ICH WERDE NICHT HASSEN (I shall not hate) - Mohammad-Ali Behboudi

Freitag, 20.07.2018 um 20:15 Uhr

Theaterhaus
Siemensstr. 11, 70469 Stuttgart


Tickets
ab 18,00 €




ICH WERDE NICHT HASSEN (I shall not hate)
Von Izzeldin Abuelaish, in einer Monologfassung  für die Bühne von Silvia Armbruster und Ernst Konarek

"Am 16. Januar 2009 um 16:45 Uhr wurden israelische Panzergranaten in das Schlafzimmer meiner Töchter gefeuert. Bessan, Aya und Mayar waren sofort tot, mit ihnen ihre Cousine Noor. Weil das israelische Militär Journalisten den Zugang nach Gaza verboten hatte, gab ich einem israelischen Fernsehreporter jeden Tag ein Telefoninterview. Minuten nach dem Angriff rief ich ihn beim Sender an; er übertrug unser Telefonat in die Sendung. Die Nachricht ging blitzschnell um die Welt."

Dies ist die Geschichte von Dr. med. Abuelaish, einem palästinensischen Gynäkologen und Fruchtbarkeitsexperten. Er erzählt vom Alltag in Gaza, vom Warten an den israelischen Checkpoints, vom Familienleben zwischen Hoffnung und Verzweiflung und vom tödlichen Anschlag. Er hätte allen Grund Israel zu hassen, stattdessen kämpft er weiter für Verständigung und Versöhnung mit Israel: „Hass macht blind und führt zu irrationalem Denken und Verhalten. Frieden ist Menschlichkeit. Frieden bedeutet Respekt. Frieden ist ein offener Dialog. Heute notwendiger denn je."

Bei den Hamburger Privattheatertagen 2015 erhielt die Inszenierung von Ernst Konarek den Monica-Bleibtreu-Preis in der Kategorie „Bestes zeitgenössisches Drama“. Die Jury schreibt in ihrer Begründung: „Die Sparsamkeit der Mittel, der von verzweifeltem Humor getragene Ernst der Darstellung, der ungewöhnliche und überraschende Blick auf ein Thema, das wir längst zu kennen glaubten – nichts besseres kann uns Theaterzuschauern passieren, als daß wir unserer Gewißheiten beraubt und zur tätigen Hoffnung animiert werden, beglaubigt durch die Kraft eines Darstellers: Mohammad-Ali Behboudi.“

"Ein Abend von großer Intensität." – Stuttgarter Zeitung

"Das durch Fakten anrührende Kammerdrama geriet durch Mohammad-Ali Behboudis gefühlsintensive Interpretation und die reduzierte Ausstattung zu einem bewegenden Theaterabend" – Stuttgarter Nachrichten

"Eindringlich und in vielen Details schildert das Stück die demütigenden Schikanen, die Palästinenser unter israelischer Herrschaft zu erdulden haben (...) Der letzte Satz "Es ist Zeit, sich hinzusetzen und miteinander zu reden", schwingt lange in der Stille nach. Ein großartiges Stück“ - Göttinger Tageblatt

2010, 2011 und 2013 war Izzeldin Abuelaish für den Friedensnobelpreis nominiert

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ICH WERDE NICHT HASSEN (I shall not hate) - Mohammad-Ali Behboudi
ICH WERDE NICHT HASSEN (I shall not hate)
Von Izzeldin Abuelaish, in einer Monologfassung  für die Bühne von Silvia Armbruster und Ernst Konarek

"Am 16. Januar 2009 um 16:45 Uhr wurden israelische Panzergranaten in das Schlafzimmer meiner Töchter gefeuert. Bessan, Aya und Mayar waren sofort tot, mit ihnen ihre Cousine Noor. Weil das israelische Militär Journalisten den Zugang nach Gaza verboten hatte, gab ich einem israelischen Fernsehreporter jeden Tag ein Telefoninterview. Minuten nach dem Angriff rief ich ihn beim Sender an; er übertrug unser Telefonat in die Sendung. Die Nachricht ging blitzschnell um die Welt."

Dies ist die Geschichte von Dr. med. Abuelaish, einem palästinensischen Gynäkologen und Fruchtbarkeitsexperten. Er erzählt vom Alltag in Gaza, vom Warten an den israelischen Checkpoints, vom Familienleben zwischen Hoffnung und Verzweiflung und vom tödlichen Anschlag. Er hätte allen Grund Israel zu hassen, stattdessen kämpft er weiter für Verständigung und Versöhnung mit Israel: „Hass macht blind und führt zu irrationalem Denken und Verhalten. Frieden ist Menschlichkeit. Frieden bedeutet Respekt. Frieden ist ein offener Dialog. Heute notwendiger denn je."

Bei den Hamburger Privattheatertagen 2015 erhielt die Inszenierung von Ernst Konarek den Monica-Bleibtreu-Preis in der Kategorie „Bestes zeitgenössisches Drama“. Die Jury schreibt in ihrer Begründung: „Die Sparsamkeit der Mittel, der von verzweifeltem Humor getragene Ernst der Darstellung, der ungewöhnliche und überraschende Blick auf ein Thema, das wir längst zu kennen glaubten – nichts besseres kann uns Theaterzuschauern passieren, als daß wir unserer Gewißheiten beraubt und zur tätigen Hoffnung animiert werden, beglaubigt durch die Kraft eines Darstellers: Mohammad-Ali Behboudi.“

"Ein Abend von großer Intensität." – Stuttgarter Zeitung

"Das durch Fakten anrührende Kammerdrama geriet durch Mohammad-Ali Behboudis gefühlsintensive Interpretation und die reduzierte Ausstattung zu einem bewegenden Theaterabend" – Stuttgarter Nachrichten

"Eindringlich und in vielen Details schildert das Stück die demütigenden Schikanen, die Palästinenser unter israelischer Herrschaft zu erdulden haben (...) Der letzte Satz "Es ist Zeit, sich hinzusetzen und miteinander zu reden", schwingt lange in der Stille nach. Ein großartiges Stück“ - Göttinger Tageblatt

2010, 2011 und 2013 war Izzeldin Abuelaish für den Friedensnobelpreis nominiert
ICH WERDE NICHT HASSEN

ICH WERDE NICHT HASSEN



Solo für einen Schauspieler von Izzeldin Abuelaish.

Fassung von Silvia Armbruster und Ernst Konarek.



Der palästinensische Gynäkologe Izzeldin Abuelaish weigert sich Rache nehmen zu wollen. Er weigert sich zu hassen. Er wächst in Gaza auf und erlebt die Willkür, die Palästinenser dort erfahren. Nach seinem Medizinstudium kehrt er dennoch zurück, heiratet, gründet eine Familie. Tag für Tag passiert er die Grenze, denn er arbeitet in einem israelischen Krankenhaus. Für ihn ist Religion zweitrangig. Wenn Menschen Hilfe brauchen, dann hilft er. Erst nach dem Tod seiner Frau beschließt er mit den Kindern auszuwandern. Sie sollen endlich in Frieden aufwachsen. Noch vor der Abreise passiert die Katastrophe: Bei einem Bombardement verliert er seine drei Töchter. Und immer noch weigert er sich einzusteigen in die Spirale aus Hass. Stattdessen tritt er öffentlich auf, schreibt ein Buch. Seine Botschaft: Hört einander zu, versucht einander zu verstehen. Wir sind nicht so verschieden. Eine Botschaft des Friedens in einer Zeit des Kriegs.



Izzeldin Abuelaish erzählt seine Geschichte. Die Geschichte eines Einzelnen, und dennoch ist es der Wunsch Vieler nach Frieden und Aussöhnung.



Dr. Izzeldin Abuelaish wurde 1955 im Flüchtlingslager Jabalia im Gaza-Streifen geboren. Er wuchs in größter Armut auf und arbeitete seit Kindertagen, um seine Familie zu ernähren. Dank seines unerschütterlichen Willens und harter Arbeit gelang es ihm, ein Stipendium zu bekommen: Er studierte in Kairo Medizin. Zurück in seiner Heimat, war er als erster palästinensischer Assistenzarzt in der Gynäkologie der Soroka-Klinik in Israel tätig. Nach seiner Heirat arbeitete er in Saudi-Arabien und qualifizierte sich später in der Fruchtbarkeitsmedizin in Italien und Belgien sowie im Gesundheitsmanagement an der Universität von Harvard weiter. Während des Gaza-Krieges 2008/09 verlor er im Januar 2009 während eines israelischen Bombardements seine drei Töchter. Dies hat sein Engagement für Frieden und Versöhnung zwischen beiden Seiten jedoch nicht erschüttert. Zum Gedenken an seine Töchter rief er die “Daughters for Life Foundation“ ins Leben, deren Ziel die Förderung von Mädchen und Frauen seiner Heimat ist. Außerdem schrieb er das Buch I SHALL NOT HATE, das in den USA und Kanada zum Bestseller und in 12 Sprachen übersetzt wurde. Heute lebt er mit seiner Familie im Exil in Kanada und arbeitet dort als Associate Professor der “Dalla Lana School of Public Health” an der Universität von Toronto.



Inszenierung | Tanja Weidner

Bühne & Kostüme | Stephanie Kniesbeck



Mit | Jürgen Lorenzen



Eine echte Meisterleistung, vor der man sich nur verbeugen kann! [Westfalium]


Münster

22.02.2019
20:00 Uhr

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix