Samstag, 20.01.2018

Sonntag, 21.01.2018

Ballett
Kibbutz Contemporary Dance Company
21.01.2018 in Offenburg

Foto © Eyal Hirsch

"Horses in the Sky"
Choreography, Stage Design & Lighting: Rami Be’er
Dieses Stück bringt 16 junge Tänzer aus acht Nationen auf die Bühne: Israel, den USA, Russland, der Ukraine.

Diese ungewöhnliche Company ist eines der herausragenden Tanzensembles dieses Planeten. Ihr Sitz ist nicht in einer Metropole, sondern im Kibbutz Ga’aton im westlichen Galiläa. Dort gibt es eine „Dance Village“, wo junge Tänzer aus Israel und der ganzen Welt sich im Tanz vervollkommnen. „Horses in the Sky“, der Titel bezieht sich auf einen Song der kanadischen Band „Silver Mt. Zion“. Eine Songzeile lautet: „Violence brings more violence and liars bring more lies.“ Dennoch ist der Songtext überaus kryptisch: „Das einzige, das ich wahrhaft liebe, ist das Licht im lieblichen Auge meiner Schwester…“ Kryptisch sind auch die Choreographien von Rami Be´er, Leiter der Company. Oder besser: Wie die Songs von Silver Mt. Zion erschließen sie sich über Stimmung, Gefühl, Textur, über den Subtext – bei Kibbutz Contemporary Dance umgesetzt in Bewegung, Raum, Dynamik. In Rami Be´ers Choreographien vermischen sich ritualartige Momente mit hochintensiver Körperlichkeit. An religiöse Versunkenheit erinnernde Tiefe und eine schier unglaublich Expressivität gleiten ineinander, auseinander. Das Gastspiel der Company vor zwei Jahren in Offenburg war ein überwältigendes Tanzerlebnis, voller ausdrucksstarker Bilder. So verspricht „Horses in the Sky“ Modern Dance auf höchstem Niveau.
Vortrag
Expedition Erde: Korsika - Wilde Berge - Weites Meer
21.01.2018 in Offenburg

Korsika! Keine andere Mittelmeer-Insel vereint auf so engem Raum solche Gegensätze: Quirlige Städte existieren neben ursprünglichen Dörfern. Schneebedeckte Zweitausender erheben sich kaum zwanzig Kilometer vom glasklaren Meer entfernt.

Schroffe Felsküsten im Westen stehen schier endlosem Sandstrand der Ostküste gegenüber. Neblige, kühle Buchenwälder thronen über duftender, sommerheißer Macchia. Bergbäche waschen seit Urzeiten ihr Bett in den Granit, gesäumt von einer Flora und Fauna, die weltweit oft nur hier auf dieser Insel anzutreffen ist.

Seit vielen Jahren reisen der Profi-Fotograf Walter Steinberg und seine Frau, die Biologin Dr. Siglinde Fischer, auf ganz eigene Art durch die Wildnisse der Welt. Ihr Motto: „by fair means“ – unterwegs aus eigener Kraft. Korsika haben die beiden Korsika in den letzten zwanzig Jahren zu Fuß und per Paddel in mehreren Reisen erlebt.
In dieser Multivision zeigen die beiden ihren Zuschauern Korsikas wilde Seite!

Die beiden dokumentieren nicht nur Landschaften und ihr abenteuerliches Unterwegssein in einfühlsamen und brillanten Bildern, sondern auch die Menschen, denen sie unterwegs begegnen. Voller Stolz folgen viele noch traditionellen Berufen. Messermacher und Töpfer ließen die beiden bei ihrer Arbeit zuschauen, ebenso wie die Schäfer beim Käsemachen.

Neben faszinierenden Einblicken in Korsikas wilde Inselwelt lässt Walter Steinberg seine Zuschauer unmittelbar teilhaben an persönlichen Geschichten, die auch diese Multivision der beiden Vollblut-Abenteurer zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.

weitere Infos:
http://www.Expedition-Erde.de
Bild: ©Walter Steinberg

Die Veranstaltung fällt leider aus.

Dienstag, 23.01.2018

Theater
Homo Faber
23.01.2018 in Offenburg

© Richard Becker

Schwerpunktthema Abitur 2018 - Pflichtlektüre.
Nach dem Roman von Max Frisch. Theater für Jugendliche ab 14 Jahren.

"Ich glaube nicht an Fügung und Schicksal, als Techniker bin ich gewohnt, mit den Formeln der Wahrscheinlichkeit zu rechnen" - so beschreibt Walter Faber in einem klaren Satz sich und seine Welt. Und dann, entgegen aller Wahrscheinlichkeit, begegnet er dem Unvorhersehbaren, das seine Welt, seine Gefühle und seinen Verstand verwirrt: Durch eine Kette von Zufällen begegnet er der jungen Sabeth. Ausgerechnet sie, die ihn an seine Jugendliebe Hanna erinnert, wird zu seinem Schicksal. Er verliebt sich und beginnt mit ihr eine Reise durch Europa. Er ahnt, was er nicht wissen will: dass sie seine Tochter ist. Doch dann stirbt Sabeth und ihr überraschender Tod erschüttert Fabers Weltbild. Er scheitert an der Unberechenbarkeit des Lebens, das ihn mit seiner Schuld und mit der eigenen Sterblichkeit konfrontiert.

Die Theater-Lindenhof-Inszenierung hält sich dicht an den Originaltext und konzentriert sich auf die Innenwelt Fabers, in die der Zufall, das Unvorhergesehene eindringt. Rückblickend erzählt Walter Faber die Chronologie der Ereignisse. Durch die Stimmen der anderen Figuren, die ihn entlarven, sein verfehltes Leben aufdecken und ihn unbarmherzig durch die letzten Monate seines Lebens treiben, wird die Diskrepanz zwischen Fabers Selbstsicht und der Wirklichkeit dem Zuschauer vor Augen geführt. Diesem Erkenntnisprozess haften - aller Tragik zum Trotz - zuweilen auch sehr komische Züge an. Die inneren Stimmen lassen den Techniker schließlich verstummen und führen den Menschen Walter Faber zur Annahme seines Schicksals.

Dauer: ca. 2 Std 20 Min.

Mittwoch, 24.01.2018

Donnerstag, 25.01.2018

Freitag, 26.01.2018

Theater
Des Teufels General
26.01.2018 in Offenburg

Foto © Bernd Böhner

Schauspiel von Carl Zuckmayer. Mit Gerd Silberbauer, Thorsten Nindel, Adrian Spielbauer und anderen. Regie: Klaus Kusenberg.
Euro-Studio Landgraf.

19 Uhr Einführungsvortrag.

In den fünf Jahren nach dem Krieg wurde Zuckmayers Drama um ein Fliegerass, das sich seiner Flugleidenschaft wegen mit den Nationalsozialisten einlässt, über 3.200 Mal aufgeführt. Dieser General Harras war eine Paraderolle für Charakter-Darsteller wie Curd Jürgens, Gustav Knuth, Trevor Howard. Zuckmayer nutzt ein altes Motiv: Den Pakt mit
dem Teufel. Wer sich mit ihm einlässt, darf ihn hassen, ihn schmähen und verspotten. Doch am Ende bezahlt er mit seiner Seele. Harras hat sich auf Hitler eingelassen. Er erkennt seinen Fehler – und seine Ausweglosigkeit.
Dem archaischen Motiv des Teufelspakts fügt der Autor ein zweites hinzu. In der Schlussszene unterwirft sich Harras einem Gottesurteil: Er steigt bewusst in ein sabotiertes Kampfflugzeug - für den humanistisch gebildeten und religiösen Carl Zuckmayer die einzig konsequente Lösung des Pakts mit Hitler, dem Teufel. Den Regisseuren der 1960er Jahre war dies zu wenig Distanz vom NS-Regime. Ihnen war Zuckmayer zu konservativ. Umso überraschender ist dieses Comeback. „Aktueller denn je“, schreibt die Presse, spricht von „spannender, bewegender Inszenierung“, von einem Stück, das unter die Haut geht. Als herausragend gelobt wird die Darstellung von Gerd Silberbauer – bekannt durch die TV-Serie „Soko 5113“ – als General Harras: „Ein widersprüchlicher Charakter zwischen Manie, Nachdenklichkeit und Depression.“
andere
Cara
26.01.2018 in Offenburg

15 Year Anniversary Tour

Eine der bekanntesten und erfolgreichen Vertreter
des „New Irish Folk“.

Cara sind international eine der bekanntesten und erfolgreichen Vertreter des „New Irish Folk“, und verweben moderne Einflüsse und eigenes Songwriting mit den traditionellen Wurzeln ihrer Musik. Cara bekamen 2010 den „Best New Irish Artist“ und 2011 den „Top Group“ Award bei den Irish Music Awards verliehen. Sieben Mal tourte die Band schon durch die USA, auch in Irland und Schottland ist die Band regelmäßig zu Gast.

2018 feiert die Band ihr 15-jähriges Bühnenjubiläum mit einer großen Tournee in Deutschland, Schottland und Australien. Das Programm enthält Stücke aus allen Schaffensphasen sowie brandneue Songs! Zur Tournee wird eine Live-CD veröffentlicht, die 2017 in ausgewählten Venues aufgenommen wurde. Cara steht für die gelungene Verbindung von Gesang gleich zweier herausragender Sängerinnen mit den rasanten irischen Instrumentalstücken auf allerhöchstem Niveau. Darüber hinaus haben sie durch ihre Eigenkompositionen und Arrangements einen eigenen Stil geschaffen. BBC Scotland Radio-Ikone Bruce MacGregor staunte: „Cara sound like a whole festival wrapped into one band“. Virtuose Soli auf dem irischen Dudelsack, rasante Geigenpassagen, ergreifende traditionelle Balladen, Singer-Songwriter, meisterhaftes Spiel auf Gitarre und Bodhrán
– die Liste könnte noch lange weitergehen. Abgerundet durch die charismatische Bühnenausstrahlung und die charmant-humorvolle Präsentation garantiert ein Abend mit Cara höchsten musikalischen Genuss und beste Unterhaltung.