Sonntag, 21.01.2018

Theater
Maga Obscura und das Spinnrad der Zeit - ein Musical-isches Steampunk-Märchen
21.01.2018 in Nürnberg

Maga Obscura und das Spinnrad der Zeit – eine Musical-isches Steampunk-Märchen Zu Ehren der Taufe der Königstochter Aurelia präsentiert Maga Obscura, brillante Wissenschaftlerin und Großmeisterin des Technomatischen Ordens, ihre neueste Erfindung: eine Dampfradbetriebene Maschine, die die Wahrnehmung von Raum und Zeit verändern kann. Doch die Maschine gerät außer Kontrolle, und durch einen schrecklichen Unfall sowie daraus folgende Verkettungen der Umstände werden die Schicksalsfäden von Aurelia, Maga Obscura sowie dem Königspaar neu gesponnen.... Die diesjährige Herbstproduktion des ACT CENTER Nürnberg adaptiert in einer faszinierenden Parabel die Grundmotive der verschiedenen Varianten des klassischen "Dornröschen" Märchen und versetzt die Figuren in die Ära des SteamPunk: die Zukunfts- und Wissenschaftsvisionen der Jahrhundertwende mit ihrer viktorianischen anmutenden Ästhetik! Regie: Rebecca Brinkmann Choreographie: Susa Riesinger Mitwirkende: die Berufsfachschüler der Akademie für Musical Nürnberg sowie das Vocal- und Showensemble des ACTCENTER e.V. ZAC-Rabatt für Abonnenten der Nürnberger Nachrichten, der Fürther Nachrichten mit den angeschlossenen Heimatzeitungen sowie der Nürnberger Zeitung bzw. Nordbayerische Zeitung (nur im Vorverkauf bei den entsprechenden VVK-Stellen). Tickets: VVK:www.actcenter.de AK:16,- / 12,- ermäßigt Termin:Freitag, 24.11.2017, 20:00(Einlaß 19:30) Samstag, 25.11.2017, 20:00(Einlaß 19:30) Sonntag, 26.11.2017, 17:00(Einlaß 16:30) Samstag, 02.12.2017, 20:00(Einlaß 19:30) Sonntag, 03.12.2017, 17:00(Einlaß 16:30). ACTCENTER e.V Akademie für Musical Dieselstr. 77 90441 Nürnberg Info:0160-98384908

Einlass: 16:30 Uhr
Theater
Die Blechtänzerin
21.01.2018 in Nürnberg

Trotz Straßenschlachten zwischen Hakenkreuzlern und Rot-Front-Kämpfern mitten in Nürnberg ahnt noch keiner, dass die Diktatur der Nationalsozialisten vor der Tür steht. Es ist auch so schwierig genug für Julia Kempinsky, der Prinzipalin von Kempinskys-Keller-Kabarett, ihr Ensemble durch die Weltwirtschaftskrise zu manövrieren.
Ein Kampf um´s Überleben am Ende der Weimarer Republik: gegen Hunger, Kälte und den Zickenkrieg der jungen Tänzer- und Sängerinnen. Die eigene Tochter hat ein Auge auf Mamas französischen Liebhaber geworfen. Der seinerseits findet die Neue toll und macht ihr eindeutige Avancen. Die Tanzlehrerin aus Berlin wiederum hat von der Liebe die Schnauze voll - im Gegensatz zu dem beharrlichen Onkel Theo. Er versucht seit fast einem Vierteljahrhundert der angebeteten Brotherrin seine Liebe zu gestehen.
Jetzt erhöht auch noch der neue Besitzer der Kellerräume in der ehemaligen Bing´schen Spielwarenfabrik die Miete. Das neue Programm muss noch vor Weihnachten raus und „einschlagen wie die dicke Berta“. Das Drama hinter den Kulissen spitzt sich zu, aber die Show muss weiterlaufen!
Endlich hat das neue Programm Premiere! Ausgerechnet als Otto-Pierre und Theo in rosa Unterhosen und mit Hitlerbärtchen auf der Bühne stehen, wird die Vorstellung vom Frankenführer Julius Streicher gesprengt und durch seine pöbelnden Nazischergen aufgelöst. Wie weiter?
Julia Kempinsky gelingt es fürs Erste, die Katastrophe abzuwenden. Doch Streicher stellt sie vor die Wahl: „Julia, ich baue deinem Theater einen goldenen Saal – aber Tanzen kann man auch im KZ...“

Regie: Christian Schidlowsky
Musikalische Leitung: Robert Stephan
Dramaturgie: Akin Isletme
Ensemble:
Julia Kempken, Maria Kempken, Kiara Brunken, Julien Feuillet, Thomas Herr, Stefan Rieger
Kapelle:
Markus Rießbeck, Udo Schwendler, Max Stadler, Robert Stephan

http://www.blechtaenzerin.de

Einlass: 15:00 uhr

Hier keine Tickets verfügbar
Kunst & Kultur
Festliches Neujahrskonzert des Palestrina Chor Nürnberg - Missa Solennelle - zum 150. Todesjahr von Gioacchino Rossini
21.01.2018 in Nürnberg

Der aus Pesaro in Italien stammende Gioacchino Rossini komponierte im Jahre 1829 seine letzte Oper „Wilhelm Tell“ und zog sich danach auf dem Gipfel seines Ruhmes vom öffentlichen Leben zurück. Er lebte ab 1855 bei Paris und schrieb dort 1863, im Alter von 71 Jahren, sein nach dem „Stabat Mater“ zweites kirchenmusikalisches Hauptwerk und die schönste Komposition seiner späten Jahre, nämlich die „Petite Messe solennelle“ für Soli, 8-stg. Chor, Klavier und Harmonium. Mit einer solch geringen Instrumentalbesetzung stand Rossini im Widerspruch zum Zeitstil, der wichtige Messen gerne mit riesenhaftem Orchesterapparat monumental ausstattete, man denke nur an Bruckner oder Liszt. Rossini entschloss sich allerdings 1867 zu einer Orchestrierung, um zu verhindern, dass andere Komponisten nach seinem Tode der “kleinen Messe“ durch eine verzerrende Instrumentierung Gewalt antaten. Man spürt heute, dass die ursprüngliche Fassung Rossinis Absichten weit eher entspricht als ihr späteres Derivat. Eine der bemerkenswertesten unter den vielen Begabungen Gioacchino Rossinis war seine Fähigkeit zur Selbstironie. Dass er seine letzte, immerhin etwa 85 Minuten lange feierliche Messe zur „Kleinen“ erklärte, hat denn auch weniger mit ihrer geringen Besetzung zu tun, als vielmehr mit jener Mischung aus Bescheidenheit, Koketterie und Spott, die viele seiner Äußerungen bestimmte. „Lieber Gott“, so steht es im Originalmanuskript, „hier ist sie, die arme kleine Messe. Ist es wirklich heilige Musik (musique sacrée) oder doch verfluchte Musik (sacrée musique)? Ich bin für die Opera buffa geboren, Du weißt es wohl! Ein bisschen Können, ein bisschen Herz, das ist alles. Sei also gepriesen und gewähre mir das Paradies.“ Das ironische Understatement dieser Sätze freilich sollte von ihren ernsteren Momenten nicht ablenken: der Religiosität, aber auch dem Zweifel. Rossini, dessen epochaler Ruhm sich vornehmlich auf seine 39(!) Opern gründete, glaubte nämlich, gerade diejenige Technik nicht ausreichend zu beherrschen, die als wesentlichster Bestandteil des wahren Kirchenstils galt: die Kunst des Kontrapunkts. Zudem hatten seine vergleichsweise wenigen geistlichen Kompositionen – allen voran das „Stabat Mater“ von 1832/41 – neben der euphorischen Zustimmung, die sie hervorriefen, bisweilen auch Anlass zur erneuten Diskussion der alten Streitfrage gegeben, wie „opernhaft“ ein sakrales Werk denn ausfallen dürfe, ohne seiner Bestimmung zuwiderzulaufen.

Einlass: 15:30 Uhr

Montag, 22.01.2018

Dienstag, 23.01.2018