Quelle: Veranstalter


„Klänge wie goldene Staubkörner im Raum… Die Musikerinnen verschmelzen zu einer Einheit mit ganz eigenem Charme.“
Donauwörther Zeitung

„Ritornelli – das farbenreiche Dazwischen“ zeichnet eine Entwicklungslinie der Ritornell-Technik durch verschiedene Epochen nach. Im Zentrum stehen David Pohles „Herr, wenn ich nur dich hab“ und Theiles „Ach, dass ich hören sollte“. Beide Komponisten waren Schüler von Schütz, der stark von Monteverdis Klangwelt beeinflusst war und diese Einflüsse nach Mitteldeutschland brachte.

Das Programm verknüpft arrangierte Ausschnitte aus Monteverdis Marienvesper, Schütz‘ Weihnachtshistorie und Werke von Pohle und Theile mit zwei Quartetten der zeitgenössischen Komponistin Caroline Shaw, die Monteverdis Klangwelt ins Heute überführt – In Shaws Quartett „Another Song“ benutzt die Komponistin beispielsweise liegende, consortartige Akkorde plus Solostimme und seufzende Motive, ganz ähnlich wie in „Ach, das ich hören sollte“ von Theile. Shaws Entr`acte benutzt dieselben bebenden „Consort-“ Klänge wie sie auch bei Schütz, Theile oder Pohle zu finden sind. Die konstante Besetzung aus Gambenconsort, Continuo und Stimme, teils angereichert durch Blockflöten, offenbart überraschende klangliche Parallelen zwischen den Jahrhunderten.

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