Mittwoch, 21.02.2018

Sonstige Konzerte
FABER - sei ein Faber im Wind
21.02.2018 in Tübingen

So erfüllt sich dann auch gerade live Fabers Punkbackground. Neben ruhigen und ergreifenden Momenten nimmt sein Folk immer wieder rasante Fahrt auf, wobei das Setting mit Bassist und einem Drummer, der gleichzeitig (!) Posaune spielt, zusätzlich zu Fabers Gesang und Gitarre stets etwas von einem durchgeknallten Straßenmusik-Happening besitzt. Als Akustik-Punk für Mädchen, würden manche daher ihren Sound betiteln,erzählt Faber und grinst. Diese Kenntlichkeit und der damit einhergehende Wiedererkennungswert waren sicher eine große Hilfe als Faber 2015 eine Crowdfunding-Kampagne startete, um das Geld für seine allererste EP einzubringen. Es klappte, Alles Gutekonnte gepresst werden und erzeugte bei Publikum und Medien derartig viel positive Resonanz, dass die nun 2016 folgende EP es nicht mehr nötig hat, ihr Publikum um einen Vorschuss anzuhauen und sich dennoch für eine hochprofessionelle (lies: fette) Produktion im Berliner Studio von Tim Tautorat einschließen konnte, der sonst unter anderem schon mit den Eagles Of Death Metal und den Manic Street Preachers arbeitete. Abstinenz lautet der Titel der EP und ihr Eröffnungsstück erzählt davon, wie es ist, zu Boden zu gehen. Kein Appell ans Aufstehen, eher eine berührende Hymne ans Unten-Sein. Mir macht es Spaß, Sachen anders rum zu drehen,so Faber selbst, klar, ist es schön zu sagen, wenn Du gefallen bist, helfe ich dir auf die Beine aber meistens ist es doch so, wenn jemand am Boden ist, dann bleibt er erstmal am Boden. Und weil das so ist, muss man es eben aushalten, dass genau das auch gesagt wird. Doch auch wenn Faber stets sehr pointiert von Vereinzelung singen mag, bleibt ihm selbst dieses Schicksal in Zürich erspart. Zusammen mit der Clique rund um das Labelkollektiv Lauter Musik nutzt er die Möglichkeit, gegen all die strukturelle Langeweile immer wieder anzuspielen, dagegen anzufeiern. Dabei unterhält Faber zudem noch die Band Max &The MC Forelles, die einfach Surfmusik zu imaginären Tarantino-Filmen aufstellt. Erlaubt ist, was kickt. So wundert es auch nicht, dass seine Songs und seine Story schon längst über Zürich und über die Schweiz hinausgeschwappt sind. Auf der jüngsten Tour von Sophie Hunger eröffnete Faber die Abende unter begeistertem Zuspruch. Genauso wurde die deutsche Agentur auf ihn aufmerksam, die sonst die Booking-Geschicke von Acts wie Kraftklub, Casper, K.I.Z. oder AnnenMayKantereit lenkt. Dort nahm man mit Faber den ersten Schweizer überhaupt unter Vertrag. Jetzt kann es richtig losgehen, jetzt geht es erst richtig los.

Donnerstag, 22.02.2018

Freitag, 23.02.2018

Samstag, 24.02.2018

Sonntag, 25.02.2018

Weltmusik
SONA JOBARTEH & Band - Kora & Griot
25.02.2018 in Tübingen

Die Kora-Koryphäe
Indien, Guadeloupe, England, Brasilien – der Tourplan von Sona Jobarteh hat es schon vor der Veröffentlichung ihres neuen Albums in sich. Sie ist die erste weibliche Kora-Spielerin Westafrikas.
In London geboren, steht die aus einer Griot-Familie aus Gambia stammende Multiinstrumentalistin für Erneuerung, sowohl musikalisch als auch aus Gender-Perspektive. Die 33-jährige Sängerin ist gefragt und genießt den Respekt der Kollegen. Bester Beleg ist die Einladung von Salif Keita, das Vorprogramm bei seinem Konzert im Barbican am 10. Februar zu bestreiten.
Spätestens dann werden auch die ersten Songs vom neuen Album zu hören sein, so Sona Jobarteh, die derzeit in Gambia am Feinschliff arbeitet und bisher nur die Single und das Video zu „Gambia“ freigegeben hat. Der eingängige Song, der zum Unabhängigkeitstag des kleinen, fast vollständig von Senegal umfassten Landes erschien, war für die Kora-Virtuosin Ehre und Bürde zugleich. „Es sollte schließlich etwas Besonderes sein: identitätsstiftend und zugleich verständlich für die Besucher“, so Sona Jobarteh. Das Ergebnis, eine von Kora, Gitarre und traditionellen Perkussionsinstrumenten geprägte Hymne, hat der Rückkehrerin viel Lob eingebracht.
Jobarteh lebt in Gambia, wirbt für den Erhalt der Traditionen und deren Modernisierung. Kein leichtes Unterfangen für die Enkelin des Griots Amadou Bansang, die als erste weibliche Kora-Koryphäe mit den Konventionen bricht und dafür auch eintritt: mit der Gründung ihrer Amadou Bansang Jobarteh Musikschule. „Dort lernen Mädchen wie Jungen die Instrumente der Griots – Kora, Ngoni und Balafon – zu spielen und auch etwas über die eigene Geschichte“, erklärt die Musikerin, die nach dem Unterricht im Studio verschwindet und am neuen Album arbeitet. Das soll deutlich abenteuerlicher werden als ihr Debüt „Fasiya“. Mit dem habe sie sich quasi vorstellen wollen. „Nun geht es darum, die Balance zwischen Tradition und Moderne zu finden“, so die experimentierfreudige Musikerin. Die schätzt Pioniere wie Sekou Kouyate, der das Kora-Spiel elektrifiziert hat, und so darf man gespannt sein, womit Jobarteh am 10. Februar im Vorprogramm von Salif Keita aufwarten wird.

Sona Jobarteh Kora, vocals, acoustic guitar 

Derek Johnson Electric Guitar

Westley Joseph Drum Kit

Mamadou Sarr Percussion

Andi Mclean Bass

http://www.sonajobarteh.com

Einlass: 19:00h

Donnerstag, 01.03.2018

Rock & Pop
THE WEIGHT + WOLVESPIRIT - Heavy Rhythm & Roll Tour 2018
01.03.2018 in Tübingen

THE WEIGHT steht für dreckige harte bluesgetränkte Guitar-Riffs, schwere Bässe, massive Drums und eine Urgewalt an Stimme die man in dieser Form heute nirgendwo mehr zu hören bekommt.
THE WEIGHT sind eine psychedelische Rocklawine, die dich in eine magisch ekstatische Zeit tiefen Purpurs, bleierner Luftschiffe und rollender Steinlawinen entführt.
Die mit lässiger Attitüde, musikalischer Wucht und Virtuosität vorgetragene Zeitlosigkeit ihres HEAVY RHYTHM & ROLL ist es, was THE WEIGHT so speziell und einzigartig macht und live in ihren Bann zieht.

Das inzwischen bei internationalen Filmfestspielen preisgekrönte THE WEIGHT Video zur ersten Single „Trouble“ ist entsprechend eine charmant witzige und in Selbstironie getränkte Hommage an die großen Rocklegenden der Glory Days of Rock n Roll geworden.


WOLVESPIRIT aus Würzburg sind im Februar (2017) mit ihrem Album „Blue Eyes“, produziert mit Andrija Tokic (u.a. Alabama Shakes) in den Bombshelter Studios in Nashville, Tennessee, sensationell auf Platz 32 der deutschen Album Charts eingestiegen und erfreuten sich höchsten Lobes der nationalen und internationalen Rockpresse.
WOLVESPIRIT stehen für außergewöhnliche Rock-Musik, die den Funken vergangener Großtaten in sich trägt und sich doch im Hier und Jetzt entzündet und katapultierten ihre beispiellose Erfolgsgeschichte mit dem letzten Album „Blues Eyes“ in neue Höhen. Mit dröhnender Hammond-Orgel, wabernden Gitarren und Debbie Crafts schlichtweg unbeschreiblicher Stimme betreten WOLVESPIRIT ab Frühjahr die Bühnen mit ihrem neuen Silberling, welcher ebenfalls in Nashville produziert wurde.

Einlass: 19:00h