ausstellungseröffnung am Freitag, 08. Nov., um 17.00 Uhr

Mo. geschlossen Di.-So. 14:30-17:30 Uhr Heiligabend-geschlossen Silvester-geschlossen Neujahr-geschlossen

Würzburg

22.11.2019
Kathrin Hausel

Die 1979 in Fürth geborene und nach Studien- und Wanderjahren wieder hier lebende Künstlerin ist bekannt für die ungewöhnlichen Perspektiven, unter denen sie Menschen zeigt. Als figürliche Malerin entfernt sie sich so weit wie möglich vom konventionellen Porträt. Und sie begnügt sich nicht damit, die Figurenbilder mit Accessoires inhaltlich aufzuladen oder einzig durch die gemalte Umgebung zum Sprechen zu bringen. Mit ihren kühnen und zuweilen drastischen Bild(er)findungen zeigt sie den Menschen in emotionalen Grenzbereichen. Wählt sie eine landschaftliche Umgebung für die quasi existentialistischen Figurationen, dann bekommt die durch die Farbgebung etwas Endzeitliches. Trotzdem – oder gerade deshalb, weil nichts geschönt wirkt – spürt der Betrachter eine große Empathie und Menschenliebe der Künstlerin, die unbedingt eine der wichtigsten Vertreterinnen der Figuration in der Metropolregion ist.

Seit längerer Zeit beschäftigt sich Kathrin Hausel mit dem Phänomen der Illusion und mit der Magie des scheinbar Profanen. Ihre neuen Arbeiten behandeln rund um das Thema Zirkus die unterschiedlichen Facetten einer einst glamourösen Welt, in der dem Zuschauer alles Tun leicht vorkommen sollte. „Capriola Mortale“ zwischen Lust an der Täuschung, Glanz und Nostalgie.

Nicht zum ersten Mal verbindet die Künstlerin in ihrer Ausstellung Malerei und Installation zu einer ungewöhnlichen Präsentation.

Mi-Sa 13-18 Uhr, So+Fei 11-17 Uhr

Fürth

22.11.2019
StrukturFragmente. Silvia Asshoff & Melanie Beger

Vernissage am Freitag, 08.11.2019 um 19.00 Uhr
Einführung: Evelyn Hoffmann M.A.

Melanie Beger und Silvia Asshoff-Graeter setzen sich in einem Wechselspiel von kraftvollen und sehr leichten Arbeiten aber auch raumgreifenden Installationen mit dem Thema der ‚Strukturen‘ auseinander. Nicht nur im oberflächlichen, dekorativem Sinn, sondern auch im Hinblick auf individuelle Wahrnehmung. Teilstücke oder Fragmente von Informationen, Strukturen, Komponenten und Fotografien ergeben durch Collagen oder Neuanordnung ein neues Ganzes.

 

Mi, Do, Fr 17.00 - 19.00 Uhr Sa, So 14.00 - 16.00 Uhr

Karlsruhe

22.11.2019
Korrespondenzen. Autographen – Silhouetten – Collagen.

„Korrespondenzen. Autographen – Silhouetten – Collagen“. Arbeiten von Birger Jesch.

Vom 10. November 2019 bis 1. März 2020 im Romantikerhaus Jena

Der Künstler Birger Jesch begann 2007 unter befreundeten ehemaligen Aktivisten der subkulturellen Szene der DDR vor allem Handwerker und Künstler zu porträtieren. Birger Jesch’s Korrespondenzen mit Freunden und Künstlern findet als Kommunikationsform Vorbilder bei den Frühromantikern. Ihre Briefwerke waren Spiegel der Epoche und ihres interkulturellen Schaffens.

Angeregt zu dem Projekt „Schattenalbum“ wurde Jesch auch durch das Buch „Weimarer Schattengeister“ von Fritz Karl Voß aus dem Jahr 1922. Darin sind Scherenschnitte konservativer Weimarer Prominenter deren Sinnsprüchen gegenübergestellt.
Schon zu Beginn des 18. Jahrhunderts erschienen in Europa die ersten Profilportraits in Form von Schattenrissen. Der französische Finanzminister Etiennes de Silhouette, der am Hof Ludwig des XV. die knappen Kassen verwalten musste, bevorzugte diese ebenso sparsamen wie ausdrucksstarken Bilder. Um 1760 begann sich diese Darstellungsform zur Mode bei Adel und aufgeklärter bürgerlicher Elite zu entwickeln. Das aktuelle Poesiealbum von Birger Jesch verbindet die Porträts mit Lebensweisheiten und Statements der Dargestellten zu Leben und Kunst. Mehrere Collagenserien aus Briefumschlagfragmenten ergänzen die Ausstellung.

Di bis So von 10 bis 17 Uhr, Mo geschlossen

Jena

22.11.2019
Die Welt steht Kopf: Eine Kulturgeschichte des Karnevals

10. November 2019 bis 26. Februar 2020



Die Ausstellung „Die Welt steht Kopf“ behandelt die Kulturgeschichte des Karnevals von den Anfängen im Mittelalter bis heute. Dabei steht der rheinische Karneval, insbesondere die Geschichte des Trierer Karnevals, im Zentrum der Ausstellung. Die Gründung des ersten Trierer Karnevalsvereins fällt ins Jahr der Revolution von 1848. Vorher kannte man den Karneval in Trier nur in Form von Maskenbällen und Umzügen. In Mainz und Köln gab es schon länger Vereine, die sich dem närrischen Treiben widmeten und dabei Kritik an den herrschenden gesellschaftlichen und politischen Zuständen übten. Diesem Beispiel folgte die Karnevalsgesellschaft Heuschreck am 30. Januar 1848. Heute sind unter dem Dach der „Arbeitsgemeinschaft Trierer Karneval“ (ATK) 17 verschiedene Vereine zusammengeschlossen.



Die Ausstellung zeigt die Geschichte des Trierer Karnevals von seinen Ursprüngen bis heute, seine historischen Entwicklungen sowie aktuelle Tendenzen. Zahlreiche Objekte und Archivalien zum rheinischen Karneval, aber auch Gemälde und Grafiken, historische Textilien sowie Medien-und Mitmachstationen beleuchten den Karneval aus verschiedenen Perspektiven.


Dienstag bis Sonntag, 10-18 Uhr
Erster So im Monat nur 1 Euro Eintritt!

Trier

22.11.2019
bleeptrack: code/kunst

Die Preisträgerin Junge Ulmer Kunst Bleeptrack alias Sabine Wieluch (*1992 Weißenhorn) ist studierte Informatikerin und hat sich durch ihr großes Interessenfeld ein breites Wissensspektrum angeeignet.

In ihrem künstlerischen Schaffen arbeitet sie mit besonderer Leidenschaft an interdisziplinären Projekten und der Fusion von Kunst und Code. Mathematische Beschreibungen und Algorithmen dienen hier als Ausgangspunkt für Generative Kunst und interaktive Installationen. Nicht das Kunstwerk als Endprodukt, sondern die prozessuale Erfindung und der von der Künstlerin geschaffene Regelsatz, das Programm, der Binärcode als zugrunde liegende Idee stehen hier im Vordergrund des Interesses.

Was sich zunächst im digitalen Raum entfaltet, wird in Form eines relativ autonomen Prozesses und mit Hilfe einer selbst gebauten CNC-Maschine, eines Lasercutters oder einer Nähmaschine zum generativ erzeugten Objekten. Besonders gern arbeitet bleeptrack mit Stiftplottern, jenen Vorgängern unserer heutigen Drucker, deren geplottete Werke die Haptik einer Handzeichnung mit der Präzision eines computergesteuerten Gerätes verbinden.

Di bis So 11 bis 17 Uhr Do 11 bis 20 Uhr

Ulm

22.11.2019
Ausstellung »States of Sensing«

Welcher Teil der erlebten Vergangenheit bleibt als Erinnerung? Welche Geschehnisse speichern sich in einem kollektiven Gedächtnis einer Gesellschaft ab? Welche Geschehnisse bleiben verborgen, wie werden sie erinnert, welches sind die Parameter von Erinnerung und welche Bedeutung spielen sie für die kollektive Geschichte?

Karolina Grzywnowicz, Tom Rosenberg, Aykan Safoğlu und Naomi Waltham-Smith erforschen in der Ausstellung States of Sensing verschiedene Akte des Bezeugens und untersuchen, wie diese die kollektive Erinnerung von politischen und sozialen Geschichten formen. 

In ihren Arbeiten thematisieren die Künstler*innen vergessene und übersehene Narrative, um dem Akt des Bezeugens / Zeuge seins auf den Grund zu gehen.

Diese Beispiele agieren an den Grenzen der menschlichen Wahrnehmung und betonen die komplexe Beziehung zwischen der mediatisierten Repräsentation und der symbolischen Sprache als Formen der Erinnerung.

Karolina Grzywnowicz widmet sich mit Weeds einer spezifischen Reihe von Pflanzen, die als einzigartige Belege der sozialen und politischen Geschichte von ehemals dicht besiedelten und heute menschenleeren Dörfern im Südosten Polens auftreten. 

Tom Rosenberg behandelt in Nothing Human die Erfahrungen des Forensikers Louie Akin, die er während der Rekonstruktion einer Massenschießerei 2009 in Fort Hood/USA machte.

Aykan Safoğlu unternimmt mit seiner Arbeit ziyaret, visit den Versuch, während eines Spaziergangs zu ausgewählten Grabstätten in Berlin, sichtbare und unsichtbare Vergangenheiten zu Verlusten und Transgressionen aufzuarbeiten.

Naomi Waltham-Smith untersucht mit Antifascist Silent Disco zeitgenössische Hörmodalitäten, die eine Ablehnung und den Widerstand gegen Stille oder unartikulierten Lärm belegen.

Eintritt frei!

Eröffnung: 14. November 2019, 19 Uhr 
Ausstellungsdauer: 14. November bis 15. Dezember 2019 
Wo: Projektraum der Akademie Schloss Solitude, Römerstr. 2A, 70178 Stuttgart 
Öffnungszeiten: Do 17 bis 19 Uhr, Sa/So 14 bis 18 Uhr
und nach telefonischer Vereinbarung 0711 99619 474

Do 17 bis 19 Uhr, Sa/So 14 bis 18 Uhr

Stuttgart

22.11.2019
Gerhard Richter

Der Fokus der ausgestellten Werke von Gerhard Richter, der international als einer der bedeutendsten Künstler der Gegenwart gilt, liegt auf den Menschenbildern – seit den 1960er Jahren eines der zentralen Themen auch seiner Editionen. Sowohl Fotografien aus dem Familienalbum (Betty), als auch Pressebilder berühmter Persönlichkeiten (Mao, Elisabeth) dienen Richter als Vorlagen, um künstlerische Techniken auszuloten. Gleichermaßen greift er auf einige seiner gemalten Portraits und Bildnisse zurück (z.B. Ema (Akt auf einer Treppe) und Onkel Rudi), die er als Drucke oder Fotografien reproduziert. Ein prominentes Beispiel für diese Vorgehensweise sind die 48 Portraits, die im me Collectors Room als Edition gezeigt werden. Die malerischen Vorlagen wurden 1972 im deutschen Pavillon auf der Biennale in Venedig gezeigt.

Neben seinen Gemälden sind in den letzten Jahren auch seine Editionen immer mehr in den Fokus des Interesses gerückt. Die Olbricht Collection ist weltweit die einzige Institution, die das gesamte Editionswerk Richters umfasst und so sein Schaffen über fünf Jahrzehnte hinweg abbilden kann.

Die Bedeutung dieses Teils seines Oeuvres formulierte er 1998 selbst in einem Brief an das Museum of Modern Art New York: „Ich sah – und sehe immer noch – Editionen als einen willkommenen Ausgleich für die Produktion von Gemälden, die Unikate sind. Es ist eine großartige Möglichkeit, meine Arbeit einer größeren Öffentlichkeit zu vermitteln.“

Die Editionen bieten dem Künstler die Gelegenheit, auf besonders vielfältige und experimentelle Weise die Möglichkeiten des Bildnerischen auszuloten. Deshalb finden sich in den Auflagenwerken sehr viele unterschiedliche Medien und Gattungen, an die der Künstler mit verschiedenen grundlegenden Strategien herangeht: Figuration, Abstraktion, Monochromie, optische Täuschung, Spiegel, Raster, geometrische Konstruktion etc.

Gerhard Richters Portraits aus der Olbricht Collection sind noch bis zum 31.01.2020 zu sehen, anschließend werden bis Anfang Mai 2020 die abstrakten Werke Richters aus der Olbricht Collection in den Fokus gerückt.

Berlin

22.11.2019
12:00 Uhr
„Denk.mal Inklusiv“ und „Keine Ewigkeit für Niemand“

Denk.mal Inklusiv


Erinnerung: Wer erinnert? An welche Personen oder an welche Ereignisse wird erinnert? Wo und in welcher Form wird erinnert? Diesen wichtigen Fragen müssen wir uns stellen, wollen wir die Deutung und Vermittlung historischer Ereignisse analysieren. Es sind Fragen die zeigen, dass Menschen mit Behinderungen und ihre Perspektiven auf die Erzählung der Vergangenheit sowie ihrer Erfahrbarkeit häufig ausgeschlossen bleiben. Eine Gruppe von Inklusionsexpert*innen* und Künstler*innen mit und ohne Behinderungen haben sich unter dem Motto Denk.mal Inklusiv in den letzten Monaten mit diesen Fragen beschäftigt. Das Ergebnis ist eine inklusive Ausstellung, die diesen umfassenden Austausch dokumentiert. 

Mit der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention 2008 hat sich die Bundesrepublik zu dem Ziel bekannt, eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen einzufordern. Das Ziel von Denk.mal Inklusiv ist es, auf die Leerstellen der Erinnerung im Hinblick auf Behinderung aufmerksam zu machen und auch hier den Fragen nach Inklusion nachzugehen. In der Zusammenarbeit wurden Formate entwickelt, die Partizipationsmöglichkeiten innerhalb erinnerungskultureller Diskurse stärken. Für diesen Zweck haben angehende Inklusionsberater*innen und bildende Künstler*innen gemeinsam Streetart-Workshops entwickelt, die Gestaltungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum anbieten. So wurden beispielsweise die Techniken Braille-Graffiti und Ad-Busting in neue, barrierearme Formate gebracht, die schließlich als Teil des Besucher*innen-Programms am Tag des Offenen Denkmals als öffentliche Workshops angeboten wurden. Die Ausstellung präsentiert die Ergebnisse dieser Auseinandersetzung.

Dem Thema Erinnerung und ihrer Manifestation im Stadtraum widmet sich auch das Künstler*innen Duo Various&Gould in ihrer Ausstellung Keine Ewigkeit für Niemand, die zeitgleich eröffnet wird:

16.11.2019 Vernissage ab 19Uhr 18.11-30.11 Mo-Sa 12-20Uhr 01.12.2019 ab 14Uhr

Berlin

22.11.2019
Transverse Wave

Die Ausstellung Transverse Wave bringt Mary Bauermeister und Rashid Al Khalifa mit dem Sound Designer und Komponisten Simon Stockhausen ab dem 16. November 2019 im
me Collectors Room Berlin zusammen.

 

„Die Differenz der Kulturen, die Differenz der Künste und die der Sinne sind Bedingungen, nicht Begrenzungen der Erfahrung im Allgemeinen und ebenso verhält es sich mit der gegenseitigen Verschränkung dieser Differenzen.“ (Jean-Luc Nancy, Zum Gehör, Zürich, Berlin 2014 (2002), S. 23.)

