Sonntag, 09.06.2019
um 15:00 Uhr

tanzhaus nrw
Erkrather Str. 30
40233 Düsseldorf


Tickets
ab 26,00 €




„hinundweg“

Showing mit 140 Schüler*innen des tanzraum benrath im Alter von 6 bis 26 Jahren

So 09.06. 15:00 + Mo 10.06. 15:00 + Di 11.06. 13:00

Die Vorstellung „hinundweg“ widmet der tanzraum benrath den Schüler*innen, die dort als 4jährige Kinder angefangen haben und als junge Erwachsene bald in die Welt hinausgehen werden. Tanz ist Teil ihrer Persönlichkeit geworden. Es hat sie und ihr Bild von sich geprägt. Umgekehrt haben auch sie beim Team des tanzraum benrath ihre Spuren hinterlassen. „Wir freuen uns auf ihre Zukunft, wir sind traurig, wenn sie weiterziehen. Wir sind hin und weg!“, so der tanzraum benrath.

Im tanzraum benrath werden seit 2002 Kinder ab 4 Jahre und Jugendliche im akademischen Bühnentanz ausgebildet.

ausverkauft

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

weitere Termine

tanzmainz / Sharon Eyal - „Soul Chain“
tanzmainz / Sharon Eyal

„Soul Chain“

Reihe GROSS TANZEN

Sa 28.09. 20:00 + So 29.09. 18:00

Eine nahezu übernatürliche Intensität entwickeln die Tänzer*innen auf der Bühne, dabei geht es der israelischen Choreografin Sharon Eyal um ganz Menschliches. Sie selbst spricht von der großen Einsamkeit, mit der wir im Leben stehen und mit der wir der Liebe zum Leben begegnen: „Manchmal kann man diese großen Emotionen gar nicht unbedingt mit den Augen erfassen, aber man fühlt, dass sie da sind, unter der Haut. Im Grunde geht es nur um die Liebe, zu den anderen, zu dir selbst, zum Raum, der dich umgibt, zu allem“, so Sharon Eyal über ihre Arbeit. Die 17 Tänzer*innen des Mainzer Ensembles machen in „Soul Chain“ das spürbar, was kaum zu fassen ist.
Sharon Eyal ist eine weltweit gefeierte Choreografin mit unverwechselbarer Handschrift: Ihre Choreografien, die vor Präzision und Kraft strotzen und sich auf der Schwelle zur totalen Verausgabung bewegen, entwickelt sie im Dialog mit den Techno-Beats des Komponisten Ori Lichtik. Mit „Soul Chain“, als Neukreation für tanzmainz entwickelt, holte sie 2018 den renommierten Theaterpreis „Faust“, nachdem sie gemeinsam mit dem Ensemble von tanzmainz schon mit „Plafona Now“ große Erfolge feierte.
Sie wurde bekannt als Tänzerin und Haus-Choreografin der weltberühmten Batsheva Dance Company in Tel Aviv und gründete 2013 gemeinsam mit Gai Behar ihre Kompanie L-E-V, die das hebräische Wort für „Herz“ im Namen trägt. Seit 2005 arbeiten Sharon Eyal und Gai Behar zusammen und schaffen Werke, die die Grenzen zwischen Hochkultur und Rave auf berauschende Art niederreißen.

Dauer: 55 Min. / Sa anschl. Gespräch „It’s Your Turn!“ / So 17:00 Physical Introduction
tanzmainz / Sharon Eyal - „Soul Chain“
tanzmainz / Sharon Eyal

