Donnerstag, 22.02.2018

Freitag, 23.02.2018

andere
MIGUEL ZENON QUARTET (usa)
23.02.2018 in Dresden

Die heiße Verbindung aus lateinamerikanischen Rhythmen mit allerfeinstem New-York-Jazz

Der mehrfach für den Grammy nominierte und mit Guggenheim- und MacArthur-Preis ausgezeichnete MIGUEL ZENON gehört zu Denjenigen, die die Gratwanderung zwischen Innovation und Tradition wunderbar meistern. Als weltweit bekannter und einer der einflussreichsten Saxofonisten seiner Generation beschäftigt er sich in seinen Kompositionen mit der Zusammenführung von lateinamerikanischer Folklore und Jazz.
Geboren und aufgewachsen in San Juan, Puerto Rico, studierte Zenón zunächst klassisches Saxofon an der Escuela Libre de Música in Puerto Rico, bevor er am Berklee College of Music und an der Manhattan School of Music Jazz studierte. Er sammelte umfassende Erfahrungen als Musiker, indem er als Sideman mit bekannten Musikern spielte wie Charlie Haden, Fred Hersch, Kenny Werner, The Village Vanguard Orchestra, The Mingus Big Band und vielen weiteren. Ebenfalls war er Gründungsmitglied des San Francisco Jazz Collectives und arbeitete als künstlerischer Leiter des SF Jazz Centers.
Seine 10 Veröffentlichungen als Bandleader spiegeln nicht nur seine eigene Entwicklung als Musiker wider, sondern auch seine Fähigkeit, sich selbst als Konzeptionalist und Produzent stetig weiterzuentwickeln. Die jüngste Veröffentlichung „Tipico“ (2017) feiert das mehr als 15-jährige Bestehen des MIGUEL ZENON QUARTETs. Mit dem Venezolaner Luis Perdomo am Piano und Henry Cole am Schlagzeug, der wie Zenon aus Puerto Rico stammt, ist die Latin-Grundierung dieses Ensembles bereits vorgegeben. Hans Glawischnig am Bass steht hierbei in nichts nach, er spielte bereits in der Band von Ray Barretto, wo er sich in dessen Sound schulte. Zenon hat die Kompositionen des Albums seinen Mitmusikern auf den Leib geschrieben, inspiriert von deren individuellen Spielweisen und Charakteren. Das Resultat zeigt einmal mehr die außergewöhnliche Einheit und das Zusammenspiel dieser Band.

Einlass ab 19.00 Uhr

Samstag, 24.02.2018

Sonntag, 25.02.2018

andere
EVA KRUSE - ON THE MO (d/s)
25.02.2018 in Dresden

Wunderschöne Musik voller unendlicher Weite und unergründlicher Tiefe

Aus dem Wasser auf das Moped und die Fahrt geht los. So könnte eine Kurzbeschreibung der jüngsten Geschichte von EVA KRUSE und ihrer Musik lauten. Nach vielen erfolgreichen Jahren mit Michael Wollny und Eric Schaefer im Trio [em] zog die in Hamburg geborene Bassistin von Deutschland nach Schweden und arbeitet seitdem nicht minder erfolgreich von der am und im Meer gelegenen autofreien Schäre aus. Nach ihrem Debut-Album “In Water”, für das sie prompt den Echo Jazz erhielt, meldete sie sich 2017 mit “On the Mo” zurück.
Mit “Mo” ist dieses für die schwedischen Schären-Inseln so charakteristische Lasten-Moped gemeint, mit dem Eva Kruse ihren Kontrabass zum Fähr-Anleger fährt, um von dort aus dann die Reise zu ihren Konzerten in aller Welt anzutreten.
Dies tut sie wieder mit ihrem so ungewöhnlich wie spannend besetzten Ensemble mit der Oboistin Tjadina Wake-Walker sowie dem Alt- und Sopran- Saxofonisten Uwe Steinmetz und dem Pianisten Christian Jormin. In dem vielfach ausgezeichneten Eric Schaefer am Schlagzeug, ihrem langen musikalischen Wegbegleiter, hat Eva Kruse ein perfektes Pendant. Energiegeladene Grooves und gleichzeitig sensible Interaktion zeichnet das Zusammenspiel dieser Rhythmusgruppe aus.
Vorwärtskommen, auf musikalische Entdeckungsreise gehen, einen verlässlichen Motor bei sich haben: “On the Mo – On the Go” war das selbst auferlegte Motto unter dem Eva Kruse die Musik für ihr neues Album komponierte. Und wieder gilt, was Wolf Kampmann bereits über das Vorgängeralbum sagte: „Die Songs von Eva Kruse sind zunächst einmal in erster Linie schön. Sie selbst bringt es auf eine erschütternd einfache Formel: ‚Ich hatte das Gefühl, es musste mal etwas Schönes passieren.‘ Was könnte man dem noch hinzufügen? Diese Lieder sind so schön wie ein Blick aufs Meer mit seiner unendlichen Weite und unergründlichen Tiefe, seinem messerscharf gezogenen Horizont, seinem Gewimmel auf und unter der Oberfläche und seinem Einfluss auf das ihn umfassende Land. Lange genug hat Eva Kruse ihre Grooves in der Enge der Großstadt aufgelesen, jetzt mag sie mit ihren Kompositionen Luft und Weite beschreiben.
Egal, wie oft man die Tracks hört, in ihrer ungebremsten Fabulierlust und ausgeprägten Liebe zum Detail halten sie immer wieder Überraschungen parat. Diese Songs wollen verinnerlicht sein, können jedoch niemals erschöpft werden. Der weite Horizont in Eva Kruses musikalischen Törns lässt immer noch genug Raum zur Imagination offen.“

Einlass ab 19.00 Uhr

Montag, 26.02.2018