Es sind diese „Bedingungen der Erfahrung“, die in der Ausstellung Transverse Wave hergestellt werden. Mit Mary Bauermeister (*1934, Deutschland) und Rashid Al Khalifa (*1952, Bahrain) konnten eine Künstlerin und ein Künstler für den me Collectors Room Berlin gewonnen werden, die nicht nur in verschiedenen Kulturräumen sozialisiert wurden, darüber hinaus setzen sie in ihrem künstlerischen Schaffen an gegensätzlichen Enden an.
Während die Werke von Mary Bauermeister aus gefundenen, zumeist organischen, jedoch grundsätzlich in zuvor Natur- oder Gesellschaftsprozessen eingebundenen Materialien bestehen, greift Rashid Al Khalifa auf künstliches, dem industriellen Kontext entspringendes Material zurück. Seine Objekte verweisen anhand ihrer regelmäßigen, gerasterten Struktur und den verwendeten Stoffen auf eine minimalistische Ästhetik mit strenger Serialität. Bei Mary Bauermeister sind ebenfalls konstruktive Prozesse zu verzeichnen, jedoch sind ihre Arbeiten Ordnungsversuche von natürlich Gewachsenem; oder, wie im Fall der ausgestellten „Lichttücher“, ist der Zufall für das Entstehen der Strukturen verantwortlich.


Eine weitere „Differenz der Künste“ und insbesondere eine „der Sinne“ ergibt sich mittels der Komposition von Simon Stockhausen (*1967, Deutschland). Der Komponist, Musiker und Sound Designer hat eine Auftragskomposition für den Ausstellungsraum entwickelt, die sich spezifisch auf den Ort, die Kunstwerke und deren Hängung bezieht. Aus insgesamt sechs Lautsprechern entsteht ein musikalisches Feld, welches nicht nur auf die Objekte im Raum reagiert, sondern auch deren Konstruktionsprinzipien reflektiert.

Dabei ist die gedachte „Diagonale“ im Ausstellungsraum von besonderer Bedeutung: Die AusstellungsbesucherInnen können den Raum von einer Ecke quer zur gegenüberliegenden Ecke imaginär unterteilen, wobei auf der einen Seite die Kunst von Mary Bauermeister und auf der anderen die Werke von Rashid Al Khalifa zu finden sind. Diese Aufteilung hat keinen separierenden Charakter, da sie innerhalb eines gemeinsamen Ausstellungsraums und darüber hinaus nur „gedacht“ stattfindet. Die direkte Konfrontation und damit visuelle Interaktion der Kunst im Blickfeld der Besucherin oder des Besuchers ist nicht die einzige Art der „Verschränkung“. Dadurch, dass die Komposition auf einer symbolischen Ebene die Konstruktionsprinzipien der Werke aufgreift und diese im Raum wandern lässt, entsteht auf einer zusätzlichen Ebene eine auditive Interaktion. Eine Diagonale in einem rechteckigen Raum bietet den Vorteil, dass ein striktes links und rechts der Raumaufteilung vermieden wird, es ist vielmehr eine „weiche“ Separierung die erst langsam hervortritt. Ein weiteres Mittel der „Verschränkung“ liefert das in der Ausstellung omnipräsente Thema Licht. Während mehrere Arbeiten von Rashid Al Khalifa die Qualitäten des Lichts thematisieren und benötigen, senden einige Werke von Mary Bauermeister ebenjenes aktiv aus: Die Emanationen ihres Lichttuchs Untitled (Light Sheet), die zur Ästhetik des Werks untrennbar gehören, wirken auf die Erscheinung von dem Hängeobjekt Pressure Wave (Mobile Column II) von Rashid Al Khalifa ein.

Der Titel Transverse Wave liefert eine poetische Metapher für die mit der Ausstellung angestrebten Effekte. Eine „Transversalwelle“ schwingt senkrecht zu ihrer Ausbreitungsrichtung; von einer Seite angestoßen, trifft sie mit einigem Zeitabstand auf die gegenüberliegende Seite, wodurch eine Verbindung entsteht, die auch wiederum gegenläufig gedacht werden kann. Das Prinzip der Welle und die damit einhergehende Verbindung tritt nicht nur als Licht- oder Soundwelle auf, sondern rekurriert ebenso auf die Hervorbringung des Materials für die Steinbilder, die Gestaltungsprinzipien der Kunstwerke sowie den hörbaren Ereignissen in der Komposition.  

 

Kuratiert von Karin Adrian von Roques und Hauke Ohls.

 

Veranstaltungen (in englischer Sprache)
16.11.2019, 15 Uhr: Talk mit den KuratorInnen Karin Adrian von Roques und Hauke Ohls
16.11.2019, 16 Uhr: Talk mit den KünstlerInnen Mary Bauermeister, Rashid Al Khalifa und Simon Stockhausen

 

Mi-Mo 12:00- 18:00

Berlin

22.11.2019
Tripple Trouble

Sonderausstellung "Triple Trouble" zum großen Jubiläum

Zum 140-jährigen Jubiläum zeigt die Galerie Zimmermann & Heitmann drei internationale Top-Künstler in einer Sonderausstellung: Es sind die Künstler Jörg Döring, Van Ray und Paul Thierry.

Star der Ausstellung ist Van Ray. Kein anderer schafft es, Pop Art und Street Art so miteinander zu fusionieren wie der Düsseldorfer Künstler Van Ray - er ist einer der jüngsten Künstler der Urban Art, dessen Arbeiten auch international bei bekannten Sammlern überzeugen. Die "Pochoir"-Bewegung, welche ihre Hochphase in den 1980er Jahren in Frankreich hatte, prägte das Schaffen des Künstlers und veranlasste ihn bereits im Alter von 16 Jahren sozialkritische Botschaften mit der Graffitikunst zu verknüpfen.

Van Rays Werke - allesamt Unikate - entstehen auf rostigen Bildträgern, oftmals Stahl, Emaille-Schildern oder auch alten Metallautomaten. Die Rosttechnik hat der Künstler über mehrere Jahre perfektioniert.

Seine detailreichen, überlagerten Stencils zeigen Comicfiguren und einflussreiche Personen der Medienwelt, die er mit pointierten, kritischen Slogans verbindet und so gesellschaftskritisch Dinge hinterfragt. Ein echtes Van Ray-Objekt erkennt man übrigens an seinem Markenzeichen, dem Piktogramm einer Ente als Signatur.

Aber auf Jörg Döring und Paul Thierry haben durch Ihre innovative Art der Kunst die Welt der Pop-Art geprägt.

 

Das Ausstellung wird noch bis zum 23. November 2019 gezeigt.

 

Über die Galerie

1879 eröffnete der Buchbindermeister Emil Zimmermann in der Prinzenstraße die Buchbinderei Zimmermann in Dortmund. Neben der Buchbinderei bot er auch Einrahmungen, Restaurierungen von Bildern und Kleinkunst in seinem Unternehmen an.

Nach zwei Umzügen in der City von Dortmund befindet sich die Galerie nun am Hansaplatz.

Zudem wurde vor 8 Jahren eine  2. Galerie an der Königsallee in Düsseldorf eröffnet.

Dortmund

22.11.2019
01:00 Uhr
Die Babysitterin

DIE BABYSITTERIN

Komödie von Catherine Léger 
aus dem Französischen ( Québec ) von Sonja Finck
Deutschsprachige Erstaufführung

Nachdem Cédric im Stadion eine Sportreporterin vor laufender Kamera sexistisch beleidigt hat, was sich im Netz blitzschnell verbreitet, hat er ein großes Problem. Seine Freundin Nadine und sein politisch korrekter Bruder Jean-Michel finden das gar nicht lustig und sein Arbeitgeber feuert ihn. Nadine, die mit ihrer Mutterrolle kämpft, will die Sache abhaken, doch Jean-Michel und Cédric sind überzeugt, dass sich nun die Männer endlich die Frauenfeindlichkeit vornehmen müssen.
Sie fangen an, ein Buch zu schreiben. Eine Mischung aus Selbstanklage und öffentlicher Entschuldigung. Um sich ganz der neuen Aufgabe widmen zu können, engagiert Cédric die Babysitterin Émy, die einer Männerfantasie entsprungen scheint. Während aber das Schreibprojekt unfreiwillig immer sexistischer wird, erprobt Nadine, unterstützt von Émy, ihre Träume von Autorität und Unterwerfung. 
Provokant befragt Catherine Léger Rollenbilder und aktuelle Phänomene wie eine zunehmende sprachliche Verrohung im Netz. Inspiriert von einem 2017 viral gegangenen Video, in dem Reporterinnen sexistisch beleidigt werden, untersucht DIE BABYSITTERIN Formen der Frauenfeindlichkeit und legt Verunsicherungen offen, die mit Genderdiskussionen einhergehen: Was ist sexistisch, was nicht? Was darf man sagen, was nicht? Was ist „normal“?

