Samstag, 20.01.2018

Mittwoch, 24.01.2018

Donnerstag, 25.01.2018

Kabarett
Bastian Bielendorfer
25.01.2018 in Heidelberg

DAS LEBEN IST KEIN PAUSENHOF!
Mutter Lehrerin auf der Grundschule, Vater Pauker auf dem Gymnasium und der eigene Onkel im Direktorensessel. Ein schulisches Guantanamo, ein Aufwachsen härter als der gewiss glutenfreie Pausenzwieback aller Sportlehrer. Und das alles auch noch im glamourösen Gelsenkirchen,
dem bilderbuchhaften Florenz des Ruhrgebiets mit dem Charme einer verschimmelten Butterbrotdose und einem Zentralbad, das selbst Erich Honecker in die Depression gestürzt hätte. So lässt sich die Kindheit von Deutschlands wohl bekanntestem Lehrerkind, Bastian Bielendorfer,
zusammenfassen. Doch die Entwicklungsjahre waren gestern, jetzt beginnt die wirklich gnadenlose Realität. In seinem neuen Live-Programm „Das Leben ist kein Pausenhof!“ blickt Bastian Bielendorfer mit Wehmut, aber noch viel mehr Humor auf seine Reifezeit zurück und stellt sich den harten Herausforderungen seines neuen, entjungferten Alltags. Ein legendärer Auftritt bei Günther Jauchs „Wer wird Millionär“, bei dem Bielendorfers Vater als Telefonjoker in 30 Sekunden alle Klischees erfüllte, die den besserwisserischen Pädagogen dieser Welt so anhaften, hievte das Lehrerkind über Nacht in die Autoren-Riege und sein gleichnamiges, ultrawitziges Erstlingswerk gleich auf Platz eins der Bestsellerlisten. Spätestens seit seinen unzähligen Vortragsreisen durch die Republik wuchs in Bielendorfer die Erkenntnis: Ich bin nicht allein! Überall gibt es Generationen von Leidensgenossen, die auch unter der Herrschaft des Rotstifts aufgewachsen sind. Und überall gibt es Eltern, die an den dilettantischen Versuchen ihrer Sprösslinge verzweifeln, endlich erwachsen zu werden – mit 30. Aber was ist, wenn die Schule wirklich vorbei ist? Dann wartet die wahre Berufung, der Ernst des Lebens. Und gerade Bastian Bielendorfer weiß: „Das Leben ist kein Pausenhof!“ Irgendwo zwischen Studium, pseudoselbstständiger Existenz und Mutters Anrufen lauert auf ihn der Wahnsinn der Gegenwart - und die ist auch nicht besser als Vaters demütigender Korrektur-Terror. Zum Brüllen komisch erzählt Bielendorfer von seinem Leben in der Generation Nix, halbtägigen Praktika bei Poco Domäne und lässt hinter die Kulissen eines Elternhauses schauen, in dem man beim Mittagessen Verben konjugiert und sich Fragen stellt wie: “Ist der jetzt wirklich zu dumm oder einfach gar nicht unser Sohn? Und wie ist der hier überhaupt reingekommen?“. Bielendorfer entführt sein Publikum in die schräge Welt eines Mitdreißigers, für den es immer nur zu einer Teilnehmerurkunde gereicht hat und der jetzt an der Klippe zum Absprung ins Leben steht, in dem plötzlich Steuererklärungen, Partnervermittlungen, Umzugskartons und Flurputzpläne auf ihn warten. Das Leben ist nun mal kein Pausenhof! Nicht nur für Lehrerkinder, sondern für alle, die jemals zur Schule gegangen sind, die Flucht ergriff en haben, gegangen worden sind, Eltern gehabt haben, Großeltern beherbergen, selber Eltern sein dürfen oder irgendwann einmal Eltern werden wollen! Urkomisch, schräg und garantiert mit dem Prädikat „Pädagogisch schmerzvoll“ versehen. Bastian Bielendorfer in seinem neuen Live-Programm:
„Das Leben ist kein Pausenhof!“

Einlass: 19:00 Uhr

Freitag, 26.01.2018

Sonntag, 28.01.2018

Dienstag, 30.01.2018

Kabarett
Andreas Hofmeir
30.01.2018 in Heidelberg

Andreas Martin Hofmeir, einer der besten und vielseitigsten Instrumentalisten der Gegenwart, ist ein Grenzgänger zwischen verschiedenen Genres: Der 37-Jährige ist Professor am Mozarteum Salzburg, war Gründungsmitglied und Tubist der bayerischen Kult-Band LaBrassBanda und erhielt sowohl als Kabarettist (u.a. Passauer ScharfrichterBeil) als auch als klassischer Tubist (u.a. ECHO Klassik und Preis des Deutschen Musikwettbewerbs) zahlreiche Auszeichnungen. Er ist Autor und Showmaster, gefragter Solist und Kammermusiker und gibt weltweit Meisterkurse und Workshops.

1978 in München geboren, fand er über Klavier, Schlagzeug und Tenorhorn mit zwölf Jahren zur Tuba. Nach dem Unterricht bei Robert Tucci (Bayerische Staatsoper) studierte er in Berlin (Dietrich Unkrodt), Stockholm (Michael Lind) und Hannover (Jens Björn-Larsen). 2004 gewann er den renommierten internationalen Tubawettbewerb „Città di Porcia“ in Pordenone (Italien), im folgenden Jahr – als erster Tubist in der Geschichte des Wettbewerbs – den Preis des Deutschen Musikwettbewerbs 2005 in Berlin. Er war Stipendiat der Orchesterakademien der Berliner und der Münchner Philharmoniker und spielte weiters mit den Wiener Philharmonikern, dem Gewandhausorchester, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Bamberger Symphonikern und dem Bayerischen Staatsorchester. Von 2004 bis 2008 war er Solotubist im Bruckner Orchester Linz unter Dennis Russell Davies.

Als Solist konzertierte er u.a. mit den Münchner Philharmonikern, dem SWR Rundfunkorchester Kaiserslautern, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Konzerthausorchester Berlin, der NDR Radiophilharmonie, dem Bruckner Orchester Linz, dem Orchester des Nationaltheaters Mannheim, dem Niedersächsischen Staatsorchester Hannover, dem Stuttgarter Kammerorchester, der Neubrandenburger Philharmonie und der Jungen Philharmonie Salzburg.

Mit dem Harfenisten Andreas Mildner gründete er das erste Tuba-Harfen-Duo weltweit und trat bei namhaften Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Festival Mitte Europa, den Ludwigsburger Schlossfestspielen und dem Internationalen Harfenfestival in Rio de Janeiro auf. Als Kammermusiker spielte er außerdem mit dem Sharoun Ensemble der Berliner Philharmoniker, mit den Blechbläserquintetten der Münchner Philharmoniker und der Bamberger Symphoniker und mit dem Ensemble Heavy Tuba.

Neben seiner Tätigkeit als klassischer Musiker steht Hofmeir seit siebzehn Jahren auch als Kabarettist auf der Bühne. Er spielte und schrieb die Texte für Programme des Musikkabaretts Star Fours und des Wortkabarett-Ensembles Die Qualkommission, mit dem er u.a. beim Passauer ScharfrichterBeil ausgezeichnet wurde. Zusammen mit Roman Deininger schrieb und inszenierte er im April 2008 den Kabarettabend „Der Ball ist wund“ am Landestheater Linz. Seit 2013 tourt er mit seinen musikalisch-kabarettistischen Lesungen „Kein Aufwand!“ und „Kein Aufwand! Teil 2 – Die letzten Jahre“. Beide Teile erscheinen im Februar 2016 als Buch bei btb/Random House und als Hörbuch beim Hörverlag.

Seit Herbst 2014 moderiert Andreas Martin Hofmeir seine eigene Kleinkunstshow “Wer dablost’s?”, in der Künstler verschiedener Genres (Kabarett, Singer/Songwriter, Comedy, Zauberei) auftreten und ihr Glück auf der übelriechenden Tuba-Antiquität Rosalinde versuchen müssen. Hochkaräter wie Hans Well, Matthias Egersdörfer, Markus H. Rosenmüller und Michael Altinger waren schon zu Gast.

Mit der bayerischen Kult-Band LaBrassBanda, in der er seit ihrer Gründung 2007 bis 2013 als Helicon-Spieler den Gegenpart zu Frontmann Stefan Dettl gab, war er „Sieger der Herzen“ beim Eurovision Song Contest und stürmte mit dem drittem Album „Europa“ (Sony) die Top 10 der deutschen Charts.

Auch als Jazzmusiker beschreitet Hofmeir neue Wege. Er ist Mitglied bei European Tuba Power und hat mit André Schwager (Klavier), Guto Brinholi (Bass) und Jay Lateef (Schlagzeug) eine Jazzband gegründet, in der die Tuba als Melodieinstrument eingesetzt wird.

Als Grenzgänger verbindet Hofmeir zunehmend Klassik, Jazz und Kabarett in außergewöhnlichen Crossover-Programmen, in denen er nicht nur als Solist, sondern auch als Moderator, Schauspieler, Kabarettist und Jazzmusiker aus der Bühne steht. 2014 führte er mit den Münchner Philharmonikern ein kabarettistisches Theaterstück mit dem Titel „Lackschuh oder Barfuß“ auf, 2015 gestaltete er das Neujahrskonzert der Bayerischen Vertretung im Konzerthaus Berlin, einen Konzertabend mit dem Titel „In der Tiefe liegt die Kraft“ in der Konzertreihe „Weltmusik“ am Theater Trier und im Rahmen des 360° Festivals der Münchner Philharmoniker den Crossover-Abend “All About That Bass” im Gasteig, jeweils mit Orchester und Jazzband sowie kabarettistis

Einlass: 19:00 Uhr

Mittwoch, 31.01.2018

Comedy
Torsten Sträter - Es ist nie zu spät, unpünktlich zu sein
31.01.2018 in Heidelberg

"Sträter liest so, wie Bruce Willis aussieht“
WDR

Torsten Sträter hat einige Preise gewonnen, unter anderem das renommierte Scharfrichterbeil (Stahl, scharf, schwer, Passau), den Publikumspreis des Prix Pantheon (Kupfer, schwer, schön, Bonn) und Bester Papa der Welt (Schlüsselanhänger, großartig, Kunststoff, Sohn). Er liest seine Geschichten vor und erzählt dazwischen seltsames Zeug. Reichlich davon. Was immer er tut, ist von einer gewissen Ruhe geprägt. Hysterie ist ihm fremd.

Sträter erzählt sicherheitshalber auch nur von Dingen, von denen er etwas versteht, also zum Beispiel:
Die Einsamkeit, die einen umweht, wenn man sich in der gesamten Republik über die eigene Familie lustig macht, tote Hunde, triviale Literatur, die Kindheit im Ruhrgebiet (dauert an), Diäten, soziale Befindlichkeiten, Fleischwurst-Beschaffungsmaßnahmen, der ganze Kladderadatsch. Dabei erhebt sich Torsten Sträter niemals über sein Publikum. Das ist die emotionale Reife des Endvierzigers. Außerdem weiß er genau, wer ihm die Playstation 4 finanziert. Seine „Kundschaft“ ist mit ihm gewachsen, aber ohne den üblichen Verlust an Augenhöhe, und so lautet die ständige oberste Direktive: zusammen Spaß haben.

Aber:

Darf man einfach so vorlesen? Man muss sogar. Etwas vorgelesen zu bekommen, lässt uns seit unserer Kindheit innehalten und entspannen. Oder, wie in Sträters Fall, an den Schädel fassen und kaputtlachen. Beides ist völlig in Ordnung. Ist das Kabarett oder Comedy? Wen juckt das? Nennen Sie es „tiefenentspannte Neurosendeutungslasagne“, wenn Sie Lust haben. Lachen werden Sie trotzdem.

Denn:

„Lachen reinigt die Zähne.“
Sprichwort aus Tahiti
„Funktioniert nicht bei gebrannten Mandeln.“

Torsten Sträter

"Unbestrittener Star des ersten Teils war Torsten Sträter, ein Poetry-Slammer der Spitzenklasse. Einer seiner Gags: „Ich dachte lange, im Buch »Homo faber« geht es um schwule Bleistifte.“ Express zur Eröffungsveranstaltung des Köln Comedy Festivals, Christof Ernst

- Einlass ab 19:00 Uhr

Das online Kontingent ist aktuell erschöpft oder die Karten sind aus zeitlichen Gründen nicht mehr zustellbar, bitte versuchen Sie es später nocheinmal oder probieren Sie es direkt bei einer VVK-Stelle oder an der Abendkasse.

Donnerstag, 01.02.2018