Donnerstag, 18.01.2018

Freitag, 19.01.2018

Weltmusik
Nuit Africaine - Afrikanische Nacht - mit Mayembé Malayika , A.M. Gaio & dem Trio Malibéde
19.01.2018 in Karlsruhe

Trommelworkshop, Musik, Tanz & Kulinarisches - african beats & world music

Nach zwanzig Jahren kommt La Nuit Africaine (Afrikanische Nacht) wieder ins Jubez. Sie war nicht nur eine der größten Jahresveranstaltungen im Jubez, sondern auch eine Plattform des guten Miteinanders mit internationalen Musikgruppen und kulinarischen Spezialitäten. Bei diesem interkulturellen Event werden sich wie immer Kulturen, Generationen und Nationen beim fröhlichen Zusammensein vermischen und die vielfältige Musik Afrikas erleben und genießen.

Ansu Manes Gaio ist einer der berühmtesten Koraspieler und Sänger Westafrikas. Er singt vor allem in den westafrikanischen Sprachen Balante, Mandinga und Fula. Er spielte unter anderen mit Iran de Terra aus Bafata, Super-Ray-Band aus Mali und mit vielen bekannten Musikern wie Salif Keita, Mory Kanté, Adela Beodun etc.
Das Trio Malibéde nimmt in seinen Gesängen die Mächtigsten der Welt in die Pflicht. Die Band bewegt und fordert alle Menschen der Welt vor allem die Regierungschefs und die großen Firmen zu mehr Einsatz gegen Armut und Hungersnöte.
Die BallaBalla-Band steht für Afrobeat, der dem Jazz zuzwinkert, eine Weltmusik jenseits von sprachlichen Barrieren und nationalen Grenzen, schweißtreibend und beglückend. Die sechs Musiker von BallaBalla haben sich in Südfrankreich kennengelernt, stammen aber von der Elfenbeinküste, aus Kuba und aus Deutschland. Im Zentrum ihrer energiegeladenen Eigenkompositionen steht das Balafon, ein westafrikanisches Instrument, das dem Xylofon ähnelt; sein charakteristischer Klang resultiert jedoch aus Kalebassen, die als Resonanzkörper dienen. Das Balafon ist das traditionelle Begleitinstrument der Griot-Dichter, hat aber auch in der modernen afrikanischen Musik Verwendung gefunden – und genau hier hohlen BallaBalla seinen vollen und perlenden Klang ab, um mit ihm auf ebenso rasante wie gewitzte Weise zu spielen.

Das afrikanische Ambiente beginnt aber schon um 16:00 Uhr mit einem Trommelworkshop (mit begrenzter Teilnehmer*innenzahl Anmeldung unter 01719961672).

Einlass: 19:00Uhr

Samstag, 20.01.2018

Jazz & Blues
Johanna Borchert - Love Or Emptiness
20.01.2018 in Karlsruhe

Samstag, 20. Jan. 2018 20 Uhr Scenario Halle
Johanna Borchert - Love Or Emptiness

ECHO Jazz Preisträger

Johanna Borchert - Love Or Emptiness

Es ist das dritte Solo-Album der Sängerin und Pianistin Johanna Borchert, ihr zweites als Songwriterin, und ihr erstes mit ihrem Berliner Quartett, mit dem sie seit vier Jahren tourt. Eine elektrisierende Mischung aus Pop, Jazz und Experimentellem, kunstfertig, aber nicht verkopft, eingängig, aber nicht oberflächlich. Ein Konzeptalbum, das niemals den Anspruch erheben würde, ein Konzeptalbum zu sein.

Als 2014 Johanna Borcherts Album FM Biography erschien, waren die Reaktionen euphorisch. Die Jazzthetik nannte es ein "Meisterwerk" ; das Hamburger Abendblatt konstatierte: Ihre „

kunstvoll arrangierten Songs sind wie zehn Räume voller Geheimnisse" . Die Krönung war 2015 der ECHO Jazz als "beste Sängerin national" . Oftmals fielen die Namen Laurie Anderson und Björk als Bezugspunkte. Borchert hat keine Probleme mit solchen Vergleichen. "Ich wäre gerne eine Kombination aus beiden"

Wieder sind es zehn Songs, auf "Love or Emptiness" , wieder wirkt die Reihenfolge wie zwangsläufig, als handele es sich um ein langes 40-Minuten-Stück. Borchert baut mit verfremdeten Synthesizern, machtvollen Drums und ihrer darüber schwebenden Stimme erhabene Stimmungen auf, erreicht in den Refrains nahezu cineastische Höhen, um sich gleich wieder ganz zurückzunehmen.

"Das einzige, was an meiner Musik Jazz ist, ist die Einstellung" , hat Johanna Borchert gesagt. Auch wenn es der Musikerin nicht darum ging, sich als die studierte Jazzpianistin zu profilieren, die sie ist, ist der Satz eine leichte Untertreibung. Denn eine jazzige Lust an der Improvisation ist der Platte stets anzuhören. So sind die Songs durch Noise und abstrakte Sounds miteinander verbunden.

Borchert hat das Album co-produziert mit Olaf Opal, der vor allem für seine Arbeit mit Sportfreunde Stiller und Die Sterne bekannt geworden ist. "Diese fünf Tage im Februar 2016 waren ein einziger Höhenflug" , sagt die Sängerin über die Aufnahmen." Es war sehr fruchtbar, als Jazzer mit einem Pop-Typen zusammenzuarbeiten. Auch er improvisiert, dreht an den Rädern, ohne zu wissen, was dabei herauskommt. Die Post-Produktion hat Borchert quasi im Alleingang übernommen, die Songs aber gemeinsam mit ihrem Quartett arrangiert. Kompromisslos. "Wir leben für die Musik. Das heißt, die Musik kommt zuerst, dann das Geld" , sagt die Bandleaderin über die Zusammenarbeit mit Moritz Baumgärtner, Schlagzeug, und Peter Meyer, Gitarre, beide auch Mitglied im Melt Trio, sowie Jonas Westergaard am Bass. Love or Emptiness gibt sich zugänglicher als FM Biography , auch wenn sich die Hits am Ende der Platte verstecken.

Einlass 19 Uhr

Sonntag, 21.01.2018