Endlich eröffnen sie nach einer Renovierungspause ihr Café wieder: Die beiden Kaffeesachsen Birgit Schaller und Rainer Bursche erzählen in einer vergnüglichen Geschichtsstunde, was das Münchner Oktoberfest und der Dollar mit Sachsen zu tun haben. Im Sachsencafé lernen die Zuschauer aus den westlichen Bruderländern und den ostdeutschen Provinzen, warum die Sachsen nicht nur gemietlich und heemdiggsch sind und wo sie herkommen und wo sie hinwollen oder nicht wissen, was sie wollen und dass es möglich ist, sie zu lieben.

Buch: Wolfgang Schaller / Musik: Thomas Wand

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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Freibier wird teurer (Pasewalk)
Freibier wird teurer
Eine irrsinnige Politshow von Wolfgang Schaller – kluge Gesellschaftskritik mit musikalischen Höhenflügen (DNN)

Birgit Schaller, Hannes Sell und Jürgen Stegmann versuchen, Sinn und Unsinn in einer aus den Fugen geratenen Welt zusammenzufügen. Das Showtrio spielt, singt und tanzt sich in die Herzen der Zuschauer in einem bissigen Zeitspektakel, für das Wolfgang Schaller als Autor verantwortlich zeichnet, der mit Matthias Nagatis auch Regie führte. Birgit Schaller beschert laut Jahresrückblick der SäZ dem Kabarett „eine Sternstunde". Musikchef Jens Wagner an den Tasten und Volker Fiebig am Schlagwerk und der Geige beweisen, dass die Musikalität ein Markenzeichen der Herkuleskeule ist. „Wenn es politisches Kabarett gibt, dann hier.“(Gästebuch).
Regie: Wolfgang Schaller, Mitarbeit Matthias Nagatis
Texte von Wolfgang Schaller
Textmitarbeit HG Pölitz, Dietmar Jacobs, Christian Ehring

Presse
Thüringer Allgemeine
„Oft bissig, manchmal auch nachdenklich, so wie man es von Autor Wolfgang Schaller erwarten darf. Das war politisches Kabarett vom Feinsten.“
Dresdner Neuste Nachrichten
„Die mittlerweile 50.Produktion von Kabarett-Urgestein Wolfgang Schaller vereint einfach alles, was das kulturelle Herz begehrt, kluge Gesellschaftskritik, musikalische Höhenflüge, ein sehr gut aufgelegtes Ensemble und kreative Textideen, die ihresgleichen suchen.“
Sächsische Zeitung
„Die Keule denkt über die Zukunft nach, bissig, klug, ratlos, aber nicht hoffnungslos… Der junge Hannes Sell überrascht mit talentvollen musikalischen Einlagen: Extrabeifall gibt es für das gallige Nierenlied….„Arzgebirg, wie bist du schie“ heißt es beim bejubelten Gesang der Hutzenabendtruppe. Das Lachen im Saal will nicht enden.“
"Alarmstufe Blond" - Kabarett mit der Herkuleskeule Dresden
Sie stand schon mit Dieter Hildebrandt und Georg Schramm auf der Bühne, war in der ARD in Ladys Nights zu Gast: Blond, schrill und sexy dreht Birgit Schaller in ihrem zweiten Soloprogramm den Saal auf Alarmstufe und bewegt sich dabei spielend, singend und parodierend mühelos zwischen Diva und Vollzeitmutter. Mit raffiniert femininer Denkungsart und schnellem Witz nimmt sie ihr Publikum mit auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Den Herausforderungen der multimedial vernetzten Welt, dem Blabla der Politik rückt sie ebenso wie den Klischees des neudeutschen Spießertums mit Neugier und Offenheit auf den Leib. Zwischen lockeren Blondinen-Witzchen und messerscharfen Texten verwandelt sie sich in rasantem Tempo und schlüpft in die verschiedensten Figuren. Von der böhmisch „knedelden“ Ivetta in die krisengeschüttelte Flamencotänzerin, von der sächselnden Dame mit Hund in die rappende Opernsängerin bis hin zum TV-Sternchen Daniela Katzenberger und der alternden Marilyn Monroe – sie mischt jedes Milieu neu auf. Gemeinsam mit ihrem Pianisten Thomas Wand eilt sie mit der Reibeisenstimme einer Trude Herr zu Mozartschen Koloraturen und einer Rockröhre a la Christina Aquilera durch alle musikalischen Genres. Ob im Klagelied an „Mama“ nach Freddy Mercury, mit italienischem Schmelz als „Blondes Gift“ oder mit poetischen Tönen – Vollblutkabarettistin trifft auf Vollweib.

Einlass ab 16:00 Uhr
Sigrid Grajek - Claire Waldoff - Ich will aber gerade vom Leben singen (Gastspiel)
Sigrid Grajek:
Claire Waldoff - Ich will aber gerade vom Leben singen...
Musikkabarett
Am 22. Januar 1957 starb im Alter von 72 Jahren in Bad Reichenhall eine Frau namens Claire Waldoff nach ihrem zweiten Schlaganfall. Eigentlich hieß sie Klara Wortmann. Sie war am 21.10.1884 in Gelsenkirchen als Tochter eines ehemaligen Bergmanns und Schankwirts und seiner Gattin geboren. Sie hatte Ärztin werden wollen… Doch es kam alles anders. Sie entdeckte ihre Liebe zum Theater, änderte ihren Namen, landete beim Kabarett in Berlin – und dort schrieb sie Geschichte! Von 1907 bis 1935 war sie der Star auf den Brettern der großen Kabaretts und Varietés, ihre Lieder waren Gassenhauer und wurden auf der Straße gesungen.

Claire Waldoff hat wie keine andere den Ton getroffen, der die Menschen berührte, weil sie eben »gerade vom Leben singen wollte« – von den Sorgen und Nöten, von den Freuden und Verwicklungen, die das Leben so mit sich bringt. Sie war so ganz anders als die Chansonetten, Diseusen und Frauen ihrer Generation. Noch bevor das Zeitalter der »neuen Frau« ausgerufen wurde, nahm sie sich alle Freiheiten, die ihr in den Sinn kamen. Sie rauchte Pfeife und Zigarre, liebte Nordhäuser Korn, fluchte wie ein Müllkutscher und ihre Stimme war das, was man eine »echte Röhre« nennt. Heinrich Zille nannte sie Karl (»ein Kerl wie Samt und Seide«) und zog mit ihr durch die berüchtigten Kneipen im Norden und Osten von Berlin. Ihre große Liebe war Olly von Roeder, mit der sie 40 Jahre lang Tisch und Bett teilte.
Auf der Bühne stand sie mit Schlips und Kragen, was ihr Ärger mit dem Zensor einbrachte, der die Auffassung vertrat, dass Frauen im Herrenanzug nach 23 Uhr wegen Unsittlichkeit nichts mehr auf der Bühne zu suchen hätten. Weitaus unangenehmer waren allerdings die folgenden Jahre und ihre Auseinandersetzungen mit den faschistischen Machthabern…

Sigrid Grajek (auch als Comedy-Figur »Coco Lorès« bekannt) sieht in Claire Waldoff die »Urmutter aller Kabarettistinnen«. Entsprechend leidenschaftlich bringt die Schauspielerin die Lieder und das Leben der bemerkenswerten Diseuse auf die Bühne, indem sie in die Figur Claire Waldoff schlüpft, um diese singen, spielen und erzählen zu lassen, wie ihr der Schnabel gewachsen ist.

http://www.sigridgrajek.de

Dresden

02.03.2020
19:30 Uhr
Tickets
ab 22,45 €