Donnerstag, 18.01.2018

Kunst & Kultur
ALICE
18.01.2018 in München

nach Lewis Carrolls "Alice im Wunderland"

Musik und Gesangstexte von Tom Waits und Kathleen Brennan

Text von Paul Schmidt

Regie, Design, Visual Concept der Originalproduktion von Robert Wilson

Deutsch von Wolfgang Wiens



Regie: Philipp Moschitz

Musikalische Leitung und Arrangements: Andreas Lenz von Ungern-Sternberg

Bühne: Thomas Flach

Kostüme: Cornelia Petz

Choreographie: Katja Wachter

Licht: Hans-Peter Boden

Puppenbauer: Lorenz Seib



Produktion und Veranstalter: GbR Schölch u.a. "Alice"



Mit: Nick Robin Dietrich, Vanessa Eckart, Sebastian Griegel, Maria Hafner, Patrick Nellessen, Nathalie Schott, Thomas Schrimm



Musiker: Emil Bekir/Monika Fuhs, Stefan Gollmitzer/Johannes Rothmoser, Rene Haderer/Julia Hornung, Andreas Lenz von Ungern-Sternberg, Silvan Kaiser/Steffen Schmitt/Ulrich Wangenheim



Zeit seines Lebens war der studierte Theologe und Mathematiker Charles L. Dodgson, weltbekannt unter seinem Dichternamen Lewis Carroll, fasziniert von der jungen Alice Liddell, Tochter seines Universitäts-Dekans. Sie war häufiges Motiv seiner Fotografie-Arbeiten und Vorbild für die Heldin seines berühmten Klassikers Alice im Wunderland, den er für sie schrieb.



ALICE, neben "The Black Rider" und „Woyzeck“ eine weitere Zusammenarbeit von Tom Waits und Robert Wilson, verflicht kunstvoll das Leben Charles Dodgsons und seine Obsession für Alice Liddell mit den Motiven aus "Alice im Wunderland" und "Alice hinter den Spiegeln":



An einem gefährlichen Wendepunkt in seiner bislang unschuldigen Beziehung zu Alice angelangt, entführt Dodgson sie zum Schutz vor seinem Begehren in ein von ihm geschaffenes Wunderland, in dem er gefahrlos an ihrer Seite bleiben kann. In einer stets zwischen Traum und Wirklichkeit changierenden Szenerie von phantastischen Gestalten und rätselhaft-skurrilen Begegnungen, ist Dodgson mal unschuldiges Kaninchen, mal rettender Ritter, und verliert dabei zusehends die Fähigkeit, Fiktion und Realität auseinanderzuhalten.

Als sich die Atmosphäre emotional und erotisch mehr und mehr auflädt, droht die Situation zwischen den beiden einander so tief verbundenen Figuren zu eskalieren...



Die innere Zerrissenheit des Schriftstellers kommt in Tom Waits' melancholischen, sehnsuchtsvoll-zarten Melodien zum Ausdruck, die von lyrischen Balladen über einen spielerischen Walzer bis hin zu verrauchten Jazzsongs reichen - eine kongeniale Spiegelung des fragilen, abgründigen Traum- und Seelenlebens Dodgsons.

Tom Waits über seine Alice-Musik: "Alice is adult songs for children, or children’s songs for adults. It’s a maelstrom or fever-dream, a tone-poem, with torch songs and waltzes... an odyssey in dream and nonsense."



Ein magisch-surreales Spektakel aus Poesie, Groteske, Verlangen und Wahnsinn und eine tragisch unerfüllte Liebe.



Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der LH München





Preise: € 19,- / € 23,- / € 27,-

Ermäßigung: € 4,- auf alle Kartenpreise

Junior-Ermäßigung (für Studenten/FSJler/Auszubildende bis zum 27. Lebensjahr): € 6,- auf alle Kartenpreise

Montag und Dienstag = Theatertag: € 4,- Ermäßigung auf alle Kartenpreise


Kunst & Kultur
DIE IRRE VON CHAILLOT
18.01.2018 in München

Verlockender Untergrund...



Paris, Terrasse eines Cafés. Zwielichtige Gestalten auf der Suche nach einer Kapitalanlage. Es lockt der Untergrund von Paris – ein Experte wittert ergiebige Erdölvorkommen. Ein renitenter Ingenieur, der dem Projekt die Bohrgenehmigung verweigert, steht kurz vor seiner Eliminierung (per Sprengsatz). Doch der Junge, der das bewerkstelligen soll, zieht es vor, sich das Leben zu nehmen.



So weit, so schlecht.



Wären da nicht die »anderen«. Die in den Augen der Renditejäger »Überflüssigen«. Die retten nämlich erst den Jungen und dann die vom großen Geld verseuchte Welt. An vorderster Front der Kämpfenden: Die Alte, die man »die Irre von Chaillot« nennt. Entschlossen, sich die Schönheit des Lebens zurückzuerobern, organisiert sie ein Tribunal: Ein Quartett von Exzentrikern fällt das Urteil über Leben und Tod einer Clique rüder Psychopathen...



Zur Weihnachtszeit ein Märchen aus den Bauklötzen unserer Welt. Mit galligem Happyend: Die auf Menschen sch**ß*n, erleiden eine finale Klospülung. Sie erwartet tatsächlich der Untergrund - in Gestalt der Kloaken von Paris. Giraudoux erhebt nicht den Zeigefinger; er ist ein Poet, der die Zuschauer verzaubert: mit einem Traum von Zusammenhalt und Widerstand in einer Welt, die das Geld anbetet und sich der berühmten »humanen Werte« entledigt hat. Darin verwoben Geschichten von Liebe, Verlust, Sehnsucht, Altern. Eine skurrile, altmodisch-zeitgenössische Geschichte, die nur so strotzt von der Lebendigkeit ihrer kleinen und großen Held*innen.



Mit:



Arno Friedrich | Claudia Schmidt | Sven Schöcker



Denis Fink | Melda Hazirci | Mario Linder



Timo Alexander Wenzel | Margrit Carls



Regie Andreas Seyferth



Raum Peter Schultze Kostüm Johannes Schrödl



Klangdesign Kai Taschner Lichtdesign Jo Hübner



Übersetzung/Fassung Margrit Carls



 


Freitag, 19.01.2018