„Soul Chain“

Reihe GROSS TANZEN

Sa 28.09. 20:00 + So 29.09. 18:00

Eine nahezu übernatürliche Intensität entwickeln die Tänzer*innen auf der Bühne, dabei geht es der israelischen Choreografin Sharon Eyal um ganz Menschliches. Sie selbst spricht von der großen Einsamkeit, mit der wir im Leben stehen und mit der wir der Liebe zum Leben begegnen: „Manchmal kann man diese großen Emotionen gar nicht unbedingt mit den Augen erfassen, aber man fühlt, dass sie da sind, unter der Haut. Im Grunde geht es nur um die Liebe, zu den anderen, zu dir selbst, zum Raum, der dich umgibt, zu allem“, so Sharon Eyal über ihre Arbeit. Die 17 Tänzer*innen des Mainzer Ensembles machen in „Soul Chain“ das spürbar, was kaum zu fassen ist.
Sharon Eyal ist eine weltweit gefeierte Choreografin mit unverwechselbarer Handschrift: Ihre Choreografien, die vor Präzision und Kraft strotzen und sich auf der Schwelle zur totalen Verausgabung bewegen, entwickelt sie im Dialog mit den Techno-Beats des Komponisten Ori Lichtik. Mit „Soul Chain“, als Neukreation für tanzmainz entwickelt, holte sie 2018 den renommierten Theaterpreis „Faust“, nachdem sie gemeinsam mit dem Ensemble von tanzmainz schon mit „Plafona Now“ große Erfolge feierte.
Sie wurde bekannt als Tänzerin und Haus-Choreografin der weltberühmten Batsheva Dance Company in Tel Aviv und gründete 2013 gemeinsam mit Gai Behar ihre Kompanie L-E-V, die das hebräische Wort für „Herz“ im Namen trägt. Seit 2005 arbeiten Sharon Eyal und Gai Behar zusammen und schaffen Werke, die die Grenzen zwischen Hochkultur und Rave auf berauschende Art niederreißen.

Dauer: 55 Min. / Sa anschl. Gespräch „It’s Your Turn!“ / So 17:00 Physical Introduction
„Boys don’t dance“ - Takao Baba / E-Motion
Im Kinderzimmer sind wir alle Popstars, gefiltert fühlen wir uns wohl und jedes Kind, das sich langweilt, improvisiert schnell den viralen Tanzstil „Flossdance“ – die Bewegung ist in Videos wie ein Virus um die Welt gegangen. Im urbanen Tanz sind „Viral Moves“ schon lange üblich: Vorgaben wie „Do the good foot“ im HipHop oder „Do the parachute“ im Souldance sind längst Geschichte.

Heute entstehen über Computergames und Apps wie TikTok neue „Viral Moves“. Denn die TikTok- und Youtube-Stars zeigen in ihren Videos, aufgenommen in den eigenen vier Wänden, ein vielfältigeres Bild des Bewegungsvokabulars junger Menschen als das, was im Klassenzimmer und im öffentlichen Raum geäußert wird. Die „Bedroomviral“-Ästhetik und Produktionsform ermöglicht eine steile Karriere zum Star, unterwirft die frühen künstlerischen Versuche aber auch einem direkten Feedback von Likes und Emoticons.

Der urbane Düsseldorfer Tänzer und Choreograf Takao Baba und seine Kompanie erforschen in „Boys don’t dance“ wie virale und urbane Tanzmoves den Weg zum Tanzen und zum Entdecken des eigenen Bewegungsvokabulars freimachen können. Wie sehr wird Körpersprache von außen beeinflusst? Inwieweit bestimmt der Blick von anderen unsere Bewegungsabläufe? Welche Rolle spielt Scham? Mit fast mikroskopischer Präzision analysieren die drei Tänzer und die Musikerin gegenseitig ihre Bewegungssprache. Durch Kopieren und Abwandeln entsteht jeweils wieder eine eigene Version der Kopien. So sammeln sie ein Archiv an Bewegungen, das sie sich gegenseitig auf der Bühne, aber auch für die zuschauenden Kinder als Inspiration zur Verfügung stellen.
„Boys don’t dance“ - Takao Baba / E-Motion
Im Kinderzimmer sind wir alle Popstars, gefiltert fühlen wir uns wohl und jedes Kind, das sich langweilt, improvisiert schnell den viralen Tanzstil „Flossdance“ – die Bewegung ist in Videos wie ein Virus um die Welt gegangen. Im urbanen Tanz sind „Viral Moves“ schon lange üblich: Vorgaben wie „Do the good foot“ im HipHop oder „Do the parachute“ im Souldance sind längst Geschichte.

Heute entstehen über Computergames und Apps wie TikTok neue „Viral Moves“. Denn die TikTok- und Youtube-Stars zeigen in ihren Videos, aufgenommen in den eigenen vier Wänden, ein vielfältigeres Bild des Bewegungsvokabulars junger Menschen als das, was im Klassenzimmer und im öffentlichen Raum geäußert wird. Die „Bedroomviral“-Ästhetik und Produktionsform ermöglicht eine steile Karriere zum Star, unterwirft die frühen künstlerischen Versuche aber auch einem direkten Feedback von Likes und Emoticons.

Der urbane Düsseldorfer Tänzer und Choreograf Takao Baba und seine Kompanie erforschen in „Boys don’t dance“ wie virale und urbane Tanzmoves den Weg zum Tanzen und zum Entdecken des eigenen Bewegungsvokabulars freimachen können. Wie sehr wird Körpersprache von außen beeinflusst? Inwieweit bestimmt der Blick von anderen unsere Bewegungsabläufe? Welche Rolle spielt Scham? Mit fast mikroskopischer Präzision analysieren die drei Tänzer und die Musikerin gegenseitig ihre Bewegungssprache. Durch Kopieren und Abwandeln entsteht jeweils wieder eine eigene Version der Kopien. So sammeln sie ein Archiv an Bewegungen, das sie sich gegenseitig auf der Bühne, aber auch für die zuschauenden Kinder als Inspiration zur Verfügung stellen.
„Boys don’t dance“ - Takao Baba / E-Motion
Im Kinderzimmer sind wir alle Popstars, gefiltert fühlen wir uns wohl und jedes Kind, das sich langweilt, improvisiert schnell den viralen Tanzstil „Flossdance“ – die Bewegung ist in Videos wie ein Virus um die Welt gegangen. Im urbanen Tanz sind „Viral Moves“ schon lange üblich: Vorgaben wie „Do the good foot“ im HipHop oder „Do the parachute“ im Souldance sind längst Geschichte.

Heute entstehen über Computergames und Apps wie TikTok neue „Viral Moves“. Denn die TikTok- und Youtube-Stars zeigen in ihren Videos, aufgenommen in den eigenen vier Wänden, ein vielfältigeres Bild des Bewegungsvokabulars junger Menschen als das, was im Klassenzimmer und im öffentlichen Raum geäußert wird. Die „Bedroomviral“-Ästhetik und Produktionsform ermöglicht eine steile Karriere zum Star, unterwirft die frühen künstlerischen Versuche aber auch einem direkten Feedback von Likes und Emoticons.

Der urbane Düsseldorfer Tänzer und Choreograf Takao Baba und seine Kompanie erforschen in „Boys don’t dance“ wie virale und urbane Tanzmoves den Weg zum Tanzen und zum Entdecken des eigenen Bewegungsvokabulars freimachen können. Wie sehr wird Körpersprache von außen beeinflusst? Inwieweit bestimmt der Blick von anderen unsere Bewegungsabläufe? Welche Rolle spielt Scham? Mit fast mikroskopischer Präzision analysieren die drei Tänzer und die Musikerin gegenseitig ihre Bewegungssprache. Durch Kopieren und Abwandeln entsteht jeweils wieder eine eigene Version der Kopien. So sammeln sie ein Archiv an Bewegungen, das sie sich gegenseitig auf der Bühne, aber auch für die zuschauenden Kinder als Inspiration zur Verfügung stellen.
Claire Cunningham - „Thank you very much“ Dt. Erstaufführung
Wir öffnen den roten Vorhang und heißen Besucher*innen herzlich willkommen in der glitzernd-mysteriösen Welt der professionellen „Tribute Artists“, den Doubles von Elvis Presley bis Marilyn Monroe. Den Größten des Showbiz zollen sie Tribut, indem sie in ihre Haut schlüpfen und bis ins kleinste Detail Gestik, Mimik, Stimme und die Kostüme ihres Idols imitieren. Für einen Blick in diese Welt laden die schottische Choreografin Claire Cunningham und ihr internationales Ensemble aus renommierten Künstler*innen mit Behinderung auf einen Drink ins tanzhaus nrw ein. Denn in ihrer neuen Arbeit nutzt Claire Cunningham das Phänomen des Tribute Artists als Blaupause für Fragen rund um Imitation, Identität, Akzeptanz und die Herausforderung, man selbst zu sein.

