Dienstag, 23.01.2018

Literatur
Klaus Cäsar Zehrer - Das Genie - Literatur Schlag 15
23.01.2018 in Nürnberg

Boston, 1910. Der elfjährige William James Sidis wird von der amerikanischen Presse als „Wunderjunge von Harvard“ gefeiert. Sein Vater Boris, ein bekannter Psychologe mit dem brennenden Ehrgeiz, die Welt durch Bildung zu verbessern, triumphiert. Er hat William von Geburt an mit einem speziellen Lernprogramm trainiert. Durch Anwendung der Sidis-Methode könnten alle Kinder die gleichen Fähigkeiten entwickeln wie sein Sohn, behauptet er. Doch als William erwachsen wird, bricht er mit seinen Eltern und seiner Vergangenheit. Er weigert sich, seine Intelligenz einer Gesellschaft zur Verfügung zu stellen, die von Ausbeutung, Profitsucht und Militärgewalt beherrscht wird. Stattdessen versucht er, sein Leben nach eigenen Vorstellungen zu gestalten - mit aller Konsequenz. Ein biographischer Roman über die faszinierende, wahre Lebensgeschichte des exzentrischen Genies William James Sidis (1898–1944), bewegend und verblüffend aktuell. Klaus Cäsar Zehrer, geboren 1969 in Schwabach, ist promovierter Kulturwissenschaftler und lebt als freier Autor, Herausgeber und Übersetzer in Berlin. Er veröffentlichte u.a. zusammen mit Robert Gernhardt die Anthologie Hell und Schnell, das Standardwerk der deutschsprachigen komischen Lyrik. Das Genie, Zehrers erster Roman, war auf der Shortlist des Bayerischen Buchpreises 2017 in der Kategorie Belletristik eines der drei nominierten Bücher. Der Roman Das Genie ist ein aktueller Spitzentitel im Diogenes-Verlag. Ein literarisches-kulinarisches Doppelpaket für Literaturfreund*innen, die die Nachmittagsstunden zum Zuhören und kulturgeselligen Verweilen schätzen. Genießen Sie frischgebrühten Kaffee, ausgewählte Kuchen und Tartes.

Copyright Foto: Steffi Rossdeutscher

Einlass 14:30

Donnerstag, 25.01.2018

Freitag, 26.01.2018

Samstag, 27.01.2018

Sonntag, 28.01.2018

Freitag, 02.02.2018

Samstag, 03.02.2018

Literatur
Das Original Krimidinner - Der Teufel der Rennbahn
03.02.2018 in Nürnberg

Episode VI der Ashtonburry-Chronik

Der Teufel der Rennbahn

Willkommen beim Ladies Day auf Royal Ascot! Auf dem legendären Race-Course in der Nähe von Windsor wird am Tag der großen Hüte viel Prominenz erwartet. Sind Sie Mitglied der Upper Class, Angehöriger der Familie Ashtonburry oder gar royalen Blutes und Teil der königlichen Familie? Dann laden wir Sie ein zu einem erlesenen 4-Gänge-Menü bei diesem berühmten Pferderennen!

Setzen Sie Ihren Wetteinsatz bei einer Dreierwette oder haben Sie einen geheimen Favoriten und gehen auf Sieg? Das Glück ist sicher auf Ihrer Seite – aber Vorsicht, auf dem Turf geht der Tod um…

Cora Tilling trifft beim Ladies Day auf der Rennbahn von Ascot zum ersten Besuch bei ihrem Erbonkel, Lord Mant, ein. Der wohlhabende Lord hat einen heißen Favoriten am Start des Gold Cup: „Satan“ heißt das unbändige Wunderpferd, der – schenkt man dem Munkeln der Buchmacher Glauben – vom Teufel selbst geritten wird. Und schon bald macht Satan seinem Namen alle Ehre: Beim Training wirft er seinen Jockey ab und dieser stirbt. War es wirklich nur ein Unfall?

Doch damit nicht genug: Als auch noch ein Mord geschieht, gerät Cora selbst in tödliche Gefahr und wird unversehens zur Hauptverdächtigen. In ihrer Not verständigt sie Richard Bourke, den Langzeitverlobten ihrer Stiefmutter. Wird es dem ehemaligen Chefinspektor von Scotland Yard gelingen, den Täter zu stellen, bevor es für Cora zu spät ist?

Einem Rennpferd traut niemand etwas Böses zu… Oder liegt doch ein Fluch auf Satan, der auch der „Teufel der Rennbahn“ genannt wird?

Mittwoch, 07.02.2018

Kunst & Kultur
Mariinsky Orchester St. Petersburg
07.02.2018 in Nürnberg

Wer ihn auch nur ein Mal live erlebt hat, weiß: Valery Gergiev ist eine Naturgewalt, gesegnet mit Energie und Charisma, die inzwischen legendär sind. Mal reicht ihm in Zahnstocher, um seinem Orchester die Nuancen der Partitur zu kommunizieren; oft verzichtet der Stardirigent komplett auf Hilfsmittel und elektrisiert seine Musiker mit der geheimen Sprache seiner magisch zuckenden Hände. Seit fast drei Jahrzehnten führt Gergiev neben seiner internationalen Karriere das traditionsreiche St. Petersburger Mariinsky-Theater zu künstlerischen Höhenflügen und gab in dieser Zeit mit seinem feinen Gespür für Exzellenz die entscheidende Starthilfe für die Karrieren von Weltstars wie Anna Netrebko. Und so durfte die Sängerin bei der glanzvollen Eröffnung der neuen Mariinsky-Bühne 2013 ebensowenig fehlen wie der Pianist Denis Matsuev.

Ein enges Band knüpft den sibirischen Tastenvirtuosen an das hervorragende Orchester des Mariinsky-Theaters und seinen Spiritus rector. Gemeinsam absolvierte man schon mehrfach Tourneen durch Europa, Japan und Amerika, stets begeisternd durch kompromisslos zupackende Musikalität. Sein brillantes, kraftvolles, tiefgründiges Spiel macht Matsuev für viele Kenner zur Personifizierung der großen russischen Musiktradition und insbesondere zum perfekten Rachmaninow-Interpreten.

In Nürnberg stellt sich Matsuev Rachmaninows Klavierkonzert d-Moll – dem ebenso berühmten wie berüchtigten „Rach 3“, das im Ruf wahnsinniger spielerischer Komplexität steht. In extreme Gefühlslagen führt auch die Symphonie „Pathétique“, das letzte Werk des sensiblen Klanggenies Peter Tschaikowsky. Ein unverzichtbares Herzstück im Repertoires des Mariinsky-Orchesters, entfaltet die Symphonie in den Händen des versierten Operndirigenten Gergiev ihre volle gesangliche Pracht.

Programm:
Debussy, Prélude à l’après-midi d’un faune
Rachmaninow, Klavierkonzert Nr. 3 d-Moll op. 30
Tschaikowsky, Symphonie Nr. 6 h-Moll op. 74 „Pathetique“

Denis Matsuev | Klavier
Valery Gergiev | Dirigent
Mariinsky Orchester St. Petersburg

Einlass 19:00 Uhr