Mit Daniela Voß, Elisabeth Grünebach, Adrian Spielbauer, Timo Wenzel
Regie Philipp Jescheck
Ausstattung Michele Lorenzini
Dramaturgie Petra Maria Grühn
Assistenz Ruth Schnell
Licht Hans Peter Boden
Maske Barbara Gellermann
Technik Philipp Kolb

TERMINE
Premiere 20. November 2019 - Mi - 20:00 Uhr
21. - 23. November 2019 - Do, Fr, Sa - 20:00 Uhr
27. - 30.11. November 2019 - Mi, Do, Fr, Sa - 20:00 Uhr
04. - 07. Dezember 2019 - Mi, Do, Fr, Sa - 20:00 Uhr
11. - 14. Dezember 2019 - Mi, Do, Fr, Sa - 20:00 Uhr

Rechte Verlag der Autoren
Gefördert vom Kulturreferat München

Heinz Strunk - Nach Notat zu Bett - Die Heinz Strunk Show
2019 heißt es bei Heinz Strunk wieder Showtime at it`s best: Der Gagbomber von der Waterkant dreht diesmal am ganz großen Rad. In seiner unvergleichlichen Art verquickt er High-End Literatur, moderne Musik und visuelle Schlüsselerlebnisse zu einem einzigartigen Mixtum Compositum.

Das Buch: Drei Jahre lang hat er öffentlich Tagebuch geschrieben, in der „Titanic“, es fing an als eine Art Parodie auf Diarien bedeutungsvoller Schriftsteller ("Nachmittags eine Gabe von Thee"), entwickelte jedoch bald ein ganz eigenes Leben in einem weiten Feld zwischen unernster Figurenrede, Kurzessayistik, Aphorismus, Quatsch, Trübsinn und auch nicht wenig Tiefsinn. In "Nach Notat zu Bett" bringt hier weltenweit Entferntes zusammen: "Alltagsbeobachtungen", Lektüren anderer Autoren, Privatfernsehabende bei viel Alkohol, Aphorismen, Selbstbeobachtung beim Altern, alberne "Karrieretipps", manchmal auch Poesie. Damit ist die "Intimschatulle" ganz große Humoristenklasse und in dieser Form ohne Vorbild. Die Presse: „Tatsächlich bietet die „Titanic“ zur Zeit kaum Lesenswerteres“ (konkret)."Ein verlässlicher monatlicher Segen" (Spiegel Online).

Zweiter großer Showbaustein ist das Album Aufstand der dünnen Hipsterärmchen, in dem sich „Beats und Burger“ (Heinz Strunk) ein fettes und vor allem lautes Stelldichein geben. Achtung: Der Meister spielt erstmalig wieder Saxophon getreu dem Motto: BRING DA SA(E)XOPHONE BACK TO PORN. Aber das Allergeilste zum Schluss: Strunks erster Kalender mit ihm als einzigem Motiv: "Fantasy 40 +". Heinz itself in 12 aufregenden, den erotischen Bedürfnissen betagterer Menschen angepassten, sanft sexualisierenden Posen. Ein Mann in den späten Fünfzigern zeigt-nicht ohne Koketterie, dafür aber mit einer gehörigen Portion Augenzwinkern-was er „hat“. Das alles und viel mehr präsentiert Heinz Strunk auf dem Zenit seines Könnens im Showschaltjahr 2019

“Nach Notat zu Bett” erscheint im August bei Rowohlt.
Cécile McLorin Salvant & Sullivan Fortner - 26. Jazztage Dortmund
Jazztage Dortmund präsentieren:

Vocal Jazz feat. Cécile McLorin Salvant (voc) & Sullivan Fortner (piano)

Bereits in jungen Jahren zählt sie zu den ganz Großen: Die soeben in 2019 erneut mit einem Grammy-Award ausgezeichnete Sängerin Cécile McLorin Salvant zählt zweifellos zu einer der wichtigsten Jazz-Sängerinnen unserer Zeit.

Als Kind einer bilingualen Familie - die Mutter Französin und der Vater Haitianer - kam McLorin früh mit der Musik in Kontakt. Internationale Aufmerksamkeit erzielte sie mit dem Gewinn der Thelonious Monk Competition 2010. Sie überzeugt mit Vielseitigkeit, Charisma und einer intensiven Auseinandersetzung mit der Musik. Und natürlich mit ihrem feinen Gespür für die Schönheit der Stimme. Für ihr aktuelles Album The Window vertraut sie ganz auf diese Stimme und die Dienste des in New Orleans aufgewachsenen Pianisten Sullivan Fortner. Das intime Duo-Setting gibt beiden die Freiheit, das jeweils Beste von sich zu zeigen.

Der Erfolg gibt Cécile McLorin Recht: Auch "The Window" wurde u.a. von Downbeat unter die besten Alben des Jahres 2018 gewählt, der Grammy folgte umgehend 2019. Der Spiegel beschrieb sie als "Erbin von Billie Holiday".

In 2017 begeisterte sie bereits mit dem Aaron Diel Trio ein restlos ausverkauftes domicil (und einen Tag darauf in der ausverkauften Elbphilharmonie). Deshalb gilt: Unbedingt den Vorverkauf nutzen!

Einlass: 19:00 // teilbestuhlt

Restkarten noch an der Abendkasse erhältlich.
S!lence - Kamera läuft!
Die CLOSE UP NIGHT präsentiert ...Matthieu Anatrella mit einem Soloabend.

„Arrête ton cinéma!“ (frz.: „Schluss mit deinem Kino!“) Dieser französische Spruch bedeutet dasselbe, wie im Deutschen „Schluss mit dem Theater!“ ... aber genau das wird Matthieu nicht machen!!! – Vielmehr beginnt er...

In seinem neuen Programm frönt er seiner Leidenschaft, dem Kino.

Begleiten Sie ihn auf einer magischen Rundreise durch sein Studioset und entdecken Sie allerlei Ungewöhnliches, an das Sie bei Filmen nie dachten. Ganz nebenbei lernen Sie natürlich auch Matthieus Lieblingsschauspieler und die eine –In, seine Lieblingsfilme und seine Kamera kennen. Vorhang auf und Film ab!

Regie: Matthieu Anatrella
Drehbuch: Matthieu Anatrella
Hauptdarsteller: Matthieu Anatrella
Produzent: Matthieu Anatrella
Produktionsbudget: geheim

Null Oscars, aber dafür 200% Magie. Getreu dem Motto: „Staunen – Träumen – Lachen“

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In der Nähe liegt der Unterschied!

Unter diesem Motto bieten die drei Profi-Zauberkünstler André Kursch, Torsten Pahl und Matthieu Anatrella bereits seit 2004 ungewöhnliche Magie erstaunlich nah. Die Close Up Night ist damit die am längsten laufende Zaubershow in Dresden und zugleich das erste Zaubertheater dieser Stadt.

Mehrfach im Monat verwandelt sich das „Braumeisterzimmer“ im Feldschlößchen-Stammhaus in das Zaubertheater der Close Up Night. In dieser unverwechselbaren Atmosphäre haben Sie die Möglichkeit, die Akteure gemeinsam in einer ihrer Tisch-Theater-Shows zu erleben - ein deutschlandweit einmaliges Showformat, von dem Sie noch lange sprechen werden! KURZWEILIG, ANDERS UND ERSTAUNLICH.

Die Abende der Close Up Night sind mittlerweile der Geheimtipp in der Dresdner Veranstaltungslandschaft!

