Barbara Matijevic & Giuseppe Chico: Forecasting [Vorhersage]

Sonntag, 02.06.2019 um 18:00 Uhr



Tickets
ab 17,40 €




Performance | Neue Medien

Die Kroatin Barbara Matijevic und der Italiener Giuseppe Chico, die vor zwei Jahren mit „I’ve never done this before“ in Erlangen zu Gast waren, schließen mit „Forecasting“ ihre Trilogie „Theory of the performance to come or the only way to avoid the massacre is to become its authors?“ ab. „Forecasting“ spielt auf schwindelerregende und verblüffende Weise mit der Beziehung von Körper und digitaler Technologie und experimentiert mit neuen narrativen Formen. Inspiriert von der anonymen, leicht zugänglichen Erzählmaschinerie des Internets, manipuliert Matijevic auf der Bühne anhand eines Laptops eine Sammlung von Amateur-Videos. Geschickt und mit äußerster Präzision lässt sie ihre eigenen Bewegungen mit den Bildschirminhalten verschmelzen – die virtuelle zweidimensionale Bilderwelt wird zur natürlichen Ergänzung der menschlichen Gestalt und ein transhumanes Hybridwesen entsteht. Skurril, witzig und mitunter provokant werden in diesem intelligenten Science-Fiction-Abenteuer die Grenzen des menschlichen Körpers ausgelotet und die Möglichkeiten zur Erweiterung der physisch-materiellen Welt reflektiert.
„Ein wahnwitzig-unterhaltsamer Ritt durch die Paralleluniversen, irgendwo an der Schnittstelle von Realität und Virtualität, ein atemloser Lauf durch die Möglichkeiten, durch das, was sein könnte, war, sein wird.“ (www.stagescreen.wordpress.com)

Im Anschluss an die Vorstellung am 1. Juni um 19:30 Uhr in Erlangen findet ein Inszenierungsgespräch in englischer Sprache statt.

http://www.premierstratageme.net

Eine Produktion von 1er stratagème, De facto | In Koproduktion mit Kaaitheater (Brüssel), UOVO (Mailand) | Mit Unterstützung von DRAC Ile-de-France, Kultusministerium der Republik Kroatien, Stadt Zagreb, Französisches Institut Zagreb, Beaumarchais SACD Association (Paris), PACT Zollverein (Essen) | Künstlerresidenz: Caos / Festival Terni

Konzept: Giuseppe Chico, Barbara Matijevic | Performance: Barbara Matijevic | Video: Giuseppe Chico | Ton: Viktor Krasnic | Patch Max: Niccolo Gallio | Produktions- und Tourmanagement: Marion Gauvent

weitere Termine

Eva Meyer-Keller: Some Significance
Im Anschluss an die Vorstellung am 25. Mai findet ein Inszenierungsgespräch statt.

Performance | Objekttheater

Seit 2009 ist die Performance-Künstlerin Eva Meyer-Keller regelmäßig beim internationalen figuren.theater.festival in Erlangen zu Gast. Sie hat Kirschen auf alle nur erdenklichen Arten zu Tode kommen lassen („Death is Certain“, 2009), Naturkatastrophen gekocht („Cooking Catastrophes“, 2015) oder Gebrauchsgegenstände des Theaterbetriebs zum Tanzen gebracht („Pulling Strings“, 2013). 2019 ist sie außerdem eine der Künstlerinnen des Projekts „Elefanten in Erlangen – Eine Spurensuche“. Immer wieder lässt Eva Meyer-Keller in ihren Arbeiten Strukturen und Phänomene der Natur oder des Alltags auf choreografische Anordnungen treffen. Menschliche und nicht-menschliche Körper werden zu gleichberechtigten Akteuren und unbegreifliche Vorgänge – wie ein Tsunami oder eine Hinrichtungsmethode – werden greifbar gemacht, obwohl oder gerade weil das, was wir sehen, aus dem scheinbar harmlosen Arsenal von Haushalts- und Heimwerkerbedarf stammt.
Den Ausgangspunkt für ihre neue Arbeit „Some Significance“ bildet die Beschäftigung mit Modellen der Naturwissenschaften, insbesondere der Physik. Atome, Elektronen oder die DNA Doppelhelix – naturwissenschaftliche Modelle prägen, wie wir die Welt sehen. Sie besetzen die Grenze zwischen Wissen und Nicht-Wissen, Erkenntnis und Imagination. In „Some Significance“ wird die Bühne zum Modellbau-Atelier. Was am Ende die Form eines übersichtlichen Schaubildes annimmt, verweist auf etwas sehr Konkretes: die kleinteilige, aufwändige und oft mühselige Arbeit im Labor. Denn anders als das Modell ist das Experiment kein steriler, abstrakter Raum, sondern ein materieller Ort der Behauptung, der Erwartung und des Risikos.

In Koproduktion mit PACT Zollverein Essen und Sophiensæle Berlin | Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds | Ein Projekt im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

Konzept, Performance: Eva Meyer-Keller | Entwicklung: Sheena Mc Grandles, Tamara Saphir, Annegret Schalke | Dramaturgie, Text: Constanze Schellow | Wissenschaftliche Mitarbeit: Alexander Carmele | Musik: Rico Lee | Licht: Annegret Schalke | Technische Leitung: Björn Stegmann | Assistenz: Emilia Schlosser | Produktion: Alexandra Wellensiek | Tourmanagement: Ann-Christin Görtz

http://www.evamk.de

Erlangen

24.05.2019
21:00 Uhr
Tickets
ab 19,60 €
Chloé Moglia / Rhizome: La Spire [Die Windung]
Nouveau Cirque | ca. 40 min | ohne Sprache

Die Hektik des Alltags: Menschengedränge, Autohupen, Straßenlärm und mittendrin schwebende, fast schwerelose Akrobatinnen. Die französische Künstlerin und Gründerin der Compagnie „Rhizome“, Chloé Moglia, ist bekannt für ihre entschleunigten Arbeiten mit artistischen Mitteln. Dafür konzipierte sie in den letzten Jahren vermehrt Stücke für den öffentlichen Raum, die eine Nähe zu den Zuschauenden schaffen. Sie will das Publikum einladen, das Geschehene und die Umgebung haarscharf zu beobachten und sich von der athletischen Akrobatik am Trapez verzaubern zu lassen. Ihre Stücke „Rhizikon“ und „Opus Corpus“ waren 2015 beim internationalen figuren.theater.festival zu sehen.
Auch in ihrem neuesten Werk „La Spire“ zeigen die Artistinnen diese leise Form der Akrobatik, die auf einer Stahlkonstruktion aus drei aufeinanderfolgenden Schlaufen mit sieben Metern Durchmesser aufgeführt wird. So entsteht ein Raum, der zum Träumen einlädt, der Leichtigkeit und Präzision kombiniert und der neue Perspektiven zur Wahrnehmung der Umgebung eröffnet. Chloé Moglia entwarf ihre Stahlkonstruktion als eine Art „Struktur-Skulptur“, monumental und schwerelos zugleich. Analog dazu kombinieren die in ihr (inter-)agierenden Akrobatinnen ungeheure Kraft und Ausdauer mit Behutsamkeit und Sensibilität. Unterlegt mit einem Klangteppich entsteht eine Atmosphäre aus Fühlen und Denken, aus Träumen und Wach-Sein.

http://www.rhizome-web.com

In Koproduktion mit CCN2 Grenoble mit le Pacifique / Centre chorégraphique national de Grenoble, Théâtre de l’Agora, Scène nationale d’Evry et de l’Essonne, Festival Scènes de Rues in Mulhouse, Plateforme 2 pôles cirque en Normandie – Cirque-Théâtre d’Elbeuf, Théâtre du Fil de l’eau in Pantin mit Unterstützung des Conseil Départemental de Seine Saint-Denis, La Maison de la Musique Nanterre, Espace Malraux – scène nationale de Chambéry et de la Savoie | Mit Hilfe von Atelier 231, Centre National des Arts de la Rue in Sotteville-lès-Rouen, Plateforme 2 pôles cirque en Normandie – La Brèche à Cherbourg, Festival Scènes de Rues in Mulhouse, Le Parapluie (Centre International de Création Artistique) – Aurillac | Mit Unterstützung von Le Citron Jaune, Centre National des Arts de la Rue

Künstlerische Leitung, Bühnenbild: Chloé Moglia | Darstellerinnen: Mathilde Arsenault-Van Volsem, Fanny Austry, Anna Le Bozec, Mélusine Lavinet Drouet, Noémie Bouissou, Océane Pelpel, Chloé Moglia | Musik: Marielle Chatain | Technik: Eric Noël, Silvain Ohl | Bühnenmanager: Loïc Jouanjan | Tondesign: Gilles Olivesi | Tontechnik: Gilles Olivesi, Laurent Guigonnet | Licht: Coralie Pacreau | Kostüme: Myriam Rault | Verwaltung: Le Quartz, Scène Nationale de Brest

Eintritt frei!

Erlangen

24.05.2019
16:00 Uhr
Tickets
Theater Kuckucksheim (D)
Foto: Frederik Seeberger
http://www.figurentheaterfestival.de

Puppentheater | Figurentheater | Schauspiel ca. 90 min
Text: Helmut Haberkamm | Spiel: Benjamin Seeberger, Stefan Kügel, Nando Seeberger | Regie: Dietmar Staskowiak | Musik: Dietmar Staskowiak, Winni Wittkopp, Band „Schleuse“ | Bühne: Benjamin Seeberger und Team | Puppen: Frauke Lehmann Hössle | Filmtechnik: Frederik Seeberger und Team

Premiere
Ein Vater und seine beiden Söhne treffen sich regelmäßig in ihrem Partykeller, den sie zu einem Western-Saloon umgestaltet haben. Dort verkleiden sie sich und spielen Cowboy und Indianer, mit liebevoll hergestellten Requisiten in der Hand, den klassischen Filmen im Kopf und untermalt mit vielen bekannten Rocksongs.
Ein Mann wird überfallen und schwer verwundet. Seine Söhne befürchten das Schlimmste, der Doktor weiß nur noch eine Rettung: ein geheimnisvolles Heilmittel der Schoschonen. Also macht sich der erste Sohn, Jack, auf den Weg, die Medizin zu beschaffen. Da er nicht heimkehrt, bricht auch der zweite Sohn, Johnny, auf, um den Vater zu retten und den Bruder zu finden. Ein Totengräber und ein Geier erweisen sich als hilfreiche Geister. Als Johnny die Häuptlingstochter aus größter Gefahr retten kann, schenkt man ihm zum Dank die Medizin für den todkranken Vater. Auf dem Rückweg trifft Johnny auf seinen Bruder, doch die Rückkehr wird zum Alptraum.
Das Theater Kuckucksheim aus Heppstädt feiert mit seinem neuen Stück „Glopf an die Himmelsdür“ Premiere auf dem internationalen figuren.theater.festival. Das mit viel Witz und Ironie inszenierte Schauspiel mit Handpuppen und Tischfiguren, die gefilmt und projiziert werden, basiert auf Western-Zitaten sowie dem Märchen „Das Wasser des Lebens“ der Brüder Grimm. Die von Winni Wittkopp, Dietmar Staskowiak und der Band „Schleuse“ live gespielten Rock-Klassiker wurden von Helmut Haberkamm ins Fränkische übertragen.
Die Zusammenarbeit des Schriftstellers und Erlanger Kulturpreisträgers mit dem Theater Kuckucksheim hat in der Vergangenheit schon einige Kultstücke hervorgebracht, unter anderem die legendäre Produktion „No Woman, No Cry – Ka Weiber, ka Gschrei“.

http://www.kuckucksheim.de

Fürth

24.05.2019
19:30 Uhr
Tickets
ab 18,60 €
TJP Strasbourg / Renaud Herbin: At the Still Point of the Turning World
Figurentheater | Tanz

Deutsche Erstaufführung

„At the still point of the turning world. Neither flesh nor fleshless; Neither from nor towards; at the still point, there the dance is.“
Inspiriert durch diesen Vers von T. S. Eliot kreierte Renaud Herbin ein Stück, das sich in einer Begegnung von Puppentheater und Tanz verortet. Zahlreiche kleine Figuren hängen in Beutel verpackt an unzähligen Fäden. Sie bilden eine Masse, eine kompakte Gemeinschaft, eine Landschaft der Materie. In Interaktion mit der Tänzerin Julie Nioche und den Puppenspielern oszilliert diese Einheit zwischen Leblosigkeit und Bewegung und erfüllt den Raum mit assoziativen und poetischen Bilderwelten. Material und Körper bewegen sich gegenseitig und lassen die Grenzen verschwimmen, ohne erkennen zu geben, wer den Bewegungsimpuls des jeweils anderen auslöst. So vermischen sich die Akteure, sie erscheinen, kommen zusammen, brechen wieder auseinander oder erweitern sich gegenseitig – mit der Bewegung auf der Bühne entsteht eine spürbare Energie. Das Publikum wird mitgenommen auf eine Suche nach dem Sinn der Existenz, deren Fragilität, und dem Atem, der sie belebt. Untermalt wird die visuelle Ebene dabei durch die musikalische Arbeit von Sir Alice. Die Geräusche der Figuren und Darsteller werden live auf der Bühne mit Klang- und Gesangsfragmenten begleitet und wachsen im Einklang miteinander zu einer harmonischen Soundkulisse.
Renaud Herbin studierte an der École Nationale Supérieure des Arts de la Marionnette in Charleville-Mézières. Seit 2012 ist er Intendant des TJP Strasbourg, wo er eine eigene visuelle Bühnensprache erarbeitet und das sich seither zu einer der wichtigsten Produktionsstätten für zeitgenössisches Figurentheater in Europa entwickelt hat. Renaud Herbin zählt zu den regelmäßigen Gästen des Festivals und war 2017 mit „Mileu” und „WAX“ in Erlangen.
Die Tänzerin und Choreografin Julie Nioche absolvierte ihre Ausbildung am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris. Sie arbeitet auch als Psychologin und Osteopathin und verarbeitet in ihren einfühlsamen Choreografien oft ihre Erfahrungen aus therapeutischen Workshops.

Eine Koproduktion mit dem Puppentheater Ljubljana, Maison de la Culture d’Amiens – Pôle européen de création et de production, Théâtre de Sartrouville et des Yvelines – Centre dramatique national

Konzept: Renaud Herbin in Zusammenarbeit mit Julie Nioche, Sir Alice und Aïtor Sanz Juanes |Puppenspieler: Renaud Herbin, Aïtor Sanz Juanes | Tänzerin: Julie Nioche | Musik: Sir Alice | Bühnengestaltung: Mathias Baudry | Puppenbau: Paulo Duarte | Konstruktion: Christian Rachner | Licht: Fanny Bruschi | Bühnenmanagement: Thomas Fehr | Tourmanagement: Olivier Fauvel

http://www.tjp-strasbourg.com

z.Zt. keine Tickets verfügbar | Restkarten ggfs. an der Abendkasse

Erlangen

24.05.2019
19:30 Uhr
Tickets
ab 7,50 €
Kurt Hentschläger: SOL
Installation | Neue Medien

Mit „FEED“ sorgte Kurt Hentschläger bereits im Rahmen des internationalen figuren.theater.festivals 2009 in Erlangen für Furore, als er mithilfe von Nebelwänden Lichtarchitekturen kreierte, die das Publikum in einen Zustand absoluter Orientierungslosigkeit versetzte und zugleich in eine rauschhaft, elektrisierende Lichterwelt eintauchen ließ. Auch seine aktuelle installativ immersive Arbeit „SOL“ spielt mit der eigenen Wahrnehmung, indem der Betrachter, geradezu jeglichen Zeitgefühls enthoben, in ein radikales schwarzes Nichts entführt wird. In der absoluten Dunkelheit in den Tiefen des Erlanger Burgbergs werden die Zuschauerinnen und Zuschauer wechselnden Lichterruptionen ausgesetzt, die intensive Nachbilder auf der Netzhaut auslösen und zu einer individuellen, sinnlichen Bild- und Körpererfahrung führen. Im Wechsel der Stimulationen durch Licht- und Klangimpulse konfrontiert die Installation die Besucherinnen und Besucher mit ihrem individuellen Körperempfinden und überraschenden Wahrnehmungsverschiebungen. In der Auflösung von Zeit und Raum wird die Entgrenzung des unmittelbaren Gegenwartsbezugs zelebriert und der Betrachter ganz und gar auf sich selbst zurückgeworfen.
Der in Linz geborene und aktuell in New York lebende Künstler Kurt Hentschläger erlangte internationale Bekanntheit durch seine Arbeiten in dem Duo „Granular Synthesis“ mit Ulf Langheinrich und zählt seither zu den Pionieren der audiovisuellen Medien. Seine Arbeiten wurden vielfach ausgestellt – u. a. bei der Biennale in Venedig sowie im PS1 New York, Creative Time New York, MAC – Musée d’Art Contemporain Montréal, MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst, ZKM Karlsruhe, National Museum of China in Beijing, National Museum for Contemporary Art in Seoul oder im ICC Tokio.

Die Dauer des Aufenthaltes in der Installation ist frei wählbar und unterliegt keinen Vorgaben durch den Veranstalter.

http://www.kurthentschlager.com


In Koproduktion mit OK – Center for Contemporary Art, Linz, Österreich und CTM Festival Berlin

Konzept und Design: Kurt Hentschläger | Kuration: Isabelle Meiffert | Management: Richard Castelli – Epidemic | Produktionsassistenz Chicago, USA: Pablo Monterrubio Benet, Yan Zhou | Technische Leitung: Alexander Boehmler | Dank an Martin Sturm, Genoveva Ruckert, Oliver Bauherrn, Remco Schuurbiers, Detlev Pusch, Claire Dugot, Chara Skiadelli, Florence Berthaud

Erlangen

24.05.2019
16:00 Uhr
Tickets
ab 14,10 €
Eva Meyer-Keller: Some Significance
Im Anschluss an die Vorstellung am 25. Mai findet ein Inszenierungsgespräch statt.

Performance | Objekttheater

Seit 2009 ist die Performance-Künstlerin Eva Meyer-Keller regelmäßig beim internationalen figuren.theater.festival in Erlangen zu Gast. Sie hat Kirschen auf alle nur erdenklichen Arten zu Tode kommen lassen („Death is Certain“, 2009), Naturkatastrophen gekocht („Cooking Catastrophes“, 2015) oder Gebrauchsgegenstände des Theaterbetriebs zum Tanzen gebracht („Pulling Strings“, 2013). 2019 ist sie außerdem eine der Künstlerinnen des Projekts „Elefanten in Erlangen – Eine Spurensuche“. Immer wieder lässt Eva Meyer-Keller in ihren Arbeiten Strukturen und Phänomene der Natur oder des Alltags auf choreografische Anordnungen treffen. Menschliche und nicht-menschliche Körper werden zu gleichberechtigten Akteuren und unbegreifliche Vorgänge – wie ein Tsunami oder eine Hinrichtungsmethode – werden greifbar gemacht, obwohl oder gerade weil das, was wir sehen, aus dem scheinbar harmlosen Arsenal von Haushalts- und Heimwerkerbedarf stammt.
Den Ausgangspunkt für ihre neue Arbeit „Some Significance“ bildet die Beschäftigung mit Modellen der Naturwissenschaften, insbesondere der Physik. Atome, Elektronen oder die DNA Doppelhelix – naturwissenschaftliche Modelle prägen, wie wir die Welt sehen. Sie besetzen die Grenze zwischen Wissen und Nicht-Wissen, Erkenntnis und Imagination. In „Some Significance“ wird die Bühne zum Modellbau-Atelier. Was am Ende die Form eines übersichtlichen Schaubildes annimmt, verweist auf etwas sehr Konkretes: die kleinteilige, aufwändige und oft mühselige Arbeit im Labor. Denn anders als das Modell ist das Experiment kein steriler, abstrakter Raum, sondern ein materieller Ort der Behauptung, der Erwartung und des Risikos.

In Koproduktion mit PACT Zollverein Essen und Sophiensæle Berlin | Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds | Ein Projekt im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

Konzept, Performance: Eva Meyer-Keller | Entwicklung: Sheena Mc Grandles, Tamara Saphir, Annegret Schalke | Dramaturgie, Text: Constanze Schellow | Wissenschaftliche Mitarbeit: Alexander Carmele | Musik: Rico Lee | Licht: Annegret Schalke | Technische Leitung: Björn Stegmann | Assistenz: Emilia Schlosser | Produktion: Alexandra Wellensiek | Tourmanagement: Ann-Christin Görtz

http://www.evamk.de

Erlangen

25.05.2019
17:00 Uhr
Tickets
ab 19,60 €
CCN2-centre chorégraphique national de Grenoble: Dialogue
Tanz | Nouveau Cirque | ca. 15 min | ohne Sprache

Deutsche Erstaufführung

Eine Fläche schwebt über dem Boden, darauf ein Tisch und zwei Stühle. Eine Tänzerin und ein Tänzer versuchen zusammenzufinden. Aber schon das Betreten der Fläche scheint ein Ding der Unmöglichkeit. Zu labil ist das Gleichgewicht. Jede Bewegung, sei sie auch noch so klein, jede Regung, vielleicht sogar jeder Blickwechsel, lassen den Boden wanken. Tisch und Stuhl sind unerreichbar, der Absturz unausweichlich. Mit minimaler Aktion gelingt es dem französischen Star-Choreografen Yoann Bourgeois maximale Wirkung zu erzielen und mit den Mitteln des Tanzes und des Nouveau Cirque Bilder von existenzieller Tiefe zu schaffen.

Schwerkraft und Schwerelosigkeit sind bestimmende Themen im Werk von Yoann Bourgeois. Er begann seine Laufbahn an der Schule des Cirque Plum, studierte am Centre National de la Danse Contemporaine in Angers und am Centre National des Arts du Cirque in Châlons-en-Champagne und war anschließend Mitglied im Ensemble des berühmten Choreografen Maguy Marin. In seiner eigenen, vor knapp zehn Jahren in Grenoble gegründeten Compagnie, vereint er Künstlerinnen und Künstler unterschiedlicher Disziplinen und lotet mit ihnen die Grenzen zwischen Tanz und Zirkus aus. Neben großen, spektakulären Inszenierungen, die weltweit auf Tanzfestivals gezeigt werden, arbeitet er immer wieder an kleinen Etüden, die den öffentlichen Raum zur Bühne machen. Das Spiel mit dem Schwindel und dem Schein ist in allen seinen Arbeiten präsent, die im Taumel die ewige Dimension der Vergänglichkeit spürbar machen. Seit 2016 ist Yoann Bourgeois zusammen mit Rachid Ouramdane Künstlerischer Leiter des CCN2-centre chorégraphique national de Grenoble.

http://www.ccn2.fr

In Koproduktion mit Compagnie Yoann Bourgeois, MCB Maison de la Culture de Bourges, Théâtre National de Bretagne/Rennes, Théâtre de la Ville/Paris, CAPI-Théâtre du Vellein | Mit Unterstützung von Fondation BNP Paribas | Gefördert durch Drac Auvergne-Rhône-Alpes/Ministère de la Culture et de la Communication, Grenoble-Alpes Métropole, Département de l’Isère, Région Auvergne-Rhône-Alpes, Institut Français

Konzept, Szenografie, Inszenierung: Yoann Bourgeois | Performance: Estelle Clément-Béalem, Raphaël Defour | Kostüme: Sigolène Petey | Bühnenkonstruktion: David Hanse, Nicolas Picot (C3 Sud Est), Christophe Rayaume | Bühnenmanagement: Nicolas Anastassiou

Eintritt frei!

Erlangen

25.05.2019
16:00 Uhr
Tickets
CCN2-centre chorégraphique national de Grenoble: Dialogue
Tanz | Nouveau Cirque | ca. 15 min | ohne Sprache

Deutsche Erstaufführung

Eine Fläche schwebt über dem Boden, darauf ein Tisch und zwei Stühle. Eine Tänzerin und ein Tänzer versuchen zusammenzufinden. Aber schon das Betreten der Fläche scheint ein Ding der Unmöglichkeit. Zu labil ist das Gleichgewicht. Jede Bewegung, sei sie auch noch so klein, jede Regung, vielleicht sogar jeder Blickwechsel, lassen den Boden wanken. Tisch und Stuhl sind unerreichbar, der Absturz unausweichlich. Mit minimaler Aktion gelingt es dem französischen Star-Choreografen Yoann Bourgeois maximale Wirkung zu erzielen und mit den Mitteln des Tanzes und des Nouveau Cirque Bilder von existenzieller Tiefe zu schaffen.

Schwerkraft und Schwerelosigkeit sind bestimmende Themen im Werk von Yoann Bourgeois. Er begann seine Laufbahn an der Schule des Cirque Plum, studierte am Centre National de la Danse Contemporaine in Angers und am Centre National des Arts du Cirque in Châlons-en-Champagne und war anschließend Mitglied im Ensemble des berühmten Choreografen Maguy Marin. In seiner eigenen, vor knapp zehn Jahren in Grenoble gegründeten Compagnie, vereint er Künstlerinnen und Künstler unterschiedlicher Disziplinen und lotet mit ihnen die Grenzen zwischen Tanz und Zirkus aus. Neben großen, spektakulären Inszenierungen, die weltweit auf Tanzfestivals gezeigt werden, arbeitet er immer wieder an kleinen Etüden, die den öffentlichen Raum zur Bühne machen. Das Spiel mit dem Schwindel und dem Schein ist in allen seinen Arbeiten präsent, die im Taumel die ewige Dimension der Vergänglichkeit spürbar machen. Seit 2016 ist Yoann Bourgeois zusammen mit Rachid Ouramdane Künstlerischer Leiter des CCN2-centre chorégraphique national de Grenoble.

http://www.ccn2.fr

In Koproduktion mit Compagnie Yoann Bourgeois, MCB Maison de la Culture de Bourges, Théâtre National de Bretagne/Rennes, Théâtre de la Ville/Paris, CAPI-Théâtre du Vellein | Mit Unterstützung von Fondation BNP Paribas | Gefördert durch Drac Auvergne-Rhône-Alpes/Ministère de la Culture et de la Communication, Grenoble-Alpes Métropole, Département de l’Isère, Région Auvergne-Rhône-Alpes, Institut Français

Konzept, Szenografie, Inszenierung: Yoann Bourgeois | Performance: Estelle Clément-Béalem, Raphaël Defour | Kostüme: Sigolène Petey | Bühnenkonstruktion: David Hanse, Nicolas Picot (C3 Sud Est), Christophe Rayaume | Bühnenmanagement: Nicolas Anastassiou

Eintritt frei!

Erlangen

25.05.2019
18:00 Uhr
Tickets
CCN2-centre chorégraphique national de Grenoble: Dialogue
Tanz | Nouveau Cirque | ca. 15 min | ohne Sprache

Deutsche Erstaufführung

Eine Fläche schwebt über dem Boden, darauf ein Tisch und zwei Stühle. Eine Tänzerin und ein Tänzer versuchen zusammenzufinden. Aber schon das Betreten der Fläche scheint ein Ding der Unmöglichkeit. Zu labil ist das Gleichgewicht. Jede Bewegung, sei sie auch noch so klein, jede Regung, vielleicht sogar jeder Blickwechsel, lassen den Boden wanken. Tisch und Stuhl sind unerreichbar, der Absturz unausweichlich. Mit minimaler Aktion gelingt es dem französischen Star-Choreografen Yoann Bourgeois maximale Wirkung zu erzielen und mit den Mitteln des Tanzes und des Nouveau Cirque Bilder von existenzieller Tiefe zu schaffen.

Schwerkraft und Schwerelosigkeit sind bestimmende Themen im Werk von Yoann Bourgeois. Er begann seine Laufbahn an der Schule des Cirque Plum, studierte am Centre National de la Danse Contemporaine in Angers und am Centre National des Arts du Cirque in Châlons-en-Champagne und war anschließend Mitglied im Ensemble des berühmten Choreografen Maguy Marin. In seiner eigenen, vor knapp zehn Jahren in Grenoble gegründeten Compagnie, vereint er Künstlerinnen und Künstler unterschiedlicher Disziplinen und lotet mit ihnen die Grenzen zwischen Tanz und Zirkus aus. Neben großen, spektakulären Inszenierungen, die weltweit auf Tanzfestivals gezeigt werden, arbeitet er immer wieder an kleinen Etüden, die den öffentlichen Raum zur Bühne machen. Das Spiel mit dem Schwindel und dem Schein ist in allen seinen Arbeiten präsent, die im Taumel die ewige Dimension der Vergänglichkeit spürbar machen. Seit 2016 ist Yoann Bourgeois zusammen mit Rachid Ouramdane Künstlerischer Leiter des CCN2-centre chorégraphique national de Grenoble.

http://www.ccn2.fr

In Koproduktion mit Compagnie Yoann Bourgeois, MCB Maison de la Culture de Bourges, Théâtre National de Bretagne/Rennes, Théâtre de la Ville/Paris, CAPI-Théâtre du Vellein | Mit Unterstützung von Fondation BNP Paribas | Gefördert durch Drac Auvergne-Rhône-Alpes/Ministère de la Culture et de la Communication, Grenoble-Alpes Métropole, Département de l’Isère, Région Auvergne-Rhône-Alpes, Institut Français

Konzept, Szenografie, Inszenierung: Yoann Bourgeois | Performance: Estelle Clément-Béalem, Raphaël Defour | Kostüme: Sigolène Petey | Bühnenkonstruktion: David Hanse, Nicolas Picot (C3 Sud Est), Christophe Rayaume | Bühnenmanagement: Nicolas Anastassiou

Eintritt frei!

Erlangen

25.05.2019
20:00 Uhr
Tickets
CCN2-centre chorégraphique national de Grenoble: Dialogue
Tanz | Nouveau Cirque | ca. 15 min | ohne Sprache

Deutsche Erstaufführung

Eine Fläche schwebt über dem Boden, darauf ein Tisch und zwei Stühle. Eine Tänzerin und ein Tänzer versuchen zusammenzufinden. Aber schon das Betreten der Fläche scheint ein Ding der Unmöglichkeit. Zu labil ist das Gleichgewicht. Jede Bewegung, sei sie auch noch so klein, jede Regung, vielleicht sogar jeder Blickwechsel, lassen den Boden wanken. Tisch und Stuhl sind unerreichbar, der Absturz unausweichlich. Mit minimaler Aktion gelingt es dem französischen Star-Choreografen Yoann Bourgeois maximale Wirkung zu erzielen und mit den Mitteln des Tanzes und des Nouveau Cirque Bilder von existenzieller Tiefe zu schaffen.

