Donnerstag, 08.02.2018

Klassik-Konzert
Perlgrauer Liebesgesang - Kammermusikkonzert mit Werken verfemter Komponisten. Einführung: Dr. Albrecht Dümling
08.02.2018 in Bochum

Sie waren lange Zeit im Musikbetrieb nicht präsent. Sie waren nahezu vergessen, aber dennoch gibt es sie. Noch immer sind sie selten zu hören. Mit ihrem klangvollen Schaffen haben sie die Welt bereichert. Ihre Schicksale sind Zeugnisse dafür, wie ein Staat die Ideologie über die Freiheit des Menschen und der Kunst stellt und damit jedes Abweichen von dem so gesetzten Ideal verfemt. Erst wurde ihre Kunst geächtet, dann wurden sie aufgrund ihrer Herkunft verdammt.
Sie mussten fliehen, sie waren existentiell bedroht. Einige von ihnen schafften es, andere fielen der Vernichtungsmaschinerie des Nationalsozialismus zum Opfer. Oft sind es Komponisten mit jüdischen Wurzeln, manchmal ist es die feindliche Nationalität, bisweilen das Andersdenken – die Nationalsozialisten bezeichneten die Werke jener Komponisten oder bestimmte Stilrichtungen wie den Jazz als „entartet“, verfemten zugleich die Musiker mit Auftritts- und Berufsverboten. Auch die Komponisten wurden zu Verfolgten. Und mit ihnen ihre Kunst.

Das Konzert bringt Werke von vier Komponisten zur Aufführung, die zu den „verfemten“ Musikern jener dunklen Zeit zählen: Ernst Bachrich (1892, Wien – 1942, Majdanek), der 1928/29 am Düsseldorfer und 1929-32 am Duisburger Stadttheater Kapellmeister war, 1942 von Wien nach Izbica deportiert und im selben Jahr im Vernichtungslager Majdanek ermordet wurde. Szymon Laks (1901, Warschau – 1983, Paris), der nach Auschwitz deportiert wurde und dort als Mitglied, später Arrangeur und Leiter des Lagerorchesters überlebte. Max Kowalski (1892, Kowal – 1956, London), der kurzzeitig deportiert wurde, um zur Ausreise erpresst zu werden. Und Erwin Schulhoff (1894, Prag – 1942, Wülzburg), der sich zum Kommunismus wandte, 1941 sowjetischer Bürger und mit dem deutschen Überfall auf die UdSSR zum Bürger eines Feindstaates wurde, weswegen er in das Internierungslager Wülzburg deportiert wurde, wo er an TBC starb.

Der Pianist Alexander Breitenbach spielt das „Prélude pour piano à Madame Helène Herschel“, die Sonate für Klavier (op. 1) und „Drei Portraits : Klavierstücke“ (op.6) von Ernst Bachrich. Olga Ryazantseva (Klavier), Leonardo Pedroza (Flöte), Paulo Francke (Cello) und Emanuel Rauch (Violine) interpretieren Szymon Laks’ “Divertimento”. Manon Blanc-Delsalle, (Sopran), Andria Chang (Violine),Josep Castanyer Alsono (Cello), Till Müller (Klarinette), Evgenios Anastasiadis (Flöte) und Vittoria Quartararo (Klavier) bringen Max Kowalskis “Pierrot lunaire” (Johannes Schöllhorn) zu Gehör. Von Erwin Schulhoff spielt der Pianist Elöd Ambrusz „Pittoresken“ (op.31).

Das Konzert ist ein Kooperationsprojekt des Kulturhistorischen Museums Haus Kemnade, der Jüdischen Gemeinde Bochum – Herne – Hattingen, der Christuskirche | Kirche der Kulturen und der Stiftung Lichterfeld.

Gegen Vorlage der Eintrittskarte zu diesem Konzert können interessierte Besucher an einer Kuratorenführung mit Dr. Albrecht Dümling am 08.02.18 um 16.00 Uhr durch die Ausstellung „Das verdächtige Saxophon“ im Kulturhistorischen Museum Haus Kemnade teilnehmen.

Sonntag, 18.02.2018

Kunst & Kultur
Frédéric Chopin - Ein Klavierabend mit Lutz Görner und Nadia Singer
18.02.2018 in Bochum

Frédéric Chopin
Sein Leben – Seine Musik
Ein Klavierabend mit Lutz Görner und Nadia Singer

Seit über fünf Jahren beschäftigt sich der Rezitator Lutz Görner fast ausschließlich mit dem großen Franz Liszt. In diesem Zusammenhang stieß er auf die Biografie Liszts über seinen Jugendfreund Frédéric Chopin, die er ein Jahr nach dessen Tod in Weimar verfasste. Ein singulärer Vorgang in der Welt der Komponisten. Eine wunderbare, eine tiefe,
 eine berührende Biografie aus der Lutz Görner an diesem Abend lesen wird. Die WAZ schrieb: „... Eine Biografie aus dem Geist der Sprache, der Pointe, der überraschenden Wendungen und der anekdotischen Situation zu erzählen, kann Görner wie kaum ein zweiter seiner Generation.“
Begleitet wird der Rezitator von Nadia Singer, einer 25-jährigen russischen Pianistin mit deutschen Wurzeln, die sich, wie die Presse meint „... auf dem Sprung zur Weltkarriere befindet.“ Sie wird die Kompositionen des polnisch-französischen Meisters
 spielen, dem im Gegensatz zu
Franz Liszt nur ein kurzes Leben 
gegönnt war. Nadia Singer gewann den Internationalen Rachmaninow- Wettbewerb 2013 in Frankfurt/M. und erarbeitet seit 2014 mit Lutz Görner den Kosmos Liszt. Ein Projekt, das die Klaviermusik des 19. Jahrhunderts rund um Franz Liszt beinhaltet und 2020 beendet sein wird.
Freuen Sie sich auf einen kurzweiligen, anregenden und unterhaltsamen Abend voll von unvergesslicher Poesie in Tönen und Worten.

Einlass: 16:30 Uhr

Samstag, 10.03.2018

Literatur
Jürgen Domian - Dämonen
10.03.2018 in Bochum

"DÄMONEN"
Die Geschichte eines angekündigten Todes
Ein Mann hat das Leben satt. Er ist gesund, nicht depressiv. Er hat einfach genug. In einer Winternacht in Lappland will er sich nackt in den Schnee legen und sterben. Schon im Sommer bricht er auf in den Norden. Doch statt den Frieden bringt dieser Rückzug den Kampf: In der Stille fallen seine Dämonen ihn an. Die elemantaren Gedanken einer tiefgründigen und bewegenden Geschichte bringt Jürgen Domian mit "DÄMONEN" live auf die Bühne. Ein Programm gefüllt mit existenziellen Themen, die das Publikum fesseln und zum Nachdenken anregen.
Jürgen Domians Premierentournee seines Romans "DÄMONEN" inszeniert er gemeinsam mit dem erfolgreichen Autoren & Dramaturgen John von Düffel. "Die Stille und der Tod, das sind meine Themen – mit Hansen gehe ich ihnen auf den Grund." (Jürgen Domian)

JÜRGEN DOMIAN
Jürgen Domian wurde 1957 in Gummersbach geboren. Von 1995 bis 2016 moderierte er die bimediale Telefon - Talkshow "Domian". 2003 wurde er für die Sendung mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Sein Buch »Interview mit dem Tod« wurde zum Bestseller.

JOHN VON DÜFFEL
John von Düffel, geboren 1966 in Göttingen, arbeitet seit 1991 als Autor und Dramaturg an verschiedenen Theatern in Stendal, Oldenburg, Basel, Bonn und Hamburg. Ab 2009 Dramaturg am Deutschen Theater Berlin und Professor für Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. Neben zahlreichen Theaterstücken und Bühnenbearbeitungen schrieb er u. a. die Romane: "Vom Wasser" (1998), "Houwelandt" (2004), "Goethe ruft an" (2011). Zuletzt erschienen: "Wassererzählungen" 2014, "KL – Gespräch über die Unsterblichkeit" (2015) und
"Klassenbuch" (2017).

Einlass: 19.00 Uhr

Donnerstag, 15.03.2018

Literatur
Lotte Minck
15.03.2018 in Bochum

Lotte Minck liest aus ihrem neuen Buch "Planetenpolka. Eine Ruhrpott-Komödie mit Stella Albrecht"





Am: Donnerstag, 15.03.2018



Um: 20:15 Uhr



Wo: Mayersche Buchhandlung, Kortumstr. 69-71, 44787 Bochum



Eintritt: € 11,-



Eintrittskarten sind in der Mayerschen Buchhandlung erhältlich oder unter http://www.mayersche.de



Lotte Minck liest in der Mayerschen Buchhandlung aus ihrem neuesten Buch "Planetenpolka. Eine Ruhrpott-Krimödie mit Stella Albrecht".



Das Buch: Mord infolge einer Mars-Pluto-Konjunktion? „So ein Quatsch!“, denkt Kommissar Arno Tillikowski. Irgendwie kann die hübsche Astrologin Stella Albrecht ihn aber doch davon überzeugen, das plötzliche Ableben der schwerreichen Matriarchin Cäcilie von Breidenbach zu untersuchen. Ihre Ermittlungsmethoden sind mitunter unorthodox, aber äußerst effektiv: Schnell kommen sie dahinter, dass Cäcilies Erben mehr als einen guten Grund hatten, ihre Tante aus dem Weg zu schaffen …



Verstärkung für Loretta Luchs! Stella Albrecht heißt die Protagonistin von Lotte Mincks neuer Krimödien-Reihe. Wie Loretta bekommt sie es – mehr oder weniger freiwillig – mit Todesfällen ungeklärter Ursache zu tun. Das Besondere: Stella ist von Berufs wegen Astrologin. Und da die Sterne bekanntlich nicht lügen, bedient sie sich oftmals auch dieser himmlischen Hilfe, um einen Fall zu lösen. Immer mit dabei: ihre als Wahrsagerin tätige Großmutter Maria, aka „Madame Pythia“; ihr bester Freund Ben, der als Journalist ohnehin einen guten Spürsinn hat; ihre vernunftgesteuerte Mutter Felicitas, die allem Übersinnlichen mehr als skeptisch begegnet; und Kommissar Arno Tillikowski, der es überaus bedauerlich findet, dass die attraktive Stella einer solch in seinen Augen bekloppten Tätigkeit nachgeht. Genug Potential also für eine intensive Lachmuskelmassage! Und im ersten Fall? Da tanzen Mars und Pluto einen tödlichen Pas de deux. Und Stella bekommt es mit übler Erbschleicherei zu tun …



Die Autorin: Lotte Minck (* 1960) hat die längste Zeit ihres Lebens im Ruhrgebiet gelebt, wo sie Popstars bekocht, Events organisiert und in einer Schauspielagentur Termine jongliert hat. Dabei hat sie einige Skurrilitäten erlebt und die Menschen des Reviers kennen und lieben gelernt. Ihre von tiefschwarzem Humor geprägten Krimödien um Loretta Luchs sind eine Huldigung an das Ruhrgebiet und die Menschen, die dort leben. Seit 2005 widmet sich Lotte Minck ganz dem Schreiben.


Donnerstag, 22.03.2018

Freitag, 23.03.2018

Samstag, 24.03.2018

Sonntag, 25.03.2018

Mittwoch, 28.03.2018

Freitag, 30.03.2018

Samstag, 31.03.2018

Sonntag, 01.04.2018