Versammelt um einen stilvollen runden Tisch staunen bei der Tisch-Theater-Show maximal 30 Gäste so dicht wie nie.

In jedem der gegenwärtig acht Programme erleben Sie nicht nur Evergreens der Tischzauberkunst, sondern auch Kabinettstücke eines selten gezeigten Genres: Der Geschichtenerzählenden Zauberkunst. Atmosphärisch. Berührend. Magisch.
Die dabei vorgetragenen Erzählungen basieren oft auf historischen Ereignissen und verzaubern neben verblüffenden Effekten durch kunstvoll eingesetzte Dramaturgie und Inszenierung.

Weitere Informationen auf
http://www.close-up-night.de

http://www.close-up-night.de / Einlass ab 30 min vor Vorstellungsbeginn

Dresden

22.11.2019
20:30 Uhr
Tickets
ab 27,00 €
Winteroper: Lazarus - Lonely Child
Zwei Klangwelten, vereint an einem Abend, getrieben von der Frage nach Unendlichkeit – die diesjährige Potsdamer Winteroper schlägt ein neues Kapitel in der Geschichte von Inszenierungen geistlicher Werke in der Friedenskirche auf. Lazarus, gezeichnet von schwerer Krankheit, wird in seinen letzten Lebensstunden begleitet von seinen Schwestern und engen Freunden, getragen vom Glauben an Gott. Er erliegt seinem Leiden und wird von Jesus zu neuem Leben erweckt, so steht es im Johannesevangelium. Doch genau dieses Wunder konnte Franz Schubert in seinem gleichnamigen „Religiösen Drama in drei Handlungen“ nicht mehr vertonen. In dem musikdramatischen Experiment, das von dem Gespür des erfahrenen Liedkomponisten für das gesprochene Wort zeugt und zugleich bahnbrechende Neuerungen bereithält, schafft Schubert fließende Übergänge zwischen rezitativischem Gesang und Arien sowie den beiden Chorszenen. Alles ist äußerst präzise und tonmalerisch instrumentiert, von den flirrenden Klängen der Holzbläser bis hin zu den voll tönenden Posaunensätzen. Warum Schubert seine Komposition nicht weitergeführt hat, ist unklar. Geblieben ist ein Fragment, das die Frage nach dem ewigen Leben und der Unendlichkeit vollkommen offen lässt. Der künstlerischen Beantwortung stellt sich Trevor Pinnock, langjähriger Partner der KAP, als Musikalischer Leiter gemeinsam mit dem Regisseur Frederic Wake-Walker, der genau in dieser Leere eine Chance sieht.
Frau Müller muss weg! - Theaterhaus Schauspiel
Frau Müller muss weg!
Von Lutz Hübner

Aktualisierte Fassung des Theaterhaus Stuttgart

Lehrer haben das gleiche Problem wie Fußballtrainer: Die Fans wissen immer alles besser. Ein Elternabend ist an sich schon eine heikle Angelegenheit. Besonders problematisch wird dieser jedoch, wenn die Eltern sich zusammentun, um gemeinsam gegen eine Lehrerin vorzugehen. Die besorgte Elternschaft der Klasse 6c entzieht der Klassenlehrerin Frau Müller das Vertrauen. Die Leistungen lassen zu wünschen übrig, das Lernklima ist schlecht und die Noten sind existenzgefährdend. Schließlich geht es darum, die eigenen Kinder irgendwie auf dem Gymnasium zu halten. Dass das Problem nicht bei den Schülern zu suchen ist, davon ist jeder der Anwesenden überzeugt. Schnell entwickeln sich jedoch auch innerhalb der Elternschaft Fronten. Denn trägt nicht auch das ständig störende ADHS-Kind dazu bei, dass die Bildungskarriere des eigenen Sprösslings gefährdet ist?

„Am Elternabend zeigt sich, wie solidarisch eine Gesellschaft wirklich ist und wie sie mit Erfolg und Niederlagen umgeht. Da werden keine Gefangenen gemacht und keine Konzessionen – soziale Vermischungen schön und gut, aber doch nicht in der Klasse meines Kindes!“ - Lutz Hübner

Das Theaterhaus Stuttgart zeigt „Frau Müller muss weg“ in einer aktualisierten Fassung. Nach dem Wegfall der verbindlichen Grundschulempfehlung in Baden-Württemberg und einer von der neuen Landesregierung angestoßenen Schulreform sind die Fragen, die Autor Lutz Hübner mit seinem Stück aufwirft, drängender denn je.

Der Autor:
Lutz Hübner wurde 1964 in Heilbronn geboren. Nach einem Studium der Germanistik, Philosophie und Soziologie in Münster begann er 1986 seine Ausbildung zum Schauspieler an der Hochschule des Saarlandes – Engagements u.a. am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken und dem Badischen Staatstheater Karlsruhe. Seit 1996 ist er freiberuflicher Schriftsteller und Regisseur in Berlin. Als präziser Beobachter von Gesellschaft und Gegenwart ist Lutz Hübner einer der meistgespielten deutschsprachigen Gegenwartsdramatiker. Laut Statistik des Deutschen Bühnenvereins wird er in der Anzahl der Aufführungen nur noch von William Shakespeare übertroffen.

„Das Theaterhaus hat das Stück nun herausgebracht – und serviert eineinhalb Stunden witziges, böses, abgründiges Theater, das unterhaltsamer kaum sein könnte.“ – Stuttgarter Zeitung

Für diese Veranstaltung ist kein VVK mehr möglich - Tickets unter 0711 40 20 720
S!lence - Kamera läuft!
Die CLOSE UP NIGHT präsentiert ...Matthieu Anatrella mit einem Soloabend.

„Arrête ton cinéma!“ (frz.: „Schluss mit deinem Kino!“) Dieser französische Spruch bedeutet dasselbe, wie im Deutschen „Schluss mit dem Theater!“ ... aber genau das wird Matthieu nicht machen!!! – Vielmehr beginnt er...

In seinem neuen Programm frönt er seiner Leidenschaft, dem Kino.

Begleiten Sie ihn auf einer magischen Rundreise durch sein Studioset und entdecken Sie allerlei Ungewöhnliches, an das Sie bei Filmen nie dachten. Ganz nebenbei lernen Sie natürlich auch Matthieus Lieblingsschauspieler und die eine –In, seine Lieblingsfilme und seine Kamera kennen. Vorhang auf und Film ab!

Regie: Matthieu Anatrella
Drehbuch: Matthieu Anatrella
Hauptdarsteller: Matthieu Anatrella
Produzent: Matthieu Anatrella
Produktionsbudget: geheim

Null Oscars, aber dafür 200% Magie. Getreu dem Motto: „Staunen – Träumen – Lachen“

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In der Nähe liegt der Unterschied!

Unter diesem Motto bieten die drei Profi-Zauberkünstler André Kursch, Torsten Pahl und Matthieu Anatrella bereits seit 2004 ungewöhnliche Magie erstaunlich nah. Die Close Up Night ist damit die am längsten laufende Zaubershow in Dresden und zugleich das erste Zaubertheater dieser Stadt.

Mehrfach im Monat verwandelt sich das „Braumeisterzimmer“ im Feldschlößchen-Stammhaus in das Zaubertheater der Close Up Night. In dieser unverwechselbaren Atmosphäre haben Sie die Möglichkeit, die Akteure gemeinsam in einer ihrer Tisch-Theater-Shows zu erleben - ein deutschlandweit einmaliges Showformat, von dem Sie noch lange sprechen werden! KURZWEILIG, ANDERS UND ERSTAUNLICH.

Die Abende der Close Up Night sind mittlerweile der Geheimtipp in der Dresdner Veranstaltungslandschaft!

Versammelt um einen stilvollen runden Tisch staunen bei der Tisch-Theater-Show maximal 30 Gäste so dicht wie nie.

In jedem der gegenwärtig acht Programme erleben Sie nicht nur Evergreens der Tischzauberkunst, sondern auch Kabinettstücke eines selten gezeigten Genres: Der Geschichtenerzählenden Zauberkunst. Atmosphärisch. Berührend. Magisch.
Die dabei vorgetragenen Erzählungen basieren oft auf historischen Ereignissen und verzaubern neben verblüffenden Effekten durch kunstvoll eingesetzte Dramaturgie und Inszenierung.

