Lachkoma

Donnerstag, 01.08.2019 um 20:00 Uhr

Kulturpalast
Schlossstraße 2, 01067 Dresden


Tickets
ab 22,45 €




Rainer Bursche ist als sächsischer Schweijk bei den Dresdner beliebt. Mit diesem Programm verabschiedet er sich von der Kabarettbühne. Dagegen steht Anna Marie Lehmann zum ersten Mal auf den Kleinkunstbrettern, flirtete gleichzeitig mit der Kamera, dem Deutsch-Sorbischen Volkstheater und jagde Hexen an der schönen Müritz, bevor sie sich nun ins Kabarett verliebte. Alexander Pluquett sprang mutig mitsamt seiner Trompete aus dem hauptstädtischen Kabarett DIE STACHELSCHWEINE in die elbflorenzer Provinz. Thomas Wand ist mehr als der Mann am Klavier: Er komponiert, sampelt, hat gute Laune und niemals Zeit.

Aus dem Gästebuch: „Ihr bringt die Seele und das Herz zum Lachen - tolle Schauspieler, super Stück!“

Foto: Robert Jentzsch

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Leipziger Pfeffermühle - FAIRBOTEN - (Gastspiel)
FAIRBOTEN

Denk ich an Deutschland in der Nacht.... Die Moral der Gleichmacherei und auch die doppelte Moral setzen uns zu. Political Correctness und Presse scheinen keinen gemeinsamen Weg zu finden. Fatal. Und schlaflos lassen uns die Schäfchen beim Zählen zurück. Der Mensch ist nun einmal ein Herdentier und glaubt gerne der Mehrheit und nicht der Wahrheit. Unbeirrt und unerschrocken setzt er Kinderbücher auf den Index, denkt sich gedankenverloren Sprachungetüme aus wie „Bürgermeisterinnenkandidatin“, lobt nicht zu Lobendes in den berühmten Himmel und deklariert sinnentleerten Aktionismus zu aktivem Handeln.
Die Leipziger Pfeffermühle sagt entschlossen: Haben Sie Mut, schubsen Sie sich wach und dann auch Ihren Nachbarn. Lassen Sie sich unter keinen Umständen Achtsamkeit, Empathie und Fairness verbieten. Und rufen Sie beherzt dem kleinen Mann zu: „Es kommt nicht auf die Größe an!“.
„FAIRBOTEN“ ist wie ein Schneewittchenspiegel, in den man erwartungsvoll hineinschaut. Doch Achtung: Was Sie zu sehen bekommen, ist die nackte Wahrheit. Und die ist wahrlich oft genug zum Lachen komisch.

Es spielen: Elisabeth Sonntag in Doppelbesetzung mit Rebekka Köbernick, Rainer Koschorz und Frank Sieckelam
Piano: Hartmut Schwarze od. Marcus Ludwig am Schlagzeug: Steffen Reichelt
Musikalische Leitung: Marcus Ludwig
Regie: Frank Sieckel
Autoren: Holger Böhme, Heinz Klever, Erik Lehmann, Marcus Ludwig, Conny Molle, Philipp Schaller, Frank Sieckel, Ludger Wilhelm
Liedtexte+Musik: Stefan Klucke und Dirk Pursche (Schwarze Grütze), Marcus Ludwig, Frank Sieckel
Frank Lüdecke - Über die Verhältnisse - (Gastspiel)
ÜBER DIE VERHÄLTNISSE

Könnten sich noch mehr Menschen in Deutschland ehrenamtlich engagieren, wenn es bezahlt würde? Bedeutet Chancengleichheit, dass der Langsamste die Reisegeschwindigkeit aller bestimmt? Sind die staatlichen Schulen die AOK des Bildungswesens? Heisst es noch "Familie"? Oder bereits "Whatsapp-Gruppe"? Und was ist heute politischer? Wählen gehen? Oder Äpfel aus der Region kaufen?
Frank Lüdecke redet über die Verhältnisse und wirft einen vergnüglichen Blick in die Seele zivilisationsgestresster Mitteleuropäer. Das Digitale, die Demokratie, Europa - all das kann Spuren von Pointen enthalten. Und jede Menge Hoffnung. Denn bei allen Schwierigkeiten sollten wir nicht vergessen: es ist doch für alle noch genug Schaum auf dem Cappuccino! Lüdeckes politisches Kabarett macht Anleihen bei der Philosophie, verwendet Musik und lehnt Originalität und Unabhängigkeit nicht von vornherein ab. Über die Verhältnisse ist hintersinniges Kabarett und trotzdem witzig und unterhaltsam. Nein, das muss kein Gegensatz sein.

Frank Lüdecke (Deutscher Kabarettpreis 2009, Bayerischer Kabarettpreis 2010, Deutscher Kleinkunstpreis 2011), viele Jahre Mitglied beim "Scheibenwischer", gehört seit Jahren zur ersten Riege des deutschen Kabaretts. Er war Hauptautor für Dieter Hallervorden und Künstlerischer Leiter der "Distel" in Berlin, er schreibt satirische Theaterstücke und Kolumnen. In seinen Programmen beweist er "bitterböse und unendlich charmant, dass man als politischer Kabarettist den Spagat zwischen intellektuellem Witz und Unterhaltung glänzend meistern kann" (Internet-Kabarettpreis "Zeck").
Andreas Rebers - Ich helfe gern - (Gastspiel)
Ich helfe gern

Wenn Onkel Andi zu Besuch kommt, ist allenthalben große Freude und Heiterkeit im Saal. Aber warum?? Rebers ist kein Narr und hasst Clowns. Und wenn man genau hinschaut, erkennt man auch warum. Nachdem die Weisen die Burg verlassen haben, erobern die Narren die Zinnen und überall wird es lustig. Und damit das alles eine coole performance hat, werden wir informativ unterhalten oder unterhaltsam informiert. Hat hier jemand Angst vor der Wahrheit?? Oder sind wir alle schon dem Wahn verfallen?
Neulich konnte man lesen, der Rebers hilft uns die Angst zu nehmen. Vor allem die, vor uns selbst. Und man sah, dass es gut war!

Schon als Kind wurden er und seine vielen Geschwister zur Hilfsbereitschaft erzogen und es hält bis heut. Aber die gute schlesische Mutter hat ihn auch zur Wahrhaftigkeit und zur Bibel verpflichtet. Deshalb hat das Kind seine Diebstähle und kriminellen Taten auch immer zugegeben. Dann bekam er die Prügel, die er verdient hatte und die Mutter sah von der Kollektivstrafe der ganzen Geschwisterschar ab.
Reverend Rebers ist nur ein Arbeiter im Pointenberg des Herrn, aber mit der Wahrheit, vor allem der unbequemen, nimmt er es sehr genau. Denn wenn man Wahrheiten, die einem nicht passen, in den Schrank sperrt, werden sie giftig. Und damit nicht die Falschen den Giftschrank öffnen, macht er es lieber selber und nimmt zur Not auch die Prügel in Kauf. Das führt gelegentlich dazu, dass er die richtigen Fragen zum falschen Zeitpunkt stellt. Deshalb schreibt die NZZ
„Dieser Mann ist eine Erweckung der Giftklasse A“
Und dieses Programm ist ein Programm über alles, was toxisch ist. Schuldgefühle, faule Kredite, faule Ausreden, Nazismus und Narzissmus. Also ein Programm über uns. Die Moralische Großmacht Deutschland.

Hier wird Volkes Stimme mit Volkes Stimme entlarvt. Und wenn am Ende der Teufelsaustreibung noch etwas auf der Bühne herumliegt, kommt in der Zugabe der Tatortreiniger und beseitigt die restlichen Spuren.
Gegen Wahn und Populismus – hilft nur ein guter Exorzismus.
Ich helfe gern. Wann und wo immer sie wollen!

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix