Mittwoch, 21.02.2018

Rock & Pop
THE FRONT BOTTOMS
21.02.2018 in Köln

Es heißt, passend zur kommenden Jahreszeit, Going Grey und die erste Single Raining macht thematisch nahtlos weiter. Wer The Front Bottoms kennt, ahnt aber schon: Ganz so ernst ist die Sache mit den grauen, regnerischen Gedanken nicht zu nehmen. Im Gegensatz zum Titel schwingen sich die Jungs mit einer schwelgenden und sonnigen Melodie durch eine erfreulich merkwürdige Geschichte, die im zugehörigen Video noch weitergedreht wird. The Front Bottoms spielen auf der Platte wieder ihren von Weezer und Frank Turner und natürlich (New Jersey!) Bruce Springsteen beeinflussten West-Coast-Indierock, der sich nur darum schert, den richtigen Sound zu erzeugen. Der muss einfach sein und mit den Lyrics eine Einheit bilden, die wiederum mit ihrem Reichtum an Metaphern fröhlich und traurig zugleich sein können. Diesen Sound haben sich Brian Sella (Gitarre und Gesang), Ciaran ODonnell (Keyboards, Gitarre, Trompete), Tom Warren (Bass) und Mat Uychich (Drums) über die Jahre zurechtgebastelt. Die Jungs waren lange Zeit ziemlich permanent auf Tour, haben jeden Abend in einem anderen Club gespielt und sich dabei neben einer fanatischen Anhängerschar ein großes Repertoire an musikalischen Facetten erspielt, das sie heute sehr gezielt einzusetzen wissen. Darum sind The Front Bottoms aber eine Bank, wenn es um eine handfeste, großartige Rockshow geht. Im Februar kommen sie zu uns auf Tour. Begleitet werden sie dabei von den großartigen The Smith Street Band, diesen vielseitigen folk-punkigen Australiern, die uns im Juni mit neuem Album und einer ausverkauften Headliner-Tour erfreut haben, und von den ebenfalls aus New Jersey stammenden Brick + Mortar, die mit ihren Sounds und Videos nicht nur die Genres, sondern auch die Hirne verdrehen.
Ausstellung
Selbstbildnisse – Tremezza von Brentano
21.02.2018 in Köln

Selbstbildnisse – Tremezza von Brentano

Zum 75. Geburtstag


15. Dezember 2017 – 25. Februar 2018

 



Wie kaum eine andere Künstlerin der Gegenwart hat Tremezza von Brentano ein malerisches OEuvre erschaffen, das von einer intensiven Auseinandersetzung mit der Kunstgeschichte ebenso wie von aktuellen Bildern aus den Medien inspiriert ist. Vor allem in ihren Selbstbildnissen wird ihr ungebrochenes Interesse an den Themen unserer Zeit auf sehr persönliche Weise sichtbar.



Anlässlich ihres 75. Geburtstages widmet das Käthe Kollwitz Museum Köln Tremezza von Brentano eine Retrospektive mit Werken aus den 1970er Jahren bis heute.



Tremezza von Brentano, 1942 in Innsbruck geboren, zählt zu den bedeutenden realistisch malenden Künstlerinnen in Deutschland. Bald nach ihrem Studium in Mannheim, Stuttgart und in den US-Städten Austin und Seattle wendet sie sich von der damals vorherrschenden abstrakten Malerei ab und entwickelt – ab 1972 auch in ihrem Atelier in Köln – einen eigenen, figurativen Stil. Ihre kantige, bisweilen herbe Malweise wird schnell zum unverwechselbaren Ausdruck ihrer Bildsprache.



Bis heute entwirft die Künstlerin kompromisslos und präzise Menschenbilder in sachlich-kühnen Konturlinien und mit kräftiger, expressiver Farbigkeit.



»So wie Tremezza von Brentano

ist noch keine mit der Kunstgeschichte,

der Geschichte und der Kunst vor uns umgegangen:

kritisch, analytisch aus vielerlei Blickwinkeln

und doch zugleich sehr achtungsvoll«


Marianne Pitzen



 



Tremezza von Brentano – eine Chronistin unserer Zeit



Seit über vier Jahrzehnten sucht und findet Tremezza von Brentano Inspiration für ihre Arbeit in den Meisterwerken der Kunstgeschichte ebenso wie in den Erfahrungen des Alltags und in gesellschaftlichen Phänomenen. In ihren Gemälden verschmelzen Bildzitate von gestern und heute zu Sinnbildern der Gegenwart. Vor allem in ihren Selbstbildnissen wird das Spannungsfeld von künstlerischem Realismus und gelebter Wirklichkeit sichtbar.



Zeitlebens ist Brentano auch von Käthe Kollwitz stark beeindruckt. Wenngleich in künstlerischer Umsetzung keinerlei Bezüge existieren, so gibt es doch Verwandtschaften: Beider Selbstportraits zeugen exemplarisch von einer inneren Auseinandersetzung mit sich selbst und mit dem Zeitgeschehen, mit sich wandelnden Lebensumständen und mit der eigenen Vergänglichkeit. Doch während die Graphikerin das Wesentliche allein durch ihre Physiognomie zum Ausdruck bringt, stellt die Malerin ihr Selbstportrait mit stoisch konzentrierten Zügen in einen immer neuen, bildreich erzählenden Kontext. So ist Tremezza von Brentano eine künstlerische Chronistin unserer Zeit.



Im Jahr des 150. Geburtstages von Käthe Kollwitz und anlässlich des 75. Geburtstages der Tremezza von Brentano widmet das Käthe Kollwitz Museum Köln der Malerin nun eine Retrospektive mit mehr als 30 von der Künstlerin selbst ausgewählten Werken – Selbstbildnisse aus einem Zeitraum von 40 Jahren, die nicht nur ihre Entwicklung sichtbar machen, sondern vielmehr ihren Lebensweg selbst aufzeigen.



Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm begleitet.

Weitere Informationen auf
www.kollwitz.de



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Öffentliche Führungen

Sonntags // 15 Uhr

Donnerstags // 17 Uhr

Kosten: nur Eintritt



Während der Weihnachtstage (24. - 26.12.) und zum Jahreswechsel (31.12. und 1.1.) ist das Museum geschlossen,

ebenso an Karneval (8.-13.2.)



 




Di-Fr 10-18 Uhr, Sa/So 11-18 Uhr, Mo geschlossen