Donnerstag, 22.02.2018

Kabarett
DEJA VU - Gerd Dudenhöffer spielt aus 30 Jahren Heinz Becker-Programmen
22.02.2018 in Karlsruhe

Kennen Sie das nicht auch? Da passiert Ihnen etwas und Sie denken sich: Das habe ich doch schon einmal erlebt!? Die Psychologie spricht hier von einem Déjà-vu, zu Deutsch: schon gesehen. Genau so heißt das neue Programm des Kabarettisten Gerd Dudenhöffer alias Heinz Becker.

Und tatsächlich wird sich der aufmerksame Zuschauer sagen: Déjà vu – schon gesehen!
Denn Dudenhöffer, seit nunmehr über 30 Jahren als Heinz auf der Bühne, hat in seinen bislang 16 Programmen geblättert und die Highlights herausgepickt. Doch ein Herunterleiern von alten Pointen ist „DEJA VU“ keineswegs: Dudenhöffer legt einmal mehr den Finger auf die Wunden der Gesellschaft und zeigt, wie sich Geschichten wiederholen und sich Geschichte zu wiederholen droht.

Gerade aus dem Blickwinkel des engstirnigen Spießbürgers, den das Publikum so gerne belächelt, liefert der Kabarettist bittersüße An- und Einsichten, die beweisen, dass nicht alles Gold ist, was glänzt – und umgekehrt. Nicht umsonst erfreuen sich Fernsehaufzeichnungen vergangener Dudenhöffer-Programme immer wieder großer Beliebtheit.

So wie Forscher der Universität im schottischen St. Andrews mit Gehirn-Scans die Entstehung eines Déjà-vus erforscht haben, hat sich auch Heinz Beckers Schöpfer in die Erinnerungen seiner Bühnenfigur eingeloggt. Was er dort gefunden hat, kann man ab März 2017 auf den deutschsprachigen Bühnen erleben.
Bienvenue DEJA VU.

Einlass: 19:00 Uhr

Hier keine Tickets verfügbar

Freitag, 23.02.2018

Theater & Comedy - Sonstige
Die Welle - von Morton Rhue, bearbeitet von Reinhold Tritt
23.02.2018 in Karlsruhe

Pegida, rechtsradikale Sprüche, die AfD im Deutschen Bundestag und in 13 Länderparlamenten vertreten, Meldungen in der Presse über einen Berufsschullehrer, der seine Schüler zum Hitlergruß auffordert (Spiegel online, 3.11.17) oder über eine 15-jährige Schülerin (Spiegel online, 7.11.17), die sich gegen Nazisprüche ihrer Klassenkameraden wehrte und für ihre Zivilcourage ausgezeichnet wurde – all dies zeigt, dass faschistoides Gedankengut in unserer Gesellschaft nach wie vor vorhanden ist.

Der SANDKORN-Jugendclub setzt sich mit dieser Problematik auseinander und spielt in einer eigenen Interpretation den Jugendbuchklassiker „Die Welle“:
Ein Geschichtslehrer nimmt mit seiner Klasse den Holocaust durch. Aber statt schockiert zu sein, können die Schüler nicht verstehen, warum die deutsche Bevölkerung die Gräueltaten der Nationalsozialisten tatenlos mit angesehen hat. Also startet der Lehrer ein Experiment: Er drillt die Schüler in simpler militärischer Disziplin, schafft unter ihnen eine Hierarchie und führt neben dem Namen „Die Welle“ auch Symbol, Gruß und Parolen ein. Innerhalb weniger Tage entgleitet ihm die Kontrolle, als „Die Welle“ auf Initiative seiner begeisterten Schüler außerhalb des Klassenzimmers um sich greift. Bald wird dem Lehrer klar, dass er das Experiment so schnell wie möglich beenden muss, da er unbeabsichtigt eine faschistische Massenbewegung in Gang gesetzt hat.

Leitung des Jugendclubs: Mimi Schwaiberger und Birgit Voigt.

Einlass 20 Min. vor Beginn