Sonntag, 17.02.2019

Theater ab 15,50 €
Hexe war braten... - reloaded!
17.02.2019 in Wiesbaden

Was Donner und Pumpen in der Mitte?? - die allerneuesten Märchen der Gebrüder Google Komödiantische Lesung für Erwachsene mit Musik ? Teil 2 von und mit Eva-Maria Damasko & Markus Schippers Nach dem großen Erfolg mit ?Die Hexe war braten die Kinder nach Hause? seit der Premiere im April 2014 gibt es eine zweite Staffel: Wenn der Wolf statt ?Was rumpelt und pumpelt in meinem Bauch? fragt: ?Was Donner und Pumpen in der Mitte?, dann haben Eva-Maria Damasko und Markus Schippers wieder mit dem Google-Übersetzer zugeschlagen. Nach dem großen Erfolg von ?Die Hexe war braten die Kinder nach Hause ? die schönsten Märchen der Gebrüder Google?, haben die beiden Schauspieler sich nun an den zweiten Teil der Neuentdeckung von Grimms Hausmärchen gemacht. Freuen Sie sich auf Dornröschen, wo es heißt: Hallo, eine alte Mutter, sagte die Prinzessin, was machst du? Ich bin wundervoll , sagte die alte Frau kopfschüttelnd. und lassen Sie sich überraschen, welche Märchen Google Ihnen diesmal neu erzählen wird. Natürlich gibt es auch wieder Musik und die Garantie, dass der Bauch vor Lachen rumpelt und pumpelt! Und auch diesmal gilt wieder: Garantiert nichts für Kinder! Der Wiesbadener Kurier schriebt zur Premiere: Eva-Maria Damasko und Markus Schippers verulken erneut Märchen im kuenstlerhaus43 - Die beiden Schauspieler feierten, mit ?Die Hexe war braten? - reloaded ? was donner und pumpen in der Mitte?? die Premiere [?] Der schräge Spaß reichte von ?Hans im Glück? [?] bis zum ?Wolf mit den 7 Geißlein? [?] Als Bonbon wurde Volkslieder wie ?Alle meine Entchen? [?] serviert, denen im Google-Übersetzer das gleiche Schicksal wie den Hausmärchen der ?Brother Brothers? [?] zuteilgeworden ist ? sehr zur Begeisterung des Premierenpublikums. Im Alltag kennt man das Übersetzungschaos nur zu gut anhand sinnfrei übersetzter Beipackzettel [?] Der Abend von Damasko und Schippers ist freilich deutlich amüsanter: Hier trifft grandios inszenierte Situationskomik auf herrliche Typenzeichnung, garantiert mit skurrile Requisiten [?] ein vergnügt-origineller Schabernack, der große Lust auf den dritten Teil macht.
Ausstellung
Assaf Gruber / The Conspicuous Parts
17.02.2019 in Wiesbaden

Eröffnung: 30. August 2018, ab 18 Uhr



Assaf Gruber (*1980, Jerusalem), elfter Stipendiat des von der Landeshauptstadt Wiesbaden und dem Nassauischen Kunstverein vergebenen Stipendiums Follow Fluxus – Fluxus und die Folgen, zeigt ab dem 31. August 2018 seine Filminstallation The Conspicuous Parts. In der gleichnamigen Einzelausstellung im Kunstverein lenkt der preisgekrönte Filmemacher und Bildhauer die Aufmerksamkeit auf heterogene Mechanismen im Hintergrund institutioneller Ausstellungen.



Assaf Gruber thematisiert in seinen Arbeiten, wie individuelle Ideologien durch persönliche Biografien geformt werden und wie sich diese auf soziale Beziehungen innerhalb privater und öffentlicher Räume auswirken. Grubers Film The Conspicuous Parts (2018) hinterfragt anhand der fiktiven Geschichte zweier Frauen, die im Museum für Naturkunde Berlin arbeiten, politische Aspekte der Präsentation von Objekten in musealen Räumen. Eine deutsche Tierpräparatorin trifft zufällig auf eine britische Schriftstellerin, die im Museumsarchiv für ihren neuen Roman recherchiert und sich dabei besonders für eine obskur anmutende Expedition zu einem kubanischen Korallenriff zu Zeiten der DDR interessiert. Während ihrer Begegnung beginnen die beiden Frauen eine eher ungewöhnliche Kommunikation.



Die von Gruber forcierte erzählerische Kraft von Objekten wird im zweiten Ausstellungsraum durch Skulpturen und fotografische Arbeiten herausgefordert. Die Fotografien zeigen Korallen, die tatsächlich 1967 aus Kuba mitgebracht und seitdem im Berliner Museum für Naturkunde aufbewahrt wurden und die der Künstler bewusst in Dioramen des Museums pflanzte, die wiederum bereits in den 1950er-Jahren gebaut wurden (und seit Jahrzehnten nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind). Damit verstärken die Fotografien die vom Film aufgeworfenen Fragen: Welche Entscheidungen führen dazu, dass etwas in einer Kulturinstitution gezeigt wird? In welchem Zusammenhang stehen diese Entscheidungen zur jeweiligen Zeit? Und welche Motivation liegt Expeditionen, wie der kubanischen in den 1960erJahren, zugrunde?



 Die Skulpturen, die sich über den Ausstellungsraum ausbreiten, thematisieren mit Humor diese Rätsel aus einem anderen Blickwinkel. Sie adaptieren spielerisch abstrakte Naturformen: Die Holzflöten, die hier eher an Schlangen, Schwäne oder Pflanzen erinnern, oder die zu riesigen Eiern deformierten Kunststoff-Bowlingkugeln wurden ihrer eigentlichen Funktionen beraubt. In ihren neuen Formen erfüllen sie nicht mehr ihre symbolische Bedeutung, die Übertragung von Ton und Melodie, also Information bei den Blockflöten, oder ein brutales Spielwerkzeug, also Munition bei den Bowlingkugeln. Vielmehr schaffen sie, ebenso wie seine Filme, einen vielschichtigen Bedeutungsraum.



Über den Künstler / Der Filmemacher und Bildhauer Assaf Gruber (*1980, Jerusalem) lebt und arbeitet in Berlin. Er studierte Bildende Kunst an der École Nationale Supérieure des Beaux-Arts in Paris und am Higher Institute of Fine Arts (HISK) in Gent. Im Jahr 2018 erhielt er Auszeichnungen und Stipendien, unter anderem den The Camargo Foundation Award FIDLAb Marseille, das Publikations Stipendium des Berliner Senats und des Kunstfonds Bonn. Seine Arbeiten wurden auf mehreren Film-Festivals und in einer Vielzahl von Gruppen- und Einzelausstellungen im In- und Ausland gezeigt, zuletzt im Ujazdowski Castle Center for Contemporary Art in Warschau und in der Berlinischen Galerie.




Dienstag 14-20 Uhr
Mittwoch bis Freitag 14-18 Uhr
Samstag und Sonntag 11-18 Uhr