„Thank you very much“ ist ein Abend, der sich aus den Erfahrungen des Ensembles speist. Durch die Brille der Doubles nimmt das Ensemble in funkelnden Kostümen den Mythos des idealen Körpers auseinander. Mit dem für Claire Cunningham typischen Humor und ihrer Authentizität hinterfragt sie gesellschaftliche Auffassungen von Normalität, wie zuletzt in ihren Stücken „The way you look (at me) tonight“ und „Guide Gods“.

Claire Cunningham, Factory Artist am tanzhaus nrw und Residenzkünstlerin bei The Place in London, ist multidisziplinäre Künstlerin und Performerin mit Lebensmittelpunkt in Glasgow. Ihre Arbeit ist von der Auseinandersetzung mit ihrer Körperlichkeit und dem Gebrauch ihrer Krücken geprägt. Indem sie deren ursprünglichen Zweck erweitert, schafft sie mit ihnen als Partner und Agent eine eigene Bewegungstechnik. Dabei versteht sie ihre Kunst, die ihrer Perspektive als Künstlerin mit Behinderung entstammt, immer auch als Aktivismus.
Claire Cunningham - „Thank you very much“ Dt. Erstaufführung
Wir öffnen den roten Vorhang und heißen Besucher*innen herzlich willkommen in der glitzernd-mysteriösen Welt der professionellen „Tribute Artists“, den Doubles von Elvis Presley bis Marilyn Monroe. Den Größten des Showbiz zollen sie Tribut, indem sie in ihre Haut schlüpfen und bis ins kleinste Detail Gestik, Mimik, Stimme und die Kostüme ihres Idols imitieren. Für einen Blick in diese Welt laden die schottische Choreografin Claire Cunningham und ihr internationales Ensemble aus renommierten Künstler*innen mit Behinderung auf einen Drink ins tanzhaus nrw ein. Denn in ihrer neuen Arbeit nutzt Claire Cunningham das Phänomen des Tribute Artists als Blaupause für Fragen rund um Imitation, Identität, Akzeptanz und die Herausforderung, man selbst zu sein.

„Thank you very much“ ist ein Abend, der sich aus den Erfahrungen des Ensembles speist. Durch die Brille der Doubles nimmt das Ensemble in funkelnden Kostümen den Mythos des idealen Körpers auseinander. Mit dem für Claire Cunningham typischen Humor und ihrer Authentizität hinterfragt sie gesellschaftliche Auffassungen von Normalität, wie zuletzt in ihren Stücken „The way you look (at me) tonight“ und „Guide Gods“.

Claire Cunningham, Factory Artist am tanzhaus nrw und Residenzkünstlerin bei The Place in London, ist multidisziplinäre Künstlerin und Performerin mit Lebensmittelpunkt in Glasgow. Ihre Arbeit ist von der Auseinandersetzung mit ihrer Körperlichkeit und dem Gebrauch ihrer Krücken geprägt. Indem sie deren ursprünglichen Zweck erweitert, schafft sie mit ihnen als Partner und Agent eine eigene Bewegungstechnik. Dabei versteht sie ihre Kunst, die ihrer Perspektive als Künstlerin mit Behinderung entstammt, immer auch als Aktivismus.
Claire Cunningham - „Thank you very much“ Dt. Erstaufführung
Wir öffnen den roten Vorhang und heißen Besucher*innen herzlich willkommen in der glitzernd-mysteriösen Welt der professionellen „Tribute Artists“, den Doubles von Elvis Presley bis Marilyn Monroe. Den Größten des Showbiz zollen sie Tribut, indem sie in ihre Haut schlüpfen und bis ins kleinste Detail Gestik, Mimik, Stimme und die Kostüme ihres Idols imitieren. Für einen Blick in diese Welt laden die schottische Choreografin Claire Cunningham und ihr internationales Ensemble aus renommierten Künstler*innen mit Behinderung auf einen Drink ins tanzhaus nrw ein. Denn in ihrer neuen Arbeit nutzt Claire Cunningham das Phänomen des Tribute Artists als Blaupause für Fragen rund um Imitation, Identität, Akzeptanz und die Herausforderung, man selbst zu sein.