Schwerkraft und Schwerelosigkeit sind bestimmende Themen im Werk von Yoann Bourgeois. Er begann seine Laufbahn an der Schule des Cirque Plum, studierte am Centre National de la Danse Contemporaine in Angers und am Centre National des Arts du Cirque in Châlons-en-Champagne und war anschließend Mitglied im Ensemble des berühmten Choreografen Maguy Marin. In seiner eigenen, vor knapp zehn Jahren in Grenoble gegründeten Compagnie, vereint er Künstlerinnen und Künstler unterschiedlicher Disziplinen und lotet mit ihnen die Grenzen zwischen Tanz und Zirkus aus. Neben großen, spektakulären Inszenierungen, die weltweit auf Tanzfestivals gezeigt werden, arbeitet er immer wieder an kleinen Etüden, die den öffentlichen Raum zur Bühne machen. Das Spiel mit dem Schwindel und dem Schein ist in allen seinen Arbeiten präsent, die im Taumel die ewige Dimension der Vergänglichkeit spürbar machen. Seit 2016 ist Yoann Bourgeois zusammen mit Rachid Ouramdane Künstlerischer Leiter des CCN2-centre chorégraphique national de Grenoble.

http://www.ccn2.fr

In Koproduktion mit Compagnie Yoann Bourgeois, MCB Maison de la Culture de Bourges, Théâtre National de Bretagne/Rennes, Théâtre de la Ville/Paris, CAPI-Théâtre du Vellein | Mit Unterstützung von Fondation BNP Paribas | Gefördert durch Drac Auvergne-Rhône-Alpes/Ministère de la Culture et de la Communication, Grenoble-Alpes Métropole, Département de l’Isère, Région Auvergne-Rhône-Alpes, Institut Français

Konzept, Szenografie, Inszenierung: Yoann Bourgeois | Performance: Estelle Clément-Béalem, Raphaël Defour | Kostüme: Sigolène Petey | Bühnenkonstruktion: David Hanse, Nicolas Picot (C3 Sud Est), Christophe Rayaume | Bühnenmanagement: Nicolas Anastassiou

Eintritt frei!

Erlangen

25.05.2019
14:00 Uhr
Tickets
Chloé Moglia / Rhizome: La Spire [Die Windung]
Nouveau Cirque | ca. 40 min | ohne Sprache

Die Hektik des Alltags: Menschengedränge, Autohupen, Straßenlärm und mittendrin schwebende, fast schwerelose Akrobatinnen. Die französische Künstlerin und Gründerin der Compagnie „Rhizome“, Chloé Moglia, ist bekannt für ihre entschleunigten Arbeiten mit artistischen Mitteln. Dafür konzipierte sie in den letzten Jahren vermehrt Stücke für den öffentlichen Raum, die eine Nähe zu den Zuschauenden schaffen. Sie will das Publikum einladen, das Geschehene und die Umgebung haarscharf zu beobachten und sich von der athletischen Akrobatik am Trapez verzaubern zu lassen. Ihre Stücke „Rhizikon“ und „Opus Corpus“ waren 2015 beim internationalen figuren.theater.festival zu sehen.
Auch in ihrem neuesten Werk „La Spire“ zeigen die Artistinnen diese leise Form der Akrobatik, die auf einer Stahlkonstruktion aus drei aufeinanderfolgenden Schlaufen mit sieben Metern Durchmesser aufgeführt wird. So entsteht ein Raum, der zum Träumen einlädt, der Leichtigkeit und Präzision kombiniert und der neue Perspektiven zur Wahrnehmung der Umgebung eröffnet. Chloé Moglia entwarf ihre Stahlkonstruktion als eine Art „Struktur-Skulptur“, monumental und schwerelos zugleich. Analog dazu kombinieren die in ihr (inter-)agierenden Akrobatinnen ungeheure Kraft und Ausdauer mit Behutsamkeit und Sensibilität. Unterlegt mit einem Klangteppich entsteht eine Atmosphäre aus Fühlen und Denken, aus Träumen und Wach-Sein.

http://www.rhizome-web.com

In Koproduktion mit CCN2 Grenoble mit le Pacifique / Centre chorégraphique national de Grenoble, Théâtre de l’Agora, Scène nationale d’Evry et de l’Essonne, Festival Scènes de Rues in Mulhouse, Plateforme 2 pôles cirque en Normandie – Cirque-Théâtre d’Elbeuf, Théâtre du Fil de l’eau in Pantin mit Unterstützung des Conseil Départemental de Seine Saint-Denis, La Maison de la Musique Nanterre, Espace Malraux – scène nationale de Chambéry et de la Savoie | Mit Hilfe von Atelier 231, Centre National des Arts de la Rue in Sotteville-lès-Rouen, Plateforme 2 pôles cirque en Normandie – La Brèche à Cherbourg, Festival Scènes de Rues in Mulhouse, Le Parapluie (Centre International de Création Artistique) – Aurillac | Mit Unterstützung von Le Citron Jaune, Centre National des Arts de la Rue

Künstlerische Leitung, Bühnenbild: Chloé Moglia | Darstellerinnen: Mathilde Arsenault-Van Volsem, Fanny Austry, Anna Le Bozec, Mélusine Lavinet Drouet, Noémie Bouissou, Océane Pelpel, Chloé Moglia | Musik: Marielle Chatain | Technik: Eric Noël, Silvain Ohl | Bühnenmanager: Loïc Jouanjan | Tondesign: Gilles Olivesi | Tontechnik: Gilles Olivesi, Laurent Guigonnet | Licht: Coralie Pacreau | Kostüme: Myriam Rault | Verwaltung: Le Quartz, Scène Nationale de Brest

Eintritt frei!

Erlangen

25.05.2019
22:00 Uhr
Tickets
Michikazu Matsune: Dance, if you want to enter my country!
Tanz | Performance

Auf seiner Welttournee mit dem berühmten Alvin Ailey American Dance Theater im Jahr 2008 wurde der Tänzer Abdur Rahim Jackson bei seiner Ankunft am Flughafen von Tel Aviv von den Grenzbeamten verhört und schließlich dazu aufgefordert, ihnen etwas vorzutanzen. Er sollte beweisen, dass Tanzen tatsächlich seine Profession ist, um so den Verdacht abzuwenden, den sein muslimischer Vorname erweckte. Mit „Dance, if you want to enter my country!“ nähert sich der japanische Performer Michikazu Matsune dieser skurrilen und doch wahren Geschichte auf sehr persönliche Weise. Die Performance wirft einen Blick auf die Ängste, Brüche und Widersprüche in unserer modernen, globalisierten Gesellschaft sowie auf unsere Globalisierungsparanoia mit ihren Verdachtsprofilen und Überwachungsbegehren. Dabei spiegeln sich in Abdur Rahim Jacksons Geschichte Matsunes eigene Erlebnisse und absurde Zwischenfälle bei Grenzkontrollen wider, die er auf seinen Reisen durch Europa, Asien und Afrika erlebte.

Michikazu Matsunes Arbeiten bewegen sich stets an der Schnittstelle von Tanz, Performance und bildender Kunst und zeichnen sich oftmals durch einen subtilen Humor aus. Geboren in Kobe, Japan, lebt Matsune heute in Wien und unterrichtet als Performance-Künstler seit 2012 unter anderem an Kunsthochschulen in Berlin und Salzburg.

„Ein Abend, unterhaltsam und klug, abwechslungsreich und verständlich, motivierend und besinnlich, präzise und geistreich – einfach perfekt.“ (Tanzschrift)

http://www.michikazumatsune.info

In Koproduktion mit brut Wien, Szene Salzburg und Kyoto Experiment | Mit Unterstützung der Kulturabteilung der Stadt Wien/MA7

Performance: Michikazu Matsune | Künstlerische Mitarbeit: Andrea Gunnlaugsdóttir, Mzamo Nondlwana | Text: Michikazu Matsune, Jun Yang | Video-Bearbeitung: Maximilian Pramatarov

Erlangen

25.05.2019
22:00 Uhr
Tickets
ab 17,40 €
Michikazu Matsune: Dance, if you want to enter my country!
Tanz | Performance

Auf seiner Welttournee mit dem berühmten Alvin Ailey American Dance Theater im Jahr 2008 wurde der Tänzer Abdur Rahim Jackson bei seiner Ankunft am Flughafen von Tel Aviv von den Grenzbeamten verhört und schließlich dazu aufgefordert, ihnen etwas vorzutanzen. Er sollte beweisen, dass Tanzen tatsächlich seine Profession ist, um so den Verdacht abzuwenden, den sein muslimischer Vorname erweckte. Mit „Dance, if you want to enter my country!“ nähert sich der japanische Performer Michikazu Matsune dieser skurrilen und doch wahren Geschichte auf sehr persönliche Weise. Die Performance wirft einen Blick auf die Ängste, Brüche und Widersprüche in unserer modernen, globalisierten Gesellschaft sowie auf unsere Globalisierungsparanoia mit ihren Verdachtsprofilen und Überwachungsbegehren. Dabei spiegeln sich in Abdur Rahim Jacksons Geschichte Matsunes eigene Erlebnisse und absurde Zwischenfälle bei Grenzkontrollen wider, die er auf seinen Reisen durch Europa, Asien und Afrika erlebte.

Michikazu Matsunes Arbeiten bewegen sich stets an der Schnittstelle von Tanz, Performance und bildender Kunst und zeichnen sich oftmals durch einen subtilen Humor aus. Geboren in Kobe, Japan, lebt Matsune heute in Wien und unterrichtet als Performance-Künstler seit 2012 unter anderem an Kunsthochschulen in Berlin und Salzburg.

„Ein Abend, unterhaltsam und klug, abwechslungsreich und verständlich, motivierend und besinnlich, präzise und geistreich – einfach perfekt.“ (Tanzschrift)

http://www.michikazumatsune.info

In Koproduktion mit brut Wien, Szene Salzburg und Kyoto Experiment | Mit Unterstützung der Kulturabteilung der Stadt Wien/MA7

Performance: Michikazu Matsune | Künstlerische Mitarbeit: Andrea Gunnlaugsdóttir, Mzamo Nondlwana | Text: Michikazu Matsune, Jun Yang | Video-Bearbeitung: Maximilian Pramatarov

z.Zt. keine Tickets verfügbar | Restkarten ggfs. an der Abendkasse

Erlangen

25.05.2019
17:00 Uhr
Tickets
ab 17,40 €
Theater Kuckucksheim: Glopf an die Himmelsdür - Ein fränkischer Western
Puppentheater | Figurentheater | Schauspiel

Ein Vater und seine beiden Söhne treffen sich regelmäßig in ihrem Partykeller, den sie zu einem Western-Saloon umgestaltet haben. Dort verkleiden sie sich und spielen Cowboy und Indianer, mit liebevoll hergestellten Requisiten in der Hand, den klassischen Filmen im Kopf und untermalt mit vielen bekannten Rocksongs.
Ein Mann wird überfallen und schwer verwundet. Seine Söhne befürchten das Schlimmste, der Doktor weiß nur noch eine Rettung: ein geheimnisvolles Heilmittel der Schoschonen. Also macht sich der erste Sohn, Jack, auf den Weg, die Medizin zu beschaffen. Da er nicht heimkehrt, bricht auch der zweite Sohn, Johnny, auf, um den Vater zu retten und den Bruder zu finden. Ein Totengräber und ein Geier erweisen sich als hilfreiche Geister. Als Johnny die Häuptlingstochter aus größter Gefahr retten kann, schenkt man ihm zum Dank die Medizin für den todkranken Vater. Auf dem Rückweg trifft Johnny auf seinen Bruder, doch die Rückkehr wird zum Alptraum.

Das Theater Kuckucksheim aus Heppstädt feiert mit seinem neuen Stück „Glopf an die Himmelsdür“ Premiere auf dem internationalen figuren.theater.festival. Das mit viel Witz und Ironie inszenierte Schauspiel mit Handpuppen und Tischfiguren, die gefilmt und projiziert werden, basiert auf Western-Zitaten sowie dem Märchen „Das Wasser des Lebens“ der Brüder Grimm. Die von Winni Wittkopp, Dietmar Staskowiak und der Band „Schleuse“ live gespielten Rock-Klassiker wurden von Helmut Haberkamm ins Fränkische übertragen.
Die Zusammenarbeit des Schriftstellers und Erlanger Kulturpreisträgers mit dem Theater Kuckucksheim hat in der Vergangenheit schon einige Kultstücke hervorgebracht, unter anderem die legendäre Produktion „No Woman, No Cry – Ka Weiber, ka Gschrei“.

http://www.kuckucksheim.de

Text: Helmut Haberkamm | Spiel: Benjamin Seeberger, Stefan Kügel, Nando Seeberger | Regie: Dietmar Staskowiak | Musik: Dietmar Staskowiak, Winni Wittkopp, Band „Schleuse“ | Bühne: Benjamin Seeberger und Team | Puppen: Frauke Lehmann Hössle | Filmtechnik: Frederik Seeberger und Team

z.Zt. keine Tickets verfügbar | Restkarten ggfs. an der Abendkasse

Erlangen

25.05.2019
18:30 Uhr
Tickets
ab 17,40 €
Kurt Hentschläger: SOL
Installation | Neue Medien

Mit „FEED“ sorgte Kurt Hentschläger bereits im Rahmen des internationalen figuren.theater.festivals 2009 in Erlangen für Furore, als er mithilfe von Nebelwänden Lichtarchitekturen kreierte, die das Publikum in einen Zustand absoluter Orientierungslosigkeit versetzte und zugleich in eine rauschhaft, elektrisierende Lichterwelt eintauchen ließ. Auch seine aktuelle installativ immersive Arbeit „SOL“ spielt mit der eigenen Wahrnehmung, indem der Betrachter, geradezu jeglichen Zeitgefühls enthoben, in ein radikales schwarzes Nichts entführt wird. In der absoluten Dunkelheit in den Tiefen des Erlanger Burgbergs werden die Zuschauerinnen und Zuschauer wechselnden Lichterruptionen ausgesetzt, die intensive Nachbilder auf der Netzhaut auslösen und zu einer individuellen, sinnlichen Bild- und Körpererfahrung führen. Im Wechsel der Stimulationen durch Licht- und Klangimpulse konfrontiert die Installation die Besucherinnen und Besucher mit ihrem individuellen Körperempfinden und überraschenden Wahrnehmungsverschiebungen. In der Auflösung von Zeit und Raum wird die Entgrenzung des unmittelbaren Gegenwartsbezugs zelebriert und der Betrachter ganz und gar auf sich selbst zurückgeworfen.
Der in Linz geborene und aktuell in New York lebende Künstler Kurt Hentschläger erlangte internationale Bekanntheit durch seine Arbeiten in dem Duo „Granular Synthesis“ mit Ulf Langheinrich und zählt seither zu den Pionieren der audiovisuellen Medien. Seine Arbeiten wurden vielfach ausgestellt – u. a. bei der Biennale in Venedig sowie im PS1 New York, Creative Time New York, MAC – Musée d’Art Contemporain Montréal, MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst, ZKM Karlsruhe, National Museum of China in Beijing, National Museum for Contemporary Art in Seoul oder im ICC Tokio.

Die Dauer des Aufenthaltes in der Installation ist frei wählbar und unterliegt keinen Vorgaben durch den Veranstalter.

http://www.kurthentschlager.com


In Koproduktion mit OK – Center for Contemporary Art, Linz, Österreich und CTM Festival Berlin

Konzept und Design: Kurt Hentschläger | Kuration: Isabelle Meiffert | Management: Richard Castelli – Epidemic | Produktionsassistenz Chicago, USA: Pablo Monterrubio Benet, Yan Zhou | Technische Leitung: Alexander Boehmler | Dank an Martin Sturm, Genoveva Ruckert, Oliver Bauherrn, Remco Schuurbiers, Detlev Pusch, Claire Dugot, Chara Skiadelli, Florence Berthaud

Erlangen

25.05.2019
14:00 Uhr
Tickets
ab 14,10 €
Florian Feisel: SchmetterDINGE
Lecture Performance | bespielte Installation

2.756 Bruchstücke von Porzellanpuppen wollen unbedingt mit einer Sammlung verstorbener Insekten zusammenkommen. Diese auf den ersten Blick so ungleichen Materialien bringt Florian Feisel in seiner Lecture-Performance ins „Gespräch“. Zu Lebzeiten haben die hier präparierten Schmetterlinge und Käfer – als Vertreter der Gruppe der Holometabola – eine vollständige Metamorphose inklusive Puppenstadium durchlaufen. Nun sind sie in Schaukästen zu bewundern. Die Porzellanpuppenteile waren 140 Jahre unter der Erde begraben und sind jetzt ebenfalls Teil dieser Installation. Doch wie kam es zu ihrer Verschüttung und dem Wiederentdecken ihrer Körperfragmente? Was, wenn versehrter Puppenkörper und Schmetterling zusammenfänden? Auf einen Versuch sich selbst Flügel zu verleihen, käme es an. Mit „SchmetterDINGE“ präsentiert Florian Feisel seine Erkenntnisse aus einer mehrjährigen Materialuntersuchung und schafft ungewöhnliche Verbindungen zwischen Dingen und Geschichten. Zwischen Expeditionsleiter, Museumsführer, Entomologe und Forschungslaborant legt er das dem Material innewohnende Erzählpotential frei. Dabei stiftet er das Publikum zur Kreation eigener Metamorphosen an: Einer Assemblage aus Überbleibseln einer verlorenen Zeit.
Florian Feisel hat Schauspiel gelernt und Puppenspiel studiert. Seit 2003 ist er mit Installationen, Performances und Stücken für Kinder und Erwachsene regelmäßiger Gast des Festivals, seit 2012 zudem als Professor des Studiengangs Figurentheater an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart tätig.

http://www.florianfeisel.de

Eine Koproduktion mit FITZ! Stuttgart und der Schaubude Berlin | Gefördert vom Landesverband Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg e. V. aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg

Text, Regie, Spiel: Florian Feisel | Szenografie: Florian Feisel, Isabell Haas | Künstlerische Unterstützung: Gyula Molnàr

Erlangen

25.05.2019
20:30 Uhr
Tickets
ab 14,10 €
MEINHARDT & KRAUSS cinematographic theatre (D)
Foto: Frederik Seeberger
http://www.figurentheaterfestival.de

Puppentheater | Figurentheater | Schauspiel ca. 90 min
Text: Helmut Haberkamm | Spiel: Benjamin Seeberger, Stefan Kügel, Nando Seeberger | Regie: Dietmar Staskowiak | Musik: Dietmar Staskowiak, Winni Wittkopp, Band „Schleuse“ | Bühne: Benjamin Seeberger und Team | Puppen: Frauke Lehmann Hössle | Filmtechnik: Frederik Seeberger und Team

Premiere
Ein Vater und seine beiden Söhne treffen sich regelmäßig in ihrem Partykeller, den sie zu einem Western-Saloon umgestaltet haben. Dort verkleiden sie sich und spielen Cowboy und Indianer, mit liebevoll hergestellten Requisiten in der Hand, den klassischen Filmen im Kopf und untermalt mit vielen bekannten Rocksongs.
Ein Mann wird überfallen und schwer verwundet. Seine Söhne befürchten das Schlimmste, der Doktor weiß nur noch eine Rettung: ein geheimnisvolles Heilmittel der Schoschonen. Also macht sich der erste Sohn, Jack, auf den Weg, die Medizin zu beschaffen. Da er nicht heimkehrt, bricht auch der zweite Sohn, Johnny, auf, um den Vater zu retten und den Bruder zu finden. Ein Totengräber und ein Geier erweisen sich als hilfreiche Geister. Als Johnny die Häuptlingstochter aus größter Gefahr retten kann, schenkt man ihm zum Dank die Medizin für den todkranken Vater. Auf dem Rückweg trifft Johnny auf seinen Bruder, doch die Rückkehr wird zum Alptraum.
Das Theater Kuckucksheim aus Heppstädt feiert mit seinem neuen Stück „Glopf an die Himmelsdür“ Premiere auf dem internationalen figuren.theater.festival. Das mit viel Witz und Ironie inszenierte Schauspiel mit Handpuppen und Tischfiguren, die gefilmt und projiziert werden, basiert auf Western-Zitaten sowie dem Märchen „Das Wasser des Lebens“ der Brüder Grimm. Die von Winni Wittkopp, Dietmar Staskowiak und der Band „Schleuse“ live gespielten Rock-Klassiker wurden von Helmut Haberkamm ins Fränkische übertragen.
Die Zusammenarbeit des Schriftstellers und Erlanger Kulturpreisträgers mit dem Theater Kuckucksheim hat in der Vergangenheit schon einige Kultstücke hervorgebracht, unter anderem die legendäre Produktion „No Woman, No Cry – Ka Weiber, ka Gschrei“.

http://www.kuckucksheim.de

Fürth

26.05.2019
19:30 Uhr
Tickets
ab 18,60 €
CCN2-centre chorégraphique national de Grenoble: Dialogue
Tanz | Nouveau Cirque | ca. 15 min | ohne Sprache

Deutsche Erstaufführung

Eine Fläche schwebt über dem Boden, darauf ein Tisch und zwei Stühle. Eine Tänzerin und ein Tänzer versuchen zusammenzufinden. Aber schon das Betreten der Fläche scheint ein Ding der Unmöglichkeit. Zu labil ist das Gleichgewicht. Jede Bewegung, sei sie auch noch so klein, jede Regung, vielleicht sogar jeder Blickwechsel, lassen den Boden wanken. Tisch und Stuhl sind unerreichbar, der Absturz unausweichlich. Mit minimaler Aktion gelingt es dem französischen Star-Choreografen Yoann Bourgeois maximale Wirkung zu erzielen und mit den Mitteln des Tanzes und des Nouveau Cirque Bilder von existenzieller Tiefe zu schaffen.

Schwerkraft und Schwerelosigkeit sind bestimmende Themen im Werk von Yoann Bourgeois. Er begann seine Laufbahn an der Schule des Cirque Plum, studierte am Centre National de la Danse Contemporaine in Angers und am Centre National des Arts du Cirque in Châlons-en-Champagne und war anschließend Mitglied im Ensemble des berühmten Choreografen Maguy Marin. In seiner eigenen, vor knapp zehn Jahren in Grenoble gegründeten Compagnie, vereint er Künstlerinnen und Künstler unterschiedlicher Disziplinen und lotet mit ihnen die Grenzen zwischen Tanz und Zirkus aus. Neben großen, spektakulären Inszenierungen, die weltweit auf Tanzfestivals gezeigt werden, arbeitet er immer wieder an kleinen Etüden, die den öffentlichen Raum zur Bühne machen. Das Spiel mit dem Schwindel und dem Schein ist in allen seinen Arbeiten präsent, die im Taumel die ewige Dimension der Vergänglichkeit spürbar machen. Seit 2016 ist Yoann Bourgeois zusammen mit Rachid Ouramdane Künstlerischer Leiter des CCN2-centre chorégraphique national de Grenoble.

http://www.ccn2.fr

In Koproduktion mit Compagnie Yoann Bourgeois, MCB Maison de la Culture de Bourges, Théâtre National de Bretagne/Rennes, Théâtre de la Ville/Paris, CAPI-Théâtre du Vellein | Mit Unterstützung von Fondation BNP Paribas | Gefördert durch Drac Auvergne-Rhône-Alpes/Ministère de la Culture et de la Communication, Grenoble-Alpes Métropole, Département de l’Isère, Région Auvergne-Rhône-Alpes, Institut Français

Konzept, Szenografie, Inszenierung: Yoann Bourgeois | Performance: Estelle Clément-Béalem, Raphaël Defour | Kostüme: Sigolène Petey | Bühnenkonstruktion: David Hanse, Nicolas Picot (C3 Sud Est), Christophe Rayaume | Bühnenmanagement: Nicolas Anastassiou

Eintritt frei!

Erlangen

26.05.2019
18:00 Uhr
Tickets
CCN2-centre chorégraphique national de Grenoble: Dialogue
Tanz | Nouveau Cirque | ca. 15 min | ohne Sprache

Deutsche Erstaufführung

Eine Fläche schwebt über dem Boden, darauf ein Tisch und zwei Stühle. Eine Tänzerin und ein Tänzer versuchen zusammenzufinden. Aber schon das Betreten der Fläche scheint ein Ding der Unmöglichkeit. Zu labil ist das Gleichgewicht. Jede Bewegung, sei sie auch noch so klein, jede Regung, vielleicht sogar jeder Blickwechsel, lassen den Boden wanken. Tisch und Stuhl sind unerreichbar, der Absturz unausweichlich. Mit minimaler Aktion gelingt es dem französischen Star-Choreografen Yoann Bourgeois maximale Wirkung zu erzielen und mit den Mitteln des Tanzes und des Nouveau Cirque Bilder von existenzieller Tiefe zu schaffen.

Schwerkraft und Schwerelosigkeit sind bestimmende Themen im Werk von Yoann Bourgeois. Er begann seine Laufbahn an der Schule des Cirque Plum, studierte am Centre National de la Danse Contemporaine in Angers und am Centre National des Arts du Cirque in Châlons-en-Champagne und war anschließend Mitglied im Ensemble des berühmten Choreografen Maguy Marin. In seiner eigenen, vor knapp zehn Jahren in Grenoble gegründeten Compagnie, vereint er Künstlerinnen und Künstler unterschiedlicher Disziplinen und lotet mit ihnen die Grenzen zwischen Tanz und Zirkus aus. Neben großen, spektakulären Inszenierungen, die weltweit auf Tanzfestivals gezeigt werden, arbeitet er immer wieder an kleinen Etüden, die den öffentlichen Raum zur Bühne machen. Das Spiel mit dem Schwindel und dem Schein ist in allen seinen Arbeiten präsent, die im Taumel die ewige Dimension der Vergänglichkeit spürbar machen. Seit 2016 ist Yoann Bourgeois zusammen mit Rachid Ouramdane Künstlerischer Leiter des CCN2-centre chorégraphique national de Grenoble.

http://www.ccn2.fr

In Koproduktion mit Compagnie Yoann Bourgeois, MCB Maison de la Culture de Bourges, Théâtre National de Bretagne/Rennes, Théâtre de la Ville/Paris, CAPI-Théâtre du Vellein | Mit Unterstützung von Fondation BNP Paribas | Gefördert durch Drac Auvergne-Rhône-Alpes/Ministère de la Culture et de la Communication, Grenoble-Alpes Métropole, Département de l’Isère, Région Auvergne-Rhône-Alpes, Institut Français

Konzept, Szenografie, Inszenierung: Yoann Bourgeois | Performance: Estelle Clément-Béalem, Raphaël Defour | Kostüme: Sigolène Petey | Bühnenkonstruktion: David Hanse, Nicolas Picot (C3 Sud Est), Christophe Rayaume | Bühnenmanagement: Nicolas Anastassiou

Eintritt frei!

Erlangen

26.05.2019
16:00 Uhr
Tickets
CCN2-centre chorégraphique national de Grenoble: Dialogue
Tanz | Nouveau Cirque | ca. 15 min | ohne Sprache

Deutsche Erstaufführung

Eine Fläche schwebt über dem Boden, darauf ein Tisch und zwei Stühle. Eine Tänzerin und ein Tänzer versuchen zusammenzufinden. Aber schon das Betreten der Fläche scheint ein Ding der Unmöglichkeit. Zu labil ist das Gleichgewicht. Jede Bewegung, sei sie auch noch so klein, jede Regung, vielleicht sogar jeder Blickwechsel, lassen den Boden wanken. Tisch und Stuhl sind unerreichbar, der Absturz unausweichlich. Mit minimaler Aktion gelingt es dem französischen Star-Choreografen Yoann Bourgeois maximale Wirkung zu erzielen und mit den Mitteln des Tanzes und des Nouveau Cirque Bilder von existenzieller Tiefe zu schaffen.

Schwerkraft und Schwerelosigkeit sind bestimmende Themen im Werk von Yoann Bourgeois. Er begann seine Laufbahn an der Schule des Cirque Plum, studierte am Centre National de la Danse Contemporaine in Angers und am Centre National des Arts du Cirque in Châlons-en-Champagne und war anschließend Mitglied im Ensemble des berühmten Choreografen Maguy Marin. In seiner eigenen, vor knapp zehn Jahren in Grenoble gegründeten Compagnie, vereint er Künstlerinnen und Künstler unterschiedlicher Disziplinen und lotet mit ihnen die Grenzen zwischen Tanz und Zirkus aus. Neben großen, spektakulären Inszenierungen, die weltweit auf Tanzfestivals gezeigt werden, arbeitet er immer wieder an kleinen Etüden, die den öffentlichen Raum zur Bühne machen. Das Spiel mit dem Schwindel und dem Schein ist in allen seinen Arbeiten präsent, die im Taumel die ewige Dimension der Vergänglichkeit spürbar machen. Seit 2016 ist Yoann Bourgeois zusammen mit Rachid Ouramdane Künstlerischer Leiter des CCN2-centre chorégraphique national de Grenoble.

http://www.ccn2.fr

In Koproduktion mit Compagnie Yoann Bourgeois, MCB Maison de la Culture de Bourges, Théâtre National de Bretagne/Rennes, Théâtre de la Ville/Paris, CAPI-Théâtre du Vellein | Mit Unterstützung von Fondation BNP Paribas | Gefördert durch Drac Auvergne-Rhône-Alpes/Ministère de la Culture et de la Communication, Grenoble-Alpes Métropole, Département de l’Isère, Région Auvergne-Rhône-Alpes, Institut Français

Konzept, Szenografie, Inszenierung: Yoann Bourgeois | Performance: Estelle Clément-Béalem, Raphaël Defour | Kostüme: Sigolène Petey | Bühnenkonstruktion: David Hanse, Nicolas Picot (C3 Sud Est), Christophe Rayaume | Bühnenmanagement: Nicolas Anastassiou

Eintritt frei!

Erlangen

26.05.2019
14:00 Uhr
Tickets
CCN2-centre chorégraphique national de Grenoble: Dialogue
Tanz | Nouveau Cirque | ca. 15 min | ohne Sprache

Deutsche Erstaufführung

Eine Fläche schwebt über dem Boden, darauf ein Tisch und zwei Stühle. Eine Tänzerin und ein Tänzer versuchen zusammenzufinden. Aber schon das Betreten der Fläche scheint ein Ding der Unmöglichkeit. Zu labil ist das Gleichgewicht. Jede Bewegung, sei sie auch noch so klein, jede Regung, vielleicht sogar jeder Blickwechsel, lassen den Boden wanken. Tisch und Stuhl sind unerreichbar, der Absturz unausweichlich. Mit minimaler Aktion gelingt es dem französischen Star-Choreografen Yoann Bourgeois maximale Wirkung zu erzielen und mit den Mitteln des Tanzes und des Nouveau Cirque Bilder von existenzieller Tiefe zu schaffen.

Schwerkraft und Schwerelosigkeit sind bestimmende Themen im Werk von Yoann Bourgeois. Er begann seine Laufbahn an der Schule des Cirque Plum, studierte am Centre National de la Danse Contemporaine in Angers und am Centre National des Arts du Cirque in Châlons-en-Champagne und war anschließend Mitglied im Ensemble des berühmten Choreografen Maguy Marin. In seiner eigenen, vor knapp zehn Jahren in Grenoble gegründeten Compagnie, vereint er Künstlerinnen und Künstler unterschiedlicher Disziplinen und lotet mit ihnen die Grenzen zwischen Tanz und Zirkus aus. Neben großen, spektakulären Inszenierungen, die weltweit auf Tanzfestivals gezeigt werden, arbeitet er immer wieder an kleinen Etüden, die den öffentlichen Raum zur Bühne machen. Das Spiel mit dem Schwindel und dem Schein ist in allen seinen Arbeiten präsent, die im Taumel die ewige Dimension der Vergänglichkeit spürbar machen. Seit 2016 ist Yoann Bourgeois zusammen mit Rachid Ouramdane Künstlerischer Leiter des CCN2-centre chorégraphique national de Grenoble.

http://www.ccn2.fr

In Koproduktion mit Compagnie Yoann Bourgeois, MCB Maison de la Culture de Bourges, Théâtre National de Bretagne/Rennes, Théâtre de la Ville/Paris, CAPI-Théâtre du Vellein | Mit Unterstützung von Fondation BNP Paribas | Gefördert durch Drac Auvergne-Rhône-Alpes/Ministère de la Culture et de la Communication, Grenoble-Alpes Métropole, Département de l’Isère, Région Auvergne-Rhône-Alpes, Institut Français

Konzept, Szenografie, Inszenierung: Yoann Bourgeois | Performance: Estelle Clément-Béalem, Raphaël Defour | Kostüme: Sigolène Petey | Bühnenkonstruktion: David Hanse, Nicolas Picot (C3 Sud Est), Christophe Rayaume | Bühnenmanagement: Nicolas Anastassiou

Eintritt frei!

Erlangen

26.05.2019
12:00 Uhr
Tickets
Chloé Moglia / Rhizome: La Spire [Die Windung]
Nouveau Cirque | ca. 40 min | ohne Sprache

Die Hektik des Alltags: Menschengedränge, Autohupen, Straßenlärm und mittendrin schwebende, fast schwerelose Akrobatinnen. Die französische Künstlerin und Gründerin der Compagnie „Rhizome“, Chloé Moglia, ist bekannt für ihre entschleunigten Arbeiten mit artistischen Mitteln. Dafür konzipierte sie in den letzten Jahren vermehrt Stücke für den öffentlichen Raum, die eine Nähe zu den Zuschauenden schaffen. Sie will das Publikum einladen, das Geschehene und die Umgebung haarscharf zu beobachten und sich von der athletischen Akrobatik am Trapez verzaubern zu lassen. Ihre Stücke „Rhizikon“ und „Opus Corpus“ waren 2015 beim internationalen figuren.theater.festival zu sehen.
Auch in ihrem neuesten Werk „La Spire“ zeigen die Artistinnen diese leise Form der Akrobatik, die auf einer Stahlkonstruktion aus drei aufeinanderfolgenden Schlaufen mit sieben Metern Durchmesser aufgeführt wird. So entsteht ein Raum, der zum Träumen einlädt, der Leichtigkeit und Präzision kombiniert und der neue Perspektiven zur Wahrnehmung der Umgebung eröffnet. Chloé Moglia entwarf ihre Stahlkonstruktion als eine Art „Struktur-Skulptur“, monumental und schwerelos zugleich. Analog dazu kombinieren die in ihr (inter-)agierenden Akrobatinnen ungeheure Kraft und Ausdauer mit Behutsamkeit und Sensibilität. Unterlegt mit einem Klangteppich entsteht eine Atmosphäre aus Fühlen und Denken, aus Träumen und Wach-Sein.

http://www.rhizome-web.com

In Koproduktion mit CCN2 Grenoble mit le Pacifique / Centre chorégraphique national de Grenoble, Théâtre de l’Agora, Scène nationale d’Evry et de l’Essonne, Festival Scènes de Rues in Mulhouse, Plateforme 2 pôles cirque en Normandie – Cirque-Théâtre d’Elbeuf, Théâtre du Fil de l’eau in Pantin mit Unterstützung des Conseil Départemental de Seine Saint-Denis, La Maison de la Musique Nanterre, Espace Malraux – scène nationale de Chambéry et de la Savoie | Mit Hilfe von Atelier 231, Centre National des Arts de la Rue in Sotteville-lès-Rouen, Plateforme 2 pôles cirque en Normandie – La Brèche à Cherbourg, Festival Scènes de Rues in Mulhouse, Le Parapluie (Centre International de Création Artistique) – Aurillac | Mit Unterstützung von Le Citron Jaune, Centre National des Arts de la Rue

Künstlerische Leitung, Bühnenbild: Chloé Moglia | Darstellerinnen: Mathilde Arsenault-Van Volsem, Fanny Austry, Anna Le Bozec, Mélusine Lavinet Drouet, Noémie Bouissou, Océane Pelpel, Chloé Moglia | Musik: Marielle Chatain | Technik: Eric Noël, Silvain Ohl | Bühnenmanager: Loïc Jouanjan | Tondesign: Gilles Olivesi | Tontechnik: Gilles Olivesi, Laurent Guigonnet | Licht: Coralie Pacreau | Kostüme: Myriam Rault | Verwaltung: Le Quartz, Scène Nationale de Brest

Eintritt frei!

Erlangen

26.05.2019
16:00 Uhr
Tickets
Romeo Castellucci / Socìetas Raffaello Sanzio: On the Concept of the Face, Regarding the Son of God
Im Anschluss an die Vorstellung findet ein Inszenierungsgespräch in englischer Sprache statt.

Bildertheater | Schauspiel

Ein alter Mann wird von seinem Sohn gepflegt. Sein Körper befindet sich an der Grenze des Verfalls. Trauer, Hilflosigkeit aber auch emotionale Verbundenheit bestimmen die zart poetisch wie radikal künstlerisch überhöhte Darstellung einer häuslichen Szene. Das zutiefst menschliche Leid um die Endlichkeit des Daseins, gepaart mit der individuellen Tragik des Alterns, wird dabei überstrahlt vom eindringlichen Blick Jesu. Das Bildnis des Renaissance-Künstlers Antonello da Messina zeigt das Antlitz von Gottes Sohn in all seiner Daseinsbezogenheit als Mensch. Er blickt dem Zuschauer in die Augen, fragend und fordernd zugleich. Dabei begleitet er wachsam das Geschehen auf der Bühne, wird zum stummen Akteur einer Szene, die er nicht bestimmen kann und fungiert durch seinen Blick hindurch zugleich als Spiegel des Betrachters. „In diesem Stück wird der Blick Jesu zum Scheinwerfer, der die Geschehnisse auf der Bühne in wechselhaftes Licht taucht. Das Licht könnte gut oder böse sein, anstößig oder unschuldig.“ (Romeo Castellucci)

1981 von Romeo Castellucci, Claudia Castellucci und Chiara Guidi gegründet, gehört die Socìetas Raffaello Sanzio mittlerweile zu den wichtigsten Impulsgebern der experimentellen freien Theaterszene unserer Zeit. Ihre Arbeiten sind Kompositionen aus den Bereichen Musik, Bildende Kunst und Theater und kreieren zumeist opulente Bilder unmittelbarer, ursprünglicher und menschlicher Tragik. „On the Concept of the Face, Regarding the Son of God“ entstand bereits 2010 im Rahmen von Theater der Welt und erfuhr seither weltweit große Beachtung. Die Produktion hat bis heute nichts von ihrer ästhetischen wie inhaltlichen Relevanz verloren.

Eine Koproduktion mit Theater der Welt 2010, deSingel international arts campus Antwerpen, Théâtre National de Bretagne Rennes, National Theatre Oslo, SPILL Festival of Performance und Barbican London, Chekhov International Theatre Festival Moskau, Holland Festival, Athens Festival, GREC 2011, Festival de Barcelona, Festival d’Avignon, International Theatre Festival DIALOG Breslau, BITEF Belgrad, Foreign Affairs / Berliner Festspiele, Théâtre de la Ville Paris, Romaeuropa Festival, SPIELART München, Le-Maillon Théâtre de Strasbourg/Scène Européenne, TAP Théâtre Auditorium de Poitiers-Scène Nationale, Peak Performances @ Montclair State-USA | In Zusammenarbeit mit Centrale Fies/Dro.

Konzept, Inszenierung: Romeo Castellucci | mit: Gianni Plazzi, Sergio Scarlatella | weitere Mitarbeitende: Andrei Daniel Benchea, Vito Matera, Silvano Voltolina | Musik: Scott Gibbons | Ton: Alberto Irrera | Licht: Luciano Trebbi | Pädagogische Betreuung Kinder: Silvano Voltolina | Requisiten: Vito Matera | Ausstattung: Istvan Zimmermann, Giovanna Amoroso | Bühne: Giacomo Strada | Management: Gilda Biasini, Benedetta Briglia, Giulia Colla

http://www.societas.es

Erlangen

26.05.2019
19:30 Uhr
Tickets
ab 7,50 €
Theater Kuckucksheim: Glopf an die Himmelsdür - Ein fränkischer Western
Puppentheater | Figurentheater | Schauspiel

Ein Vater und seine beiden Söhne treffen sich regelmäßig in ihrem Partykeller, den sie zu einem Western-Saloon umgestaltet haben. Dort verkleiden sie sich und spielen Cowboy und Indianer, mit liebevoll hergestellten Requisiten in der Hand, den klassischen Filmen im Kopf und untermalt mit vielen bekannten Rocksongs.
Ein Mann wird überfallen und schwer verwundet. Seine Söhne befürchten das Schlimmste, der Doktor weiß nur noch eine Rettung: ein geheimnisvolles Heilmittel der Schoschonen. Also macht sich der erste Sohn, Jack, auf den Weg, die Medizin zu beschaffen. Da er nicht heimkehrt, bricht auch der zweite Sohn, Johnny, auf, um den Vater zu retten und den Bruder zu finden. Ein Totengräber und ein Geier erweisen sich als hilfreiche Geister. Als Johnny die Häuptlingstochter aus größter Gefahr retten kann, schenkt man ihm zum Dank die Medizin für den todkranken Vater. Auf dem Rückweg trifft Johnny auf seinen Bruder, doch die Rückkehr wird zum Alptraum.

Das Theater Kuckucksheim aus Heppstädt feiert mit seinem neuen Stück „Glopf an die Himmelsdür“ Premiere auf dem internationalen figuren.theater.festival. Das mit viel Witz und Ironie inszenierte Schauspiel mit Handpuppen und Tischfiguren, die gefilmt und projiziert werden, basiert auf Western-Zitaten sowie dem Märchen „Das Wasser des Lebens“ der Brüder Grimm. Die von Winni Wittkopp, Dietmar Staskowiak und der Band „Schleuse“ live gespielten Rock-Klassiker wurden von Helmut Haberkamm ins Fränkische übertragen.
Die Zusammenarbeit des Schriftstellers und Erlanger Kulturpreisträgers mit dem Theater Kuckucksheim hat in der Vergangenheit schon einige Kultstücke hervorgebracht, unter anderem die legendäre Produktion „No Woman, No Cry – Ka Weiber, ka Gschrei“.

http://www.kuckucksheim.de

Text: Helmut Haberkamm | Spiel: Benjamin Seeberger, Stefan Kügel, Nando Seeberger | Regie: Dietmar Staskowiak | Musik: Dietmar Staskowiak, Winni Wittkopp, Band „Schleuse“ | Bühne: Benjamin Seeberger und Team | Puppen: Frauke Lehmann Hössle | Filmtechnik: Frederik Seeberger und Team

z.Zt. keine Tickets verfügbar | Restkarten ggfs. an der Abendkasse

Erlangen

26.05.2019
20:00 Uhr
Tickets
ab 17,40 €
Theater Kuckucksheim: Glopf an die Himmelsdür - Ein fränkischer Western
Puppentheater | Figurentheater | Schauspiel

Ein Vater und seine beiden Söhne treffen sich regelmäßig in ihrem Partykeller, den sie zu einem Western-Saloon umgestaltet haben. Dort verkleiden sie sich und spielen Cowboy und Indianer, mit liebevoll hergestellten Requisiten in der Hand, den klassischen Filmen im Kopf und untermalt mit vielen bekannten Rocksongs.
Ein Mann wird überfallen und schwer verwundet. Seine Söhne befürchten das Schlimmste, der Doktor weiß nur noch eine Rettung: ein geheimnisvolles Heilmittel der Schoschonen. Also macht sich der erste Sohn, Jack, auf den Weg, die Medizin zu beschaffen. Da er nicht heimkehrt, bricht auch der zweite Sohn, Johnny, auf, um den Vater zu retten und den Bruder zu finden. Ein Totengräber und ein Geier erweisen sich als hilfreiche Geister. Als Johnny die Häuptlingstochter aus größter Gefahr retten kann, schenkt man ihm zum Dank die Medizin für den todkranken Vater. Auf dem Rückweg trifft Johnny auf seinen Bruder, doch die Rückkehr wird zum Alptraum.

Das Theater Kuckucksheim aus Heppstädt feiert mit seinem neuen Stück „Glopf an die Himmelsdür“ Premiere auf dem internationalen figuren.theater.festival. Das mit viel Witz und Ironie inszenierte Schauspiel mit Handpuppen und Tischfiguren, die gefilmt und projiziert werden, basiert auf Western-Zitaten sowie dem Märchen „Das Wasser des Lebens“ der Brüder Grimm. Die von Winni Wittkopp, Dietmar Staskowiak und der Band „Schleuse“ live gespielten Rock-Klassiker wurden von Helmut Haberkamm ins Fränkische übertragen.
Die Zusammenarbeit des Schriftstellers und Erlanger Kulturpreisträgers mit dem Theater Kuckucksheim hat in der Vergangenheit schon einige Kultstücke hervorgebracht, unter anderem die legendäre Produktion „No Woman, No Cry – Ka Weiber, ka Gschrei“.

http://www.kuckucksheim.de

Text: Helmut Haberkamm | Spiel: Benjamin Seeberger, Stefan Kügel, Nando Seeberger | Regie: Dietmar Staskowiak | Musik: Dietmar Staskowiak, Winni Wittkopp, Band „Schleuse“ | Bühne: Benjamin Seeberger und Team | Puppen: Frauke Lehmann Hössle | Filmtechnik: Frederik Seeberger und Team

z.Zt. keine Tickets verfügbar | Restkarten ggfs. an der Abendkasse

Erlangen

26.05.2019
16:00 Uhr
Tickets
ab 17,40 €
Kurt Hentschläger: SOL
Installation | Neue Medien

Mit „FEED“ sorgte Kurt Hentschläger bereits im Rahmen des internationalen figuren.theater.festivals 2009 in Erlangen für Furore, als er mithilfe von Nebelwänden Lichtarchitekturen kreierte, die das Publikum in einen Zustand absoluter Orientierungslosigkeit versetzte und zugleich in eine rauschhaft, elektrisierende Lichterwelt eintauchen ließ. Auch seine aktuelle installativ immersive Arbeit „SOL“ spielt mit der eigenen Wahrnehmung, indem der Betrachter, geradezu jeglichen Zeitgefühls enthoben, in ein radikales schwarzes Nichts entführt wird. In der absoluten Dunkelheit in den Tiefen des Erlanger Burgbergs werden die Zuschauerinnen und Zuschauer wechselnden Lichterruptionen ausgesetzt, die intensive Nachbilder auf der Netzhaut auslösen und zu einer individuellen, sinnlichen Bild- und Körpererfahrung führen. Im Wechsel der Stimulationen durch Licht- und Klangimpulse konfrontiert die Installation die Besucherinnen und Besucher mit ihrem individuellen Körperempfinden und überraschenden Wahrnehmungsverschiebungen. In der Auflösung von Zeit und Raum wird die Entgrenzung des unmittelbaren Gegenwartsbezugs zelebriert und der Betrachter ganz und gar auf sich selbst zurückgeworfen.
Der in Linz geborene und aktuell in New York lebende Künstler Kurt Hentschläger erlangte internationale Bekanntheit durch seine Arbeiten in dem Duo „Granular Synthesis“ mit Ulf Langheinrich und zählt seither zu den Pionieren der audiovisuellen Medien. Seine Arbeiten wurden vielfach ausgestellt – u. a. bei der Biennale in Venedig sowie im PS1 New York, Creative Time New York, MAC – Musée d’Art Contemporain Montréal, MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst, ZKM Karlsruhe, National Museum of China in Beijing, National Museum for Contemporary Art in Seoul oder im ICC Tokio.

Die Dauer des Aufenthaltes in der Installation ist frei wählbar und unterliegt keinen Vorgaben durch den Veranstalter.

http://www.kurthentschlager.com


In Koproduktion mit OK – Center for Contemporary Art, Linz, Österreich und CTM Festival Berlin

Konzept und Design: Kurt Hentschläger | Kuration: Isabelle Meiffert | Management: Richard Castelli – Epidemic | Produktionsassistenz Chicago, USA: Pablo Monterrubio Benet, Yan Zhou | Technische Leitung: Alexander Boehmler | Dank an Martin Sturm, Genoveva Ruckert, Oliver Bauherrn, Remco Schuurbiers, Detlev Pusch, Claire Dugot, Chara Skiadelli, Florence Berthaud

Erlangen

26.05.2019
14:00 Uhr
Tickets
ab 14,10 €
Florian Feisel: SchmetterDINGE
Lecture Performance | bespielte Installation

2.756 Bruchstücke von Porzellanpuppen wollen unbedingt mit einer Sammlung verstorbener Insekten zusammenkommen. Diese auf den ersten Blick so ungleichen Materialien bringt Florian Feisel in seiner Lecture-Performance ins „Gespräch“. Zu Lebzeiten haben die hier präparierten Schmetterlinge und Käfer – als Vertreter der Gruppe der Holometabola – eine vollständige Metamorphose inklusive Puppenstadium durchlaufen. Nun sind sie in Schaukästen zu bewundern. Die Porzellanpuppenteile waren 140 Jahre unter der Erde begraben und sind jetzt ebenfalls Teil dieser Installation. Doch wie kam es zu ihrer Verschüttung und dem Wiederentdecken ihrer Körperfragmente? Was, wenn versehrter Puppenkörper und Schmetterling zusammenfänden? Auf einen Versuch sich selbst Flügel zu verleihen, käme es an. Mit „SchmetterDINGE“ präsentiert Florian Feisel seine Erkenntnisse aus einer mehrjährigen Materialuntersuchung und schafft ungewöhnliche Verbindungen zwischen Dingen und Geschichten. Zwischen Expeditionsleiter, Museumsführer, Entomologe und Forschungslaborant legt er das dem Material innewohnende Erzählpotential frei. Dabei stiftet er das Publikum zur Kreation eigener Metamorphosen an: Einer Assemblage aus Überbleibseln einer verlorenen Zeit.
Florian Feisel hat Schauspiel gelernt und Puppenspiel studiert. Seit 2003 ist er mit Installationen, Performances und Stücken für Kinder und Erwachsene regelmäßiger Gast des Festivals, seit 2012 zudem als Professor des Studiengangs Figurentheater an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart tätig.

http://www.florianfeisel.de

Eine Koproduktion mit FITZ! Stuttgart und der Schaubude Berlin | Gefördert vom Landesverband Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg e. V. aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg

Text, Regie, Spiel: Florian Feisel | Szenografie: Florian Feisel, Isabell Haas | Künstlerische Unterstützung: Gyula Molnàr

Erlangen

26.05.2019
18:00 Uhr
Tickets
ab 14,10 €
JFI - Akademie Prag: Szenenstudien I
Sound-Performance

Flüssigkeit tropft auf ihren blauen Lieblingsmantel. Nachbarn streiten sich und werfen Teller aus dem Fenster. Eine Ratte fiept in ihrem Versteck unter der bebenden Eisenbahnbrücke. Der Gesang der Vögel erinnert an das Geräusch des Aufzugs in ihrem Haus. „Deadend“ ist eine Klangperformance, die mit unserer kindlichen Erfahrung von Umgebungsgeräuschen arbeitet und reflektiert, wie das Auditive unsere Wahrnehmung der Welt prägt. Die Kindheit ist voll von Beobachtungen über die Details der Welt und Geräusche können uns auch nach Jahren noch in Situationen zurückversetzen, sie beeinflussen unsere Stimmung und Gedanken. Die Studierenden der DAMU Prag schaffen eine auf Alltagssituationen basierende Collage, bei der sich Klanglandschaften in Bühnenbilder verwandeln. Die Akademie der Darstellenden Künste Prag bildet in innovativen Theaterformen aus. So arbeiten die Studierenden interdisziplinär in den Bereichen Puppen- und Objekttheater, Performance, Schauspiel, Regie und Dramaturgie. In diesem Jahr ist die DAMU Prag zum zweiten Mal zu Gast beim internationalen figuren.theater.festival und wird neben „Deadend“ weitere Einblicke in ausgewählte Arbeiten geben.

Im Anschluss findet ein Gespräch zwischen Theatermachern, Studierenden und Lehrenden statt, das den kreativen Austausch fördern und Impulse für laufende und zukünftige Projekte geben soll.

http://www.damu.cz/en

Darstellerinnen: Maria Komarova, Anna Romanova, Theresa Schrezenmeir, Svetlana Silich | Pädagogische Betreuung: Tomáš Procházka, Kristýna Täubelová

Erlangen

26.05.2019
14:30 Uhr
Tickets
ab 10,80 €
Kurt Hentschläger: SOL
Installation | Neue Medien

Mit „FEED“ sorgte Kurt Hentschläger bereits im Rahmen des internationalen figuren.theater.festivals 2009 in Erlangen für Furore, als er mithilfe von Nebelwänden Lichtarchitekturen kreierte, die das Publikum in einen Zustand absoluter Orientierungslosigkeit versetzte und zugleich in eine rauschhaft, elektrisierende Lichterwelt eintauchen ließ. Auch seine aktuelle installativ immersive Arbeit „SOL“ spielt mit der eigenen Wahrnehmung, indem der Betrachter, geradezu jeglichen Zeitgefühls enthoben, in ein radikales schwarzes Nichts entführt wird. In der absoluten Dunkelheit in den Tiefen des Erlanger Burgbergs werden die Zuschauerinnen und Zuschauer wechselnden Lichterruptionen ausgesetzt, die intensive Nachbilder auf der Netzhaut auslösen und zu einer individuellen, sinnlichen Bild- und Körpererfahrung führen. Im Wechsel der Stimulationen durch Licht- und Klangimpulse konfrontiert die Installation die Besucherinnen und Besucher mit ihrem individuellen Körperempfinden und überraschenden Wahrnehmungsverschiebungen. In der Auflösung von Zeit und Raum wird die Entgrenzung des unmittelbaren Gegenwartsbezugs zelebriert und der Betrachter ganz und gar auf sich selbst zurückgeworfen.
Der in Linz geborene und aktuell in New York lebende Künstler Kurt Hentschläger erlangte internationale Bekanntheit durch seine Arbeiten in dem Duo „Granular Synthesis“ mit Ulf Langheinrich und zählt seither zu den Pionieren der audiovisuellen Medien. Seine Arbeiten wurden vielfach ausgestellt – u. a. bei der Biennale in Venedig sowie im PS1 New York, Creative Time New York, MAC – Musée d’Art Contemporain Montréal, MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst, ZKM Karlsruhe, National Museum of China in Beijing, National Museum for Contemporary Art in Seoul oder im ICC Tokio.

Die Dauer des Aufenthaltes in der Installation ist frei wählbar und unterliegt keinen Vorgaben durch den Veranstalter.

http://www.kurthentschlager.com


In Koproduktion mit OK – Center for Contemporary Art, Linz, Österreich und CTM Festival Berlin

Konzept und Design: Kurt Hentschläger | Kuration: Isabelle Meiffert | Management: Richard Castelli – Epidemic | Produktionsassistenz Chicago, USA: Pablo Monterrubio Benet, Yan Zhou | Technische Leitung: Alexander Boehmler | Dank an Martin Sturm, Genoveva Ruckert, Oliver Bauherrn, Remco Schuurbiers, Detlev Pusch, Claire Dugot, Chara Skiadelli, Florence Berthaud

Erlangen

27.05.2019
16:00 Uhr
Tickets
ab 14,10 €
Sarah Wissner: The Dark Trullala
Der Alptraum einer Puppenspielerin

Puppentheater

Tri Tra Trullala – der Kasperle ist wieder da! Wer kennt diese Worte nicht, die der Kasperle so oft schon fröhlich munter vor sich hin geträllert hat? Wie schön sie doch ist, diese unbeschwerte Puppenwelt mit unserem Helden, dem Kasperle. Seit vielen Generationen lassen Puppenspielerinnen und Puppenspieler ihren Kasper für uns tanzen, lassen ihn ihre Gedanken leben und unterwerfen ihn ihrer Kontrolle. Doch nun kommt es zu einem Führungswechsel. Der Kasper und sein Gefolge machen sich selbstständig und versuchen, ihre Spielerin der Macht zu berauben und sie in ihre Welt, die Welt hinter dem Castelet, zu ziehen. Diese Irritation ist der Kern der Horrorinszenierung „The Dark Trullala“ und macht sie zu einem gruseligen Vergnügen. So tritt der Kasper als finstere Gestalt mit dämonisch‐schwarzen Augen dem Publikum entgegen. Ein Machtkampf gegen eine Figur, die nicht sterben kann.

Sarah Wissner entdeckte ihre Leidenschaft für Figuren- und Objekttheater in den Jugendclubs des Theater Erlangen und des Staatstheaters Nürnberg. Sie studierte Figurentheater an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart, wo sie unter anderem Unterricht bei Florian Feisel und Julika Mayer nahm. Im Rahmen ihres Studiums entstand auch die Horroretüde „The Dark Trullala“, die einen ganz neuen Blick auf den Kasper wirft.

http://www.sarahwissner.de

Spiel, Regie, Figurenbau: Sarah Wissner | Regiebetreuung: Annette Scheibler | Künstlerische Betreuung: Stephanie Rinke | Ton: Sebastian Elsner

Erlangen

27.05.2019
20:00 Uhr
Tickets
ab 17,40 €
Sarah Wissner: The Dark Trullala
Der Alptraum einer Puppenspielerin

Puppentheater

Tri Tra Trullala – der Kasperle ist wieder da! Wer kennt diese Worte nicht, die der Kasperle so oft schon fröhlich munter vor sich hin geträllert hat? Wie schön sie doch ist, diese unbeschwerte Puppenwelt mit unserem Helden, dem Kasperle. Seit vielen Generationen lassen Puppenspielerinnen und Puppenspieler ihren Kasper für uns tanzen, lassen ihn ihre Gedanken leben und unterwerfen ihn ihrer Kontrolle. Doch nun kommt es zu einem Führungswechsel. Der Kasper und sein Gefolge machen sich selbstständig und versuchen, ihre Spielerin der Macht zu berauben und sie in ihre Welt, die Welt hinter dem Castelet, zu ziehen. Diese Irritation ist der Kern der Horrorinszenierung „The Dark Trullala“ und macht sie zu einem gruseligen Vergnügen. So tritt der Kasper als finstere Gestalt mit dämonisch‐schwarzen Augen dem Publikum entgegen. Ein Machtkampf gegen eine Figur, die nicht sterben kann.

Sarah Wissner entdeckte ihre Leidenschaft für Figuren- und Objekttheater in den Jugendclubs des Theater Erlangen und des Staatstheaters Nürnberg. Sie studierte Figurentheater an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart, wo sie unter anderem Unterricht bei Florian Feisel und Julika Mayer nahm. Im Rahmen ihres Studiums entstand auch die Horroretüde „The Dark Trullala“, die einen ganz neuen Blick auf den Kasper wirft.

http://www.sarahwissner.de

Spiel, Regie, Figurenbau: Sarah Wissner | Regiebetreuung: Annette Scheibler | Künstlerische Betreuung: Stephanie Rinke | Ton: Sebastian Elsner

Erlangen

27.05.2019
16:00 Uhr
Tickets
ab 17,40 €
O-Team + Antje Töpfer: :-Oz
Performance | Neue Medien

Was passiert an der Schnittstelle zwischen physischer und virtueller Welt? Kann man in einem anologen Medium wie dem Theater Antworten auf Fragen der digitalen Wirklichkeit finden? Diesen Fragen geht das O-Team anhand der Arbeiten einer fiktiven Künstlerin namens Dorothy nach und lädt zu einem Ausstellungsbesuch voller Kunststoffmüll, 3D-Druckern und Skulpturen ein, bei dem die Besucherinnen und Besucher zu digitalen Entdeckern werden.

Bereits das dritte Mal in Folge zu Gast beim internationalen figuren.theater.festival in Erlangen, spinnt das O-Team den thematischen und künstlerischen roten Faden seines Schaffens weiter. Nach der 2017 gezeigten Performance „Singularity“, welche den zukünftigen Einfluss künstlicher Intelligenz auf das Leben und die künstlerische Arbeit in Form eines experimentellen Versuchsaufbaus untersuchte, widmet sich das O-Team – gemeinsam mit dem Bildenden Künstler Fabian Hesse, der Figurenspielerin Antje Töpfer und dem Musiker Ha$i – in „:-Oz“ nun der Spannung zwischen analoger Theaterrealität und simulativer Digitalwelt. Das Ergebnis ist ein genreübergreifender Theaterabend zwischen Dokumentation, Diskussion und Musical, zwischen Aufführung, Ausstellung und Performance sowie zwischen Realität und Simulation.


