Donnerstag, 25.01.2018

Freitag, 26.01.2018

Sonntag, 28.01.2018

Literatur
KARL-HEINZ KLUGE: Auf der Walz. Unterwegs in Geschichten
28.01.2018 in Tübingen

KARL-HEINZ KLUGE: AUF DER WALZ. UNTERWEGS IN GESCHICHTEN.
Lesung in Kooperation mit dem Verlag Klöpfer & Meyer

Da bricht einer auf, aus einer Provinzstadt in Baden, und beginnt von dem zu erzählen, was er dort erlebt hat und kennt, aber auch, was ihm Kratzer und Verletzungen eintrug. Darüber muss er sich (mit Abstand) vergewissern. Und so zieht es ihn nach Berlin, nach Island, ins winterliche Elsass, in die Vogesen. Er ist unterwegs, in Baden-Baden beispielsweise, in Dresden, in Autotunneln unter den Bergen der Schweiz. Und im Unterwegssein wird nach und nach ein ganzes Leben in Geschichten ausgebreitet, mitreißend erzählt. Alles anders zu machen, als es vorstellbar ist, und dabei einen Weg zu finden, den die meisten nicht nehmen: Das macht – und das ist der Mann »auf der Walz«: ein scharfer Beobachter, ein tiefer Wahrnehmer – und ein packender Erzähler auch. Nur sich und den Geschichten verpflichtet, darf dabei nichts unterschlagen oder vergessen werden.

Karlheinz Kluge, 1951 in Offenburg in Baden geboren. Abgeschlossene Lehre als Elektromechaniker, dann Abitur, Studium der Germanistik, Philosophie und Geographie in Berlin. Nach 1987 Dozent an der Offenburger Jugendkunstschule für Poesie, Hörspiel und Trickfilm. Buchhändler und regelmäßiger Mitarbeiter bei der Zeitschrift Revue Alsacienne de Littérature. Veröffentlichte u. a. den Roman »Die Heimkehr der Jäger« sowie den schönen Erzählband »Café Gnädig«. Mehrere literarische Stipendien, zuletzt für seine Arbeit an diesem Band das Jahresstipendium des Förderkreises Deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg.

Dienstag, 06.02.2018

Freitag, 23.02.2018

Sonntag, 25.02.2018

Samstag, 03.03.2018

Sonntag, 18.03.2018

Literatur
Kurt Oesterle Die Erbschaft der Gewalt Über nahe und ferne Folgen des Kriegs
18.03.2018 in Tübingen

Wie lange wirken Kriege nach? Nicht materiell, sondern mental, »traumatisch«? Dieser Frage geht Kurt Oesterle in seinen Essays nach. Einmal indem er die eigene Familiengeschichte seit 1914 erforscht und die »Erbschaft der Gewalt« zutage fördert, die über drei Generationen weitergegeben wurde. Dazu kommt auch die im Ersten Weltkrieg an der Somme-Front gemachte britische Kriegserfahrung in den Blick, die in Deutschland kaum je wahrgenommen wurde. Sodann geht es um das nur mehr schwer verständliche Phänomen Verdun, und zwar sowohl als Schlacht- wie als Gedächtnisort – und auch als niemals wieder preiszugebende europäische Erfahrung.
Von persönlichen Belastungen, hervorgerufen durch Kriegsgewalt, handeln zwei exemplarische Porträts: An Gregor Dorfmeister lässt sich erkennen, wie schier aussichtslos eine ästhetische Bewältigung von Kriegstraumata sein kann – und unter welchen Bedingungen sie doch gelingt. An Lothar Pfeiffer, dem Kriegsdienstverweigerer, der als Wehrmachtssoldat nicht auf Frauen und Kinder schießen wollte, wird deutlich, wie ein Mann ohne Ideologie, nur ausgestattet mit einer schlichten Moral, die Folgen seines Handelns zeitlebens mit sich schleppt. Von der beinahe unendlichen Dauer von Kriegsversehrungen aller Art handelt schließlich der Versuch über Ludwig Uhlands und Friedrich Silchers tiefenwirksames Trauerlied vom »Guten Kameraden«.

Kurt Oesterle
wurde 1955 in Oberrot/Nordwürttemberg geboren, studierte Literatur, Geschichte und Philosophie;
Dr. phil., freier Autor und Journalist. Monographien und Essays über Wolfgang Koeppen und Peter Weiss, über Schiller, Heine, Hebel, Hauff und Uhland. Ausgezeichnet u. a. mit dem Berthold-Auerbach-Preis.

Montag, 16.04.2018

Montag, 07.05.2018

Freitag, 28.09.2018