Donnerstag, 06.06.2019
um 19:30 Uhr

Kulturpalast
Schlossstraße 2
01067 Dresden




Rainer Bursche ist als sächsischer Schweijk bei den Dresdner beliebt. Mit diesem Programm verabschiedet er sich von der Kabarettbühne. Dagegen steht Anna Marie Lehmann zum ersten Mal auf den Kleinkunstbrettern, flirtete gleichzeitig mit der Kamera, dem Deutsch-Sorbischen Volkstheater und jagde Hexen an der schönen Müritz, bevor sie sich nun ins Kabarett verliebte. Alexander Pluquett sprang mutig mitsamt seiner Trompete aus dem hauptstädtischen Kabarett DIE STACHELSCHWEINE in die elbflorenzer Provinz. Thomas Wand ist mehr als der Mann am Klavier: Er komponiert, sampelt, hat gute Laune und niemals Zeit.

Aus dem Gästebuch: „Ihr bringt die Seele und das Herz zum Lachen - tolle Schauspieler, super Stück!“

Foto: Robert Jentzsch

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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Lisa Fitz - Flüsterwitz
Den Flüsterwitz erzählt man hinter vorgehaltener Hand. Er könnte Menschen in Hörweite beleidigen, sensible Damenohren kränken oder so wahr sein, dass er Machthabern gefährlich wird. Eigentlich ist der Flüsterwitz ein politischer Witz. Wenn man mit einem autoritären System haderte oder Repressalien befürchtete, erzählte man sich Flüsterwitze. Sind wir in unserer demokratischen Diktatur der Parteien so weit? Wer nicht in die politische Stromlinienform passt, wird gern für verrückt erklärt oder mit subtilen Methoden mundtot gemacht.

Nun lebt ja der Spaßmacher von Respektlosigkeit, aber die Luft wird dünn, weil Spott eben das beste Mittel ist, an den Stühlen der Obrigkeit zu sägen. Dafür tobt der Infokrieg im Netz,politisch inkorrekt, unsauber, paranoid. Mainstream gegen Fake News, Trolls, aber auch echte Raritäten, die man im Fernsehen nie hört. „Hoffentlich wird es nicht so schlimm, wie es schon ist“, hat der bayrische Komiker Karl Valentin gesagt. Das mulmige Gefühl wächst, dass man sich nicht mehr ganz frei äußern kann. „Des derfst ja net laut sagen“, hört man oft. Lautsagen ist aber wichtig – ma muaß reden mitanand, Gemunkel aus dem Dunkeln ins Licht heben, so geht Diskussionskultur. In Bayern, bei den Katholiken, bei den Moslems, bei der Auto-Lobby und deren Helfershelfern. In Facebook und Twitter jedoch verschwinden systemkritische Bemerkungen auf mysteriöse Weise, Accounts werden gesperrt oder gelöscht. Political Correctness wird zu Meinungsdiktatur, Gesinnungspolizei bevormundet die Bürger, die kontern mit Panikmache. Empörialismus entgeistert die Republik.

Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst, heißt es so schön.