Rainer Erlinger mit "Warum die Wahrheit sagen?" - Premiere

Dienstag, 26.03.2019 um 19:00 Uhr



Tickets
ab 9,70 €




Was ist eigentlich Wahrheit und wofür braucht man sie? Diese Fragen thematisiert Rainer Erlinger in seinem neuen Buch "Warum die Wahrheit sagen?". Am 26. März präsentiert der SZ-Kolumnist und Autor die Neuerscheinung in der Raumerweiterungshalle als Buchpremiere. (Foto: © Peter Langer)

Über das Buch:
Sie ist die Basis für jede Kommunikation. Und weder die Wissenschaft noch unser Rechtssystem oder unsere Demokratie sind ohne sie denkbar: die gemeinsame Überzeugung, dass „wahr" und „nicht wahr" nicht dasselbe sind. Was jedoch, wenn Einzelne oder ganze Gruppen diesen Konsens aufkündigen, wenn die Grenze zwischen Wahrheit und Lüge - mutwillig oder nicht - verwischt wird? Genau das aber scheint gerade zu geschehen. Nicht mehr nur in den Untiefen des Internets, sondern sogar von manchen Regierungen werden Fakten und „alternative Fakten" als scheinbar gleichberechtigt behandelt. Wo diese aber nicht mehr unterschieden werden, gerät unweigerlich die Wahrheit selbst unter Rechtfertigungsdruck. Wozu brauchen wir sie eigentlich? Und gibt es sie überhaupt?
Rainer Erlinger denkt über die Bedeutung der Wahrheit für unser tägliches Leben und die Gesellschaft nach. Aus philosophischer, aber auch persönlicher und politischer Sicht zeigt er, warum es unverzichtbar ist, sich an sie zu halten.

Über den Autor:
Rainer Erlinger, geboren 1965, ist Mediziner und Jurist. Heute arbeitet er als Publizist vor allem auf dem Gebiet der Ethik. Über viele Jahre verfasste er die populäre wöchentliche Kolumne „Die Gewissensfrage" im Magazin derSüddeutschen Zeitung. Er hat zahlreiche erfolgreiche Bücher veröffentlicht, darunter Höflichkeit. Vom Wert einer wert losen Tugend (2016) und zuletzt Wie umwerfend darf ein Lächeln sein? 111 Gewissensfragen rund um die Liebe und das Leben (2018). http://www.rainererlinger.de

weitere Termine

Sophia Hembeck präsentiert "Januar"
Die Buchbox präsentiert Sophia Hembecks zweite Graphic Novel „JANUAR“. Zugegeben etwas verspätet. Aber das neue Jahr kommt doch irgendwie eh immer viel zu früh. Die Vorsätze sind gerade überlegt, da werden sie auch schon wieder verworfen. Deshalb dieses Jahr Silvester mal im April. Für einen Neuanfang ist es nie zu spät.

Und weil gute Gäste auf jeder guten Party natürlich auch nicht fehlen dürfen, sind ebenfalls zum Lesen eingeladen, die Autorinnen: Gunda Windmüller, Elisabeth Rank, und Melissa Graber. Moderiert wird der Abend von Jasmin Kröger (FluxFM).

Schnappt euch eine Flasche Sekt, packt eure Vorsätze wieder ein: Es wird ein Fest!

„JANUAR“ ist die zweite Graphic Novel geschrieben von Sophia Hembeck und dieses Mal illustriert von Patricia Tarczynski, die passenderweise am 01. Januar 2019 erschienen ist. In „JANUAR“ hören wir den Live-Bericht einer Nachtwanderung an Silvester im brandenburgischen Havelland. Selbstironisch und leicht panisch nimmt die Ich-Erzählerin die Leserschaft mit auf die Reise durch das Selbstmitleid, die latente Angst vor Wölfen, der permanenten Performance-Präsenz auf Instagram und begegnet dabei niemandem außer sich selbst. Das ist ja das Problem. Ein Selbsterfahrungs-Trip, über den sich nicht so leicht ein Instagram-Filter legen lässt.

