Johann Sebastian Bach: Matthäus-Passion - Konzert des Oratorienchors Pforzheim

Freitag, 19.04.2019 um 15:00 Uhr

Evangelische Stadtkirche
Rennfeldstrasse 1, 75173 Pforzheim


Tickets
ab 17,50 €




Der Oratorienchor Pforzheim führt gemeinsam mit Motettenchor, Jugendkantorei, dem Bachorchester Pforzheim, sowie renommierten Vokalsolisten, Bachs berühmte "Matthäus-Passion" auf.

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Matthäus-Passion - Johann Sebastian Bach BWV 244
Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion wurde von Alfred Heuss ein ‚Phantasiedrama‘ genannt, weil das dramaturgische Element nicht etwa wie in der Oper auf der Bühne stattfinde, sondern vorm inneren Auge des Betrachters. Möglicherweise ist es dieses Element, welches die Interpreten von Bachs Monumentalwerk über das Leiden und Sterben Jesu Christi zu ständig neuen Auslegungen und Deutungen motiviert hat. Wohl kaum ein anderes Werk der Musikgeschichte wurde so intensiv ausgeleuchtet, so oft mit immer neuen Facetten versehen.

Erstaunlich ist bereits die Aufführungsgeschichte dieser oratorischen Passion. 1727 in der Thomaskirche zu Leipzig uraufgeführt, geriet die Matthäuspassion nach Bachs Tod in nahezu hundertjährige Vergessenheit und wurde erst mit der durch Felix Mendelssohn-Bartholdy aufkommenden Bach-Renaissance 1829 – in gekürzter Version – wieder aufgeführt. Mit mehr als drei Stunden Aufführungsdauer und einer Besetzung von Solisten, zwei Chören und zwei Orchestern ist die Matthäus-Passion Bachs umfangreichstes und am stärksten besetztes Werk und stellt einen Höhepunkt protestantischer Kirchenmusik dar.

Das prächtige episch-dramatische Werk entfaltet seine Breitenwirkung durch die doppelte Anlage von Chor und Orchester, bei der die Chöre vielfach miteinander einen Dialog führen. Eingerahmt werden die Teile des Werkes jeweils durch groß angelegte Eingangs- und Schlusschöre, von denen der überwältigende Eingangschor herausragt und ohne Parallele geblieben ist. Ein weiteres Element sind die vielfach kontemplativen Arien von überschaubarer Länge, die den Leidensweg Jesu veranschaulichen. Zwischen Rezitativen, Chören und Arien sind die Choräle eingebettet, die auf die dramatischen Höhepunkte der Handlung Bezug nehmen.

Einlass: 16:00
Bach: Matthäus-Passion
Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion wurde von Alfred Heuss ein ‚Phantasiedrama‘ genannt, weil das dramaturgische Element nicht etwa wie in der Oper auf der Bühne stattfinde, sondern vorm inneren Auge des Betrachters. Möglicherweise ist es dieses Element, welches die Interpreten von Bachs Monumentalwerk über das Leiden und Sterben Jesu Christi zu ständig neuen Auslegungen und Deutungen motiviert hat. Wohl kaum ein anderes Werk der Musikgeschichte wurde so intensiv ausgeleuchtet, so oft mit immer neuen Facetten versehen.

Erstaunlich ist bereits die Aufführungsgeschichte dieser oratorischen Passion. 1727 in der Thomaskirche zu Leipzig uraufgeführt, geriet die Matthäuspassion nach Bachs Tod in nahezu hundertjährige Vergessenheit und wurde erst mit der durch Felix Mendelssohn-Bartholdy aufkommenden Bach-Renaissance 1829 – in gekürzter Version – wieder aufgeführt. Mit mehr als drei Stunden Aufführungsdauer und einer Besetzung von Solisten, zwei Chören und zwei Orchestern ist die Matthäus-Passion Bachs umfangreichstes und am stärksten besetztes Werk und stellt einen Höhepunkt protestantischer Kirchenmusik dar.

Das prächtige episch-dramatische Werk entfaltet seine Breitenwirkung durch die doppelte Anlage von Chor und Orchester, bei der die Chöre vielfach miteinander einen Dialog führen. Eingerahmt werden die Teile des Werkes jeweils durch groß angelegte Eingangs- und Schlusschöre, von denen der überwältigende Eingangschor herausragt und ohne Parallele geblieben ist. Ein weiteres Element sind die vielfach kontemplativen Arien von überschaubarer Länge, die den Leidensweg Jesu veranschaulichen. Zwischen Rezitativen, Chören und Arien sind die Choräle eingebettet, die auf die dramatischen Höhepunkte der Handlung Bezug nehmen.
Matthäus-Passion von Johann Theile und Responsorien von Carlo Gesualdo - Passionskonzert
Ausführende: Kantorei an der Schlosskirche, Benedikt Nawrath, Ludwigshafen (Tenor), Philipp Heizmann, Konstanz (Bass), Soliloquenten „Cappella santa croce“ Bremen und „ensemble quidni“, Basel Leitung: KMD Sönke Wittnebel / Die Kantorei an der Schlosskirche setzt ihre langjährige Tradition auch in diesem Jahr fort, in der Region unbekannte Werke zur Aufführung zu bringen. Stand das vergangene Jahr im Zeichen kompositorischer Raritäten des 19. und 20. Jahrhunderts, so schwingt das Pendel am Karfreitag diesen Jahres mit der “Matthäus-Passion” aus dem Jahre 1673 von Johann Theile (1646 - 1724) zurück in den früheren Barock. Außer Theiles fünfstimmiger aus dem norddeutschen protestantischen Umfeld stammenden deutschsprachigen Werk, erklingen fünf der atemberaubenden lateinischen sechsstimmigen “Responsorien für die Karwochen” von Carlo Gesualdo di Venosa (1566 - 1613), der die Motetten gegen Ende seines Lebens im Jahre 1611 schuf. Diese Motetten sind in ihrer verblüffenden “Modernität” kaum zu überbieten. Die oft atemberaubenden Akkordfolgen drücken Gesualdos ungemein mystische Haltung gegenüber dem Passionsgeschehen und Leiden aus. Beim Instrumentarium nutzen die Ausführenden im Karfreitagskonzert in der Schlosskirche die originalen Klänge von Barock-Violinen, Bass-Gamben, Theorben (Langhalslauten), der selten zu hörenden Barockharfe und Truhenorgel, gespielt durch das professionelle Barockensemble “Cappella Santa croce” aus Bremen sowie dem “ensemble quidni” mit drei Dulzianistinnen aus Basel. Damit zusammenhängend dürfen die Zuhörer auch gespannt sein auf die Klänge einer weiteren Rarität: Den äußerst selten zu hörenden Kontrabass-Dulzian! Besonders ist auch die zur Theile-Zeit übliche so genannte “mitteltönige Stimmung”, bei der die Ton-Abstände entweder größer oder kleiner sind als heute üblich. Die für uns Heutige ungewohnte Farbigkeit in den Klängen wurde von den Komponisten bewusst eingesetzt, um den Ausdruck expressiver zu gestalten. Das Notenmaterial für die “Matthäus-Passion” von Johann Theile hat Bernhard Conrads - Sänger in der Kantorei an der Schlosskirche - aus einer wissenschaftlichen Ausgabe eigens für die Aufführung in der Schlosskirche erstellt. Auch mit diesem Konzert bietet sich den Zuhörern also wieder die Möglichkeit, durch eine außergewöhnliche Gestaltung des Karfreitages dem Geheimnis der Passion näher zu kommen.

Einlass ab 16:00 Uhr
3. Chorkonzert - Bach - Matthäus-Passion
Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion wurde von Alfred Heuss ein ‚Phantasiedrama‘ genannt, weil das dramaturgische Element nicht etwa wie in der Oper auf der Bühne stattfinde, sondern vorm inneren Auge des Betrachters. Möglicherweise ist es dieses Element, welches die Interpreten von Bachs Monumentalwerk über das Leiden und Sterben Jesu Christi zu ständig neuen Auslegungen und Deutungen motiviert hat. Wohl kaum ein anderes Werk der Musikgeschichte wurde so intensiv ausgeleuchtet, so oft mit immer neuen Facetten versehen.

Erstaunlich ist bereits die Aufführungsgeschichte dieser oratorischen Passion. 1727 in der Thomaskirche zu Leipzig uraufgeführt, geriet die Matthäuspassion nach Bachs Tod in nahezu hundertjährige Vergessenheit und wurde erst mit der durch Felix Mendelssohn-Bartholdy aufkommenden Bach-Renaissance 1829 – in gekürzter Version – wieder aufgeführt. Mit mehr als drei Stunden Aufführungsdauer und einer Besetzung von Solisten, zwei Chören und zwei Orchestern ist die Matthäus-Passion Bachs umfangreichstes und am stärksten besetztes Werk und stellt einen Höhepunkt protestantischer Kirchenmusik dar.

Das prächtige episch-dramatische Werk entfaltet seine Breitenwirkung durch die doppelte Anlage von Chor und Orchester, bei der die Chöre vielfach miteinander einen Dialog führen. Eingerahmt werden die Teile des Werkes jeweils durch groß angelegte Eingangs- und Schlusschöre, von denen der überwältigende Eingangschor herausragt und ohne Parallele geblieben ist. Ein weiteres Element sind die vielfach kontemplativen Arien von überschaubarer Länge, die den Leidensweg Jesu veranschaulichen. Zwischen Rezitativen, Chören und Arien sind die Choräle eingebettet, die auf die dramatischen Höhepunkte der Handlung Bezug nehmen.

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix