Donnerstag, 24.05.2018

Comedy ab 23,50 €
Jörg Knör - FILOU! Mit Show durchs Leben
24.05.2018 in Stuttgart

Auf der Bühne erkennt man im Halbdunkel ein Stück Paris: das Künstlerviertel Montmartre, in dem der Parodist und Entertainer Jörg Knör als kleiner Junge zeichnen gelernt hat.
In dieser Kulisse zeichnet er jetzt wieder - nur dieses Mal seine Lebensgeschichten. "Ich hab ein Rendezvous mit Ihnen..." beginnt Jörg Knör musikalisch - die Straßenlaternen gehen an und dann wird es persönlich: Wie hat alles angefangen? Wer war seine erste Parodie?
Höhepunkte und Lebenskrisen...und die ständige Suche nach neuen Ideen. Im neuen Programm siegt die Frechheit über das allzu Ernste. Der Bambi-Preisträger erzählt davon, wie er sich augenzwinkernd und leichtfüßig durchs Leben manövriert hat.
Beim Ausflug durch Knörs Leben trifft man auf viele prominente Weggefährten aus seinem mittlerweile 40-jährigen Entertainer-Leben: Gilbert Becaud - seine erste Parodie, Rudi Carrell - seinen Entdecker, als auch Idole wie Peter Alexander, Charles Aznavour und Hildegard Knef. So kann man sich auch in "FILOU!" wieder auf viele neue Promi-Stories freuen. Und es gibt gut eingestreute musikalische Highlights.
Zusammen mit dem Musiker Lutz Krajenski, der schon für Roger Cicero und Ulrich Tukur gearbeitet hat, sind humorvolle eigene Songs entstanden, sowie neue Arrangements bekannter Lieder. Es macht Spaß zu hören, wenn Helge Schneider und Xavier Naidoo ihre Songs tauschen und "Dieser Weg" bei Helge zum „Trampelpfad" und "Katzeklo" bei Xavier zum „Katzenjammer“ werden.
Alles ist möglich in der fabelhaften Welt des "FILOUS!" Jörg Knör. Erleben Sie einen „ganz neuen“, mutigen, offenherzigen und verspielten Jörg Knör, der Sie auf die Entdeckungsreise durch sein Leben mitnimmt.
Nach zwei kurzweiligen Stunden verstehen Sie seine FILOUsophie: „Das Leben ist zu kurz, um lange Gesichter zu ziehen!“.

http://www.knoer.de

Einlass 19.45h
Theater ab 17,60 €
MAGYAR AKÁC - UNGARISCHE AKAZIE
24.05.2018 in Dresden

Die Robinie (oder „falsche Akazie“) gilt vielen Ungarn als der „ungarischste“ unter den ungarischen Bäumen. Und das, obwohl sie aus Nordamerika stammt. Die „fremde“, „eingewanderte“ Pflanze könnte also Symbol für eine offene Gesellschaft sein. Aus einem solchen Gedanken heraus entwickelten die Autoren ihr „post-faktisches Dokumentarstück“, eine Mischung aus Poetry-Slam und Installation, aus gesampeltem Dokumentartheater und postdramatischem Historienstück. Aufklärung im besten Sinne.
„Listig, witzig, poetisch und politisch pointiert.“
Esther Slevogt, in einem Report über die ungarische Tanz- und Theaterplattform dunaPart 2017 auf nachtkritik.de

„Heute werden wir hier eine Robinie pflanzen, eine fremde Pflanze, die dem ungarischen Volk so teuer ist. Die Robinie wurde 2014 ein Hungarikum (ein Label, das Produkten oder Orten verliehen wird, die einzigartig ungarisch sind), was unserer Meinung nach eine symbolische Botschaft ist: Jede und jeder, unabhängig von Blut, Geschlecht, Sprache, Reichtum, sexueller Orientierung, religiösen oder politischen Ansichten, kann ein gleichberechtigter Teil der ungarischen Nation werden, wenn sie oder er auf ungarischem Boden Fuß fasst.“

„Alien-Arten sind Arten, die durch menschliches Eingreifen entweder absichtlich oder zufällig an einen neuen Ort gebracht werden. Wenn zum Beispiel irgendwelche Umstände eine kleine Gruppe afrikanischer Elefanten zwingen würden, nach Lampedusa - einer italienischen Insel in der Nähe von Afrika - zu schwimmen, würden EU-Regularien sie als europäische Elefanten anerkennen. Menschen, die an den (europäischen) Küsten ankommen, klar, treffen auf völlig andere Kriterien.“

Konzept, Regie: Kristóf Kelemen, Bence György Pálinkás | Darsteller: Angéla Eke, Katalin Homonnai, Kristóf Kelemen, Márton Kristóf, Bence György Pálinkás | Musik: Márton Kristóf | Ausstattung: Dániel Balázsi, Fanni Hegedüs | Licht/Technik: Márk Szapu | Assistenz: Anita Totobé | In Ungarisch mit deutscher und englischer Übertitelung | Spieldauer: ca. 70 Min.
Kabarett ab 25,45 €
Mathias Tretter - Pop!
24.05.2018 in Hannover

Der Kabarettist, der mit immensem kreativen Potenzial ausgestattet ist, der satirisch geistvoll, sprachlich auf höchstem Niveau und darüber hinaus hervorragende Unterhaltung bietet, heißt: MATHIAS TRETTER. Nun präsentiert er sein neues Programm: »Selfie«.
Sie wissen nicht, was »Selfie« heißt? Dann haben Sie den neuesten Hype komplett verschlafen! »Selfie« ist der Name der Französischen Bulldogge von Mathias Tretter, die der frischgebackene Hundeversteher und Medizinkabarettist in seiner sensationellen neuen Kochshow live auf der Bühne hypnotisieren und in einen langhaarigen Deutsch-Türken verwandeln will.


Eingeweihte sagen, es sei sein politischstes Programm bisher. Mit Selfie, so auch der Titel des Abends, geißle Tretter den Zwang zur Selbstinszenierung in der postdemokratischen Gesellschaft. Politik, Wirtschaft, Medien, Kultur, aber auch das Private sind zunehmend Schauplatz der schamlosen Überhöhung des eigenen Ichs. Selbst Systemadministratorinnen und Kindergärtner präsentieren heute Lebensläufe und Hobbys, wie man sie vormals aus der Gala kannte. Dazu werden Selbstporträts ins Netz gestellt, die Kate Moss und George Clooney aussehen lassen wie fränkische Jugendherbergseltern.

Mathias Tretter selber, immerhin Träger des renommierten Deutschen Kleinkunstpreises, gibt sich dagegen sympathisch bescheiden. Auf die Frage von Peter Scholl-Latour, ob er mit seinem neuen Solo die Welt nicht vielleicht doch ein bisschen verändern könne, antwortete der Poststrukturalismus-Fan und bekennende Gleitschirmflieger kürzlich: „Das müssen andere beurteilen. Ich kann Ihnen höchstens sagen, was die New York Times geschrieben hat: »Tretter’s Selfie – more fun than is healthy«.