Sonntag, 04.02.2018

Donnerstag, 08.02.2018

Samstag, 10.02.2018

Samstag, 17.02.2018

Sonntag, 18.02.2018

Weltmusik
MISIA
18.02.2018 in Mainz

"LA GRANDE DAME" des Fado - Mísia ist ohne Zweifel ein absoluter Top-Stars des Fado und wird von vielen Kennern als legitime Nachfolgerin der 1999 verstorbenen Fado-Legende Amália Rodrigues anerkannt.

Ihre einzigartige Stimme beeindruckt hierbei immer wieder aufs Neue durch eine Theatralik und Autorität, die ihres Gleichen sucht! Dabei sind kunstvoll stilisierte Bühneninszenierungen das Beiwerk zu ihrer atemberaubenden Bühnenpräsenz, mit der sie das Publikum in ihren Konzerten regelrecht überwältigt. Mit den Jahren baute sie eine große internationale Karriere auf und spielte auf den renommiertesten Bühnen, wie zum Beispiel: der Berliner und Kölner Philharmonie ; Wien, Konzerthaus ; Düsseldorf, Tonhalle ; Bonn, Opernhaus ; Hamburg, Laeiszhalle ; Bremen, Die Glocke ; Ludwigsburger Schlossfestspiele ; Frankfurt, Alte Oper ; Stuttgart, Theaterhaus; Nürnberg, Meistersingerhalle ; Bochum, Ruhrtriennale Salto! und in der Town Hall in New York.

In den 25 Jahren ihrer beeindruckenden Karriere hat Mísia dem Genre Fado nicht nur in Portugal zu neuem Glanz und Gehör verholfen, sondern modernisierte sie diese portugiesische Kunstform auch erheblich durch Hinzufügen neuer Instrumentierung - Sie nutzt Akkordeon und Geige, sowie die literarischen Inhalte der großen portugiesischen Dichter. Durch Mísias Einzigartigkeit kollaborierten weltweit Künstler wie Maria de Medeiros, Fanny Ardant und Ute Lemper und Iggy Pop mit ihr.

"Die Veränderungen des Fado im 20. Jahrhundert durch Misia sind zu vergleichen mit denen vom legendären Astor Piazzolla in Bezug auf den ´Tango Nuevo´."
Nun ist die umjubelte Fadista zurück mit ihrem ersten „Best Of“-Album zum 25. Jubiläum ihrer Karriere : Do PrimeiroFadoAoÚltimo Tango (Warner Music / VÖ 18.11.2016)

Es war vor einem Vierteljahrhundert, als eine der intensivsten Musikrichtungen Europas von jungen Künstlern wiederbelebt wurde und ihren Siegeszug durch die ganze Welt begann. Und es war die wunderbare MÍSIA, die den Startpunkt für die Frischzellenkur des portugiesischen Fado setzte, wie der Musikjournalist Manuel Halpern in seinem Buch über die Geschichte des Fado schreibt. Halpern verortete das Entstehen eines neuen, frischen Fado, der sich von überkommenen Traditionen des Lissaboner Liedguts befreite und junge Sängerinnen hervorbrachte, die einen zeitgemäßeren Ansatz entwickelten, im März 1991 – eben jenem Monat, in dem MÍSIA über die EMI ihr erstes Album „Mísia“ veröffentlichte. „Alles was vorher kam, war eine Art Vorgeschichte“, so Halpern.

Viele von MÍSIAs Songs sind heute Klassiker, alle von ihnen sind in den vergangenen 25 Jahren wichtige Stationen in der Geschichte des Fado geworden. Dies ist der Grund, warum Do PrimeiroFadoAoÚltimo Tango eben viel mehr ist als ein „Best Of“-Album – es ist eine musikalische Geschichtsstunde, ein Rückblick auf 25 Jahre neuen, lebendigen Fado mit der einzigartigen Stimme MÍSIAs.

Sie ist ein Freigeist und deshalb nennen sie manche "die Anarchistin des Fado". Mísia ist mit neuem Projekt zu Ehren der großen Amálie Rodriguet 2017 auf Tour – und wird die Konzertsäle der Weltmetropolen füllen !

Einlass: 18 Uhr

Donnerstag, 22.02.2018

Donnerstag, 01.03.2018

Weltmusik
AEHAM AHMAD & EDGAR KNECHT - "Keys to Friendship"
01.03.2018 in Mainz

Aeham Ahmad wurde 1988 in Yarmouk geboren, einem Vorort von Damaskus. Früh förderte sein blinder Vater sein musikalisches Talent. Mit vier Jahren begann Aeham Keyboard zu spielen, mit sieben erhielt er Klavierunterricht im renommierten Arabischen Institut in Damaskus. Später studierte er Musikpädagogik in Homs. Während des Krieges verletzte ein Granatsplitter die Finger seiner rechten Hand; auch deshalb wird ihm eine Karriere als klassischer Konzertpianist verwehrt bleiben.

Ab Sommer 2013 war Yarmouk vollständig abgeriegelt, mehr als 100 Menschen verhungerten. Damit wollte sich Aeham nicht abfinden. Er lud sein altes Ukraina-Klavier auf einen Rollwagen und spielte in den Ruinen, um gegen den Hunger zu protestieren und den Menschen in seinem Viertel Hoffnung zu geben. Bis im April 2015 der IS das Viertel unter seine Kontrolle brachte – und Aehams Klavier vor seinen Augen verbrannten.

Das Klavier war mein Freund, es war, als hätten sie meinen Freund getötet.
– Aeham Ahmad, CNN, 2015

Viele halten ihn für wahnsinnig, manche dachten das immer. Die Menschen hungern, und er macht Musik. Aber es ist ja mehr als das, es geht ums Prinzip, darum, dass er sich diesem Krieg, der Herrschaft des Todes und der Gewalt einfach verweigert, dass er festhält, an dem, was der Mensch in seinen besten Momenten ist: empfindsam für Schönheit. Und für seinen Nächsten. Er ist ein Künstler im besten Sinne.
– Sonja Zekri, Süddeutsche Zeitung, 2015

Ihm blieb nur die Flucht. Über die Türkei, Griechenland und die Balkanroute kam er im September 2015 nach München. Ein Jahr später konnten seine Frau und seine beiden kleinen Söhne nach Deutschland nachkommen. Heute lebt die Familie in Wiesbaden.

Seit seiner Ankunft in Deutschland hat Aeham unzählige Konzerte gegeben, in Berlin und Bonn, Köln und Stuttgart, Mailand und Paris. Er begeistert die Zuschauer mit der Intensität seiner Lieder und der Virtuosität seines Klavierspiels. Stücke von Beethoven und Mozart trägt er vor, vor allem aber eigene Kompositionen, seine fröhlichen, traurigen Lieder gegen Hunger und Gewalt. In München trat er zusammen mit den Sportfreunden Stiller, Judith Holofernes und Herbert Grönemeyer beim „Stars-sagen-Danke-Konzert“ für Flüchtlingshelfer auf. Im Dezember 2015 wurde ihm der Internationale Beethovenpreis für Menschenrechte in Anwesenheit der Pianistin Martha Argerich in der Bundeskunsthalle Bonn verliehen.

Aeham Ahmads Geschichte zeigt, dass Beethovens Freiheitswille und sein Glaube an die Kraft der Musik bis in unsere Gegenwart nichts von ihrer Bedeutung verloren haben.
– Ashok Sridharan, Oberbürgermeister der Stadt Bonn, Preisverleihung 2016

Yarmouk ist immer noch belagert, und keine Hilfsorganisation kommt hinein, um Lebensmittel zu verteilen. Das Lager ist aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit verschwunden. Und das ist meine Botschaft: dass man an diese Menschen denkt, und dass die Welt endlich wieder darüber spricht.
– Aeham Ahmad, ARD, Tagesschau, 2015

Einlass: 19 Uhr

Freitag, 02.03.2018

Sonstige Konzerte
MAYBEBOP - "sistemfeler"
02.03.2018 in Mainz

MAYBEBOP – vier Querdenker aus Hamburg, Berlin und Hannover, die das Genre des A-Cappella-Pops in eine neue Dimension geführt haben. Mit ihren Stimmen zaubern die vier A-Cappella-Artisten den Sound eines ganzen Orchesters auf die Bühne. Aber bei MAYBEBOP ist alles mundgemacht. Und damit haben sich Jan Bürger, Lukas Teske, Oliver Gies und Sebastian Schröder in ihren mittlerweile 15 Jahren gemeinsamen Schaffens an die Speerspitze der deutschsprachigen Musik- und Theaterszene gesungen. Die anhaltende künstlerische Unabhängigkeit und Distanz zu allen Verlockungen des Mainstreams und zu eitlem Gehabe verleihen MAYBEBOP Geheimratsecken: angenehm reif - und gerade deswegen verlockend sexy. Das Genre wird zur Nebensache.

Frech, hochmusikalisch, intelligent und mit viel Humor zelebrieren MAYBEBOP ihr neues Tourneeprogramm „sistemfeler“. Im Mittelpunkt stehen facettenreiche Eigenkompositionen mit bisweilen absurden Botschaften – angesiedelt zwischen Wahn und Witz. Inhaltlich gehen die Jungs dabei nie auf Nummer sicher, sondern stets neue Wege. Ihre deutschsprachigen Songs, in bewährt kecker MAYBEBOP-Manier und nicht immer politisch korrekt, behandeln unterschiedlichste Themen, vor allem aber auch das aktuelle Zeitgeschehen. Mal ätzend, morbide, subtil oder gerne urkomisch – Hauptsache, das Augenzwinkern fehlt nicht. Es zeichnet die Lieder von MAYBEBOP aus, dass der obligate Humor kein Selbstzweck bleibt, sondern mit einer guten Portion Gesellschaftskritik unterfüttert wird. MAYBEBOP sind dabei echte Entertainer und treffen den Nerv der Zeit!

Ausgefeilte Choreografien, unterstützt von einem perfekten Licht- und Sounddesign, sorgen für eine tolle Bühnenshow. Ein Abend mit MAYBEBOP, das ist wie akustische Erdbeeren mit ganz dick Schlagsahne obendrauf!

Die Band zeichnet sich auch durch ihre große Publikumsnähe aus. Die spiegelt sich vor allem im aktiven Mitwirken und der Einbeziehung der Zuhörer wider. Eindeutige Highlights sind daher die Aktionen „Wünsch dir was“: Konzertbesucher melden hier vorab oder im Konzert Songs aus dem reichhaltigen MAYBEBOP-Repertoire an bzw. rufen sie zu. Mittlerweile ein Muss auch der „Karaoke“- Part, bei dem ein Zuschauer aus dem Publikum spontan auf die Bühne kommt und mit den Jungs etwas singen kann und - einfach genial - der Improvisationssong aus Wörtern, die das Publikum zuruft. Oliver zaubert aus dem Nichts einen hitverdächtigen Ohrwurm.

Alljährlich 120 umjubelte Auftritte im In- und Ausland und jährlich über 70.000 Konzertbesucher belegen die Qualität und Popularität der MAYBEBOP-Live-Shows.

Einlass: 19 Uhr

Samstag, 10.03.2018

Rock & Pop
GLASHAUS - KRAFT live & akustisch Zusatztour 2018
10.03.2018 in Mainz

Gemeinsam verliehen sie dem deutschsprachigen Soul Flügel, mit ihrem
im März 2017 erschienen neuen Album „Kraft“ und der Ankündigung von
sechs Konzertabenden Anfang 2018 melden sich CASSANDRA STEEN,
MOSES PELHAM & MARTIN HAAS auf beeindruckende Weise zurück.
GLASHAUS formten sich im Jahre 2000, als MOSES PELHAM zu Musik, die
er gemeinsam mit seinem langjährigen Produzentenpartner Martin HAAS
machte — wie die beiden es schon davor für das Rödelheim Hartreim
Projekt, Sabrina Setlur, Xavier Naidoo und MOSES PELHAM selbst
gemacht hatten — Texte schrieb, die er selbst nicht vortragen konnte. Als
Stimme für GLASHAUS konnte schließlich die damals 20-jährige
Stuttgarter Sängerin CASSANDRA STEEN gewonnen werden — durch zwei
Gastauftritte in den Stücken „Wenn der Vorhang fällt“ und
„Telefonterror“ der Band Freundeskreis zuvor nur einigen wenigen
Kennern bekannt.
Um es kurz zu machen: Die drei wurden durch die Hits „Wenn das Liebe
ist“, „Was immer es ist“, „Bald (und wir sind frei)“, „Haltet die Welt an“
und „Du“ einem Millionenpublikum bekannt. Sie veröffentlichten
zwischen 2001 und 2006 drei Studioalben („Glashaus“, „Glashaus II (Jah
Sound System)“ und „Drei“), eine Live-CD/DVD („Live in Berlin“) und ein
Best-of-Album („Von Herzen — Das Beste“) und veränderten erneut das
Gesicht deutscher Soulmusik, die PELHAM & HAAS mit Xavier Naidoos
„Nicht von dieser Welt“ drei Jahre zuvor im Grunde genommen erst
mitbegründet hatten, nachhaltig.
Danach widmete sich CASSANDRA STEEN ihren Soloaktivitäten. Sie
veröffentlichte vier Studioalben, die auch die Hits „Darum leben wir“,
„Stadt“ feat. Adel Tawil, „Gebt alles“ und „Tanz“ enthielten. Außerdem
veröffentlichte STEEN u.a. zusammen mit Tim Bendzko auf dessen Album
„Unter die Haut“ den gleichnamigen und überaus erfolgreichen Titelsong.
MOSES PELHAM und MARTIN HAAS produzierten weiter andere Künstler,
zuletzt MOSES PELHAM selbst, der mit „Geteiltes Leid 3“ im Jahre 2012
endlich seine „Geteiltes Leid“-Trilogie vollendete, und Xavier Naidoos
„Nicht von dieser Welt 2“, das erst in diesem Jahr erschien.
PELHAM & HAAS produzierten in den Jahren nach dem letzten
gemeinsamen GLASHAUS-Release auch gelegentlich Stücke für
CASSANDRA STEENS Solo-Platten, veröffentlichten im Jahre 2009
gemeinsam mit der Sängerin Peppa Singt ein GLASHAUS-Album namens
„NEU“ und spielten mit CASSANDRA STEEN und Peppa Singt 2013 zu viert
ein gemeinsames Konzert in der Alten Oper in Frankfurt. Aber erst
während der Arbeiten zu Xavier Naidoos „Nicht von dieser Welt 2“, bei
dem STEEN einige Backings sang, kam das Gefühl auf, dass es an der Zeit
sein könnte, wieder ein gemeinsames GLASHAUS-Album zu machen.

2015 begannen STEEN, PELHAM und HAAS noch während der Produktion
von „Nicht von dieser Welt 2" gemeinsam an Stücken zu experimentieren.
Es ist der Vertrautheit, der Eingespieltheit und dem Wachstum der
Beteiligten geschuldet, dass nun bereits das Ergebnis dieser Idee in Form
des Longplayers „Kraft“ vorliegt. Das Wort "bereits" scheint andererseits
an dieser Stelle unangebracht, liegen doch zwischen dem letzten
gemeinsamen GLASHAUS-Studioalbum „Drei“ im Jahre 2005 und „Kraft“
zwölf Jahre. Aber manches braucht eben seine Zeit.
Man hört „Kraft“, für das wiederum die Musiker der alten GLASHAUSAlben
— ALI NEANDER (Gitarre) und RAPHAEL ZWEIFEL (Cello) —
gewonnen werden konnten, an, dass jeder der Protagonisten seine
handwerklichen Fähigkeiten in der Zwischenzeit erheblich ausbaute. Vor
allem aber hört man dieser Platte an, wie selbstverständlich die drei
miteinander interagieren.
Frank Zappa soll einmal gesagt haben: „Über Musik zu reden ist wie über
Architektur zu tanzen.“ So soll an dieser Stelle nur gesagt sein, dass sich
„Kraft“ wie ein richtiges GLASHAUS-Album anfühlt, wie
Nachhausekommen, und dem geneigten Hörer das gibt, was der Name
verspricht.
Der Autor verkneift sich an dieser Stelle mit aller Mühe das
entsprechende Blues-Brothers-Zitat.

Einlass: 19 Uhr

Mittwoch, 21.03.2018

Sonntag, 08.04.2018

Donnerstag, 12.04.2018