Weitere Informationen auf
http://www.close-up-night.de

http://www.close-up-night.de / Einlass ab 30 min vor Vorstellungsbeginn

AUSVERKAUFT

Dresden

22.11.2019
18:30 Uhr
Tickets
ab 27,00 €
Architecture tour
The Vitra Campus is a magnet for design and architecture enthusiasts. Few other places in the world can boast such a large number of contemporary architectural icons. It was here that Zaha Hadid created her very first structure in 1993 – the Fire Station – and American architect Frank Gehry constructed his first building in Europe in 1989. Designed by Herzog & de Meuron, the VitraHaus of 2010 on the north side of the campus is an eye-catcher, even from afar. Alongside the Vitra Schaudepot, also designed by Herzog & de Meuron, a second public area was created on the campus in 2016. Then, there are other works like the Conference Pavilion by Tadao Ando, a geodesic dome based on the designs of Richard Buckminster Fuller, a petrol station by Jean Prouvé, factory buildings by Nicholas Grimshaw, Álvaro Siza and SANAA and the Vitra Slide Tower by the artist Carsten Höller. Daily guided tours explain the backgrounds of architects and buildings alike.

The VitraHaus (2010), designed by Herzog & de Meuron, can be viewed from the outside during the tour, and its interior can be explored independently. The Vitra Campus comprises a public and a private area. In the public space, you will find the Vitra Design Museum, the VitraHaus and the Vitra Silde Tower on the Álvaro-Siza-Promenade. The private area, where the production facilities are located, can only be accessed as part of an architecture tour. Please note that only guides of the Vitra Design Museum are allowed to conduct guided tours through the exhibition and on the Vitra Campus.

Delays cannot be considered.

Online-Verkauf für diesen Termin nicht mehr möglich, bitte wählen Sie einen anderen Termin.
PATTERNS
URAUFFÜHRUNG
21.11.2019, 20 Uhr
22.-23. & 25.11.2019, 20 Uhr
24.11.2019, 19 Uhr

PATTERNS
Eine Performance von Magda Korsinsky

Gewohnheiten und Muster – unsere Körper wissen, was zu tun ist – Bewegungen werden wiederholt, immer wieder. Aufstehen, Anziehen, Blick in den Spiegel, Fahrkarte kaufen, durch die Tür zur Arbeit, an hundert Leuten schon vorbei. Von Blicken getroffen, viele selbst gesetzt und einigen ausgewichen. Bewegungsmuster schützen uns, halten uns, geben Identität. Und wenn sie abbrechen? Wenn die gewohnte Bewegungsbahn stockt? Der Bruch ist der Abgrund. Oder Befreiung. Angst oder Lust.

Mit zehn Schwarzen Frauen* zusammen hat die Choreografin und bildende Künstlerin Magda Korsinsky Verhaltensmuster des Alltags, gestische Routinen, Wiederholungen des Selbst angeschaut. Muster, die uns unbewusst und manchmal bewusst ausmachen, Muster, die unser Körper sind. Die wir unter Druck und gegen den Druck der Verhaltensformen der Dominanzgesellschaft ausbilden. Verhalten, das sich verschieben lässt. Aus dem sich eigene Gegenrhythmen entwickeln lassen.

Zusammen mit zehn Expert*innen des Alltags wird in PATTERNS aus dem Alltag Schwarzer Frauen* eine Choreografie, ein Archiv der selbst bestimmten Gesten, eine neue Komposition des unterschiedlichen Handelns Schwarzer Frauen*.

PATTERNS ist die dritte Arbeit von Magda Korsinsky am Ballhaus Naunynstraße, in der sie die Gesten, ihre Sozialisiertheit, ihre Eigensinnigkeit zum Ausgangspunkt ihrer Arbeit, zur Reflexion Schwarzer Identitäten in Deutschland nimmt. Ging es in STRICKEN um die Beziehungen von
Schwarzen Frauen* zu ihren weißen Großmüttern, um das gestische und habituelle Erbe, steht nun die Gegenwart Schwarzer Frauen*, im Alter zwischen 16 und 59, im Zentrum.

Konzept und Choreografie: Magda Korsinsky
Mitarbeit Choreografie: Tatiana Mejia Matos
Musik: Jarita Freydank
Kostüm: Mariama Sow
Dramaturgie: Mariama Diagne
Mit: Elisabeth Afia Broni, Stephanie Burrell, Jennifer Dessin-Brasching, Gema Carla Dietrich,
Jasmin Eding, Jarita Freydank, Rebecca Korang, Virginnia Krämer, Isabel Kwarteng-Acheampong, Luana Naquin


Eine Produktion von Kultursprünge im Ballhaus Naunynstraße gemeinnützige GmbH, gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.

Kein Nacheinlass

Online keine Tickets mehr verfügbar
JOURNEYE
„Journey“ sind bis heute eine der erfolgreichsten und einflussreichsten Bands der USA. Hits wie „Wheel In The Sky“, „Any Way You Want It“ und „Don’t Stop Believin‘“ gehören bis heute in jedes gut sortierte Radioprogramm. In ihrer 40-jährigen Karriere haben Journey über 75 Millionen Tonträger verkauft.
Bei JOURNEYE haben sich 6 Musiker aus dem Raum Frankfurt gefunden, die leidenschaftlich die großartige Musik der US-Rocklegende „Journey“ in einem umfassenden Programm darbieten. Die Set-List beinhaltet alle großen Hits, sowie jede Menge Live-Klassiker der amerikanischen Band.
Seit Januar 2018 steht mit Arno Menses ein erfahrener Leadsänger am Mikro, der durch seine Arbeit mit den Bands „Subsignal“ und „Sieges Even“ einen erstklassigen Ruf in der deutschen und europäischen Rockszene erlangt hat.
Authentisch und detailgetreu, mit virtuoser Gesangs- und Gitarrenarbeit, ausgefeiltem Chorgesang und
energiegeladenen Rockgrooves bieten JOURNEYE ein Programm, das für den begeisterten Rockhörer, wie
auch für den leidenschaftlichen Journey-Fan gleichermaßen einen Abend mit mitreißender Rockmusik und
jeder Menge Spaß garantiert. Weltbekannte Radiohits, schmachtende Balladen und kernige Rocker … die
Musik von „Journey“ umfasst alle Facetten der klassischen Rockmusik, und bildete die Grundlage des
„Stadionrock“-Genres … originalgetreu dargeboten von JOURNEYE!!!

Einlass 19 Uhr

ausverkauft
Jedermann (Rhythm & Blues-Mistery-Show)
frei nach Hugo von Hofmannsthal

Der reiche Jedermann führt ein frevelhaftes Leben und soll vor Gottes Gericht geführt werden. In seiner Todesstunde verlassen ihn Geliebte, Freunde und Verwandte und er erkennt, dass alle materiellen Güter vergänglich sind. In letzter Minute findet er zum Glauben, bereut seine Sünden und wird durch die Gnade Gottes gerettet.

Das Mysterienspiel von Hugo von Hofmannsthal, 1911 im Berliner Zirkus Schumann unter der Regie von Max Reinhardt uraufgeführt, wird seit 1920 jedes Jahr bei den Salzburger Festspielen aufgeführt. Alle Jahre wieder reißen sich Besucher um die Karten und berühmte Schauspieler um die Rollen – während das Stück von der Kritik wahlweise als volkstümlich und rührselig oder verlogen und naiv verspottet wird …

Wir haben der Geschichte in einer zeitgenössischen Neufassung mal ironisch „auf den Zahn gefühlt“: Mit einer Rhythm & Blues-Mystery Show!

Für den Jedermann unserer Tage ist die Welt eine Showbühne, auf der nur er das Sagen hat. Er schwört auf \"God´s own country\", gute Geschäfte und vor allem auf sich selbst ...