Über Sophia Hembeck:
Sophia Hembeck arbeitet als Autorin, Regisseurin und Podcasterin in Berlin. In Bochum und Wien hat sie Medien- und Theaterwissenschaften studiert und anschließend Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. 2016 erhielt sie den Münchner Förderpreis für neue Dramatik für das Stück “RENÉ POLLESCH #TWITTERGOTT ”. 2017 inszenierte sie ihr eigenes Stück “This Feeling of Emptiness – Like Shopping for Groceries and Forgetting to Bring the Pfandflaschen” an der UdK. Im Mai 2018 erschien die gleichnamige Graphic Novel, die in Kooperation mit der Illustratorin Julia Feller entstanden ist. Anfang 2019 erschien die zweite Graphic Novel „JANUAR“, dieses Mal in Kooperation mit der Illustratorin Patricia Tarczynski . Für Neuigkeiten folgt ihr auf Instagram (@sophiahembeck).
Foto: (c) privat

Alle Infos unter:
http://www.buchboxberlin.de

Berlin

23.04.2019
20:00 Uhr
Tickets
ab 8,00 €
Berliner Buchpremiere mit Nell Zink
Die gebürtige US-Amerikanerin nimmt in "Virginia", einer temporeichen dunklen Komödie, scharfzüngig die fundamentalen Widersprüche in der amerikanischen Gesellschaft aufs Korn: bei Rasse, Klassenzugehörigkeit, Geschlecht und Sexualität. Komm in unsere Buchhandlung in der Kastanienallee und überzeuge dich selbst: am 29.4.!

---------------------------------------------------------------------------------------

Nell Zink, 1964 in Kalifornien geboren, wuchs im ländlichen Virginia auf. Sie studierte am College of William and Mary Philosophie und wurde, später im Leben, in Medienwissenschaft an der Universität Tübingen promoviert. Sie lebt in Bad Belzig, südlich von Berlin, und schreibt seit mehreren Jahren großartige Romane, unter anderem "Nikotin" und "Der Mauerläufer". Am 16. April erscheint ihr neuester Clou "Virginia" im Rowohlt Verlag.

Und darum geht´s:
Peggy Vallaincourt fühlt sich früh zu Frauen hingezogen, Lee Fleming ist der schwule Spross einer konservativen WASP-Familie. Sie besucht das Frauencollege, an dem er als Lyrikdozent lehrt, und zu beider Überraschung fangen sie etwas miteinander an. Das Ergebnis sind Heirat, ein Sohn, Byrdie, und eine Tochter, Mickie. Nach zehn Jahren ist die Ehe gescheitert an Sprachlosigkeit und den verklemmten frühen Sechzigern.
Peggy brennt durch und will beide Kinder mitnehmen, am Ende hat sie aber nur Mickie dabei, für die sie sich die Papiere eines toten schwarzen Mädchens erschwindelt. Fortan gilt die hellblonde Tochter als schwarz – falscher Ausweis genügt. Und als „Schwarze“ leben Mutter und Tochter nun unerkannt in dem kleinen Ort in Virginia, wo sie sich in einem leerstehenden Haus Nachfragen nach ihrem Verbleib entziehen. Und lernen eine ganz neue Welt kennen …
Nell Zink nimmt in dieser temporeichen dunklen Komödie scharfzüngig die fundamentalen Widersprüche in der amerikanischen Gesellschaft aufs Korn: bei Rasse, Klassenzugehörigkeit, Geschlecht und Sexualität. Etwa mit der Frage, wie leicht eine Welt gewillt ist, jemanden für schwarz zu halten – entgegen jedem äußerlichen Anschein.
Es bereitet höchstes Vergnügen, diesem Feuerwerk von einem Buch beim Abbrennen zuzusehen. Es ist aber auch bewegend, nachdenklich und skeptisch und damit unverkennbar ein Werk der janusköpfigen Nell Zink.

Tickets sind online und in all unseren Läden erhältlich.

Foto: (c) Fred Filkorn

Alle Infos unter:
http://www.buchboxberlin.de

Berlin

29.04.2019
20:00 Uhr
Tickets
ab 12,00 €
Berliner Buchpremiere mit Friedemann Karig
Der Autor von "Wie wir lieben. Vom Ende der Monogamie" hat seinen ersten Roman im Ullstein Verlag veröffentlicht: Am 9.5. stellt Friedemann Karig sein Buch "Dschungel" in der Backfabrik vor.

Friedemann Karig, geboren 1982, studierte Medienwissenschaften, Politik, Soziologie und VWL und schreibt unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, das SZ-Magazin, Die Zeit,
brand.eins und jetzt. Er moderierte das für den Grimme-Preis nominierte Format „Jäger&Sammler“ von „funk“, dem jungen Online-Angebot von ARD & ZDF. "Dschungel" ist sein literarisches Debüt.

Und darum geht´s:
Er muss ihn finden. Seinen besten Freund, der schon immer auf der Jagd nach dem Extremen war - nie wird er vergessen, wie euphorisiert Felix neben ihm vor dem felsigen Abgrund stand, unter ihnen ragten die Klippen hervor wie aufgeklappte Messer. Doch selbst Felix sieht es nicht ähnlich, auf einer Reise in Asien spurlos zu verschwinden. Für den Erzähler steht fest: Nur er kann das rätselhafte Abtauchen aufklären. Dafür setzt er sogar seine große Liebe aufs Spiel. Schließlich verbindet ihn mit Felix eine besondere Freundschaft. Und ein Geheimnis, das sie ebenso eint wie trennt. Immer tiefer dringt der Erzähler auf seiner Suche in das wilde Kambodscha vor, in dieses nie genesene Land ohne Gedächtnis, immer verzweifelter durchforstet er seine Erinnerungen nach einem Hinweis, was passiert sein könnte. Bis er begreift, dass er den Freund nur retten kann, wenn er mit ihm verschwindet.

Foto: (c) Paul Ripke

Alle Infos unter:
http://www.buchboxberlin.de

Berlin

09.05.2019
20:00 Uhr
Tickets
ab 12,00 €
Otto Reutter. Und so komm’n wir aus der Freude gar nicht raus - aus der Reihe "Berliner Geschichten"
Mit: Carl Martin Spengler und Ute Falkenau (p)
Buch und Leitung: Barbara Abend

Dauer: 2h 10 Min. (inkl. 1 Pause)

Friedrich Otto August Pfützenreuter verließ Ende des19. Jahrhunderts den für ihn bestimmten Bürostuhl in Gardelegen in der Altmark, um die Bretter dieser Welt zu erobern. Mit einem Kopf voller Reime und der Sehnsucht nach großen Tragödien erreichte er auf Umwegen Berlin, wo das Herz der Welt zu schlagen schien.

Die ernste Muse verließ ich alsdann.
Bei der heiteren klopfte ich schüchtern an.
Jetzt war am Ziel ich,
Denn jetzt gefiel ich.

In den ersten Jahrzehnten des neuen Jahrhunderts in der aus allen Fugen platzenden Stadt voller Paradeschritte, Marschmusik, Kriegsgeschrei, den grauen Folgen und den „goldenen Zwanzigern“ stand er, Otto Reutter - mit tt - und mit großen runden Augen lächelnd auf der Bühne und wusste, was sein Publikum bewegte, denn es bewegte auch ihn.

Wer heut´ nicht verrückt ist,
Der ist nicht ganz normal.

Die Polizei setzte bei „verdächtigen“ Pointen den Rotstift an und saß mit spitzen Ohren im Zuschauerraum. Und Reutter – er hustete! Er hustete die gestrichenen Takte! Und der ganze Saal hustete im Takt mit. Die Berliner husteten ihrem Zensor was! Und Reutter lächelte unschuldig:

Mußte husten, huste!
Wat de mußt, det mußte !

Er sang von Alltagsgeschichten, von kleinen Übeln und großen Dummheiten, er sang vor allem den Menschen aus dem Herzen. Sie liebten ihn dafür und für seinen Mut zum Galgenhumor.

Und die Welt geht trotzdem heiter
Immer weiter…immer weiter.

Einlass ab 18:30 Uhr
Erich Kästner: Der 35. Mai - aus der Reihe "Berliner Geschichten"
"Phantasie ist die Kunst, aus Fehlern zu lernen, die man noch nicht gemacht hat." Apotheker Ringelhuth hat sich da gewappnet, denn er hat nicht nur eine Apotheke, sondern viel Phantasie und diese, so weiß er, "öffnet Türen, die uns der Verstand verschließt." Vor allem am 35. Mai, ein Tag, an dem man auf alles gefasst sein muss.

Natürlich ist es ein solcher 35. Mai, an dem sein Lieblingsneffe Konrad einen Hausaufsatz mit dem Thema "Über die Südsee" aufgebrummt bekommt. Südsee! stöhnt Konrad, wenn wenigstens die Konstruktion eines Hochhauses zu beschreiben wäre - ein Kinderspiel, aber Südsee?!

