Rainer Erlinger mit "Warum die Wahrheit sagen?" - Premiere

Dienstag, 26.03.2019 um 19:00 Uhr

Raumerweiterungshalle (REH)
Kopenhagener Straße 17, 10437 Berlin


Tickets
ab 9,70 €




Was ist eigentlich Wahrheit und wofür braucht man sie? Diese Fragen thematisiert Rainer Erlinger in seinem neuen Buch "Warum die Wahrheit sagen?". Am 26. März präsentiert der SZ-Kolumnist und Autor die Neuerscheinung in der Raumerweiterungshalle als Buchpremiere. (Foto: © Peter Langer)

Über das Buch:
Sie ist die Basis für jede Kommunikation. Und weder die Wissenschaft noch unser Rechtssystem oder unsere Demokratie sind ohne sie denkbar: die gemeinsame Überzeugung, dass „wahr" und „nicht wahr" nicht dasselbe sind. Was jedoch, wenn Einzelne oder ganze Gruppen diesen Konsens aufkündigen, wenn die Grenze zwischen Wahrheit und Lüge - mutwillig oder nicht - verwischt wird? Genau das aber scheint gerade zu geschehen. Nicht mehr nur in den Untiefen des Internets, sondern sogar von manchen Regierungen werden Fakten und „alternative Fakten" als scheinbar gleichberechtigt behandelt. Wo diese aber nicht mehr unterschieden werden, gerät unweigerlich die Wahrheit selbst unter Rechtfertigungsdruck. Wozu brauchen wir sie eigentlich? Und gibt es sie überhaupt?
Rainer Erlinger denkt über die Bedeutung der Wahrheit für unser tägliches Leben und die Gesellschaft nach. Aus philosophischer, aber auch persönlicher und politischer Sicht zeigt er, warum es unverzichtbar ist, sich an sie zu halten.

Über den Autor:
Rainer Erlinger, geboren 1965, ist Mediziner und Jurist. Heute arbeitet er als Publizist vor allem auf dem Gebiet der Ethik. Über viele Jahre verfasste er die populäre wöchentliche Kolumne „Die Gewissensfrage" im Magazin derSüddeutschen Zeitung. Er hat zahlreiche erfolgreiche Bücher veröffentlicht, darunter Höflichkeit. Vom Wert einer wert losen Tugend (2016) und zuletzt Wie umwerfend darf ein Lächeln sein? 111 Gewissensfragen rund um die Liebe und das Leben (2018). http://www.rainererlinger.de

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Kästner für Erwachsene - Literarischer Abend mit Harfenbegleitung
Literarischer Abend mit Harfenbegleitung

Heinz-Peter Lehmann trägt eine Auswahl Kästners Gedichte für Erwachsene vor. Musikalisch wird er dabei begleitet von Wolfgang Kerscher an der Harfe.
Erich Kästner, 1899 geboren, war schon seit seiner Schulzeit publizistisch tätig und ist den meisten von uns als Kinderbuchautor bekannt. Sein „Emil und die Detektive“ wurde erstmals 1929 veröffentlicht und wurde für den damals gerade 30-Jährigen sofort ein Welterfolg, der in 24 Sprachen übersetzt wurde. Bekannt auch „das doppelte Lottchen“, vielfach verfilmt, wie „das fliegende Klassenzimmer“, „Pünktchen und Anton“ oder „die drei von der Tankstelle“. Kästner zählt zu den bedeutendsten deutschen Dichtern des 20. Jahrhunderts und wurde als Kinderbuchautor weltberühmt!
Weniger bekannt sind seine Werke für Erwachsene, wie sein zeitkritischer Roman „Fabian“, gesellschaftskritische und antimilitaristische Gedichte, Glossen und Essays mit denen er sich mit der turbulenten Zeit der Weimarer Republik zwischen 1919 und 1933 auseinandergesetzt hat. Er warnte bereits Anfang der 20 er Jahre vor den Gefahren des erwachenden Nationalsozialismus und eines neuen Krieges. Sein Werk stand auf der ersten Liste der als „undeutsch“ diffamierten Bücher, die von den Nazis 1933 öffentlich verbrannt wurden.
Heute ist dieser Teil des Werkes Kästners von erschreckender Aktualität. Wieder erwachen Nationalisten in allen Teilen Europas, der Pöbel auf den Straßen hetzt gegen unsere Demokratie.
Diese Entwicklung gibt Anlass, die zeitkritischen, aber auch eine Auswahl anderer Gedichte Erich Kästners an einem literarischen Abend vorzustellen. Heinz-Peter Lehmann als Rezitator wird dabei von Wolfgang Kerscher an der Harfe begleitet.
Dieter Hildebrandt, unser großer Kabarettist, erhielt kurz vor seinem Tod 2013 vom Dresdner Presseclub den Erich Kästner-Preis. Er bekannte: „Erich Kästner war und ist mein Vorbild. Er ist einer der wichtigsten politischen Satiriker in Deutschland gewesen, der mit großem Engagement immer den blinden Gehorsam bekämpft hat, der bewirkt, dass die Deutschen vor jeder Autorität stramm stehen müssen.“
Kästner war von 1951 bis 1962 Präsident des westdeutschen P.E.N.-Zentrums, geriet aber in der Bundesrepublik der Nachkriegszeit literarisch (abgesehen von seinen Kinderbüchern) weitgehend in Vergessenheit. Erst nach seinem Tod 1974 wurde er quasi „wieder entdeckt“. Auch Lehmann lernte Kästner zu dieser Zeit kennen und lieben und möchte Ihnen diesen Schriftsteller näher bringen.
Neben den tief besorgten Warnungen Kästners präsentieren Lehmann und Kerscher an diesem Abend aber auch einige seiner humorvollen, romantischen, satirischen und erotischen Gedichte. Ein spannender Bogen von der Weimarer Republik in die Jetztzeit! Entdecken Sie an diesem Abend das eher unbekannte Werk Erich Kästners - es lohnt sich!

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix