Mittwoch, 12.12.2018

Theater & Comedy - Sonstige ab 13,70 €
Ein Sportstück
12.12.2018 in Berlin

von Elfriede Jelinek

Ensembleprojekt des 3. Jahrgangs Schauspiel in Kooperation mit den Studiengängen Bühnen- und Kostümbild der Universität der Künste Berlin

Jelinek spielen. Keine Figuren, keine Orte, keine Handlung – reine Sprache. Stränge, die sich verästeln, verlieren, verirren, um dann wieder zusammenzufinden. Alltagssprache mischt sich mit philosophischem Diskurs, Klassikerzitat mit Werbung, Talkshowgequassel mit antikem Mythos. Bauerntheater oder soziologisches Proseminar, Talkrunde oder Strindberg oder die Sendung mit der Maus? Das Thema, das immer wieder an die Oberfläche tritt, ist der Körper, sind beschleunigte Körper, die zu lustvollen Waffen werden. Was passiert, wenn die Körper anfangen, für uns zu denken? Was passiert, wenn sich der menschliche Körper verselbstständigt? Wenn der Muskel schöner glänzen möchte als der Geist? Wenn er in Bewegung gerät, Geschwindigkeit aufnimmt und mit anderen Körpern zusammenstößt, die in die gleiche Richtung laufen, oder im Weg herumstehen, wenn Körper verschmelzen oder sich abstoßen. Oder wenn der Körper auf einen Körper trifft, der schöner ist als der eigene, und den er jetzt begehrt oder eben bekämpft. Oder wenn er auf einen Körper trifft, der nicht Körper sein will, sondern lieber nur reden möchte und dabei aber trotzdem gut aussehen.

Nicht ohne Grund nennen sich die rechtspopulistischen Kräfte von Orban bis Trump BEWEGUNG. "Ein Sportstück", von Elfriede geschrieben kurz nach den wiedergängerischen Gewaltexzessen im Jugoslawienkrieg, ist brandaktuell. Auf dem Hintergrund einer Politik, die unverhohlen das Thema des „WIR GEGEN DIE“ ins Zentrum ihrer Rhetorik stellt und einen Mann zum Präsidenten wählt, der die Größe seines Geschlechtes zum Wahlkampfthema macht, werden wir erneut Zeuge der Tatsache, dass derart beschleunigte Massenkörper zu einem Gespräch erst wieder nach einem Eimer Wasser über den Kopf in der Lage sind. Oder eben nach dem nächsten Krieg.

Es spielen: Zainab Alsawah, Paulina Bittner, Manuel Bittorf, Franziskus Claus, Ruby Commey, Robert Flanze, Tim Freudensprung, Bineta Hansen, Maximilian Schimmelpfennig (3. Jahrgang Schauspiel UdK Berlin)

Regie: Hermann Schmidt-Rahmer, Bühne: Orli Baruch (Studiengang Bühnenbild UdK Berlin), Kostüme: Viktoria Mechle und Emily Lisa Schumann (Studiengang Kostümbild UdK Berlin), Choreographie/Stunt Coordinator: Alfred Hartung, Stimme und Sprechen: Gabriella Crispino, Dramaturgie: Marion Hirte

Bitte beachten: kein Nacheinlass nach Vorstellungsbeginn!
Theater, Comedy ab 13,10 €
Tratsch em Treppahaus - Jens Exler / Monika Hirschle (schwäbische Fassung)
12.12.2018 in Stuttgart

Komödie in vier Akten von Jens Exler

TRATSCH EM TREPPAHAUS

Bearbeitet und modernisiert von Florian Battermann
Ins Schwäbische übertragen von Monika Hirschle

Endlich wieder auf dem Spielplan: einer der schönsten Schwänke des Unterhaltungstheaters. Wir spielen Jens Exlers Stück in einer schwäbischen Fassung für die Komödie im Marquardt.

Ernst Brummer, pensionierter Beamter und Vorsitzender des Kaninchenzuchtvereins, ist erbost, denn seine Nachbarin Hanne Knopf hat neuerdings einen Untermieter, der lautstark Musik hört! Wo gibt’s denn so ebbes?! Doch damit nicht genug! Denn Frau Boldinger, die alles hört und sieht, verbreitet über die Bewohner des Hauses ihre ganz eigenen Wahrheiten. Die anderen Mieter wie Bernhard Trambacher oder Silke und Markus, die eine zarte Liebesgeschichte verbindet, haben alle Hände voll zu tun, die über sie kursierenden Halbwahrheiten und Gerüchte zu widerlegen.

„Tratsch em Treppahaus“ ist ein echter Evergreen: Zuletzt war das Stück 1995 auf der Bühne der Komödie im Marquardt zu sehen. Der turbulente Schwank zeigt auf unnachahmliche Art und Weise, welche Folgen es für eine Gemeinschaft hat, wenn Halbwahrheiten, Lügen und Gerüchte das Handeln bestimmen. In der Paraderolle der tratschsüchtigen Frau Boldinger erleben Sie Publikumsliebling Monika Hirschle.

Seit 1992 ist Volker Jeck den Zuschauerinnen und Zuschauern als Schauspieler im Alten Schauspielhaus und in der Komödie im Marquardt wohlbekannt. Als Regisseur feierte er hier Publikumserfolge mit Stücken wie „An guada Rutsch!“ und „Sechs Tanzstunden in sechs Wochen“ .

Voraufführung 15.11.2018
Premiere 16.11.2018
Vorstellungen bis 13.1.2019

Mit Norbert Aberle, Monika Hirschle, Rose Kneissler, Jörg Pauly, Reinhold Weiser u.a.
Regie Volker Jeck
Bühne und Kostüme Leif-Erik Heine
Dramaturgie Annette Weinmann
Theater ab 10,90 €
Die Streiche des Scapin
12.12.2018 in Lahr

Komödie von Molière
Kostenfreie Einführung in das Theaterstück ab 19:00 Uhr

Die Komödie ,,Die Streiche des Scapin" von Jean-Baptiste Poquelin, genannt Molière, feierte vor 347 Jahren in Paris Premiere. Molière schrieb diese Farce im Stile der Commedia dell'Arte zwei Jahre vor seinem Tod. Sie gehört zu den meistgespielten Stücken des französischen Theaters. Mit der Thematik über allgemeine menschliche Verhaltensweisen in der Gesellschaft lud Molière immer wieder zu Diskussionen ein.

Scapin, ein gerissener Diener, legt mithilfe eines Kollegen zwei reiche Adlige, Argante und Géronte, herein. Die beiden gierigen alten Kaufleute begeben sich auf Geschäftsreise und lassen ihre unverheirateten Söhne unter der Obhut der Diener zurück. Léandre, einer der beiden Junggesellen, verliebt sich Hals über Kopf in die schöne Zerbinette. Octave, der zweite Jüngling, lernt die aufgeblühte Hyazinthe kennen und heiratet sie vom Fleck weg. Alles wäre gut, wenn Zerbinette nicht von fraglicher Herkunft und Octave nicht einer anderen versprochen wäre. Als die Väter unerwartet zurückkehren, gerät die ganze Situation aus den Fugen. Um Zerbinette vom fahrenden Volk loszukaufen, soll Scapin Geld beschaffen. Gleichzeitig hilft er auch seinem Kollegen Silvestro, Diener des Octave, dessen Probleme in den Griff zu bekommen: Mithilfe von allerlei Tricks und Possenspiel werden die beiden Väter um ihr Geld gebracht. Am Ende aber erleben alle eine Überraschung, mit der selbst das Schlitzohr Scapin nicht gerechnet hat.

Bereits in den vergangenen Jahren begeisterten Stücke von Molière wie ,,Der eingebildete Kranke" oder ,,Der Geizige" das Publikum in der Lahrer Stadthalle. Diesmal nun mit einem Theaterensemble, das erstmals in Lahr zu Gast ist.

Mit Saro Emirze, Andreas Erfurth, Rike Joeinig, Petra Wolf u. a.
Regie: Kai Frederic Schrickel
Neues Globe Theater Potsdam

Es sind noch Karten an der Abendkasse erhältlich.