Freitag, 26.01.2018

Samstag, 27.01.2018

Mittwoch, 31.01.2018

Literatur
Jürgen Domian - Dämonen Live
31.01.2018 in Essen

Über zwanzig Jahre lang lieh er Muttersöhnchen, Fetischisten und Nationalisten sein Ohr. Er half Menschen, die sonst niemanden zum Reden hatten. Jürgen Domian lauschte, nickte und wusste stets Rat. In der WDR Live-Sendung „Domian“ bekam der Zuschauer die skurrilsten Geschichten zu hören. Viele werden sich an den „Hackfleischliebhaber“ oder „Die Katze im Backofen“ erinnern. Hier bewies Domian bereits sein Erzähltalent. Nun erscheint sein Roman „Dämonen“ mit großer Deutschlandtournee.

Jürgen Domian kam 1957 in Gummersbach zur Welt. Nach dem Abitur absolvierte er ein Studium der Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft an der Universität Köln. Erste Engagements als Moderator erlangte er durch seinen Nebenjob als Kabelträger beim Fernsehen. Ab 1993 moderierte Domian die WDR 1 Jugendsendung „Riff – der Wellenbrecher“ – dies kam beim Publikum so gut an, dass die Sendung am 3. April 1995 ins Programm des Nachfolgesenders 1 Live übernommen wurde. Nach Auszeichnungen wie dem Robert Geisendörfer Preis und der 1 Live Krone wurde am 17. Dezember 2016 die letzte Episode der Radiotalkshow „Domian“ ausgestrahlt. In seinem Roman „Dämonen“ erzählt der Moderator von einem Mann, der in den Norden auszieht, um seinen inneren Frieden wiederzufinden. Doch stattdessen suchen böse Geister seine Psyche heim – und was bleibt? Existenzielle Fragen, die zu beantworten sind.

Gemeinsam mit dem Autoren und Dramaturgen John von Düffel inszeniert Jürgen Domian die Lesung zu seinem Roman „Dämonen“. Es ist die Gelegenheit, den bekanntesten Seelenforscher Deutschlands live zu erleben. Jetzt Tickets für Jürgen Domians Deutschlandtournee sichern!

Einlass 19:00 Uhr

Freitag, 02.02.2018

Kunst & Kultur
Ludwig van Beethoven: Sein Leben - Seine Musik - Lutz Görner & Nadia Singer
02.02.2018 in Essen

Ludwig van Beethoven
Sein Leben – Seine Musik
Ein Klavierabend mit Lutz Görner und Nadia Singer

Seit einigen Jahren begeistert ‘die lyrische Stimme Deutschlands‘, wie die FAZ Lutz Görner nennt, sein Publikum, mit den von ihm erfundenen Klavierabenden. Diese Abende sind immer eine Mischung aus Literatur und Musik. Literatur von und über den Komponisten, dessen Musik Sie hören. Lutz Görner vertieft durch seine Textauswahl das Verständnis für diese Musik, die ja nie aus heiterem Himmel gefallen ist, sondern immer an eine bestimmten Zeitgeschmack und eine Lebensepoche des jeweiligen Komponisten gebunden ist. Was für Welten liegen zum Beispiel zwischen dem C-Dur Rondo des 12-jährigen Ludwig und dem
C-Dur Rondo aus der Waldstein-Sonate des 32-jährigen van Beethoven!
Lutz Görner fragt nach, versucht in seinen Programmen eine solche Entwicklung für sein Publikum nachvollziehbar und verständlich zu machen. Und so ist aus dem ‘poetischen Staubwedel‘, wie ihn der ‘Spiegel‘ auf Grund seiner ‘Lyrik für alle‘-Serie bei 3sat nannte, die Woche für Woche siebzehn Jahre lang ausgestrahlt wurde, der ‘musikalische Staubwedel‘ geworden, der ein wenig frischen Wind in die Klavierabende bringen will, um sie für viele Menschen genussreicher zu machen.
An diesem Abend erzählt Lutz Görner Beethovens Leben anhand der Briefe des Komponisten und zahlreicher Zitate über ihn. Zitate von Liszt, Chopin, Czerny, Grillparzer, Bettine Brentano und Goethe. Auf diese Weise spürt der Rezitator den Menschen hinter dem Jahrtausend-Komponisten auf und macht die große Schere sichtbar zwischen Beethovens musikalischem Genie und seinem elenden, tagtäglichen Leben, das schon mit sechsundfünfzig Jahren ein von langer Krankheit geprägtes Ende fand.
Theodor W. Adorno sagt über ihn: „Beethoven war ein Kraftgenie. Launisch, ungestüm, sonderbar, bengelhaft, roh, unbescheiden, stolz, eitel, wankelmütig, heute fremd und kalt, morgen der wärmste Freund. Aber dabei dennoch auch gutmütig, edel und empfindsam.“

NADIA SINGER

Sie ist die Entdeckung des Sommers 2014! Jung, dynamisch, lebensfroh und mit unglaublicher Technik und Spielsicherheit ausgestattet, wird Nadia Singer das Publikum zum Staunen, zum Lächeln und zum Jubeln bringen. Wie schon bei den wenigen Voraufführungen, als die Presse über sie schrieb: „ Ihre ausgeprägte Musikalität verbindet Nadia Singer mit technischer Perfektion. Sie spielt kraftvoll, sinnlich, bildhaft, frech-frivol, spannungsreich, anregend, fantasievoll und virtuos.“
Nadia Singer, die seit vier Jahren in Weimar lebt, kommt aus Rostow am Don, wo sie auch studierte und ihr Konzertexamen abgelegt hat. Sie entstammt einer deutschen Familie die vor langer Zeit nach Russland ging. Mit drei Jahren begann sie mit dem Klavierspielen und schnell schon wurde ihr Talent sichtbar und dementsprechend, seit sie fünf war, gefördert.
Doch als Teenager ging sie lieber in die Clubs der Millionenstadt Rostow, um dort Jazz-Standards zu singen. Vielleicht hat ihr diese kurze Phase geholfen, locker zu bleiben und die so genannte Klassik nicht mit allzu strengen Augen anzuschauen und dadurch ihre eigene Individualität und das Ihr-Gemäße zu finden.
Betreut wird sie vom berühmten St. Petersburger Pianist und langjährigem Professor an der Musikhochschule Franz Liszt in Weimar, Grigory Gruzman, der sie innerhalb eines Jahres zum ersten Preis beim internationalen Rachmaninow-Wettbewerb in Frankfurt/M. geführt hat.

Samstag, 03.02.2018