Freitag, 21.02.2020
um 20:00 Uhr

Großer Sendesaal des Hessischen Rundfunks
Bertramstraße 8
60320 Frankfurt am Main




SYMPHONIE AVEC ORGUE
Artist in Residence

IVETA APKALNA | Orgel
RICCARDO MINASI | Dirigent

Johann Sebastian Bach | Orgelkonzert d-Moll BWV 1052a
Jean-Philippe Rameau | Suite aus der Oper »Les Boréades«
Camille Saint-Saëns | 3. Sinfonie (»Orgelsinfonie«)

Klanggewaltig, mitreißend, einzigartig – so kann
man die 3. Sinfonie des Romantikers Camille
Saint-Saëns beschreiben, als »Orgelsinfonie«
wurde sie bekannt. Die lettische Star-Organistin
Iveta Apkalna, Titularorganistin der Hamburger
Elbphilharmonie und »Artist in Residence«
dieser hr-Saison, findet in ihr aber auch »ein
Feuerwerk an Emotionen. Sie ist intim, traurig,
festlich zugleich, berührt die Seele ganz tief.«
Apkalnas Lieblingskomponist heißt aber trotzdem
ganz klar Johann Sebastian Bach: »Ich
sehe Bach als das tägliche Brot an. Man ›isst‹
es jeden Tag, und ich brauche es jeden Tag.«

___________

Acoustically powerful, captivating, unique – these
words can be used to describe Camille Saint-
Saëns’ Symphony No. 3, known as the »Organ
Symphony«. The Latvian star organist Iveta
Apkalna, Titular Organist at Hamburg’s Elbphilharmonie
and »Artist in Residence« for this
hr concert season, also describes it as »a fireworks
of emotion. It is intimate, sad and
festive at the same time and moves the soul
deep inside.« Nevertheless, Apkalna’s favourite
composer is still without a doubt Johann
Sebastian Bach: »For me Bach is the daily
bread. Something to be ›eaten‹ every day and
I need it every day.«

Konzerteinführung: 19:00 Uhr

Diese Veranstaltung ist ausverkauft.

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

weitere Termine

Forum N | Arabische 4
ARABISCHE 4

JOHANNES MOSER | Violoncello
LUCAS VIS | Dirigent

Nicolaus A. Huber | … der arabischen 4 (Auftragswerk von Wien Modern,
ORF Radio-Symphonieorchester Wien und hr – Deutsche Erstaufführung)
Bernd Richard Deutsch | Cellokonzert (Auftragswerk des Tonkünstler-Orchesters
und des hr – Deutsche Erstaufführung)
Stefan Pohlit | Vapur (Auftragswerk des hr – Uraufführung)
Samir Odeh-Tamimi | Rituale

Zwischen West und Ost. »… der arabischen 4« hat Nicolaus A. Huber ein aktuelles Orchesterwerk gewidmet, das der gesellschaftlich engagierte Tonsetzer als Aufforderung zum kulturellen Austausch verstanden wissen will. Das im Auftrag des hr entstehende Orchesterstück »Vapur« von Stefan Pohlit trägt den Namen der Passagierfähren Istanbuls, die in den Sommermonaten das Festland mit den Inseln verbinden. Von der mystischen Ausrichtung des Islam inspiriert, steuert der in Deutschland lebende, palästinensisch-israelische Komponist Samir Odeh-Tamimi mit seinen »Ritualen« eine Art kompositorisches Konzentrat seiner Beschäftigung mit Korangesängen und Sufi-Musik bei. Dazwischen Johannes Moser mit dem neuen Cellokonzert des Österreichers Bernd Richard Deutsch.


___________

Between West and East. Nicolaus A. Huber dedicates this work to the »Arabian 4« - (»… der arabischen 4«) – and it is to be understood as a call for cultural exchange. The orchestral piece »Vapur« by Stefan Pohlit bears the name of the passenger ferries in Istanbul that connect the mainland with the islands. Inspired by the mystical orientation of Islam, the Palestinian-Israeli composer Samir Odeh-Tamimi contributes a distillate of his preoccupation with Koran chants and Sufi music. And in between, Johannes Moser with the new cello concert by Bernd Richard Deutsch.

Konzerteinführung: 19:00 Uhr
Auftakt | Scheherazade
SCHEHERAZADE

SERGEY KHACHATRYAN | Violine
ALONDRA DE LA PARRA | Dirigentin

Aram Chatschaturjan | 1. Violinkonzert
Nikolaj Rimskij-Korsakow | Scheherazade

Nikolaj Rimskij-Korsakow hat ihr ein herrlich klangvolles Ton-Denkmal gesetzt, poetisch und intelligent zugleich: Scheherazade, die versierte persische Tochter aus den Geschichten von Tausendundeiner Nacht, setzt mit Kalkül, Klugheit und Überzeugungskraft den plumpen Zerstörungswillen des Königs außer Gefecht. Dezidiert weibliche Qualitäten, wie sie auch die mexikanische Dirigentin Alondra de la Parra für ihren Beruf erkennen kann: Zum Dirigieren brauche man »die Fähigkeit zum Multitasking, zum Zeitmanagement, zum Führen von Menschen«, sagt sie. »Auch auf musikalischer Ebene muss man an drei Stellen zugleich sein. Man muss bedenken, was gerade passiert ist, was im Moment passiert und was gleich passieren wird. Man muss in diesen drei Zeitzonen zugleich leben. Man muss alle Instrumente zur selben Zeit im Blick haben. Frauen können genau das sehr gut.« Nur seine Violine im Blick haben muss dagegen der armenische Geiger Sergey Khachatryan – der mit dem Violinkonzert von Aram Chatschaturjan ein Meisterwerk vorstellt, das von der Sonnenseite des Lebens erzählt. »Ich komponierte diese Musik wie auf einer Woge des Glücks und der Freude – ich wartete auf die Geburt meines Sohnes. Und dieses Gefühl der Beflügelung, der Lebensfreude ging in die Musik des Violinkonzertes über.«

Einlass 19:30 Uhr
Auftakt | Scheherazade
SCHEHERAZADE

SERGEY KHACHATRYAN | Violine
ALONDRA DE LA PARRA | Dirigentin

Aram Chatschaturjan | 1. Violinkonzert
Nikolaj Rimskij-Korsakow | Scheherazade

Nikolaj Rimskij-Korsakow hat ihr ein herrlich klangvolles Ton-Denkmal gesetzt, poetisch und intelligent zugleich: Scheherazade, die versierte persische Tochter aus den Geschichten von Tausendundeiner Nacht, setzt mit Kalkül, Klugheit und Überzeugungskraft den plumpen Zerstörungswillen des Königs außer Gefecht. Dezidiert weibliche Qualitäten, wie sie auch die mexikanische Dirigentin Alondra de la Parra für ihren Beruf erkennen kann: Zum Dirigieren brauche man »die Fähigkeit zum Multitasking, zum Zeitmanagement, zum Führen von Menschen«, sagt sie. »Auch auf musikalischer Ebene muss man an drei Stellen zugleich sein. Man muss bedenken, was gerade passiert ist, was im Moment passiert und was gleich passieren wird. Man muss in diesen drei Zeitzonen zugleich leben. Man muss alle Instrumente zur selben Zeit im Blick haben. Frauen können genau das sehr gut.« Nur seine Violine im Blick haben muss dagegen der armenische Geiger Sergey Khachatryan – der mit dem Violinkonzert von Aram Chatschaturjan ein Meisterwerk vorstellt, das von der Sonnenseite des Lebens erzählt. »Ich komponierte diese Musik wie auf einer Woge des Glücks und der Freude – ich wartete auf die Geburt meines Sohnes. Und dieses Gefühl der Beflügelung, der Lebensfreude ging in die Musik des Violinkonzertes über.«

Einlass 19:30 Uhr

Eventuell sind noch Karten an der Abendkasse erhältlich.
Barock + | Herreweghe trifft Tetzlaff
HERREWEGHE TRIFFT TETZLAFF

CHRISTIAN TETZLAFF | Violine
PHILIPPE HERREWEGHE | Dirigent

Johann Sebastian Bach | Violinkonzerte a-Moll und E-Dur BWV 1041/1042
Johannes Brahms | 1. Sinfonie

»Die Sprache steht immer im Zentrum – auch
bei Sinfonien von Brahms«, sagt der flämische
Dirigent Philippe Herreweghe. »Wenn ich mit
dem Orchester zum Beispiel an den Phrasierungen
arbeite, überlege ich mir einen Text und
wir nähern uns der Musik über die Flexibilität
von gesprochener Sprache an. Das kommt aus
dieser Alte-Musik-Bewegung, zu der ich gehöre.
« Entsprechend biegsam und transparent
gelingen ihm die Brahms-Sinfonien, von denen
er beim hr 2013 die »Dritte« dirigierte – die FR
schrieb von einem »Brahms-Gefühl ohne Bart
und Ärmelschoner.« Jetzt folgt die »Erste«,
dazu zwei Bach-Violinkonzerte mit dem Solisten
Christian Tetzlaff. Bach und Brahms: eine
befruchtende Symbiose.

___________

»Language is always at the core – even in
Brahms’ symphonies, says Flemish conductor
Philippe Herreweghe. »When I am working on the
phrasing with the orchestra, for example, I always
think up a text and we approach the music
through the flexibility of spoken language. This
stems from the early music movement to which I
belong.« And this explains the pliability and transparency
that he achieves in Brahms’ symphonies.
2013 he conducted in the hr concert season the
»Third« which the Frankfurter Rundschau
described as »Brahms feeling without a beard
or protective sleeves.« Now he is conducting the
»First« as well as two Bach Violin Concertos
with soloist Christian Tetzlaff. Bach and Brahms:
a fertile symbiosis.

Konzerteinführung: 19:00 Uhr
Barock + | Herreweghe trifft Tetzlaff
HERREWEGHE TRIFFT TETZLAFF

CHRISTIAN TETZLAFF | Violine
PHILIPPE HERREWEGHE | Dirigent

Johann Sebastian Bach | Violinkonzerte a-Moll und E-Dur BWV 1041/1042
Johannes Brahms | 1. Sinfonie

»Die Sprache steht immer im Zentrum – auch
bei Sinfonien von Brahms«, sagt der flämische
Dirigent Philippe Herreweghe. »Wenn ich mit
dem Orchester zum Beispiel an den Phrasierungen
arbeite, überlege ich mir einen Text und
wir nähern uns der Musik über die Flexibilität
von gesprochener Sprache an. Das kommt aus
dieser Alte-Musik-Bewegung, zu der ich gehöre.
« Entsprechend biegsam und transparent
gelingen ihm die Brahms-Sinfonien, von denen
er beim hr 2013 die »Dritte« dirigierte – die FR
schrieb von einem »Brahms-Gefühl ohne Bart
und Ärmelschoner.« Jetzt folgt die »Erste«,
dazu zwei Bach-Violinkonzerte mit dem Solisten
Christian Tetzlaff. Bach und Brahms: eine
befruchtende Symbiose.

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»Language is always at the core – even in
Brahms’ symphonies, says Flemish conductor
Philippe Herreweghe. »When I am working on the
phrasing with the orchestra, for example, I always
think up a text and we approach the music
through the flexibility of spoken language. This
stems from the early music movement to which I
belong.« And this explains the pliability and transparency
that he achieves in Brahms’ symphonies.
2013 he conducted in the hr concert season the
»Third« which the Frankfurter Rundschau
described as »Brahms feeling without a beard
or protective sleeves.« Now he is conducting the
»First« as well as two Bach Violin Concertos
with soloist Christian Tetzlaff. Bach and Brahms:
a fertile symbiosis.

Konzerteinführung: 19:00 Uhr