„Thank you very much“ ist ein Abend, der sich aus den Erfahrungen des Ensembles speist. Durch die Brille der Doubles nimmt das Ensemble in funkelnden Kostümen den Mythos des idealen Körpers auseinander. Mit dem für Claire Cunningham typischen Humor und ihrer Authentizität hinterfragt sie gesellschaftliche Auffassungen von Normalität, wie zuletzt in ihren Stücken „The way you look (at me) tonight“ und „Guide Gods“.

Claire Cunningham, Factory Artist am tanzhaus nrw und Residenzkünstlerin bei The Place in London, ist multidisziplinäre Künstlerin und Performerin mit Lebensmittelpunkt in Glasgow. Ihre Arbeit ist von der Auseinandersetzung mit ihrer Körperlichkeit und dem Gebrauch ihrer Krücken geprägt. Indem sie deren ursprünglichen Zweck erweitert, schafft sie mit ihnen als Partner und Agent eine eigene Bewegungstechnik. Dabei versteht sie ihre Kunst, die ihrer Perspektive als Künstlerin mit Behinderung entstammt, immer auch als Aktivismus.
Anna Till & Katia Manjate - „Life in Numbers“
Ein Blick in die Statistik verrät: dein Geburtsdatum, das Geld auf deinem Konto, die Anzahl deiner Kinder, die Einwohner*innen deiner Stadt, wie oft du am Tag telefonierst, wie viel Zeit du schlafend verbringst, wie viele Freund*innen und Verwandten du hast, den Preis von Butter, die Größe deines Hauses, wie viele Tage im Jahr du in der Kirche verbringst undundund. Die aus Maputo, Hauptstadt von Mosambik, stammende Choreografin Katia Manjate und die Dresdner Choreografin Anna Till haben sich für ihre neue Arbeit intensiv mit Statistik befasst: Für einen Laib Brot zahlen sie 52 Meticais oder 3 Euro, Katia wird 62,3 Jahre alt, Anna 83,5. Sie sind 1,68 Meter und 1,54 Meter groß. Katia bekommt 5,24 Kinder, Anna 1,5. Sie haben ein monatliches Einkommen von 31 Euro oder 3.224 Euro, Katia sieht 7,7 Stunden am Tag die Sonne, Anna 4,6 Stunden. In etwa, im Durchschnitt, statistisch gesehen.

„Life in Numbers“ ist die erste gemeinsame Arbeit von Katia Manjate und Anna Till. Ausgangspunkt ihrer Begegnung sind ihre Lebensrealitäten: Alter, Geschlecht und Beruf sind gleich – die Bedingungen, unter denen sie leben und arbeiten, unterscheiden sich jedoch sehr. „Life in Numbers“, begleitet durch Live-Musik von Jorge Domingos und Johannes Till, fragt nach der Relevanz und den Effekten statistischer Vergleiche. Was erzählen Zahlen über uns und die Welt, in der wir leben? Auf welcher Grundlage kann man zwei Lebensrealitäten vergleichen?
Anna Till & Katia Manjate - „Life in Numbers“
Ein Blick in die Statistik verrät: dein Geburtsdatum, das Geld auf deinem Konto, die Anzahl deiner Kinder, die Einwohner*innen deiner Stadt, wie oft du am Tag telefonierst, wie viel Zeit du schlafend verbringst, wie viele Freund*innen und Verwandten du hast, den Preis von Butter, die Größe deines Hauses, wie viele Tage im Jahr du in der Kirche verbringst undundund. Die aus Maputo, Hauptstadt von Mosambik, stammende Choreografin Katia Manjate und die Dresdner Choreografin Anna Till haben sich für ihre neue Arbeit intensiv mit Statistik befasst: Für einen Laib Brot zahlen sie 52 Meticais oder 3 Euro, Katia wird 62,3 Jahre alt, Anna 83,5. Sie sind 1,68 Meter und 1,54 Meter groß. Katia bekommt 5,24 Kinder, Anna 1,5. Sie haben ein monatliches Einkommen von 31 Euro oder 3.224 Euro, Katia sieht 7,7 Stunden am Tag die Sonne, Anna 4,6 Stunden. In etwa, im Durchschnitt, statistisch gesehen.

„Life in Numbers“ ist die erste gemeinsame Arbeit von Katia Manjate und Anna Till. Ausgangspunkt ihrer Begegnung sind ihre Lebensrealitäten: Alter, Geschlecht und Beruf sind gleich – die Bedingungen, unter denen sie leben und arbeiten, unterscheiden sich jedoch sehr. „Life in Numbers“, begleitet durch Live-Musik von Jorge Domingos und Johannes Till, fragt nach der Relevanz und den Effekten statistischer Vergleiche. Was erzählen Zahlen über uns und die Welt, in der wir leben? Auf welcher Grundlage kann man zwei Lebensrealitäten vergleichen?
Marlene Monteiro Freitas - „Bacchae – Prelude to a Purge“
Zu nichts weniger als einem Vorspiel fürs Fegefeuer lädt uns Marlene Monteiro Freitas gemeinsam mit den Bakchen ein – besser bekannt sind diese Frauen* als Mänaden oder Bacchantinnen, als Anhänger*innen Dionysos, die gemeinsam nichts auslassen, was Rausch und Freude bringen könnte. Mit acht Performer*innen und fünf Trompeter*innen entsinnt Marlene Monteiro Freitas eine Welt wie in Euripides’ Tragödie: Delirium, Irrationalität, Hysterie und Wahnsinn führen von der Illusion durch den Verlust der Sinne direkt zur Erleuchtung.

Zwischen Apollon und Dionysos stürzt sie sich in widerstreitende Energien, unvereinbare Elemente, zergliederte Körper, Auflösung der Gesetze und nimmt Glaubenssätze unter Beschuss. Nicht nur Referenzen auf die Mythologie, sondern auch Popkultur mischen das Geschehen auf. Mehr als bereitwillig dringt Marlene Monteiro Freitas, bewehrt mit Kostümen, Farben und Gerätschaften, wortwörtlich mit Pauken und Trompeten in die Tiefen der menschlichen Psyche vor, getrieben von Kräften jenseits der Vernunft.

Marlene Monteiro Freitas, geboren auf den Kapverden und mit Lebensmittelpunkt in Portugal, zieht das Publikum mit ihrer opulenten, bildgewaltigen und anspielungsreichen Sprache in den Bann. Mit grenzenloser Kreativität verbindet sie in ihren exzessiven und expressiven Arbeiten vielfältige, verstörende und humorvolle Elemente, die sich gleichsam zu einer spektakulären, sinnliche Eindrücke erzeugenden Maschinerie formieren. Zuletzt zeichnete sie die Biennale di Venezia mit einem Silbernen Löwen in der Kategorie „Tanz“ aus.
Marlene Monteiro Freitas - „Bacchae – Prelude to a Purge“
Zu nichts weniger als einem Vorspiel fürs Fegefeuer lädt uns Marlene Monteiro Freitas gemeinsam mit den Bakchen ein – besser bekannt sind diese Frauen* als Mänaden oder Bacchantinnen, als Anhänger*innen Dionysos, die gemeinsam nichts auslassen, was Rausch und Freude bringen könnte. Mit acht Performer*innen und fünf Trompeter*innen entsinnt Marlene Monteiro Freitas eine Welt wie in Euripides’ Tragödie: Delirium, Irrationalität, Hysterie und Wahnsinn führen von der Illusion durch den Verlust der Sinne direkt zur Erleuchtung.

Zwischen Apollon und Dionysos stürzt sie sich in widerstreitende Energien, unvereinbare Elemente, zergliederte Körper, Auflösung der Gesetze und nimmt Glaubenssätze unter Beschuss. Nicht nur Referenzen auf die Mythologie, sondern auch Popkultur mischen das Geschehen auf. Mehr als bereitwillig dringt Marlene Monteiro Freitas, bewehrt mit Kostümen, Farben und Gerätschaften, wortwörtlich mit Pauken und Trompeten in die Tiefen der menschlichen Psyche vor, getrieben von Kräften jenseits der Vernunft.

Marlene Monteiro Freitas, geboren auf den Kapverden und mit Lebensmittelpunkt in Portugal, zieht das Publikum mit ihrer opulenten, bildgewaltigen und anspielungsreichen Sprache in den Bann. Mit grenzenloser Kreativität verbindet sie in ihren exzessiven und expressiven Arbeiten vielfältige, verstörende und humorvolle Elemente, die sich gleichsam zu einer spektakulären, sinnliche Eindrücke erzeugenden Maschinerie formieren. Zuletzt zeichnete sie die Biennale di Venezia mit einem Silbernen Löwen in der Kategorie „Tanz“ aus.
Via Katlehong / Gregory Maqoma - „Via Kanana“
Tanz als Instrument des Widerstands – so sieht die südafrikanische Kompanie Via Katlehong ihre Mission. Sie ist benannt nach einem Township bei Johannesburg, gelegen in einer jener benachteiligten Gegenden, in denen die südafrikanische Widerstandskultur geboren wurde. Ohne zu beschönigen, zeichnet die 1992 gegründete Kompanie das Bild einer Post-Apartheid-Gesellschaft, geprägt von Korruption, Enttäuschungen aber auch Hoffnung. Arbeitslosigkeit und Kriminalität begegnet sie mit Tanz. Ausdruck ihres Protests ist der „Pantsula“, der dynamische, mit Gummistiefeln vollzogene Tanzstil der ehemaligen Townships.

Das Stück „Via Kanana“ hat der südafrikanische Choreograf Gregory Maqoma in Zusammenarbeit mit Buru Mohlabane, künstlerischer Direktor des Ensembles, kreiert. Der Titel erinnert an ein gelobtes Land, das seine Versprechen nicht gehalten hat und uns dazu aufruft, weiterzusuchen.

Gregory Maqoma stammt aus Soweto, begann dort seine Tanzausbildung und erweiterte sie als Stipendiat bei P.A.R.T.S. – Performing Arts Research and Training Studios in Brüssel. 1999 gründete er, zunächst als freischaffende Kompanie, das Vuyani Dance Theatre – VDT in Johannesburg. Die international tourenden Produktionen verknüpfen, in Auseinandersetzung mit europäischen Pendants sowie mit panafrikanischer Tanz- und Musikkulturgeschichte, urbane Tanzstile und zeitgenössische Ästhetiken.
Via Katlehong / Gregory Maqoma - „Via Kanana“
Tanz als Instrument des Widerstands – so sieht die südafrikanische Kompanie Via Katlehong ihre Mission. Sie ist benannt nach einem Township bei Johannesburg, gelegen in einer jener benachteiligten Gegenden, in denen die südafrikanische Widerstandskultur geboren wurde. Ohne zu beschönigen, zeichnet die 1992 gegründete Kompanie das Bild einer Post-Apartheid-Gesellschaft, geprägt von Korruption, Enttäuschungen aber auch Hoffnung. Arbeitslosigkeit und Kriminalität begegnet sie mit Tanz. Ausdruck ihres Protests ist der „Pantsula“, der dynamische, mit Gummistiefeln vollzogene Tanzstil der ehemaligen Townships.

Das Stück „Via Kanana“ hat der südafrikanische Choreograf Gregory Maqoma in Zusammenarbeit mit Buru Mohlabane, künstlerischer Direktor des Ensembles, kreiert. Der Titel erinnert an ein gelobtes Land, das seine Versprechen nicht gehalten hat und uns dazu aufruft, weiterzusuchen.

Gregory Maqoma stammt aus Soweto, begann dort seine Tanzausbildung und erweiterte sie als Stipendiat bei P.A.R.T.S. – Performing Arts Research and Training Studios in Brüssel. 1999 gründete er, zunächst als freischaffende Kompanie, das Vuyani Dance Theatre – VDT in Johannesburg. Die international tourenden Produktionen verknüpfen, in Auseinandersetzung mit europäischen Pendants sowie mit panafrikanischer Tanz- und Musikkulturgeschichte, urbane Tanzstile und zeitgenössische Ästhetiken.