Samstag, 20.01.2018

Kunst & Kultur
Der Kirschgarten
20.01.2018 in Zinnowitz

Hätten sie nur besser gehaushaltet und nicht das Geld aus dem Fenster geworfen. Zu lange haben alle über ihre Verhältnisse gelebt, als habe sich die Zeit nicht geändert. Ljubow Andrejewna Ranjewskaja kehrt nach fünf Jahren hoch verschuldet aus Paris nach Russland zurück. Das Haus ihrer Kindheit soll versteigert werden. Die Familie kann sich das Landgut mit seinem wunderschönen Kirschgarten nicht mehr leisten. Ihr Bruder Gajew war unfähig das Gut zu verwalten. Auch er genoss das Leben, verbrauchte das Geld und häufte Schulden an. Es muss etwas getan werden, aber was?



Jeder Rettungsversuch wird von Ljubow Andrejewna abgelehnt. Es wird noch einmal gefeiert. Fast zwanghaft verschließen sich alle der Realität. Könnte sich nicht noch alles von ganz allein in Wohlgefallen auflösen? Fröhlich und gut gelaunt tanzt die Gesellschaft dem Untergang entgegen. Nicht nur die Tage des Kirschgartens, auch die einer ganzen Epoche sind gezählt. Wie der Kirschgarten, der längst keine Früchte mehr trägt, ist auch der alte russische Adel nutzlos geworden.



In seiner Komödie „Der Kirschgarten“ zeichnet Anton Tschechow das Bild einer morbiden, bankrotten Gesellschaft, deren Zerfall unaufhaltsam ist. Satirisch demontiert Tschechow den Mythos von der guten alten Zeit. „Der Kirschgarten“ ist das letzte Stück von Anton Tschechow. Er verstarb ein halbes Jahr nach der Uraufführung 1904.



Seit dem Sommer 2016 leitet Swentja Krumscheidt die Schauspielausbildung der Theaterakademie Vorpommern in Zinnowitz. Mit dem dritten Studienjahr erarbeitet sie jetzt deren Studienjahresinszenierung „Der Kirschgarten“ von Anton Tschechow, einen Klassiker der Theaterliteratur.


Dienstag, 23.01.2018

Samstag, 27.01.2018

Dienstag, 30.01.2018

Samstag, 03.02.2018

Dienstag, 06.02.2018

Kunst & Kultur
Komödie im Dunkeln
06.02.2018 in Zinnowitz

Noch kann der junge Bildhauer Brindsley Miller von seiner Kunst nicht leben. Doch das soll sich nun ändern. Das Interesse eines bekannten Millionärs und Kunstmäzen an seiner Arbeit verheißt eine große Karriere, die auch den zukünftigen Schwiegervater überzeugen würde. Der hegt, ob der schlechten finanziellen Situation des Schwiegersohns in spe, große Zweifel an der Entscheidung seiner Tochter.

Mäzen und Schwiegervater haben sich für den heutigen Abend angekündigt. Der erste Eindruck zählt! Wenn nur Brindsleys Wohnung nicht so schäbig aussehen würde. Wie passend, dass der benachbarte Antiquitätenhändler gerade übers Wochenende weggefahren ist. Kurzerhand leihen sich Brindsley und seine Verlobte Carol die schönsten Stücke aus dessen Wohnung aus, um bei den Besuchern Eindruck zu schinden.

Als alles vorbereitet ist: Die Katastrophe! Kurzschluss, Stromausfall, komplette Dunkelheit im ganzen Haus. Kerzen und Streichhölzer sind nicht aufzutreiben, der Elektriker lässt auf sich warten. Brindsley und Carol irren durch die dunkle Wohnung, immer mehr geladene und ungeladene Gäste gesellen sich dazu, der Schwiegervater in spe, die hysterische Nachbarin und Brindsleys Ex-Geliebte. Auch der Antiquitätenhändler aus der Nachbarwohnung kommt überraschend aus seinem Urlaub zurück.

Zwischen vertauschten Drinks und peinlichen Verwechslungen stolpern und stürzen die Gäste im Dunkeln durch Brindsleys Wohnung. Der Ausnahmezustand lässt nicht nur die Abendplanung, sondern auch den Lebensplan Brindsleys ins Wanken geraten. Ans Licht kommen dabei nur lauter dunkle Geheimnisse...

Peter Shaffer gelang mit seiner 1965 in London uraufgeführten „Komödie im Dunkeln“ der internationale Durchbruch. 1985 erhielt er einen Oscar für das Drehbuch zur Verfilmung seines Dramas „Amadeus“, die insgesamt mit acht Oscars ausgezeichnet wurde.


Samstag, 10.02.2018

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Samstag, 17.02.2018