Sonntag, 18.02.2018

Dienstag, 20.02.2018

Mittwoch, 21.02.2018

Kabarett
Andreas Martin Hofmeir - Kein Aufwand! Teil 1
21.02.2018 in Erlangen

Er gewann als erster Tubist überhaupt den ECHO Klassik als „Instrumentalist des Jahres“, er ist Professor am Mozarteum in Salzburg und war Gründungsmitglied der bayerischen Kultband LaBrassBanda. Jetzt besinnt er sich wieder auf seine kabarettistischen Wurzeln!
Das Kabarett lässt ihn einfach nicht los! Nach vielen Jahren mit der Musikkabarettgruppe Star Fours (ausgezeichnet mit dem Hallertauer Kleinkunstpreis, dem Schweiger Kleinkunstpreis, dem Thurn und Taxis Kabarettpreis und der Goldenen Weißwurscht) und dem Theaterkabarett Die Qualkommission (preisgekrönt mit dem Bronzener Koggenzieher und dem Kleinen ScharfrichterBeil) wählt Andreas Martin Hofmeir altersbedingt die Lesevariante: In seinem trockenen Stil liest er aus seinen Erfahrungen als Tubist und Weltreisender, in epischer Breite und lyrischer Würze. Dazu gibt’s brasilianische, ungarische und argentinische Musik aus der Tuba, begleitet von einem Gitarristen.
In bester Tradition eines Gerhard Polt oder Karl Valentin schildert er seinen Kampf mit dem Instrument, dem ungeliebten Üben, die Schwierigkeiten beim Reisen, den plötzlichen Zusammenprall des Landburschen mit der Großstadt Berlin und seinem hauseigenen Einbrecher Jürgen … Nach diesem Abend darf sich jeder mal ein bisschen als Tubist fühlen.
Diese tragikomische und atmosphärische Mixtur hat sich aus dem Stand als Erfolgsprogramm entpuppt, so entwaffnend und witzig sind die allesamt wahren Geschichten, so verträumt und mitreißend virtuos die Musik! Ausverkaufte Bühnen, darunter das Mannheimer Capitol, das Bonner Pantheon oder die Salzburger ARGE, sind der Dank.
Buch und Hörbuch zur Lesung sind im Februar 2016 bei btb und der Hörverlag erschienen.

WEB: andreas-martin-hofmeir.com

Donnerstag, 22.02.2018

Theater & Comedy - Sonstige
KASIMIR UND KAROLINE - von Ödön von Horváth
22.02.2018 in Erlangen

Deprimiert sitzt Kasimir auf der Wiesn. Gestern hat er seine Stelle verloren, und heute soll er sich amüsieren? Seine Verlobte Karoline will sich nicht unterkriegen lassen. Im Gegenteil, hoch hinaus soll es gehen, auf der Achterbahn und auch sonst im Leben, trotz Wirtschaftskrise, Arbeitslosigkeit und heraufdämmernder Nazidiktatur. Anderen Titelpaaren der Weltliteratur sieht man gern beim Ineinanderverlieben und Ausliebesterben zu – das Paar Kasimir und Karoline befindet sich von Beginn an im Konflikt, und wir dürfen ihnen beim weiteren Auseinandertreiben zuschauen.
Die Parallelen zur Gegenwart liegen klar auf der Hand: Hier prallen zwei Welten aufeinander und verbinden sich zu einer hochexplosiven Mischung, eingelullt von Konsum und Unterhaltung die einen, aufgestachelt von Perspektivlosigkeit, Abstiegsängsten und Populismus die anderen. Das Oktoberfest wird zum Brennglas der deutschen Gesellschaft, damals wie heute. Im Fokus stehen dabei die Abgehängten hinter der Fassade aus blinkenden Lichtern.

Am 18. November 1932 hatte das Stück seine Uraufführung in Leipzig. Ödön von Horváth war bereits ein anerkannter Dramatiker und erst kurz zuvor mit dem Kleist-Preis ausgezeichnet worden. Die gesellschaftlich wie politisch prekäre Situation wird in einigen Vorstufen des Werks noch expliziter aufgegriffen, die Horváths Selbstzensur zum Opfer gefallen waren, aber in der Erlanger Fassung Verwendung finden.

Regie … Mirja Biel
Bühne … Matthias Nebel
Kostüme … Agathe MacQueen
Musik … Sophia Kennedy
Dramaturgie … Linda Best

Besetzung
Kasimir ... Enrique Fiß
Karoline ... Violetta Zupančič
Schürzinger ... Holger Bülow
Merkl Franz ... Peter Elter
Erna ... Janina Zschernig
Rauch ... Hermann Große-Berg
Speer ... Matthias Buss
Elli ... Florian Denk
Maria ... Natascha Manthe

Freitag, 23.02.2018

Kabarett
Sigi Zimmerschied - Der siebte Tag - Ein Erschöpfungsbericht
23.02.2018 in Erlangen

Engelbert Erz ist verzweifelt.

Er war als Berater und Assistent seines Chefs an einem universellen Experiment beteiligt. Nach vielen Vorbereitungen erschufen sie innerhalb von sechs Tagen ein komplexes Gebilde. Einen bisher nie dagewesenen Baukasten. Landschaften, Elemente, Lichtwechsel, Kreaturen, Emotionen.

Engelbert Erz war begeistert.

Ein unvergleichliches Lebenswerk.

Am sechsten Tag erschuf der Chef dann noch ein Wesen nach seinem Ebenbilde und wollte sich am siebten Tag ausruhen und mit Freude sein Werk betrachten. Aber je länger er es betrachtete umso trauriger wurde er. Dann kam der Zorn dazu.

Engelberts Sorge um seinen liebgewonnen Baukasten wuchs.

Gerade als der Chef alles wieder zerstören wollte hatte er eine große, rettende Idee. Er beruhigte seinen Chef und überredete ihn zu einem weiteren Arbeitstag. Ihm war plötzlich klar geworden, wie man diese Fehlkonstruktion dennoch würde ertragen können. So schliefen der Chef und er am siebten Tag nicht, sondern erschufen etwas ebenfalls noch nie dagewesenes, etwas ungeheuerliches.

Den Witz.

Verbunden mit einer ultimativen Ansage des Chefs an seinen Schöpfungsassistenten. Dieses Gebilde werde nur solange Bestand haben, als ihre, nun mit Humor ausgestattete Schöpfung in der Lage sei, ihn mindestens einmal pro Woche zum Lachen zu bringen. Ansonsten werde er es zerstören.

Engelbert Erz ist verzweifelt.

Immer grimmiger stiert sein Chef auf sein Werk. Einen riesigen Hammer in der Hand. Er hat diese Woche noch nicht ein einziges Mal gelacht. Nicht einmal geschmunzelt.

Engelbert Erz verbleiben gerade noch zwei Stunden.

Und ein paar unterhaltungssüchtige Ahnungslose…………….


WEB: sigi-zimmerschied.de

Samstag, 24.02.2018