Jetzt besucht er Deutschland und will uns alle an seiner Größe teilhaben lassen …

Mal sehen, ob´s gelingt …

Besetzung:

Jedermann: Oliver Kai Müller
Buhlschaft: Mélanie Linzer
Mammon / Tod: Alexander Valerius
Mutter: Ursula Stampfli
Teufel: Bastian Hahn
Gott: Julius Suhr


Inszenierung: Christian Suhr

Spieldauer: ca. 120 Minuten (eine Pause)

Tickets nur noch an der Abendkasse (eine Stunde vor Vorstellungsbeginn)
Michael Kohlhaas
„An den Ufern der Havel lebte, um die Mitte des 16. Jahrhunderts, ein Rosshändler namens Michael Kohlhaas, (…) einer der rechtschaffensten zugleich und entsetzlichsten Menschen seiner Zeit.“ – So beginnt Kleists Novelle aus dem Jahre 1810. Die Handlung nimmt ihren Lauf, als Kohlhaas sich mit zwei seiner besten Pferde auf eine Reise nach Sachsen begibt. An der Grenze wird er überraschend aufgefordert, einen Passierschein vorzuzeigen, sonst dürfe er nicht weiterreisen. Kohlhaas verpflichtet sich, den Schein in Dresden nachzulösen, seine beiden Pferde muss er als Pfand hinterlassen. In Dresden erfährt er jedoch, dass ein Passierschein gar nicht nötig ist. Und als er seine Pferde wieder abholen will, findet er sie halbverhungert vor. Kohlhaas verlangt Schadensersatz, aber seine Forderungen werden wiederholt abgeschmettert. Als dann seine Frau bei dem Versuch, eine Bittschrift für ihn vorzulegen, ums Leben kommt, sieht Kohlhaas rot. Blind vor Schmerz und Wut kämpft er bis zur völligen Selbstaufgabe um Gerechtigkeit.
Michael Kohlhaas ist eine der interessantesten, weil widersprüchlichsten Figuren in der deutschen Literatur. Anfangs bürgerlicher Held in seinem von Gerechtigkeitssinn geprägten Aufbegehren gegen die Staatsgewalt, macht kalte Rachsucht ihn zum Wutbürger, Fanatiker, Terroristen – anziehend in seiner Hingabe, abstoßend in seiner brutalen Radikalität. Moritz Nikolaus Koch wird die Geschichte über staatliche Willkür, Selbstjustiz

Kostenlose Einführung in das Stück um 19.30 Uhr

Restkarten evtl. an der Abendkasse erhältlich, Infos unter 05136-1862
Suchpotenzial - Sexuelle Belustigung
ALARM!!! Sie sind wieder da! Die Musik-Comedy-Queens von SUCHTPOTENZIAL mit ihrem 3. Programm „Sexuelle Belustigung“: Julia Gámez Martín aus Berlin und Ariane Müller aus Ulm sind zwei preisgekrönte Musikerinnen und bundesweit bekannt für ihre Shows voll rabenschwarzen Humor. Wenn diese beiden Ladies ihrer Albernheit freien Lauf lassen, kann auf der Bühne einfach alles passieren: virtuose Gesangsduelle, derbe Wortgefechte und kluges Pointengewitter. Suchtpotenzial werfen dabei alle Konventionen und Klischees über Bord und nichts ist vor ihnen sicher. Von hippen Instagram-Trends über Wagner-Opern und feministischen Anbagger-Tipps bis zum finalen Weltfrieden werden die wirklich wichtigen Themen bearbeitet. Suchtpotenzial sind Meisterinnen der gelebten Neurosen, von absurden Gedankengängen und bewegen sich parkettsicher in allen Musik-Genres. Ihre Musik und Comedy-Texte schreiben Ariane und Julia selber und machen auch sonst alle Stunts selbst. Lassen auch sie sich sexuell belustigen von Suchtpotenzial, dem besten Alkopop-Duo der Welt!

Folgende Preise sind Musik-Comedy-Queens verliehen worden:

♥ St. Ingberter Pfanne 2018
♥ Mindener Stichling 2016
♥ Tuttlinger Krähe 2016
♥ Hamburger Comedy Pokal 2016
♥ PRIX PANTHEON 2015
♥ Kleinkunstpreis des Landes Baden-Württemberg 2014 (Förderpreis)
♥ 1. Preis Bundeswettbewerb Gesang 2009 (Julia Gámez Martin)
♥ Publikumspreis – Jugend kulturell Hypo Vereinsbank (Musical, für Julia Gámez Martin)

Einlass: 19.00 Uhr

Eventuell sind noch Karten an den örtlichen Vorverkaufsstellen oder der Abendkasse erhältlich
Aziza Mustafa Zadeh Trio
playing Vagif Mustafa Zadeh

Aziza Mustafa – Zadeh. Schon der Name ist wie Musik. Und wie bei kaum einer anderen Künstlerin verspürt man bei ihr, dass sie Musikalität pur ist.

Wenn Aziza Mustafa – Zadeh am Klavier sitzt, explodiert die aserbaidschanische Schönheit förmlich, wie man es der zarten Person niemals zutrauen würde. Sie liebt und lebt ihre Musik. Wie von einer höheren Macht geführt, fegen ihre Finger über die Tastatur. Das kräftige Timbre ihrer Stimme, der lupenreine Wechsel der Töne sind einfach grandios, ihre Koordination zwischen Gesang und Klavierspiel ist immer wieder faszinierend und einzigartig.

Azizas virtuose Technik am Klavier wie auch ihre perfekt ausgebildete Stimme setzen ihr keine Grenzen, sie erlauben dem fabelhaften Feenwesen eine musikalische Welt- und Zeitreise ohnegleichen. Kaum eine Gattung, die bei ihr nicht aufblitzt, der Zitatenschatz scheint unerschöpflich. Wahnwitziger Scatgesang folgt sekundenschnell auf Opernarien oder traumhaft gehauchte Balladen. Spielerisch verbindet sie Jazz mit Klassik: Dave Brubeck steht neben Bach, Chopin und Verdi. Aziza Mustafa – Zadeh besitzt die Gabe, daraus einen dramaturgisch exzellent aufbereiteten Abend des Ungewöhnlichen zu gestalten, und sie selbst erscheint dabei so ungewöhnlich und unvergleichbar wie ihr Konzertprogramm.

Im Trio mit Ralf Cetto (b) und Simon Zimbardo (dr) entstehen Azizas Solokompositionen neu und vereinen sich mit den legendären Aufnahmen mit ihren Ensembles der 90er Jahre, die nicht nur die Jazzwelt aufhorchen ließen. Meisterwerke aus den CDs “Always”, Dance Of Fire”, “Inspiration” sowie “Contrasts I und Contrasts II” werden neu interpretiert. Aber auch bislang unveröffentlichte Kompositionen und Highlights des aktuellen Opera-Jazz-Programms erhalten in der Triofassung mit Schlagzeug und Bass eine frische, faszinierende Gestalt.

Aziza Mustafa Zadeh, Klavier und Stimme
Ralf Cetto, E-Bass
Simon Zimbardo, Drums und Percussion

Einlass eine Stunde vor Beginn

Ausverkauft!
Werkstattgespräch || Wolfgang Schorlau und Claudio Caiolo | Der freie Hund

Mit „Der freie Hund“ legen Wolfgang Schorlau und Claudio Caiolo den furiosen Start für eine neue Krimiserie vor. Dabei handelt es sich um einen Venedig-Krimi und wie von Schorlau gewohnt – bleibt es hochpolitisch.
Bei der 25. LesART verraten die beiden Autoren in einem Werkstattgespräch bereits vorab Details und Hintergründe zum neuen Buch, das im nächsten Frühling erscheint.
Claudio Caiolo, in Sizilien geboren und in Venedig zum Schauspieler ausgebildet, erhielt sein erstes Paar Kinderschuhe von der Mafia – im Tausch gegen die Wählerstimme seines älteren Bruders. Er kennt die Verstrickungen von Politik und Verbrechen in seinem Heimatland genau. In Wolfgang Schorlau, dem Erfinder des Privatermittlers Georg Dengler, fand er den idealen Partner, um mit ihm gemeinsam einen neuen Blick auf ein altes italienisches Desaster zu werfen. Die beiden Freunde tun dies heiter, gelassen und gekonnt – inmitten der aufregenden Kulisse einer großen Stadt.
Commissario Antonio Morello, genannt der freie Hund, hat in Sizilien korrupte Politiker verhaftet und steht nun auf der Todesliste der Mafia. Um ihn zu schützen, wird er nach Venedig versetzt. Er hasst die Stadt vom ersten Augenblick an. Dann wird der junge Anführer einer Bürgerinitiative gegen die Kreuzfahrtschiffe ermordet, und der freie Hund hat seinen ersten Fall, der ihn tief in die Verstrickungen von italienischer Politik und Verbrechen führt.