Hier herrscht Ringelhuthscher Handlungsbedarf! "Wir werden deinem Lehrer eine Südsee hinlegen, die sich gewaschen hat", tröstet der Apotheker und mit Hilfe eines sprechenden Zirkuspferdes und einem Schrank mit einer überraschenden Rückwand geht´s "immer geradeaus" über die merkwürdigsten Stationen unserer Welt hinein in die Südsee und abends zurück, denn Ringelhuth hat Nachtdienst.

In Zusammenarbeit mit der Werner-Viktor Töffling-Stiftung, die uns freundlicherweise die Originalentwürfe der Aufführung von 1954 am Hebbel Theater zur Nutzung zur Verfügung stellt, wollen wir Kästners wunderbare Verbeugung vor der Kraft der Phantasie neu erzählen.

Es lesen Gabriele Streichhahn und Carl Martin Spengler
Begleitet von Ute Falkenau am Klavier

Fassung und Leitung: Barbara Abend

Einlass ab 18:30 Uhr
Kästner für Erwachsene - Literarischer Abend mit Harfenbegleitung
Literarischer Abend mit Harfenbegleitung

Heinz-Peter Lehmann trägt eine Auswahl Kästners Gedichte für Erwachsene vor. Musikalisch wird er dabei begleitet von Wolfgang Kerscher an der Harfe.
Erich Kästner, 1899 geboren, war schon seit seiner Schulzeit publizistisch tätig und ist den meisten von uns als Kinderbuchautor bekannt. Sein „Emil und die Detektive“ wurde erstmals 1929 veröffentlicht und wurde für den damals gerade 30-Jährigen sofort ein Welterfolg, der in 24 Sprachen übersetzt wurde. Bekannt auch „das doppelte Lottchen“, vielfach verfilmt, wie „das fliegende Klassenzimmer“, „Pünktchen und Anton“ oder „die drei von der Tankstelle“. Kästner zählt zu den bedeutendsten deutschen Dichtern des 20. Jahrhunderts und wurde als Kinderbuchautor weltberühmt!
Weniger bekannt sind seine Werke für Erwachsene, wie sein zeitkritischer Roman „Fabian“, gesellschaftskritische und antimilitaristische Gedichte, Glossen und Essays mit denen er sich mit der turbulenten Zeit der Weimarer Republik zwischen 1919 und 1933 auseinandergesetzt hat. Er warnte bereits Anfang der 20 er Jahre vor den Gefahren des erwachenden Nationalsozialismus und eines neuen Krieges. Sein Werk stand auf der ersten Liste der als „undeutsch“ diffamierten Bücher, die von den Nazis 1933 öffentlich verbrannt wurden.
Heute ist dieser Teil des Werkes Kästners von erschreckender Aktualität. Wieder erwachen Nationalisten in allen Teilen Europas, der Pöbel auf den Straßen hetzt gegen unsere Demokratie.
Diese Entwicklung gibt Anlass, die zeitkritischen, aber auch eine Auswahl anderer Gedichte Erich Kästners an einem literarischen Abend vorzustellen. Heinz-Peter Lehmann als Rezitator wird dabei von Wolfgang Kerscher an der Harfe begleitet.
Dieter Hildebrandt, unser großer Kabarettist, erhielt kurz vor seinem Tod 2013 vom Dresdner Presseclub den Erich Kästner-Preis. Er bekannte: „Erich Kästner war und ist mein Vorbild. Er ist einer der wichtigsten politischen Satiriker in Deutschland gewesen, der mit großem Engagement immer den blinden Gehorsam bekämpft hat, der bewirkt, dass die Deutschen vor jeder Autorität stramm stehen müssen.“
Kästner war von 1951 bis 1962 Präsident des westdeutschen P.E.N.-Zentrums, geriet aber in der Bundesrepublik der Nachkriegszeit literarisch (abgesehen von seinen Kinderbüchern) weitgehend in Vergessenheit. Erst nach seinem Tod 1974 wurde er quasi „wieder entdeckt“. Auch Lehmann lernte Kästner zu dieser Zeit kennen und lieben und möchte Ihnen diesen Schriftsteller näher bringen.
Neben den tief besorgten Warnungen Kästners präsentieren Lehmann und Kerscher an diesem Abend aber auch einige seiner humorvollen, romantischen, satirischen und erotischen Gedichte. Ein spannender Bogen von der Weimarer Republik in die Jetztzeit! Entdecken Sie an diesem Abend das eher unbekannte Werk Erich Kästners - es lohnt sich!

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix