Dienstag, 20.02.2018

Donnerstag, 22.02.2018

Donnerstag, 01.03.2018

Weltmusik
AEHAM AHMAD & EDGAR KNECHT - "Keys to Friendship"
01.03.2018 in Mainz

Aeham Ahmad wurde 1988 in Yarmouk geboren, einem Vorort von Damaskus. Früh förderte sein blinder Vater sein musikalisches Talent. Mit vier Jahren begann Aeham Keyboard zu spielen, mit sieben erhielt er Klavierunterricht im renommierten Arabischen Institut in Damaskus. Später studierte er Musikpädagogik in Homs. Während des Krieges verletzte ein Granatsplitter die Finger seiner rechten Hand; auch deshalb wird ihm eine Karriere als klassischer Konzertpianist verwehrt bleiben.

Ab Sommer 2013 war Yarmouk vollständig abgeriegelt, mehr als 100 Menschen verhungerten. Damit wollte sich Aeham nicht abfinden. Er lud sein altes Ukraina-Klavier auf einen Rollwagen und spielte in den Ruinen, um gegen den Hunger zu protestieren und den Menschen in seinem Viertel Hoffnung zu geben. Bis im April 2015 der IS das Viertel unter seine Kontrolle brachte – und Aehams Klavier vor seinen Augen verbrannten.

Das Klavier war mein Freund, es war, als hätten sie meinen Freund getötet.
– Aeham Ahmad, CNN, 2015

Viele halten ihn für wahnsinnig, manche dachten das immer. Die Menschen hungern, und er macht Musik. Aber es ist ja mehr als das, es geht ums Prinzip, darum, dass er sich diesem Krieg, der Herrschaft des Todes und der Gewalt einfach verweigert, dass er festhält, an dem, was der Mensch in seinen besten Momenten ist: empfindsam für Schönheit. Und für seinen Nächsten. Er ist ein Künstler im besten Sinne.
– Sonja Zekri, Süddeutsche Zeitung, 2015

Ihm blieb nur die Flucht. Über die Türkei, Griechenland und die Balkanroute kam er im September 2015 nach München. Ein Jahr später konnten seine Frau und seine beiden kleinen Söhne nach Deutschland nachkommen. Heute lebt die Familie in Wiesbaden.

Seit seiner Ankunft in Deutschland hat Aeham unzählige Konzerte gegeben, in Berlin und Bonn, Köln und Stuttgart, Mailand und Paris. Er begeistert die Zuschauer mit der Intensität seiner Lieder und der Virtuosität seines Klavierspiels. Stücke von Beethoven und Mozart trägt er vor, vor allem aber eigene Kompositionen, seine fröhlichen, traurigen Lieder gegen Hunger und Gewalt. In München trat er zusammen mit den Sportfreunden Stiller, Judith Holofernes und Herbert Grönemeyer beim „Stars-sagen-Danke-Konzert“ für Flüchtlingshelfer auf. Im Dezember 2015 wurde ihm der Internationale Beethovenpreis für Menschenrechte in Anwesenheit der Pianistin Martha Argerich in der Bundeskunsthalle Bonn verliehen.

Aeham Ahmads Geschichte zeigt, dass Beethovens Freiheitswille und sein Glaube an die Kraft der Musik bis in unsere Gegenwart nichts von ihrer Bedeutung verloren haben.
– Ashok Sridharan, Oberbürgermeister der Stadt Bonn, Preisverleihung 2016

Yarmouk ist immer noch belagert, und keine Hilfsorganisation kommt hinein, um Lebensmittel zu verteilen. Das Lager ist aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit verschwunden. Und das ist meine Botschaft: dass man an diese Menschen denkt, und dass die Welt endlich wieder darüber spricht.
– Aeham Ahmad, ARD, Tagesschau, 2015

Einlass: 19 Uhr

Freitag, 02.03.2018

Sonstige Konzerte
MAYBEBOP - "sistemfeler"
02.03.2018 in Mainz

MAYBEBOP – vier Querdenker aus Hamburg, Berlin und Hannover, die das Genre des A-Cappella-Pops in eine neue Dimension geführt haben. Mit ihren Stimmen zaubern die vier A-Cappella-Artisten den Sound eines ganzen Orchesters auf die Bühne. Aber bei MAYBEBOP ist alles mundgemacht. Und damit haben sich Jan Bürger, Lukas Teske, Oliver Gies und Sebastian Schröder in ihren mittlerweile 15 Jahren gemeinsamen Schaffens an die Speerspitze der deutschsprachigen Musik- und Theaterszene gesungen. Die anhaltende künstlerische Unabhängigkeit und Distanz zu allen Verlockungen des Mainstreams und zu eitlem Gehabe verleihen MAYBEBOP Geheimratsecken: angenehm reif - und gerade deswegen verlockend sexy. Das Genre wird zur Nebensache.

Frech, hochmusikalisch, intelligent und mit viel Humor zelebrieren MAYBEBOP ihr neues Tourneeprogramm „sistemfeler“. Im Mittelpunkt stehen facettenreiche Eigenkompositionen mit bisweilen absurden Botschaften – angesiedelt zwischen Wahn und Witz. Inhaltlich gehen die Jungs dabei nie auf Nummer sicher, sondern stets neue Wege. Ihre deutschsprachigen Songs, in bewährt kecker MAYBEBOP-Manier und nicht immer politisch korrekt, behandeln unterschiedlichste Themen, vor allem aber auch das aktuelle Zeitgeschehen. Mal ätzend, morbide, subtil oder gerne urkomisch – Hauptsache, das Augenzwinkern fehlt nicht. Es zeichnet die Lieder von MAYBEBOP aus, dass der obligate Humor kein Selbstzweck bleibt, sondern mit einer guten Portion Gesellschaftskritik unterfüttert wird. MAYBEBOP sind dabei echte Entertainer und treffen den Nerv der Zeit!

Ausgefeilte Choreografien, unterstützt von einem perfekten Licht- und Sounddesign, sorgen für eine tolle Bühnenshow. Ein Abend mit MAYBEBOP, das ist wie akustische Erdbeeren mit ganz dick Schlagsahne obendrauf!

Die Band zeichnet sich auch durch ihre große Publikumsnähe aus. Die spiegelt sich vor allem im aktiven Mitwirken und der Einbeziehung der Zuhörer wider. Eindeutige Highlights sind daher die Aktionen „Wünsch dir was“: Konzertbesucher melden hier vorab oder im Konzert Songs aus dem reichhaltigen MAYBEBOP-Repertoire an bzw. rufen sie zu. Mittlerweile ein Muss auch der „Karaoke“- Part, bei dem ein Zuschauer aus dem Publikum spontan auf die Bühne kommt und mit den Jungs etwas singen kann und - einfach genial - der Improvisationssong aus Wörtern, die das Publikum zuruft. Oliver zaubert aus dem Nichts einen hitverdächtigen Ohrwurm.

Alljährlich 120 umjubelte Auftritte im In- und Ausland und jährlich über 70.000 Konzertbesucher belegen die Qualität und Popularität der MAYBEBOP-Live-Shows.

Einlass: 19 Uhr

Sonntag, 04.03.2018

Dienstag, 06.03.2018

Samstag, 10.03.2018