Moderation Karl-Albrecht Immel

In Zusammenarbeit mit Buchhandlung Provinzbuch

Esslingen

22.11.2019
19:30 Uhr
Die Gleichbegabten

Ein literarisches Konzert mit dem Ensemble con Anima & Cornelia Schönwald Felix und Fanny Mendelssohn – „F in Dur und f in moll“ – ein Zwillingsleben, den vier Jahren Altersunterschied zum Trotz. Die Geschwister werden gemeinsam in Musik unterrichtet und gelten als gleich begabt, wenngleich: „[…] das eine die Erlaubnis hat, der Welt als schöpferisches Individuum entgegenzutreten, während das andere angehalten ist zu schweigen oder zumindest leise zu sprechen […]“ Beide hinterlassen ein wunderbar vielschichtiges musikalisches Werk; Felix veröffentlichte zu seinen Lebzeiten, Fannys Werke erblicken bis heute nach und nach „das Licht der Welt“. Allen Unterschieden in Leben, Wirkungskreis und Prominenz der beiden zum Trotz: „die innige, neidlose Freundschaft der beiden Geschwister blieb ungetrübt bis zu ihrem Lebensende.“

Das Ensemble con Anima: Ayako Suga-Maack – Klavier, Regine Zimmermann – Violoncello und Vladimir Miller – Klarinette, spielen aus dem musikalischen Werk von Felix und Fanny Mendelssohn. Cornelia Schönwald, Schauspielerin und Sprecherin, erzählt aus ihren Leben in Briefwechseln, Tagebüchern und zeitgenössischen Aufzeichnungen.

Schwartzsche Villa, Großer Salon

Veranstalterin: Cornelia Schönwald

Eintritt: 16 € (12 €)

Karten/Infos: mail@cornelia-schoenwald.de

www.cornelia-schoenwald.de/ensemble

Berlin

22.11.2019
19:30 Uhr
Literatürk-Festival 2019

Als Kara von Berlin nach Frankfurt fliegt, gerät das Flugzeug in ein schweres Gewitter. Im Angesicht des drohenden Absturzes scheint plötzlich Ramón, der von einem Tag auf den anderen verschwand, wenige Reihen vor ihm zu sitzen. Nach der Notlandung kehrt Kara ruhelos nach Berlin zurück, wo er sich auf die Suche nach Ramón begibt und damit auf die Spuren seiner eigenen Vergangenheit. Er findet den verloren Geglaubten in einer Plattenbausiedlung. Wenig später ist er wieder verschwunden. Dass es diesmal ein Abschied für immer sein könnte, wird Kara bewusst, als er ihm bis nach Paris folgt, dort aber nur mehr eine Stadt in Aufruhr findet. Deniz Utlu erzählt in »Gegen Morgen« von einer tiefen Erschütterung und fragt, was uns ausmacht: das, was wir zurückgelassen haben, oder das, was vor uns liegt. In flirrenden Bildern spürt er den Versäumnissen und Potentialen eines Lebens nach sowie der Menschlichkeit, die da beginnt, wo wir nicht auf uns selbst, sondern auf andere achten.

Moderation: Ulrich Noller, WDR-Cosmo

Deniz Utlu, geboren 1983 in Hannover, ist Autor und Kolumnist und arbeitet zu Menschenrechtsfragen. Bis 2014 gab er das Magazin »freitext« heraus. Sein erster Roman, »Die Ungehaltenen« (Graf, 2014), wurde im Maxim Gorki Theater für die Bühne adaptiert und 2019 mit dem Literaturpreis der Stadt Hannover ausgezeichnet. Sein zweiter Roman »Gegen Morgen« erschien 2019 bei Suhrkamp. Im Theaterstück »Fahrräder könnten eine Rolle spielen« (2012, mit Sasha Salzmann) verarbeitete Deniz Utlu den ersten NSU-Bundestagsausschuss.

Medienpartner: WDR-Cosmo

Essen

22.11.2019
19:30 Uhr
Bamberger Symphoniker – Bayerische Staatsphilharmonie

Richard Wagner
aus »Die Meistersinger von Nürnberg«: Vorspiel zum 3. Aufzug/Tanz der Lehrbuben/Vorspiel zum 1. Aufzug

Wolfgang Amadeus Mozart
Klavierkonzert Nr. 25 in C-Dur, KV 503

Edward Elgar
Enigma-Variationen op. 36

Konstantia Gourzi
Uraufführung im Rahmen des »encore!« Projekts

 

Sergei Babayan, der 1989 als erster sowjetischer Künstler überhaupt einen Wettbewerb im Westen ohne Unterstützung des Staates gewann, ist heute einer der international wohl einflussreichsten Musiker, der mit großer technischer Brillanz und mitreißender Spielfreude Generationen jüngerer Pianisten geprägt hat. Die Londoner Times pries ihn als »hinreißend erfindungsreichen Virtuosen«, Le Figaro rühmte seinen »unvergleichlichen Anschlag, seine vollkommene Phrasierung und atemberaubende Virtuosität,« Le Devoir aus Montréal formulierte schlicht: »Sergei Babayan ist ein Genie. Punkt.« Babayan hat eng mit Dirigenten wie David Robertson, Neeme Järvi, Yuri Temirkanov, Thomas Dausgaard, Tugan Sokhiev und Dima Slobodeniouk zusammengearbeitet. Mit Valery Gergiev verbindet ihn eine langjährige und besonders enge künstlerische Partnerschaft, die sie u.a. beim Sankt Petersburger Festival »Stars of the White Nights« und regelmäßig mit dem Mariinsky Orchester, beim Moskauer Osterfestival, im Barbican Centre mit dem London Symphony Orchestra, im Großen Saal des Moskauer Konservatoriums, Théâtre des Champs-Elyseés, den Salzburger Festspielen und beim Gergiev Festival der Rotterdamer Philharmoniker zusammenführte, wo Babayan auch Artist-in-residence war. Er ist Deutsche Grammophon-Exklusivkünstler; seine jüngste Veröffentlichung eigener Transkriptionen für zwei Klaviere von Orchesterwerken Sergei Prokofievs, eingespielt mit seiner langjährigen Duo-Partnerin Martha Argerich (»Prokofiev for Two« DG 3/2018), wurde von der Kritik euphorisch gefeiert als »die CD, auf die die Welt gewartet hat«, so die Zeitung Le Devoir.

Ein paar Geschichten aus der Murkelei

In den Geschichten aus der Murkelei purzeln Echtes und Geschummeltes ganz wundersam durcheinander. Eine Suppenschüssel wird zum Mond, in dem Menschen schaukeln können. Eine listige Ratte bietet einer Bauernfamilie ihren Schwanz als Kunstwerk an und ein Igel rettet das Leben von Mann und Hund. Ein Best-Off aus der Murkelei von Hans Fallada, gefunden auf einem alten Dachboden bei Regen. Für Kinder ab 4 Jahren.

 

Schwartzsche Villa, Zimmertheater

Veranstalter: Puppentheater Fingerleicht – Katharina Fial

Eintritt: 6 € (5 € für Gruppen mit JKS-Gutschein)

Karten/Infos: 030 21 46 73 06 / post@manufaktur-fuer-feine-texte.de

www.puppentheater-fingerleicht.de

Berlin

22.11.2019
10:30 Uhr