In Kooperation mit dem Theater Rampe, FITZ! Stuttgart und Pathos, München | Gefördert durch den Fonds Darstellende Künste, den Landesverband freier Theater Baden-Württemberg e. V. aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, die Stadt Stuttgart und den Bezirk Oberbayern

Regie: Samuel Hof | Ausstattung: Nina Malotta | Bildende Kunst: Fabian Hesse | Musik: Ha$i | Figurenspiel und -bau: Antje Töpfer | Schauspiel: Folkert Dücker | Dramaturgie: Antonia Beermann | Sound, Video: Pedro Pinto | Produktion: Markus Nießner

http://www.team-odradek.de

Erlangen

27.05.2019
20:00 Uhr
Tickets
ab 17,40 €
Florian Feisel: SchmetterDINGE
Lecture Performance | bespielte Installation

2.756 Bruchstücke von Porzellanpuppen wollen unbedingt mit einer Sammlung verstorbener Insekten zusammenkommen. Diese auf den ersten Blick so ungleichen Materialien bringt Florian Feisel in seiner Lecture-Performance ins „Gespräch“. Zu Lebzeiten haben die hier präparierten Schmetterlinge und Käfer – als Vertreter der Gruppe der Holometabola – eine vollständige Metamorphose inklusive Puppenstadium durchlaufen. Nun sind sie in Schaukästen zu bewundern. Die Porzellanpuppenteile waren 140 Jahre unter der Erde begraben und sind jetzt ebenfalls Teil dieser Installation. Doch wie kam es zu ihrer Verschüttung und dem Wiederentdecken ihrer Körperfragmente? Was, wenn versehrter Puppenkörper und Schmetterling zusammenfänden? Auf einen Versuch sich selbst Flügel zu verleihen, käme es an. Mit „SchmetterDINGE“ präsentiert Florian Feisel seine Erkenntnisse aus einer mehrjährigen Materialuntersuchung und schafft ungewöhnliche Verbindungen zwischen Dingen und Geschichten. Zwischen Expeditionsleiter, Museumsführer, Entomologe und Forschungslaborant legt er das dem Material innewohnende Erzählpotential frei. Dabei stiftet er das Publikum zur Kreation eigener Metamorphosen an: Einer Assemblage aus Überbleibseln einer verlorenen Zeit.
Florian Feisel hat Schauspiel gelernt und Puppenspiel studiert. Seit 2003 ist er mit Installationen, Performances und Stücken für Kinder und Erwachsene regelmäßiger Gast des Festivals, seit 2012 zudem als Professor des Studiengangs Figurentheater an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart tätig.

http://www.florianfeisel.de

Eine Koproduktion mit FITZ! Stuttgart und der Schaubude Berlin | Gefördert vom Landesverband Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg e. V. aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg

Text, Regie, Spiel: Florian Feisel | Szenografie: Florian Feisel, Isabell Haas | Künstlerische Unterstützung: Gyula Molnàr

Erlangen

27.05.2019
16:00 Uhr
Tickets
ab 14,10 €
Numen Company: Solace
Figurentheater

„Unser Leben liegt nicht hinter uns, nicht vor uns, nicht im Jetzt, es ist in uns.“ (Jacques Prévert)
Wir alle brauchen in bestimmten Augenblicken unseres Lebens Trost. Ein Bedürfnis, das grundlegend zum menschlichen Dasein gehört. In ihrem Stück „Solace“ thematisiert die Numen Company von Uta Gebert mit großer Sensibilität ebendieses Thema aus dem Blick eines Kindes. In einer wüstenhaften Landschaft wird die einzigartige Beziehung zwischen einem Kind und anderen rätselhaften Figuren erzählt. Unterschiedliche Zeitebenen treffen aufeinander, Reminiszenzen und Flashbacks einer vergessenen Vergangenheit flackern auf – Bilder entstehen, verknüpft allein durch die Erinnerung. Uta Gebert verwandelt mit ihrem akzentuierten und eindringlichen Lichtspiel die Bühne in einen Ort, in dem Gegenwart und Vergangenheit aufeinandertreffen. In dem wortlosen, gestischen Dialog zwischen den Agierenden schwingt auch immer die Frage nach unserem Verhältnis zum Alleinsein mit.

Uta Gebert studierte Puppenspiel an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin und an der École Supérieure Nationale des Arts de la Marionnette Charleville-Mézières in Frankreich. In ihren Arbeiten entwickelt sie eine starke eigene Ästhetik, in der das gesprochene Wort hinter reduzierten, geheimnisvollen Bildern zurücktritt.
„Geberts Puppen verwenden viel Zeit, ihren Blick schweifen zu lassen. Aber niemals verraten sie, wohin sie sehen oder was genau sie betrachten. […] Und auch wenn der Blick weit ins Fremde geht, bleibt für uns Betrachter doch immer das Gefühl einer Welt, die uns auf seltsame Weise nahe ist, die wir alle genau kennen, jeder für sich.“ (Gert Engel –
http://www.fidena.de)

In Koproduktion mit dem Festival Mondial des Théâtres de Marionnettes Charleville-Mézières, TJP – Centre dramatique national d’Alsace, Figurteatret i Nordland, Manège – Scène Nationale de Reims, Espace Jéliote, scène conventionnée arts de la marionnette / Communauté de communes du Piémont Oloronais, Théâtre des 4 Saisons, scène conventionnée musique(s) / Ville de Gradignan, Schaubude Berlin, T-Werk Potsdam | Mit freundlicher Unterstützung vom Fonds Transfabrik – deutsch-französischer Fonds für darstellende Künste, Mouffetard – Théâtre des arts de la marionnette de Paris, Centre de la Marionnette de la Fédération Wallonie-Bruxelles à Tournai

Regie, Konzeption, Bühnenbild, Puppen: Uta Gebert | Spiel: Uta Gebert, Laura Siegmund | Musik: Hahn Rowe | Lichtdesign: Jérôme Houlès, Uta Gebert | Dramaturgische Beratung: Meriam Bousselmi, Geeske Otten, Ruth Mariën | Kostüme: Sonja Albartus | Künstlerische Mitarbeit: Gabriel Hermand-Priquet, Ursula Gebert | Produktionsassistenz, Kommunikation: Sophie Galibert | Künstlerische und organisatorische Unterstützung: Silvia Brendenal, Kathrin Rachow | Licht und Ton auf Tournee: Jérôme Houlès, Paul Friedrich

http://www.numen-company.com

Erlangen

27.05.2019
18:30 Uhr
Tickets
ab 19,60 €
Compagnie Selon l’Heure & Ali Moini (FR/IR)
Foto: Alain Scherer
http://www.figurentheaterfestival.de

Figurentheater | Tanz ca. 60min. | ohne Sprache

In Koproduktion mit Montpellier Danse 2016, La Passerelle Scène Nationale, La Filature Scène Nationale | Gefördert durch Centre National de la Danse, Espace Pasolini, Festival Montpellier Danse | Mit Unterstützung der Fondation d’enterprise Hermès im Rahmen des Programms New Settings, DRAC Île-De-France im Programm l’Aide au Projet, Institut Français, Französisches Ministerium für Kultur/DGCA

Konzept, Performance: Ali Moini | Soundinstallation: Sarah Shamloo, Nima Aghiani aka 9T ANTIOPE | Bühnenbild: Julien Peissel, Ali Moini | Konstruktion: Julien Peissel | Lichtdesign: Stéfane Perraud | Technik: Samson Milcent | Dramaturgische Beratung: Thibaud Croisy | Produktionsmanagement: Yann Gibert | Produktion: Compagnie Selon l’Heure

Ali Moini, Tänzer und Choreograf mit iranischen Wurzeln, hat im Theaterraum eine Maschine installiert, die seinen Körper über hunderte Fäden mit einer lebensgroßen Marionette verbindet. Wenn er anfängt, mit seinem Double in behutsamer Weise zu tanzen, entwickelt das eine hypnotische Sogwirkung. Einerseits erweckt Ali Moini die Marionette zum Leben, andererseits gerät sein eigener Körper in einen eigenwilligen Tanz, den er aufführen muss, um die Figur richtig zu lenken. Aber wer steuert hier letztlich eigentlich wen? Wird die Maschine zum Menschen oder der Mensch zur Maschine? Seinem Stück hat Ali Moini einen Titel auf Farsi gegeben, der übersetzt ungefähr bedeutet: „Durch Rostam bin ich zu meinem Ruhm gekommen.“ Die Figur des Rostam, ein persischer Sagenheld, steht hier für den Umstand, dass sich jemand die Arbeit und Ideen eines anderen aneignet und sich mit dessen Erfolgen brüstet. Gleichzeitig bringt der Satz zum Ausdruck, dass man dadurch ein Stück weit zu dem geworden ist, den man beraubt hat. So hinterfragt Ali Moini in seiner Inszenierung die Themen Aneignung und Anpassung, die Spiegelung des Fremden sowie die Möglichkeit, die eigenen Bewegungen und Absichten von außen betrachten zu können.

Ali Moini studierte Schauspiel in Teheran und Choreografie u. a. in Lissabon. Sein erstes Solostück „My Paradoxical Knives“, für das er große Anerkennung von Presse und Publikum erhielt, kreierte er im Jahr 2010. Regelmäßig arbeitet er mit der Compagnie Selon l’Heure aus Paris zusammen.

http://www.selonlheurecompany.com

Fürth

28.05.2019
20:00 Uhr
Tickets
ab 18,60 €
Compagnie Mossoux-Bonté: The Great He-Goat
Bildertheater | Tanz | Objekttheater

Eine Gruppe von Männern und Frauen, wie gerade einem Gemälde von Goya entstiegen, mitten aus den tiefsten und dunkelsten Wirren des spanischen Unabhängigkeitskriegs. Gespiegelt und zugleich verzerrt von ihren Puppen-Doppelgängern auf der Bühne, verlieren sie zunehmend den Halt in der Realität und beginnen sich zu verwandeln. Sie tönen und summen – ihre Gesichter, zum Teil hinter Masken verborgen, stimmen vergessene Choräle an und lassen den Boden unter ihren Füßen vom Rhythmus alter Strophen erzittern. Hinter Trugbildern und Illusionen versuchen sie sich zu verstecken und ziehen sich schließlich ganz in die Schatten zurück. „Hexensabbat“ oder „The Great He-Goat“ ist eines der bekanntesten Gemälde aus Francisco de Goyas „Pinturas Negras“, den schwarzen Bildern, mit denen der bereits nahezu gehörlose Maler zu Ende seines Lebens die Wände seines Landhauses schmückte. Sie sind ein eindrucksvolles Zeugnis von Goyas Spätwerk, in dem sich düstere Fantasien, Ängste und Wahnvorstellungen mit den bedrückenden Zeitumständen zu gespenstischen, zweideutigen und brutalen Trugbildern vermischt zu haben scheinen.

Mit „The Great He-Goat“ kehrt die dem Erlanger Publikum bestens bekannte Compagnie Mossoux-Bonté zu ihren Wurzeln zurück und knüpft an bildgewaltige Produktionen wie „Die letzten Halluzinationen des Lucas Cranach“ an, eine Inszenierung, die bereits 1997 beim internationalen figuren.theater.festival in Erlangen zu sehen war.

http://www.mossoux-bonte.be


In Koproduktion mit Charleroi Danse – Centre chorégraphique de la Fédération Wallonie-Bruxelles, La Briqueterie – CDCN du Val-de-Marne, Le Théâtre de Rungis, La Coop asbl, Shelterprod | Mit Unterstützung von Théâtre de Liège, Théâtre de Châtillon, Taxshelter Belgien, Wallonie-Bruxelles International

Konzept, Choreographie: Nicole Mossoux | Regie: Nicole Mossoux, Patrick Bonté | Performance, künstlerische Mitarbeit: Juan Benítez, Dounia Depoorter, Thomas Dupal, Yvain Juillard, Frauke Mariën, Fernando Martin, Isabelle Lamouline, Shantala Pèpe, Candy Saulnier, Fatou Traore, Eva Ponties-Domeneghetty | Vocal design: Jean Fürst | Sounddesign: Thomas Turine | Puppen, Kostüme, Bühnenbild: Natacha Belova | Lichtdesign: Patrick Bonté | Masken: Loïc Nebreda, Audrey Robin | Prothesenbau: Laurent Couline | Bühnenbau: Mikha Wajnrych | Assistenz: Anaïs Grandamy, Sébastien Chollet | Technische Leitung: Jean-Jacques Deneumoustier | Produktion: Marion Couturier | Tourmanagement: Manon Dumonceaux, Thérèse Coriou

Erlangen

28.05.2019
19:00 Uhr
Tickets
ab 7,50 €
O-Team + Antje Töpfer: :-Oz
Performance | Neue Medien

Was passiert an der Schnittstelle zwischen physischer und virtueller Welt? Kann man in einem anologen Medium wie dem Theater Antworten auf Fragen der digitalen Wirklichkeit finden? Diesen Fragen geht das O-Team anhand der Arbeiten einer fiktiven Künstlerin namens Dorothy nach und lädt zu einem Ausstellungsbesuch voller Kunststoffmüll, 3D-Druckern und Skulpturen ein, bei dem die Besucherinnen und Besucher zu digitalen Entdeckern werden.

Bereits das dritte Mal in Folge zu Gast beim internationalen figuren.theater.festival in Erlangen, spinnt das O-Team den thematischen und künstlerischen roten Faden seines Schaffens weiter. Nach der 2017 gezeigten Performance „Singularity“, welche den zukünftigen Einfluss künstlicher Intelligenz auf das Leben und die künstlerische Arbeit in Form eines experimentellen Versuchsaufbaus untersuchte, widmet sich das O-Team – gemeinsam mit dem Bildenden Künstler Fabian Hesse, der Figurenspielerin Antje Töpfer und dem Musiker Ha$i – in „:-Oz“ nun der Spannung zwischen analoger Theaterrealität und simulativer Digitalwelt. Das Ergebnis ist ein genreübergreifender Theaterabend zwischen Dokumentation, Diskussion und Musical, zwischen Aufführung, Ausstellung und Performance sowie zwischen Realität und Simulation.

In Kooperation mit dem Theater Rampe, FITZ! Stuttgart und Pathos, München | Gefördert durch den Fonds Darstellende Künste, den Landesverband freier Theater Baden-Württemberg e. V. aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, die Stadt Stuttgart und den Bezirk Oberbayern

Regie: Samuel Hof | Ausstattung: Nina Malotta | Bildende Kunst: Fabian Hesse | Musik: Ha$i | Figurenspiel und -bau: Antje Töpfer | Schauspiel: Folkert Dücker | Dramaturgie: Antonia Beermann | Sound, Video: Pedro Pinto | Produktion: Markus Nießner

http://www.team-odradek.de

Erlangen

28.05.2019
20:30 Uhr
Tickets
ab 17,40 €
Ensemble Extraordinaire: Oda still im Menschenmeer
Maskentheater

Oda ist müde. Müde vom Leben, müde vom Alter und müde von den Menschen, die täglich um sie herum sind. Alles ist ihr zu laut. Vor allem ihre Familie. Lieber wäre es ihr, wenn es still wäre, doch das ist es nur in ihren Träumen. So sehnt sie sich nach Ruhe und einem Weg aus der Hektik ihres Alltags. Da taucht plötzlich ein seltsamer Mann auf, der sie bittet, mit ihm zu gehen. Doch Oda traut dem Fremden nicht – bis sie allmählich zu verstehen beginnt, dass er sie auf der letzten Reise ihres Lebens begleiten möchte.

Die Produktion „Oda still im Menschenmeer“ ist die zweite Inszenierung des Ensembles Extraordinaire, welches im Herbst 2016 unter dem Namen „Bürger Inklusive“ als Kooperationsprojekt der Lebenshilfe Erlangen, des Theater Erlangen und dem Büro für Chancengleichheit und Vielfalt der Stadt Erlangen ins Leben gerufen wurde. Bestehend aus theatererfahrenen Laien sowie Theaterneulingen baut die Gruppe auf ein inklusives Gesamtkonzept. Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen selbstverständliche Vielfalt zu (er)leben und unter professionellen Bedingungen Teil einer Theaterinszenierung zu werden – ungeachtet ihrer sozialen Herkunft, kultureller und religiöser Wurzeln oder körperlicher und sonstiger Einschränkungen.

Ein Projekt des Theater Erlangen in Kooperation mit der Lebenshilfe Erlangen | Gefördert von Aktion Mensch, Kulturförderung der Stadt Erlangen

Konzept, Spiel, Masken: Björn Ballbach, Günther Hammerl, Roland Kraus, Norman Müller, Christina Marie Pachur, Barbara Paul, Tina Stark, Benni Stengel, Gudrun Toschew, Sandra Weissmann-Ballbach | Regie, Dramaturgie: Sandra Weissmann-Ballbach
Theater Chemnitz: Wenn mich einer fragte ...
Die Vorstellung am 28. Mai und das anschließende Inszenierungsgespräch finden mit Übertragung in deutsche Gebärdensprache statt.
Die Vorstellung am 29. Mai wird mit Audiodeskription für Blinde und Sehbehinderte gezeigt.

Figurentheater

Der Schriftsteller, Politiker und Publizist Stefan Heym wurde 1913 als Helmut Flieg in Chemnitz geboren. Aufgrund der Veröffentlichung eines antimilitaristischen Gedichts musste er 1933 Chemnitz verlassen und floh vor den Nazis nach Prag, wo er sich sein Pseudonym Stefan Heym zulegte. 1935 emigrierte er in die USA und begann als Schriftsteller, Journalist und Redakteur zu arbeiten. Als Soldat der U.S. Army kehrte Heym 1945 auf der Suche nach dem Grab seines Vaters erstmals wieder in das zerbombte Chemnitz zurück und übersiedelte Anfang der 50er Jahre in Folge der McCarthy-Ära schließlich nach Ostberlin, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 2001 lebte. In der DDR zunächst als Verfechter des Sozialismus gefeiert, zeigte er in seinen Texten bald die Widersprüche im Lebensalltag der DDR auf.

In „Wenn mich einer fragte …“ kehren der alte und der junge Heym zurück und blicken in ihrer je eigenen Perspektive auf die Stadt Chemnitz sowie auf eine Lebensgeschichte, die voller Umbrüche, Widersprüche und Visionen ist. Was haben sich der Autor Heym und sein junges Ich zu erzählen? Regisseur Christoph Werner, seit 1995 auch künstlerischer Leiter des Puppentheater Halle, und das Ensemble wurden während der Arbeit an „Wenn mich einer fragte …“ mit den aktuellen politischen Ereignissen in Chemnitz konfrontiert. Direkt vor der Premiere fanden die Demonstrationen der Rechten in unmittelbarer Nähe des Theaters statt. Das Puppenspiel untersucht mit dokumentarischen Mitteln, ob die Figur des Stefan Heym an seinem Lebensende versöhnlich zurückblicken kann oder ob auch heute noch die Gefahr besteht, dass rechtes Gedankengut erneut Millionen Anhänger findet.

http://www.theater-chemnitz.de

In Kooperation mit dem Programm „neue unentd_ckte narrative“ des ASA-FF e. V. | Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“

Regie: Christoph Werner | Ausstattung: Angela Baumgart | Puppenbau: Hagen Tilp | Video: Conny Klar | Dramaturgie: Friederike Spindler | Mit: Claudia Acker, Tobias Eisenkrämer, Karoline Hoffmann, Sarah Wissner

z.Zt. keine Tickets verfügbar | Restkarten ggfs. an der Abendkasse

Erlangen

28.05.2019
17:00 Uhr
Tickets
ab 17,40 €
Kurt Hentschläger: SOL
Installation | Neue Medien

Mit „FEED“ sorgte Kurt Hentschläger bereits im Rahmen des internationalen figuren.theater.festivals 2009 in Erlangen für Furore, als er mithilfe von Nebelwänden Lichtarchitekturen kreierte, die das Publikum in einen Zustand absoluter Orientierungslosigkeit versetzte und zugleich in eine rauschhaft, elektrisierende Lichterwelt eintauchen ließ. Auch seine aktuelle installativ immersive Arbeit „SOL“ spielt mit der eigenen Wahrnehmung, indem der Betrachter, geradezu jeglichen Zeitgefühls enthoben, in ein radikales schwarzes Nichts entführt wird. In der absoluten Dunkelheit in den Tiefen des Erlanger Burgbergs werden die Zuschauerinnen und Zuschauer wechselnden Lichterruptionen ausgesetzt, die intensive Nachbilder auf der Netzhaut auslösen und zu einer individuellen, sinnlichen Bild- und Körpererfahrung führen. Im Wechsel der Stimulationen durch Licht- und Klangimpulse konfrontiert die Installation die Besucherinnen und Besucher mit ihrem individuellen Körperempfinden und überraschenden Wahrnehmungsverschiebungen. In der Auflösung von Zeit und Raum wird die Entgrenzung des unmittelbaren Gegenwartsbezugs zelebriert und der Betrachter ganz und gar auf sich selbst zurückgeworfen.
Der in Linz geborene und aktuell in New York lebende Künstler Kurt Hentschläger erlangte internationale Bekanntheit durch seine Arbeiten in dem Duo „Granular Synthesis“ mit Ulf Langheinrich und zählt seither zu den Pionieren der audiovisuellen Medien. Seine Arbeiten wurden vielfach ausgestellt – u. a. bei der Biennale in Venedig sowie im PS1 New York, Creative Time New York, MAC – Musée d’Art Contemporain Montréal, MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst, ZKM Karlsruhe, National Museum of China in Beijing, National Museum for Contemporary Art in Seoul oder im ICC Tokio.

Die Dauer des Aufenthaltes in der Installation ist frei wählbar und unterliegt keinen Vorgaben durch den Veranstalter.

http://www.kurthentschlager.com


In Koproduktion mit OK – Center for Contemporary Art, Linz, Österreich und CTM Festival Berlin

Konzept und Design: Kurt Hentschläger | Kuration: Isabelle Meiffert | Management: Richard Castelli – Epidemic | Produktionsassistenz Chicago, USA: Pablo Monterrubio Benet, Yan Zhou | Technische Leitung: Alexander Boehmler | Dank an Martin Sturm, Genoveva Ruckert, Oliver Bauherrn, Remco Schuurbiers, Detlev Pusch, Claire Dugot, Chara Skiadelli, Florence Berthaud

Erlangen

28.05.2019
16:00 Uhr
Tickets
ab 14,10 €
Florian Feisel: SchmetterDINGE
Lecture Performance | bespielte Installation

2.756 Bruchstücke von Porzellanpuppen wollen unbedingt mit einer Sammlung verstorbener Insekten zusammenkommen. Diese auf den ersten Blick so ungleichen Materialien bringt Florian Feisel in seiner Lecture-Performance ins „Gespräch“. Zu Lebzeiten haben die hier präparierten Schmetterlinge und Käfer – als Vertreter der Gruppe der Holometabola – eine vollständige Metamorphose inklusive Puppenstadium durchlaufen. Nun sind sie in Schaukästen zu bewundern. Die Porzellanpuppenteile waren 140 Jahre unter der Erde begraben und sind jetzt ebenfalls Teil dieser Installation. Doch wie kam es zu ihrer Verschüttung und dem Wiederentdecken ihrer Körperfragmente? Was, wenn versehrter Puppenkörper und Schmetterling zusammenfänden? Auf einen Versuch sich selbst Flügel zu verleihen, käme es an. Mit „SchmetterDINGE“ präsentiert Florian Feisel seine Erkenntnisse aus einer mehrjährigen Materialuntersuchung und schafft ungewöhnliche Verbindungen zwischen Dingen und Geschichten. Zwischen Expeditionsleiter, Museumsführer, Entomologe und Forschungslaborant legt er das dem Material innewohnende Erzählpotential frei. Dabei stiftet er das Publikum zur Kreation eigener Metamorphosen an: Einer Assemblage aus Überbleibseln einer verlorenen Zeit.
Florian Feisel hat Schauspiel gelernt und Puppenspiel studiert. Seit 2003 ist er mit Installationen, Performances und Stücken für Kinder und Erwachsene regelmäßiger Gast des Festivals, seit 2012 zudem als Professor des Studiengangs Figurentheater an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart tätig.

http://www.florianfeisel.de

Eine Koproduktion mit FITZ! Stuttgart und der Schaubude Berlin | Gefördert vom Landesverband Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg e. V. aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg

Text, Regie, Spiel: Florian Feisel | Szenografie: Florian Feisel, Isabell Haas | Künstlerische Unterstützung: Gyula Molnàr

Erlangen

28.05.2019
17:00 Uhr
Tickets
ab 14,10 €
Livsmedlet Theatre: Invisible Lands
Alle Vorstellungen im Kulturzentrum E-Werk sind für Schwerhörige geeignet und werden induktiv verstärkt.

Figurentheater | Körpertheater

Eine Geschichte, wie sie jederzeit an jedem Ort passieren kann: Menschen sind gezwungen, ihr Zuhause zu verlassen und machen sich auf den Weg, um buchstäblich ihre Haut zu retten. Das Theater-Duo Livsmedlet hinterfragt die Schwierigkeiten, solch eine Reise zu erzählen. Entstanden ist dabei die Geschichte einer Flucht, die von den zerstörten Häusern, den vielen Gefahren auf dem Weg, dem Verlust von geliebten Menschen sowie dem Treffen schwieriger und manchmal unmöglicher Entscheidungen erzählt. Doch diese Geschichte ist kein Hollywood-Drama, sondern das wirkliche Leben.

Sandrina Lindgren und Ishmael Falke arbeiten mit verschiedenen Perspektiven, um die Kluft zwischen der Art, wie wir Flüchtlinge als winzige Figuren auf einem Fernsehbildschirm sehen und der physischen und psychischen Erfahrung, die diese Menschen machen, zu überbrücken. Ihre eigenen Körper werden zu Landschaften, in denen sich Miniaturfiguren bewegen. Gleichzeitig wird das Geschehen gefilmt und live projiziert. Zwischensequenzen machen deutlich, dass die Meinung über Geflüchtete vor allem eine Frage des Blickwinkels ist. Ohne Worte erzählen die beiden von den alltäglichen Dramen, die tausende Menschen überall auf der Welt immer wieder aufs Neue erleben.

Ishmael Falke ist Puppenspieler, Dramaturg und Theaterregisseur und wurde in Israel geboren; die Tanzkünstlerin, Physical-Performerin und Theatermacherin Sandrina Lindgren stammt aus Schweden. In ihren interdisziplinären Arbeiten zwischen visuellem und physischem Theater arbeiten sie mit Künstlerinnen und Künstlern aus den Bereichen Tanz, Film, Bildende Kunst und Puppenspiel zusammen.

Gefördert von Suomen Kulttuurirahasto, Art Foundation of Finland (TAIKE), Centre de diffusion artistique

Regie, Spiel: Sandrina Lindgren, Ishmael Falke | Musik, Sounddesign: Niklas Nybom | Lichtdesign: Jarkko Forsman | Management: Alain Baczynsky

http://www.ishmaelfalke.com
http://www.sandrinalindgren.me

z.Zt. keine Tickets verfügbar | Restkarten ggfs. an der Abendkasse

Erlangen

29.05.2019
20:30 Uhr
Tickets
ab 17,40 €
Livsmedlet Theatre: Invisible Lands
Alle Vorstellungen im Kulturzentrum E-Werk sind für Schwerhörige geeignet und werden induktiv verstärkt.

Figurentheater | Körpertheater

Eine Geschichte, wie sie jederzeit an jedem Ort passieren kann: Menschen sind gezwungen, ihr Zuhause zu verlassen und machen sich auf den Weg, um buchstäblich ihre Haut zu retten. Das Theater-Duo Livsmedlet hinterfragt die Schwierigkeiten, solch eine Reise zu erzählen. Entstanden ist dabei die Geschichte einer Flucht, die von den zerstörten Häusern, den vielen Gefahren auf dem Weg, dem Verlust von geliebten Menschen sowie dem Treffen schwieriger und manchmal unmöglicher Entscheidungen erzählt. Doch diese Geschichte ist kein Hollywood-Drama, sondern das wirkliche Leben.

Sandrina Lindgren und Ishmael Falke arbeiten mit verschiedenen Perspektiven, um die Kluft zwischen der Art, wie wir Flüchtlinge als winzige Figuren auf einem Fernsehbildschirm sehen und der physischen und psychischen Erfahrung, die diese Menschen machen, zu überbrücken. Ihre eigenen Körper werden zu Landschaften, in denen sich Miniaturfiguren bewegen. Gleichzeitig wird das Geschehen gefilmt und live projiziert. Zwischensequenzen machen deutlich, dass die Meinung über Geflüchtete vor allem eine Frage des Blickwinkels ist. Ohne Worte erzählen die beiden von den alltäglichen Dramen, die tausende Menschen überall auf der Welt immer wieder aufs Neue erleben.

Ishmael Falke ist Puppenspieler, Dramaturg und Theaterregisseur und wurde in Israel geboren; die Tanzkünstlerin, Physical-Performerin und Theatermacherin Sandrina Lindgren stammt aus Schweden. In ihren interdisziplinären Arbeiten zwischen visuellem und physischem Theater arbeiten sie mit Künstlerinnen und Künstlern aus den Bereichen Tanz, Film, Bildende Kunst und Puppenspiel zusammen.

Gefördert von Suomen Kulttuurirahasto, Art Foundation of Finland (TAIKE), Centre de diffusion artistique

Regie, Spiel: Sandrina Lindgren, Ishmael Falke | Musik, Sounddesign: Niklas Nybom | Lichtdesign: Jarkko Forsman | Management: Alain Baczynsky

http://www.ishmaelfalke.com
http://www.sandrinalindgren.me

Erlangen

29.05.2019
15:00 Uhr
Tickets
ab 17,40 €
Akhe: Demokratie
Bildertheater | Objekttheater

Rohöl ist der Schmierstoff der neuen Weltordnung. Und der Siegeszug der „Demokratie“ im globalisierten und kapitalistischen Zwanzigsten Jahrhundert ist untrennbar mit dem Rohstoff und seiner Ausbeutung verbunden. Was aber wird sein Bedeutungsäquivalent im kommenden Jahrhundert sein, in der weltweiten Flut der Begriffe, Konzepte und Themen? Die russischen Performer von Akhe tauchen im wahrsten Sinne des Wortes ein in die zähe Flüssigkeit und bringen die Fässer zum Überlaufen. Ausgestattet mit Messern, Schwämmen aus Brot und klebrigen Graffitis zelebrieren sie einen rauen Abgesang auf die Welt, wie wir sie kennen.

