Montag, 21.01.2019

Comedy ab 25,20 €
Menschen. Ämter. Katastrophen.
21.01.2019 in Berlin

Die Hauptstadt kann warten... Ein Flur. Drei Baustellen. Zig Ämter. Weil im Arbeitsamt Asbest verbaut, im Bürgeramt ein Rohrbruch festgestellt und unterm Finanzamt eine Fliegerbombe gefunden wurde, teilen sich sämtliche Berliner Ämter einen sanierungsbedürftigen Flur. Aus dem üblichen Chaos wird so die Katastrophe pur: Da wird ein Stasi-Mitarbeiter zum GEMA-Spion umgeschult, ein Aktenvernichter privatisiert und eine chinesische Wollhandkrabbe der Asylantrag in der Havel verweigert. Vogelhäuschen müssen abgerissen werden, weil die Einflugschneise nicht dem Lärmschutz entspricht, und Arbeitslose testen Seehofers mobile Transiteinheiten. Drei mit allen kabarettistischen Wassern gewaschene Bürokratie-Versteher erklären Ihnen, warum das Alte Testament mit 10 Geboten auskommt, aber das katholische Kirchenrecht 1752 Gesetze braucht. Nach diesem Programm wird niemand mehr behaupten können, er hätte noch nie etwas gehört von Schnullerverordnung, Gelegenheitsverkehr und Abstandseinhaltungserfassungsvorrichtungen. Und wenn dann noch mit Inbrunst Steuerklärungen und EU-Mittel besungen werden, wird klar, warum auch die Bundesanstalt für Arbeit informiert: ?Welches Kind erstes, zweites, drittes Kind ist, richtet sich nach dem Alter des Kindes. Denn: ?Margarine ist Margarine im Sinne des Margarine-Gesetzes. Das neue Stachelschweine-Ensemble bietet höchst unterhaltsames musikalisches-satirisches Entertainment aus der Hauptstadt. Kabarett war gestern, hier sind die Stachelschweine. Mit Jenny Bins, Anika Lehmann und Henning Mayer Buch: Michael Frowin, Mitarbeit: Hans Holzbecher Texte von Philipp Schaller, Springmaus, Martin Maier-Bode und Thilo Seibel Songs: Axel Pätz, Michael Krebs und Stefan Klucke Musikalische Einstudierung: Tobias Bartholomeß Arrangements: Jochen Kilian Regie: Michael Frowin Foto: Stefan Erhardt
Theater ab 15,10 €
Mein Kampf - Farce von George Tabori - Schülertickets erhalten Sie für 5 Euro unter karten@theater-poetenpack.de
21.01.2019 in Kleinmachnow

George Taboris subversives Verwirr-Stück spielt zu Beginn des 20. Jahrhunderts, zu einer Zeit vor der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. In einem Männerwohnheim in Wien mietet sich der junge Adolf Hitler ein, um sich an der Kunstakademie zu bewerben. Er trifft auf den jüdischen Buchhändler Schlomo Herzl, der sich mütterlich um den Provinzler zu kümmern beginnt. Er wird zum Schöpfer seiner charakteristischen Barttracht und unterrichtet ihn in demagogischen Kunstgriffen. Im weiteren Verlauf der mitunter grotesken Handlung wird Herzl das erste Opfer des sich allmählich ausprägenden Antisemitismus Hitlers. Im letzten Akt vermittelt Hitler eine Vorahnung von den Auswirkungen seines nunmehr geschulten Talents, er macht Jagd auf ein Buchmanuskript von Herzl, in dem er rufschädigende Passagen vermutet. Schließlich verdeutlicht er mit kaum zu überbietender Perfidie, dass er nicht allein das Buch als Archiv von Erinnerungen zu vernichten gewillt ist, sondern auch das Judentum in seiner Gesamtheit. ?Mein Kampf beschäftigt sich in komödienhafter Form mit dem Trauma der Shoah. Dabei wird Hitler interessanter Weise keineswegs als blutrünstiger Dämon, sondern im Gegenteil als unsympathischer, aber nicht durchweg abstoßender Wirrkopf dargestellt. An Brecht und Chaplin anknüpfend, entwickelte Tabori eine Hitler-Figur als komischen Charakter und bezieht sich damit auch auf eine Tradition jüdischen Humors, der er sich verpflichtet fühlt. Nach dem großen Erfolg, den das Schülerprojekt ?Nathan der Weise? mit einer intensiven Workshop-Woche und der anschließenden gemeinsamen Aufführung des Stückes in verschiedenen Städten hatte, fiel die Entscheidung, dieses Grundkonzept auf Taboris ?Mein Kampf? zu übertragen. Gemeinsam mit den Schauspielern des Theaters werden lokale Schüler*innen auf der Bühne stehen.
Theater ab 8,60 €
Der Zauberer von Oz - nach Lyman Frank Baum
21.01.2019 in Trier

Die kleine Dorothy kommt aufgeregt nach Hause. Die gemeinen Nachbarn wollen ihr den geliebten Hund Toto entreißen. Doch weder Tante Emmi noch Onkel Henry haben Zeit, sich Dorothys Sorgen anzuhören. Plötzlich zieht ein Sturm auf und wirbelt Dorothy mitsamt ihrem Haus in weite Ferne. Mit lautem Krachen landet das kleine Mädchen im bunten Land Oz. Dort wird es von drolligen Einwohnern begrüßt und gefeiert. Die gute Hexe des Nordens erklärt ihr, dass Dorothy das Volk der Munchkins befreit hat. Ist sie doch mit ihrem Haus mitten auf die böse Hexe des Ostens gefallen. Doch damit hat sich Dorothy prompt die Feindschaft der bösen Hexe des Westens zugezogen. Also nichts wie zurück nach Hause. Aber wie? Nur der Zauberer von Oz in der geheimnisvollen Smaragdstadt kann helfen. Entschlossen begibt sich Dorothy auf die weite Reise. Unterwegs lernt sie außergewöhnliche Freunde kennen: die fröhliche Vogelscheuche, deren größter Wunsch es ist, Verstand zu besitzen, den sensiblen Blechmann, der von einem Herzen träumt und den starken Löwen, der sich inbrünstig danach sehnt, Mut zu haben. Gemeinsam begeben sich unsere Helden in manche Gefahr und müssen viele spannende Abenteuer bestehen. Wird ihnen der mächtige Zauberer von Oz helfen können? Das Theaterstück Der Zauberer von Oz entstand nach dem Kinderbuch des US-amerikanischen Schriftstellers Lyman Frank Baum, das durch die Verfilmung mit Judy Garland als Dorothy ein Weltpublikum erreichte: Das moderne Märchen erzählt eine aufregende Geschichte über Freundschaft und gemeinsam bestandene Abenteuer.
Theater ab 11,10 €
Patricks Trick - Schauspiel von Kristo Sagor - Wiederaufnahme
21.01.2019 in Trier

Schauspiel von Kristo Sagor Patrick ist elf Jahre alt, ganz normal und wünscht sich einen Bruder. Mama und Papa reden heimlich, sie denken, dass Patrick sie nicht hören würde. Doch Patrick hört genug. Er bekommt einen Bruder. Aber da ist noch etwas: Patricks Bruder ist behindert und wird nie sprechen können. Papa und Mama scheinen darüber sehr verzweifelt. Weil sie nicht mit Patrick darüber sprechen, beschließt dieser, selbst herauszufinden, was es denn nun mit dieser Behinderung auf sich hat. Patrick macht sich auf die Suche nach Antworten auf seine Fragen. Er erkundigt sich bei einem kroatischen Boxer, einem Professor, seinem besten Freund Valentin und vielen anderen und kommt dabei ganz allmählich zu dem Schluss, dass man eigentlich ziemlich viel lernen kann, solange man sich traut, Fragen zu stellen. In einem wilden Rollenwechselspiel erzählen uns Patrick und sein ungeborener Bruder mit großer Leichtigkeit diese temporeiche und humorvolle Geschichte über Sprache und Identität. Und nebenbei erzählt das Stück von einem jungen Menschen, der vor allem helfen und Verantwortung übernehmen möchte. Dieses Stück ist Teil des Projektes Bérénice, mit dem wir uns grenzüberschreitend gemeinsam mit unseren Partnern aus Metz, Eupen und Lüttich gegen Diskriminierung und für Strategien der sozialen und kulturellen Inklusion einsetzen. Mit unserem Bérénice-Label kennzeichnen wir Veranstaltungen, die rund um das Thema soziale und kulturelle Inklusion aufgebaut sind. Hierzu bieten wir Ihnen eine besondere theaterpädagogische Vermittlung an, Theateraufführungen zum Thema Teilhabe und im Bürgertheater sogar die Möglichkeit, Teil unseres Hauses zu sein und an den Theaterprojekten mitzuwirken. In der Bérénice-Factory präsentieren wir Ihnen Stücke zu den Themen Ausgrenzung, Teilhabe und Diskriminierung. All diese Projekte werden zu 60 % von der EU durch INTERREG subventioniert.