Seit die St. Petersburger Künstlergruppe 2001 im Rahmen des ARENA-Festivals mit dem ungewöhnlichen Theaterprojekt „Sine loco“ die Erlanger Zuschauerinnen und Zuschauer im Sturm eroberte, sind sie regelmäßig beim internationalen figuren.theater.festival zu Gast. Ihre Performances, voll von seltsamen Objekten und Kunstzitaten, die sie selbstironisch und programmatisch „Ingenieurtheater“ nennen, werden seit 30 Jahren weltweit in Theatern und auf Festivals gefeiert. In Erlangen ist Akhe in diesem Jahr wieder mit einer Trilogie zu Gast: „Demokratie“ – „Utopie“ – „Diktatur“.

Regie, Bühne: Akhe | Darsteller: Maxim Isaev, Nikolay Khamov, Pavel Semchenko | Licht: Vadim Gololobov, Alexander Golubev | Musik: Denis Antonov | Management: Vadim Gololobov

http://www.akhe.ru

z.Zt. keine Tickets verfügbar | Restkarten ggfs. an der Abendkasse

Erlangen

29.05.2019
20:30 Uhr
Tickets
ab 17,40 €
Christoph Bochdansky + ohnetitel: Intakte Bewohner desolater Städte
Figurentheater | Schauspiel | Varieté

Um was dreht sich die Welt? Und in welche Richtung? Rückwärts, in die immer gleichen Katastrophen? Oder vorwärts, in neue Untergänge? Die Menschen haben seit frühester Zeit Karten gestaltet, um die Welt in den Griff zu bekommen. Die Ergebnisse sind so bunt, phantasievoll und schrill, wie ein Varieté im Paris des 19. Jahrhunderts. Willkommen im Welttheater „Kap der Guten Hoffnung“ – Illusionskunst und große Weltentwürfe geben sich hier die Hand! Bei dieser bizarren Reise ans andere Ende der Welt nimmt das Publikum Platz in einem verstaubten Varieté, wo zwei alternde Taschentrickspieler und Zauberkünstler hausen, deren beste Tage schon vorbei sind. Sie teilen ihre Erinnerungen an „famose“ Erfolge und „spektakuläre“ Auftritte. Und dann ist da noch die glamouröse Impresaria – eine schrille Diva, elegant und mondän, aber auch ein derbes Schandmaul. Irgendetwas ist damals auf der letzten Station ihrer gemeinsamen Tournee, in dem schmuddeligen Theater in Marseille, passiert: Die Impresaria verschwand und ward nie wieder gesehen.

„Intakte Bewohner desolater Städte“ ist eine gemeinsame Produktion der Gruppe ohnetitel aus Salzburg zusammen mit Christoph Bochdansky, langjähriger Gast des internationalen figuren.theater.festivals und ein puppenspielender Geschichtenerzähler mit Hang zu absurdem Humor, verspielt-poetischen Inhalten und einer ausdrucksstarken Bildersprache.

http://www.bochdansky.at
http://www.ohnetitel.at

Spiel: Thomas Beck, Christoph Bochdansky, Dorit Ehlers | Bühne: Arthur Zgubic, Alois Ellmauer | Kostüm: Hilde Böhm, Lili Pfeiffer | Puppenbau: Christoph Bochdansky | Produktion: Sabine Jenichl | Stückentwicklung: ohnetitel (Thomas Beck, Dorit Ehlers, Arthur Zgubic), Christoph Bochdansky

Erlangen

29.05.2019
22:00 Uhr
Tickets
ab 17,40 €
Christoph Bochdansky + ohnetitel: Intakte Bewohner desolater Städte
Figurentheater | Schauspiel | Varieté

Um was dreht sich die Welt? Und in welche Richtung? Rückwärts, in die immer gleichen Katastrophen? Oder vorwärts, in neue Untergänge? Die Menschen haben seit frühester Zeit Karten gestaltet, um die Welt in den Griff zu bekommen. Die Ergebnisse sind so bunt, phantasievoll und schrill, wie ein Varieté im Paris des 19. Jahrhunderts. Willkommen im Welttheater „Kap der Guten Hoffnung“ – Illusionskunst und große Weltentwürfe geben sich hier die Hand! Bei dieser bizarren Reise ans andere Ende der Welt nimmt das Publikum Platz in einem verstaubten Varieté, wo zwei alternde Taschentrickspieler und Zauberkünstler hausen, deren beste Tage schon vorbei sind. Sie teilen ihre Erinnerungen an „famose“ Erfolge und „spektakuläre“ Auftritte. Und dann ist da noch die glamouröse Impresaria – eine schrille Diva, elegant und mondän, aber auch ein derbes Schandmaul. Irgendetwas ist damals auf der letzten Station ihrer gemeinsamen Tournee, in dem schmuddeligen Theater in Marseille, passiert: Die Impresaria verschwand und ward nie wieder gesehen.

„Intakte Bewohner desolater Städte“ ist eine gemeinsame Produktion der Gruppe ohnetitel aus Salzburg zusammen mit Christoph Bochdansky, langjähriger Gast des internationalen figuren.theater.festivals und ein puppenspielender Geschichtenerzähler mit Hang zu absurdem Humor, verspielt-poetischen Inhalten und einer ausdrucksstarken Bildersprache.

http://www.bochdansky.at
http://www.ohnetitel.at

Spiel: Thomas Beck, Christoph Bochdansky, Dorit Ehlers | Bühne: Arthur Zgubic, Alois Ellmauer | Kostüm: Hilde Böhm, Lili Pfeiffer | Puppenbau: Christoph Bochdansky | Produktion: Sabine Jenichl | Stückentwicklung: ohnetitel (Thomas Beck, Dorit Ehlers, Arthur Zgubic), Christoph Bochdansky

Erlangen

29.05.2019
17:00 Uhr
Tickets
ab 17,40 €
Theater Chemnitz: Wenn mich einer fragte ...
Die Vorstellung am 28. Mai und das anschließende Inszenierungsgespräch finden mit Übertragung in deutsche Gebärdensprache statt.
Die Vorstellung am 29. Mai wird mit Audiodeskription für Blinde und Sehbehinderte gezeigt.

Figurentheater

Der Schriftsteller, Politiker und Publizist Stefan Heym wurde 1913 als Helmut Flieg in Chemnitz geboren. Aufgrund der Veröffentlichung eines antimilitaristischen Gedichts musste er 1933 Chemnitz verlassen und floh vor den Nazis nach Prag, wo er sich sein Pseudonym Stefan Heym zulegte. 1935 emigrierte er in die USA und begann als Schriftsteller, Journalist und Redakteur zu arbeiten. Als Soldat der U.S. Army kehrte Heym 1945 auf der Suche nach dem Grab seines Vaters erstmals wieder in das zerbombte Chemnitz zurück und übersiedelte Anfang der 50er Jahre in Folge der McCarthy-Ära schließlich nach Ostberlin, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 2001 lebte. In der DDR zunächst als Verfechter des Sozialismus gefeiert, zeigte er in seinen Texten bald die Widersprüche im Lebensalltag der DDR auf.

In „Wenn mich einer fragte …“ kehren der alte und der junge Heym zurück und blicken in ihrer je eigenen Perspektive auf die Stadt Chemnitz sowie auf eine Lebensgeschichte, die voller Umbrüche, Widersprüche und Visionen ist. Was haben sich der Autor Heym und sein junges Ich zu erzählen? Regisseur Christoph Werner, seit 1995 auch künstlerischer Leiter des Puppentheater Halle, und das Ensemble wurden während der Arbeit an „Wenn mich einer fragte …“ mit den aktuellen politischen Ereignissen in Chemnitz konfrontiert. Direkt vor der Premiere fanden die Demonstrationen der Rechten in unmittelbarer Nähe des Theaters statt. Das Puppenspiel untersucht mit dokumentarischen Mitteln, ob die Figur des Stefan Heym an seinem Lebensende versöhnlich zurückblicken kann oder ob auch heute noch die Gefahr besteht, dass rechtes Gedankengut erneut Millionen Anhänger findet.

http://www.theater-chemnitz.de

In Kooperation mit dem Programm „neue unentd_ckte narrative“ des ASA-FF e. V. | Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“

Regie: Christoph Werner | Ausstattung: Angela Baumgart | Puppenbau: Hagen Tilp | Video: Conny Klar | Dramaturgie: Friederike Spindler | Mit: Claudia Acker, Tobias Eisenkrämer, Karoline Hoffmann, Sarah Wissner

z.Zt. keine Tickets verfügbar | Restkarten ggfs. an der Abendkasse

Erlangen

29.05.2019
19:00 Uhr
Tickets
ab 17,40 €
Theater Waidspeicher (D)
Foto: Lutz Edelhoff
http://www.figurentheaterfestival.de

Figurentheater | Schauspiel | nach der Erzählung „Die Sage von Trojas Fall“ von Franz Fühmann |
ca. 80 min

Regie: Frank Alexander Engel | Bühne, Puppen, Kostüme: Kerstin Schmidt, Frank Alexander Engel | Spielerinnen: Kathrin Blüchert, Steffi König, Karoline Vogel

Das Theater Waidspeicher, selbst Veranstalter des Internationalen Puppentheaterfestivals „Synergura“, ist eines der renommiertesten deutschen Ensemble-Puppentheater und zählt bereits seit vielen Jahren zum festen Bestandteil des internationalen figuren.theater.festivals Erlangen, Nürnberg, Fürth, Schwabach.

In „Das Hölzerne Pferd“ wird „Die Sage von Trojas Fall“ neu erzählt – die Geschichte ist bekannt: Die drei griechischen Göttinnen Aphrodite, Athene und Hera streiten darüber, wer die Schönste von ihnen ist und stellen Paris von Troja vor die Wahl. Als sich dieser für die Göttin der Liebe, Aphrodite, entscheidet, verspricht sie ihm als Gegenleistung die schönste Frau der Welt zur Gemahlin. Er verliebt sich unsterblich in Helena, die seine Liebe auch erwidert, allerdings bereits verheiratet ist mit Menelaos, dem König von Sparta. Während der Abwesenheit des Königs entführt Paris Helena nach Troja, woraufhin ein zehnjähriger Krieg beginnt, der unzählige Opfer fordert. Am Ende gelingt es den Griechen nur durch eine List Troja zu besiegen.

Gespielt wird das Stück von den drei Schauspielerinnen Kathrin Blüchert, Steffi König und Karoline Vogel, die auf beweglichen Tischen in offener Spielweise miteinander agieren. Sie spielen nicht nur die Göttinnen, sondern übernehmen auch abwechselnd alle anderen Charaktere – Griechen und Troer werden durch Dummy-ähnliche Vierfüßlerpuppen verkörpert. Zugleich sind sie die Erzählerinnen der Geschichte, von der sie einzelne Szenen auf einer großen Metallwand mit Kreide und Magnetfiguren visualisieren.

http://www.waidspeicher.de

Fürth

30.05.2019
20:00 Uhr
Tickets
ab 18,60 €
Projekt 1719: Elefanten in Erlangen - Eine Spurensuche
Performance | Schattentheater | Neue Medien | Konzert

Was geschah am 10. Januar 1719, dem Tag der Eröffnung des Erlanger Markgrafentheaters? Was wissen wir von dieser Nacht, mit der alles begann? Was gab es zu sehen und zu hören? Aus Anlass des 300. Geburtstags des Markgrafentheaters wird ein Blick zurück zum Anfang geworfen. Vier renommierte Künstlerinnen haben sich gemeinsam mit Forschenden auf eine Spurensuche in die Geschichte des bemerkenswerten Barocktheaters begeben. Die Recherche konnte zwar kein komplettes Bild oder den vollständigen Sound der ersten Nacht ergeben, aber eine Fülle kostbarer und spektakulärer Spuren und Bruchstücke zu Tage fördern.

Um welche Spuren handelt es sich? Es gibt ein Libretto einer Oper namens „Argenis und Poliarchus“, die wohl am ersten Abend gegeben wurde – mit dem vollständigen Text der Oper sowie Anweisungen für Bühnenbilder und Dekorationen. Es gibt das berühmte Szenenbild, ein Stich von Johann Baptist Homann aus dem Jahr 1721, auf dem ein Triumphzug mit Elefanten zu sehen ist. Und es hat sich ein handschriftliches Inventar des Erlanger Schlosses aus dem Jahr der Eröffnung des Theaters erhalten, mit einer detaillierten Auflistung der im Theater vorhandenen Dekorationswände und Requisiten. Was aber gab es zu hören? Die Musik zu der Oper ist verschollen. Doch es lassen sich Vermutungen anstellen, wie der erste Abend geklungen haben mag – ganz nach der barocken Aufführungspraxis, dass eine Komposition auch mehrfach Verwendung finden kann.

Die Performance-Künstlerin und Choreografin Lindy Annis, die dem Festival eng verbundene Objekttheater-, Schatten- und Videokünstlerin Eva Meyer-Keller, die Musiktheater-Regisseurin Sandra Leupold und Isi Kunath, Konzept- und Bildende Künstlerin, wagen den Versuch, in jeweils eigenen Beiträgen den heterogenen Fundstücken aus der Perspektive unserer Gegenwart neues Leben einzuhauchen. Das internationale figuren.theater.festival verbeugt sich mit diesem Projekt vor seiner ruhmreichen Spielstätte.

Ein Projekt des Kulturamts der Stadt Erlangen in Zusammenarbeit mit dem Institut für Theater- und Medienwissenschaft der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg | Unterstützt vom Theater Erlangen

Verantwortliche Künstlerinnen: Lindy Annis, Isi Kunath, Sandra Leupold, Eva Meyer-Keller | Konzeption und wissenschaftliche Begleitung: Hans-Friedrich Bormann, Bettina Brandl-Risi, Clemens Risi, André Studt | Beteiligte Studierende: Aze Deniz Ata, Lisa Birkenbach, Milena Graf, Vivien Hombach, Florian Hümmer, Julia Klingel, Pia Klinkhart, Sarah Kotz, Alica Meiler, Franziska Müller, Ekaterina Ostapovski, Lena Preuß, Bernadette Rauscher, Aylin Reuleaux, Jana Rosenbauer, Carla Sure, Max Teschemacher, Selina Vollrath, Carolin Wangemann, Anna Zumbrunnen | als Gast: Werner Müller | Musik: Olivia Stahn (Sopran), Mira Lange (Cembalo), Martin Seemann (Violoncello) | Team Eva Meyer-Keller: Maxi Menja Lehmann (Assistenz), Juliane Jaschnow (Video), Ann-Christin Görtz (Management) | Ausstattung Lindy Annis: Matthias Meier, Anja Hentschel, Michael Jordan | Tongestaltung: Thomas Zahn | Lichtgestaltung: Martin Stevens | Videobearbeitung: Michael Stehle (Imbissfilm)
Olivier de Sagazan: Transfiguration
Performance | Deutsche Erstaufführung

„Kunst zu machen ist wie ein Schrei, der versucht dich aufzuwecken, und wenn du Glück hast, schaffst du es manchmal, dass dieser Schrei in den Köpfen anderer wiederhallt.“ (Olivier de Sagazan)
In „Transfiguration“ stellt Olivier de Sagazan die Geschichte eines Bildhauers dar, der sich sehnlichst wünscht, seine Kreationen mit Leben zu erfüllen. In einer Geste der Verzweiflung verbindet er sich mit seinem Arbeitsmaterial, um es zu beleben. Indem er Ton- und Farbschichten auf sein Gesicht aufträgt, transformiert er den eigenen Körper und wird so zu einem lebendigen Kunstwerk. Quasi unter dem Material begraben, vernichtet er seine eigene Identität und versucht in einer hektischen und hemmungslosen Suche die Schichten auf seinem Gesicht zu verwischen und zu durchbohren. Von dem Moment an, in dem der Lehm ihm komplett die Sicht nimmt, ist er gezwungen, nach innen zu schauen – in die Tiefen seiner Selbst.
In seiner faszinierenden, ausdrucksstarken Performance verschiebt de Sagazan die Identitäten – vom Menschen zum Tier und vom Tier zu verschiedenen Hybridkreaturen. Eine spirituelle und animalische Darstellung zwischen Tanz und Trance, bei der Improvisation ein zentrales künstlerisches Mittel ist.

Der Maler, Bildhauer und Performer Olivier de Sagazan stammt ursprünglich aus dem Kongo und lebt mittlerweile in Frankreich. Seit über 20 Jahren vereint er in seinem Werk Malerei, Fotografie, Skulpturen und Performance-Kunst.

http://www.olivierdesagazan.com

Performance, Konzept, Dramaturgie: Olivier de Sagazan

Erlangen

30.05.2019
17:00 Uhr
Tickets
ab 17,40 €
Rabih Mroué: Rima Kamel
Neue Medien | Musiktheater

„Rima Kamel“ ist die zutiefst persönliche Erzählung einer erwachsenen Frau über ihre Kindheit im vom Bürgerkrieg zerrissenen Libanon. Das junge Mädchen Rima Khcheich findet im Gesang einen Rückzugsort und wird aufgrund ihres außergewöhnlichen Talents früh zum Kinderstar und damit zur Hoffnungsträgerin einer ganzen Nation. Doch so zerrissen wie das Land in dem sie aufwächst, ist auch das Leben dieses jungen Mädchens, das fortan mit zwei Identitäten groß wird: Denn der Star „Rima Kamel“ bleibt auch für sie selbst stets eine Figur, die sie prägt und bestimmt, von der sie sich aber auch mit zunehmendem Alter entfremdet und der sie nun durch Rabih Mroué in poetisch arrangierten Sequenzen wiederbegegnet. Mit Hilfe von Archivmaterialien und originalen Tonaufnahmen taucht Rima Khcheich in ihre eigene Vergangenheit ein, begegnet ihrem Alter Ego von Neuem und nimmt das Publikum mit auf eine berührende Reise zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Rabih Mroué inszeniert mit diesem Abend nicht nur die bewegende Geschichte einer virtuosen Sängerin, sondern erzählt auch die Historie eines ganzen Landes in einer verunsichernden Zeit.
„Ganz unprätentiös passiert in den 60 Minuten großes Theater über das Erwachsenwerden eines zutiefst verunsicherten Kindes […] in Zeiten des Krieges, in denen die scheinbar auf ewig festgefügten Formen der traditionellen Musik eine Illusion von Sicherheit geben.“ (Abendzeitung)

Als einer der wichtigsten libanesischen Gegenwartskünstler verbindet Rabih Mroué in seinen Theaterarbeiten stets dokumentarisches mit fiktivem Material zu neuen Erzählungen und als scharfer Beobachter seiner Zeit konfrontiert er den Betrachter auf poetisch feinsinnige Art mit zuweilen erschreckenden Realitäten.

In Koproduktion mit Ashkal Alwan Beirut, HAU Hebbel am Ufer Berlin, Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt am Main und Kammerspiele München

Inszenierung: Rabih Mroué | mit: Rima Khcheich | Sound: Viola Drewanz | Video: Dirk Windloff | Recherche: Petra Serhal | Archiv: Rima Khcheich | Assistenz: Swen Lasse Awe | Licht: Florian Fink

Schwabach

30.05.2019
20:00 Uhr
Tickets
ab 17,70 €
Rabenschwarz und Naseweiß

Schwabach

30.05.2019
15:00 Uhr
Tickets
ab 7,80 €
Rimini Protokoll: Bubble Jam
Cloud-Performance mit Smartphones

Deutsche Erstaufführung

Wer befindet sich am anderen Ende des Internets? Wie funktioniert ein Algorithmus? Wer oder was erteilt uns Anweisungen? Und wer oder was ist hier „fake“? Bubble Jam ist eine Spielplattform, mit dessen Server sich die 60 Testspielerinnen und -spieler über Smartphones verbinden. Sie folgen auf ihrem Gerät dem Chat der sich andernorts befindenden Entwicklerinnen und Entwickler und beantworten ihre Anweisungen und Fragen: Worum soll es gehen? Um Alpträume? Freunde, die man nie gesehen hat? Fotos, die plötzlich auftauchen? Darum, was für ein „Typ“ man ist? Oder darum, wie das Leben weitergeht? Bubble Jam sammelt die Reaktionen und ermittelt daraus, wer mit wem was zu besprechen hat. Aus Abstimmungsergebnissen werden Fragen abgeleitet, um die es nun gehen soll. Allen voran: Wer spielt und mit wem wird gespielt?

Rimini Protokoll ist eine der wichtigsten Performance-Gruppen in Deutschland. Helgard Haug, Stefan Kaegi und Daniel Wetzel bilden seit 2000 ein Autoren-Regie-Team. Ihre Arbeiten im Bereich Theater, Hörspiel, Film und Installation entstehen oft in Zweier- und Dreier-Konstellationen. Sie entwickeln in umfangreichen Recherche-, Casting- und Konzeptionsprozessen auf der Bühne sowie im Stadtraum ihr Theater, das Experten des Alltags ins Zentrum stellt. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Weiterentwicklung der Mittel des Theaters, um ungewöhnliche Sichtweisen auf unsere Wirklichkeit zu ermöglichen. Ihr interaktiver Audio-Walk „Remote Erlangen“ wurde 2015 anlässlich des Großraumfestivals „net:works“ in Erlangen uraufgeführt und zum internationalen figuren.theater.festival 2017 wiederaufgenommen. Nun zeigt Daniel Wetzel seine neueste und zugleich erste Produktion für Jugendliche in allen vier Festivalstädten und lässt das Internet zum Kammer-Theater werden.

In allen Städten zusätzlich Schulvorstellungen.

http://www.rimini-protokoll.de

Produziert von Onassis Cultural Centre und Rimini Apparat | Koproduziert von The Cultural Schoolbag Norway / DKS Asker (Asker municipality) und dem internationalen figuren.theater.festival | Gefördert aus Mitteln der Arbeitsgemeinschaft Kultur im Großraum

Konzept, Regie: Daniel Wetzel | Text: Nikolas Hanakoulas, Giorgos Panagiotakis, Daniel Wetzel | Raum: Dido Gkogkou | Licht: Guy Stefanou | Softwaresystem Design und Implementierung: Dimitris Trakas (ViRA) | Grafik: Dimitris Trakas, Renia Papathanasiou (ViRA) | Sounddesign: Lambros Pigounis | Dramaturgie Script-Coding: Andreas G. Andreou, Kostis Kapidakis | Logo: Dido Gkogkou | Projektkoordination: Nikos Voyatzis | Assistenz Raumdesign: Kristin Brechler | Assistenz Raum: Iliana Kaladami | Assistenz Sound: Stefanos Siminelakis | Beratende Psychologin: Florentia Bakomitrou | Produktionsleitung: Juliane Männel, Yalena Kleidara | Technische Leitung: Martin Schwemin

Erlangen

30.05.2019
15:00 Uhr
Tickets
ab 10,80 €
Compagnie Philippe Saire: Hocus Pocus
Bildertheater | Tanz | Performance

Das Licht wirkt wie ein Pinsel, der alles zum Vorschein bringt, was er berührt. So auch die beiden Tänzer innerhalb der abgegrenzten Umrisse der Neonlichter. Hauttexturen und Fragmente von Körpern, die fast animalisch wirken. Sie werden nach und nach zum Leben erweckt, bevor sie wieder in der Dunkelheit verschwinden. So entsteht ein Spiel, das mit abstrakten und poetischen Bewegungen das Publikum vom ersten Moment an verzaubert. Alles scheint wie magisch in der Luft zu schweben. Licht und Schatten schaffen eine spektakuläre Welt der Illusionen, in der zwei Freunde sich in traumhaften Abenteuern verlieren: Die Flucht eines Schlangenmenschen aus dem Netz einer Spinne, eine Reise in einer beschädigten Flugmaschine oder in einer Unterwasserlandschaft mit fantastischen Lebewesen. Der Zauber der Bilder, der durch die musikalische Untermalung von Edvard Griegs „Peer Gynt“ verstärkt wird, beflügelt die Fantasie und lässt das Publikum lachen, staunen und rätseln. Mit „Hocus Pocus“ ist die Schweizer Tanzcompagnie des Choreografen Philippe Saire zum ersten Mal zu Gast beim internationalen figuren.theater.festival in Erlangen.

„Es gibt kein Alterslimit für das Entzücken an dieser technischen und künstlerischen Meisterleistung. Mit oder ohne Kinder, ,Hocus Pocus‘ zieht unsere Blicke magnetisch an.“ (Radio Télévision Suisse)

http://www.philippesaire.ch

In Koproduktion mit Le Petit Théâtre de Lausanne und dem Jungspund-Theaterfestival für junges Publikum St. Gallen im Rahmen des Fund Young Audiences by Reso – Dance Network Switzerland | Mit Unterstützung von Pro Helvetia | Gefördert von der Stadt Lausanne, dem Kanton Waad, Pro Helvetia – Swiss Arts Council, Loterie Romande, Fondation de Famille Sandoz, Migros Culture Percentage

Konzept, Choreografie: Philippe Saire | Tänzer: Ismael Oiartzabal, Mickaël Henrotay-Delaunay | Bühnenrealisation: Léo Piccirelli | Requisite: Julie Chapallaz, Hervé Jabveneau | Tondesign: Stéphane Vecchione | Technische Leitung: Vincent Scalbert | Bühnenbau: Cédric Berthoud

z.Zt. keine Tickets verfügbar | Restkarten ggfs. an der Abendkasse

Erlangen

30.05.2019
17:00 Uhr
Tickets
ab 10,80 €
Projekt 1719: Elefanten in Erlangen - Eine Spurensuche
Performance | Schattentheater | Neue Medien | Konzert

Was geschah am 10. Januar 1719, dem Tag der Eröffnung des Erlanger Markgrafentheaters? Was wissen wir von dieser Nacht, mit der alles begann? Was gab es zu sehen und zu hören? Aus Anlass des 300. Geburtstags des Markgrafentheaters wird ein Blick zurück zum Anfang geworfen. Vier renommierte Künstlerinnen haben sich gemeinsam mit Forschenden auf eine Spurensuche in die Geschichte des bemerkenswerten Barocktheaters begeben. Die Recherche konnte zwar kein komplettes Bild oder den vollständigen Sound der ersten Nacht ergeben, aber eine Fülle kostbarer und spektakulärer Spuren und Bruchstücke zu Tage fördern.

Um welche Spuren handelt es sich? Es gibt ein Libretto einer Oper namens „Argenis und Poliarchus“, die wohl am ersten Abend gegeben wurde – mit dem vollständigen Text der Oper sowie Anweisungen für Bühnenbilder und Dekorationen. Es gibt das berühmte Szenenbild, ein Stich von Johann Baptist Homann aus dem Jahr 1721, auf dem ein Triumphzug mit Elefanten zu sehen ist. Und es hat sich ein handschriftliches Inventar des Erlanger Schlosses aus dem Jahr der Eröffnung des Theaters erhalten, mit einer detaillierten Auflistung der im Theater vorhandenen Dekorationswände und Requisiten. Was aber gab es zu hören? Die Musik zu der Oper ist verschollen. Doch es lassen sich Vermutungen anstellen, wie der erste Abend geklungen haben mag – ganz nach der barocken Aufführungspraxis, dass eine Komposition auch mehrfach Verwendung finden kann.

Die Performance-Künstlerin und Choreografin Lindy Annis, die dem Festival eng verbundene Objekttheater-, Schatten- und Videokünstlerin Eva Meyer-Keller, die Musiktheater-Regisseurin Sandra Leupold und Isi Kunath, Konzept- und Bildende Künstlerin, wagen den Versuch, in jeweils eigenen Beiträgen den heterogenen Fundstücken aus der Perspektive unserer Gegenwart neues Leben einzuhauchen. Das internationale figuren.theater.festival verbeugt sich mit diesem Projekt vor seiner ruhmreichen Spielstätte.

Ein Projekt des Kulturamts der Stadt Erlangen in Zusammenarbeit mit dem Institut für Theater- und Medienwissenschaft der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg | Unterstützt vom Theater Erlangen

Verantwortliche Künstlerinnen: Lindy Annis, Isi Kunath, Sandra Leupold, Eva Meyer-Keller | Konzeption und wissenschaftliche Begleitung: Hans-Friedrich Bormann, Bettina Brandl-Risi, Clemens Risi, André Studt | Beteiligte Studierende: Aze Deniz Ata, Lisa Birkenbach, Milena Graf, Vivien Hombach, Florian Hümmer, Julia Klingel, Pia Klinkhart, Sarah Kotz, Alica Meiler, Franziska Müller, Ekaterina Ostapovski, Lena Preuß, Bernadette Rauscher, Aylin Reuleaux, Jana Rosenbauer, Carla Sure, Max Teschemacher, Selina Vollrath, Carolin Wangemann, Anna Zumbrunnen | als Gast: Werner Müller | Musik: Olivia Stahn (Sopran), Mira Lange (Cembalo), Martin Seemann (Violoncello) | Team Eva Meyer-Keller: Maxi Menja Lehmann (Assistenz), Juliane Jaschnow (Video), Ann-Christin Görtz (Management) | Ausstattung Lindy Annis: Matthias Meier, Anja Hentschel, Michael Jordan | Tongestaltung: Thomas Zahn | Lichtgestaltung: Martin Stevens | Videobearbeitung: Michael Stehle (Imbissfilm)
Berlin: True Copy
Neue Medien | Dokumentartheater

Im Jahr 1994 versetzte die Festnahme Geert Jan Jansens die Kunstwelt in Aufruhr: Über 1600 Kunstwerke hatte die Polizei gefunden, die von Jansen gefälscht waren – Bilder, die er mit Picasso, Appel, Matisse, Chagall und anderen Größen der Kunstgeschichte signiert hatte. Obwohl so viele Fälschungen im Umlauf waren, wandten sich zahlreiche Sammlerinnen und Sammler sowie Institutionen erst auf Druck der Polizei an das Gericht. Teilweise bekräftigten sie weiterhin die Authentizität der Arbeiten, die zum Teil sogar von den Künstlern selbst bestätigt worden war. Das Künstler-Kollektiv Berlin ist bekannt für seine komplexen multimedialen Doku-Video-Performances und war schon mehrmals beim internationalen figuren.theater.festival zu Gast – unter anderem 2015 mit „Perhaps all the Dragons“, in dem Geert Jan Jansen bereits einer der 30 Protagonisten war, die auf einzelnen Bildschirmen ihre Geschichte erzählten. In ihrem neuesten Projekt lassen Berlin den berühmten Kunstfälscher erneut zu Wort kommen, diesmal sogar live. Wer trägt am Ende die Schuld? Der Fälscher oder der Kunstbetrieb, dessen Gier die Fälschungen letztlich zu Originalen machte? „True Copy“ ist eine Parabel über die Relativität der Wahrheit: Was gilt die Wahrheit, wenn die Unwahrheit bequemer ist – was die Realität, wenn die Fiktion überzeugender klingt? Die Komposition von Realität ist ein zentraler Bestandteil von Berlins Arbeiten, wobei oft die Grenzen von Theater und Wirklichkeit verschwimmen. So begann die Inszenierung um Geert Jan Jansen bereits vor der Premiere: Gleich einem performativen Prolog fingierte Berlin im November 2018 den Fund einer zuvor verschollenen Picasso-Zeichnung. Die internationale Presse war in heller Aufregung, bis die Gruppe das Rätsel nach einigen Tagen auflöste und Jansen als den Urheber der Kopie präsentierte.

In Koproduktion mit Brighton Festival, le Centquatre (Paris), C-Takt (Limburg), deSingel (Antwerpen), Theaterfestival Boulevard (Den Bosch), Het Zuidelijk Toneel (Tilburg), PACT Zollverein (Essen) | Gefördert von der Flämischen Gemeinschaft, Tax Shelter der Belgischen Regierung – Podiumfonds

Konzept, Regie: Berlin (Bart Baele, Yves Degryse) | Mit: Geert Jan Jansen | Video: Berlin, Geert De Vleesschauwer, Jessica Ridderhof, Dirk Bosmans | Schnitt: Berlin, Geert De Vleesschauwer, Fien Leysen | Bühnenbild: Manu Siebens, Ina Peeters, Berlin | Licht: Barbara De Wit | Technische Koordination: Manu Siebens, Geert De Vleesschauwer | Musik: Peter Van Laerhoven | Piano: Govaart Haché | Cello: Katelijn Van Kerckhoven | Live-Tonabmischung: Arnold Bastiaanse | Tonaufnahmen: Bas De Caluwé, Maarten Moesen | Produktionsleitung: Celeste Driesen, Jessica Ridderhof | Management: Kurt Lannoye

http://www.berlinberlin.be

Erlangen

30.05.2019
20:30 Uhr
Tickets
ab 17,40 €
Olivier de Sagazan: Transfiguration
Performance | Deutsche Erstaufführung

„Kunst zu machen ist wie ein Schrei, der versucht dich aufzuwecken, und wenn du Glück hast, schaffst du es manchmal, dass dieser Schrei in den Köpfen anderer wiederhallt.“ (Olivier de Sagazan)
In „Transfiguration“ stellt Olivier de Sagazan die Geschichte eines Bildhauers dar, der sich sehnlichst wünscht, seine Kreationen mit Leben zu erfüllen. In einer Geste der Verzweiflung verbindet er sich mit seinem Arbeitsmaterial, um es zu beleben. Indem er Ton- und Farbschichten auf sein Gesicht aufträgt, transformiert er den eigenen Körper und wird so zu einem lebendigen Kunstwerk. Quasi unter dem Material begraben, vernichtet er seine eigene Identität und versucht in einer hektischen und hemmungslosen Suche die Schichten auf seinem Gesicht zu verwischen und zu durchbohren. Von dem Moment an, in dem der Lehm ihm komplett die Sicht nimmt, ist er gezwungen, nach innen zu schauen – in die Tiefen seiner Selbst.
In seiner faszinierenden, ausdrucksstarken Performance verschiebt de Sagazan die Identitäten – vom Menschen zum Tier und vom Tier zu verschiedenen Hybridkreaturen. Eine spirituelle und animalische Darstellung zwischen Tanz und Trance, bei der Improvisation ein zentrales künstlerisches Mittel ist.

Der Maler, Bildhauer und Performer Olivier de Sagazan stammt ursprünglich aus dem Kongo und lebt mittlerweile in Frankreich. Seit über 20 Jahren vereint er in seinem Werk Malerei, Fotografie, Skulpturen und Performance-Kunst.

http://www.olivierdesagazan.com

Performance, Konzept, Dramaturgie: Olivier de Sagazan

Erlangen

30.05.2019
20:30 Uhr
Tickets
ab 17,40 €
Christoph Bochdansky + Die Strottern (A)
Foto: Peter Mayr
http://www.figurentheaterfestival.de

Ein Singspiel
Figurentheater | Musiktheater | ca. 65 min

Erzähler, Puppenspieler: Christoph Bochdansky | Gesang, Geige: Klemens Lendl | Gesang, Gitarre, Harmonium: David Müller | Gefördert vom Österreichischen Kulturforum Berlin

Zwei Liebende spazieren durch die Nacht. Jeder geht für sich allein, das Schicksal führt sie zusammen. Doch dann kümmert sich das Schicksal nicht weiter um die beiden und sie verlieren sich wieder. Melancholie und Sehnsucht tanzen einen Walzer. Wer sie sieht, vergießt leise Tränen, weil es doch so schön ist, sentimental zu werden. Der Himmel hilft, die Hölle auch und tolldreiste Figuren machen sich lustig über die Endlichkeit des Menschen. Ein Dummkopf ist, wer über das Leben, das ja oft zum Weinen ist, nicht lachen kann. Eine kleine Geschichte über das Größte, was uns geschehen kann – die Liebe. Mit morbider Poesie und fantastischen Figuren, in archaischen Bildern und feinem Humor erzählt, entführt Christoph Bochdansky die Zuschauerinnen und Zuschauer in die Welt der großen Gefühle. Musikalisch begleitet wird der Wiener Puppenspieler von dem Akustik-Duo „Die Strottern“. Ein faszinierender Mix aus Theater, Musik und Puppenspiel – einfach höllisch gut!

Christoph Bochdansky absolvierte ein Bühnenbildstudium am Mozarteum Salzburg und arbeitete mit verschiedenen Puppenspiel-Ensembles in Deutschland, Österreich und den Niederlanden. Mit seinen von einem schön schrägen Erzählstil geprägten Stücken und Vorträgen über das Leben war er bereits mehrfach beim internationalen figuren.theater.festival zu Gast.

http://www.bochdansky.at
http://www.diestrottern.at

Fürth

31.05.2019
19:30 Uhr
Tickets
ab 18,60 €
Akhe: Utopie
Bildertheater | Objekttheater | Performance | ca. 70 min | ohne Sprache

Die Aufführungen von Akhe sind immer voll von absurden Objekten und Kunstzitaten – „Sie beanspruchen einen ironischen Eklektizismus, der danach strebt, das Erhabene mit dem Banalen zu vereinigen.“ (Theater der Zeit) So auch in ihrer neuesten Produktion „Utopie“, einer konstruktivistischen Ode an den Aufstieg und Untergang der Menschheit. Mythen werden erschaffen, um sie gleich darauf wieder in ihre Bestandteile zu zerlegen. Ikarus, Wladimir Tatlin, Thomas Morus, René Magritte und Leonardo da Vinci – Akhe testet die großen utopischen Ideen der Denker der Neuzeit auf ihre Stärke und Anziehungskraft, bildgewaltig und – wie bei Akhe üblich – am eigenen Leib.

Die Performancegruppe wurde 1989 in St. Petersburg von den Bildenden Künstlern Maxim Isaev und Pavel Semchenko gegründet und gehört bis heute zu den wichtigsten Protagonisten der russischen Avantgarde-Szene. Ihre Produktionen haben auf vielen Theaterfestivals weltweit Kultstatus. Im Jahr ihres 30-jährigen Jubiläums präsentieren die Theater-Anarchisten mit „Utopie“ nun zum ersten Mal eine Open-Air Produktion in Erlangen und bringen das Dach des Parkhauses am Großparkplatz zum Beben.

„Utopie“ ist Teil einer Trilogie, deren anderen beiden Produktionen – „Demokratie“ und „Diktatur“ – ebenfalls in Erlangen zu sehen sind.

http://www.akhe.ru

Regie, Bühne: Akhe | Darsteller: Maxim Isaev, Nikolay Khamov, Pavel Semchenko | Musik: Denis Antonov | Licht: Vadim Gololobov, Alexander Golubev | Video: Kirill Malovichko, Maria Nebesnaya | Management: Vadim Gololobov

Eintritt frei!

Erlangen

31.05.2019
22:00 Uhr
Tickets
Philippe Quesne / Vivarium Studio: L’Effet de Serge
Bildertheater

Zuletzt gewährte Philippe Quesne im Rahmen des internationalen figuren.theater.festivals 2017 Einblicke in die utopischen wie fantastischen Lebenswelten eines gigantischen Maulwurfhügels. In diesem Jahr folgt ihm das Publikum in eine Versuchsanordnung ganz und gar menschlicher Lebensräume. Serge ist ein kauziger Eigenbrötler und lädt jeden Sonntag eine kleine Gruppe Freunde in sein Wohnzimmer ein, um ihnen wunderbar eigenwillige Low-Tech-Experimente vorzuführen: „Light Effect on Music by Wagner“, „Rolling Effect on Music by Händel“ oder „Laser Effect on Music by John Cage“. Diese Vorführungen sind unspektakuläre und bisweilen zärtlich berührende Kommunikationsversuche einer entfremdeten Gruppe von Menschen und entlarven auf feinsinnig humorvolle Weise die Vereinzelung des Menschen in einer global vernetzen Welt.
Weltweit brachten die Darbietungen des verschrobenen Serge das Publikum bereits zum Staunen. Die Performance bildet damit einen Meilenstein in der Biografie des französischen Regie-Stars Philippe Quesne. In seinen multidisziplinären Bühnenwerken lässt er beiläufig bildgewaltige „Vivarien“ des menschlichen Mikrokosmos entstehen und beweist sich als feinsinniger Beobachter unserer Zeit. Die Magie seiner Stücke entfacht er dabei mit einfachsten Mitteln, Humor und einer großen Liebe zum Skurrilen. Das bereits 2007 produzierte Stück „L’Effet de Serge“ gehört mittlerweile zu den Klassikern der internationalen freien Theaterszene. Seine Wideraufnahme am Theatre Nanterre-Amandiers ermöglicht es nun, das Stück auch erstmals im Rahmen des internationalen figuren.theater.festivals zu präsentieren.

http://www.nanterre-amandiers.com

Eine Tournee von Nanterre-Amandiers, Centre Dramatique Nationale | Produktion: Vivarium Studio (2007) | Eine Koproduktion mit Ménagerie de Verre – Paris, dans le cadre des résidences | Mit Unterstützung vom Forum scène conventionnée de Blanc-Mesnil, festival actOral montévidéo – Marseille

Inszenierung: Philippe Quesne | Mit: Gaëtan Vourc’h, Isabelle Angotti, Rodolphe Auté, Cyril Gomez-Mathieu sowie lokalen Gästen | Musik: André Prévin, Gillian Hills, Howe Gelb, Sophia Loren, Wagner, John Cage, The Patriotic Sunday, Sparklehorse, Colleen, Antoine Duhamel, Willy Deville, Arnold Goland, Abbc, Vic Chesnutt, Led Zeppelin, José Feliciano

Erlangen

31.05.2019
16:00 Uhr
Tickets
ab 19,60 €
Livsmedlet Theatre: Invisible Lands
Alle Vorstellungen im Kulturzentrum E-Werk sind für Schwerhörige geeignet und werden induktiv verstärkt.

Figurentheater | Körpertheater

Eine Geschichte, wie sie jederzeit an jedem Ort passieren kann: Menschen sind gezwungen, ihr Zuhause zu verlassen und machen sich auf den Weg, um buchstäblich ihre Haut zu retten. Das Theater-Duo Livsmedlet hinterfragt die Schwierigkeiten, solch eine Reise zu erzählen. Entstanden ist dabei die Geschichte einer Flucht, die von den zerstörten Häusern, den vielen Gefahren auf dem Weg, dem Verlust von geliebten Menschen sowie dem Treffen schwieriger und manchmal unmöglicher Entscheidungen erzählt. Doch diese Geschichte ist kein Hollywood-Drama, sondern das wirkliche Leben.

Sandrina Lindgren und Ishmael Falke arbeiten mit verschiedenen Perspektiven, um die Kluft zwischen der Art, wie wir Flüchtlinge als winzige Figuren auf einem Fernsehbildschirm sehen und der physischen und psychischen Erfahrung, die diese Menschen machen, zu überbrücken. Ihre eigenen Körper werden zu Landschaften, in denen sich Miniaturfiguren bewegen. Gleichzeitig wird das Geschehen gefilmt und live projiziert. Zwischensequenzen machen deutlich, dass die Meinung über Geflüchtete vor allem eine Frage des Blickwinkels ist. Ohne Worte erzählen die beiden von den alltäglichen Dramen, die tausende Menschen überall auf der Welt immer wieder aufs Neue erleben.

Ishmael Falke ist Puppenspieler, Dramaturg und Theaterregisseur und wurde in Israel geboren; die Tanzkünstlerin, Physical-Performerin und Theatermacherin Sandrina Lindgren stammt aus Schweden. In ihren interdisziplinären Arbeiten zwischen visuellem und physischem Theater arbeiten sie mit Künstlerinnen und Künstlern aus den Bereichen Tanz, Film, Bildende Kunst und Puppenspiel zusammen.

Gefördert von Suomen Kulttuurirahasto, Art Foundation of Finland (TAIKE), Centre de diffusion artistique

Regie, Spiel: Sandrina Lindgren, Ishmael Falke | Musik, Sounddesign: Niklas Nybom | Lichtdesign: Jarkko Forsman | Management: Alain Baczynsky

http://www.ishmaelfalke.com
http://www.sandrinalindgren.me

Erlangen

31.05.2019
20:00 Uhr
Tickets
ab 17,40 €
florschütz & döhnert: Elektrische Schatten
Objekttheater

Am Anfang ist da nicht viel – ein fast leerer Raum. In der Mitte der Bühne eine Vierkant-Stange, die sich langsam in Bewegung setzt, nachdem die Darstellerin und der Darsteller sie mit Werkzeugen justiert haben. Eine seltsame Maschine ist das: Sie wickelt auf und ab, vorwärts und rückwärts, steht still, rast lautlos, bremst quietschend, brummt, murmelt, knackt und knistert – erfüllt den Raum mit Klang. Ihr Rhythmus bestimmt das Theaterstück. Melanie Florschütz und Michael Döhnert füttern sie mit Dingen aus dem Alltagsleben. Auf wundersame Weise drehen und verwandeln sich die Objekte, entwickeln ein Eigenleben. In dieser phantastischen Werkstatt wird den Dingen Raum gegeben – sie erzählen leise Geschichten, die mit unserer Sinneswahrnehmung spielen und uns überraschen. Außerhalb ihrer festgelegten Funktion entfalten die Objekte ungeahnte Poesie.

florschütz & döhnert ist ein Künstlerduo aus Berlin, das weltweit mit seinen mobilen Inszenierungen tourt. Melanie Florschütz studierte in Stuttgart Figurentheater, Michael Döhnert ist Musiker und Komponist – zusammen konzipieren und realisieren sie Theaterproduktionen für Kinder und Erwachsene. „florschütz & döhnert favorisieren das stille, poetische Spiel mit den Dingen: Mit Figuren und Klängen eröffnen sie bizarre Traumwelten, in denen durch die Kraft der Fantasie das vermeintlich Undenkbare wirklich wird.“ (Schaubude Berlin)

http://www.florschuetz-doehnert.de

In Koproduktion mit Festival Momix du CRÉA – Scène conventionnée jeune public d‘Alsace, ROTONDES Luxembourg, Schlachthaustheater Bern, TAK Theater Liechtenstein | Gefördert vom Bezirksamt Pankow von Berlin, Fonds Darstellende Künste e. V. und der Senatskanzlei Berlin Kulturelle Angelegenheiten

Idee: Michael Döhnert, Joachim Fleischer, Melanie Florschütz | Künstlerische Begleitung, Licht: Joachim Fleischer | Spiel, Objekte, Bühnenbild: Michael Döhnert, Melanie Florschütz | Live-Musik, Komposition: Michael Döhnert | Bühnenmalerei: Wolf Dieckmann | Kostüme: Adelheid Wieser

Erlangen

31.05.2019
16:00 Uhr
Tickets
ab 10,80 €
Philippe Quesne / Vivarium Studio: L’Effet de Serge
Bildertheater

Zuletzt gewährte Philippe Quesne im Rahmen des internationalen figuren.theater.festivals 2017 Einblicke in die utopischen wie fantastischen Lebenswelten eines gigantischen Maulwurfhügels. In diesem Jahr folgt ihm das Publikum in eine Versuchsanordnung ganz und gar menschlicher Lebensräume. Serge ist ein kauziger Eigenbrötler und lädt jeden Sonntag eine kleine Gruppe Freunde in sein Wohnzimmer ein, um ihnen wunderbar eigenwillige Low-Tech-Experimente vorzuführen: „Light Effect on Music by Wagner“, „Rolling Effect on Music by Händel“ oder „Laser Effect on Music by John Cage“. Diese Vorführungen sind unspektakuläre und bisweilen zärtlich berührende Kommunikationsversuche einer entfremdeten Gruppe von Menschen und entlarven auf feinsinnig humorvolle Weise die Vereinzelung des Menschen in einer global vernetzen Welt.
Weltweit brachten die Darbietungen des verschrobenen Serge das Publikum bereits zum Staunen. Die Performance bildet damit einen Meilenstein in der Biografie des französischen Regie-Stars Philippe Quesne. In seinen multidisziplinären Bühnenwerken lässt er beiläufig bildgewaltige „Vivarien“ des menschlichen Mikrokosmos entstehen und beweist sich als feinsinniger Beobachter unserer Zeit. Die Magie seiner Stücke entfacht er dabei mit einfachsten Mitteln, Humor und einer großen Liebe zum Skurrilen. Das bereits 2007 produzierte Stück „L’Effet de Serge“ gehört mittlerweile zu den Klassikern der internationalen freien Theaterszene. Seine Wideraufnahme am Theatre Nanterre-Amandiers ermöglicht es nun, das Stück auch erstmals im Rahmen des internationalen figuren.theater.festivals zu präsentieren.

http://www.nanterre-amandiers.com

Eine Tournee von Nanterre-Amandiers, Centre Dramatique Nationale | Produktion: Vivarium Studio (2007) | Eine Koproduktion mit Ménagerie de Verre – Paris, dans le cadre des résidences | Mit Unterstützung vom Forum scène conventionnée de Blanc-Mesnil, festival actOral montévidéo – Marseille

Inszenierung: Philippe Quesne | Mit: Gaëtan Vourc’h, Isabelle Angotti, Rodolphe Auté, Cyril Gomez-Mathieu sowie lokalen Gästen | Musik: André Prévin, Gillian Hills, Howe Gelb, Sophia Loren, Wagner, John Cage, The Patriotic Sunday, Sparklehorse, Colleen, Antoine Duhamel, Willy Deville, Arnold Goland, Abbc, Vic Chesnutt, Led Zeppelin, José Feliciano

Erlangen

31.05.2019
20:00 Uhr
Tickets
ab 19,60 €
Berlin: True Copy
Neue Medien | Dokumentartheater

Im Jahr 1994 versetzte die Festnahme Geert Jan Jansens die Kunstwelt in Aufruhr: Über 1600 Kunstwerke hatte die Polizei gefunden, die von Jansen gefälscht waren – Bilder, die er mit Picasso, Appel, Matisse, Chagall und anderen Größen der Kunstgeschichte signiert hatte. Obwohl so viele Fälschungen im Umlauf waren, wandten sich zahlreiche Sammlerinnen und Sammler sowie Institutionen erst auf Druck der Polizei an das Gericht. Teilweise bekräftigten sie weiterhin die Authentizität der Arbeiten, die zum Teil sogar von den Künstlern selbst bestätigt worden war. Das Künstler-Kollektiv Berlin ist bekannt für seine komplexen multimedialen Doku-Video-Performances und war schon mehrmals beim internationalen figuren.theater.festival zu Gast – unter anderem 2015 mit „Perhaps all the Dragons“, in dem Geert Jan Jansen bereits einer der 30 Protagonisten war, die auf einzelnen Bildschirmen ihre Geschichte erzählten. In ihrem neuesten Projekt lassen Berlin den berühmten Kunstfälscher erneut zu Wort kommen, diesmal sogar live. Wer trägt am Ende die Schuld? Der Fälscher oder der Kunstbetrieb, dessen Gier die Fälschungen letztlich zu Originalen machte? „True Copy“ ist eine Parabel über die Relativität der Wahrheit: Was gilt die Wahrheit, wenn die Unwahrheit bequemer ist – was die Realität, wenn die Fiktion überzeugender klingt? Die Komposition von Realität ist ein zentraler Bestandteil von Berlins Arbeiten, wobei oft die Grenzen von Theater und Wirklichkeit verschwimmen. So begann die Inszenierung um Geert Jan Jansen bereits vor der Premiere: Gleich einem performativen Prolog fingierte Berlin im November 2018 den Fund einer zuvor verschollenen Picasso-Zeichnung. Die internationale Presse war in heller Aufregung, bis die Gruppe das Rätsel nach einigen Tagen auflöste und Jansen als den Urheber der Kopie präsentierte.

In Koproduktion mit Brighton Festival, le Centquatre (Paris), C-Takt (Limburg), deSingel (Antwerpen), Theaterfestival Boulevard (Den Bosch), Het Zuidelijk Toneel (Tilburg), PACT Zollverein (Essen) | Gefördert von der Flämischen Gemeinschaft, Tax Shelter der Belgischen Regierung – Podiumfonds

Konzept, Regie: Berlin (Bart Baele, Yves Degryse) | Mit: Geert Jan Jansen | Video: Berlin, Geert De Vleesschauwer, Jessica Ridderhof, Dirk Bosmans | Schnitt: Berlin, Geert De Vleesschauwer, Fien Leysen | Bühnenbild: Manu Siebens, Ina Peeters, Berlin | Licht: Barbara De Wit | Technische Koordination: Manu Siebens, Geert De Vleesschauwer | Musik: Peter Van Laerhoven | Piano: Govaart Haché | Cello: Katelijn Van Kerckhoven | Live-Tonabmischung: Arnold Bastiaanse | Tonaufnahmen: Bas De Caluwé, Maarten Moesen | Produktionsleitung: Celeste Driesen, Jessica Ridderhof | Management: Kurt Lannoye

http://www.berlinberlin.be

Erlangen

31.05.2019
18:00 Uhr
Tickets
ab 17,40 €
florschütz & döhnert: Elektrische Schatten
Objekttheater

Am Anfang ist da nicht viel – ein fast leerer Raum. In der Mitte der Bühne eine Vierkant-Stange, die sich langsam in Bewegung setzt, nachdem die Darstellerin und der Darsteller sie mit Werkzeugen justiert haben. Eine seltsame Maschine ist das: Sie wickelt auf und ab, vorwärts und rückwärts, steht still, rast lautlos, bremst quietschend, brummt, murmelt, knackt und knistert – erfüllt den Raum mit Klang. Ihr Rhythmus bestimmt das Theaterstück. Melanie Florschütz und Michael Döhnert füttern sie mit Dingen aus dem Alltagsleben. Auf wundersame Weise drehen und verwandeln sich die Objekte, entwickeln ein Eigenleben. In dieser phantastischen Werkstatt wird den Dingen Raum gegeben – sie erzählen leise Geschichten, die mit unserer Sinneswahrnehmung spielen und uns überraschen. Außerhalb ihrer festgelegten Funktion entfalten die Objekte ungeahnte Poesie.
florschütz & döhnert ist ein Künstlerduo aus Berlin, das weltweit mit seinen mobilen Inszenierungen tourt. Melanie Florschütz studierte in Stuttgart Figurentheater, Michael Döhnert ist Musiker und Komponist – zusammen konzipieren und realisieren sie Theaterproduktionen für Kinder und Erwachsene. „florschütz & döhnert favorisieren das stille, poetische Spiel mit den Dingen: Mit Figuren und Klängen eröffnen sie bizarre Traumwelten, in denen durch die Kraft der Fantasie das vermeintlich Undenkbare wirklich wird.“ (Schaubude Berlin)

http://www.florschuetz-doehnert.de

In Koproduktion mit Festival Momix du CRÉA – Scène conventionnée jeune public d‘Alsace, ROTONDES Luxembourg, Schlachthaustheater Bern, TAK Theater Liechtenstein | Gefördert vom Bezirksamt Pankow von Berlin, Fonds Darstellende Künste e. V. und der Senatskanzlei Berlin Kulturelle Angelegenheiten

Idee: Michael Döhnert, Joachim Fleischer, Melanie Florschütz | Künstlerische Begleitung, Licht: Joachim Fleischer | Spiel, Objekte, Bühnenbild: Michael Döhnert, Melanie Florschütz | Live-Musik, Komposition: Michael Döhnert | Bühnenmalerei: Wolf Dieckmann | Kostüme: Adelheid Wieser

Erlangen

31.05.2019
11:00 Uhr
Tickets
ab 10,80 €
Rimini Protokoll: Bubble Jam
Cloud-Performance mit Smartphones

Deutsche Erstaufführung

Wer befindet sich am anderen Ende des Internets? Wie funktioniert ein Algorithmus? Wer oder was erteilt uns Anweisungen? Und wer oder was ist hier „fake“? Bubble Jam ist eine Spielplattform, mit dessen Server sich die 60 Testspielerinnen und -spieler über Smartphones verbinden. Sie folgen auf ihrem Gerät dem Chat der sich andernorts befindenden Entwicklerinnen und Entwickler und beantworten ihre Anweisungen und Fragen: Worum soll es gehen? Um Alpträume? Freunde, die man nie gesehen hat? Fotos, die plötzlich auftauchen? Darum, was für ein „Typ“ man ist? Oder darum, wie das Leben weitergeht? Bubble Jam sammelt die Reaktionen und ermittelt daraus, wer mit wem was zu besprechen hat. Aus Abstimmungsergebnissen werden Fragen abgeleitet, um die es nun gehen soll. Allen voran: Wer spielt und mit wem wird gespielt?

Rimini Protokoll ist eine der wichtigsten Performance-Gruppen in Deutschland. Helgard Haug, Stefan Kaegi und Daniel Wetzel bilden seit 2000 ein Autoren-Regie-Team. Ihre Arbeiten im Bereich Theater, Hörspiel, Film und Installation entstehen oft in Zweier- und Dreier-Konstellationen. Sie entwickeln in umfangreichen Recherche-, Casting- und Konzeptionsprozessen auf der Bühne sowie im Stadtraum ihr Theater, das Experten des Alltags ins Zentrum stellt. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Weiterentwicklung der Mittel des Theaters, um ungewöhnliche Sichtweisen auf unsere Wirklichkeit zu ermöglichen. Ihr interaktiver Audio-Walk „Remote Erlangen“ wurde 2015 anlässlich des Großraumfestivals „net:works“ in Erlangen uraufgeführt und zum internationalen figuren.theater.festival 2017 wiederaufgenommen. Nun zeigt Daniel Wetzel seine neueste und zugleich erste Produktion für Jugendliche in allen vier Festivalstädten und lässt das Internet zum Kammer-Theater werden.

In allen Städten zusätzlich Schulvorstellungen.

http://www.rimini-protokoll.de

Produziert von Onassis Cultural Centre und Rimini Apparat | Koproduziert von The Cultural Schoolbag Norway / DKS Asker (Asker municipality) und dem internationalen figuren.theater.festival | Gefördert aus Mitteln der Arbeitsgemeinschaft Kultur im Großraum

Konzept, Regie: Daniel Wetzel | Text: Nikolas Hanakoulas, Giorgos Panagiotakis, Daniel Wetzel | Raum: Dido Gkogkou | Licht: Guy Stefanou | Softwaresystem Design und Implementierung: Dimitris Trakas (ViRA) | Grafik: Dimitris Trakas, Renia Papathanasiou (ViRA) | Sounddesign: Lambros Pigounis | Dramaturgie Script-Coding: Andreas G. Andreou, Kostis Kapidakis | Logo: Dido Gkogkou | Projektkoordination: Nikos Voyatzis | Assistenz Raumdesign: Kristin Brechler | Assistenz Raum: Iliana Kaladami | Assistenz Sound: Stefanos Siminelakis | Beratende Psychologin: Florentia Bakomitrou | Produktionsleitung: Juliane Männel, Yalena Kleidara | Technische Leitung: Martin Schwemin

Erlangen

31.05.2019
18:00 Uhr
Tickets
ab 10,80 €
Rimini Protokoll: Bubble Jam
Cloud-Performance mit Smartphones

Deutsche Erstaufführung

Wer befindet sich am anderen Ende des Internets? Wie funktioniert ein Algorithmus? Wer oder was erteilt uns Anweisungen? Und wer oder was ist hier „fake“? Bubble Jam ist eine Spielplattform, mit dessen Server sich die 60 Testspielerinnen und -spieler über Smartphones verbinden. Sie folgen auf ihrem Gerät dem Chat der sich andernorts befindenden Entwicklerinnen und Entwickler und beantworten ihre Anweisungen und Fragen: Worum soll es gehen? Um Alpträume? Freunde, die man nie gesehen hat? Fotos, die plötzlich auftauchen? Darum, was für ein „Typ“ man ist? Oder darum, wie das Leben weitergeht? Bubble Jam sammelt die Reaktionen und ermittelt daraus, wer mit wem was zu besprechen hat. Aus Abstimmungsergebnissen werden Fragen abgeleitet, um die es nun gehen soll. Allen voran: Wer spielt und mit wem wird gespielt?

Rimini Protokoll ist eine der wichtigsten Performance-Gruppen in Deutschland. Helgard Haug, Stefan Kaegi und Daniel Wetzel bilden seit 2000 ein Autoren-Regie-Team. Ihre Arbeiten im Bereich Theater, Hörspiel, Film und Installation entstehen oft in Zweier- und Dreier-Konstellationen. Sie entwickeln in umfangreichen Recherche-, Casting- und Konzeptionsprozessen auf der Bühne sowie im Stadtraum ihr Theater, das Experten des Alltags ins Zentrum stellt. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Weiterentwicklung der Mittel des Theaters, um ungewöhnliche Sichtweisen auf unsere Wirklichkeit zu ermöglichen. Ihr interaktiver Audio-Walk „Remote Erlangen“ wurde 2015 anlässlich des Großraumfestivals „net:works“ in Erlangen uraufgeführt und zum internationalen figuren.theater.festival 2017 wiederaufgenommen. Nun zeigt Daniel Wetzel seine neueste und zugleich erste Produktion für Jugendliche in allen vier Festivalstädten und lässt das Internet zum Kammer-Theater werden.

In allen Städten zusätzlich Schulvorstellungen.

http://www.rimini-protokoll.de

Produziert von Onassis Cultural Centre und Rimini Apparat | Koproduziert von The Cultural Schoolbag Norway / DKS Asker (Asker municipality) und dem internationalen figuren.theater.festival | Gefördert aus Mitteln der Arbeitsgemeinschaft Kultur im Großraum

Konzept, Regie: Daniel Wetzel | Text: Nikolas Hanakoulas, Giorgos Panagiotakis, Daniel Wetzel | Raum: Dido Gkogkou | Licht: Guy Stefanou | Softwaresystem Design und Implementierung: Dimitris Trakas (ViRA) | Grafik: Dimitris Trakas, Renia Papathanasiou (ViRA) | Sounddesign: Lambros Pigounis | Dramaturgie Script-Coding: Andreas G. Andreou, Kostis Kapidakis | Logo: Dido Gkogkou | Projektkoordination: Nikos Voyatzis | Assistenz Raumdesign: Kristin Brechler | Assistenz Raum: Iliana Kaladami | Assistenz Sound: Stefanos Siminelakis | Beratende Psychologin: Florentia Bakomitrou | Produktionsleitung: Juliane Männel, Yalena Kleidara | Technische Leitung: Martin Schwemin

Erlangen

31.05.2019
11:30 Uhr
Tickets
ab 10,80 €
Compagnie Philippe Saire: Hocus Pocus
Bildertheater | Tanz | Performance

Das Licht wirkt wie ein Pinsel, der alles zum Vorschein bringt, was er berührt. So auch die beiden Tänzer innerhalb der abgegrenzten Umrisse der Neonlichter. Hauttexturen und Fragmente von Körpern, die fast animalisch wirken. Sie werden nach und nach zum Leben erweckt, bevor sie wieder in der Dunkelheit verschwinden. So entsteht ein Spiel, das mit abstrakten und poetischen Bewegungen das Publikum vom ersten Moment an verzaubert. Alles scheint wie magisch in der Luft zu schweben. Licht und Schatten schaffen eine spektakuläre Welt der Illusionen, in der zwei Freunde sich in traumhaften Abenteuern verlieren: Die Flucht eines Schlangenmenschen aus dem Netz einer Spinne, eine Reise in einer beschädigten Flugmaschine oder in einer Unterwasserlandschaft mit fantastischen Lebewesen. Der Zauber der Bilder, der durch die musikalische Untermalung von Edvard Griegs „Peer Gynt“ verstärkt wird, beflügelt die Fantasie und lässt das Publikum lachen, staunen und rätseln. Mit „Hocus Pocus“ ist die Schweizer Tanzcompagnie des Choreografen Philippe Saire zum ersten Mal zu Gast beim internationalen figuren.theater.festival in Erlangen.

„Es gibt kein Alterslimit für das Entzücken an dieser technischen und künstlerischen Meisterleistung. Mit oder ohne Kinder, ,Hocus Pocus‘ zieht unsere Blicke magnetisch an.“ (Radio Télévision Suisse)

http://www.philippesaire.ch

In Koproduktion mit Le Petit Théâtre de Lausanne und dem Jungspund-Theaterfestival für junges Publikum St. Gallen im Rahmen des Fund Young Audiences by Reso – Dance Network Switzerland | Mit Unterstützung von Pro Helvetia | Gefördert von der Stadt Lausanne, dem Kanton Waad, Pro Helvetia – Swiss Arts Council, Loterie Romande, Fondation de Famille Sandoz, Migros Culture Percentage

Konzept, Choreografie: Philippe Saire | Tänzer: Ismael Oiartzabal, Mickaël Henrotay-Delaunay | Bühnenrealisation: Léo Piccirelli | Requisite: Julie Chapallaz, Hervé Jabveneau | Tondesign: Stéphane Vecchione | Technische Leitung: Vincent Scalbert | Bühnenbau: Cédric Berthoud

z.Zt. keine Tickets verfügbar | Restkarten ggfs. an der Abendkasse

Erlangen

31.05.2019
11:00 Uhr
Tickets
ab 10,80 €
Livsmedlet Theatre: Invisible Lands
Alle Vorstellungen im Kulturzentrum E-Werk sind für Schwerhörige geeignet und werden induktiv verstärkt.

Figurentheater | Körpertheater

Eine Geschichte, wie sie jederzeit an jedem Ort passieren kann: Menschen sind gezwungen, ihr Zuhause zu verlassen und machen sich auf den Weg, um buchstäblich ihre Haut zu retten. Das Theater-Duo Livsmedlet hinterfragt die Schwierigkeiten, solch eine Reise zu erzählen. Entstanden ist dabei die Geschichte einer Flucht, die von den zerstörten Häusern, den vielen Gefahren auf dem Weg, dem Verlust von geliebten Menschen sowie dem Treffen schwieriger und manchmal unmöglicher Entscheidungen erzählt. Doch diese Geschichte ist kein Hollywood-Drama, sondern das wirkliche Leben.

Sandrina Lindgren und Ishmael Falke arbeiten mit verschiedenen Perspektiven, um die Kluft zwischen der Art, wie wir Flüchtlinge als winzige Figuren auf einem Fernsehbildschirm sehen und der physischen und psychischen Erfahrung, die diese Menschen machen, zu überbrücken. Ihre eigenen Körper werden zu Landschaften, in denen sich Miniaturfiguren bewegen. Gleichzeitig wird das Geschehen gefilmt und live projiziert. Zwischensequenzen machen deutlich, dass die Meinung über Geflüchtete vor allem eine Frage des Blickwinkels ist. Ohne Worte erzählen die beiden von den alltäglichen Dramen, die tausende Menschen überall auf der Welt immer wieder aufs Neue erleben.

Ishmael Falke ist Puppenspieler, Dramaturg und Theaterregisseur und wurde in Israel geboren; die Tanzkünstlerin, Physical-Performerin und Theatermacherin Sandrina Lindgren stammt aus Schweden. In ihren interdisziplinären Arbeiten zwischen visuellem und physischem Theater arbeiten sie mit Künstlerinnen und Künstlern aus den Bereichen Tanz, Film, Bildende Kunst und Puppenspiel zusammen.

Gefördert von Suomen Kulttuurirahasto, Art Foundation of Finland (TAIKE), Centre de diffusion artistique

Regie, Spiel: Sandrina Lindgren, Ishmael Falke | Musik, Sounddesign: Niklas Nybom | Lichtdesign: Jarkko Forsman | Management: Alain Baczynsky

http://www.ishmaelfalke.com
http://www.sandrinalindgren.me

Erlangen

31.05.2019
16:00 Uhr
Tickets
ab 17,40 €
Olivier de Sagazan: Transfiguration
Performance | Deutsche Erstaufführung

„Kunst zu machen ist wie ein Schrei, der versucht dich aufzuwecken, und wenn du Glück hast, schaffst du es manchmal, dass dieser Schrei in den Köpfen anderer wiederhallt.“ (Olivier de Sagazan)
In „Transfiguration“ stellt Olivier de Sagazan die Geschichte eines Bildhauers dar, der sich sehnlichst wünscht, seine Kreationen mit Leben zu erfüllen. In einer Geste der Verzweiflung verbindet er sich mit seinem Arbeitsmaterial, um es zu beleben. Indem er Ton- und Farbschichten auf sein Gesicht aufträgt, transformiert er den eigenen Körper und wird so zu einem lebendigen Kunstwerk. Quasi unter dem Material begraben, vernichtet er seine eigene Identität und versucht in einer hektischen und hemmungslosen Suche die Schichten auf seinem Gesicht zu verwischen und zu durchbohren. Von dem Moment an, in dem der Lehm ihm komplett die Sicht nimmt, ist er gezwungen, nach innen zu schauen – in die Tiefen seiner Selbst.
In seiner faszinierenden, ausdrucksstarken Performance verschiebt de Sagazan die Identitäten – vom Menschen zum Tier und vom Tier zu verschiedenen Hybridkreaturen. Eine spirituelle und animalische Darstellung zwischen Tanz und Trance, bei der Improvisation ein zentrales künstlerisches Mittel ist.

Der Maler, Bildhauer und Performer Olivier de Sagazan stammt ursprünglich aus dem Kongo und lebt mittlerweile in Frankreich. Seit über 20 Jahren vereint er in seinem Werk Malerei, Fotografie, Skulpturen und Performance-Kunst.

http://www.olivierdesagazan.com

Performance, Konzept, Dramaturgie: Olivier de Sagazan

Erlangen

31.05.2019
22:00 Uhr
Tickets
ab 17,40 €
Olivier de Sagazan: Transfiguration
Performance | Deutsche Erstaufführung

„Kunst zu machen ist wie ein Schrei, der versucht dich aufzuwecken, und wenn du Glück hast, schaffst du es manchmal, dass dieser Schrei in den Köpfen anderer wiederhallt.“ (Olivier de Sagazan)
In „Transfiguration“ stellt Olivier de Sagazan die Geschichte eines Bildhauers dar, der sich sehnlichst wünscht, seine Kreationen mit Leben zu erfüllen. In einer Geste der Verzweiflung verbindet er sich mit seinem Arbeitsmaterial, um es zu beleben. Indem er Ton- und Farbschichten auf sein Gesicht aufträgt, transformiert er den eigenen Körper und wird so zu einem lebendigen Kunstwerk. Quasi unter dem Material begraben, vernichtet er seine eigene Identität und versucht in einer hektischen und hemmungslosen Suche die Schichten auf seinem Gesicht zu verwischen und zu durchbohren. Von dem Moment an, in dem der Lehm ihm komplett die Sicht nimmt, ist er gezwungen, nach innen zu schauen – in die Tiefen seiner Selbst.
In seiner faszinierenden, ausdrucksstarken Performance verschiebt de Sagazan die Identitäten – vom Menschen zum Tier und vom Tier zu verschiedenen Hybridkreaturen. Eine spirituelle und animalische Darstellung zwischen Tanz und Trance, bei der Improvisation ein zentrales künstlerisches Mittel ist.

Der Maler, Bildhauer und Performer Olivier de Sagazan stammt ursprünglich aus dem Kongo und lebt mittlerweile in Frankreich. Seit über 20 Jahren vereint er in seinem Werk Malerei, Fotografie, Skulpturen und Performance-Kunst.

http://www.olivierdesagazan.com

Performance, Konzept, Dramaturgie: Olivier de Sagazan

Erlangen

31.05.2019
18:00 Uhr
Tickets
ab 17,40 €
Compagnie Philippe Saire: Hocus Pocus
Bildertheater | Tanz | Performance

Das Licht wirkt wie ein Pinsel, der alles zum Vorschein bringt, was er berührt. So auch die beiden Tänzer innerhalb der abgegrenzten Umrisse der Neonlichter. Hauttexturen und Fragmente von Körpern, die fast animalisch wirken. Sie werden nach und nach zum Leben erweckt, bevor sie wieder in der Dunkelheit verschwinden. So entsteht ein Spiel, das mit abstrakten und poetischen Bewegungen das Publikum vom ersten Moment an verzaubert. Alles scheint wie magisch in der Luft zu schweben. Licht und Schatten schaffen eine spektakuläre Welt der Illusionen, in der zwei Freunde sich in traumhaften Abenteuern verlieren: Die Flucht eines Schlangenmenschen aus dem Netz einer Spinne, eine Reise in einer beschädigten Flugmaschine oder in einer Unterwasserlandschaft mit fantastischen Lebewesen. Der Zauber der Bilder, der durch die musikalische Untermalung von Edvard Griegs „Peer Gynt“ verstärkt wird, beflügelt die Fantasie und lässt das Publikum lachen, staunen und rätseln. Mit „Hocus Pocus“ ist die Schweizer Tanzcompagnie des Choreografen Philippe Saire zum ersten Mal zu Gast beim internationalen figuren.theater.festival in Erlangen.

„Es gibt kein Alterslimit für das Entzücken an dieser technischen und künstlerischen Meisterleistung. Mit oder ohne Kinder, ,Hocus Pocus‘ zieht unsere Blicke magnetisch an.“ (Radio Télévision Suisse)

http://www.philippesaire.ch

In Koproduktion mit Le Petit Théâtre de Lausanne und dem Jungspund-Theaterfestival für junges Publikum St. Gallen im Rahmen des Fund Young Audiences by Reso – Dance Network Switzerland | Mit Unterstützung von Pro Helvetia | Gefördert von der Stadt Lausanne, dem Kanton Waad, Pro Helvetia – Swiss Arts Council, Loterie Romande, Fondation de Famille Sandoz, Migros Culture Percentage

Konzept, Choreografie: Philippe Saire | Tänzer: Ismael Oiartzabal, Mickaël Henrotay-Delaunay | Bühnenrealisation: Léo Piccirelli | Requisite: Julie Chapallaz, Hervé Jabveneau | Tondesign: Stéphane Vecchione | Technische Leitung: Vincent Scalbert | Bühnenbau: Cédric Berthoud

z.Zt. keine Tickets verfügbar | Restkarten ggfs. an der Abendkasse

Erlangen

31.05.2019
20:00 Uhr
Tickets
ab 17,40 €
Compagnie 111 / Aurélien Bory: aSH
Die Wege von Aurélien Bory und der in Indien geborenen Tänzerin Shantala Shivalingappa kreuzten sich zum ersten Mal 2008 in Düsseldorf, als beide beim letzten von Pina Bausch veranstalteten Festival „Drei Wochen mit Pina“ zu Gast waren und Shivalingappa in Bauschs Stück „Nefés“ tanzte. Zehn Jahre später arbeiten sie nun bei „aSH“, dem letzten Teil von Aurélien Borys Trilogie für drei Tänzerinnen, zusammen. In allen drei Stücken – auch bei „Plexus“, das 2017 beim internationalen figuren.theater.festival in Erlangen zu Gast war – steht anstelle des Theaterraums, wie häufig in Borys Arbeiten, eine Frau als Ausgangspunkt und Ideengeberin im Mittelpunkt. In „aSH“ ist es nun die Geschichte einer Tänzerin, in deren Namen sich Shiva – der Gott des Tanzes – wiederfindet. Nach hinduistischem Glauben trägt er über eintausend Namen, er ist der Gott der Schöpfung und zugleich der Zerstörung und sein Körper ist mit Asche bedeckt. Shantala Shivalingappas Tanz umkreist die Figur dieses Gottes, dessen Erschütterungen den Rhythmus der Welt vorgeben und sich auch im Bühnenraum widerspiegeln: Die gesamte Szenografie scheint zu vibrieren, als würde sie selbst ein Eigenleben führen –verstärkt durch die Musik des Perkussionisten Loïc Schild. „aSH“ wird so zu einem Duett aus Klängen und Tanz, einem Spiel mit Schöpfung und Zerstörung. Shivalingappa lässt Bilder aus Asche entstehen, die gleich darauf wieder verwehen, im ewigen Kreislauf von Geburt und Tod. Dabei spiegelt sich in ihrem Tanz zugleich auch ihre eigene Reise wider: von Indien nach Europa, vom klassischen indischen Tanz Kuchipudi zu Pina Bausch, von Shiva zu Dionysos – dem Gott des Theaters.

Nach „Plan B“, „Sans Object“ und „Plexus“ ist es zum vierten Mal in Folge gelungen, eine Produktion des weltbekannten Choreografen und Festival-Lieblings Aurélien Bory nach Erlangen einzuladen.

http://www.cie111.com

In Koproduktion mit ThéâtredelaCité – CDN Toulouse Occitanie, Festival Montpellier Danse 2018, Agora – PNAC Boulazac-Nouvelle-Aquitaine, La Scala – Paris, L’Onde Théâtre Centre d’Art – Vélizy-Villacoublay | Mit künstlerischer Mitarbeit von ENSATT – Lyon

Mit: Shantala Shivalingappa, Loïc Schild | Szenografie, Künstlerische Leitung: Aurélien Bory | Choreografie: Shantala Shivalingappa | Dramaturgie: Taïcyr Fadel | Lichtdesign, Technische Leitung: Arno Veyrat | Musik: Joan Cambon | Technische Konzeption Bühnenbild: Pierre Dequivre, Stéphane Chipeaux-Dardé | Kostüme: Manuela Agnesini, Nathalie Trouvé | Technik Tour: Mallory Duhamel, Robin Jounanneau, Bernard Lévéjac | Produktionsleitung: Florence Meurisse | Produktion: Clément Séguier-Faucher, Justine Cailliau Konkoj

Erlangen

01.06.2019
19:30 Uhr
Tickets
ab 7,50 €
Rimini Protokoll: Bubble Jam
Cloud-Performance mit Smartphones

Deutsche Erstaufführung

Wer befindet sich am anderen Ende des Internets? Wie funktioniert ein Algorithmus? Wer oder was erteilt uns Anweisungen? Und wer oder was ist hier „fake“? Bubble Jam ist eine Spielplattform, mit dessen Server sich die 60 Testspielerinnen und -spieler über Smartphones verbinden. Sie folgen auf ihrem Gerät dem Chat der sich andernorts befindenden Entwicklerinnen und Entwickler und beantworten ihre Anweisungen und Fragen: Worum soll es gehen? Um Alpträume? Freunde, die man nie gesehen hat? Fotos, die plötzlich auftauchen? Darum, was für ein „Typ“ man ist? Oder darum, wie das Leben weitergeht? Bubble Jam sammelt die Reaktionen und ermittelt daraus, wer mit wem was zu besprechen hat. Aus Abstimmungsergebnissen werden Fragen abgeleitet, um die es nun gehen soll. Allen voran: Wer spielt und mit wem wird gespielt?

Rimini Protokoll ist eine der wichtigsten Performance-Gruppen in Deutschland. Helgard Haug, Stefan Kaegi und Daniel Wetzel bilden seit 2000 ein Autoren-Regie-Team. Ihre Arbeiten im Bereich Theater, Hörspiel, Film und Installation entstehen oft in Zweier- und Dreier-Konstellationen. Sie entwickeln in umfangreichen Recherche-, Casting- und Konzeptionsprozessen auf der Bühne sowie im Stadtraum ihr Theater, das Experten des Alltags ins Zentrum stellt. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Weiterentwicklung der Mittel des Theaters, um ungewöhnliche Sichtweisen auf unsere Wirklichkeit zu ermöglichen. Ihr interaktiver Audio-Walk „Remote Erlangen“ wurde 2015 anlässlich des Großraumfestivals „net:works“ in Erlangen uraufgeführt und zum internationalen figuren.theater.festival 2017 wiederaufgenommen. Nun zeigt Daniel Wetzel seine neueste und zugleich erste Produktion für Jugendliche in allen vier Festivalstädten und lässt das Internet zum Kammer-Theater werden.

In allen Städten zusätzlich Schulvorstellungen.

http://www.rimini-protokoll.de

Produziert von Onassis Cultural Centre und Rimini Apparat | Koproduziert von The Cultural Schoolbag Norway / DKS Asker (Asker municipality) und dem internationalen figuren.theater.festival | Gefördert aus Mitteln der Arbeitsgemeinschaft Kultur im Großraum

Konzept, Regie: Daniel Wetzel | Text: Nikolas Hanakoulas, Giorgos Panagiotakis, Daniel Wetzel | Raum: Dido Gkogkou | Licht: Guy Stefanou | Softwaresystem Design und Implementierung: Dimitris Trakas (ViRA) | Grafik: Dimitris Trakas, Renia Papathanasiou (ViRA) | Sounddesign: Lambros Pigounis | Dramaturgie Script-Coding: Andreas G. Andreou, Kostis Kapidakis | Logo: Dido Gkogkou | Projektkoordination: Nikos Voyatzis | Assistenz Raumdesign: Kristin Brechler | Assistenz Raum: Iliana Kaladami | Assistenz Sound: Stefanos Siminelakis | Beratende Psychologin: Florentia Bakomitrou | Produktionsleitung: Juliane Männel, Yalena Kleidara | Technische Leitung: Martin Schwemin

Erlangen

01.06.2019
11:00 Uhr
Tickets
ab 10,80 €
Miet Warlop: Big Bears Cry Too [Auch große Bären weinen]
Objekttheater | Performance

Hydraulisch aufgeblasene Teddybären explodieren, ein Meer von Tennisbällen fällt von der Decke, Glubschaugen werden von einer Windmaschine über die Bühne gefegt, ein überdimensionales Gebiss lässt Kaugummiblasen platzen und die Bühne wird mit Farben geflutet. Miet Warlop lässt in „Big Bears Cry Too“ ihrer spielerischen und kreativen Zerstörungslust freien Lauf. Hinter diesem grotesken Bilderspektakel verbirgt sich die vergebliche Suche nach Antworten auf Fragen, die sowohl Kinder als auch Erwachsene hilflos erscheinen lassen. Fragen nach der Unermesslichkeit des Universums, schwarzen Löchern und nach der Bedeutungslosigkeit der Menschheit in diesem großen, unfassbaren Gefüge. Sich den damit verbundenen Ängsten zu stellen, die man schon fühlen kann, bevor man sie richtig versteht. Ängste, die auch große Bären manchmal zum Weinen bringen.

Mit „Big Bears Cry Too“ wagt sich die belgische Künstlerin Miet Warlop erstmals an ein Kinderstück und überzeugt nach „Fruits of Labor“ und „Springville“ erneut mit klugem, radikalem, verstörendem und bildstarkem Objekttheater. Sie schafft es, sowohl Kinder als auch Erwachsene mit dem destruktiven Charakter ihrer Arbeit in den Bann zu ziehen und gibt damit ein Statement ab für den Humor des Nichtverstehens in der Kunst und für kreative Unvernunft.

http://www.mietwarlop.com

In Koproduktion mit Vooruit Gent, TJP Centre Dramatique National Strasbourg, Gessnerallee Zürich, AUAWIRLEBEN Theaterfestival Bern, Luzerner Theater | Gefördert von der Flämischen Regierung, der Stadt Gent und Kunstencentrum BUDA (Kortrijk)

Konzept, Regie: Miet Warlop | Performance: Wietse Tanghe, Christian Bakalov | Musik, Text: Pieter De Meester, Joppe Tanghe, Wietse Tanghe, Miet Warlop | Technische Leitung: Hugh Roche Kelly, Frouke Van Gheluwe | Assistenz: Barbara Vackier, Ian Gyselinck, Lila John, Geert Viaene (Amotec), Karolien Nuyttens, Mathias Huybrighs | Blick von außen: Danai Anesiadou | Lichtdesign: Henri Emmanuel Doublier | Produktionsleitung: Seppe Cosyns | Produktionsassistenz: Tanja Vrancken | Produktion, Technische Umsetzung: Miet Warlop, Irene Wool vzw (Gent), hetpaleis (Antwerpen) | Produktion, Koordination: Wim Viaene, Elke Vanlerberghe

Erlangen

01.06.2019
21:00 Uhr
Tickets
ab 19,60 €
Miet Warlop: Big Bears Cry Too [Auch große Bären weinen]
Objekttheater | Performance

Hydraulisch aufgeblasene Teddybären explodieren, ein Meer von Tennisbällen fällt von der Decke, Glubschaugen werden von einer Windmaschine über die Bühne gefegt, ein überdimensionales Gebiss lässt Kaugummiblasen platzen und die Bühne wird mit Farben geflutet. Miet Warlop lässt in „Big Bears Cry Too“ ihrer spielerischen und kreativen Zerstörungslust freien Lauf. Hinter diesem grotesken Bilderspektakel verbirgt sich die vergebliche Suche nach Antworten auf Fragen, die sowohl Kinder als auch Erwachsene hilflos erscheinen lassen. Fragen nach der Unermesslichkeit des Universums, schwarzen Löchern und nach der Bedeutungslosigkeit der Menschheit in diesem großen, unfassbaren Gefüge. Sich den damit verbundenen Ängsten zu stellen, die man schon fühlen kann, bevor man sie richtig versteht. Ängste, die auch große Bären manchmal zum Weinen bringen.

Mit „Big Bears Cry Too“ wagt sich die belgische Künstlerin Miet Warlop erstmals an ein Kinderstück und überzeugt nach „Fruits of Labor“ und „Springville“ erneut mit klugem, radikalem, verstörendem und bildstarkem Objekttheater. Sie schafft es, sowohl Kinder als auch Erwachsene mit dem destruktiven Charakter ihrer Arbeit in den Bann zu ziehen und gibt damit ein Statement ab für den Humor des Nichtverstehens in der Kunst und für kreative Unvernunft.

http://www.mietwarlop.com

In Koproduktion mit Vooruit Gent, TJP Centre Dramatique National Strasbourg, Gessnerallee Zürich, AUAWIRLEBEN Theaterfestival Bern, Luzerner Theater | Gefördert von der Flämischen Regierung, der Stadt Gent und Kunstencentrum BUDA (Kortrijk)

Konzept, Regie: Miet Warlop | Performance: Wietse Tanghe, Christian Bakalov | Musik, Text: Pieter De Meester, Joppe Tanghe, Wietse Tanghe, Miet Warlop | Technische Leitung: Hugh Roche Kelly, Frouke Van Gheluwe | Assistenz: Barbara Vackier, Ian Gyselinck, Lila John, Geert Viaene (Amotec), Karolien Nuyttens, Mathias Huybrighs | Blick von außen: Danai Anesiadou | Lichtdesign: Henri Emmanuel Doublier | Produktionsleitung: Seppe Cosyns | Produktionsassistenz: Tanja Vrancken | Produktion, Technische Umsetzung: Miet Warlop, Irene Wool vzw (Gent), hetpaleis (Antwerpen) | Produktion, Koordination: Wim Viaene, Elke Vanlerberghe

Erlangen

01.06.2019
17:00 Uhr
Tickets
ab 10,80 €
Rimini Protokoll: Bubble Jam
Cloud-Performance mit Smartphones

Deutsche Erstaufführung

Wer befindet sich am anderen Ende des Internets? Wie funktioniert ein Algorithmus? Wer oder was erteilt uns Anweisungen? Und wer oder was ist hier „fake“? Bubble Jam ist eine Spielplattform, mit dessen Server sich die 60 Testspielerinnen und -spieler über Smartphones verbinden. Sie folgen auf ihrem Gerät dem Chat der sich andernorts befindenden Entwicklerinnen und Entwickler und beantworten ihre Anweisungen und Fragen: Worum soll es gehen? Um Alpträume? Freunde, die man nie gesehen hat? Fotos, die plötzlich auftauchen? Darum, was für ein „Typ“ man ist? Oder darum, wie das Leben weitergeht? Bubble Jam sammelt die Reaktionen und ermittelt daraus, wer mit wem was zu besprechen hat. Aus Abstimmungsergebnissen werden Fragen abgeleitet, um die es nun gehen soll. Allen voran: Wer spielt und mit wem wird gespielt?

Rimini Protokoll ist eine der wichtigsten Performance-Gruppen in Deutschland. Helgard Haug, Stefan Kaegi und Daniel Wetzel bilden seit 2000 ein Autoren-Regie-Team. Ihre Arbeiten im Bereich Theater, Hörspiel, Film und Installation entstehen oft in Zweier- und Dreier-Konstellationen. Sie entwickeln in umfangreichen Recherche-, Casting- und Konzeptionsprozessen auf der Bühne sowie im Stadtraum ihr Theater, das Experten des Alltags ins Zentrum stellt. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Weiterentwicklung der Mittel des Theaters, um ungewöhnliche Sichtweisen auf unsere Wirklichkeit zu ermöglichen. Ihr interaktiver Audio-Walk „Remote Erlangen“ wurde 2015 anlässlich des Großraumfestivals „net:works“ in Erlangen uraufgeführt und zum internationalen figuren.theater.festival 2017 wiederaufgenommen. Nun zeigt Daniel Wetzel seine neueste und zugleich erste Produktion für Jugendliche in allen vier Festivalstädten und lässt das Internet zum Kammer-Theater werden.

In allen Städten zusätzlich Schulvorstellungen.

http://www.rimini-protokoll.de

Produziert von Onassis Cultural Centre und Rimini Apparat | Koproduziert von The Cultural Schoolbag Norway / DKS Asker (Asker municipality) und dem internationalen figuren.theater.festival | Gefördert aus Mitteln der Arbeitsgemeinschaft Kultur im Großraum

Konzept, Regie: Daniel Wetzel | Text: Nikolas Hanakoulas, Giorgos Panagiotakis, Daniel Wetzel | Raum: Dido Gkogkou | Licht: Guy Stefanou | Softwaresystem Design und Implementierung: Dimitris Trakas (ViRA) | Grafik: Dimitris Trakas, Renia Papathanasiou (ViRA) | Sounddesign: Lambros Pigounis | Dramaturgie Script-Coding: Andreas G. Andreou, Kostis Kapidakis | Logo: Dido Gkogkou | Projektkoordination: Nikos Voyatzis | Assistenz Raumdesign: Kristin Brechler | Assistenz Raum: Iliana Kaladami | Assistenz Sound: Stefanos Siminelakis | Beratende Psychologin: Florentia Bakomitrou | Produktionsleitung: Juliane Männel, Yalena Kleidara | Technische Leitung: Martin Schwemin

Erlangen

01.06.2019
16:00 Uhr
Tickets
ab 10,80 €
Puppentheater Ljubljana / TJP Strasbourg: Open the Owl
nach dem Marionettenspiel „Das Eulenschloß“ (1936) von Milan Klemencic

Marionettentheater | Schauspiel | Neue Medien

Fasziniert von den Miniaturmarionetten aus „Das Eulenschloß“ des slowenischen Puppenspiel-Pioniers Milan Klemencic, entwickelte der französische Puppenspieler und Regisseur Renaud Herbin ein Stück, in dem er klassisches Marionettenspiel mit zeitgenössischen Performancepraktiken kombiniert. Grundlage für die Inszenierung ist eine Neufassung der Geschichte des Grafen Franz von Pocci aus dem Jahr 1869, die von der französischen Schriftstellerin Célia Houdart in eine moderne philosophische Erzählung umgeschrieben wurde. Im Zentrum der Geschichte steht der Ritter Kauzenveit, der in eine Eule verwandelt wird und versucht, wieder Mensch zu werden. Gespielt werden die Figuren von der slowenischen Puppenspielerin Maja Kunšic und dem Puppenspieler Iztok Lužar, die in einer außergewöhnlichen, offenen Bühnenkonstruktion agieren.

Während des Stückes bestimmen die Zuschauenden ihre Perspektive selbst, indem sie ihre eigene Sichtachse auf die Bühnenkonstruktion wählen. Die Möglichkeit, hinter Klemencics Miniaturbühne zu blicken sowie der Einsatz von Live-Videoprojektionen machen „Open the Owl“ zu einem besonderen Theatererlebnis und stoßen eine Reflexion über Illusion und Realität an.

„Herbin zeigt in vielerlei Hinsicht, wie eine kleine Marionette die Formen und traditionellen Grenzen des Puppenspiels und des Theaters hinter sich lassen kann.“ (Radio Študent)

Eine Produktion des Puppentheaters Ljubljana in Kooperation mit dem TJP – Centre Dramatique National d’Alsace Strasbourg

Regie: Renaud Herbin | Buch: Franz Graf von Pocci, Célia Houdart | Spiel: Maja Kunšic, Iztok Lužar | Dramaturgie: Mateja Bizjak Petit | Bühnenbild: Mathias Baudry | Lichtdesign: Fanny Bruschi | Tondesign: Morgan Daguenet, Luka Bernetic | Künstlerische Beratung: Nino Laisne | Bühnenmanagement: Luka Bernetic | Licht: Niko Štabuc | Bühnentechnik: Luka Moškric | Puppenbau: Iztok Bobic, Polona Cerne, Zala Kalan, Zoran Srdic, Marjetka Valjavec, Sandra Birjukov, Špela Ulaga, Olga Milic, Tereza Andruškova | Bühnenbau: Christian Rachner, Pierre Chaumont

http://www.lgl.si
http://www.tjp-strasbourg.com

Erlangen

01.06.2019
21:00 Uhr
Tickets
ab 17,40 €
Puppentheater Ljubljana / TJP Strasbourg: Open the Owl
nach dem Marionettenspiel „Das Eulenschloß“ (1936) von Milan Klemencic

Marionettentheater | Schauspiel | Neue Medien

Fasziniert von den Miniaturmarionetten aus „Das Eulenschloß“ des slowenischen Puppenspiel-Pioniers Milan Klemencic, entwickelte der französische Puppenspieler und Regisseur Renaud Herbin ein Stück, in dem er klassisches Marionettenspiel mit zeitgenössischen Performancepraktiken kombiniert. Grundlage für die Inszenierung ist eine Neufassung der Geschichte des Grafen Franz von Pocci aus dem Jahr 1869, die von der französischen Schriftstellerin Célia Houdart in eine moderne philosophische Erzählung umgeschrieben wurde. Im Zentrum der Geschichte steht der Ritter Kauzenveit, der in eine Eule verwandelt wird und versucht, wieder Mensch zu werden. Gespielt werden die Figuren von der slowenischen Puppenspielerin Maja Kunšic und dem Puppenspieler Iztok Lužar, die in einer außergewöhnlichen, offenen Bühnenkonstruktion agieren.

Während des Stückes bestimmen die Zuschauenden ihre Perspektive selbst, indem sie ihre eigene Sichtachse auf die Bühnenkonstruktion wählen. Die Möglichkeit, hinter Klemencics Miniaturbühne zu blicken sowie der Einsatz von Live-Videoprojektionen machen „Open the Owl“ zu einem besonderen Theatererlebnis und stoßen eine Reflexion über Illusion und Realität an.

„Herbin zeigt in vielerlei Hinsicht, wie eine kleine Marionette die Formen und traditionellen Grenzen des Puppenspiels und des Theaters hinter sich lassen kann.“ (Radio Študent)

Eine Produktion des Puppentheaters Ljubljana in Kooperation mit dem TJP – Centre Dramatique National d’Alsace Strasbourg

Regie: Renaud Herbin | Buch: Franz Graf von Pocci, Célia Houdart | Spiel: Maja Kunšic, Iztok Lužar | Dramaturgie: Mateja Bizjak Petit | Bühnenbild: Mathias Baudry | Lichtdesign: Fanny Bruschi | Tondesign: Morgan Daguenet, Luka Bernetic | Künstlerische Beratung: Nino Laisne | Bühnenmanagement: Luka Bernetic | Licht: Niko Štabuc | Bühnentechnik: Luka Moškric | Puppenbau: Iztok Bobic, Polona Cerne, Zala Kalan, Zoran Srdic, Marjetka Valjavec, Sandra Birjukov, Špela Ulaga, Olga Milic, Tereza Andruškova | Bühnenbau: Christian Rachner, Pierre Chaumont

http://www.lgl.si
http://www.tjp-strasbourg.com

Erlangen

01.06.2019
18:00 Uhr
Tickets
ab 17,40 €
Barbara Matijevic & Giuseppe Chico: Forecasting [Vorhersage]
Performance | Neue Medien

Die Kroatin Barbara Matijevic und der Italiener Giuseppe Chico, die vor zwei Jahren mit „I’ve never done this before“ in Erlangen zu Gast waren, schließen mit „Forecasting“ ihre Trilogie „Theory of the performance to come or the only way to avoid the massacre is to become its authors?“ ab. „Forecasting“ spielt auf schwindelerregende und verblüffende Weise mit der Beziehung von Körper und digitaler Technologie und experimentiert mit neuen narrativen Formen. Inspiriert von der anonymen, leicht zugänglichen Erzählmaschinerie des Internets, manipuliert Matijevic auf der Bühne anhand eines Laptops eine Sammlung von Amateur-Videos. Geschickt und mit äußerster Präzision lässt sie ihre eigenen Bewegungen mit den Bildschirminhalten verschmelzen – die virtuelle zweidimensionale Bilderwelt wird zur natürlichen Ergänzung der menschlichen Gestalt und ein transhumanes Hybridwesen entsteht. Skurril, witzig und mitunter provokant werden in diesem intelligenten Science-Fiction-Abenteuer die Grenzen des menschlichen Körpers ausgelotet und die Möglichkeiten zur Erweiterung der physisch-materiellen Welt reflektiert.

„Ein wahnwitzig-unterhaltsamer Ritt durch die Paralleluniversen, irgendwo an der Schnittstelle von Realität und Virtualität, ein atemloser Lauf durch die Möglichkeiten, durch das, was sein könnte, war, sein wird.“ (www.stagescreen.wordpress.com)

Im Anschluss an die Vorstellung am 1. Juni um 19:30 Uhr in Erlangen findet ein Inszenierungsgespräch in englischer Sprache statt.

http://www.premierstratageme.net

Eine Produktion von 1er stratagème, De facto | In Koproduktion mit Kaaitheater (Brüssel), UOVO (Mailand) | Mit Unterstützung von DRAC Ile-de-France, Kultusministerium der Republik Kroatien, Stadt Zagreb, Französisches Institut Zagreb, Beaumarchais SACD Association (Paris), PACT Zollverein (Essen) | Künstlerresidenz: Caos / Festival Terni

Konzept: Giuseppe Chico, Barbara Matijevic | Performance: Barbara Matijevic | Video: Giuseppe Chico | Ton: Viktor Krasnic | Patch Max: Niccolo Gallio | Produktions- und Tourmanagement: Marion Gauvent

Erlangen

01.06.2019
19:30 Uhr
Tickets
ab 17,40 €
Barbara Matijevic & Giuseppe Chico: Forecasting [Vorhersage]
Performance | Neue Medien

Die Kroatin Barbara Matijevic und der Italiener Giuseppe Chico, die vor zwei Jahren mit „I’ve never done this before“ in Erlangen zu Gast waren, schließen mit „Forecasting“ ihre Trilogie „Theory of the performance to come or the only way to avoid the massacre is to become its authors?“ ab. „Forecasting“ spielt auf schwindelerregende und verblüffende Weise mit der Beziehung von Körper und digitaler Technologie und experimentiert mit neuen narrativen Formen. Inspiriert von der anonymen, leicht zugänglichen Erzählmaschinerie des Internets, manipuliert Matijevic auf der Bühne anhand eines Laptops eine Sammlung von Amateur-Videos. Geschickt und mit äußerster Präzision lässt sie ihre eigenen Bewegungen mit den Bildschirminhalten verschmelzen – die virtuelle zweidimensionale Bilderwelt wird zur natürlichen Ergänzung der menschlichen Gestalt und ein transhumanes Hybridwesen entsteht. Skurril, witzig und mitunter provokant werden in diesem intelligenten Science-Fiction-Abenteuer die Grenzen des menschlichen Körpers ausgelotet und die Möglichkeiten zur Erweiterung der physisch-materiellen Welt reflektiert.
„Ein wahnwitzig-unterhaltsamer Ritt durch die Paralleluniversen, irgendwo an der Schnittstelle von Realität und Virtualität, ein atemloser Lauf durch die Möglichkeiten, durch das, was sein könnte, war, sein wird.“ (www.stagescreen.wordpress.com)

Im Anschluss an die Vorstellung am 1. Juni um 19:30 Uhr in Erlangen findet ein Inszenierungsgespräch in englischer Sprache statt.

http://www.premierstratageme.net

Eine Produktion von 1er stratagème, De facto | In Koproduktion mit Kaaitheater (Brüssel), UOVO (Mailand) | Mit Unterstützung von DRAC Ile-de-France, Kultusministerium der Republik Kroatien, Stadt Zagreb, Französisches Institut Zagreb, Beaumarchais SACD Association (Paris), PACT Zollverein (Essen) | Künstlerresidenz: Caos / Festival Terni

Konzept: Giuseppe Chico, Barbara Matijevic | Performance: Barbara Matijevic | Video: Giuseppe Chico | Ton: Viktor Krasnic | Patch Max: Niccolo Gallio | Produktions- und Tourmanagement: Marion Gauvent

Erlangen

01.06.2019
16:00 Uhr
Tickets
ab 17,40 €
Figurentheater Wilde & Vogel + Johannes Frisch: Frankenstein oder Der moderne Prometheus
Figurentheater | Schauspiel

Frankenstein – eine Gesellschaft unter Strom – der Mythos vom kreativen Menschen – eine Geschichte der Hybris. Getrieben von der Leidenschaft am Experiment, der Lust am gemeinsamen Spiel und von Berufs wegen gewohnt, tote Materie zum Leben zu erwecken, wagen sich sechs Künstlerinnen und Künstler aus drei Generationen mit Alchemie, Magie und Elektrizität an den Stoff, der die Menschen mit sanftem Grusel bewegt, seit ihn die britische Autorin Mary Shelley 1816 ersann. Durch die Jahrhunderte dient die Erschaffung des Monsters als romantische Projektionsfläche für die unterschiedlichsten Sehnsüchte und Ängste. Dazu erklingt eine himmlisch infernalische Musik, die das Labor zum Brodeln bringt.

Gegründet 1997, gehört das Figurentheater Wilde & Vogel mit Gastspielen in über 30 verschiedenen Ländern Europas, Amerikas und Asiens zu den wichtigsten professionellen freien Figurentheater-Gruppen im deutschsprachigen Raum und ist aus dem Programm des internationalen figuren.theater.festivals nicht wegzudenken.

„Das Figurentheater Wilde & Vogel begibt sich auf eine bild- und sprachgewaltige Suche nach der menschlichen Seele … [Sie] nehmen uns mit auf eine assoziative, intensive, oft schmerzhafte aber auch immer wieder humorvolle Suche, um den Menschen, also uns selbst zu entdecken.“ (Puppen, Menschen & Objekte)

http://www.figurentheater-wildevogel.de

In Koproduktion mit FITZ! Stuttgart, Lindenfels Westflügel Leipzig | Gefördert vom Kulturamt der Stadt Leipzig, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Landesverband Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg e. V. aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, Kulturamt der Stadt Stuttgart | Beratend unterstützt durch den Lehrstuhl für Angewandte Physik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Regie: Hendrik Mannes | Mitarbeit Regie, Dramaturgie: Antonia Christl | Assistenz: Leonie Sowa | Spiel, Ausstattung: Winnie Luzie Burz, Jan Jedenak, Stefan Wenzel, Michael Vogel | Live-Musik: Johannes Frisch, Charlotte Wilde | Voice-Over: Ilka Schönbein | Metallbau: Christian Schmit

Erlangen

01.06.2019
22:00 Uhr
Tickets
ab 17,40 €
Figurentheater Wilde & Vogel + Johannes Frisch: Frankenstein oder Der moderne Prometheus
Figurentheater | Schauspiel

Frankenstein – eine Gesellschaft unter Strom – der Mythos vom kreativen Menschen – eine Geschichte der Hybris. Getrieben von der Leidenschaft am Experiment, der Lust am gemeinsamen Spiel und von Berufs wegen gewohnt, tote Materie zum Leben zu erwecken, wagen sich sechs Künstlerinnen und Künstler aus drei Generationen mit Alchemie, Magie und Elektrizität an den Stoff, der die Menschen mit sanftem Grusel bewegt, seit ihn die britische Autorin Mary Shelley 1816 ersann. Durch die Jahrhunderte dient die Erschaffung des Monsters als romantische Projektionsfläche für die unterschiedlichsten Sehnsüchte und Ängste. Dazu erklingt eine himmlisch infernalische Musik, die das Labor zum Brodeln bringt.

Gegründet 1997, gehört das Figurentheater Wilde & Vogel mit Gastspielen in über 30 verschiedenen Ländern Europas, Amerikas und Asiens zu den wichtigsten professionellen freien Figurentheater-Gruppen im deutschsprachigen Raum und ist aus dem Programm des internationalen figuren.theater.festivals nicht wegzudenken.

„Das Figurentheater Wilde & Vogel begibt sich auf eine bild- und sprachgewaltige Suche nach der menschlichen Seele … [Sie] nehmen uns mit auf eine assoziative, intensive, oft schmerzhafte aber auch immer wieder humorvolle Suche, um den Menschen, also uns selbst zu entdecken.“ (Puppen, Menschen & Objekte)

http://www.figurentheater-wildevogel.de

In Koproduktion mit FITZ! Stuttgart, Lindenfels Westflügel Leipzig | Gefördert vom Kulturamt der Stadt Leipzig, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Landesverband Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg e. V. aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, Kulturamt der Stadt Stuttgart | Beratend unterstützt durch den Lehrstuhl für Angewandte Physik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Regie: Hendrik Mannes | Mitarbeit Regie, Dramaturgie: Antonia Christl | Assistenz: Leonie Sowa | Spiel, Ausstattung: Winnie Luzie Burz, Jan Jedenak, Stefan Wenzel, Michael Vogel | Live-Musik: Johannes Frisch, Charlotte Wilde | Voice-Over: Ilka Schönbein | Metallbau: Christian Schmit

Erlangen

01.06.2019
18:00 Uhr
Tickets
ab 17,40 €
Compagnie 111 / Aurélien Bory: aSH
Die Wege von Aurélien Bory und der in Indien geborenen Tänzerin Shantala Shivalingappa kreuzten sich zum ersten Mal 2008 in Düsseldorf, als beide beim letzten von Pina Bausch veranstalteten Festival „Drei Wochen mit Pina“ zu Gast waren und Shivalingappa in Bauschs Stück „Nefés“ tanzte. Zehn Jahre später arbeiten sie nun bei „aSH“, dem letzten Teil von Aurélien Borys Trilogie für drei Tänzerinnen, zusammen. In allen drei Stücken – auch bei „Plexus“, das 2017 beim internationalen figuren.theater.festival in Erlangen zu Gast war – steht anstelle des Theaterraums, wie häufig in Borys Arbeiten, eine Frau als Ausgangspunkt und Ideengeberin im Mittelpunkt. In „aSH“ ist es nun die Geschichte einer Tänzerin, in deren Namen sich Shiva – der Gott des Tanzes – wiederfindet. Nach hinduistischem Glauben trägt er über eintausend Namen, er ist der Gott der Schöpfung und zugleich der Zerstörung und sein Körper ist mit Asche bedeckt. Shantala Shivalingappas Tanz umkreist die Figur dieses Gottes, dessen Erschütterungen den Rhythmus der Welt vorgeben und sich auch im Bühnenraum widerspiegeln: Die gesamte Szenografie scheint zu vibrieren, als würde sie selbst ein Eigenleben führen –verstärkt durch die Musik des Perkussionisten Loïc Schild. „aSH“ wird so zu einem Duett aus Klängen und Tanz, einem Spiel mit Schöpfung und Zerstörung. Shivalingappa lässt Bilder aus Asche entstehen, die gleich darauf wieder verwehen, im ewigen Kreislauf von Geburt und Tod. Dabei spiegelt sich in ihrem Tanz zugleich auch ihre eigene Reise wider: von Indien nach Europa, vom klassischen indischen Tanz Kuchipudi zu Pina Bausch, von Shiva zu Dionysos – dem Gott des Theaters.

Nach „Plan B“, „Sans Object“ und „Plexus“ ist es zum vierten Mal in Folge gelungen, eine Produktion des weltbekannten Choreografen und Festival-Lieblings Aurélien Bory nach Erlangen einzuladen.

http://www.cie111.com

In Koproduktion mit ThéâtredelaCité – CDN Toulouse Occitanie, Festival Montpellier Danse 2018, Agora – PNAC Boulazac-Nouvelle-Aquitaine, La Scala – Paris, L’Onde Théâtre Centre d’Art – Vélizy-Villacoublay | Mit künstlerischer Mitarbeit von ENSATT – Lyon

Mit: Shantala Shivalingappa, Loïc Schild | Szenografie, Künstlerische Leitung: Aurélien Bory | Choreografie: Shantala Shivalingappa | Dramaturgie: Taïcyr Fadel | Lichtdesign, Technische Leitung: Arno Veyrat | Musik: Joan Cambon | Technische Konzeption Bühnenbild: Pierre Dequivre, Stéphane Chipeaux-Dardé | Kostüme: Manuela Agnesini, Nathalie Trouvé | Technik Tour: Mallory Duhamel, Robin Jounanneau, Bernard Lévéjac | Produktionsleitung: Florence Meurisse | Produktion: Clément Séguier-Faucher, Justine Cailliau Konkoj

Erlangen

02.06.2019
19:30 Uhr
Tickets
ab 7,50 €
Akhe: Diktatur
Bildertheater | Objekttheater | Performance

Der Aufstand der Kunst gegen die Diktatur des Raumes. Aus Brettern, Feuer und Wasser lassen die Performer von Akhe auf gewohnt anarchistische Weise eine neue Weltordnung entstehen. Mit einem Lächeln auf den Lippen kämpfen sie gegen die Monster der Neuzeit. Denn die Theater-Ingenieure kennen das kostbarste Geheimnis, von dem kein Diktator weiß: Um die Menschheit zu vereinen, muss man sie vor allem glücklich machen – statt flammender Reden brennende Stühle, statt blutiger Tribunale Exerzitien der Überforderung und statt Heilsversprechen eher Heilschlamm. Größenwahnsinn, Taumel und die Überzeugung, die neuen Götter der virtuellen Welt mit reiner, ungeschützter Sinnlichkeit zu besänftigen. Schaum flutet schließlich die Bühne und ertränkt die kleinen Diktatoren. Zu ekstatischen Beats feiern endlich alle die neue Zeit …

Während Akhe vor zwei Jahren schon mit einer Theater-Tetralogie die Thalermühle in Erlangen bespielte, überziehen sie in diesem Jahr mit ihrer Reihe „Demokratie“ – „Utopie“ – „Diktatur“ die ganze Stadt, vom E-Werk über das Parkhaus am Großparkplatz bis ins Experimentiertheater. Der letzte Teil der aktuellen Trilogie entstand zum einjährigen Jubiläum des neuen Künstlerzentrums „Porokh“, das von Akhe in Sankt Petersburg gegründet wurde.

http://www.akhe.ru

Regie, Bühne: Akhe | Darsteller: Maxim Isaev, Nikolay Khamov, Pavel Semchenko | Musik: Denis Antonov | Licht: Vadim Gololobov, Alexander Golubev | Video: Kirill Malovichko | Management: Vadim Gololobov

Erlangen

02.06.2019
19:30 Uhr
Tickets
ab 19,60 €
Barbara Matijevic & Giuseppe Chico: Forecasting [Vorhersage]
Performance | Neue Medien

Die Kroatin Barbara Matijevic und der Italiener Giuseppe Chico, die vor zwei Jahren mit „I’ve never done this before“ in Erlangen zu Gast waren, schließen mit „Forecasting“ ihre Trilogie „Theory of the performance to come or the only way to avoid the massacre is to become its authors?“ ab. „Forecasting“ spielt auf schwindelerregende und verblüffende Weise mit der Beziehung von Körper und digitaler Technologie und experimentiert mit neuen narrativen Formen. Inspiriert von der anonymen, leicht zugänglichen Erzählmaschinerie des Internets, manipuliert Matijevic auf der Bühne anhand eines Laptops eine Sammlung von Amateur-Videos. Geschickt und mit äußerster Präzision lässt sie ihre eigenen Bewegungen mit den Bildschirminhalten verschmelzen – die virtuelle zweidimensionale Bilderwelt wird zur natürlichen Ergänzung der menschlichen Gestalt und ein transhumanes Hybridwesen entsteht. Skurril, witzig und mitunter provokant werden in diesem intelligenten Science-Fiction-Abenteuer die Grenzen des menschlichen Körpers ausgelotet und die Möglichkeiten zur Erweiterung der physisch-materiellen Welt reflektiert.

„Ein wahnwitzig-unterhaltsamer Ritt durch die Paralleluniversen, irgendwo an der Schnittstelle von Realität und Virtualität, ein atemloser Lauf durch die Möglichkeiten, durch das, was sein könnte, war, sein wird.“ (www.stagescreen.wordpress.com)

Im Anschluss an die Vorstellung am 1. Juni um 19:30 Uhr in Erlangen findet ein Inszenierungsgespräch in englischer Sprache statt.

http://www.premierstratageme.net

Eine Produktion von 1er stratagème, De facto | In Koproduktion mit Kaaitheater (Brüssel), UOVO (Mailand) | Mit Unterstützung von DRAC Ile-de-France, Kultusministerium der Republik Kroatien, Stadt Zagreb, Französisches Institut Zagreb, Beaumarchais SACD Association (Paris), PACT Zollverein (Essen) | Künstlerresidenz: Caos / Festival Terni

Konzept: Giuseppe Chico, Barbara Matijevic | Performance: Barbara Matijevic | Video: Giuseppe Chico | Ton: Viktor Krasnic | Patch Max: Niccolo Gallio | Produktions- und Tourmanagement: Marion Gauvent

Erlangen

02.06.2019
15:00 Uhr
Tickets
ab 17,40 €
Thalias Kompagnons: Der Karneval der Tiere
Mal-Konzert

„Das Publikum in großer Runde / es sitzt erstaunt, mit offnem Munde.“ So etwas sieht man schließlich nicht alle Tage! Karneval – das heißt sich verkleiden, für kurze Zeit jemand anderes sein. Und wer sagt, dass nur die Menschen Spaß daran haben? Denn wenn Tiere Karneval feiern, geht es mitunter noch lebhafter zu. Alle sind sie da: Walzer tanzende Elefanten, Xylophon spielende Tintenfische, marschierende Löwen, springende Kängurus, gackernde Hühner, versteckte Kuckucke, Fische im Aquarium, singende Esel, Schildkröten und der Superstar, der Schwan. Da wird musiziert und getanzt und das natürlich kostümiert. Ob Enten in selbst genähten Löwenfellen, Mäuse in Taucheranzügen oder ein Mops in Rüschenhemd und Samthose – niemand ist der, der er zu sein scheint.

Musikalisch erzählt wird die Geschichte des Karnevals der Tiere von dem französischen Komponisten Camille Saint-Saëns, der seiner zoologischen Fantasie freien Lauf ließ – jedes Tier wird durch ein anderes Instrument dargestellt. Im Takt der Musik übersetzt Joachim Torbahn mit Pinsel und Farbe die Verwandlung der Tiere in bezaubernde Bilder, die live auf eine große Leinwand projiziert werden. Wer als nächstes die Bühne betritt und welche Reaktionen die Kostümwahl hervorrufen, erzählt Tristan Vogt in der gereimten Textfassung von Michael Quast. Zeichnen, malen, klecksen, pinseln, matschen, streichen, blasen, musizieren, erzählen, reimen – mit großem Spielspaß bringen die zehn Musikerinnen und Musiker vom ensemble KONTRASTE zusammen mit Thalias Kompagnons diesen Klassiker auf die Bühne.

http://www.thalias-kompagnons.de

Eine Koproduktion mit der Tafelhalle Nürnberg

Erzähler: Tristan Vogt | Live-Malerei: Joachim Torbahn | Musik: ensemble KONTRASTE | Textfassung: Michael Quast

Erlangen

02.06.2019
16:00 Uhr
Tickets
ab 10,80 €
Puppentheater Ljubljana / TJP Strasbourg: Open the Owl
nach dem Marionettenspiel „Das Eulenschloß“ (1936) von Milan Klemencic

Marionettentheater | Schauspiel | Neue Medien

Fasziniert von den Miniaturmarionetten aus „Das Eulenschloß“ des slowenischen Puppenspiel-Pioniers Milan Klemencic, entwickelte der französische Puppenspieler und Regisseur Renaud Herbin ein Stück, in dem er klassisches Marionettenspiel mit zeitgenössischen Performancepraktiken kombiniert. Grundlage für die Inszenierung ist eine Neufassung der Geschichte des Grafen Franz von Pocci aus dem Jahr 1869, die von der französischen Schriftstellerin Célia Houdart in eine moderne philosophische Erzählung umgeschrieben wurde. Im Zentrum der Geschichte steht der Ritter Kauzenveit, der in eine Eule verwandelt wird und versucht, wieder Mensch zu werden. Gespielt werden die Figuren von der slowenischen Puppenspielerin Maja Kunšic und dem Puppenspieler Iztok Lužar, die in einer außergewöhnlichen, offenen Bühnenkonstruktion agieren.

Während des Stückes bestimmen die Zuschauenden ihre Perspektive selbst, indem sie ihre eigene Sichtachse auf die Bühnenkonstruktion wählen. Die Möglichkeit, hinter Klemencics Miniaturbühne zu blicken sowie der Einsatz von Live-Videoprojektionen machen „Open the Owl“ zu einem besonderen Theatererlebnis und stoßen eine Reflexion über Illusion und Realität an.

„Herbin zeigt in vielerlei Hinsicht, wie eine kleine Marionette die Formen und traditionellen Grenzen des Puppenspiels und des Theaters hinter sich lassen kann.“ (Radio Študent)

Eine Produktion des Puppentheaters Ljubljana in Kooperation mit dem TJP – Centre Dramatique National d’Alsace Strasbourg

Regie: Renaud Herbin | Buch: Franz Graf von Pocci, Célia Houdart | Spiel: Maja Kunšic, Iztok Lužar | Dramaturgie: Mateja Bizjak Petit | Bühnenbild: Mathias Baudry | Lichtdesign: Fanny Bruschi | Tondesign: Morgan Daguenet, Luka Bernetic | Künstlerische Beratung: Nino Laisne | Bühnenmanagement: Luka Bernetic | Licht: Niko Štabuc | Bühnentechnik: Luka Moškric | Puppenbau: Iztok Bobic, Polona Cerne, Zala Kalan, Zoran Srdic, Marjetka Valjavec, Sandra Birjukov, Špela Ulaga, Olga Milic, Tereza Andruškova | Bühnenbau: Christian Rachner, Pierre Chaumont

http://www.lgl.si
http://www.tjp-strasbourg.com

z.Zt. keine Tickets verfügbar | Restkarten ggfs. an der Abendkasse

Erlangen

02.06.2019
11:00 Uhr
Tickets
ab 17,40 €
Figurentheater Wilde & Vogel + Johannes Frisch: Frankenstein oder Der moderne Prometheus
Figurentheater | Schauspiel

Frankenstein – eine Gesellschaft unter Strom – der Mythos vom kreativen Menschen – eine Geschichte der Hybris. Getrieben von der Leidenschaft am Experiment, der Lust am gemeinsamen Spiel und von Berufs wegen gewohnt, tote Materie zum Leben zu erwecken, wagen sich sechs Künstlerinnen und Künstler aus drei Generationen mit Alchemie, Magie und Elektrizität an den Stoff, der die Menschen mit sanftem Grusel bewegt, seit ihn die britische Autorin Mary Shelley 1816 ersann. Durch die Jahrhunderte dient die Erschaffung des Monsters als romantische Projektionsfläche für die unterschiedlichsten Sehnsüchte und Ängste. Dazu erklingt eine himmlisch infernalische Musik, die das Labor zum Brodeln bringt.

Gegründet 1997, gehört das Figurentheater Wilde & Vogel mit Gastspielen in über 30 verschiedenen Ländern Europas, Amerikas und Asiens zu den wichtigsten professionellen freien Figurentheater-Gruppen im deutschsprachigen Raum und ist aus dem Programm des internationalen figuren.theater.festivals nicht wegzudenken.

„Das Figurentheater Wilde & Vogel begibt sich auf eine bild- und sprachgewaltige Suche nach der menschlichen Seele … [Sie] nehmen uns mit auf eine assoziative, intensive, oft schmerzhafte aber auch immer wieder humorvolle Suche, um den Menschen, also uns selbst zu entdecken.“ (Puppen, Menschen & Objekte)

http://www.figurentheater-wildevogel.de

In Koproduktion mit FITZ! Stuttgart, Lindenfels Westflügel Leipzig | Gefördert vom Kulturamt der Stadt Leipzig, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Landesverband Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg e. V. aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, Kulturamt der Stadt Stuttgart | Beratend unterstützt durch den Lehrstuhl für Angewandte Physik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Regie: Hendrik Mannes | Mitarbeit Regie, Dramaturgie: Antonia Christl | Assistenz: Leonie Sowa | Spiel, Ausstattung: Winnie Luzie Burz, Jan Jedenak, Stefan Wenzel, Michael Vogel | Live-Musik: Johannes Frisch, Charlotte Wilde | Voice-Over: Ilka Schönbein | Metallbau: Christian Schmit

Erlangen

02.06.2019
11:00 Uhr
Tickets
ab 17,40 €

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix